CH428868A - Schaltungsanordnung für Anlagen mit mehreren fixen Sendestationen und mindestens einer einen Empfänger enthaltenden mobilen Station - Google Patents

Schaltungsanordnung für Anlagen mit mehreren fixen Sendestationen und mindestens einer einen Empfänger enthaltenden mobilen Station

Info

Publication number
CH428868A
CH428868A CH1748665A CH1748665A CH428868A CH 428868 A CH428868 A CH 428868A CH 1748665 A CH1748665 A CH 1748665A CH 1748665 A CH1748665 A CH 1748665A CH 428868 A CH428868 A CH 428868A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
receiver
switching means
frequency
circuit arrangement
signal
Prior art date
Application number
CH1748665A
Other languages
English (en)
Inventor
Laeng Fritz
Kuhn Theodor
Keimer Hubert
Original Assignee
Autophon Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Autophon Ag filed Critical Autophon Ag
Priority to CH1748665A priority Critical patent/CH428868A/de
Priority to NL6617649A priority patent/NL6617649A/xx
Publication of CH428868A publication Critical patent/CH428868A/de

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B7/00Radio transmission systems, i.e. using radiation field
    • H04B7/02Diversity systems; Multi-antenna system, i.e. transmission or reception using multiple antennas
    • H04B7/12Frequency diversity

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Circuits Of Receivers In General (AREA)

Description


  Schaltungsanordnung für     Anlagen    mit mehreren fixen Sendestationen und     mindestens        einer    einen  Empfänger enthaltenden mobilen Station    In Funkanlagen, in denen sich eine mobile Station  innerhalb eines grösseren Gebietes, insbesondere längs  einer längeren Bahn, bewegt, und mit einer fixen Sprech  stelle dauernd Verbindung haben soll, ist es wegen der  beschränkten Reichweite der zu diesem Zwecke verwen  deten Meter- oder     Dezimeterwellen    notwendig, der fixen  Sprechstelle mehr als eine fixe Sendestation zuzuordnen.  Unter diesen Voraussetzungen sind unter den von der  mobilen Station durchlaufenen Gebieten solche vorhan  den, in welchen gleichzeitig mehr als eine Sendestation  empfangen werden kann.

   Um in diesem Falle Interferen  zen zu vermeiden, stehen grundsätzlich zwei Möglich  keiten offen. Entweder verwendet man nur eine einzige  Frequenz für den Verkehr Fix-Mobil und sorgt dafür,  dass die Sendestationen während der Gespräche nicht  gleichzeitig senden, oder man lässt die Sendestationen  auf verschiedenen Frequenzen arbeiten und wählt auf  der Empfangsseite jeweils diejenige Frequenz, auf wel  cher ein Empfang ohne Interferenzen möglich ist. Da  im letztgenannten Falle die einzige Bedingung betreffend       Frequenzwahl    darin besteht, dass benachbarte Sende  stationen mit verschiedenen Frequenzen arbeiten müssen,  ist es nicht notwendig, eine der Zahl der Sendestationen  entsprechende Zahl von Frequenzen vorzusehen.

   Der  abwechslungsweise Empfang verschiedener Frequenzen  durch die mobile Empfangsstation kann dabei durch die  Verwendung mehrerer, auf diese Frequenzen abge  stimmter Empfänger erreicht werden, wobei jeweils die  Qualität der empfangenen Signale verglichen und die op  timalen Signale verwendet werden, oder es kann eine  billigere Lösung mit einem einzigen Empfänger, dessen  Empfangsfrequenz umschaltbar ist, gewählt werden. Sol  che Anordnungen, in welchen der Empfänger jeweils  automatisch auf eine andere Frequenz umgeschaltet  wird, sobald er auf der Frequenz, auf welche er in je  nem Zeitpunkt abgestimmt ist, kein Signal empfängt,  sind bekannt.

   Es ist dabei     erwünscht,    dass dieses Um  schalten möglichst rasch nach dem Ausbleiben des Si-         gnals        stattfindet,    damit ein bestehendes Gespräch wenig  gestört wird. Es liegt in der Natur einer solchen Schal  tung, dass während der Zeit, in welcher die Sende  station nicht sendet, der Empfänger der mobilen Station  dauernd auf eine andere Frequenz umgeschaltet wird,  wobei diese Umschaltungen aufhören, sobald ein Signal  empfangen wird. Der Zustand des dauernden Umschal  tens tritt auch ein, sofern sich die mobile Station durch  ein Gebiet bewegt, in welchem infolge einer     Schatten-          oder        Interferenzwirkung    kein Empfang möglich ist.

   Da  bei Meter- und     Dezimeterwellen    solche Gebiete meist  sehr klein sind und daher rasch durchlaufen werden,  sind solche Empfangslücken meist nur sehr kurz. Treten  diese Empfangslücken in Gebieten auf, in welchen nur  eine der Sendestationen empfangen werden kann, wäre  es erwünscht, keine Umschaltung vorzunehmen, um  beim erneuten Empfang des Signals das unterbrochene  Gespräch sofort wieder fortführen zu können. Dies kann  mit einer verzögerten Umschaltung erreicht werden, wel  che auch den Vorteil bietet, die Zahl der Umschaltungen  im Ruhestand und, sofern eine mechanische Umschalt  einrichtung verwendet wird, den Verschleiss     zu    vermin  dern.

   Eine solche verzögerte Umschaltung hat aber  daneben den Nachteil, in Fällen, in denen ein empfan  genes Signal verschwindet, während auf einer andern  Frequenz ein guter Empfang möglich wäre, in der  Sprechverbindung eine unnötige Pause eintreten zu las  sen.  



  Grundsätzlich wäre es zwar     möglich,    eine in beiden  Fällen befriedigende Lösung zu finden, indem alle Um  schaltungen mit der kleinstmöglichen Verzögerung vor  genommen würden. Gemäss den     vorherigen    Ausführun  gen ist aber leicht einzusehen, dass eine derartige Um  schalteinrichtung, sofern dafür mindestens zum Teil me  chanische Mittel verwendet werden sollen, aus Gründen  der Abnützung nicht in Frage kommt.  



  Der     Erfindung    liegt nun die Erkenntnis zugrunde,  dass auf die Vorteile der schnellen Umschaltung nicht      verzichtet werden muss, wenn dafür gesorgt     wird,    dass  während des Fehlens irgend eines     Eingangssignals    die  Dauer der schnellen Umschaltvorgänge zeitlich begrenzt  wird. Sie betrifft eine Schaltungsanordnung für Anlagen  mit mehreren, auf verschiedene Sendefrequenzen abge  stimmten     fixen    Sendestationen und mindestens einer  abwechslungsweise in den Bereichen der verschiedenen  Sendestationen verkehrenden, einen auf die verschiede  nen Sendefrequenzen umschaltbaren Empfänger enthal  tenden mobilen Station.

   Diese     Schaltungsanordnung    ent  hält erste     Schaltmittel,    welche beim Verschwinden eines       empfangenen    Signals, auf dessen Frequenz der Empfän  ger in jenem     Zeitpunkt        abgestimmt    ist, den Empfänger  auf eine andere     Empfangsfrequenz    umschalten.

       Ausser-          dem    belassen diese ersten     Schaltmittel,    sofern auf der  neuen Empfangsfrequenz ein Signal empfangen wird, die       Abstimmung    des Empfängers auf dieser neuen Fre  quenz und schalten     ihn    beim Fehlen eines solchen Si  gnals nach Ablauf einer bestimmten ersten Verzöge  rungszeit wiederum auf eine     andere    Frequenz um.

   Diese       Schaltungsanordnung    ist dadurch     gekennzeichnet,    dass  die ersten Schaltmittel derart ausgebildet sind, dass sie  beim Verschwinden eines empfangenen Signals die Um  schaltung auf     eine    andere Empfangsfrequenz ohne Ver  zögerung vornehmen, dass zweite Schaltmittel vorge  sehen sind, welche die genannte erste Verzögerungszeit       beeinflussen    und auf einen von zwei Werten einstellen,  wobei nach einer     zweiten,    vom Zeitpunkt an, an wel  chem     zuletzt    ein Signal empfangen wurde,

   gemessenen  und durch die zweiten     Schaltmittel    bestimmten Verzö  gerungszeit für die erste Verzögerungszeit ein grösserer       Wert    als vorher gewählt wird.  



  Die     Erfindung    wird nun anhand eines     Ausführungs-          beispiels    beschrieben. Die Figur stellt das Schaltungs  schema einer Umschalteinrichtung dar, welche in einem  nicht dargestellten mobilen Empfänger zwei nicht dar  gestellte Schwingkristalle abwechslungsweise einschaltet  und damit diesen Empfänger abwechslungsweise auf  zwei Frequenzen abstimmt. Das Anschalten der Kri  stalle erfolgt durch zwei Magnetschalter, deren Betäti  gungsspulen mit     Ka    und     Kb    bezeichnet und deren Kon  takte ebenfalls nicht dargestellt sind.

   Der in der Mitte  der Figur     befindliche    Kontakt t ist ein Kontakt eines  nicht dargestellten Relais des Empfängers.     Dieser-Kon-          takt    bleibt geschlossen, solange ein Signal empfangen  wird. Die Schaltung ist fast     ausschliesslich    symmetrisch  aufgebaut.     Sämtliche    einander entsprechenden Schaltele  mente unterscheiden sich durch den Index a oder b, sind  aber im übrigen gleich bezeichnet. Die in der nachfol  genden Beschreibung gelegentlich verwendeten Bezeich  nungen ohne Index sind als Sammelbezeichnungen auf  zufassen und gelten jeweils gemeinsam für zwei symme  trische Elemente.

   Die Pfeile führen an negatives Speise  potential; eine nicht dargestellte Spannungsquelle liegt       zwischen    Masse und diesen Pfeilen.  



  Die Transistoren     TRl    a und     TR2a    einerseits und       TRlb    und     TR2b    anderseits bilden zusammen     mit    den  Widerständen R3 und R5 und den     Zenerdioden        ZDl     einen bistabilen     Multivibrator.    Dabei werden die beiden       Transistoren        TR3    vorderhand als nichtleitend angenom  men und nicht näher betrachtet.

   Diese Annahme     trifft     zu, solange ein Signal empfangen wird, was     voraus-          setzungsgemäss    durch den geschlossenen Zustand des       Kontaktes    t angezeigt wird.

   Während dieses Zustandes    werden über die Dioden Dl und Wicklungen der Trans  formatoren T je die beiden Verbindungspunkte zwischen  dem Widerstand R6 und dem Kondensator C1 an  Masse gelegt.     Infolgedessen        liegt    an den je aus der     Ze-          nerdiode        ZD2    und dem Widerstand R4 bestehenden  Spannungsteilern beidseitig     Massepotential,    so dass die  Basen der Transistoren     TR3    ebenfalls an     Massepotential     gelegt sind, wodurch die eingangs vorausgesetzte Sper  rung dieser Transistoren zustande kommt.  



  Man nimmt nun vorerst an, innerhalb des     erwähnten          Multivibrators    sei der Transistor     TR2a    leitend. Bei die  ser     Annahme    liegt     Massepotential    an der Basis des  Transistors     TR1    a, wodurch dieser gesperrt ist, da sein       Emitter    über die Spule     Ka    ebenfalls mit Masse verbun  den ist. Die Spule     Ka    ist somit stromlos.

   Der aus den  Widerständen     R5a    und     R3b    und der     Zenerdiode        ZD1b     bestehende     Spannungsteiler    liegt somit beidseitig am       Massepotential,    so dass die Basis des Transistors     TR2b     ebenfalls an Masse liegt, wodurch dieser Transistor eben  falls gesperrt ist.

   Sein Kollektor und damit auch die  Basis des Transistors     TR1b    ist somit über den Wider  stand     R2b    mit dem negativen Speisepotential verbun  den, wodurch der Transistor     TRlb    leitend ist und die  Spule     Kb    vom Strom durchflossen wird.     Ueber    den aus       R5b,        ZDla    und     R3a    bestehenden     Spannungsteiler    er  hält die Basis des Transistors     TR2a    gegenüber dem       Emitter    ein negatives Potential, wodurch der betreffende  Transistor leitend ist, was eingangs vorausgesetzt wurde.  



  Solange der Empfänger ein Signal empfängt und des  halb der Kontakt t geschlossen ist, bleiben die beiden  Transistoren     TR3    gesperrt, und der     Multivibrator    ver  bleibt im Zustand, in dem er gerade sich befindet, d. h.  im vorliegenden Falle in demjenigen Zustand, in wel  chem die Spule     Kb    vom Strom durchflossen ist,     Ka    da  gegen nicht. Während dieses Zustandes     fliesst    ein nun  näher zu betrachtender Strom, dessen Weg vom Schalt  zustand des     Multivibrators    abhängig ist.

   Im vorliegenden       Falle        fliesst    dieser Strom vom Kontakt t über die Diode       Dlb,    den Transformator Tb, den Widerstand     R6b,          Emitter    und Kollektor des Transistors     TR1b    und den  Widerstand     Rlb    zum negativen Speisepotential. Wäre  der     Multivibrator    im andern Zustand, würde ein ent  sprechender Strom durch den Transformator     Ta        flies-          sen.    Auf die Wirkungen dieser Ströme wird später ein  gegangen.  



  Im geöffneten Zustand des Kontaktes t, d. h. wenn  kein Signal empfangen wird, arbeitet der     Multivibrator          astabil,    wie in der Folge beschrieben     wird.    Man geht da  bei von der schon früher vorausgesetzten Ausgangslage  aus, in welcher der Transistor     TRlb    leitend ist und die  Spule     Kb    vom Strom durchflossen wird. Da nun der  Kontakt t geöffnet ist, lädt sich der Kondensator     Clb     über den Widerstand     R6b    auf.

   Sobald an diesem Kon  densator eine die     Zenerspannung    der     Zenerdiode        ZD2b     übersteigende Spannung erreicht ist, wird die Basis des  Transistors     TR3b    gegenüber dem auf     Massepotential    lie  genden     Emitter    negativ, so dass dieser Transistor leitend  wird. Die Verbindung zwischen dem Widerstand     R5b     und der     Zenerdiode        ZD1a    wird infolgedessen an Masse  gelegt, so dass der Transistor     TR2a    gesperrt wird.

   Dies  bewirkt gemäss den     früheren    Ausführungen, dass der  Transistor     TRl    a leitend wird, wodurch über den Wider  stand     R5a    und die     Zenerdiode        ZDlb    die     Entsperrung     des Transistors     TR2b    veranlasst wird. In der Folge      wird der Transistor     TRlb    gesperrt. Damit hat der Multi  vibrator seinen Zustand geändert, und anstelle der Spule       Kb    ist nun die Spule     Ka    vom Strom durchflossen.

   Der  Kondensator     Clb    wird über den gegenüber dem Wider  stand     R6b        niederohmigen    Widerstand     R7b    und die  Diode     D2b    entladen, so dass die Basis des Transistors       TR3b    wiederum auf     Massepotential    liegt und dieser  Transistor wiederum gesperrt wird.

   Da nun der     Emitter     des Transistors     TRl    a auf dem negativen Speisepotential  liegt, lädt sich der Kondensator Cl a über den Wider  stand     R6a    auf, was entsprechend den für den Konden  sator     Clb    beschriebenen Verhältnissen nach Ablauf  einer bestimmten Zeit wiederum die     Zustandsänderung     des     Multivibrators    bewirkt.  



  Der     Multivibrator    wird somit in Zeitintervallen, die  von der durch die Kondensatoren Cl und den Wider  ständen R6 bestimmten Zeitkonstanten abhängen, um  geschaltet, wobei die beiden Spulen     Ka    und     Kb    abwechs  lungsweise vom Strom durchflossen und somit die  Schwingkristalle des Empfängers abwechslungsweise  umgeschaltet werden.  



  Sofern während dieser Umschalttätigkeit des Multi  vibrators der Kontakt t infolge des Empfangs eines Si  gnals wiederum schliesst, können sich die Kondensa  toren C1 nicht mehr aufladen, die Transistoren     TR3     bleiben gesperrt und der     Multivibrator    behält seinen im  Zeitpunkt der Schliessung des Kontaktes t     innegehabten     Zustand bei.  



  Wenn nun der Kontakt t wegen Ausfalls des emp  fangenen Signals wiederum öffnet, müsste ohne die Vor  kehrung besonderer Massnahmen bis     zur    nächsten Um  schaltung des     Multivibrators    die Zeit zur Ladung des  Kondensators Cl abgewartet werden. In dem schon frü  her vorausgesetzten Falle, in welchem die Spule     Kb    vom  Strom durchflossen ist,     fliesst,    wie früher bereits kurz er  wähnt, während des geschlossenen Zustandes des Kon  taktes t ein Strom über die mit der Diode     Dlb    in Serie  liegende Wicklung des     Transformators    Tb.

   Beim     Oeff-          nen    des Kontaktes t und des demzufolge eintretenden  plötzlichen     Unterbruchs    des die Primärwicklung des  Transformators     durchfliessenden    Stromes entsteht in  seiner Sekundärwicklung eine Spannung.

   Diese Span  nung ruft nun ihrerseits einen Strom hervor, der vom       Massepotential    über Widerstand     R3b,        Emitter    und Ba  sis des Transistors     TR3b,    Sekundärwicklung des Trans  formators Tb,     Zenerdiode        ZD2b    und Kondensator     Clb          fliesst.    Der Transistor     TR3b    wird dadurch unverzüglich  leitend und die Umschaltung des     Multivibrators    erfolgt  sofort.

   Wäre bei der Öffnung des Kontaktes t die Spule       Ka    anstelle der Spule     Kb    leitend gewesen, so hätte der  Transformator     Ta    dem Transistor     TR3a    einen Impuls  zugeführt.  



  Die in der Schaltung     verwendeten        Zenerdioden    sind  zwar für das richtige Arbeiten der Schaltung nicht ent  scheidend, aber sie ermöglichen einen einwandfreien  Betrieb in einem sehr weiten Temperaturbereich.  



  Zusammenfassend geht aus den dargelegten Aus  führungen hervor, dass bei geschlossenem Kontakt t  der Schaltzustand des bistabilen     Multivibrators    unver  ändert bleibt, dass dieser Schaltzustand im Falle der       Oeffnung    des Kontaktes sofort geändert wird und dass  er bei weiter dauerndem offenem Zustand des Kon  taktes t periodisch wechselt, bis der Kontakt wiederum  geschlossen wird, wodurch die Festhaltung des im    Augenblick des Schliessens des Kontaktes bestehenden  Schaltzustandes bewirkt wird.  



  Durch den Kontakt t wird ausser den beschriebenen  Stromkreisen noch das Relais S geschaltet, dessen Kon  takte     sa    und     sb    die Kondensatoren     C2a    und     C2b    um  schalten. Die Dioden     Dla,        Dlb    und D3 in den vom  Kontakt t wegführenden Leitungen dienen dazu, im ge  öffneten Zustand des Kontaktes t     unerwünschte    Ströme  zwischen den verschiedenen Stromkreisen zu verhin  dern. Mit Hilfe des Transistors     TR4    und des     Kondensa-          tors    C3 wird das Relais S im Abfall verzögert.

   Wenn  der Kontakt t geschlossen wird, wird an den Widerstand  R9 und den Kondensator C3 und zwischen Basis und       Emitter    des Transistors     TR4    je eine Spannung angelegt,  wodurch der Transistor leitend wird. Von Masse kann  dann über seinen Kollektor und     Emitter    über die Spule  S ein Strom     fliessen,    wodurch das Relais S sofort zum  Anzug gebracht wird. Der Widerstand R8 dient dem  Schutze des Kontaktes t und der Diode D3 vor einem  zu grossen Ladestromstoss.

   Beim     Oeffnen    des Kontaktes  t behält der Kondensator C3 vorerst seine Ladung bei,  wodurch zwischen Basis und     Emitter    des Transistors       TR4    der Strom     weiterfliesst    und den Transistor im lei  tenden Zustand hält, so dass das Relais S weiterhin  erregt bleibt.     Ueber    den Basisstromkreis und den Wi  derstand R9 entlädt sich nun der Kondensator, wodurch  nach Ablauf einer bestimmten Zeit der Transistor wie  derum gesperrt wird und damit das Relais S abfällt.

    Das Relais S hat nun die Aufgabe, die Zeitkonstante der  Stromkreise     C1a,        R6a    bzw.     C1b,        R6b    zu verändern, in  dem es in seinem Ruhezustand mit dem Kontakt     sa    bzw.       sb    den Kondensator C2 zum Kondensator C1 parallel  legt. Die Widerstände     Rlo    dienen lediglich dem Schutze  der Kontakte     sa    bzw.     sb    durch die Begrenzung der beim  Anschalten der Kondensatoren C2 entstehenden Spit  zenströme.  



  Im geschlossenen Zustand des Kontaktes t ist somit  Relais S angezogen, die Kondensatoren C2 sind entla  den, und die Kondensatoren<B>Cl</B> haben keine Aufgabe  zu erfüllen.     Oeffnet    nun der Kontakt t, bleibt das Re  lais S vorderhand gezogen und damit die Kondensatoren  C2 unwirksam. Das nach der durch die     Oeffnung    des  Kontaktes bewirkten     Zustandsänderung    einsetzende pe  riodische Umschalten spielt sich nun mit der durch die  Widerstände R6 und die Kondensatoren Cl bestimmten  Zeitkonstanten ab. Nach Ablauf einer bestimmten Zeit  fällt das Relais S ab und schaltet die Kondensatoren C2  den Kondensatoren Cl parallel, so dass die Zeitkonstan  te vergrössert wird. Von diesem Zeitpunkt an wird des  halb der Umschaltrhythmus verlangsamt.  



  Während des Empfangs eines Signals, d. h. während  des geschlossenen Zustandes des Kontaktes t, wird dem  nach die durch den in den Schaltspulen     Ka    und     Kb          fliessenden    Strom gesteuerte Empfangsfrequenz des  Empfängers unverändert gehalten; beim Wegbleiben der  Trägerwelle wird dagegen unverzüglich auf die andere  Empfangsfrequenz umgeschaltet. Sollte auf jener Fre  quenz ein Empfang wiederum möglich sein, schliesst  der Kontakt t und hält damit die Empfangsfrequenz fest.  Sollte jedoch auf der andern Frequenz kein Empfang  möglich sein, wird nach kurzer Zeit wieder auf die erste  Frequenz zurückgeschaltet.

   Sofern der     Unterbruch    des  Empfangs der ersten Frequenz nur kurz war - was in  vielen Fällen zutrifft - ist beim Zurückschalten auf die           ursprüngliche    Frequenz ein Empfang wiederum mög  lich, und die Einstellung auf diese Frequenz wird wie  derum beibehalten.     In    einem solchen Falle ist der durch       die        kurzzeitige    Umschaltung     bewirkte        Unterbruch    in  Empfang kaum grösser als der ohnehin durch die Emp  fangslücke entstandene.  



  Sollte jedoch auf keiner der beiden Empfangsfre  quenzen ein Empfang möglich sein, wird die Empfangs  frequenz des Empfängers in rascher Folge geändert, wo  durch ein wiederum erscheinendes     Signal    vom Emp  fänger praktisch unverzüglich empfangen werden kann  und zwar unabhängig davon, welcher der beiden Fre  quenzen es angehört.     Dauert    jedoch dieser Zustand  des     vollständigen    Fehlens eines Empfangssignals an, wird  der     Umschaltrhythmus    nach Ablauf einer bestimmten  Zeit verlangsamt. Auf diese Weise können bei länger  dauernden Empfangslücken die Umschaltkontakte ge  schont werden.

   Der Umstand, dass es während des     Be-          triebes    mit der langsamen Umschaltung beim Auftreten  eines     Empfangssignales    bis zum Empfang dieses Signals  im allgemeinen länger     dauert    als bei schneller Umschal  tung, kann ohne weiteres     hingenommen    werden, da dies  nur nach längeren Unterbrüchen     auftritt,    wenn ohnehin  der gegenseitige Kontakt der Gesprächspartner gelitten  hat.  



  Die langsame Umschaltung ist auch immer dann im  Betrieb, wenn die     fixen    Sendestationen überhaupt nicht  senden, so dass der Empfänger immer bereit ist, auf ein       Signal    mit irgendeiner der beiden Frequenzen anzuspre  chen. Die     einzige    in dieser Beziehung wichtige Bedin  gung für den Betrieb der Sendestationen     liegt    dabei darin,  dass jeweils beim     Beginn    der Sendetätigkeit mit     derAus-          sendung    der Modulation so lange zuzuwarten ist, dass  vorerst die     unmodulierte    Trägerwelle für eine Zeit,  die länger ist als die Zeit zwischen zwei Umschaltungen  der mobilen Station, ausgesendet wird.  



  Als für die Praxis geeignete Schaltzeiten haben sich  erwiesen: Zeit zwischen zwei Umschaltungen beim  schnellen Umschaltrhythmus 40 ms, beim langsamen Um  schaltrhythmus 2 s, und Zeit zwischen dem Ausbleiben  der Träger beider Frequenzen und der     Umschaltung     vom schnellen auf den langsamen Umschaltrhythmus  1 s.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schaltungsanordnung für Anlagen mit mehreren, auf verschiedene Sendefrequenzen abgestimmten fixen Sen destationen und mindestens einer abwechslungsweise in den Bereichen der verschiedenen Sendestationen ver kehrenden, einen auf die verschiedenen Sendefrequen- zen umschaltbaren Empfänger enthaltenden mobilen Station, mit ersten Schaltmitteln (TRla, TR2a, TR3A, Ka;
    TRlb, TR2b, TR3b, Kb), welche beim Verschwin- den eines empfangenen Signals, auf dessen Frequenz der Empfänger in j enem Zeitpunkt abgestimmt ist, den Emp fänger auf eine andere Empfangsfrequenz umschalten, und sofern auf der neuen Empfangsfrequenz ein Signal empfangen wird, die Abstimmung des Empfängers auf dieser neuen Frequenz belassen und beim Fehlen eines solchen Signals nach Ablauf einer bestimmten ersten Verzögerungszeit wiederum auf eine andere Frequenz umschalten,
    dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Schaltmittel, derart ausgebildet sind, dass sie beim Ver schwinden eines empfangenen Signals die Umschaltung auf eine andere Empfangsfrequenz ohne Verzögerung vornehmen, dass zweite Schaltmittel (C3, TR4, S) vor gesehen sind, welche die genannte erste Verzögerungs zeit beeinflussen und auf einen von zwei Werten ein stellen, wobei nach einer zweiten, vom Zeitpunkt an, an welchem zuletzt ein Signal empfangen wurde, ge messenen und durch die zweiten Schaltmittel (C3, TR4)
    bestimmten Verzögerungszeit für die erste Verzöge rungszeit ein grösserer Wert als vorher gewählt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.) Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, für die Umschaltung des Empfängers auf zwei verschiedene Empfangsfrequenzen, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Schaltmittel einen bistabilen Multivibrator (TR1 a, TR2a; TRlb, TR2b) enthalten und dass dritte Schalt mittel (TR3a, Cla;
    TR3b, C1b) vorgesehen sind, welche den bistabilen Multivibrator derart steuern, dass er astabil arbeitet, und die durch ein empfangenes Signal an ihrer Wirksamkeit gehindert werden.
    2.) Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1), mit Schaltmitteln, die in Abhängigkeit des Vorhandenseins eines Eingangssignals am Empfän gereingang die Stärke eines Stromes auf einen von zwei Werten steuern, gekennzeichnet durch Schaltmittel (Ta, Tb), welche je beim Einsetzen und beim Verschwinden eines empfangenen Signales Spannungsimpulse erzeugen und mit denjenigen Impulsen, die dem Verschwinden eines empfangenen Signales entsprechen, über die drit ten Schaltmittel (TR3a, Cla;
    TR3b, C1b) den Schalt zustand des bistabilen Multivibrators beeinflussen. 3.) Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 2), dadurch gekennzeichnet, dass als Spannungsimpulse er zeugende Schaltmittel Transformatoren (Ta, Tb) ver wendet werden.
CH1748665A 1965-12-17 1965-12-17 Schaltungsanordnung für Anlagen mit mehreren fixen Sendestationen und mindestens einer einen Empfänger enthaltenden mobilen Station CH428868A (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1748665A CH428868A (de) 1965-12-17 1965-12-17 Schaltungsanordnung für Anlagen mit mehreren fixen Sendestationen und mindestens einer einen Empfänger enthaltenden mobilen Station
NL6617649A NL6617649A (de) 1965-12-17 1966-12-15

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1748665A CH428868A (de) 1965-12-17 1965-12-17 Schaltungsanordnung für Anlagen mit mehreren fixen Sendestationen und mindestens einer einen Empfänger enthaltenden mobilen Station

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH428868A true CH428868A (de) 1967-01-31

Family

ID=4425780

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1748665A CH428868A (de) 1965-12-17 1965-12-17 Schaltungsanordnung für Anlagen mit mehreren fixen Sendestationen und mindestens einer einen Empfänger enthaltenden mobilen Station

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH428868A (de)
NL (1) NL6617649A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2322504A1 (fr) * 1975-08-27 1977-03-25 Autophon Ag Installation de trafic radio avec une station mobile circulant dans une zone qui depasse la portee d'une seule station emettrice-receptrice fixe

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2322504A1 (fr) * 1975-08-27 1977-03-25 Autophon Ag Installation de trafic radio avec une station mobile circulant dans une zone qui depasse la portee d'une seule station emettrice-receptrice fixe

Also Published As

Publication number Publication date
NL6617649A (de) 1967-06-19

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE881677C (de) Aufzeichnungs- und Speichereinrichtung fuer Waehlimpulse mit magnetischer Trommel
DE3889502T2 (de) Funkkommunikationssystem.
DE1153089B (de) Schaltungsanordnung zum zweidrahtmaessigen Verbinden von mit Kondensatoren abgeschlossenen Leitungsabschnitten ueber eine Zeitmultiplexuebertragungsleitung in Fernmelde-, insbesondere Fernsprech-vermittlungsanlagen
CH428868A (de) Schaltungsanordnung für Anlagen mit mehreren fixen Sendestationen und mindestens einer einen Empfänger enthaltenden mobilen Station
DE2104770C3 (de) Rundfunkfernsprechsystem zum Auswählen eines Empfängers aus einer Anzahl von Empfängern
DE713009C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Fernuebertragung von mehreren Messwerten mit Hilfe einer einzigen modulierten Hochfrequenztraegerwelle
DE1227077B (de) Schaltungsanordnung zur impulsweisen Energieuebertragung in Zeitmultiplex-Fernmelde-, insbesondere -Fernsprechvermittlungsanlagen
DE866199C (de) Anordnung zur Einfuegung einer neuen Nachricht an Stelle einer anderen bei wechselzeitiger Mehrfachuebertragung mit laengen- oder phasenmodulierten Impulsen
EP0018941B1 (de) Anlage zur drahtlosen Übertragung von Telefongesprächen mit einer die Anzahl der Teilnehmerstationen unterschreitenden Anzahl von Funkkanälen
EP0604678B1 (de) Verfahren zum Betrieb eines Empfängers, der mit Informationen gespeist wird, die über ein elektrisches Energieversorgungsnetz übertragen werden, und Anordnung zur Durchführung des Verfahrens
DE826159C (de) Anrufsucherschaltung
DE973062C (de) Verfahren zur Ruf- und Wahlzeichenuebertragung in Traegerfrequenzsystemen
DE1139890B (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen
DE730184C (de) Verfahren zur besseren Anpassung der auf dem UEbertragungsweg zur Verfuegung zu stellenden Frequenzteilbaender und der Belegungszeit an den zu uebertragenden Nachrichteninhalt, insbesondere bei UEbertragung von Sprache
AT124552B (de) Vorrichtung an elektrischen Anruf- und Signalempfängern.
DE1762683C3 (de) Überwachungseinrichtung für trägerfrequente Nachrichtenübertragungssysteme
DE1000852C2 (de) Fernsteueranlage
DE1173948B (de) Verfahren und Anordnung zur elektrischen Nachrichtenuebertragung unter Frequenzbandkompression
DE1236593B (de) Schaltungsanordnung zur impulsweisen Energieuebertragung, insbesondere in Zeitmultiplex-Fernsprechvermittlungsanlagen
DE720020C (de) Schaltungsanordnung zur Verhinderung faelschlicher Zaehleinleitung bei doppeltgerichteten Verbindungsleitungen fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE1235008B (de) Schaltungsanordnung zur Entfernungsmessung
DE863075C (de) Verfahren und Schaltungsanordnung zur Abtastung von Stromschritt-kombinationen, insbesondere Springschreiberzeichen
DE2027508B2 (de) Fernsprechapparat fuer die tonfrequenz ziffernwahl
DE957134C (de) Schaltungsanordnung zur UEberwachung des Betriebszustandes von mit Tonfrequenz betriebenen Fernmeldeleitungen und der angeschalteten Tonfrequenzsignalempfaenger mit Sprachsperre
DE848968C (de) Verfahren und Einrichtung zur Wechselstromtelegraphie