CH428089A - Künstliche Herzklappe - Google Patents
Künstliche HerzklappeInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
Künstliche Herzklappe Die vorliegende Erfindung betrifft eine künstliche Herzklappe. Herzklappen, die angeborene Fehler aufweisen oder die infolge verschiedener Krankheiten nicht einwandfrei arbeiten, erschweren wesentlich das Dasein der Leidenden und in vielen Fällen verkürzen sie das Leben der derart erkrankten Personen. Derzeit ist die sogenannte Hufnagelherzklappe allgemein bekannt und praktisch in einer Reihe von Fällen erprobt. Es ist dies eine Kugel aus Kunststoff, die sich in einem Metallkäfig bewegt. Die ganze Anordnung ist an einem Stahlring befestigt, der an den Herzannulus angenäht wird. Ein Nachteil ist das verhältnismässig hohe Gewicht und das grosse Geräusch, das dem Patienten sehr lästig ist. Mit der vorliegenden Erfindung sollen diese Nachteile vermieden werden. Die erfindungsgemässe künstliche Herzklappe ist dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Ring aus porösem Material und einem Schliessorgan besteht, wobei der Ring einen Sitz für das Schliessorgan bildet, der Ring mit ovalen Öffnungen zum Annähen an den Herzannulus versehen ist und Anschläge besitzt, die den Hub des Schliessorgans begrenzen. Die Befestigungsstiche halten den Ring und so auch die ganze Herzklappe bis zu der Zeit, wo das eigene Nachbargewebe den ganzen Ring umwächst und mit ihm eine untrennbare Einheit bildet. Praktische Versuche an Tieren haben gezeigt, dass der Ring vom Gewebe bald durchwachsen wird, so dass er vollkommen und sicher an seinem Platz bleibt. Das Schliessorgan kann vorteilhaft die Form eines Hohlkegels mit abgerundeter Spitze besitzen, dessen äussere und innere Oberfläche auf Hochglanz geschliffen ist und der am unteren Umfang mit einer eingeschmolzenen Metalleinlage versehen ist. Der Hohlkegel selbst ist vorteilhaft gleichfalls aus Kunststoff hergestellt. Dieser Hohlkegel sperrt die Blutzirkulation vollkommen, da er bei Systole nicht nur den mittleren, sondern auch den am Rand verlaufenden Blutstrom sperrt. Dank seinem geringen Gewicht sichert er bei Diastole ein augenblickliches öffnen beim geringsten Druck, der auf die ganze äussere Kegeloberfläche wirkt. Es wird dadurch eine Beschädigung der Blutkörperchen auf ein Minimum beschränkt, da der allfällige Widerstand, der dem Blutstrom entgegenwirkt, minimal ist. Es kann gesagt werden, dass der Kegel im Blutstrom schwimmt, so dass dadurch jedes Geräusch entfällt, das auf den Patienten depressiv einwirken würde. Um ein allfälliges Herausfallen des Kegels in die Herzkammer zu verhindern, sind zweckmässig, am Ring befestigte Anschläge vorgesehen. Diese Anschläge können auf verschiedene Weise je nach den Bedürfnissen des Operierenden ausgebildet werden, gleichfalls auch die Form des porösen Ringes mit den Ovalöffnungen am Umfang für ein Annähen am Herzannulus. Falls sich die Anschläge in Richtung der Herzkammer erstrecken, wird durch sie der Kegel am Umfang gehalten, wo er gegen Abnützung durch eine Stahleinlage gesichert werden kann oder durch die innere Fläche des Kegels, gegebenenfalls durch die innere Spitze des Hohlkegels. Falls sich die Anschläge in die Herzvorkammer erstrecken, ist der Kegel praktisch eingehängt. Die erwähnte künstliche Herzklappe mit jedweder Art von Anschlägen ist praktisch unabnützbar und ohne Möglichkeit eines Versagens. In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Herzklappen in teilweisem Axialschnitt dargestellt. Fig. 1 zeigt eine künstliche Herzklappe, bestehend aus einem Ring 1 aus porösem, für den menschlichen Körper nicht toxischem Material z. B. Polytetrafluoräthylen oder Acrylharz, der einen Sitz 7 für ein Schliessorgan in Form eines Hohlkegels 2 bildet. Im Ring 1 sind ovale öffnungen 5 vorgesehen, die zum Annähen des Ringes 1 an den Herzannulus dienen. Der untere Umfang des Hohlkegels 2 ist durch eine Metalleinlage 6 versteift. In den Ring 1 sind ferner zwei U-förmige Anschläge 3 aus korrosionsbeständigem Draht eingeschmolzen, die den Hub des Hohllkegels 2 begrenzen und sein Herausfallen in die Herzkammer verhindern. Sie sind derart befestigt, dass die vertikalen Teile der Anschläge 3 am Umfang des Ringes 1 um 900 versetzt sind, so dass sie den Um fang des Hohlkegels 2 je von einer Seite teilweise um fassen. - In Fig. 2 ist eine alternative Ausführungsform darge stellt, bei der unter dem porösen Ring 1 ein weiterer konischer Ring 4 vorgesehen ist, der das Gewebe der Herzkammer hindern soll, in den Raum einzudringen, in dem sich der Hohllcegel 2 bewegt und so seine Bewe gung zu behindern. Dieser Ring d ist, ähnlich wie der Hohlkegel 2, nicht porös und gleichfalls hochglanzpoliert und an der Stelle der Aorta mit einer nicht dargestellten Ausnehmung versehen, die den Zutritt des Blutes in die Aorta gestatten soll. Fig. 3 zeigt schliesslich eine künstliche Herzklappe, bei der sich die Anschläge für den Schliesskegel nicht in die Herzkammer, sondern in die Herzvorkammer er strecken. Diese Anordnung wird verwendet, falls die Herzgestaltung des Patienten - nicht -erlaubt,- Anschläge zu verwenden, die sich in die Herzkammer erstrecken. Der Schliesskegel 2 besitzt an der Spitze einen stab förmigen Ansatz 8, der in eine Kappe 9 ausläuft, die sich bei geöffneter Herzklappe auf geeignet gestaltete Anschläge 3' stützt. Der Umstand, dass der Ring aus porösem Material hergestellt ist, ermöglicht, dass die Poren dieses Ringes vom Gewebe des Herzannulus umwachsen werden, so dass der Ring 1 mit dem Gewebe in innige Verbindung kommt. Versuche mit der beschriebenen Herzklappe haben diese Voraussetzung vollkommen bestätigt. Das geringe Gewicht, das etwa 2 g beträgt, ist durch das an gewendeteMaterial bedingt, im gegebenen Fall Kunstharz- stoffe, deren Eigenschaften und toxisches Verhalten er probt sind. Ihre Anordnung verbürgt einen genügenden Blutdurchtluss und ein vollkommenes Schliessen in einem Zeitraum, der der rhythmischen Herztätigkeit entspricht, falls erforderlich in einer kürzeren Zeit als 1/2 Sekunde. Die beschriebene Herzklappe ist soweit geräuschlos, dass sie den Patienten nicht belästigt, und physiologisch und anatomisch bestmöglich der ersetzten Herzldappe angepasst, so dass sie die Blutkörperchen nicht schädigt. Ihre Form ist so ausgebildet, dass sie leicht eingesetzt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Künstliche Herzklappe, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Ring (1) aus porösem Material und einem Schliessorgan besteht, wobei der Ring (1) einen Sitz (7) für das Schliessorgan bildet, der Ring (1) mit ovalen Öffnungen (5) zum Annähen an den Herzannulus versehen ist und Anschläge (3) besitzt die den Hub des Schliessorgans (2) begrenzen.UNTERANSPRÜCHE 1. Herzklappe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (3) sich in Richtung gegen die Herzkammer erstrecken.2. Herzklappe nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schliessorgan ein Hohlkegel (2) ist, der am unteren Umfang mit einer Versteifung (6) versehen ist.3. Herzklappe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an den porösen Ring (1) ein weiterer Ring (4) aus nichtporösem Material angeschlossen ist.4. Herzklappe nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (3') sich in die Herzvorkammer erstrecken und der Hohlkegel (2) mit einem Ansatz (8, 9) versehen ist, mittels welchem er an den Anschlägen (3') eingehängt ist.
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