CH428421A - Belichtungszeiteinstell- und Regelvorrichtung für Schlitzverschlüsse - Google Patents
Belichtungszeiteinstell- und Regelvorrichtung für SchlitzverschlüsseInfo
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Description
Belichtungszeiteinstell- und Regelvorrichtung für Schlitzverschlüsse Die Erfindung betrifft eine Belichtungszeiteinstell- und Regelvorrichtung für Schlitzverschlüsse mit zwei nacheinander ablaufenden Vorhängen und einem von den Zeiteinstellmitteln getrennt angeordneten, gegen die Kraft einer Feder spannbaren Auslösewerk, das die Mittel für die Auslösung der beiden Vorhänge aufweist.
Belichtungszeiteinstell- und Regelvorrichtung für Schlitzverschlüsse sind bereits in den verschiedensten Ausführungen bekanntgeworden. Im wesentlichen unter scheiden sich diese Vorrichtungen jedoch in der Art der Anordnung der Zeiteinstellmittel und des Auslösewerkes und ihres funktionellen getrieblichen Zusammenhanges mit dem Hemmwerk.
Nach der einen bekannten Aus führung sind dabei die Zeiteinstellmittel und das Aus lösewerk als Baueinheit ausgebildet, wobei durch die Zeiteinstelhnittel die Auslösenocken für die Vorhänge zueinander verstellt werden und der Ablaufweg des Auslösewerkes zwischen der Freigabe des ersten und des zweiten Vorhanges durch vorgesehene Hemmittel verzögert wird.
Diese Ausführung besitzt aber den wesentlichen Nachteil, dass infolge der unmittelbaren Verstellung der Auslösenocken zueinander, die Zeiteinstellscheibe nicht gleichmässig geteilt, sondern in Abhängigkeit von der jeweiligen Stellung der Auslösenocken zueinander ungleichmässig geteilt ist. Durch diese ungleichmässige Teilung der Zeiteinstellscheibe ist es aber nicht möglich, für die bei modernen Kameras zur Anwendung kom mende Automatik, die Werte für die Steuerung dieser Automatik, beispielsweise Werte für ein Summenge triebe, abzunehmen.
Es wäre erst die Anordnung von Linearisierungsgliedern beispielsweise Kurven erforder lich, um diese Werte der ungleichmässig geteilten Zeit einstellscheibe verwenden zu können. Das bedingt aber einen zusätzlichen unvertretbaren Aufwand an Getriebe- gliedern. Eine andere bekannte Belichtungszeiteinstell- und Regelvorrichtung sieht eine Trennung der Zeiteinstell- mittel und des Auslösewerkes vor, jedoch wird hierbei der Ablaufweg des zweiten Vorhanges unmittelbar durch zwischengeschaltete Hemmglieder verzögert.
Dadurch ist aber die Stelle der Beendigung der Verzögerung des zweiten Vorhanges, gegenüber der Belichtungsöffnung unterschiedlich, je nach eingestellter Belichtungszeit. So mit ist auch die Einlaufgeschwindigkeit des zweiten Vorhanges in das Bildfenster unterschiedlich, so dass eine sogenannte keilige Belichtung zu verzeichnen ist.
Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, eine Belichtungszeiteinstell- und Regelvorrichtung für Schlitzverschlüsse mit getrennter Anordnung des Aus lösewerkes. und der Zeiteinstellmittel zu schaffen, bei dem die vorgesehenen Hemmittel so wirksam werden, dass die Einlaufgeschwindigkeit des zweiten Vorhanges in das Bildfenster stets gleich ist.
Das wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die im Auslösewerk befindlichen, die Vorhänge frei gebenden Nocken unverstellbar zueinander angeordnet sind und dass als Hemmittel zur Verzögerung der Frei gabe des zweiten Vorhanges zwei Hemmhebel vorge sehen sind, wobei nun einer der Hemmhebel ein Zahnsegment trägt und mit einer einen Anker auf weisenden Räderkette in Eingriff steht.
An Hand der Zeichnung wird eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes näher be schrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Belichtungszeiteinstell- und Regelvor richtung zeit gespanntem Auslösewerk, Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 bei Freigabe des ersten Vorhanges, Fig.3 die Vorrichtung nach Fig. 1 bei Freigabe des zweiten Vorhanges.
Im Kameragehäuse 1 sind unterhalb der Zeitein- stellscheiben 2 und 3 die entsprechenden Zeiteinstell- kurven 4 und 5 gelagert. An der Zeiteinstellkurve 4 liegt unter Wirkung der Feder 6 ein doppelarmiger Hemm hebel 7 an, der über ein Zahnsegment 8 mit einer einen Anker 9 aufweisenden Räderkette 10 in Eingriff steht. An der- Zeiteinstellkurve 5 liegt unter Wirkung der Feder 11 ein doppelarmiger Kurzzeithebel 12 an, -der ein: auf einem Arm 28 verschiebbares durch eine Schraube 29 festklemmbares Gewicht 30 besitzt.
Der Hemmhebel 7 ragt in den Einschnitt<B>13</B> eines über die Zahnräder 14 und 15 vom Filmtransportgetriebe gegen die Kraft einer nicht mit dargestellten Feder gespannten Auslösewerkes 16, das über eine Nase 17 von einem Sperrhebel 18 gegen Ablauf gesichert ist. Der- Sperr hebel 18 liegt unter Wirkung einer Feder 19 am Aus löseknopf 20 an, der unter Wirkung einer Druckfeder 21 steht.
Das Auslösewerk 16 besitzt zwei Nocken 22 und 23, die bei Ablauf des Auslösewerkes 16 die unter Wirkung je einer Drehfeder 24 und 25 stehenden Auslösehebel 26 und 27 verschwenken, so dass über ein nicht mit dargestelltes Getriebe - die Verschlussvor- hänge für den Belichtungsvorgang freigegeben werden.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Ein richtung ist folgende: Das Auslösewerk 16 ist gegen die Kraft einer nicht mit dargestellten Feder gespannt und wird von dem Sperrhebel 18 gegen Ablauf ge sichert. Je nach der entsprechenden Einstellung der Be lichtungszeit an den Zeiteinstellscheiben 2 und 3 be- findet sich infolge der Kurvenverläufe der Zeiteinstell- kurven 4 und 5 entweder der Hemmhebel 7 oder der Kurzzeithebel-12;
dessen Hemmasse durch das einstell- bare Gewicht<B>30</B> justiert werden kann, mehr oder weni ger tief im Einschnitt 13 des Auslösewerkes 16. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel entsprechend den Fig. 1-3 ragt der Hemmhebel 7 in den besagten Ein schnitt 13.
Durch Betätigung des Auslöseknopfes 20 wird der Sperrhebel 18 im Uhrzeigersinn verschwenkt, dadurch verlässt er die Nase 17, so dass das Auslösewerk 16 entgegen dem Uhrzeigersinn ablaufen kann.
Dabei trifft sofort nach Freigabe der Nase 17 durch den Sperrhebel 18 der Nocken 22 auf den Auslösehebel 26; der nach aussen geschwenkt wird und über- ein nicht mit darge stelltes Getriebe den ersten Vorhang zum Ablauf frei gibt. Während des Auslösevorganges des ersten Vor banges ist das Ende des Einschnittes 13 noch nicht am Hemmhebel 7 angelangt, so dass demnach die Freigabe des ersten Vorhanges ohne zwischengeschaltete Hemm glieder erfolgt.
Erst nach Freigabe des ersten Vor hanges stösst das Ende des Einschnittes 13 am Hemm hebel 7 an (vergleiche Fig. 2). Vom ablaufenden Aus lösewerk 16 wird der Hemmhebel 7 aus -dem Ein schnitt 13 herausgeschwenkt, dadurch über das Zahn segment 8 die Räderkette 10 mit dem. Anker 9 betätigt und somit der Ablauf des Auslösewerkes 16 verzögert bzw.
gehemmt. Nach- entsprechender Zeit gelangt auch der Nocken 23 an den Auslösehebel 27 und schwenkt diesen nach aussen, so dass nun über das besagte nicht mit- dargestellte Getriebe der zweite Vorhang zum Ab lauf freigegeben wird. Nach Freigabe des zweiten Vor banges ist auch der Hemmhebel 7 aus dem Einschnitt 13 herausgeschwenkt (siehe Fig. 3). Somit wird bei der Vorrichtung entsprechend der Erfindung nur der Ab laufweg des Auslösewerkes 16 nach Freigabe des ersten Vorhanges bis zur Freigabe des zweiten Vorhanges verzögert bzw. gehemmt.
Die gleiche Wirkungsweise tritt bei Einschaltung des Kurzzeithebels 12 ein. Da dieser aber nicht über ein Zahnsegment mit der Räder kette 10 bzw. dem Anker 9 getrieblich verbunden ist, wirkt als Hemmkraft nur die Masse des Kurzzeithebels 12 mit einstellbarem Gewicht 30 und die Kraft der Feder 11.
Bei der Belichtungszeiteinstell- und Regelvorrich tung gemäss der Erfindung werden folgende Belichtungs- zeitgruppen unterschieden: 1. Belichtungszeit 1/100o sec ohne Einschaltung von Hemmittel; z. Belichtungszeit 1/250-1/50o sec mit Hemmung durch Kurzzeithebel; 3. Belichtungszeit 1/3o-1/125 sec mit Hemmung durch Räderkette ohne Anker; 4. Belichtungszeit 1-1/15 sec mit Hemmung durch Räderkette und Anker.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Belichtungszeiteinstell- und Regelvorrichtung für Schlitzverschlüsse mit zwei nacheinander ablaufenden Vorhängen und einem von den Zeiteinstellmitteln ge trennt angeordneten, gegen die Kraft einer Feder spann baren Auslösewerk, das die Mittel für die Auslösung der beiden Vorhänge aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die im Auslösewerk (16) befindlichen, die Vor hänge freigebenden Nocken (22;23) unverstellbar zu einander angeordnet sind und dass als Hemmittel zur Verzögerung der Freigabe des zweiten Vorhanges zwei Hemmhebel (7; 12) vorgesehen sind, wobei der eine ein Zahnsegment (8) trägt und mit einer einen Anker (9) aufweisenden Räderkette (10) in Eingriff steht. UNTERANSPRüCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass für die Erzielung der Belichtungs- zeitbereiche von 1/looo bis 1 sec folgende Einstellungen der Henunhebel (7, 12) vorgesehen sind: a) vollständige Abschaltung der Hemmhebel (7) zur Erzielung des Belichtungszeitbereiches von 1/looo sec; b) Einschaltung des -Hemmhebels ohne Zahnsegment zur Erzielung der Belichtungszeitbereiche von 1/25o bis 1/50O sec;c) Einschaltung des Hemmhebels mit Zahnsegment und Räderkette ohne Anker zur Erzielung des Belich- tungszeitbereiches von 1/3o-1/125 sec; d) Einschaltung des Hemmhebels mit Zahnsegment, Räderkette und Anker zur Erzielung des Belich- tungszeitbereiches von 1-1/15 sec. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch -ge kennzeichnet, dass der Zeiteinsteller zwei Kurven (4, 5) aufweist, an die die beiden Hemmhebel (7, 12) federnd anliegen. 3.Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass im Auslösewerk (16) ein Einschnitt (13) vorgesehen ist, in dem je nach eingestellter Be lichtungszeit entweder der Hemmhebel (7) mit Zahn segment oder der Hemmhebel ohne Zahnsegment (12) nach Massgabe der zugehörigen Stehkurve (4, 5) mehr oder weniger tief hineinragt.4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass während des Ablaufes des Auslöse- werkes (16) erst nach Freigabe des ersten Vorhanges das Einschnittende in Berührung mit dem jeweiligen Hemmhebel (7; 12) kommt und dass bei Freigabe des zweiten Vorhanges der besagte Hemmhebel (7; 12) aus dem Einschnitt (13) herausgeschwenkt ist. 5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Hemmhebel ohne Zahnsegment (12) ein einstellbares Gewicht (30) aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
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1963
- 1963-09-11 CH CH1124563A patent/CH428421A/de unknown
Also Published As
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| CH1124563A4 (de) | 1966-09-30 |
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