CH429091A - Feuerbeständiges Bauelement - Google Patents
Feuerbeständiges BauelementInfo
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Description
Feuerbeständiges Bauelement Die Erfindung betrifft ein feuerbeständiges Bauele ment, das sich insbesondere für Fassaden von Hochhäu sern eignet, und das aus mehreren übereinander ange ordneten Schichten aus unbrennbaren Materialien be steht.
Es handelt sich dabei um ein vorfabriziertes Bauele ment, welches auf dem Bauplatz als Fertigteil montiert werden kann. Diese Bauweise hat gegenüber der her kömmlichen, traditionellen Bauweise einige wesentliche Vorteile. Erstens kann damit die Bauzeit eines Gebäu des bedeutend verkürzt werden, und zweitens kann ein solches Element raum- und gewichtsparend sein, da relativ dünne Bauelemente in der Lage sind, die Funk tionen von dickem Mauerwerk zu übernehmen.
Ferner entspricht ein solches Bauelement, wenn es als Fassaden element verwendet wird, den Erfordernissen der mo dernen Skelett Bauweise, und es kann dazu in jeder beliebigen Form und Anordnung, auch in Kombination mit Fenstern, verwendet werden.
Die bisher bekannten Bauelemente haben den Nach teil, dass sie nicht gleichzeitig den an sie gestellten An forderungen in bezug auf Feuerbeständigkeit, Festigkeit, Wärmedämmung, Witterungsbeständigkeit, Diffusions dichte usw. genügen können. Aus diesem Grunde konn ten sie für Hochhäuser nicht zur Anwendung gelangen.
Für solche Zwecke sind bis heute lediglich Verklei dungsplatten bekannt, die als dekorative Aussenhaut montiert werden. Es handelt sich dabei z. B. um relativ dünne aluminiumbewehrte, kochwasserfest verleimte Sperrholzplatten, die aber eine Hintermauerung mit einer Wärmedämmschicht bedingen. Der Aufbau einer solchen Fassade ist demzufolge entsprechend teuer.
Zweck der Erfindung ist ein feuerbeständiges Bau element, bestehend aus mehreren übereinander angeord neten Schichten aus unbrennbaren Materialien zu schaf fen, das gleichzeitig alle gestellten Anforderungen er füllt.
Das erfindungsgemässe, feuerbeständige Bauelement zeichnet sich dadurch aus, dass die eine zwischen den beiden Deckschichten liegende, wenigstens einschichtige und aus losem Material gepresste Isolierlage zwecks Er höhung ihrer Eigenfestigkeit durch Metalleinlagen ver stärkt ist.
Die Deckschichten sind vorzugsweise aus Metall, wobei eine der sichtbaren Oberflächen dekorativ behan delt sein kann. Das Material der Isolierlage wird zweck- mässig mit einem ebenfalls unbrennbaren Bindemittel vermischt. Als Grundmaterial können z. B. Mineralfa sern, oder andere Mineralien verwendet werden. Die Deckschichten können aus Aluminium sein. Der Kern kann auch aus mehreren verschiedenen Schichten beste hen, wie z.
B. aus einer inneren, als Feuerbarriere die nenden Asbestplatte und zwei äusseren Mineralfaser- platten.
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen- standes werden nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 einen Schnitt durch ein erfindungsgemässes Bauelement mit drahtgitterverstärktem Kern, und Fig. 2 einen Schnitt durch eine andere Ausführungs form, mit zentral angeordneter Feuerbarriere.
. Das in Fig. 1 dargestellte Bauelement weist eine zwi schen zwei äusseren Bewehrungsblechen 1, 2 liegende Kernschicht 3 auf, in die zur Verbesserung der Warmfe stigkeit ein Drahtgeflecht 4 eingepresst ist. Das Beweh- rungsblech 1 kommt auf die Aussenseite zu liegen und erfüllt einerseits dekorative Zwecke, bildet aber ande rerseits einen unmittelbaren Schutz gegen Witterungs- einflüsse. Ausserdem verleiht es dem Element die erfor derliche Stabilität, und ist erforderlich, weil die haupt sächlich isolierende Kernschicht 3 nur eine geringe Eigenfestigkeit aufweist.
Das Bewehrungsblech 1 kann beispielsweise 0,7,mm dickes, dekorativ behandeltes Peraluman -Blech sein. Selbstverständlich kann an stelle von Aluminium auch ein anderes geeignetes Mate rial als äusserste Schicht angebracht werden. Es hat sich aber aus Erfahrung gezeigt, dass z. B. Peralu- man -Blech farblos matt eloxiert in bezug auf Aussehen und Witterungsresistenz besonders gute Eigenschaften aufweist.
Die Kernschicht 3 besteht aus unbrennbarem, pul verförmigem oder körnigem Material, das mit einem ebenfalls unbrennbaren Bindemittel vermischt und unter Druck zu einer kompakten, beispielsweise 4,5 bis 6 cm dicken Isolierplatte gepresst wurde. Die Grundmasse kann Blähglimmer und das Bindemittel ein Kleber auf Silikatbasis sein. Wie schon erwähnt, ist zur Verbesse rung der Warmfestigkeit ein Drahtgeflecht 4 eingepresst.
Das innere Bewehrungsblech 2 kann z. B. eine 0,5 mm dicke Schicht aus reinem Aluminium sein.
Die beidseitige äussere und innere Blechbewehrung 1, 2 verleiht dem Element absolute Verbindungssteifig- keit und garantiert einwandfreie Diffusionsdichte. Diese Bleche 1, 2 sind mit einem bekannten Spezialleim, wel cher Dehnungsunterschiede aufnehmen kann, auf die darunterliegende Schicht geleimt.
Falls sich auf einer Seite des Bauelementes ein Brandherd befindet, kann durch die dabei entstehenden Temperaturen die dem Brandherd zugekehrte Metall schicht, besonders im Fall von Aluminium, schmelzen. Der mit einem Drahtgitter verstärkte Kern ist jedoch feuerbeständig, bröckelt nicht ab und das Element weist noch genügend Eigenfestigkeit auf, um nicht. in ,sich zu sammenzufallen. Der Ausdruck feuerbeständig be deutet, dass nach 90 Minuten Brenndauer in einem Prüf ofen das Element auf der dem Brandherd abgekehrten Seite die Temperatur von 130 C nicht überschreitet.
Fig. 2 zeigt eine etwas abgeänderte Konstruktion. Auch hier sind die beiden äusseren Schichten 1, 2 Be wehrungen aus Metall, und zwar vorzugsweise Alumi nium von denen mindestens die eine dekorativ- behan delt sein kann. Die Abmessungen (Dicken) entsprechen denjenigen von Fig. 1.
Diese Bewehrungsbfeche 1, 2 sind auf unbrennbare Hartfaserplatten 5 aufgeleimt, und verleihen dem Ele ment zusammen mit den Platten 5 eine noch bessere Stabilität. Die Dicke einer Hartfaserplatte 5 beträgt bei spielsweise 4 mm.
Als Kern und Hauptisolierschicht 3 dienen zwei auf beide Seiten einer als Feuerbarriere wirkenden Asbest platte 6 aufgeleimte Mineralfaserplatten. 7,. in welche ebenfalls zwecks Erhöhung der Warmfestigkeit Drahtge flechte 4 eingepresst sind.
Die Mineralfaserplatten können z. B. 25 mm, und die Asbestplatte 3 mm dick gewählt werden.
Das in Fig. 2 gezeigte Bauelement setzt sich somit aus mehreren auf dem Markt erhältlichen Materialien zusammen.
Es sei noch erwähnt, dass nur zwischen der Metall bewehrung und der direkt darunterliegenden Schicht ein Dehnungsunterschiede aufnehmender Spezialleim ver wendet werden muss, da sich praktisch nur Metall ge genüber den anderen verwendeten Materialien bei gros- Seren Temperaturdifferenzen stark verschieden aus dehnt. Alle übrigen Schichten sind mit einem unbrenn- baren Leim fest miteinander verbunden.
Die beiden beispielsweise beschriebenen Bauele mente erfüllen alle für den Bau von Hochhäusern an sie gestellten Bedingungen.
1 m2 der in Fig. 1 gezeigten Platte, bei einer Dicke von ca. 6 cm, wiegt ca. 38,4 kg, während eine gleich dicke Platte, nach Fig. 2 ausgeführt, ein Gewicht von ca. 29,3 kg aufweist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Feuerbeständiges Bauelement, insbesondere für Hochhausfassaden, bestehend aus mehreren übereinan der angeordneten Schichten aus unbrennbaren Materia lien, dadurch gekennzeichnet, dass die eine zwischen den beiden Deckschichten liegende, wenigstens ein schichtige und aus losem Material gepresste Isolierlage zwecks Erhöhung ihrer Eigenfestigkeit durch Metallein lagen verstärkt ist. UNTERANSPRÜCHE 1: -Bauelement nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Deckschichten aus Metall sind, und dass das dazwischenliegende Material mit einem ebenfalls unbrennbaren Bindemittel vermischt ist. z.Bauelement. nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drahtgitter in der Isolierlage eingepresst ist. 3. Bauelement nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschich ten aus Aluminium sind und mit einem Dehnungsunter schiede aufnehmenden Leim auf die Isolierlage aufge leimt sind. 4. Bauelement nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Isolierlage aus zwei Mineralfa- serplatten und einer dazwischenliegenden, als Feuerbar riere dienenden Schicht aus Asbest besteht. 5.Bauelement nach Patentanspruch und Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in jede der Mineralfaserplatten ein Drahtgitter eingepresst ist, und dass zwischen diesen Platten und den Deckschichten eine Hartfaserplatte vorgesehen ist. 6. Bauelement nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die sichtbare Oberfläche mindestens einer der Deckschichten dekorativ behandelt ist._7. Bauelement nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass wenigstens die verschiedenen über einander angeordneten Schichten der Isolierlage mittels eines unbrennbaren Leims miteinander verbunden sind.
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