Programrnsteuerungsvorrichtung für Maschinen und Anlagen Die Erfindung betrifft eine Programmsteuerungsvor- richtung für Maschinen und Anlagen, welche Vorrichtung elektrisch durch von einem Schrittschaltwerk gegebene Befehlssignale steuerbare Arbeitsorgane und Ist-Signal- geber zur Feststellung des jeweiligen Ablaufzustandes des Programms aufweist,
wobei in dem ausschliesslich von den Ist-Signalen geschalteten Schrittschaltwerk die Ist- Signale derart aufgezählt werden, dass jedes von ihnen einem bestimmten diskreten Zählwert des Schaltwerks zugeordnet ist.
Eine derartige Programmsteuerungsvorrichtung ist Gegenstand der britischen Patentschrift Nr. 878 902. Bei dieser bekannten Anlage wird ein elektromechanisches Schrittschaltwerk verwendet.
Obwohl ein solches Schrittschaltwerk befriedigend arbeiten kann, können unter gewissen Betriebsbedingun gen die mechanischen Kontakte verunreinigt werden oder andere Störungen auftreten.
Die Erfindung bezweckt, eine vollelektronische Pro grammsteuerung der obenerwähnten Art zu schaffen, die im Prinzip einfach aufgebaut ist, und bei welcher im Schrittschaltwerk keine mechanisch beweglichen Teile verwendet werden.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass als Schrittschaltwerk eine binäre Zählkette vorgesehen ist, an der ein Binär-Dezimal-Umsetzer angeschlossen ist mit einer Mehrzahl von Dezimalleitungen, die selektiv ent sprechend der jeweils eingestellten Binärziffer wirksam gemacht werden und die mit Ist-Signalgebern und mit einem Schaltorgan derart verbunden sind, dass die binäre Zählkette von den Ist-Signalen geschaltet wird durch Be tätigung der Ist-Signalgeber in der jeweils wirksamen Dezimalleitung,
wobei Befehlsleitungen für die Befehle an die Arbeitsorgane von den Dezimalleitungen abge zweigt sind.
Dabei kann zweckmässig die binäre Zählkette einem Speicher vorgeschaltet sein, der durch die Ist-Signale be reitgestellt wird und nach der Bereitstellung zeitweilig für den Empfang weiterer Ist-Signale unwirksam ist, bis ein zeitempfindliches Organ die Bereitstellung rückgängig macht. Der Speicher enthält dabei insbesondere Steuer glieder für die Abgabe eines Schaltimpulses für die binäre Zählkette.
Die schaltempfindlichen Organe bewirken da bei eine entsprechende Verzögerung, so dass mit Sicher heit diejenige Dezimalleitung, durch welche das Ist-Signal übertragen worden ist, in der Zwischenzeit unwirksam und die entsprechende nächste Dezimalleitung wirksam gemacht ist für die Vorbereitung der nächsten Schaltstufe unter Verwendung des dieser Dezimalleitung zugeordne ten Ist-Signalgebers.
Bei dem Dezimalwandler können vorteilhaft ODER/ NICHT-Elemente oder -Gatter verwendet werden, durch welche jede der Dezimalleitungen derart mit sämtlichen binären Leitungen verbunden ist, dass es zum Unwirk- sammachen einer Dezimalleitung genügt, wenn nur eine der binären Leitungen ein den übrigen binären Leitungen entgegengesetztes Potential hat während zum Wirksam machen einer Dezimalleitung kein solches Potential vor handen sein darf.
Beispielsweise können die ODER/NICHT-Elemente mit derartiger Potentialverteilung arbeiten, dass bei posi tivem Potential an sämtlichen binären Leitungen die ent sprechende Dezimalleitung wirksam gemacht ist, während bei negativem Potential nur auf einer der binären Leitun gen die entsprechende Dezimalleitung unwirksam ist.
Die Zeichnung gibt Ausführungsbeispiele der Erfin der wieder, und zwar ist Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung einer der Erfindung entsprechenden Steuervorrichtung in Kombination mit einer Arbeitsmaschine, die mittels der Steuervorrichtung zum selbsttätigen Durchlaufen eines Zyklus von Arbeitsvorgängen veranlasst werden kann; Fig. 2 ein Schaltbild der Steuervorrichtung nach Pig. 1; Fig. 3 ein genaueres Schaltbild einer Ausführungs form der Vorrichtung nach Fig. 1;
Fig. 4 ein genaueres Schaltbild einer erfindungsge- mässen Vorrichtung; Fig. 5 ein Schaltbild ähnlich der Fig. 4 mit der Dar stellung weiterer Einzelheiten; Fig. 6 ein die eine Reihenschaltung zweier Binär- zählwerke darstellendes Schaltbild;
Fig. 7 ein Schaltbild einer Einzelheit der Anordnung nach Fig. 6; Fig. B eine Abwandlung der Anordnung nach Fig. 6, welche Ausführungsform die Multiplikation der Anzahl der verfügbaren Matrixausgangsleitungen zweier-Binär- zählwerke ermöglicht,
und Fig. 9 eine Gesamtschaltung einer Vorrichtung nach Fig. B.
Fig. 2 und 3 zeigen schematisch die Gesamtanord nung eines derartigen Steuersystems, wie folgt: In Fig. 1 ist CU ein Steuerapparat mit einem als Zähler oder Digitalrechner betreibbaren Schrittschalt- werk. Der Steuerapparat schaltet den Zahlenrechner aus- schliesslich durch in der hier als Bohrmaschine darge stellten
Arbeitsmaschine A hervorgebrachte Ist-Signale und zeigt das Fortschreiten ihres Arbeitszyklus an.
Die- Bohrmaschine A besitzt ein Magazin 102 für einen Stapel zu bearbeitender Werkstücke, deren unter stes in einem Transportkanal an der Oberseite eines Tisches 108 unter einer Deckplatte 109 liegt. Den Vor wärtstransport und das Auswerfen nach dem Bohrvor gang bewirkt ein hin- und hergehender Schlitten 110, der durch einen Zylinder H2 gesteuert wird.
Zum Einspannen des Werkstücks beim Bohren dient ein Klemmschuh 117, der an das Werkstück von unten durch eine Öffnung im Tisch 108 angelegt werden kann und durch einen Zylinder Hl betätigt und gelöst wird.
Ein dritter Zylinder H3 steuert die Auf- und Abwärts bewegeng des Bohrers.
Die Kolbenbewegung in jedem der Zylinder wird durch (nicht dargestellte) in ihren Zu- und Ableitungen vorgesehene Solenoidventile gesteuert.
Eine Anzahl von Ist-Signalgebern zeigen bei ihrer Betätigung durch die Arbeitsmaschine das Fortschreiten ihres selbsttätigen Arbeitszyklus; sie sind beispielsweise durch Fühlerschalter U2, U3 <B>...</B> Ulo angedeutet.
Der Fühlerschalter U1 ist nur zur leichteren überprü- fung der Verdrahtung vorgesehen.- Der Schalter U2 zeigt die Vorwärtsbewegung des Transportschlittens an, der Schalter U3 die Funktion des Klemmschuhs. Der Schalter U4 zeigt die Vollendung des Abwärtshubs des Bohrers nach vollständigem Bohren und der Schalter U5 die Rückkehr des Bohrers in seine Ruhestellung an.
Der Schalter U6 zeigt die Ruhestellung des Klemmschuhs 117 und der Schalter U7 schliesslich die Rückkehr des Trans- portschlittens 110 in die Ruhestellung an.
Ein das Auswerfen des Werkstücks anzeigendes Ist- Signal wird durch eine Lichtstrahl-Fühlvorrichtung 96, 97 gegeben. Der Lichtstrahl einer Lichtquelle 96 fällt auf das lichtempfindliche Gerät 97;
dieses entspricht etwa einem Fühlerschalter U (9), der ein Ist-Signal gibt, wenn der Lichtstrahl durch das ausgeworfene Werk stück unterbrochen wird, und einem zweiten Schalter UL (10), der darauf ein Ist-Signal bei korrekter Dauer funktion der Lichtsignale liefern kann.
Die eine Klemme aller Ist-Signalgeber oder Fühler schalter ist an eine gemeinsame Leitung y angeschlossen, die zusammen mit von der anderen Klemme aller Fühler schalter kommenden Einzelleitungen in einem Sockel U" endet. In ähnlicher Weise ist eine Klemme der Maschi- nenbetätigungsorgane;
wie Solenoidventile, an eine ge- meinsame Leitung x angeschlossen, die zusammen mit von der anderen Klemme aller Maschinenbetätigungs- organe kommenden Einzelleitungen in einem Sockel H" endet; in Fig. 2 sind der übersichtlichkeit halber nur sechs solche Leitungen gezeigt.
Die Steuervorrichtung CU ist mit entsprechenden Verbindungsmitteln oder Sockeln U' und O' versehen, die durch Kabelverbindungen mit entsprechenden Anschlüssen der Sockel U" und H" ver bunden werden können.
Der gemeinsame Leiter y der Ist-Signalleitungen ist mit dem Eingang eines im folgenden näher zu beschrei benden Netzwerks TSF und dessen Ausgang durch eine Leitung s mit dem Eingang eines Schrittschaltwerks R verbunden. Eine Spannungsquelle W kann den Teil TSF sowie den Schrittschaltwerkteil R mit positivem Potential versorgen. Das negative Potential wird von dem TSF-Teil über die Leitung s geliefert.
Das Schrittschaltwerk hat eine Anzahl von Schalt stufen wovon jede zusammen mit einem vorbestimmten Schalter Ui, U2, U3: usw. ein Koinzidenzelement bildet, mit dem ein Ist-Signal durch die Leitung y hervorge bracht werden kann, wodurch das Schrittschaltwerk ein gestellt und dabei ein anderes Koinzidenzelement be triebsbereit gemacht wird;
zugleich erfolgt eine Daten speicherung in Form numerischer Werte oder Zahlen im Digitalrechner.
In Fig. 2 sind die vom Schrittschaltwerk R ausgehen den Ist-Signalleitungen mit ui, u2, u3; u4, u5 und us und die Befehlssignalleitungen mit hl, h2 und h3 bezeichnet.
Die Steuervorrichtung enthält Befehlssignal-Steuer- relais mit der Bezeichnung RA, RB und RC; diese sind bistabile Kipprelais, die auf den Empfang aufeinander folgender Signale entweder aus der Einschaltstellung in die Ausschaltstellung oder umgekehrt übergehen. In. die Befehlssignalleitungen ist ein Verteiler M2 z.
B. in Form eines entsprechend verdrahteten Vielfachanschlusses ein geschaltet; er kann die Relaiswicklungen mit dem Schritt- schaltwerk verbinden und die aufeinanderfolgenden Sig nale richtig den Relais zuführen, um dadurch die einzel- nen Maschinenfunktionsorgane auf den vorausbestimm- ten Stufen- desRTI ID="0002.0222" WI="27" HE="4" LX="1379" LY="1724"> Schrittschaltwerks in und ausser Betrieb zu setzen.
Das Schliessen des Anlasschalters U1 veranlasst das Zählwerk oder Schrittschaltwerk zum Vorrücken auf die Stufe 2. Sofern das Magazin Werkstücke enthält, bleibt der Fühlerschalter U$ geschlossen und er veranlasst den Zähler zum Fortschreiten nach Stufe 3. Auf dieser Stufe betätigt die Schaltung des Verteilers M2 das Relais RA, das seinen Kontakt schliesst und hierbei ein Befehlssig nal an den Transportzylinder H2 gibt.
Nach dem Vorschieben des Werkstücks schaltet das Schliessen des Fühlerschalters U2 den Zähler auf Stufe 4. Während des Werkstückvorschubs wird das vorherge hende Werkstück ausgeworfen und auf der Stufe 4 stellt die Fühlvorrichtung 97 dies fest. Ein dem Schliessen des Schalters US (9) entsprechendes Schatten -Signal wird auf den Zähler übertragen und lässt diesen auf Stufe 5 vorrücken.
Der Lichtstrahl der Lichtquelle 96 gibt darauf ein der Betätigung des Schalters U1 (10) entsprechendes Licht -Signal, das das Zählwerk auf Stufe 6 vorrücken lässt.
Auf dieser Stufe betätigt die Querverbindung im Ver teiler M2 das Relais RB, welches die Klemme 117 wirk sam macht. Dies veranlasst das Schliessen des Schalters U7 und hierbei das Vorrücken des Zählwerks auf Stufe 7, bei welcher das Relais RC erregt und die Bohrersteue- rung zur Abwärtsbewegung des Bohrers wirksam wird. Ist der Bohrer abwärts bewegt worden, so wird dadurch der Schalter U4 geschlossen, der den Zähler auf Stufe 8 bringt.
Auf dieser Stufe wird durch die zum Relais RC führende zweite Querverbindung im Verteiler M2 dieses Relais aberregt, wobei der Bohrer sich wieder aufwärts bewegt und den Schalter U5 schliesst.
Dies lässt den Zähler auf Stufe 9 vorrücken, in der die Querverbindung zum Relais RB dieses aberregt und die Klemme 117 unwirksam macht. Dadurch wird der Schalter U6 geschlossen und hierbei der Zähler auf Stufe 7 gebracht. Auf dieser Stufe setzt die Querverbindung zum Relais RA den Transport ausser Tätigkeit und der Transportschlitten 110 wird zurückgestellt; die Maschi nenausrüstung ist dann für die Wiederholung eines neuen Arbeitszyklus bereit.
Jedes Schliessen der Fühlerschalter liefert ein Signal an das Organ TSF, das bei einem dauernden Eingangs signal eine Anzahl wohldefinierter Index- oder Verstell signale für das Schrittschaltwerk in vorausbestimmten Zeitabständen oder bei einem kurzzeitigen Eingangssig nal nur ein einziges solches Indexsignal hervorbringt.
Die Fühlerschalter U2 ... U$ geben Signale, die solange fortdauern, bis die entsprechenden mechanischen Bewegungen umgekehrt worden sind; damit sie dabei keine Mehrzahl von Indexsignalen erzeugen, bringt das Organ TSF aufeinanderfolgende Indexsignale nur in vor ausbestimmten Zeitabständen hervor;
das Schrittschalt- werk wird während des Intervalls nach dem ersten In dexsignal verstellt, das die Auswahl der nächsten Ist- Signalleitung veranlasst und dabei den Fühlerschalter in der vorhergehenden Leitung unwirksam macht.
Die von der Fühlvorrichtung 97 erzeugten Signale sind kurzzeitig und das Organ TSF ist so beschaffen, dass es auf ein solches Signal ein einziges wohldefiniertes Indexsignal von etwa rechteckiger Kurvenform hervor bringt.
Die in Fig. 3 gezeigte Schaltanordnung enthält als Schrittschaltwerk ein binäres Zählwerk mit drei binären Netzwerken BNi, BN2 und BN3, wovon jedes als Flip- Flop-Schaltung ausgeführt und als Zähler für elektro nische Digitalrechnung geschaltet ist.
Die Binärziffern- leitungen sind an eine Entschlüsselungsmatrize DM an geschlossen, von welcher die Ist-Signalleitungen ui, u2 u3 <B>...</B> abgehen; von letzteren zweigen die Befehlsignal- leitungen hl, h2 und h3 ab.
Nach Fig. 3 ist das TSF-Glied so eingerichtet, dass es auf den Empfang von durch die Leitung y übertrage nen Ist-Signlen mit der in Fig. 2 bei dem Organ TSF an gedeuteten Kurvenform Index-Impulsse an die Flip-Flop- Schaltungen abgibt. Es kann aber solche nur in voraus bestimmten Intervallen hervorbringen, um den Einfluss äusserer Störungen auszuschliessen und auch die ge wünschte Betätigung der Steuerrelais RA, RB und RC sicherzustellen.
Das TSF-Netzwerk enthält in seinem Eingangskreis einen Kondensator Cl, dessen Klemmenpotential durch das Potential im Punkt C gegeben ist, welches seinerseits durch die Spannungswerte am Spannungsteiler bestimmt wird.
Solange kein Signal auf der Leitung y übertragen wird, wird Strom durch den Spannungsteiler und das Ventil d2 fliessen. Wird dem Eingang aus der y-Leitung ein positives Potential aufgedrückt, so wird das Potential im Punkt C noch positiver, wobei der normalerweise durchlässige Transistor TF2 gesperrt wird und die bista- bile Transistorschaltung kippt, so dass der Transistor TF3 geöffnet d. h.
durchlässig wird. Hierbei wird das Potential am Kollektor des Transistors TF3 positiv. Dieses wird den oben erwähnten Flip-Flop-Schaltungen BNi, BN2, BN3 zugeführt.
Die Zunahme des das Sperren des Transistors TF2 steuernden positiven Potentials in Punkt C wird durch den Ladevorgang des Kondensators C1 bestimmt. Der Kondensator ist so angepasst, dass ein Signal von gewisser Dauer erforderlich ist, um die Transistorschal tung TF2, TF3 umzuschalten.
Hierbei kann eine Betäti gung des TSF-Netzwerks ausser einem Befehlssignal vor- ausbestimmter Dauer auf unerwünschte Signale hin, wie harmonische Oberwellen aus der Betätigung der Ist-Sig- nalschalter oder dergleichen, auch Flip-Flop-Indexsigna- le hervorbringen.
Wird der Transistor TF3 geöffnet, so wird der nor malerweise offene Transistor TF4 gesperrt, wobei das Potential am Kollektor des letzteren negativ wird und das Öffnen des normal gesperrten Transistors TFi ver- anlasst. Dies entspricht einem Kurzschliessen des Kon- densators Cl, der dadurch über den Transistor TFi entla den wird.
Durch das Entladen des Kondensators wird das Potential im Punkt C negativer, weil das Ventil im verti kalen Zweig des Eingangskreises verhindert, dass dem Punkt C .ein dauerndes positives Befehlssignal aus der y-Leitung zugeführt wird.
Dadurch wird der Transistor TF2 geöffnet, was die Sperrung des Transistors TF3 ver- anlasst. Dies wieder veranlasst das Öffnen des Tran sistors TF4 und Sperren des Transistors TFi. Während dieser Umschaltung der Transistoren ist ein kurzes, aber hinreichend wohldefiniertes Steuersignal zum Kippen der Flip-Flop-Schaltungen übertragen worden.
Die Spannungsteiler r1, r2, rs und r5, r6, r7 sind so an gepasst, dass das Potential an der Basis des Transistors TF2 negativer ist als das Potential am Emitter dieses Transistors, um ihn ein- oder ausgeschaltet zu halten, wobei Strom durch den Widerstand r5, den Transistor TF2 und einen Widerstand r8 geleitet wird.
Der Span- nungsteiler r5, r6, r7 ist ferner so bemessen, dass das Po tential am Emitter des Transistors TF3 weniger negativ ist als das bei durchlässigem Transistor TF2 durch den Spannungsteiler r5, r$ bestimmte Potential am Kollektor des Transistors TF2, und insoweit dieses letztere Poten tial der Basis des Transistors TF3 zugeführt wird,
wird natürlich der Transistor TF3 hierbei gesperrt bleibn. Da die Basis des Transistors TFi durch einen Widerstand r9 mit dem positiven Pol der Spannungsquelle verbunden ist, während sein Emitter an den weniger positiven Punkt C angeschlossen ist, wird dieser Transistor in solchem Zustand gesperrt sein.
Der Transistor TF4 ist mit seiner Basis über einen Widerstand an das negative Potential und sein Emitter an das positive Potential angeschlossen, so dass dieser Transistor leitend sein wird, wobei das an seinem Kollektor bestehende und der Basis des Tran sistors TFi zugeführte Potential durch den aus den Sta bilisierungswiderständen im Emitter-Kollektor-Kreis des Transistors TF4 gebildeten Spannungsteiler bestimmt wird.
Ein positives Signal, das aus der Leitung y über das Ventil d1 dem Punkt P zugeführt wird, erhöht das Po tential in diesem Punkt, so dass der Strom durch die Widerstände r1 und r2 abnimmt. Hierbei wird das Po tential an der Stelle zwischen den Widerständen r1 und r2 positiver. Die Schaltung ist so bemessen, dass das Basispotential des Transistors TF2 bei dieser Erhöhung das positive Potential am Emitter von TF2 übersteigt, so dass dieser gesperrt wird.
Das Potential am Kollektor des Transistors TF2 und damit an der Basis des Tran- sistors TF3 wird nur durch die Verbindung mit dem negativen Batteriepotential gesteuert und hierbei hinrei chend unter das verhältnismässig positive Potential am Emitter des Transistors TF3 gesenkt, um diesen Tran sistor leitend zu machen.
Der Kollektor des Transistors TF3 wird hierbei an die positive Seite der Spannungsquelle angeschlossen, so dass sein Potential erhöht wird. Dieses positive Potential wird dem ersten Binärzähler BNi durch die in Fig. 3 dargestellte Verbindung zugeführt. Zugleich durchfliesst das positive Signal das Ventil d4 und den Kondensator C3, so dass die Basis des Transistors TF4 positiver wird.
Die Schaltung ist so beschaffen, dass das erhöhte Basis potential des Transistors TF4 dessen positives Emitter- potential übersteigt, so dass er hierbei gesperrt wird.
Bei diesem Sperren ist der Kollektor von TF4 an die negative Seite der Spannungsquelle angeschlossen und dadurch wird sein Potential sinken. Diese Abnahme des Kollektorpotentials wird dann durch den Kondensator C2 auf die Basis des Transistors TFl übertragen, so dass nunmehr dessen Basispotential negativer wird als sein vom Punkt C herrührendes Emitterpotential und hierbei der Transistor TFl durchlässig wird.
Das öffnen des Transistors TFl sucht das Potential im Punkt C zu senken, da dieser Punkt nur mit der ne gativen Batterieseite durch den Widerstand r4 verbunden ist. Wegen des Kondensators Cl benötigt jedoch die Potentialabnahme im Punkt C eine gewisse Zeit, weil der Kondensator nach dem Einschalten des Transistors TFl in erster Linie durch den Widerstand r4 entladen wird.
Nach diesem Entladen wird das Potential im Punkt C gesenkt, auch wenn noch immer dem Punkt P aus der gemeinsamen Leitung y ein positives Signal zu- geführt wird, da ein solches Signal-das Ventil d2 nicht passieren kann. Das niedrigere Potential im Punkt C wird also eine Potentialabnahme in dem Punkt zwischen den Widerständen r, und r2 ergeben, so dass auch das Basispotential am Transistor TF2 gesenkt wird.
Die Schaltung ist so bemessen, dass dieses Basispotential hiernach negativer wird als das Potential am Emitter des Transistors TF2, wodurch dieser eingeschaltet wird, mit der Folge, dass sein Kollektörpotential und damit das Basispotential des Transistors TF3 steigen und positiver werden als das Emitter-Potential des Transistors TF3, wobei dieser gesperrt wird.
Durch .dieses Sperren wird das Kollektorpotential am Transistor TF3 gesenkt und dadurch das positive Signal zum ersten Binärzähler BNl abgestellt; zugleich wird die Basis des Transistors TF4 negativer, so dass dieser letztere infolge des positiven Potentials an seinem Emitter leitend wird.
Das Kollektor potential des Transistors TF4 wird hierbei positiver und diese Potentialzunahme wird durch den Kondensator C2 auf die Basis des Transistors TFl übertragen und dieser wird hierbei wieder gesperrt, da sein Basispotential nun mehr positiver als sein Emitterpotential ist.
Wie ersichtlich, kehrt die ganze Schaltung nach die sen Zustandsänderungen in ihren Ausgangszustand zu rück.
Das hier beschriebene TSF-Netzwerk ist in der Lage, auf ein positives Ist-Signal aus der Leitung y anzuspre chen, sofern dieses Signal unter Berücksichtigung des Widerstandes r3 die notwendige elektrische Wirkung hat, um das Potential im Punkt C soweit zu erhöhen, dass es das Abschalten des Transistors TF2 veranlasst. Es ist so die Schaltung derart anpassbar, dass eine ge wisse Mindesteingangswirkung aus der Leitung y er forderlich ist,
die Schaltung anzuregen und damit die Fortschaltmittel auszulösen. Diese Massnahme dient dem Zweck, fehlerhafte Eingangsimpulse von geringer Lei stung, wie in den Ist-Signalstromkreis induzierte Signale, auszuschalten. War andererseits ein hinreichendes Sig nal imstande, das Basispotential des Transistors TF2 zu erhöhen und dadurch diesen Transistor abzuschalten, so hängt die gewünschte Funktion des Netzwerks nicht vom Weiterbestehen jenes Eingangssignals ab.
Dem bi nären Netzwerk BNl wird also ein wohldefiniertes und hauptsächlich durch die Zeitkonstante des RC-Gliedes Cl, r4 bestimmtes Auslösesignal unabhängig von der Dauer der Ist-Signale zugeführt, so dass das richtige Umschalten der Binärzähler sogar bei durch einen kur zen Lichtblitz gegebenen Ist-Signalen gesichert ist.
Die in Fig. 4 dargestellte Vorrichtung enthält im ein- zelnen ein binäres elektronisches Zählwerk mit vier ent sprechend verbundenen Binärnetzwerken BNl, BN2, BN3 und BN4, die jedes als Flip-Flop-Schaltung ausgeführt sind, wie näher bei BNl in Fig: 5 dargestellt ist.
Die Binärziffernleitüngen b-, b 1 und b 2-,<B>b'2</B> USW- sind an eine Entschlüsselungsmatrize mit einer Mehrzahl von Ausgangsleitungen angeschlossen, welche die Ist- Signalleitungen ul, u2, us <B>...</B> bilden.
Die im Schaltbild senkrechten Matrizenleitungen sind mit den waagrechten Ausgangsleitungen ul, u2, us <B>...</B> an den durch Punkte bezeichneten Knotenstellen verbunden. Deren physika- lische Werte sind durch Netzwerke DPi, DP2, DP3 <B>...</B> vertreten.
Die Verbindung zwischen den Binärziffern- leitungen und den Ausgangsleitungen u1, u2, u3 <B>...</B> sind so getroffen, dass die letzteren durch die Matrize in de zimaler Folge wirksam gemacht werden.
Das Auslösen und Kippen der Schaltungen wird durch die von den Ist-Signalschaltem U1, U2, U3 <B>...</B> gegebenen Signale bewirkt, indem die gemeinsame Lei tung y über ein Eingangsnetzwerk INP mit dem Eingang der Flip-Flop-Kette verbunden ist. Das Binärzählwerk arbeitet hierbei als Zahlenrechner, wenn jene Schalter synchron mit der Aufeinanderfolge der wirksamwerden- den Leitungen ul, u2, u3 . .. betätigt werden.
Wird die einer bestimmten Binärzahl entsprechende Matrizenaus- gangsleitung durch den in ihr liegenden Ist-Signalgeber geschlossen, so bewirkt das dadurch veranlasste Um schalten des Binärzählers die Auswahl oder das Wirk samwerden einer anderen Matrizenausgangsleitung. Dies bereitet das weitere Umschalten des Binärzählers durch den in jener Leitung liegenden Ist-Signalgeber vor.
Die dargestellte Anordnung sieht aber auch die Be nutzung der Matrizenausgangsleitungen für die Abgabe von Befehlsignalen an die Funktionsorgane vor. Hierzu ist eine Anzahl von Befehlssgnalleitungen hl, h2, h3 <B>...</B> von den Matrizenausgangsleitungen abgezweigt und an einen elektrischen Verteiler M2 angeschlossen;
dieser kann die Form eines Kontaktsockels mit einer an die Befehlssignalleitungen angeschlossenen Gruppe von An schlüssen und einer mit den Steuerrelais RA, RB, RC verbundenen zweiten Gruppe von Anschlüssen haben, welcher Sockel einen entsprechend verdrahteten Viel fachstecker aufnehmen kann, durch den die Verbindung zwischen den Befehlssignalleitungen und den Relais zu deren Erregung oder Betätigung in vorausbestimmter Fol ge hergestellt werden kann.
Die Auswahl der Ausgangsleitungen ul, u2, us . .. findet in einer Reihenfolge statt, die von den durch die Knotenpunkte in der Matrize veranschaulichten Verbin dungen abhängt. Es ist daher möglich, die Verbindungen an den Knotenstellen entsprechend der Reihenfolge vor- zunehmen, in der die Ist-Signalgeber während des vor ausbestimmten Arbeitszyklus der Maschine betätigt wer den, um mittels der Ziffern-Flip-Flops das Umrechnen der Ist-Signale durch entsprechenden Anschluss an die Matrize zu bewirken.
Es ist in diesem Fall nicht erfor derlich, die Ist-Signalgeber an die Ausgangsleitungen der Matrize in einer gemäss einer vorausgesetzten Numerie- rung dieser Leitungen bestimmten Reihenfolge anzu- schliessen, um Übereinstimmung mit der Reihenfolge der Betätigung der Ist-Signalgeber während des Maschi nenzyklus herbeizuführen, denn die Verbindung in der Matrize wählt selbsttätig die Ausgangsleitungen aus, die in dezimaler Reihenfolge entsprechend der Betätigung der Ist-Signalgeber wirksam werden sollen.
In vielen Fällen kann es jedoch zweckmässig sein, das System bei der Herstellung der Verbindungen an den Matrizenknotenpunkten so zu entwerfen, dass die dezi male Reihenfolge der Matrizenausgangsleitungen vor ausgeplant und diese Leitungen entsprechend numeriert werden. In diesem Fall müssen die Ist-Signalgeber, um die gewünschte binäre Zählung der Ist-Signale zu bewir ken, in die Matrizenausgangsleitungen in dezimaler Folge eingeschaltet sein. Dies kann entweder in der in dem erwähnten älteren Patent angegebenen Weise oder durch Einfügung elektrischer Wähleinrichtungen, wie z.
B. ei nes in geeigneter Weise verdrahteten Vielfachsteckers, in die Verbindung zwischen die Matrizenausgangsleitungen und die Ist-Signalgeber geschehen.
Im folgenden wird angenommen, dass die Knoten verbindungen in der Matrize so getroffen sind, dass die Matrizenausgangsleitungen ui, u2, u3 ... in der Fig. 4 bezifferten dezimalen Reihenfolge wirksam werden, und dass die Maschine so eingerichtet ist, dass sie die Ist- Signalgeber U1, U2, U3 <B>...</B> in entsprechender Nummern folge betätigt.
Die Wirkungsweise der in Fig. 4 dargestellten An ordnung ist kurz die folgende: Die vier Flip-Flops seien in eine Ausgangsstellung gebracht, in der die erste Matrizenausgangsleitung u1 ausgewählt oder wirksam gemacht wird, so dass ihr ein Potential zugeführt wird. Die Ist-Signalgeber sind der Einfachheit halber als Schalter dargestellt, können je doch auch aus elektronischen Netzwerken bestehen, die auf irgendeine Zustandsänderung, einer lichtempfindli chen Zelle, durch Signalgabe reagieren.
Wird der Ist-Signalschalter U1 geschlossen, so wird ein Signal durch den gemeinsamen Leiter y dem Ein gangsnetzwerk INP zugeführt, wobei der durch die vier Flip-Flops gebildete Binärzähler umgeschaltet wird und die zweite Matrizenausgangsleitung zur Wirkung bringt. Dies bereitet die Umschaltung des Binärzählers durch das Schliessen des Ist-Signalschalters U2 vor. Bei dieser Um schaltung wird die Leitung u3 wirksam.
In der Ausfüh rungsform nach Fig. 4 sorgt eine Querverbindung im Vielfachstecker M2 für die Betätigung des Relais RA, wenn die Matrizenausgangleitung u3 wirksam ist. Es sei angenommen, dass dies ein Schliessen des zugehörigen Relaiskontakts und dadurch Betätigung des Arbeitsor gans Hl zur Einleitung der Maschinenfunktion veranlasst.
Bei Schliessen eines Ist-Signalschalters U3 macht die Binärzählung der Ist-Signale die Matrizenausgangsleitung u4 wirksam, und wenn der Ist-Signalschalter U4 geschlos sen wird, schreitet die Umschaltung weiter und macht die Leitung u5 wirksam. Wenn dies eintritt, ergibt die Querverbindung im Vielfachstecker M2 Betätigung des Relais RA, welches den zugehörigen Relaiskontakt öff- nen und die durch das Steuerorgan H1 eingeleitete Ma schinenfunktion unterbrechen möge.
Die Querverbindung im Vielfachstecker betätigt auch das Relais RB, welches den zugehörigen Relaiskontakt schliessen und eine vom Organ H2 gesteuerte Maschinenfunktion einleiten möge.
Das Umschalten und Zählen schreitet in der hier an gegebenen Weise fort. Wenn die Matrizenausgangsleitung u7 wirksam wird, wird das Relais RB wieder betätigt, so dass es seinen Kontakt öffnet um die durch Erregung des Organs H2 eingeleitete Maschinenfunktion zu been den, und wenn die Matrizenausgangsleitung u$ zur Wir kung kommt, wird das Relais RC betätigt, um die durch das Organ H3 gesteuerte dritte Maschinenfunktion einzu leiten, die durch Wiederbetätigung des Relais RC be endet- wird,
wenn die Matrizenleitung ulo zur Wirkung gelangt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist angenom men, dass nur zehn Matrizenleitungen für die Maschinen ausrüstung verwendet werden und dass die Matrizenaus- gangsleitung u11, wenn sie wirksam wird, ein Rückstell- signal durch eine Rückstelleitung z an die Flip-Flops liefert, wobei diese in den Ausgangszustand zurückge führt werden, um die erste Matrizenausgangsleitung u1 wieder wirksam zu machen und den Zyklus zu wieder holen.
Bei vier Flip-Flops können 16 Matrizenausgangslei- tungen vorgesehen werden, von denen mit der angegebe nen Anordnung insgesamt 15 Leitungen für die Maschi nensteuerung verfügbar sind. Selbstverständlich kann jede zusätzliche Anzahl von Flip-Flops benutzt werden, so dass mit n Flip-Flops eine Matrize mit n an diese ange schlossenen Eingangsleitungspaaren für die Maschinen steuerung 2n-1 Ausgänge verfügbar macht,
wobei der 2nte Ausgang für die Rückstellung verfügbar ist.
Die Flip-Flops können als Grundbausteine für die Herstellung der gewünschten Leitunganzahl 2n-1 benutzt werden.
Es wurde jedoch als zweckmässig gefunden, Steu erapparaturen der beschriebenen Art in einer Ein- heitsgrösse mit einer bestimmten Anzahl von Flip- Flops zu entwerfen, im folgenden Beispiel mit vier Flip- Flops als Grundbausteinen,
und dann nach Bedarf die gewünschte höhere Anzahl von Leitungen für die Ma- schienensteuerung durch Kombination solcher genormter Einheiten in einer der anhand der Figuren 6 oder 8 nä her beschriebenen Weisen zu gewinnen.
Die im Vorhergehenden nur allgemein erwähnten Netz werke DP1, DP2, DP3 . .. , welche die physikalischen Äquivalente der Knotenpunkte darstellen, enthalten an hand der Fig. 5 näher zu beschreibende elektronische Gatter.
Jedes der Netzwerke DP1, DP2, DP3 <B>...</B> hat ausserdem an die Leitungen u1, u2, u3 <B>...</B> angeschlossenen Ausgang einen an eine Leitung ml angeschlossenen Aus gang, der mit einem Eingang eines als Ganzes mit RFB bezeichneten Netzwerks verbunden ist, und einen zwei ten Ausgang in Verbindung mit einer Leitung f, die an einen anderen Eingang des RFB-Netzwerkes an geschlossen ist.
Das letztere enthält ein Hauptsteuerre- lais, welches aberregt wird, wenn mehr als ein vorausbe stimmter Strom durch eines der DP-Netzwerke, z. B. in folge Überbrückung durch einen Ist-Signalschalter der Arbeitsmaschine, entnommen wird. Die Aberregung je nes Relais wird in diesem Fall über die Leitung gesteuert. Das Relais wird auch aberregt, wenn z.
B. infolge von Fehlern in den Flip-Flops oder den DP-Netzwerken die Leitungen ui, uz, u3 . . . nicht richtig wirksam gemacht werden, d. h. nicht derart, dass ein bestimmtes eindeuti ges Potential nur einer der Leitungen zugeführt wird. In diesem Fall wird die Betätigung des RFB-Netzwerkes über die Leitung ml gesteuert.
Es ist klar dass ein solcher Zustand, während dessen mehr als eine Steuerleitung wirksam gemacht ist, vermieden werden sollte, denn er würde mehr als einem Ist-Schalter Gelegenheit geben, das Umschalten des Binärzählwerks zu veranlassen, was zu fehlerhaftem Arbeiten der Maschine führen kann.
Das RFB-Netzwerk hat zwei Ausgänge, wovon der eine mit der Rückstelleitung z verbunden ist, die ein Rückstellsignal erhält, wenn das Gerät angeschaltet wird, um sicherzustellen, dass die Flip-Flops immer bei der vor ausbestimmten Anfangsbinärzähl beginnen. Der zweite Ausgang des RFB-Netzwerks ist durch eine Leitung b mit einem Punkt im Eingangsnetzwerk INP verbunden,
wodurch auf Empfang eines Signals das Eingangsnetz werk unwirksam gemacht werden kann, so dass es auf Empfang von Umschalt- oder Ist-Signalen aus den Lei tungen y die Flip-Flops nicht umschaltet. Das RFB-Netz- werk sendet vom hier erwähnten zweiten Ausgang ein Signal auf die Leitung b sowohl auf seine Anregung von der Eingangsleitung f als auch von der Eingangslleitung ml aus.
Aus dem Vorhergehenden ergibt sich, dass das Ge rät durch die Verbindung über die Leitungen f; ml und b Sicherheit gegen falsches Arbeiten der Maschine bei Mängeln an den Ist-Schaltern schafft, welche Mängel die Netzwerke der Steuervorrichtung durch übermässige Stromentnahme schädigen können, wie auch bei in den Netzwerken auftretenden Mängeln die fehlerhafte Be tätigung hervorrufen können.
Nach Fig. 4 sind in die Matrizenausgangsleitungen oder Ist-Signalleitungen auch Ventile -eingeschaltet, die eine Rückübertragung störender Signale auf die Matri- zennetzwerke oder DP-Netzwerke verhindern, und in ähnlicher Weise sind Ventile in die Befehlssignalleitun- gen eingeschaltet.
Es wäre auch möglich, die DP-Netzwerke so zu ge stalten, dass aus ihnen ausserdem den Ausgangsleitun gen u1, u2, u3 <B>...</B> zugeführten Potential auch ein den Steuerrelais RA, RB, RC zuzuführendes negatives Signal entnommen werden kann, um die Relais auf abwechselnd zugeführte positive und negative Signale zu erregen bzw.
abzuerregen. Es wurde jedoch gefunden, dass dies die DP-Netzwerke komplizieren kann und Verdoppelung der Leitungen zur Eingangssseite des Verteilers M2 er fordern würde.
Es wurde daher für zweckmässiger gehalten, die Re laisnetzwerke so zu gestalten, dass sie die Relaiswick lung RB nur auf positive Eingangssignale abwechselnd erregen und aberregen.
Hierzu sind nach Fig. 4 die mit den Relais verbunde nen Klemmen des Sockels M2 verdoppelt und die Relais wicklung ist in ein elektronisches Netzwerk mit zwei Eingängen h und 12 einbezogen und arbeitet als polari siertes Relais nur unter dem Einfluss von positiven Sig nalen.
Die Schaltungsanordnung des Relais RA enthält drei Transistoren RTl, RT2 und RT3, wovon der letztere in Reihe mit der Relaiswicklung RV liegt.
Die Transistoren RT2 und RT3 bilden eine bistabile Schaltung, die durch ein der Basis des Transistors RT2 vom Eingangspunkt Il zugeführtes positives Impulssignal in den einen Zu stand geschaltet werden kann, während die Umschaltung in ihren anderen Zustand durch den Transistor RT, ge bracht wird,
der seinerseits durch ein seiner Basis durch den anderen Eingangspunkt 12 zugeführtes positives Sig nal gesteuert wird.
Im Anfangszustand wird der Transistor RT2 leitend, um die Basis des Transistors RT3 hinreichend positiv zu machen und diesen im Sperrzustand zu halten, so dass die Relaiswicklung RV aberregt wird.
Der Eingangs punkt I1 ist an einen Spannungsteiler r'6, i 7, r'$ ange- schlossen, von dem der Basis des Transistors RT2 das verhältnismässig negative Potential zugeführt wird, das diesen Transistor in seinen Durchlasszustand bringt.
Wird hingegen ein positives Signal dem Eingangspunkt Il zu geführt, so veranlasst dies, dass das Potential an der Basis des Transistors RT2 in solchem Mass zunimmt, dass der Transistor abschaltet oder sperrt, wodurch das Potential an seinem Kollektor und damit an der Basis des Transistors RT3 negativ und daher dieser Transistor leitend wird,. so dass er die Relaiswicklung RV erregt.
Der Eingangspunkt 12 ist an einen Spannungsteiler r'o, r'lo, r 11 angeschlossen, der - solange kein positives Signal der Eingangsstelle 12 zugeführt wird - dazu dient, die Basis des Transistors RT, weniger positiv als dessen Emitter zu machen und ihn dadurch in einem Durchlass zustand zu halten.
Bei diesem Zustand wird das Poten tial am Kollektor des Transistors ebenfalls positiv sein, aber wegen des Ventils d'1 und des Vorspannungswider- standes r'12 kann dieses Potential nicht der Basis des Transistors RT2 zugeführt werden.
Wird dem Eingangs punkt 12 ein positives Potential erteilt, so verursacht dies eine Zunahme des Potentials an der Basis des Tran sistors RT" so dass dieser hierbei abgeschaltet wird. Nun ist der Kollektor dieses Transistors mit der negativen Seite der Spannungsquelle durch den Widerstand r'12 verbunden, so dass sein Potential negativ ist.
Diese Po tentialabnahme wird durch das Ventil d'1 auf die Basis des Transistors RT2 übertragen, wo sie hinreicht, diesen Transistor leitend zu machen, wobei sein Kollektor mit der positiven Seite der Spannungsquelle über den Wi derstand r'5 verbunden wird und hierbei das Basispoten tial des Transistors RT3 zunimmt. Dies bedeutet, dass bei Abgabe eines positiven Signals an den Eingangspunkt 12 der Transistor RT3 gesperrt und damit die Relaiswick lung RV aberregt wird.
Die Unterbrechung des Strom durchgangs durch die Relaiswicklung ruft eine Selbstin- duktionsspannung an der Spule hervor und zum Ableiten dieser Überspannung ist an die Klemmen der Spule ein RC-Glied r'13, C'2 als Funkenlöscher zum Schutz des Transistors RT3 parallelgeschaltet. Parallel zu den Wi derständen r 's und r'9 sind Kondensatoren C'2 und C'3 an die Eingangsleitungen der Schaltung angeschlossen.
Diese Kondensatoren haben verhältnismässig hohe Ka pazität' so dass sie imstande sind, alle induzierten Kurz signale oder Wechselströme in den Eingangsleitungen zur negativen Klemme der Spannungsquelle abzuleiten. Durch diese Vorsichtsmassnahme wird die beschriebene Schaltung nur auf solche Signale ansprechen, die als stetige positive Spannung von vorausbestimmter Min destdauer gegeben werden.
Wenn der Transistor RT, auf ein dem Eingangs- punkt 12 zugeführtes positives Signal durchlässig ist, so wird die Basis des Transistors verhältnismässig negativ sein und dadurch den Transistor RTs in gesperrtem Zu stand halten, wie oben beschrieben.
Die Spannungsteiler sind so bemessen, dass während der Dauer eines dem Punkt 12 zugeführten positiven Signals ein gleichzeitig dem Punkt Il zugeführtes positives Signal nicht hin reicht, das Basispotential des Transistors RT2 in dem für das Sperren dieses Transistors erforderlichen Mass zu erhöhen.
Dies bedeutet, dass der Eingang 12 vor herrscht, so dass das Relais immer aberregt werden wird, wenn infolge fehlerhaften Arbeitens oder Kurzschlusses im Netzwerk oder aus anderen Gründen die beiden Eingänge ein Befehlssignal zur gleichen Zeit erhalten sollten.
Das in Fig. 5 genauer dargestellte Eingangsnetzwerk INP ist in der Lage, auf den Empfang von durch die Leitung y übermittelten Ist-Signalen ansprechend Um schaltsignale an die Flip-Flops mit der bei diesem Netz werk in Fig. 4 angedeuteten Kurvenform abzugeben, und zwar vorzugsweise nur auf den Empfang von eine vorausbestimmte Mindestwirkung übersteigende Ist- Signalen.
Das INP-Netzwerk ist so beschaffen, dass es Um schaltimpulse an die Flip-Flops nur in vorausbestimm ten Zeitabständen abgeben kann. Dies bedeutet, dass jede Binärziffer während eines bestimmten Zeitraums zurückgehalten wird, der lang genug gewählt werden sollte, um die Betätigung der Steuerrelais RA, RB und RC zu sichern.
Würde ein Umschalten der Flip-Flops ohne Verzögerung zugelassen, so könnten selbstver ständlich je nach der Konstruktion der Maschinenaus rüstung an der Maschine Arbeitsbedingungen eintreten, während welcher hintereinander Kurzsignale hervorge bracht würden, was so schnelles Umschalten der Ma trizeneingangsleitungen hervorrufen könnte, dass eine richtige Betätigung der Maschinensteuerorgane nicht ge nügend sicher erfolgen würde. Durch Einführung eines Verzögerungsfaktors in das WP-Netzwerk, z.
B. in der Grösse von etwa 0,4 ms, vor Zulassung einer neuerlichen Flip-Flop-Umschaltung ist sichergestellt, dass jedes Ma trizenausgangspotential immer während dieses Zeitraums verfügbar ist, welcher hinreicht, um das gewünschte Arbeiten der Relais zu gewährleisten.
Wie erwähnt, ist es auch möglich, den Spannungs- teiler so zu bemessen, dass an der Basis des Transistors TF2 ein hinreichendes Potential hervorgerufen wird, und dadurch die Mindestleistung zu bestimmen, bei der ein Ansprechen des Netzwerks zugelassen wird. Beispiels weise wurde eine Mindestleistung in der Grösse von 75 mW als zweckmässig gefunden.
In Fig. 5 ist das Binär-Flip-Flop-Netzwerk BNl aus führlicher dargestellt. Es enthält zwei Transistoren TB, und TB2. Bei Zurückstellen der Flip-Flop-Schaltung in den Ausgangszustand durch ein positives Potential über die Leitung z wird die Basis des Transistors TB, positiv, wobei dieser sperrt. Das ergibt ein negatives Potential am Kollektor des Transistors TB, und dementsprechend ein negatives Potential an der linken Binäreingangslei- tung b 1 der Matrize.
Dieses negative Potential wird der Basis des Transistors TB2 zugeführt, wobei dieser durch lässig gehalten und dadurch positives Potential an dem Kollektor des Transistors TB2 und positives Potential an der rechten Binärleitung b i hervorgerufen wird.
Die bistabile Schaltung ist so beschaffen, dass sie durch einen vom WP-Netzwerk gegebenen Impuls um geschaltet werden kann und hierbei das Potential an ihrer Ausgangsleitung verschiebt. Der Ausgang zur näch sten Flip-Flop-Schaltung wird vom Kollektor des Tran sistors TB2 abgenommen.
Die beiden Transistoren TB, und TB2 sind symme trisch geschaltet, wobei ihre Emitter durch einen Vor spannungswiderstand R1 an die positive Seite der Span nungsquelle und ihre Kollektoren durch entsprechende Widerstände an die negative Seite angeschlossen sind. Ausserdem sind die Kollektoren durch symmetrische Widerstände R2, R'2 und Kondensatoren C5, C'5 unter einander verbunden. Der Ausgang des INP-Netzwerks ist an einen Punkt T zwischen diesen Kondensatoren angeschlossen.
Die Basen der Transistoren sind mit den Ausgangsleitungen b i , b i über die dargestellten RC- Glieder verbunden. Ausserdem sind die Basen an die positive Seite der Spannungsquelle über Widerstände R3, R'3 angeschlossen.
Im Anfangszustand ist der Transistor TB2 offen, so dass die Ausgangsleitung b i mit dem aus den beiden Widerständen R1 und R'4 bestehenden Spannungsteiler verbunden ist, wovon der Kollektorvorspannungswider- stand R'4 den höchsten Widerstandswert hat, so dass die Ausgangsleitung positiv wird. Durch das RC-Ghed wird dieses positive Potential auch der Basis des Transistors TB, zugeführt, so dass sein Basispotential nicht weniger positiv als sein Emitterpotential sein wird, wodurch die ser Transistor gesperrt bleibt.
Bei solchem Zustand wird der Kollektor des Transistors TB, über den Vorspan- nungswiderstand R'4 das negative Potential der Span nungsquelle annehmen und dieses durch das andere RC- Glied auf die Basis des Transistors TB2 übertragen, um ihn hierdurch, wie oben vorgesehen, gesperrt zu halten. Jenes negative Potential wird ferner der Ausgangsleitung b i zugeführt.
Bei positivem Kollektor des Transistors TB2 und negativem Kollektor des Transistors TB, haben die bei den Kondensatoren C5@ C'5 positives Potential an ihrer rechten Seite und negatives an ihrer linken Seite. Wird nur ein positiver Impuls dem Eingangspunkt T zwischen den Kondensatoren zugeführt, so verursacht dies keine wesentliche Änderung der Ladung des Kondensators C5, da an seiner rechten Seite bereits ein positives Po tential vorhanden ist; dagegen ist der Kondensator C'5 ladefähig, weil sein Potential in Bezug auf den Punkt T negativ ist.
Dies bedeutet, dass der positive Impuls den Kondensator C'5 und das zwischen den Kondensator C'5 und die Basis des Transistors TB2 geschaltete Ventil V' zu passieren vermag. Hierdurch wird das Basispotential des Transistors TB2 hinreichend erhöht, um das positive Potential an dessen Emitter zu übersteigen, was ein Sperren dieses Transistors veranlasst.
Da dem Kollektor des Transistors TB2 durch den Kondensator C'5 ein ste tiges Signal zugeführt werden kann, wird dieser Kollektor wegen seiner über den Widerstand R'4 führenden Ver bindung mit der negativen Seite der Spannungsquelle negativ werden, ebenso auch die Ausgangsleitung b i . über das erwähnte RC-Ghed wird dieses negative Po tential auch der Basis des Transistors TB, zugeführt, wodurch dieser leitend wird.
Sein Kollektor ist nunmehr mit der positiven Seite der Spannungsquelle über den verhältnismässig kleinen Widerstand R1 verbunden, so dass dieser Kollektor wie auch die Ausgangsleitung b positiv werden.
Würde an den Punkt T ein negativer Impuls gegeben, so wäre er in der Lage, den Kondensator C5 zu passieren, aber er könnte nicht durch das Ventil V hindurchgehen und wäre daher nicht imstande das Potential an der Basis des Transistors TB, zu ändern. Dies bedeutet, dass kein an die Flip-Flop-Schaltung gegebenes negatives Im- puls-Signal diese Schaltung auszulösen, d. h. das Poten tial an deren Ausgangsleitungen zu verschieben vermag.
Wird ein positives Signal aus der Leitung z über das Eingangsventil<B>V2</B> der Basis des Transistors TB, zuge- führt, so ruft dies, wenn jene Basis bereits positiv ist, d. h. bei dem Anfangszustand der Schaltung, keine Zu- standsänderung hervor.
Ist dagegen die Basis des Tran sistors TB, negativ, d. h. in dem Zustand, bei dem die Ausgangsleitung b i negativ und b<B>,</B> positiv ist, so wird das der Basis des Transistors zugeführte positive Poten tial den Zustand umschalten und dadurch die gesamte Schaltung in ihren Ausgangszustand zurückbringen.
Es ist daher klar, dass ein durch die Leitung z allen Flip Flop-Schaltungen zugeführtes positives Signal sicher stellt, dass alle diese Schaltungen sich in ihrem Ausgangs zustand befinden.
Da ein Umschalten der Flip-Flops nur auf positive Impulse stattfindet, bewirkt die Umschaltung des ersten Flip-Flops BNi in der vorhin beschriebenen Weise kei nerlei Umschaltung des nächsten Flip-Flops BN2. Wird die Schlüsselzahl 1 für negatives Ausgangssignal der Flip- Flops und 0 für positives Ausgangssignal derselben be nutzt,
so bewirkt der erste Impuls eine Änderung im Binärschlüssel von 1111 auf 0111 und- die darauf statt findenden Umschaltungen ergeben die Binärzahlen 1011, 0011<B>1101,</B> 0101 usw., wie in Fig. 4 angegeben.
Die in Fig. 5 gezeigte Ausführung der Flip-Flop- Schaltung ist nur ein Beispiel und diese kann in einer Anzahl. verschiedener anderer Arten ausgeführt werden.
Es ist auch möglich, anstelle von Transistoren in den Flip-Flop-Schaltungen Tunneldioden zu verwenden: Um die Matrizenausgangsleitungen in dezimaler Fol ge in der in Fig. 4 und 5 dargestellten Weise wirksam zu machen,
sind geeignete Verbindungen zwischen den bi nären Eingangsleitungen der Matrize und den Matrizen- ausgängen hergestellt.
Es ist auch möglich, die Ausgangsleistungen der Ma trize mittels Thermoionendioden oder Kristalldioden wirksamer zu machen, die unmittelbar als physikalische Äquivalente der in Fig. 4 und 5 dargestellten Knoten punkte benutzt werden.
Es wird indessen mit Rücksicht auf die oben erwähnten Sicherheitsmassnahmen in Form der übermittlung fehlerhafter Signale durch die Leitun gen f und m1 die Verwendung von DP-Netzwerken vor gezogen. Eines davon (DPi) ist ausführlicher in Fig. 5 wiedergegeben.
Es bildet eine Polwendeschaltung mit durch ein Sperrgatter gesteuertem Eingang, wobei die Sperrung durch negatives Potential an irgendeiner der Eingangsleitungen veranlasst wird. Mit anderen Wor ten wird hier eine ODER/NICHT-Schaltung durch Ver bindung logischer Kreise mit monostabilen Kreisen vor gesehen.
Um die Auswahl der ersten Ausgangsleitung ui durch zuführen, d. b. um diese Leitung durch Anlegen eines positiven Potentials wirksam zu machen und ein Um schalten der Flip-Flops zu ermöglichen, wenn der Ist- Schalter Ui geschlossen wird, sind die vier rechten Binär leitungen b i , b 2 , b3 -und b 4 , d. h.
die Binärleitun gen, die bei in den Ausgangszustand rückgestellten Flip- Flops positives Potential haben, an die Basis eines ersten Transistors TD, im Netzwerk DPi über vier ein Gatter bildende Widerstände angeschlossen.
Das Netzwerk ist so ausgeführt, dass der Transistor TD, durchlässig ist, solange mindestens eine der vier Ein- gangsleitungen negativ ist.
Die Basis des Transistors TD, ist mit der positiven Seite der Spannungsquelle durch einen Widerstand rd, verbunden so dass die Transistor basis positiv ist, solange ihr durch das Gatter nur po sitives Potential oder überhaupt kein Potential zugeführt wird. Andererseits ist das Netzwerk so beschaffen, dass dann, wenn die Basis negatives Potential auch nur von einer der vier Eingangsleitungen empfängt, dies zur hin reichenden Senkung des Basispotentials gegenüber dem Emitterpotential genügt, um den Transistor leitend zu machen.
In diesem Zustand des Transistors TD, wird das Basispotential des Transistors TD2 durch den den Kollektorwiderstand rd4 in Reihe mit der Parallelschal tung des Emitterwiderstandes rd5 und der Widerstände rd3, rd2 enthaltenden Spannungsteiler bestimmt.
Dieser Spannungsteiler ist so bemessen, dass das Basispotential des Transistors TD2 hierbei gegenüber dem Emitterpo- tential hinreichend positiv sein wird; um den Transistor TD2 gesperrt zu halten; dessen Emitter empfängt ein po sitives Potential vom RFB-Netzwerk durch die Leitung f, wie unten näher beschrieben wird.
Solange der Tran sistor TD2 gesperrt ist, wird die Ist-Signalleitung ui von der hier durch die Leitung f und den Emitter des Tran sistors TD2 dargestellten positiven Potentialquelle ge trennt sein.
Wenn hingegen die Basis des Transistors TD, durch keine der vier Eingangsleitungen negatives Potential er hält, so wird das Basispotential zu hoch, um den Tran sistor seinen Durchlasszustand annehmen zu lassen, so dass die Basisspannung des Transistors TD2 nunmehr durch den nur die Widerstände rd2, rd3, rd4 enthaltenden Spannungsteiler bestimmt wird;
da jetzt die Verbindung zur positiven Seite der Spannungsquelle durch den Wi derstand r5 unterbrochen ist, wird dieses Basispotential hierbei unter das Emitterpotential des Transistors TD2 gesenkt, so dass dieser durchlässig wird und die Ist-Sig- nalleitung ui mit der positiven Seite der Spannungsquelle durch die Leitung f verbindet.
In diesem Zustand wer den die Ist-Signalleitung und der Ist-Signalschalter Ui sowie die Maschinenfunktionsleitung hl wirksam und ermöglichen das Fortschalten der Binärzählwerke um einen Schritt, wenn der Ist-Signalschalter Ui geschlossen wird.
Soweit das Netzwerk DP, in Betracht kommt, wird der Transistor TD2 eingeschaltet, um den Ist-Signalschal- ter Ui wirksam zu machen, wenn die Binärzähler sich in ihrem Anfangszustand befinden, da das Sperrgatter RD mit positiven Potentialen nur verbunden ist wenn alle seine Zuleitungen von den rechten Ausgangsleitungen der Binärzähler abgenommen werden, die im Anfangs zustand der Zähler positiv sind.
Wenn durch Ansprechen auf das Schliessen des Ist- Signalschalters Ui die Flip-Flops umgeschaltet werden, wechselt der Binärschlüssel nach 0-1-1-1. Dies bedeutet, dass das positive Potential an der Ausgangsleitung b i durch ein negatives Potential ersetzt wird.
Hierbei wird nun das Sperrgatter RDl positives Potential durch drei seiner Eingangsleitungen und negatives Potential durch eine Leitung erhalten, das nach dem Obengesagten hin reicht, das Basispotential des Transistors TD, auf einen solchen Betrag zu senken,
dass dieser Transistor hierbei leitend wird und so den Transistor TD2 zum Sperren und zur Beseitigung des positiven Potentials an der Ist-Signal- leitung ui sowie an der Maschinenfunktionsleitung hl veranlasst.
An dem in ähnlicher Weise wie das Netzwerk DPi ausgeführten Netzwerk DP2 ist indessen das Gatter mit b = ,- b2 , b 3 und b 4 verbunden. Diese Verbindung erfüllt die Voraussetzung für das Leitendwerden des Transistors TD, und das Sperren des Transistors TD2 im DP2-Netzwerk mittels seines Gatters.
Auf diese Weise wird durch den Wechsel der Binär- schlüssel und den entsprechenden Anschluss der Gatter, wie in Fig. 4 und 5 dargestellt, die entsprechende Erre gung der Leitungen u1, u2, u3 <B>...</B> und so die beschriebene Wirkungsweise der Vorrichtung herbeigeführt.
Der (in Fig. 4 und 5 nicht bezifferten) Leitung 11 entspricht der Binärschlüssel<B>1010</B> und von ihr wird das Potential unmittelbar zurück auf die Rückstellungsklem men aller vier Binär-Flip-Flops durch die Leitung z übertragen, in der vorzugsweise ein geeigneter, in Fig. 4 mit ZF bezeichneter Verstärker angeordnet ist; dieser arbeitet mit einer passenden Zeitkonstante, um das rich tige Rückstellen der Flip-Flops in den Ausgangszustand zu sichern.
Wie Fig. 5 im DPl-Netzwerk zeigt, ist der Kollektor des Transistors TD2 durch einen Widerstand in Reihe mit einem Ventil an eine mit der ml-Leitung verbundene Ausgangsklemme angeschlossen, während der Emitter des Transistors, wie vorhin beschrieben, mit der f-Lei- tung verbunden ist.
Das in Fig. 5 ausführlicher dargestellte RFB-Netz- werk enthält ein Hauptsteuerrelais RF; das durch Kon- taktschluss die Leitung f mit der positiven Seite der Spannungsquelle verbindet, einen Transistor FT, zur Steuerung der Erregung des Relais RF, eine bistabile Transistorschaltung FT2, FT3 für das Umschalten des Transistors FT, und damit des Relais RF bei über die Leitungen ml oder f gegebenen Fehleranzeigesignalen,
und eine bistabile Transistorschaltung FT4, FT5 für das Rückstellen durch die Leitung z der Binärzähler bei der Anfangserregung der ganzen selbsttätigen Steuerkreise.
Die Wicklung des Relais RF liegt in Reihe mit dem Transistor FTl, einem Vorspannungswiderstand rtl, ei nem handbedienbaren Anlasschalter<B>SS,</B> und einem ge- wöhnlich geschlossenen Hilfsschalter ES.
Der Anlass- schalter SS, ist mechanisch mit einem zweiten Anlass- schalter SS2@ und dieser durch gleiche Widerstände rt2 und rt3, Ventile dtl und dt2, sowie Kondensatoren Ctl und Ct2 mit der Basis jedes der Transistoren FT3, FT4 verbunden,
so dass bei Schliessen des Schalters SS2 ein kurzer negativer Impuls beiden Transistoren zugeführt wird und beide leitend gemacht werden; hierdurch wird sichergestellt, dass die bistabile Schaltung FT2, FT3 und FT4, FT5 in dem vorgeschriebenen Ausgangszustand be ginnt, wenn die Schaltungen wirksam gemacht werden.
Wenn die Hauptspannungsquelle des Netzwerks RFB angeschaltet wird, wird ein kurzer negativer Impuls der Basis des Transistors FT5 durch den Widerstand rt4 und den Kondensator Ct3 zugeleitet.
Dieser Impuls, dessen Dauer durch die Zeitkonstante des RC-Gliedes bestimmt ist, genügt, um den Transistor FT5 für so lange Zeit leitend zu machen, dass das entstehende positive Poten tial an seinem Kollektor das den Binärzählern durch die Rückstelleitung z zugeführt wird, zum Rückstellen aller Binärzähler in ihren Ausgangszustand genügt.
Wenn das ganze Netzwerk in Tätigkeit treten soll, d. h. wenn der Anlasschalter SSl, SS,- betätigt wird, muss das über die Leitung z gegebene positive Rückstellsignal abgeschaltet werden, und hierzu empfängt die Basis des Transistors FT4 ihren negativen Impuls durch das RC- Glied rt3, Ct2, so dass der Transistor eingeschaltet und das positive Potential an seinem Kollektor über den Wi derstand rt5 auf die Basis des Transistors FT5 übertragen wird, um diesen damit in gesperrtem Zustand zu stabi lisieren,
wobei dessen Kollektor durch den Widerstand rto an die negative Seite der Spannungsquelle angeschlos sen ist. Dieses verhältnismässig negative Potential wird der Basis des Transistors FT4 durch den Spannungsteiler widerstand rt7 zugeführt, so dass dieser Transistor in ein geschaltetem Zustand stabilisiert und der Sperrzustand des Transistors FT5 weiter stabilisiert wird und kein po sitives Signal durch die Leitung z während des normalen Arbeitens der Netzwerke durchgegeben werden kann.
Die bistabile Transistorschaltung FT2, FT3 ist in ähnlicher Weise angeordnet, d. h. mit kreuzgeschalteter Basis-Kollektor-Verbindung zur gegenseitigen Stabilisie rung des einen oder anderen Schaltungszustands. Bei Betätigung des Schalters SS2 empfängt die Basis des Transistors FT3 einen negativen Impuls, so wie in Bezug auf den Transistor FT4 beschrieben, wobei jener Tran sistor FT3 anfänglich in leitenden Zustand gebracht wird und dadurch den Transistor FT2 in den entgegen gesetzten Zustand bringt.
Während normaler Arbeitswei se wird das Basispotential des Transistors FT3 durch den Spannungsteiler rt8, rt9, rtlo und je nach dem Zustand des Transistors FTO auch durch den Widerstand rtll be stimmt, der bei leitendem Transistor FTs zum Wider stand rtlo parallel geschaltet ist, so dass dadurch das Basispotential des Transistors FT3 erhöht wird.
Ausser- dem wird das Basispotential durch das Potential der Leitung ml beeinflusst, da diese Leitung unmittelbar mit dem Kollektor des Transistors FTs und der Basis des Transistors FT3 verbunden ist. Das Basispotential des Transistors FTs ist durch die Spannung am Wider stand rtl2 bestimmt.
Ein Ausgang der bistabilen Transistorschaltung FT2, FT3 ist vom Kollektor des Transistors FT2 abgeleitet und vom Punkt T her an die Basis des das Relais steuernden Transistors FT, angeschlossen.
Das Relais hat einen oberen Arbeitskontakt k1 zur Verbindung der Leitung f mit der positiven Seite der Spannungsquelle über einen geeigneten Widerstand rtl3, einen unteren Arbeitskontakt k2 als Selbsthaltekontakt für die Relaiswicklung und einen unteren Ruhekontakt k3, dessen Funktion unten beschrieben wird. Die Relaiswicklung RF und der Tran sistor FT, sind durch einen Widerstand rtl4 von beträcht lich höherem Widerstandswert als dem der Wicklung selbst überbrückt.
Wenn der Schalter SS, geschlossen ist und der Schal ter ES sich in seiner normalen geschlossenen Stellung befindet, so wird die Relaiswicklung durch den Transistor FT, erregt; dieser ist leitend, da der Transistor FT2, wie oben erläutert, sich in seinem anfänglichen Sperrzustand befindet, so dass das Potential am Punkt T verhältnis- mässig negativ ist.
Sobald der Arbeitskontakt k2 hierbei geschlossen wird, hält sich das Relais selbst, so dass der Druckknopfkontakt <B>SS,</B> wieder losgelassen werden kann. Wenn der Kontakt k1 geschlossen ist,, wird positi ves Potential vom Punkt T über den Widerstand rtls und den Kontakt k1 auf die Leitung f übertragen, von wo es nacheinander den Ist-Signalleitungen u, wie vorhin be schrieben, zugeführt werden kann.
Nach dem Gesagten wird während normalen Arbei tens der Anlage immer eine, aber nicht mehr als eine Ist-Signalleitung u durch die Indexmittel ausgewählt sein. Dies bedeutet, dass ein gewisser Höchststrom durch die Leitung f abgeleitet wird, nämlich der Strom durch den Ausgangstransistor TD2 in dem jeweils ausgewähl ten DP-Netzwerk, wenn der zu diesem ausgewählten Netzwerk gehörende Ist-Signalkontakt geschlossen ist.
Es ist daher möglich, die beiden Widerstände rtl2 und rtl3 so einzustellen, dass der normale Höchststrom in der Leitung f am Widerstand rtl2 eine gerade hinreichend kleine Spannung hervorbringt, um den Transistor FT6 noch in gesperrtem Zustand zu halten, während eine Zu nahme dieses Höchststroms einen genügend grossen Po tentialabfall an der Basis des Transistors FT6 verursacht, um diesen leitend zu machen.
Der Transistor FT6 wird indessen im normalen Betrieb in seinem: Sperrzustand sein, so dass der Transistor FT3 leitend und der Tran sistor FT2 gesperrt ist, um den Transistor FT1, wie oben erörtert leitend zu halten.
Während die beschriebene Anordnung zur Steuerung des durch die Leitung f fliessenden Stroms dient, d. h. des Eingangsstroms der Ausgangstransistoren der DP- Netzwerke,
sind auch Vorkehrungen zur Steuerung des Ausgangstroms dieser Transistoren getroffen. Hierzu sind die Kollektoren der Transistoren TD2 durch einen Wi derstand rts und ein Ventil v an die mit der Basis des Transistors FT3 verbundene gemeinsame ml-Leitung an geschlossen.
Die Schaltungen sind so bemessen, dass eine fehlerhafte Zunahme des Potentials der Leitung m1 aus unten angegebenen Gründen zum Sperren des Transistors FT3 und damit zum Einschalten des Transistors FT2 und entsprechenden Sperren des Transistors FT, hin reicht.
Der Notschalter ES kann in Notfällen betätigt wer den, um die ganze Schaltung ausser Betrieb zu setzen. Wird dieser Schalter geöffnet; so wird der Haltestrom kreis der Relaiswicklung RF unterbrochen, wobei das Relais aberregt wird und den untersten seiner Kontakte k3 schliesst. Hierbei wird ein negativer Impuls von der negativen Seite der Spannungsquelle durch den Wider stand rt14, den Widerstand rtl, den Kontakt ks,
das ent gegen gerichtete Ventil dt3 und ein RC-Glied rt15, Ct4 an die augenblicklich negativ werdende Basis des Tran sistors FT2 gegeben und dieser leitend gemacht, so dass der Zustand der Binärschaltung FT2, FT3 umgekehrt und auf die Basis des Transistors FT, positiv wird;
der letztere wird hierbei gesperrt und kann nicht wieder leitend wer den, solange der Transistor FT2 eingeschaltet ist, wenn nicht der Anlasschalter SSi, SS2 wieder betätigt wird, um dadurch über SS2. den Zustand der bistabilen Schaltung FT2; FT3 umzukehren:
Das Öffnen des Relais RF hat zur Folge, dass das durch den Kontakt k1 übertragene positive Potential der Leitung f abgeschaltet wird, so dass die Ist-Signal- schalter darauf ein positives Signal für das Weiterschal ten der Indexeinrichtung geben können. Eine weitere Wirkung, nämlich ein augenblickliches Sperren des INP- Netzwerks, wird- unten beschrieben.
Das RFB-Netzwerk wirkt: als Kontrollmittel für das richtige Arbeiten der Ist-Signalanordnung in folgender Weise: Eine Bedingung für das richtige- Arbeiten des DP- Netzwerks war, dass zu gleicher Zeit nur eines dieser Netzwerke ausgewählt wird, um die entsprechende u-Lei- tung wirksam zu machen.
Bei der dargestellten und be schriebenen Schaltung wird bei jedem gegebenen Zu stand der Binärzähler nur eines der GP-Netzwerke mit vier positiven Ausgangsleitungen dieser Binärzähler ver bunden. In diesem Zustand sind alle anderen GP-Netz- werke mit mindestens einem negativen Zählerausgang verbunden und-diese Verbindung genügt, um das DP- Netzwerk unwirksam zu machen.
Besteht nun irgend eine fehlerhafte Verbindung zwischen dem GP-Netz werk und den Binärzählern, z. B. infolge einer Kalt lötstelle oder eines schadhaften Widerstands in einem der Gatter, so wird das fragliche GP-Netzwerk während des Umschaltens der Binärnetzwerke in die Lage kom- men, dass die drei intakten Verbindungen zu positiven Ausgangsleitungen führen, während die vierte Verbin dung, die das erforderliche Sperrpotential der Basis des Eingangstransistors TDl zuführen sollte,
gerade die schadhafte ist so dass kein solches negatives Potential angelegt wird. Hierbei ist das Sperrgatter RD unfähig, den Zustand von dein zu unterscheiden, in welchem das GP-Netzwerk ausgewählt wird, indem alle seine vier Leitungen an positive Ausgänge der Binärzähler ange schlossen sind.
Dies bedeutet, dass das fragliche DP- Netzwerk seine Ausgangs-Ist-Signalleitung u wirksam macht, während gleichzeitig die Ist-Signalleitung u des richtig ausgewählten GP-Netzwerks ebenfalls wirksam wird. Dies hätte zur Folge, dass nicht nur die falsche u-Leitung, sondern damit auch die falsche h-Leitung ausgewählt und die Einleitung einer falschen Maschi nenfunktion veranlasst würde.
Wenn aber eine solche Lage entsteht, wird ein posi tives Potential sowohl am Kollektor des betreffenden Ausgangstransistors TD2 als auch am Kollektor des ent sprechend dem Dezimalschlüssel wirksam gemachten Ausgangstransistors auftreten.
Der durch die positive Kollektorspannung des ausgewählten Ausgangstransistors und den Widerstand rds bestimmte normale Strom in der Leitung m1 wird hierbei mit dem vom fälschlich ausge- wählten Ausgangstransistor herrührenden normalen Strom überlagert, wobei der Gesamtstrom in der Leitung m1 so erhöht wird, dass das Potential an der Basis des Transistors FT3 hinreichend steigt, um diesen zu sper ren.
Wie schon erwähnt, macht dies den Transistor FT2 leitend, was wiederum den Transistor FT, zum Sperren und das Aberregen des Relais RF veranlasst.
Werden die GP-Netzwerke in der beschriebenen Weise ausgewählt, so können indessen andere Fehler auf treten; hat z. B. ein Ist-Signalschalter sich nach seiner Betätigung nicht wieder geöffnet was bei seiner nächsten Auswahl falsches Arbeiten verursachen würde, so spricht das RFB-Netzwerk auch auf einen solchen Fehler an. Wenn nämlich der nächstfolgende Ist-Signalschalter ge schlossen wird;
so ergibt dies ein positives Potential auf der gemeinsamen Leitung y, und dieses wirkt über den fälschlich geschlossenen Schalter auf den Kollektor des entsprechenden Ausgangstransistors TD2 zurück und fer ner über den Widerstand rds und das Ventil v auf die Leitung ml, so dass sich auch in diesem Fall ein erhöhter Strom in der Leitung ml mit den oben betrachteten Fol gen ergeben wird.
Wird infolge eines unmittelbaren Kurzschlusses im Ist-Signalstromkreis mehr als der vorgesehene Strom durch die Leitung f entnommen, so ergibt dies eine er höhte Spannung am Widerstand rtl2 im RFB-Netzwerk, wobei das Basispotential des Transistors FT6 hinreichend gesenkt wird, um diesen leitend zu machen;
und, wie früher erörtert, den Transistor FT3 zu sperren, den Tran sistor FT2 leitend. zu machen, den Transistor FT, zu sperren und dadurch das Relais RF abzuerregen.
Der Transistor FT3 wird also in jedem Fall von feh lerhaftem Betrieb oder auf die Betätigung des Notschal ters ES hin gesperrt, wobei das Kollektarpotential des Transistors FT3 negativ wird.
Die an den Punkt C im WP-Netzwerk angeschlossene Sperrleitung b veranlasst einen Stromfluss vom Punkt C über die Sperrleitung b zum negativen Kollektorpotential des Transistors FT3, wobei der in das WP-Netzwerk fliessende Strom, der sonst eine Ladung des Kondensators Cl hervorrufen wür de,
nach dem RFB-Netzwerk abgeleitet und dabei ein La den des Kondensators verhindert wird. Dies bewirkt eine Sperrung des INP-Netzwerks @ das dadurch unwirksam oder unempfindlich für durch die y-Leitung zugeführte Eingangssignale wird, die sonst eine Umschaltung des Binärzählwerks veranlassen würden.
Um diese letztere Sicherung zu erreichen, muss die Zeitkonstante der Netz werke, die zur Steuerung \dieser Wirkung des RFB-Netz- werks in die f-Leitung und die ml-Leitung eingeschaltet sein können, kleiner sein als die des INP-Netzwerks.
Vorzugsweise ist in die ml-Leitung ein nicht darge stelltes Netzwerk eingeschaltet, das ein wohldefiniertes Eingangssignal liefert und mit passender Zeitkonstante arbeiten kann.
Im Rahmen der Erfindung können auch andere Rückstellverbindungen, z. B. vom Verteiler M2 ausge hend, vorgesehen sein.
Fig. 6 stellt eine Reihenschaltung zweier Binärzähl werke dar, deren jedes vier Flip-Flops und eine Matrize mit DP-Netzwerken hat, wie sie in Fig. 4 und 5 darge stellt sind.
Die oberen vier Flip-Flops können von ihren sech zehn Matrizen-Ausgangsleitungen fünfzehn für die Ma schinensteuerung benutzen. Die sechzehnte dient zum Einschalten der unteren vier Fhp-Flops, die ebenfalls fünfzehn für die Maschinensteuerung verfügbare Aus gangsleitungen haben, während die sechzehnte zum Rückschalten auf die oberen Flip-Flops benutzt wird.
Iüerzu ist ein als Ganzes mit Me0 bezeichnetes Netz werk vorgesehen, das wie der in Fig. 6 schematisch an gedeutete Umschalter arbeitet dessen beweglicher Kon takt abwechselnd die gemeinsame y-Leitung mit einem der beiden Eingangsnetzwerke INPI und INP2 jedes der zwei Flip-Flop-Systeme verbinden kann.
Die Rückstellverbindungen von der z-Leitung sind bei den unteren vier Fhp-Flops entgegengesetzt wie bei den oberen angeschlossen, so dass ein Rückstellsignal die oberen Fhp-Flops veranlasst, ihren Ausgangszustand einzunehmen, entsprechend dem Dezimalschlüssel 1111 für die Auswahl der ersten der oberen Matrizenausgangs- leitungen, während die unteren Flip-Flops im Ausgangs zustand den letzten Binärschlüssel entsprechend dem Einschalten der letzten Matrizenausgangsleitung anneh men.
Die als d16' bezeichnete Dezimalleitung Nummer 16 des unteren Flip-Flop-Systems steht mit dem Me0-Netz- werk in Wirkverbindung, um es in die in voller Linie wiedergegebene Stellung umzuschalten. In entsprechen der Weise ist die als dls bezeichnete sechzehnte Dezi malleitung des oberen Flip-Flop-Systems in Wirkverbin dung mit dem Me0-Netzwerk, um dessen Umschalten in die gestrichelt wiedergegebene Stellung herbeizuführen.
Die ersten fünfzehn Leitungen werden also vom obe ren Flip-Flop-System gesteuert. Wenn dieses die Dezi malleitung Nummer 16 einschaltet, wird das Me0-Netz- werk in Richtung des mit der Leitung dc16' verbundenen Pfeils umgeschaltet, also aus der voll ausgezogenen in die gestrichelte Stellung.
Da aber, wie oben beschrieben, die Rückstellung das untere Flip-Flop-System zur An nahme eines der Dezimalzahl 16 entsprechenden Binär schlüssel veranlasst, so ist dafür gesorgt, dass zugleich mit dem Umschalten des Me0-Netzwerks das untere Flip-Flop-System von Dezimalzahl 16 auf Dezimalzahl 1 umschaltet. Dies geschieht mittels eines Impulsnetz werks INI der Leitung dc16' und dem Eingangsnetzwerk INP2 des unteren Flip-Flop-Systems. Dieses Netzwerk kann z. B. die Form eines Kondensators haben.
Während der durch das untere Flip-Flop-System ge steuerten fünfzehn aufeinanderfolgenden Auswahlen der unteren 15 Ist-Signalleitungen verbleibt das obere Flip- Flop-System in dem dem Einschalten der Leitung uls entsprechenden Dezimalzustand. Veranlasst hingegen der vom DPls -Netzwerk des unteren Flip-Flop kommende Signal ein Signal durch die Leitung dcls ' für das Zu rückschalten des Me0-Netzwerks in die voll ausgezogene Stellung,
so muss dies auch ein Umschalten des oberen Flip-Flops-Systems bewirken. Dies geschieht mittels ei nes zweiten Impuls-Netzwerks IN2, welches ein Signal von der Leitung dcls ' zum Eingang INPI des oberen Flip-Flop-Systems gibt. Auch jenes Netzwerk IN2 kann die Form eines Kondensators haben.
Das Me0-Netzwerk ist ausführlicher in Fig. 7 ge zeigt. Das Eingangssignal aus der Leitung dc16' des obe ren Flip-Flop-Systems wird der Basis eines Transistors MeTl und das Eingangs-Signal aus der Leitung dcl6" der Basis eines Transistors MeT4 zugeführt.
Diese Transisto ren dienen zum Auslösen einer bistabilen Transistor- Schaltung MeT2' MeT3 bei dem Ansprechen auf die betreffenden Eingangssignale, wobei durch diese bista- bile Schaltung zwei Ausgangstransistoren MeT5 und MeT6 wechselweise umgeschaltet werden.
Ein Eingangs signal aus dem oberen Matrizensystem ruft einen Wech sel in den beiden Ausgangstransistoren hervor, um die gemeinsame Leitung y mit dem WP-Netzwerk des un teren Flip-Flop-Systems oder des oberen zu verbinden.
Die Basis des Transistors MeTi ist mit einem Punkt eines Spannungsteilers rml, rm2, rm3 verbunden. Die Lei tung dc16' ist an diesen Teiler zwischen den Widerständen rm2 und rms angeschlossen. Ein Kondensator Cm, liegt parallel zum Widerstand rni3, um fälschliche Kurzimpul se oder induzierte Wechselströme abzulenken und da durch einer zufälligen Umschaltung entgegen zu wirken.
Im Anfangszustand ist der Transistor MeT3 durchlässig, so dass das Potential am Emitter durch den Spannungs- teiler rm4, rm5, rms bestimmt ist. Das Kollektorpotential des Transistors MeT3 ist hierbei verhältnismässig positiv und wird der Basis des Transistors MeT2 durch das rC- Glied rm7; Cm2 zugeführt, so dass dieser Transistor in einen Sperrzustand gesteuert wird.
Das gleiche verhält- nismässig positive Potential wird der Basis des Tran sistors MeT5 zugeführt, so dass dieser hierbei abschaltet oder sperrt.
Beim Sperrzustand des Transistors MeT2 wird sein Kollektorpotential verhältnismässig negativ und dieses ist mit der Basis des Transistors MeTr, über den Wider stand rm3, rmy in Verbindung, wodurch der letztere Tran sistor im Durchlasszustand gehalten wird. Die verschie denen Spannungsteiler sind so bemessen, dass im An fangszustand beide Transistoren MeTs, MeT4 durchlässig sind.
Die Kollektoren der Transistoren MeT5 und MeTs sind mit den Eingängen der Netzwerke INP2 bzw. INPI verbunden, während ihre Emitter an die gemeinsame Leitung y angeschlossen sind.
Die Ist-Signalleitung dcl6 ' ist mit der Basis -des Tran sistors MeT4 in ähnlicher Weise verbunden, wie im Zu sammenhang mit dem Eingang aus Leitung dc16' be schrieben wurde. Die Zustände der hier beschriebenen Transistoren entsprechen bei sperrendem Transistor MeT5 und durchlässigem Transistor MeTs, der in Fig: 6 schematisch in vollen Linien angegebenen Umschalter stellung.
Die ersten fünfzehn Ist-Signalschalter veranlas sen aufeinanderfolgendes Schalten der oberen Flip-Flop- Anordnung mit gewünschter Betätigung der drei Arbeits organe Hl, H2, H3 nacheinander, die an den der oberen Flip-Flop-Anordnung zugeordneten Verteiler M2 ange schlossen sind.
Wenn die Matrizenleitung Nummer 16 der oberen Flip-Flop-Anordnung wirksam gemacht wird, wird das positive Potential auf Leitung dcls dem Transistor MeTI zugeführt, der gesperrt wird, während der Transistor MeT2 durchlässig wird. Der Kollektor des Transistors MeT2 wird dadurch positiv und veranlasst Sperrung des Transistors MeT3;
dessen Kollektor wird dadurch nega tiv und macht den Transistor MeT5 leitend und sperrt den Transistor MeTs. Dies entspricht einem Umlegen des Umschalters nach Fig. 6 in. die gestrichelte Stellung, so dass die y-Leitung durch den Transistor MeT5 an den Eingang INP2 der unteren Flip-Flop-Anordnung ange schlossen wird.
Durch die hier beschriebenen Änderungen des Be triebszustandes des Me0-Netzwerkes wird der Transistor MeT4 nicht gesperrt, sondern dieser bleibt durchlässig, bis die zweite Gruppe von fünfzehn Ist-Signalschaltern das aufeinanderfolgende Schalten der unteren Flip-Flop- Anordnung mit entsprechender Betätigung der dem Ver- teher M2 dieser Anordnung zugeordneten Arbeitsorgane veranlasst hat.
Wenn die Matrizenleitung Nummer 16 der unteren Filp-Flop-Anordnung gewählt und dadurch der Leitung dcls' ein positives Potential zugeführt wird, so wirkt dies auf die Basis des Transistors MeT4 und sperrt diesen, was wiederum das Einschalten des Transistors MeT3 veranlasst, wobei der Transistor MeT5 gesperrt und der Transistor MeTs leitend gemacht wird,
um den Zyklus mit der oberen Flip-Flop-Anordnung zu wiederholen.
Wie in Fig. 6 gezeigt, sind den Entschlüsselungsma- trizen der beiden Flip-Flop-Anordnungen DP-Netzwerke der in Fig. 4 und 5 dargestellten Art mit nach der f-Lei- tung sowie nach der ml-Leitung führenden Ausgängen beigegeben. Diese Leitungen sind mit einem einzigen, der oberen und der unteren Flip-Flop-Anordnung ge meinsamen RFB-Netzwerk verbunden.
Durch Verbindung der beiden Flip-Flop-Anordnun- gen in. der in Fig. 6 gezeigten einfachen Weise kann eine Reihenschaltung hergestellt werden, welche die Anzahl der verfügbaren, durch die Ausgangsleitungen der Ma- trize gebildeten Ist-Signalleitungen verdoppelt.
*Ein Vorteil der beschriebenen Vorrichtung besteht darin, dass sie ein schnelles Umschalten des Flip-Flop- Zählwerks durch die Ist-Signale der Maschine vorsieht. Es ist daher, weil während des ganzen Maschinenzyklus keine Zeitverzögerung auftritt, die Automatisierung mit einer wesentlich erhöhten Anzahl von Ist-Signalgebern an der Maschine im Vergleich zu deren Arbeitsorganen vorzusehen.
Mit einer vorhin erwähnten Zeitkonstante des INP-Netzwerks von 0,4 ms ist es möglich, beispiels weise 10 Ist-Signale in nicht wesentlich mehr als 4 ms zu verarbeiten, was die Möglichkeit eröffnet, der Ma- schinenausrüstung praktisch jede gewünschte Anzahl von Ist-Signalgebern hinzuzufügen, was seinerseits für schnel ler ablaufenden Arbeitszyklus sorgt.
Es kann daher in manchen Fällen erwünscht sein, eine erhebliche Anzahl von Ist-Signalleitungen verfügbar zu haben.
Die Binärzählwerk-Steuervorrichtung berücksichtigt auch diese Möglichkeit und Fig. 8 zeigt eine Ausfüh- rungsform, welche die Multiplikation der Anzahl der verfügbaren Matrizenausgangsleitungen zweier Binär zählwerke ermöglicht, d. h.
ein System, worin die beiden Gruppen von je fünfzehn verfügbaren Matrizenleitungen jeder Flip-Flop-Vierergruppe als 225 Ist-Signalleitungen zur Wirkung gebracht werden können.
Die Vorrichtung nach der Fig. 8 arbeitet so, dass im oberen Flip-Flop-System die Matrizenausgangsleitungen mittels eines von den DP-Netzwerken abgeleiteten posi tiven Potentials wirksam gemacht werden, während das untere Flip-Flop-System die Matrizenausgangsleitungen mit negativem Potential durch Netzwerke wirksam macht, die im folgenden als DN-Netzwerke bezeichnet sind.
Jede Binärziffer des oberen Flip-Flop-Systems wird während eines vollständigen Digitalrechenzyklus des unteren Flip- Flop-Systems festgehalten. Jede Auswahl einer Matri- zenausgangsleitung des unteren Flip-Flop-Systems wird dazu benutzt, die Auswahl oder die Bereitstellung einer entsprechenden Anzahl von Leitungen zu steuern, die von jeder der Matrizenausgangsleitungen des oberen Netzwerks abgezweigt sind.
Die Vorrichtung nach Fig. 8 hat eine erste Gruppe von Steuerorganen DIl, DI2, DIs . . ., die alle mit der ersten Matrizenausgangsleitung uml des oberen Flip- Flop-Systems verbunden sind, eine zweite Gruppe -von Steuerorganen DIi , DI2 , D13 . .
.' die alle mit der zwei ten Matrizenausgangsleitung um2 des oberen Flip-Flop- Systems verbunden sind, usw. Diese Steuermittel sind einzeln mit den Ausgangsleitungen um,', um2 , um3 . . .
der Matrize des unteren Flip-Flop-Systems verbunden. Ferner hat die Steuervorrichtung derartig angeordnete Ausgangsleitungen, dass die Steuerorgane DII, DI2, DI3 <B>...</B> der ersten Gruppe einzeln mit einer ersten Grup pe von als Ist-Signalleitungen wirksam zu machenden Ausgangsleitungen u1, u2, u3 ... verbunden sind.
Die zweite Gruppe von Steuerorganen DIi , DI2 , DI3 . . . hat ebensolche als Ist-Signalleitungen wirksam zu machende Ausgangsleitungen u16, u17 . . .
u30 <B>USW,</B> Die Steuerorgane DI sind so eingerichtet, dass sie die jeweils mit dem betreffenden Steuerorgan verbundene Ausgangsleitung zur Wirkung bringen, wenn die Matri- zenausgangsleitungen des oberen Flip-Flop-Systems und die des unteren -Flip-Flop-Systems gemeinsam wirksam werden.
Beispielsweise wird eine mit einem an Leitung Nummer 5 der oberen Matrize und an Leitung Nummer 11 der unteren Matrize angeschlossenen DI-Organ ver bundene Ausgangsleitung nur zur Wirkung gebracht, wenn diese beiden Matrizenausgangsleitungen gleichzeitig wirksam sind;
dies ist der Fall bei einer Binärzahl 1101 des oberen Flip-Flop-Systems und der Binärzahl 1010 des unteren Flip-Flop-Systems und entspricht der als Ist Signalleitung u35 zu bezeichnenden Leitung, deren Nummer so berechnet wird, dass die durch beide Flip- Flops berechnete vorhergehende Nummer fünf mal fünf- zehn plus zehn beträgt.
In der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsform ent hält jedes DIri Organ einen mit DIT" bezeichneten Tran sistor. Die Emitter der Transistoren in den ersten fünf zehn DI-Organen sind alle mit der ersten Matrizenaus- gangsleitung um, des oberen Flip-Flop-Systems verbun den.
Die Emitter der Transistoren in den nächsten fünf- zehn DI-Organen DIi ; DI2 . . . DIl5 sind alle mit der zweiten Matrizenausgangsleitung um2 des oberen Flip- Flop-Systems verbunden usw.
Die ersten Ist-Signalleitungen u1 . . . u15 sind einzeln durch Ventile an den Kollektor jedes der Transistoren in den Steuerorganen DI, . . .
DI15 angeschlossen. In äbn- hcher Weise sind die- nächsten fünfzehn Ist-Signalleitun- gen u13 <B>...</B> u30 einzeln mit dem Kollektor des betreffen den Transistors der nächsten fünfzehn -DI-Organe DIi ... DI,5 verbunden.
Die Basis des Transistors DIT, ist ebenso wie die Basis aller Transistoren der anderen Dl'-Organe an die erste Ausgangsleitung umi des unteren Flip-Flop-Sy- stems angeschlossen. In ähnlicher Weise sind die Basen aller Transistoren der D12-Organe mit der zweiten Aus gangsleitung um2 der unteren Flip-Flop-Matrize ver bunden.
Wie erwähnt, wirken die Knotenpunkte der unteren Matrize in dem Sinn, dass sie die unteren Matrizenaus- gänge negativ machen, wenn sie ausgewählt werden. Zu diesem Zweck wird ein bei der ersten Matrizenausgangs- leitung um,' ausführlicher dargestelltes Netzwerk DNi benutzt, das sich von dem in Fig. 5 dargestellten DP- Netzwerk dadurch unterscheidet, dass es nur einen Tran sistor TNI enthält.
Wie nach Fig. 5 ist die Basis des Tran sistors TNI mit der Matrize über ein Sperrgatter der NICHT/ODER-Type verbunden, während sein Emitter an die positive Seite der Spannungsquelle angeschlossen ist, so dass der Transistor normalerweise d. h. wenn er nicht ausgewählt ist, sich im Durchlasszustand befindet. Der Kollektor ist an der negativen Seite der Spannungs quelle über einen Widerstand rni sowie an die vorher genannte um,'-Leitung über einen durch ein Ventil dnl überbrückten Widerstand rni angeschlossen.
Im Durch- lasszustand des Transistors TNI ist dessen Kollektor und dadurch die Leitung um,' mit der positiven Seite der Spannungsquelle verbunden, so dass die Basen aller DIT- Transistoren in der DIT-Kolonne positiv sein werden und dadurch in ihrem Sperrzustand gehalten sind, in dem keine entsprechende Ist-Signalleitung wirksam gemacht werden kann, unabhängig davon, ob die entsprechende um-Leitung ausgewählt wird oder nicht.
Erst wenn die Basis eines DIT-Transistors negativ wird und dessen Emitter von negativem oder Nullpotential auf positives Potential wechselt, d. h. wenn sowohl die entsprechende um'-Leitung als auch die um-Leitung ausgewählt wer den, wird der Transistor leitend und dadurch die betref fende u-Leitung wirksam machen.
Im ersten Fall und insbesondere auf den Stufen 1 bis 16 des oberen Flip-Flop-Netzwerks wird nur das DNi- Netzwerk ausgewählt werden, da der Transistor TNI kein negatives Potential über sein Sperrgatter erhält, wie vorhin beschrieben, wobei er abschaltet und sein Kollek tor negativ wird. Dieses negative Potential wird nun der Basis aller Transistoren in der DIl-Kolonne zugeführt, um sie zum Einschalten zu befähigen, sobald ihre Emit- ter nacheinander entsprechend dem fortschreitenden Um schalten der Binärnetzwerke BNi-4 positiv werden.
Die Kollektoren der DIT-Transistoren sind mit der ml-Lei- tung sowie mit ihren betreffenden Ausgangsleitungen u und h über Ventile verbunden, die dazu dienen, die Aus gansleitungen gegen falsche Signale zu schützen da posi tive Signale, die nur von den Kollektoren und nicht von den anderen Leitungen ausgehen, die Ventile passieren können. Ausserdem sind die Transistoren mit geeigneten Basis- und Kollektorvorspannungswiderständen versehen, wie dargestellt.
Wenn Stufe. 16 erreicht ist, wird ein Signal über die Leitung dci6' gegeben, um das untere Fhp-Flop-System um eine Stufe weiterzuschalten, wodurch das DNl-Netz- werk umgeschaltet wird, um positives Potential der umi Leitung zuzuführen, so dass alle Transistoren in der DIT-Kolonne gesperrt werden, wie vorhin beschrieben.
Gleichzeitig wird das DN2-Netzwerk wirksam gemacht, um die Transistoren in der DI2-Kolonne zum Sperren zu befähigen, sobald sie nacheinander ihr Befehlssignal von den um-Leitungen erhalten.
Um eine richtige Basisvorspannung der DIT-Tran- sistoren zu sichern wenn diese wirkungsbereit sind, ist es erwünscht, den niedrigen Steuerstrom durch einen nicht zu hohen Widerstand hindurchgehen zu lassen.
In der dargestellten Ausführungsform wird dieser durch den Widerstand rnl und den im DIT-Netzwerk enthaltenen Widerstand geliefert; in diesem Zustand wird der Wider stand rnl' durch das Ventil dnl kurzgeschlossen. Wenn der Transistor TNI hingegen leitet, so dass sein Kollektor positiv ist, ist das Ventil du, nichtleitend, so dass nun der weitere Widerstand rn,' in den Stromkreis eingeschaltet ist.
Der in diesem Zustand höhere Widerstand dient da- du, die kleinen Leckströme in den DIT-Transistoren zu unterdrücken, die sonst Fehlschaltungen der Transisto ren hervorrufen könnten.
In der Vorrichtung nach Fig. 8 können die DI-Orga- ne als eine Reihe von Steuermitteln in einer der verfüg baren Matrizenausgangsleitungen der unteren Flip-Flop- Matrize entsprechenden Anzahl betrachtet werden, die jedem der DP-Netzwerke in den Ausgangsleitungen der oberen Flip-Flop-Matrize hinzugefügt sind, welche Lei tungen nacheinander entsprechend den aufeinanderfol genden Umschaltungen des unteren Flip-Flop-Systems wirksam gemacht werden,
so dass dabei der Reihe nach den Ausgangsleitungen der DI-Organe Spannung von einer jeweils wirksamen Matrizenausgangsleitung zuge führt wird.
Während gemäss Fig. 4 und 5 die Vorbeugungsmass- nahme, das ist die Verbindung mit der mi-Leitung, von den DP-Netzwerken abgeleitet ist, wird nach Fig. 8 die Verbindung mit der mi-Leitung von den DI-Steuerorga- nen und zwar von den Kollektoren der DIT-Transisto- ren abgeleitet, d. h. von der Stelle, die den wirksamen Ist-Signalleitungen am nächsten liegt.
Wie sich aus der vorstehenden Beschreibung der Fig. 8 ergibt, ist es das untere Flip-Flop-System, das eigent lich das Zählen der Ist-Signale in der dargestellten Aus führungsform fünfzehn Mal besorgt, worauf das obere Fhp-Flop-System umgeschaltet wird, um Wiederholung des Zählens der Ist-Signale aus der nächsten Gruppe von fünfzehn Leitungen mittels des unteren Flip-Flop-Sy- stems herbeizuführen usw., was eine Gesamtzahl von 225 möglichen Zählungen ergibt.
Hierzu ist das an die y-Leitung angeschlossene Ein gangsnetzwerk INP in Verbindung mit dem unteren Flip- Flop-System vorgesehen. Die sechzehnte Ausgangslei tung der unteren Matrize wird dazu benutzt, das Um schalten des oberen Flip-Flop-Systems zu veranlassen. Da dieses Umschalten ein positives Potential erfordert, ist hierzu das Anlegen einer positiven Spannung an die Leitung uml6' nötig, und daher muss das in diese ein- geschaltete Netzwerk von den DN-Netzwerken verschie den sein; es kann z.
B. ein DP-Netzwerk von der in Fig. 5 gezeigten Art sein.
Des weiteren ist, da nach Fig. 8 die Ausgangsleitun gen um,', um2 . . . der unteren Matrize mit einem nega tiven Potential wirksam gemacht werden, keine Verbin dung von den DN-Netzwerken zur f-Leitung notwendig und nur ein RFB-Netzwerk wird in. betriebsmässigem Zusammenhang mit den DP-Netzwerken in den Matri- zenausgangsleitungen des oberen Flip- Flop-Systems be-
nutzt.
Das RFB-Netzwerk ist, wie im Fall der Figuren 4 und 5, durch die b-Leitung an den Punkt C des INP- Netzwerks angeschlossen und arbeitet auf die beiden Flip-Flop-Systemen gemeinsame Rückstell-Leitung z, wenn nötig über schon vorhin erwähnte und in Fig. 8 mit zfl und zf2 bezeichnete geeignete Verstärker.
Um das untere Fhp-Flop-System mittels eines Signals auf der Leitung umis in den Ausgangszustand zurück- zustellen und zwar zugleich mit der durch dieses Signal erfolgenden Umschaltung des oberen Flip-Flop-Systems, ist eine Hilfsrückstell-Leitung z1 vorgesehen, und um das über sie gegebene Rückstellsignal zu hindern, dass es die Umschaltung des oberen Flip-Flop-Systems stört,
sind die dargestellten Ventile in die Rückstell-Leitungen z und z1 eingeschaltet.
Zur Erleichterung des überblicks über die Fig. 8 sind in dieser die Befehlssignalleitungen mit den zugehöri gen Verteilern und Befehlsrelais nicht im einzelnen darge stellt.
Es ist aber angedeutet, wie vier der Befehlssignal leitungen h1, h2, h3, h4 aus den von den Kollektoren der ersten vier DI-Steuerorganen ausgehenden Ist-Signallei- taugen ul, u2, u3 und u4 abgezweigt sind, und es ist auch angedeutet, dass sowohl die Ist-Signalleitungen als auch die Befehlsleitungen Ventile enthalten.
Die Vorrichtung nach Fig. 8 kann in verschiedener Hinsicht abgeändert werden, ohne den Bereich der Er findung zu verlassen. Beispielsweise können die DI- Steuerorgane so gestaltet werden, dass sie mittels UND- Gattern durch positive Signale in den Ausgangsleitungen der unteren Flip-Flop-Matrize wirksam gemacht werden können;
in diesem Fall kann die gleiche Art von Ver bindungsnetzwerken an den Knotenpunkten der oberen wie auch der unteren Matrize verwendet werden. Aus- serdem kann auch im. wesentlichen die gleiche Art von Netzwerk an den Anschlüssen der Ausgänge beider Ma- trizen benutzt werden.
Die Ausführungsform nach Fig. 9 enthält die gleiche grundsätzliche Anordnung wie die nach Fig. B. Das System enthält das obere oder erste Binärzählwerk und seine Matrize mit einer Mehrzahl von nacheinander zur Wirkung zu bringenden Ausgangsleitungen- und das un tere oder zweite Zählwerk mit zugehöriger Matrize und deren Ausgangsleitungen sowie ein Matrizensystem mit einer Mehrzahl von Matrizengruppen,
die jede nur eine Leitung der ersten Binärmatrize und alle Leitungen der zweiten Binärmatrize enthalten, die in jeder Gruppe so wohl als Eingangs- als auch als Ausgangsleitungen ver fügbar sind, und Verbindungen, die in jeder Gruppe die einzige Eingangsleitung aus der ersten Matrize mit allen Eingangsleitungen aus der zweiten Matrize verbinden, um die Ausgangsleitungen der Gruppe nacheinander nur dann zur Wirkung zu bringen,
wenn beide Eingänge an einem entsprechenden Verbindungsnetzwerk wirksam sind. Ausserdem schliesst das System Mittel ein, um die Gruppen nacheinander durch Umschaltung der einzigen Eingangsleitung der Gruppen, d. h. der zur Matrize des ersten Binärzählwerks gehörenden Leitung, nur dann wirksam zu machen, wenn die Gesamtheit der Leitungen, d. h. die Ausgangsleitungen des zweiten Binärzählwerks der vorhergehenden Gruppe, die Schaltungen ihres vor hergehenden Zyklus vollzogen haben.
In Fig. 9 sind: die ersten vier, die Ist-Signalleitungen ul <B>...</B> u15, Üis . . . u30, u31 . . . u45; u46 <B>...</B> uoo darstellen den Gruppen mit ihrem vollständigen Anschluss an die beiden Binärmatrizen dargestellt.
Die übrigen Gruppen mit den Ist-Signalleitungen uoo . . . u75 usw. bis u21o <B>...</B> u2.25 sind nur durch die beiden äusseren Leitungen jeder Leitungsgruppe angedeutet.
In Fig. 9 sind auch das INP Netzwerk mit seinem Anschluss an die y-Leitung und die beiden Rückstell- Leitungen wiedergegeben, die den sechzehnten Stufen je des der Binärzählwerke entsprechen.
Die Verbindungen mit den Eingängen des gezeigten Matrizensystems sind durch Punkte dargestellt, deren physikalische Äquivalente- Gatter oder andere geeignete Schaltungen bilden, welche die Ausgangsleitungen oder Ist-Signalleitungen nur wirksam machen, wenn beide an einem Knotenpunkt zusammentreffenden Matrizenleitun- gen arbeitsbereit sind.
Nach Fig. 9 ist eine Matrize vorgesehen, in der alle Verbindungen zwischen der ersten Matrizenausgangslei- tung um, des ersten Binärsystems und allen Matrizen- ausgangsleitungen um,', um2 , . . . um15 der zweiten Bi närmatrize bestehen.
In ähnlicher Weise bestehen in der nächsten Gruppe von Ist-Signalleitungen u16 <B>...</B> u30 die Eingangsleitungen aus der einzelnen Ausgangsleitung um2 der ersten Binär matrize und wieder allen Ausgangsleitungen um,', um2 <B>...</B> um15 der zweiten Binärmatrize.
Dies ergibt das in Fig. 9 mit einer Mehrzahl von Matrizengruppen dargestellte Matrizensystem; jede die ser Gruppen hat als einen Eingang eine Leitung der er sten Matrize des ersten Binärzählwerks, und ferner eine Mehrzahl, vorzugsweise alle, der Leitungen der zweiten Matrize des zweiten Binärzählwerks als Eingangsleitun- gen mit einer entsprechenden Anzahl von Ausgangslei tungen, d. h.
der von den Verbindungen zwischen den Eingängen abgehenden Ist-Signalleitungen, wobei die Verbindungsschaltungen die Ausgangsleitungen wirksam machen wenn beide Eingangsleitungen in Wirkung sind. Dies bedeutet, dass in dem dargestellten Matrizensystem die Ausgangsleitungen jeder Matrizengruppe nacheinan der nur durch Umschalten des zweiten Binärzählers wirk sam gemacht werden.
Ausserdem werden die Matrizen- gruppen nacheinander betriebsbereit durch das Umschal ten allein des ersten Binärzählers; diese letztere Um schaltung wird durch den zweiten Binärschalter gesteu ert, wenn er seinen vollständigen Zyklus von Umschal tungen durchlaufen hat, d. h. wenn die sechzehnte Lei tung dc15 ' der zweiten Binärzählermatrize wirksam ge macht worden ist.
Das in Fig. 9 dargestellte Matrizensystem ergibt eine Entschlüsselungsmatrize, welche jedes Mal die Antwort 2n + P gibt, wenn einer der Zähler auf 2n und der an dere auf 2p eingestellt ist, ohne Rücksicht darauf, wie die Zähler auf diese Zahlen eingestellt worden sind. Die Matrize kann daher auch als Multiplikationsmatrize be nutzt werden, um das Resultat 22n für zwei Binärzähler zu ergeben, von denen jeder nur Zahlen bis zu 2n ver arbeiten kann.