CH428704A - Verfahren zur Herstellung von 0,0-Dialkyl-0-dichlorvinylphosphaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 0,0-Dialkyl-0-dichlorvinylphosphaten

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CH428704A
CH428704A CH1510362A CH1510362A CH428704A CH 428704 A CH428704 A CH 428704A CH 1510362 A CH1510362 A CH 1510362A CH 1510362 A CH1510362 A CH 1510362A CH 428704 A CH428704 A CH 428704A
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von   0,    0-Dilkyl-0-dichlorvinylphosphaten
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 0, 0-Dialkyl-0-dichlorvinylphosphaten der allgemeinen Formel
EMI1.1     
 in welcher    RI    und   Ra    einzeln für Alkylreste stehen oder    RI    und R2 gemeinsam für   Alkylenbrücken    stehen und    R3    für einen Alkylrest, der mit einem primären Kohlenstoffatom an den Sauerstoff gebunden ist, steht.



   Diese Verbindungen stellen auf Grund ihrer bioziden   Eigenschaften hervorragende Schädlingsbekämpfungs-    mittel dar.



   Bislang sind noch keine Phosphorsäureester bekannt, die ausser der   Dichlorvinylgruppierung    den Rest eines sekundären und primären Alkohols enthalten.



   Es ist überraschend,   Idass    die   Phosphorester    eine besonders hohe   Wirkung gqgen Insakten    und insbesonder, e Mückenlarven aufweisen.



   Das   erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung    der   O,      O-Dialkyl-0-dichlorvinylphosphate zeichnet    sich dadurch aus, dass man einen Phosphorigsäureester der rormei
EMI1.2     
 worin R4 für einen an einem primären Kohlenstoffatom gebundenen Alkylrest steht, mit Chloral umsetzt. Dabei wird ein Rest eines primären Alkohols in Form eines Alkylchlorids abgespalten.



   In dieser Formel stehen R1 und   Ra    für Alkylreste mit vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Athyl, Propyl, Butyl, Isopropyl, sec. Butyl und tert.



  Butyl, oder   Ri    und R2 stehen gemeinsam für Alkylenbrücken mit vorzugsweise 4 bis 5 Kohlenstoffatomen.



     R3    steht vorzugsweise für einen Alkylrest mit 1 bis 4   C-Atomen,    wie   Methyl, Athyl,    Propyl und Butyl.



   Die erfindungsgemäss hergestellten Phosphorsäureester sind bislang noch nicht bekannt.    steht    man beim erfindungsgemässen Verfahren von 0, 0-dimethyl-0-sec. butylphosphit aus, so   lässt    sich der Rektionsabuf durch das folgende Formelschema wiedergeben :
EMI1.3     
 Die gemischten   Phoaphorigsäureester vom Typ    der Ver  bindung (II) können    in einfacher Weise hergestellt werden, indem man einen sec. Alkohol mit   Phosphortri-      ohlorid    zum entsprechenden   Phosphorigsäuredichlorid    umsetzt. Dieses wird dann weiter mit 2 Mol eines primären Alkohols in Gegenwart von 2 Mol einer tert.



  Base zu den gemischten Phophorigsäureestern umgesetzt
Geht man bei diesen Umsetzungen von sec. Butanol, Phosphortrichlorid und Methanol aus, so lässt sich der Reaktionsablauf durch das folgende   Foranelschema    wie  dergeben    :
EMI1.4     
 
EMI2.1     


<tb> CzHs <SEP> C1
<tb>  <SEP> \/ <SEP> 2Moltert. <SEP> Bas
<tb>  <SEP> CI-L <SEP> ci
<tb> C2Hs <SEP> OCHs
<tb>  <SEP> \CH-O-P/+ <SEP> 2 <SEP> Mol <SEP> tert. <SEP> Base. <SEP> HCl
<tb>  <SEP> CHs <SEP> OCHs
<tb> 
Die   erfindungsgemässe Umsetzumg    von Chloral mit den 0, 0, 0-Trialkylphosphiten vom Typ der Formel   (II)    läuf im allgemeinen exotherm ab. Zur Abführung der Wärme wird vorteilhaft in starker Verdünnung gearbeitet.

   Als Verdünnungsmittel haben sich   Kohlenwasser-    stoffe, wie Benzol, Toluol und   halogenierte Kohlen-    wasserstoffe wie Chlorbenzol bewährt.



   Zweckmässig wird ausserdem noch durch Aussen  kühlung dafür, gesorgt, Idass    der Ablauf der Reaktion bei 20 bis   40       C vor sich, geht.    Man kann so in hoher Ausbeute die erwünschten Phosphate erhalten.



   Die   erfindungsgeimäss hergestellten Phosphorverbin-      dungen eignen    sich zur Bekämpfung von Insekten wie Fliegen, Käfer und   Blattläuse    und   Müoken,    aber auch zur Bekämpfung von Milben, insbesondere Spinnmilben.



  Die Phosphorverbindungen sind dabei im allgemeinen auf alle Entwicklungsstadien wirksam. So können nicht nur die Insekten selbst, sondern auch die Larven und Raupen erfolgreich bekämpft werden.



   Die   erfindungsgemässen    Stoffe können als solche oder in üblicher Weise formuliert eingesetzt werden.



  Die Formulierungen werden zweckmässig mit Hilfe der bekannten Emulgatoren und Streckmittel hergestellt.



   In der folgenden Tabelle wird die Wirkung einiger der   erfindungsgemäss hergestellten    Stoffe auf verschiedene Insekten in verschiedenen Entwicklungsstadien wiedergegeben.



   Die Tests wurden in der üblichen Weise durchgeführt. Zur Herstellung der wässrigen Suspension wurde der Wirkstoff in der gleichen Menge Dimethylformamid gelöst und diese konzentrierte Lösung unter Zugabe eines Emulgators auf die angegebenen Konzentrationen verdünnt.



   Tabelle Verbïndung Schädlingsart Wirkstoff- Abtötung konz. in % in %
Wirkstoff/
Wasser Beispiel 1 Raupen 0,001 100
Mückenlarven 0, 000001 90
Fliegen   0,    0001 100   Beispiel 2 Fliegenmaden    0, 0001 100
Raupen   0,    001 100
System W. bei Blattläusen 0, 1 1100   BeispielsKornkäfer0,001    100    Raupen 0, 001    100    Fliegen 0, 0001    90
Mückenlarven   0,    00001 100 Beispiel 1
EMI2.2     

83 g   (0,    5 Mol) sec.   Butyl-0,      0-dimethylphosphit    (Kp.



  12 mm/52 ) werden in   300      ccm      Benzol sgelöst.    Bei einer Innentemperatur von 20-25  tropft man unter Rühren 74   Ig Chloral,    das in 100 ccm Benzol gelöst war, hinzu. Man lässt nach dem Zutropfen des Chlorals noch 1 Stunde bei   Zimmertemperatur ruhren und wäscht    dann, die benzolische Lösung mit   200    ccm Eiswasser durch. Anschliessend wird die Benzollösung mit Natriumsulfat getrocknet und fraktioniert. Man erhält auf diese Weise 100 g 0-sec.   Butyl-0-methyl-0-, dichlor-    vinylphosphat vom Kp. 1mm/92 . Ausbeute 76% der Theorie. Der neue Ester ist ein farbloses, wasserunlösliches   61.   



   Beispiel 2
EMI2.3     
    97, g    (0, 5 Mol) 0-Pinacolyl-0,   0-dimethylphosphit    (Kp.



     2mm/48 ) werden    in   400    ccm Benzol gelöst. Unter Rühren tropft man zu dieser Lösu, bei 25  74 g Chloral hinzu. Nach dem Abklingen der stark exothermen   Reaktion wir, d noch 1    Stunde bei Zimmertemperatur nachgerührt und dann wie im Beispiel   l    aufgearbeitet.



   Man erhält so 115 g   0-Pinacolyl-0-methyl-0-dichlor-      vinylphosphat    vom Kp.   0,      01      mm/74 .    Ausbeute 79 % der Theorie. Der neue Ester ist ein farbloses, wasserunlösliches Öl.



   Beispiel 3
EMI2.4     

96 g (0, 5 Mol)   0-Cyclohexyl-0,      0-dimethylphosphit    (Kp. 3   mm/72 )    werden in 400 ccm Benzol gelöst. Unter Rühren tropft man zu dieser Lösung 74 g Chloral. Nach dem Abklingen der Reaktion rührt man bei Zimmertemperatur noch   1    Stunde weiter.   Anschliessend    wird das Reaktionsprodukt in üblicher Weise aufgearbeitet. Es werden auf diese Weise 121 g   0-Cyclohexyl-0-methyl-    0-dichlorvinylphosphat vom Kp. 0,   01      mm/89  erhalten.   



  Ausbeute 84    lo    der Theorie. Der neue Ester ist ein farbloses,, wasserunlösliches Öl.



   Beispiel 4
EMI2.5     

76, g (0, 5 Mol)   Isopropoxy-0, 0-dimethylphosphit    (Kp. 12   mm/38 )    werden in 300 ccm Benzol gelöst. Zu der Lösung gibt man bei 20-30'  unter Rühren 64 g Chloral. Man lässt eine Stunde weiterrühren und wäscht dann das Reaktionsprodukt zweimal mit je 100 ccm Wasser. Die abgetrennte Benzollösung wird über Na triumsulfat getrocknet und anschliessend fraktioniert.



  Dabei werden 92 g 0-Methyl-0-isopropyl-0-dichlor  vinylphosphat    vom Kp. 3 mm/92  erhalten. Ausbeute 74    /o    der Theorie. Der neue Ester ist ein farbloses, wasserunlösliches   O1.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von 0, 0-Dialkyl-0-dichlor- vinylphosphaten der allgemeinen Formel EMI3.1 in welcher RI und R2 einzeln für Alkylreste stehen oder RI und R2 fgemeinsam für Alkylenbrücken stehen und R3 für einen Alkylrest, der mit einem primären Kohlen stoffatom an den Sauerstoff gebunden ist, steht, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Phosphorigsäureester der Formel EMI3.2 worin R4 für einen an einem primären Kohlenstoffatom gebundenen Alkylrest steht, mit Chloral umsetzt.
    , UNTlERANSPRtJCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man Phosphorigsäureester verwendet, in, denen Rt, R2, R3 und/oder R4 für Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen stehen.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete Phosphorigsäure- ester die Formel EMI3.3 aufweist.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete Phosphorigsäure- ester die Formel EMI3.4 aufweist.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete Phosphorigsäure- ester die Formel EMI3.5 aufweist 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete Phosphorigsäure- ester die Formel EMI3.6 autweist.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten 0, 0-Dialkyl-0-dichlorvinyl- phosphate zur Bekämpfung von Schädlingen.
CH1510362A 1962-01-23 1962-12-24 Verfahren zur Herstellung von 0,0-Dialkyl-0-dichlorvinylphosphaten CH428704A (de)

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