CH429284A - Vorrichtung zur Einzelhaltung von abgesetzten Ferkeln - Google Patents

Vorrichtung zur Einzelhaltung von abgesetzten Ferkeln

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CH429284A
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Biehl Heinrich
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Biehl & Co
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Description


  



  Vorrichtung zur   Einzelhaltung    von abgesetzten Ferkeln
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Einzelhaltung von abgesetzten Ferkeln.



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die eine einwandfreie, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt von der Muttersau unabhängige Aufzucht der Ferkel unter völlig gleichen Umweltbedingungen und unter   Fernhaltung    einer Beein  trächtigung    der Ferkel untereinander und von der Muttersau her ermöglicht.



   Es sind bereits   Kleintierhaltekäfige    bekannt, die zur Aufnahme von insbesondere für Versuchszwecke dienenden einzelnen Tieren, dienen und die in Gruppen zu  sammenfassbar sind.    Auch eine   Käfigeinrichtung    für Laboratoriums-Versuchstiere mit zu einer Gruppe zu  sammengefassten    Einzelkäfigen ist bekannt.



   Diese bekannten, zu Gruppen zusammengefassten   Einzelkäfige    sind jedoch zur Lösung der Erfindungsaufgabe nicht geeignet. Bei den bekannten Vorrichtungen beeinflussen die einzelnen Käfige sich gegenseitig derart, dass sich für die einzelnen Tiere unterschiedliche Umweltbedingungen ergeben. Dies ist zwar für Versuchstiere unbedenklich, wo es im wesentlichen darauf ankommt, auf möglichst kleinem Raum eine möglichst grosse Anzahl von Versuchstieren unterzubringen, ist aber bei   Ferkeln, die    der Zucht und Mast dienen, von beträchtlichem Nachteil.



   Die Erfindung ist durch einen rechteckigen Rahmen für die Zusammenfassung einer Mehrzahl von je zur Aufnahme eines einzigen Ferkels dienenden   Käfigen    in einer Ebene, mit   Längs-und    Querträgern gekennzeichnet, auf denen-dicht nebeneinanderstehend mit nach aussen gerichteten Türen versehen-die Käfige angeordnet sind, und mit unterhalb der Längs-und Querträger angeordneten Beinen zur Schaffung eines freien Raumes, wobei die   Längs-und    Querträger derart weiträumig angeordnet sind, dass an den   Käfigen    vorgesehene freie Offnungen der Boden der Käfige für das Durchtreten des Kotes und des Urins in den darunter befindlichen Raum praktisch nicht beeinträchtigt werden.

   Auf diese Weise ergeben sich für sämtliche   Einzelkäfige    die gleichen Umweltbedingungen. Irgendwelche zur Aufnahme des Kotes und des Urins vorgesehene Schubladen vermögen nicht darunter angeordnete   Einzelkäfige    zu verdunkeln. Alle Käfige erhalten die gleiche Beleuchtung.



  In entsprechender Weise sind auch die Luftzufuhr von frischer Luft zu den einzelnen   Käfigen    und die   Abfüh-    rung der verbrauchten Luft gleich.



   Alle in einer im wesentlichen waagerechten Ebene angeordneten   Einzelkäfige    können in einer Höhe angeordnet werden, die eine einwandfreie Beobachtung der einzelnen Ferkel in den Einzelkäfigen gestattet. Die Aufstellung der Vorrichtung selbst kann   in einem nor-    malen Raum erfolgen, wie er für derartige Stallzwecke üblich ist. Hierbei ist die gleichmässige Versorgung der einzelnen Ferkel in den   Käfigen    sichergestellt, ohne dass   Zuglufterscheinungen befürchtet    zu werden brauchen.



   Die Erfindung schafft die Möglichkeit, die Ferkel schon wenige Tage nach ihrer   Geburt    von der Muttersau abzusetzen, von ihr zu entfernen und getrennt   voneinan-    der unter gleichen Umweltbedingungen bis zu einem Alter von mehreren Wochen zu halten und zu füttern.



  Erst dann wird eine auf übliche Weise durchgeführte Haltung und Fütterung der Ferkel aufgenommen. Wenn auch die Ferkel in den ersten Lebenstagen gegen Infizierung praktisch immun sind, ist danach die Gefahr um so   grösser,    dass die Ferkel durch die Muttersau infiziert werden, was insbesondere hinsichtlich der sogenannten   Schnüffelkrankheit gilt.   



   Mit Hilfe der erfindungsgemäss ausgebildeten Vorrichtung können die Ferkel nach   2    bis 4 Tagen von der Muttersau abgesetzt werden, also zu einem Zeitpunkt, wo noch nicht mit einer Infektion der Ferkel durch die Muttersau gerechnet zu werden braucht. Der   Saugtrieb    der Ferkel ist zu diesem Zeitpunkt noch sehr stark, kann sich aber nicht nachteilig auswirken, da die einzelnen Ferkel in den Einzelkäfigen voneinander getrennt sind.



   Durch die Erfindung wird eine unterschiedliche Beeinflussung der Entwicklung der einzelnen Ferkel durch die Umwelt und das Futter völlig ausgeschlossen. Dasj, enige Tier, das jetzt die beste Entwicklung zeigt, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit auch für die   Zucht    am besten geeignet sein. Die Vereinzelung der Tiere verbessert auch die Beobachtungsmöglichkeit durch den Z chter.



   Bisher war es üblich, die Ferkel 6 bis 8 Wochen bei dem   Muttertier    zu belassen. Die Tiere stehen hier unter sehr verschiedenen Umweltbedingungen und sind sehr unterschiedlich mit Nahrung versorgt. So findet beispielsweise das bei der   Geburt    stärkste Tier sofort heraus, welche   Zitze    des Gesäuges am ergiebigsten ist. Das Tier behauptet dann meistens während der nächsten   Lebenswochen diese ergiebigste    Nahrungsquelle.



   Es empfiehlt sich   ausserdem,    zwecks automatischer Fütterung der Ferkel, einer Mehrzahl von zu einer Gruppe zusammengefassten   Käfigen    eine Milchleitung zuzuordnen, die mit Ventilen ausgestattet ist, welche zur Betätigung durch die Ferkel geeignet sind.

   Hierbei hat es sich als zweckmässig erwiesen, dass jeder der einzelnen Käfige   nebenfdem Imit Durchtrittsöffnungen    versehenen Boden in einer seiner Seibenwände zwei Íffnungen zur auswechselbaren Aufnahme je eines insbesondere aus Glas bestehenden Behälters besitzt, von denen der eine mit flüssiger Nahrung, insbesondere Sauenmilchersatz,   lune der    andere mit Trockenfutter   fibar    ist Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass der Boden der ein  zelnen Käfige aus engmaschigem    Draht und die Wände und die Decke aus   weitmaschigem    Draht bestehen.



   Es hat sich gezeigt, dass die Aufzucht insbesondere dann begünstigt ist, wenn dafür gesorgt ist, dass die ein  zelnen    Käfige eine rechteckige Grundfläche mit einer LÏnge von etwa   60    cm und einer Breite von etwa 35 cm besitzen, und dass ihre H¯he etwa gleich ihrer Breite ist.



  Von weiterem Vorteil ist hierbei, wenn in den einzelnen   Käfigen    eine der Seitenwände als   TÜI ausgebildet ist,    die im wesentlichen den gesamten Querschnitt eines Käfigs freizugeben vermag.



   Die   Jungferkel    selbst sind sehr   wärmebedürftig.   



  Zweckmässig wird deshalb die Vorrichtung in einem   klimatisierten    Behälter angeordnet, der mit Mitteln zur Konstanthaltung der Temperatur und mit Mitteln zur Aufrechterhaltung eines geringen Überdruckes ausgestattet ist. Dabei hat sich eine Temperatur von etwa   30  C    als zweckmässig herausgestellt. Durch die Aufrechterhaltung des geringen ¯berdruckes wird er Teicht, dass keine Infektionskeime von der   Aussenluft    her in den unter geringem Überdruck stehenden klimatisierten Raum eindringen können. Die Luftfeuchtigkeit dieses Raumes ist in  blicher Weise entsprechend der Temperatur und dem Luftdruck zu regeln.



   In diesem Zusammenhang kann es sich empfehlen, den klimatisierten Behälter mit Mitteln zur   Luftentkei-      mung auszustatten, beispielsweise mit    einem   UV-Be-    strahler. Alle diese Einrichtungen k¯nnen auch in der Form benutzt werden, dass man nur in den ersten Tagen von der Gesamtheit dieser Mittel Gebrauch macht, wÏhrend man am Ende der Vereinzelungszeit schon zu Bedingungen übergeht, die sich den normalen Aufzuchtbe  dingungen annahern.   



   Die   Vorrichtung gemäss der Erfindung    ist in einem Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung dargestellt. Es zeigen :
Fig.   1    eine schaubildliche Darstellung eines   Einzel-    kÏfigs,
Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung eines Rahmens zur Zusammenfassung einer Gruppe von   Einzel-    kÏfigen.



   Gemäss Fig.   1    besteht der Käfig aus einem Boden   1,    der im wesentlichen aus   engmaschigem Draht aufgebaut    ist. Die beiden Seitenwände 2,3 und die Decke 4 bestehen aus weitmaschigem Draht, genauso wie die hintere
Stirnwand 5. Die vordere Stirnfläche wird jedoch durch eine Tür 7 gebildet, die um gleichachsige Scharniere   8,    9 drehbar ist und mittels   eines einfachen Hebels 10 ver-    schlossen werden kann. Die Tür ist beispielsweise aus Flach-oder   Bandeisenstücken    11 zusammengesetzt und weist zwei Íffnungen 12,13 auf, die zur Aufnahme einer Glasschütte 14 für Trockenfutter und einer Glas  schütte      15    f r   Sauenmilchersatz dilenen.

   N ; aturgemäss    sind die einzelnen WÏnde durch Rahmen gehalten, wie sie beispielsweise für die Seitenwand 2 mit dem   Bezugs-    zeichen 16 bezeichnet sind. Weitere Einzelheiten dieser Rahmen sind jedoch der Klarheit halber nicht dargestellt.



   Der Boden   1    weist einen Vorderrahmen 17 und einen   Hinterrahmen    18 auf. Beide Rahmen sind beispielsweise von einem Winkeleisen gebildet, dessen einer Steg nach unten weist, so dass unter allen   Umstän-    den. unterhalb des Bodens 1 ein freier Raum verbleibt, in den der Kot und der Urin treten kann, die durch die   offnungen    des Bodens 1   hindurchtroten.   



   Gemäss Fig. 2 ist eine Gruppe von beispielsweise vierzehn   Einzelkäfigen,'die    hier allgemein das   Bezugs-    zeichen 19 aufweisen, in einem gemeinsamen Rahmen 20 zusammengefasst, dessen   Aussenpfosten    mit 21 bezeichnet sind. Die Einzelkäfige sind hier derart aufgestellt, dass die Türen der einen Gruppe von sieben KÏfigen nach der einen LÏngsseite weisen, wÏhrend die Türen der anderen Gruppe von sieben Käfigen nach der entgegengesetzten Seite zeigen. Der Rahmen selbst weist auf nicht näher dargestellte Weise   Längs-und      Querträ-    ger auf, auf denen die einzelnen Käfige 19 ruhen.

   Diese   Längs-und    Querträger sind derart   angeordnet, dass sie    die freien Öffnungen der einzelnen Böden nicht oder nur unwesentlich abdecken.



     Zweckmässigerweise    sind unterhalb der Pfosten 21 Beine 22 vorgesehen, um den freien Raum unterhalb der B¯den der   Einzelkäfige    zu vergr¯ssern.   Unter Umstän-    den kann es auch zweckmässig sein, diese Beine 22 zu einem Gestell zusammenzufassen und die Pfosten 21 des Rahmens 20 derart vorzusehen, dass sie   in entspre-    chende Offnungen der Beine 22 eingesteckt werden können. Auf diese Weise kann man den Rahmen 20 transportieren und das   nicht näher dargestellte Beinge-    stell stehenlassen.



   Eine automatische Fütterung einschliesslich einer Milchleitung ist auf die oben beschriebene Weise vorzusehen. Da derartige Einrichtungen an sich bekannt sind, kann auf ihre Darstellung verzichtet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Einzelhaltung von abgesetzten Ferkeln, gekennzeichnet durch einen rechteckigen Rahmen f r die Zusammenfassung einer Mehrzahl von je zur Auf nahme eines einzigen Ferkels dienenden Käfigen in einer Ebene, mit LÏngs- und Querträgern, auf denen dicht nebeneinanderstehend mit nach aussen gerichteten T ren versehen die KÏfige angeordnet sind, und mit unberhalb der LÏngs- und QuertrÏger angeordneten Beinen zur Schaffung eines freien Raumes, wobei die Längsund Querträger derart weiträumig angeordnet sind, dass an den Käfigen vorgesehene freie Offnungen der B¯den der Käfige für das Durchtreten des Kotes und des Urins in den darunter befindlichen Raum praktisch nicht be einträchtigt werden.
    UNTERANSPRUCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks automatischer Fütterung der Ferkel einer Mehrzahl von zu einer Gruppe zusammen- gefassten Käfigen eine Milchleitung zugeordnet ist, die mit Ventilen ausgestattet ist, welche zur Betätigung durch die Ferkel geeignet sind.
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der einzelnen Käfige neben dem mit Durchtrittsöffnungen versehenen Boden in einer seiner Seitenwände zwei Offnungen zur auswechselbaren Aufnahme je eines insbesondere aus Glas bestehenden Behälters besitzt, von denen der eine mit flüssiger Nahrung, insbesondere Sauermilchersatz, und der andere mit Trockenfutter füllbar ist.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Boden der einzelnen Käfige aus engmaschigem Draht und die Wände und die Decke aus weitmaschigem Draht bestehen.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die einzelnen Käfige eine rechteckige Grundfläche mit einer Länge von etwa 60 cm und einer Breite von etwa 35 cm besitzen, und dass ihre Höhe etwa gleich ihrer Breite ist.
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den einzelnen Käfigen eine der Seitenwände als Tür afusgebildet ist, die im wesentlichen den gesamten Querschnitt eines Käfigs freizugeben vermag.
CH46464A 1963-02-01 1964-01-16 Vorrichtung zur Einzelhaltung von abgesetzten Ferkeln CH429284A (de)

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NL6400784A (de) 1964-08-03
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