CH428046A - Verfahren zur Herstellung von Kupferphthalocyaninen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von KupferphthalocyaninenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B47/00—Porphines; Azaporphines
- C09B47/04—Phthalocyanines abbreviation: Pc
- C09B47/06—Preparation from carboxylic acids or derivatives thereof, e.g. anhydrides, amides, mononitriles, phthalimide, o-cyanobenzamide
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Description
Verfahren zur Herstellung von Kupferphthalocyaninen Eines der wichtigsten Verfahren zur Herstellung; von Kupferphthalocyanmenbesteht,darin, dass man Phthal- säureanhydrid oder Phthalimid mit einem Kupfersalz, wie Kupferchlorid und einer zur Bildung einer Schmelze genügenden Menge Harnstoff erhitzt. Durch Zugabe eines Molybdates :
als Katalysator lässt sich die Ausbeute dieses Verfahrens zwar .erheblich steigern, sie liegt jedoch immer unterhalb 70,% bezogen auf das einge- setzte Phthalsäureanhydrid. Wenn dieser sog.
Backpro- zess trotz dieser unbefriedigenden Ausbeute eine grosse technische Bedeutung erlangt hat, so liegt dies in der Einfachheit der benötigten Apparatur.
Zu wesentlich höheren Ausbeuten gelangt man wenn man die Reaktion in einem organischen Lösungsmittel durchführt. Die erzielte Mehrausbeute wird jedoch wie der wettgemacht durch wesentliche Mehrkosten infolge teurer Apparaturen und oder :erforderlichen Regenerie rung grosser Lösungsmittelmengen.
Es wurde neun gefunden, dass man durch Erhitzen eines Phthalsäureanhydrides, .einer Kupferverbindung und Harnstoff in. Gegenwart .eines Molybdates in sehr guter Ausbeute zum Kupferphthalocyanin gelangt, wenn man 10 bis 60 Gew. (l/o, bezogen auf die Gesamtmenge der Reaktionsteilnehmer eines hochsiedenden indiffe- renten organischen Lösungsmittels verwendet.
Ausser idem unsub:stituierten Phthalsäureanhydrid kommen als Ausgangsstoffe auch substituierte Phühal- säureanhydride, insbesondere halogenierte Phthalsäure- anhydride, beispielsweise die Anhydride der 4-Chlor- 3,6-dichlor- oder 3,4,dichlorphthalsäure in ,
Betracht. Als Kupferverbindung verwendet man beispielsweise Kupfersalze, wie Kupfersulfat oder die Chloride des Kupfers, insbesondere das Kupfer-II-chlorid oder Oxyde des Kupfers, insbesondere Kupfer-I-oxyd. Auf 4 Mol ,
des Phthalsäureanhydrides verwendet man vorzugsweise ungefähr 1 Mol der Kupferverbindung. Auf 1 Teil des Phthalsäureanhydrids verwendet man zweckmässig min.- düstens 1 Teil Harnstoff, die besten Resultate werden erzielt, wenn man:
1,5 bis 2 Teile Harnstoff auf 1 Teil des Phthalsäureanhydrides verwendet. Das als Katalysa- tor @dienende, Molybdat, vorzugsweise Am-monmolybdat, wird zweckmässig in Mengen von 0,
1 bis 5 Gew. % be- zugen auf .die Gesamtmenge der Reaktionsteilnehmer verwendet. Gegebenenfalls können zusätzlich noch an dere Katalysatoren, wie z. B. Borsäure verwendet wer den,.
Als hochsiedende indifferente Lösungsmittel kom men vorzugsweise Nitrobenzol oder Trichlorbenzol, ,alkylierte Benzole, beispielsweise Dodecylbenzole, Naphtalin, Methylnaphtalin, oder Anthracen in Frage. Die Lösungsmittelmenge soll 10 bis 60 Gew. 1/a der Ge- s.am:tmen;ge der Reaktionsteilnehmer betragen.
Da bei der Reaktion grosse Mengen gasförmiger Nebenprodukte entstehen, ist es zweckmässig entweder ,das Reaktionsgemisch in (dünnen Schichten oder unter ständiger Bewegung zu erhitzen. Nach der erstgenannten Ausführungsform;
dem sog. Backverfahren wird das Gemisch der Reaktionsteilnehmer mit dem Lösungsmit tel zweckmässig auf eine feste Unterlage aufgetragen, beispielsweise auf ein Backblech, zweckmässig einem solchen aus nichtrostendem Stahl und im Ofen erhitzt. Die Reaktionstemperatur liegt vorteilhaft zwischen 160 bis 290 , insbesondere zwischen 180 und 220 .
Da wäh rend der Reaktion der grösste Teil des Lösungsmittels allmählich verdampft, erweist es sich :als vorteilhaft, um Lösungsmittelverluste zu vermeiden, ein Reaktionsge- fäss zu verwenden, das mit einem Kühler versehen ist, welcher es erlaubt,
die Lösungsmitteldämpfe ausserhalb des Reaktionsgefässes ,zu kondensieren.
Die zweit genannte Ausführungsform des erfin- dungsgemässen Verfahrens wird zweckmässig im Schau feltrockner durchgeführt. Hier erweisen sich Kupfer oxyde, insbesondere Kupfer-#I-oxyd als Kupferdonator besonders geeignet und als Lösungsmittel wird vorzugs weise Naphthalin, Methylnaphthahn oder hochsiedende Älkylbenzole verwendet.
Die Reaktionstemperatur liegt zweckmässig zwischen 180 bis 220 .
Die Reaktion ist meist nach einigen Stunden .beeis det. Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt auf übliche Art durch Zerkleinern der Reaktionsmasse und Extraktion derselben mit verdünnter wässeriger Säure und Wasser.
Je nach Wahl der Ausgangstoffe erhält man das ur- substituierte oder beispielsweise ein halogensubstituier- tes Kupferphthaloeyanin. Die Ausbeuten sind bedeutend höher als beim herkömmlichen Backverfahren und die erhaltenen Produkte entsprechen bezüglich Reinheit den üblichen;
Anforderungen und können nach einem der üblichen Mahl- oder Umfällungsverfahren, beispiels weise durch Umfällen aus konz. Schwefelsäure in eine für Pigmentapphkationengeeignete Form übergeführt werden.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
<I>Beispiel 1</I> Man vermahlt während 4 Stunden 2680 Teile Harn stoff, 319 Teile Kupferchlorid und 25 Teile Ammonmo- lybdat und ,gibt dann 1680 Teile Phthalsäureanhydrid zu und mahlt nochmals während 80 Minuten, dann breitet man das Gemisch auf einem Backblech .aus nichtrosten dem Stahl aus,
fauchtet das Genüsch mit 1700 Teilen Nitrobenzol an und erhitzt das Ganze während 8 Stun- den in einem Ofen von 195 Innentemperatur. Dann lässt man erkalten, zerkleinert die Masse und erhitzt während einer halben Stunde in 8000 Teilen Wasser,
enthaltend <B>130</B> bis 140 Teile 34 0/aige Salzsäure, dann wird henss filtriert (das Filtratsoll kongosauer sein), mit 30 000 Teilen heissem Wasser gewaschen und während: 24 Stunden :bei 105 getrocknet.
Man erhält 1384 bis 1418 Teile Kupferphthalocyann, was einer Ausbeute von 84,5 bis 86,6 %,der Theorie entspricht.
Verwendet .man anstelle von Nitrobenzol gleiche Teile Trichlonbenzol, arbeitet sonst unter gleichen Be dingungen, so erhält mau 1466 Teile Kupferphthalo- cyanin.
<I>Beispiel 2</I> 222 Teile Phthalsäureanhydrid, 360 Teile Harnstoff, 29 Teile Kupfer -I-Oxyd, 215 Teile Natriummolybdat und 60 Teile Naphthalin wenden m einem mit Steigrohr versehenen Schaufeltrockner aus nichtrostendem Stahl vorgelegt. Innerhalb 11 Stunden wird die Apparatur all- mählich,auf eine Temperatur von 210 aufgeheizt.
In- nerhalb weiterer 2 Stunden wird die Temperatur auf 250 erhöht und die Temperatur 11/2 Stunde auf dieser Höhe gehalten. Dann wird das Steigrohr @durch ein ab steigendes Rohr mit Vakuumvorlage ersetzt und mit ab- gestellten Rührer die Hauptmenge Naphthalin unter langsam sinkendem Druck
abdestilliert. Es wenden 40 Teile Naphthalin zurückerhalten. Dann wird die Hei zung abgestellt, oder .Schaufeltrockner belüftet und unter Rühren erhalten gelassen.
Das mit säurelöslichen Nebenprodukten verunreinigte Kupferphthalocyanin wird. nun ausgeladen, in einer Walzenmühle zerkleinert,
in 6000 Teilen Wasser enthaltend 400 Teile 30 %ige Salzsäure bei 95 bis 100 verrührt und heiss filtriert. Der Filterkuchen wird ,mit heissem Wasser ,gewaschen bis ,
das Waschwasser neutral reagiert und bei<B>110</B> .bis 120 getrocknet. Man erhält 198 bis 203 Teile Kupferphthalocyanin mit einem Reinheitsgrad von 95 bis 97 0/0. Dies entspricht einer Ausbeute von 88 bis 90 % der Theorie bezogen :auf Phthalsäiureanhydrid.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Kupferphthalocyani- nen @durch. Erhitzen einfies Phthalsäureanhyd@nds mit einer Kupferverbindung und Harnstoff in Gegenwart eines Molybdates, dadurch gekennzeichnet,dass man 10 bis 60 Gew. %, bezogen auf die Gesamtmenge der Reaktionsbeilneliner eines hochsiedenden indifferenten organischen Lösungsmittels verwendet. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Gemisch von Reaktionsteilneh- mernund Lösungsmittel in dünnen Schichten nach dem Backverfahren erhitzt wird.2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Untenan spnuch 1, dadurch gekennzeichnet,dass ,man als Kupfer- verbindungen die Chloride des Kupfers verwendet. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteran spruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel Nitrobenzol oder Trichlorbenzol verwen det. 4.Verfahren gemäss Patentanspruch, @dadurch <B>ge-</B> kennzeichnet, dass das Gemisch von Roduktionsteiineh- mern und Lösungsmittel im Schaufeltrockner erhitzt wird. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteran- sprach 4, dadurch gekennzeichnet, dass man .als Kupfer verbindungen Oxyde des Kupfers verwendet. 6.Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als RTI ID="0002.0238" WI="21" HE="4" LX="1129" LY="1868"> Lösungsmittel Naphthalin, alkylierte Naphthaline oder hochsiedende alkyliierte Benzole verwendet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH91261A CH428046A (de) | 1961-01-26 | 1961-01-26 | Verfahren zur Herstellung von Kupferphthalocyaninen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH91261A CH428046A (de) | 1961-01-26 | 1961-01-26 | Verfahren zur Herstellung von Kupferphthalocyaninen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH428046A true CH428046A (de) | 1967-01-15 |
Family
ID=4198056
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH91261A CH428046A (de) | 1961-01-26 | 1961-01-26 | Verfahren zur Herstellung von Kupferphthalocyaninen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH428046A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2384826A1 (fr) * | 1977-03-23 | 1978-10-20 | Nippon Petrochemicals Co Ltd | Procede de preparation de phtalocyanine de cuivre ayant une teinte claire |
-
1961
- 1961-01-26 CH CH91261A patent/CH428046A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2384826A1 (fr) * | 1977-03-23 | 1978-10-20 | Nippon Petrochemicals Co Ltd | Procede de preparation de phtalocyanine de cuivre ayant une teinte claire |
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