CH428018A - Verfahren zur Erzielung einer gleichmässig vorgewärmten Zone beim elektrischen Abbrennstumpfschweissen - Google Patents
Verfahren zur Erzielung einer gleichmässig vorgewärmten Zone beim elektrischen AbbrennstumpfschweissenInfo
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Description
Verfahren zur Erzielung einer gleichmässig vorgewärmten Zone beim elektrischen Abbrennstumpfschweissen Beim elektrischen Abbrennstumpfschweissen ist es bekannt, dass die wärmebeeinflusste Zone etwa die Form einer bikonkaven Linse hat, d.h. dass diese Zone am Rande des Werkstücks erheblich breiter ist als in der Mitte. Diese Tatsache ist offenbar nicht, wie manchmal vermutet wird, auf den Skin-Effekt zurückzuführen, da sie auch bei sehr niedrig-frequentem Strom und sogar bei Gleichstrom auftritt.
Eine Erklärung ist lediglich darin zu suchen, dass die Randpartien eine geringere Wärmeableitung erfahren, da der Wärmeübergangswider stand zur Luft verhältnismässig gross ist verglichen mit dem Wärmeübergang in dem kalten Teil der Werkstücke. Aus diesem Grunde ist die Wärmeableitung am Rande nach einer Seite sozusagen blockiert, während im Innern eine ungestörte Wärmeableitung vor sich gehen kann. Eine sehr unangenehme Folge der nicht gleichmässigen Wärmeverteilung bei einer Stumpfschweissung ist die Art, wie sich der Stauchwulst ausbildet. Beim Stauchen weicht schon normalerweise der Werkstoff senkrecht zur Stauchachse aus.
Wenn nun die äusseren Partien der Schweissstelle zusätzlich auf einer grösseren Breite erwärmt werden, wird hierdurch das seitliche Aus weichen noch erleichtert. Als Wirkung dessen ergibt sich, dass die auf einer grösseren Tiefe erweichten äusseren Partien einen geringeren Stauchdruck bekommen als die Mittelpartie. Die Qualität der Schweissung muss daher aussen und innen verschieden ausfallen. Da man wegen des Ausstauchens der im Kern des Schweissquerschnitts aufgetretenen Krater unter einen bestimmten Druck nicht hinuntergehen kann, ergibt sich durch das starke seit liche Ausweichen der Randpartien eine starke Verbie gung der Werkstoffaser, die in Grenzfällen so weit gehen kann, dass diese Faser um fast 90 umgebogen erscheint.
Derartige Schweissungen sind besonders für Dauerbiege beanspruchungen empfindlich, was sich sehr nachteilig auswirkt, wenn durch einen unglücklichen Zufall eine Schlackenzeile des Werkstoffs in die Naht eingestaucht wurde.
Zur Vermeidung der ungleichen Wärmezone wurde bereits vorgeschlagen, die Vorwärmung der Werkstücke induktiv vorzunehmen und dabei entweder das Werk stück oder den benutzten Induktor ballig, kegelig oder ähnlich auszuführen, so dass die Mitte des Werkstücks infolge der grösseren Annäherung an den Induktor stär ker vorgewärmt wird. Es hat sich jedoch gezeigt, dass durch diese Massnahme zwar eine Verbesserung erzielt wird, die jedoch nicht in ausreichendem Masse befriedigt.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzielung einer gleichmässig vorgewärmten Zone beim elektrischen Abbrennstumpfschweissen, wobei die Vor- wärmung durch einen zwischen die auseinander gefahre nen, miteinander zu verschweissenden Werkstücke einge schwenkten Induktor erfolgt.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass man die Grösse des Induktors so wählt, dass die beiden gegeneinander stehenden Stirn flächen der Werkstücke in zu ihrer Mittelachse senkrecht verlaufender Ebene den zentrisch eingeschwenkten In duktor so weit überragen, dass nach Beendigung des Vor wärmens am Umfang jedes Werkstücks eine nichtglühen de Randzone verbleibt.
Nachfolgend wird anhand der schematischen Zeich nung das erfindungsgemässe Verfahren beispielsweise be schrieben.
Fig. 1 zeigt zu verschweissende, in Backen einer Stumpfschweissmaschine eingespannte Werkstücke; Fig. 2 zeigt die zwei nach dem erfindungsgemässen Verfahren miteinander verschweissten Werkstücke; Fig. 3 zeigt zwei nach bisher üblichem Verfahren miteinander verschweisste Werkstücke.
Zwei miteinander zu verschweissende Werkstücke 1 und 2 werden in Backen 3, 4, 5 und 6 einer bekannten Stumpfschweissmaschine eingespannt. Zwischen die bei den Werkstücke 1 und 2 wird ein Induktor 7 einge schwenkt der einen kleineren Durchmesser aufweist als die Werkstücke, d.h. der seitlich kleiner ist als der Durch messer der Werkstücke. Die vorgewärmten Zonen der Werkstücke sind mit 8 und 9 bezeichnet.
In vorteilhafter Weise gibt man den gegeneinander stehenden Enden der Werkstücke 1 und 2 die Gestalt eines flachen Kegels oder einer flachen Pyramide oder führt sie ballig aus.
Bei der beschriebenen Art der Vorwärmung bleibt die Randzone der Schweissstücke praktisch kalt, d.h. die Erwärmung ist für das Auge nicht sichtbar. Bei dem an das Vorwärmen sich änschliessenden Abbrennvor- gang erfolgt dieser, wenn man nur des vorgewärmte In nere betrachtet, ganz normal. Der um das erwärmte Innere aussen herum liegende kalte Kranz kann wie ein kaltes Rohr betrachtet werden, dessen Abbrennen infolge seiner relativen Dünnwandigkeit keine Schwierigkeiten bereitet, auch wenn es nicht vorgewärmt ist.
Um den in der üblichen Weise vorgewärmten Innenteil liegt also eine kältere Bandage, die erst im Verlauf des Abbren nens auf Schweisstemperatur gebracht wird, und zwar mit einer sehr kurzen Wärmezone, wie dies dem Ab brennen aus dem kalten Zustand entspricht. Beim an- schliessenden Stauchvorgang wird daher der Kern des Werkstücks, da er auf grösserer Tiefe vorgewärmt ist, leicht auszustauchen sein, der Rand dagegen infolge seiner kürzeren Erwärmungszone dem seitlichen Aus weichen einen grösseren Widerstand entgegengesetzen.
Als Erfolg ergibt sich, dass der Abfall des Stauchdrucks zum Rande hin nicht mehr so stark in Erscheinung tritt und die starke Umwinklung der Faser am Rande ver mieden ist.
Die beiden nach dem beschriebenen Verfahren ver- schweissten Werkstücke werden in Fig. 2 gezeigt und zum Vergleich zeigt die Fig. 3 zwei Werkstücke die nach bisher üblichem Verfahren verschweisst wurden.
In allen drei Figuren sind die wärmebeeinflussten Zonen vertikal schraffiert dargestellt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Erzielung einer gleichmässig vorge wärmten Zone beim elektrischen Abbrennstumpfschweis- sen, wobei die Vorwärmung durch einen zwischen die auseinander gefahrenen, miteinander zu verschweissen- den Werkstücke eingeschwenkten Induktor erfolgt, da durch gekennzeichnet, dass man die Grösse des Induk- tors so wählt, dass die beiden gegeneinander stehenden Stirnflächen der Werkstücke (1 und 2)in zu ihrer Mit telachse senkrecht verlaufender Ebene den zentrisch ein geschwenkten Induktor (7) so weist überragen, dass nach Beendigungs des Vorwärmens am Umfang jedes Werk stücks eine nichtglühende Randzone verbleibt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet; dass den gegeneinander stehenden Enden der Werkstücke (1 und 2) die Gestalt eines flachen Kegels oder einer flachen Pyramide gegeben wird.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die gegeneinander stehenden Enden der Werkstücke (1 und 2) ballig ausgeführt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEW38254A DE1224854B (de) | 1964-12-28 | 1964-12-28 | Vorrichtung zur Erzielung einer waermebeeinflussten Zone beim elektrischen Abbrennstumpfschweissen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH428018A true CH428018A (de) | 1967-01-15 |
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ID=7601729
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH1555465A CH428018A (de) | 1964-12-28 | 1965-11-11 | Verfahren zur Erzielung einer gleichmässig vorgewärmten Zone beim elektrischen Abbrennstumpfschweissen |
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| DE1177756B (de) * | 1963-04-20 | 1964-09-10 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Vorwaermen der Endflaechen von Werkstuecken fuer Zwecke des anschliessenden Stumpfschweissens im unmittelbaren Stromdurchgang |
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Also Published As
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