Blendschutzeinrichtung für den Lenker eines Kraftfahrzeuges Es sind Blendschutzeinrichtungen für Kraftfahr zeuge bekannt, bei welchen z. B. eine Tafel oder eine starke Folie mit einer Flächenausdehnung, die das gesamte oder beinahe gesamte Gesichtsfeld des Kraftfahrzeuglenkers an der Innenseite der Wind schutzscheibe einnimmt, mittels Halter verschiedener Art an der Windschutzscheibe oder an einem Arm über derselben angebracht ist.
Auch sind solche Ein richtungen bekannt die aus einer inaktiven Lage, die ausserhalb dem Schaubereich des Kraftfahrzeug lenkers liegt, durch Verschwenken in eine aktive La ge im Schaubereich des Kraftfahrzeuglenkers gebracht werden können. Diese bekannten Blendschutzeinrich- tungen sind einfärbig ausgebildet.
Es ist ferner bekannt, in einem Rahmen an der Windschutzscheibe eine Folie in der Höhe verschieb bar vorzusehen, die von oben nach unten mit einer allmählich zunehmenden Färbung oder Farbtönung versehen ist. Diese Folie nimmt im aktiven Zustand das ganze Gesichtsfeld des Fahrzeuglenkers ein.
Einfärbige Blendschutzeinrichtungen bekannter Art können mittels Saugknöpfe od. dgl. nach Be darf an der Windschutzscheibe vorgesehen werden, so dass sie das ganze Gesichtsfeld des Fahrers oder doch einen grossen Teil desselben einnehmen.
Das wesentliche Kennzeichen der Erfindung be steht darin, dass diese Einrichtung einen schmalen, länglichen Streifen bildet, der von einer Längskante zur anderen eine von einer lichten zu einer dunklen Farbe zunehmenden Farbtönung aufweist.
Die Vorteile werden anhand der folgenden Be schreibung näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise Ausführungs formen des Gegenstandes der Erfindung, und zwar stellt die Fig. 1 eine Ansicht einer schmalen, längli- chen Folie mit Ausnehmungen an den Ecken zur Anbringung der lösbaren Saughalter dar,
während die Fig. 2 eine Ausführungsform mit einer unteren Ver- spiegelung veranschaulicht. Die Fig. 3 zeigt sche matisch die Anbringung einer Folie an der Wind schutzscheibe mit Darstellung der Lage hinsichtlich der Achse der Augen des Fahrers, während die Fig. 4 eine Ausführungsform veranschaulicht, bei der die Färbung der Folie von oben nach unten allmählich zunimmt,
im Zusammenhang mit der waagerechten Verbindungslinie der Augen des Fahrers. Die Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform einer schmalen Folie für kleinere Kraftfahrzeuge, die Fig. 6 eine solche mit allmählich intensiverer Färbung von der oberen Kan te bis zu einer strichpunktiert angegebenen Linie und von dort aus mit gleichmässiger Färbung, die Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform mit einer gestuften Fär bungsintensität,
die Fig. 8 eine Ausführungsform mit Färbung in zwei verschiedenen Farben und die Fig. 9 eine solche, bei der die Randpartien schwächer ge färbt sind und die Mitte stärker gefärbt ist.
Gemäss der Fig. 1 der Zeichnung bildet der aus Kunststoff oder aus Plexiglas od. dgl. bestehende Blendschutz 1 ein längliches, schmales Blatt, das z. B. an den vier Ecken mit Ausnehmungen 2 zur An bringung von Haftknöpfen zwecks lösbarer Befe stigung an der Innenseite der Windschutzscheibe versehen ist. Dieser schmale Streifen 1 weist in sich eine Färbung mit einer Blendschutzfarbe auf, wel che bevorzugt in der Farbe Orange, Gelb oder Blau gehalten sein kann. Diese Farbe kann auch als Auf trag auf dem Streifen vorgesehen sein.
Die Färbung des Streifens ist von einer Kante bei 4 bis zur ge genüberliegenden Kante 5 im Sinne des Pfeiles 6 und mit strichpunktierten Linien 7 angedeutet, so getrof fen, dass in dieser eben geschilderten Weise die In- tensität der Färbung allmählich und in diesem Falle der Ausführungsform kontinuierlich und stufen los zunimmt. Da der Belendschutzstreifen eine an sich eng begrenzte Fläche bildet, ist auch die Farbtönung auf diese Begrenzung beschränkt.
Aus- serdem kann zusätzlich die so gestaltete Blendschutz- einrichtung mit einer Verspiegelung im unteren Teil bei 8 versehen sein, wie dies beispielsweise durch schräge von links unten nach rechts oben vorgesehe ne strichlinierte Linien angedeutet ist: Die Verspie- gelung ist in diesem Falle durchsichtig oder durch scheinend vorgesehen, wie dies bei Sonnenschutzbril len an sich bekannt ist.
Die Anbringung des Blendschutzes geschieht in der in. Fig. 3 schematisch dargestellten Weise, wobei diese Darstellung einen Schnitt quer zu einem Kraft wagen hinter den vorderen Sitzflächen mit Sicht nach vorne veranschaulicht. Der äussere Rahmen oder die Karosserieverschalung ist mit 9 angedeutet in der sich die vordere Windschutzscheibe 10 befindet, die, in der Zeichnung nicht sichtbar; nach vorne- gewölbt ist.
Der Fahrer 11 mit dem Kopf 12 ist von hinten gesehen, schematisch angedeutet, und die waagerech te Verbindungslinie der Augen ist durch eine strich- punktierte Linie 13 angedeutet. Diese befindet sich knapp unterhalb der unteren Kante 4 des Blend schutzes 1,
wobei in diesem Falle der Anbringung durch die Haftknöpfe 14 die Intensität der Färbung des Blendschutzes von- unten nach oben allmählich zunimmt. Das Armaturenbrett bzw. der vordere Ab- schluss des Rahmens des Kraftwagens ist mit 15 an gedeutet, und über dem Ausblick für den Beifahrer kann ebenfalls ein Blendschutz 16 (strichliert ange deutet) vorgesehen sein.
Im Falle der Blendung von vorne hebt der Fahrer 11 den Kopf 12 ein weniges, so dass seine Augen in den Bereich des Blendschutzes etwa in der Linie 17 oder bei stärkerer Blendwir- kung in der Höhe der Linie 18 oder noch höher ge langen, wodurch der Schutz gegen Blendung ohne ir- gendeine mechanische Einwirkung seitens des Fah rers in Wirkung tritt.
Der Fahrer 11 hat es in der Hand, durch die erprobte Anordnung des Blend schutzes selbst die richtige Lage desselben bezüglich seiner Grösse, der Augenwaagerechten und anderen Merkmalen einzustellen und diese Lage vorzuneh men. Man sieht aus. dieser Darstellung auch, dass die Länge des Blendschutzstreifens eine solche ist, dass sie das beidseitige Gesichtsfeld im Falle der Aktivierung durch Heben (Anbringung nach Fig. 3) des Kopfes gut einschliesst.
Nach der Fig. 4 wird die Blendschutzfolie 1 so mittels der Haftknöpfe; wie in Fig. 3, an der Wind schutzscheibe (hier nicht gezeichnet) angebracht, dass die Intensivierung der Färbung nach unten stärker wird. Auch hier ist die waagerechte Verbindung der Augenachsen durch eine strichpunktierte Linie 15 angedeutet und bei dieser Anbringung wird der Blendschutz durch Neigen des Kopfes aktiviert.
In dieser Darstellung ist die Stellung durch die Linien 19 und 20 angedeutet von denen die Linie 19 die Stellung der Augenachse in einer schwächeren Fär bung des Blendschutzes und die Linie 20 diese in eine stärkeren Färbung desselben zum Ausdruck bringt.
Nach den Fig. 5 und 6 ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes einer Folie 1 in einer Variante gezeigt. Nur der obere Teil der Blendschutz einrichtung ist mit einer Einfärbung oder einem Farbauftrag versehen, der in einem kleinen Bereich von hell auf dunkel bzw: von glasklar auf dunkel nach unten allmählich zunimmt, wobei dieser Teil mit 21 bezeichnet ist;
an diesen Teil schliesst sich ein Strei fen 22 an, der durchwegs in der dunkleren Einfär- bung, aber über die restliche Breite gleichmässig ausgebildet ist. Diese Ausführung kommt besonders dann in Frage, wenn der Abstand zwischen dem Au tolenker und der Windschutzscheibe (z. B. bei klei nen Kraftfahrzeugen) nicht gross ist.
Dadurch, dass die Abtönung im oberen Bereich sich nur in der Breite auf wenige Zentimeter erstreckt, genügt be reits ein ganz geringes Neigen des Kopfes, um den Blendschutz in Wirksamkeit treten zu lassen.
Der un tere, gleichmässig dunkel verlaufende Teil des Blend- schutzstreifens, der Folie, dient dazu, Strassenblen dungen abzuschirmen. In der Fig. 6 sind Saugnäpfe 22a vorgesehen, welche mit bekannten Scharnieren 23 versehen sind, deren Arme 24 an der Folie be festigt sind. In der Fig. 5 hingegen sind die Saug näpfe 22a etwa in der Mittellinie, aber nahe den seitlichen Enden vorgesehen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 handelt es sich um einen Blendschutzstreifen, dessen Abtönung von oben nach unten in Streifen erfolgt, die mit 25, 26 und 27 bezeichnet sind, und welche eine Stu fung der nach unten stärker werdenden Abtönung bilden. Die Folie ist wieder mit 1 bezeichnet.
Eine andere Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung wird anhand der Zeichnung der Fig. 8 erläutert. Es wird dabei der obere Teil 28 der Fo lie bzw. der Platte 1 vorzugsweise in einer der Strassenfarbe angepassten Farbe, z. B. in einem hel len Graublau oder einer ähnlichen Farbe gehalten, welcher Streifen allmählich in einen dunkleren Teil, in eine dunklere, insbesondere blaue Farbe, über geht.
Genaue Beobachtungen und Versuche haben nämlich ergeben, dass ein zartes Blau, Graublau oder ähnliche Farbtöne sich am besten der vor dem Kraft fahrzeuglenker liegenden Strasse anpassen, wobei ausserdem die blaue Farbe sich für die Augen als sehr angenehm erweist.
Dadurch erfolgt der über- gang von der glasklaren Windschutzscheibe zu der abgetönten Folie für das Auge unmerklich und ohne Schwierigkeiten. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass der Übergang von der glasklaren Windschutz scheibe zum glasklaren oberen Teil der Blendschutz folie für die Augen mehr oder weniger störend wirkt. Dasselbe gilt auch in einem gewissen Umfang für den Fall;
dass der obere helle Teil der Blendschutzfolie in einer anderen als der Strassenfarbe ähnlichen oder nahekommenden Tönung gehalten ist. In der Zeich- nung ist diese obige Ausbildung oben mit 28 und unten mit 29 bezeichnet.
Die Ausgestaltung der Folie in der oben erwähn ten Weise lässt das Auge leicht und unmerklich über den Übergang zwischen der Windschutzscheibe und der Folie hinweggleiten.
Insbesondere und ausserdem ist auch eine ständige Durchsicht durch den oberen hellen Teil der Folie keineswegs störend, sondern an genehm, da sich dieser Teil der Strassenfarbe an- passt und von dem Auge als natürlich empfunden wird. Dabei kann eine Variante vorgesehen sein, in dem der obere Randstreifen 28 in dieser Strassen farbe angepasster Tönung (graublau oder ähnlich) ge halten wird und im weiteren Verlauf nach unten der Teil 29 in eine andere Blendschutzfarbe übergeht.
Bei der Ausführungsform des Gegenstandes der Fig. 9 der Erfindung ist eine Folie 1 mit Blend schutzfarbe versehen oder mit einer solchen einge färbt, bei welcher oben und unten hellere und in der Mitte eine dunklere Färbung entsprechend den Zif fern 30, 31 und 32 vorgesehen sind.
Diese Ausfüh rungsform ist dann besonders vorteilhaft, wenn die Folie etc., wie in der Ausführungsform nach Fig. 6, mit einer Schwenkeinrichtung von oben nach unten versehen ist und bei Fahrten bei Tag nach unten ge schwenkt wird und somit gänzlich aus dem Gesichts feld des Kraftfahrzeuglenkers entfernt werden kann.
Die im Sinne der vorstehenden Ausführungen abgetönte Folie ist vielseitig anwendbar; sie kann auch oberhalb des Blickfeldes oder des Durchblik- kes des Kraftfahrzeuglenkers vorgesehen werden und bietet dann auch einen Blendschutz gegen Sonnen strahlen. In diesem Falle können wegen der leich ten Befestigungsart mittels Saugknöpfen Folien ver schiedener Art auswechselbar vorgesehen sein. In dem Falle des Blendschutzes gegen Sonnenstrahlen ver läuft die Abtönung mit stärker werdender Intensi vierung von unten nach oben.
Es können auch Folien mit einer Tönung in Gelb oder Orange vor gesehen werden, in welchem Falle diese Folien eine aufhellende Wirkung haben, was besonders für das Fahren im Nebel von besonderer Wichtigkeit ist.
Zur Erläuterung der Vorteile wird folgendes ausgeführt: Die Anbringung einer solchen Folie an der In nenseite der Windschutzscheibe kann im Bereiche des Gesichtsfeldes des Fahzeuglenkers so erfolgen, dass die untere Kante des Streifens bei Färbung mit einer allmählich grösser werdenden Intensivierung von un ten nach oben etwas oberhalb der waagerechten Ver- bindungslinie der Augenlinsen vorgesehen wird oder so,
dass bei allmählich intensiverer Färbung der Folie von oben nach unten die obere Kante derselben sich etwas unterhalb der waagerechten Verbindungslinie der Augenlinsen befindet. Auf jeden Fall ist das Ge sichtsfeld bei normaler Schau durch die Windschutz scheibe und gewöhnlicher normaler Kopfhaltung wäh rend der Lenkung des Fahrzeuges frei.
Dadurch werden gegenüber den bekannten Blendschutzeinrichtungen wesentliche, für die Sicher- heit und den Schutz des Fahrers gegen Blendung sowohl gegen entgegenkommende, nicht abgeblende te Fahrzeuge als auch gegen Blendung allenfalls sei tens einer nassen Strassendecke ausschlaggebende Vorteile erreicht.
Es ist für die Fahrsicherheit eines Kraftfahrzeug lenkers bei Nacht von ausschlaggebender Bedeutung, dass der Lenker ein freies und unbehindertes Ge sichtsfeld etwa in Augenhöhe durch die Windschutz scheibe haben muss und dass diese Windschutzschei be bzw. der Bereich hiezu in Augerhöhf@, also et-:-a in einer Höhe, die seinem Blickfeld bei normaler Körperhöhe und normaler Lage bei der Lenkung des Kraftfahrzeuges entspricht, nicht verdeckt oder ver dunkelt sein darf.
Während des grössten Teiles der Fahrzeit tritt Blendung nicht auf. Eine Blendung tritt hingegen meist in kürzester Zeit bei nicht abgeblendeten Kraftfahrzeugscheinwerfern aus der Gegenrichtung und dann meist nur über einen kurzen Zeitraum auf.
Es ist daher für die Wirkung eines tatsächlich ein wandfreien Blendschutzes von allergrösster Bedeu tung, dass der Kraftfahrzeuglenker den Blendschutz zwar vorhanden weiss, dass er aber im Augenblick der Gefahr bei Blendung durch das entgegenkom mende Fahrzeug nicht erst durch eine Manipulation mit der Halterung des Blendschutzes diesen in das Gesichtsfeld bringen muss, dass er hingegen nur durch ein Neigen oder Heben des Kopfes diesen Blend schutz aktivieren oder reduzieren, das heisst aus schalten kann, wobei, wie gesagt, keine besonderen Manipulationen oder Einstellungen notwendig sind.
Der Blendschutz gemäss der Erfindung wird in Augenhöhe an der Innenseite der Windschutzschei be, insbesondere lösbar angebracht, so dass der Fah rer über diesen knapp hinwegsehen kann, wenn der Blendschutz nicht gebraucht wird. Daher reicht ein geringes Neigen des Kopfes oder der Augen allein schon aus, um den Schutz der Augen vor Blendung durch die Scheinwerfer des entgegenkommenden Kraftfahrzeuges zu erreichen, da ein Beugen des gan zen Körpers auf die Dauer ermüdend wirken würde und undurchführbar ist. Ausserdem ist es wichtig, dass der Blendschutz wenn der Fahrer über diesen hinwegsieht oder darunter durchsieht, nicht vom Au ge desselben als störender Fremdkörper empfunden wird.
Ausserdem aber ergibt sich noch der Vorteil, dass der Blendschutz gemäss der Erfindung eine von oben nach unten intensivere Färbung aufweist, bei starker Blendung der Fahrer den Kopf nur etwas weiter neigen muss, so dass dadurch die intensivere Farb- tönung wirksam wird. Es ist also vorteilhaft, dass bei gleichbleibender Anordnung des Blendschutzes der Fahrer selbst es in der Hand hat, die Kompensierung der Blendwirkung durch ganz geringe Neigungen des Kopfes nach oben oder unten mehr oder minder vorzunehmen.
Der Blendschutz gemäss der Erfindung hat aber auch noch den weiteren Vorteil, dass bei blendendem Strassenbelag, also nassem Asphalt oder Beton, die Schutzwirkung auch eintritt, weil der insbesondere unter Augenhöhe oder in Augenhöhe vorgesehene Blendschutz, wenn der Fahrer über diesen hinweg sieht, oder durch den oberen, nur leicht getönten Teil hindurchsieht, die Blendstrahlen von der Stras se von den Augen des Fahrers abhält.
Die ausgedehnten Versuche haben ergeben, dass mit einer wie oben angegebenen, erfindungsgemässen Blendschutzeinrichtung der wirksamste Schutz gegen Blendungsstörungen des Auges erzielt wird: