CH428416A - Verfahren und Einrichtung zum Auflockern der Fasern im Altpapier - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Auflockern der Fasern im AltpapierInfo
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Auflockern der Fasern im Altpapier Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Ein richtung zum Auflockern der Fasern im Altpapier, wo bei das grob zerfaserte Altpapier mit hoher Stoffdichte gelagert wird, worauf auf dieses in der Einrichtung für das Auflockern der Fasern mechanische Schwingungen einwirken gelassen werden.
Altpapier stellt schon lan ge Zeit eine wichtige Rohstoffquelle für die Herstel lung von Papier und Pappe dar; vom nationalökono mischen Standpunkt ermöglicht seine Wiederverwen dung eine bedeutende Einsparung des Holzrohstoffes.
Bedingung für die Wiederverwendung des Altpa piers ist seine vollkommene Feinzerfaserung mit einer völligen Isolierung der einzelnen Fasern, die von seinen früheren Erzeugungsprozessen miteinander verbunden sind, und ihr vollkommenes Auswaschen.
Entsprechend den bisherigen Erzeugungsverfahren wird das Altpapier vorerst in einer Auflöseeinrichtung (Hydrapulver, Auflöseholländer oder trocken in Koller gängen nach vorhergehendem Dämpfen) und weiter auf Zerfasereinrichtungen, die im wesentlichen Mahlein richtungen der Papierindustrie sind, wie Kegelmühlen, Hydrarefinern, Scheibenrefinern, gegebenenfalls Ein- richtungen für das Feinzerfasem,
sogenannte Entstip- pern evtl. Deflakern und anderen verarbeitet.
Die Mängel der angeführten, bisher verwendete$ Zerfasereinrichtungen liegen in der allzu drastischen mechanischen Wirkung auf die Papierfaser. Die Fasern zerbrechen und verkürzen sich, so dass unerwünschte Bruchstücke entstehen.
Hierdurch kommt es zum Her absinken ihrer mechanischen Eigenschaften und Wer te, zu einer Verschlechterung der Technologie bei ihrer Verarbeitung, einer Verlängerung der Dauer der Ent- stippung, einer geringen initialen Nassfestigkeit, zur Bildung von Schleim und Schimmel im Arbeitskreis und zu einer Herabsetzung der Kapazität der Erzeu gungseinrichtung.
Die angeführten Einrichtungen erfordern häufig das Vorschalten von vielstufigen Sichtsystemen (Reinigungs systemen) mit hohen energetischen und investitorischen Ansprüchen. Ausserdem kommt es in dieser Phase der Verarbeitung, das ist also in der Zeit wo das Altpapier noch nicht genug fein zerfasert ist, zum Aussichten ei nes bedeutenden Teiles an Gutfasern, die an den aus gesichteten, nichtzerfaserten Anteilen haften.
Hiebei verbleiben in dem so ungenügend zerfaser ten Papierstoff Faserbündel, und die Fasern sind an sich nicht gut gewaschen und sauber. Sie sind noch teilweise mit verschiedenen Stoffen behaftet, wie Far ben, Klebstoffen, verhärteten Hydratzellulosen und ähnlichen. Diese nichtzerfaserten Teile, Klumpen und Bündel, nichtzerfaserte Verunreinigungen, anorganische Anteile, die nicht mit den Fasern verbunden sind, ver schlechtern die Eigenschaften der Erzeugnisse aus Alt papier, sowohl von der mechanischen Seite wie auch vom Aussehen und gestatten keine Oberflächenvered lung.
Die angeführten Mängel beseitigt das Verfahren und die Einrichtung gemäss der Erfindung. Das Verfahren ge- mäss der Erfindung besteht darin, dass nach der groben Zerfaserung und Eindickung der Stoff im Hydrata- tionsgefäss bei einer Stoffdichte von 10-22 % einge lagert wird, wo er einer Vorquellung und Hydratation unterworfen wird,
worauf der Stoff aus dem Gefäss ausgespritzt wird und nach dem Verdünnen auf eine Stoffdichte von 0.5-5 % mechanischen Schwingungen im Frequenzgebiet von 1,5 - 45 kHz im wässrigen Milieu in der Einrichtung für das Auflockern der Fa sern unterworfen wird, worauf der Stoff gesichtet wird.
Erst der feinzerfaserte Stoff wird dem Sichtsystem zugeführt.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung besteht aus einem Distributor für die Suspension, einem Zuleitungs- teil, einem Erzeuger der mechanischen Schwingungen und einem Auflockerungskasten, wobei das Funktions gebiet des Generators für die mechanischen Schwingun- gen in einer Entfernung von<U>minim</U>al 20 mm vom Ein- trittsdeckel des Auflockerungskastens angeordnet ist,
wobei dieser mit einem System von Formdüsen verse hen ist, denen in einer Entfernung von 5-25 mm An laufkegel mit einem Scheitelwinkel von 60-120 zu geordnet sind, die den Fluss der Fasern in das Feld der mechanischen Schwingungen maximaler Intensität im Auflockerungskasten gleichrichten.
Die Einrichtung für das Auflockern der Fasern er möglicht eine Isolierung der Fasern ohne Vorschalten eines Sicht-(Reinigungs-)systems, was bei den bestehen den Einrichtungen ausgeschlossen ist.
Hiedurch entfällt nicht nur das energetisch und investitorisch anspruchs volle primäre Sicht-(Reinigungs-)system, sondern es wird auch gleichzeitig eine auffällige Erniedrigung des Verlustes an Gutfasern erreicht, die im primären Sicht- (Reinigungs-)system dadurch entstehen, dass das Altpa pier nicht genug fein zerfasert ist und die Gutfaser an den ausgesichteten Anteilen haftet.
Gemäss dem vorgeschlagenen Verfahren wird vor der Verarbeitung der Fasern des Altpapiers dieses ei ner Vorquellung und Hydratation unterworfen,
wobei es durch den Einfluss der Quellung zu einem Freima chen der Hydratzellulose und hiedurch zu einer Pla- stifikation der Fasern kommt und dann weiter eine teil weise Zerstörung der Bindung der Klebstoffe, Leim stoffe, Farben, anorganischen Anteilen und Füllmittel mit den Zellstoffasern, Holzschliff und anderen Fasern eintritt.
Die Fasern sind dann in geeigneter Weise für die weitere Verarbeitung vorbereitet, die in ihrer völ ligen Auflockerung aus den Faserbündeln besteht.
In einer weiteren Phase wird eine Einrichtung zum Auf lockern der Fasern aus -Altpapier verwendet, wobei me chanische Schwingungen Verwendung finden, die im wässrigen Milieu einerseits das gegenseitige Auflockern der Fasern und ihre Separierung gemeinsam mit der völligen Zerstörung der Klebemittel, Leimstoffe und Druckfarben, und andererseits ihre Auswaschung be wirken.
Iiiedurch wird nicht nur eine gute Verfilzung bei der Verarbeitung auf das Papierblatt, sondern auch eine weitere chemische Bindung zwischen den einzel nen Fasern (Wasserstoffbrücken) und damit eine Ver besserung der mechanischen Eigenschaften und Werte, weiter eine Vereinfachung der Arbeit auf der Papier maschine und vorher die Möglichkeit einer bequemen Aussichtung der freigewordenen Ballaststoffe ermög licht.
IEedurch wird ein Verlust an Fasern ausgeschlos- sen, so dass auf den Sichtsystemen nach der Einrichtung für das Auflockern der Fasern keine Bündel von nicht- zerfaserten Papierstücken ausgeschieden werden.
Die Einrichtung zum Auflockern von Fasern ist aus der Abbildung 1 ersichtlich und besteht aus dem Distri- butor 1 für die Suspension, dem Zuleitungsteil 2, dem Generator 3 mechanischer Schwingungen und dem Auf lockerungskasten 4. Der Kasten 4 ist mit dem Eintritts deckel 5 versehen, der das System der Formdüsen trägt. Die Düsen sind in ausschiebbaren Büchsen 7 angeord net; die Büchsen werden durch die Führungsstangen 8 geführt.
Der Raum des Auflockerungskastens kann nach Ausschieben der Büchse 7 durch den Schieber 9 ver schlossen werden, so dass das Reinigen der Formdüsen ohne Betriebsunterbrechung durchgeführt werden kann. Den Formdüsen sind die Anlaufkegel 10 zugeordnet.
Ein Ausführungsbeispiel einer technologischen Li nie gemäss der Erfindung ist in der Abbildung 2 dar gestellt. Das Altpapier wird im Zerfaserer 11 auf gro be Fasern zerfasert. Das grobzerfaserte Altpapier wird kontinuierlich über den Behälter 12 zum Eindicker 13 geführt. Der eingedickte Stoff wird aus dem Eindicker durch die Pumpe 14 in die Lagerungs- und Hydrata- tionsbütte 15 für den Dickstoff geführt. Aus der Lage rungsbütte wird der Stoff ausgespritzt und in verdünn tem Zustand in den Sammelkasten 16 geleitet.
Auf die se Weise gelangt der verarbeitete Stoff in das Sichtsy stem 19, worauf der gesichtete Stoff der weiteren Ver arbeitung zugeführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Auflockern der Fasern im Altpa pier nach vorhergehendem groben Zerfasern und Ein dicken, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Zerfa serung und Eindickung der Stoff in der Hydratations- bütte bei einer Stoffdichte von 10 - 22% eingelagert wo er einer Vorquellung und Hydratationunterworfen wird, worauf der Stoff aus der Bütte herausgespritzt wird und nach der Verdünnung auf eine Stoffdichte von 0,5-5 % der Einwirkung mechanischer Schwingungen im Frequenzbereich von 1,5 - 45 kHz im wässrigen Milieu in der Einrichtung zum Auflockern der Fasern unterworfen wird,worauf der Stoff gesichtet wird. II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusammengesetzt ist aus dem Distributor (1) für die Suspension, einem Zuführungsteil (2), einem Genera tor (3) für die mechanischen Schwingungen, einem Auf lockerungskasten (4), wobei das Funktionsgebiet des Generators für mechanische Schwingungen in einer Minimalentfernung von 20 mm Eintrittsdeckel (5)des Auflockerungskastens angeordnet ist, der mit einem System von Formdüsen (6), welchen in einer Entfer nung von 5-25 mm die Anlaufkegel (10) mit einem Scheitelwinkel von 60-120 zugeordnet sind, verse hen ist, wobei diese den Fluss der Fasern in das Feld der mechanischen Schwingungen maximaler Intensität in dem Auflockerungskasten gleichrichten.UNTERANSPRUCH Einrichtung gemäss Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet,. dass die Formdüsen und die ihnen zuge ordneten Anlaufkegel (10) in der ausschiebbaren Büch se (7) befestigt sind, die von dem Auflockerungskasten durch den Schieber (9) getrennt ist, wodurch das Her ausnehmen der Düsen während des Betriebes möglich ist.
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