CH429476A - Flasche für unter Innendruck stehendes Füllgut bestehend aus einer Flüssigkeit und wenigstens teilweise in dieser aufgelöstem Gas - Google Patents

Flasche für unter Innendruck stehendes Füllgut bestehend aus einer Flüssigkeit und wenigstens teilweise in dieser aufgelöstem Gas

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Description


  



  Flasche für unter Innendruck stehendes Füllgut bestehend aus einer Flüssigkeit und wenigstens teilweise in dieser   aufgelöstem    Gas
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Flasche für ein unter Innendruck stehendes Füllgut bestehend aus einer Flüssigkeit und wenigstens teilweise in dieser   aufgelöstem    Gas, wie z. B. Bier oder andere mit   Kohlensäuregas    durchsetzte Getränke.



   In den letzten Jahren erwies sich die Verwendung von Glasflaschen für die Verteilung von Bier und Limonaden mehr und mehr als eine Bürde für die Brauereien und die   Getränkelieferanten    wegen des für den,   Rück-    transport benötigten Arbeitsaufwandes und des Wa  schens    der leeren Flaschen zwecks   Wiederfüllung.    Es wurden deshalb neue Hilfsmittel gesucht, um die Verwendung von   Wegwerfbehältern für die Verteilung    von Bier und Limonaden zu ermöglichen, aber bis anhin wurde noch keine ganz zufriedenstellende Lösung   ge-    funden.

   Der Vorschlag scheint nur natürlich, Flaschen für Bier und Limonaden aus einem geeigneten Typ von Kunststoff herzustellen, aber in der Praxis ergeben sich grosse Hindernisse beim Verwirklichen eines solchen   Vorschlags.    Diese Schwierigkeiten bestehen u. a. in der Tatsache, dass   Kunststoffsorten,    die von gewissen Gesichtspunkten aus als geeignet erscheinen, wie z. B. steifes, schlagfestes Polyvinylchlorid, das grosse Zugfestigkeit aufweist und zum Aufbewahren von Nah  rungsmitteln    zugelassen ist, in andern Beziehungen und Belangen unbefriedigend sind. So zeigt z. B.

   Polyvinylchlorid eine gewisse Durchlässigkeit für Gase, und wäre daher wahrscheinlich nicht geeignet für den Fall, wo Gas unter Druck enthaltendes Bier und   Limonaden    längere Zeit bewahrt werden sollen.   Uberdies    ist sein Preis zur Zeit zu hoch. Diese beiden Eigenschaften des als Beispiel angeführten   Polyvinylchlorids      stehen uber-    dies im Gegensatz zueinander, da eine angestrebte   Reduktion der Kosten des Rohmaterials für    Flaschen aus Polyvinylchlorid durch Verwenden einer geringeren Wanddicke einen erhöhten Durchgang von Kohlensäure hervorrufen würde.



   Ein weiteres Hindernis für die Verwendung von z. B. Polyvinylchlorid in Flaschen für unter Innendruck stehende Flüssigkeiten besteht darin, dass im Falle von herkömmlichen Flaschenformen, die üblicherweise u. a. bestimmt sind, durch das Erfordernis nach einem   ziem-    lich sichern Stand, die Flaschenwanddickederkritischen Zone angepasst werden muss, wo die   Materialspannun-    gen zufolge des Innendruckes ein Maximum erreichen.



  Im Falle von zylindrischen Flaschen mit flachem oder   einspringendem    Boden zum Beispiel befindet sich diese Zone am Rand des Bodens. Dadurch erhöht sich der Materialaufwand und damit auch die Materialkosten im Vergleich mit den Anforderungen der mechanischen Festigkeit.



   Die Erfindung betrifft eine Flasche, mit welcher die oben erwähnten Nachteile vermieden sind. Die Flasche ist dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Behälter aus Kunststoffmaterial aufweist, das gegenüber dem Einfüllgut undurchlässig ist, welcher Behälter eine Schale und zwei ausgebauchte, die beiden Enden der Schale   verschliesse.

   nde Stirnwände bat, der Behälter    ferner eine wenigstens annähernd gleichmässige Wandstärke aufweist und eine um den Behälter mit   sattem      Sitz gelagte      Traghülse    aus einem steifen und mechanisch widerstandsfähigen Material zum Versteifen der   Behälter-    schale vorgesehen ist, wobei diese   Traghülse    am einen Ende etwas über die benachbarte ausgebauchte   Stirn-    wand des Behälters vorsteht und so auch als   Stehfuss    für die Flasche dient.



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nebst zwei   Detailvarianten    ist in der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt :
Fig.   1    eine Flasche mit einstückigem Behälter und   Traghülse    im Längsschnitt,
Fig. 2 einen zweistückigen Behälter,    Fi,      g.    und 2b zwei Varianten der Verbindung der beiden Behälterteile,
Fig. 3 die ganze Flasche im Aufriss und mit einer dem obern Behälterende aufgesetzten Kappe,
Fig. 4 im Schnitt das obere Behälterende mit eingesetztem   Stopfen für Idie Fl, asche,    
Fig. 5 im Schnitt einen Teil   eines etwas abgeänder-    ten   Flaschenstopfens.   



   Die in Fig. 1 gezeigte Flasche weist als einen ihrer Hauptteile einen Behälter 1 auf, der aus einer zylindrischen Schale 2 und zwei   ausgebauchten,    die Schalenenden verschliessenden und   vorzugsweise halbkugelför-    migen Stirnwänden 3 besteht. Der Behälter 1 kann in einem Stück aus einem thermoplastischen Material bestehen, z. B. einem steifen, schlagfesten Polyvinylchlorid, das auf der Aussenseite mit   Saran   oder einem   ähn-    lichen undurchlässigen Stoff überzogen ist und   wenig-    stens   annähernd Igleichmässige    Wanddicke aufweist.

   Der Behälter 1 kann durch einen kleinen Stutzen (nicht    gezeigt) mit einer. kohlensäurehaitigen Flüssigkeit gefüllt    werden, der   nachher abgeschmolzen    und zum Öffnen durchstossen wind. Auf die Schale 2 des Behälters 1 ist eine   enganliegende Traghülse    4 aufgeschoben,. die am einen Ende (siehe oberes Ende in Fig. 1) nur bis zum Ende der Schale 2 reicht, wo eine der   beiden aus-    gebauchten Stirnwände   3    ansetzt ; aber das andere Ende steht etwas über, das Ende   der benachbarten ausgebauch-    ten Stirnwand 3 vor.

   Die   Traghülse      4    kann vorzugsweise    e    aus Karton oder einem anderen steifen und mechanisch festen Material bestehen, das imstande ist, die Behälterschale 2 zu versteifen, so dass diese dem Innendruck und Schlägen von der Aussenseite besser widerstehen kann.



  Gleichzeitig dient diese   Traghülse      4'an    ihrem freien Ende als Fuss für die Flasche, der natürlich auch als Träger für eine   Flaschenetikette    benützt werden kann.



   Die   Wanddicke des Behälters l    wird festgesetzt im Hinblick auf eine durch den in Bier-und Limo  nadenflaschen    auftretenden Innendruck in den ausgebauchten Stirnwänden 3 hervorgerufene Zugspannung, die die zulässige Beanspruchung des Behältermaterials nicht überschreiten soll. Bei der Spannungsverteilung, die in einem Behälter dieser Art vorherrscht, beträgt die   Zugspannung im Umfangsinn. der Schale    2 das Doppelte   der Zugspan, nung in den Stirnwänlden    3. Daher wird die Schalenwand zu einer kritischen Zone, die höher als zulässig auf Zug beansprucht wird, wenn die   Zug-    spannung in den beiden Stirnwänden 3 bereits den maximal zulässigen Wert erreicht hat.

   Die Traghülse 4 funktioniert aber als Unterstützung oder Rückhalt, der die Wand der   Behälterschale    entlastet und so eine Herstellung der Schale mit gleichbleibender Wandstärke er  möglicht,    und zwar mit der gleichen Wandstärke, wie sie in   d) sn Stirnwänden    3 erforderlich ist. Dadurch lässt sich der Aufwand an dem relativ teuren   Kunststoff-      materialweitgehendeinschränken.   



   Ein Behälter 1 als ein einziger Körper nach   Fic"1    lässt sich nur schwer mit niedrigen Kosten herstellen, und für praktische Zwecke ist das Beispiel nach Fig. 2 zu bevorzugen. Hier besteht der Behälter aus zwei Teilen 5 und 6, von denen der Teil 5 die ganze Länge der zylindrischen Hülse und die eine Steirnwand, und der andere   Teil 6 die    untere Stirnwand einnimmt. Diese Teile können ! separat durch Vakuum-oder Pressformen auf an sich get bekannte Art und Weise aus   thermo-    plastischem Kunststoffmaterial erzeugt werden, das vorher mit     Saran   überzogen worden ist,    oder auch nicht.



  Diese beiden Teile 5, 6 werden mit einander Kante auf Kante verschmolzen oder verschweisst, vorzugsweise im Hochfrequenzfeld. Um die beiden Teile sicher   mitein-      ander zu verbinden, können diese beim Formen    je mit einem äusseren, geraden Randflansch 7 gemäss Fig. 2   oder,,    als Alternative gemäss Fig. 2a, mit einem äussern abgewinkelten Randflansch 8 versehen werden. Auch könnte der Teil 5 allein mit einem abgewinkelten Randflansch 9   versehen sein, midi der      Stirnwandteil    6 einen Durchmesser aufweisen, der um so viel grösser ist als derjenige des Flansches 9, dass der Teil 6 den Flansch 9 eng umschliesst, wie dies in Fig. 2b gezeigt ist.



   Die fertige Flasche weist gemäss Fig. 3 einen   Behäl-    ter nach Fig. 2 und eine Traghülse 4 gemäss Fig.   1    auf, die den Behälter umschliesst. Der am Behälter durch Verschweissen der beiden Randflansche 7 gebildete Um   f, angsflansch 10 umgreift dlen obern Randlder Traghülse    und hilft mit, den Behälter in bezug auf. die Hülse in einer bestimmten Lage zu halten. Im Falle, wo der Be  hälter    Randflansche 8   nach Fig. 2a    aufweist, können die abgewinkelten Teile derselben an der Behälterwand   haften und. auch den Oberr. and der Traghülse    fassen.



  Bei Verwendung des Beispiels nach Fig. 2b sollte der abgewinkelte Teil des Randflansches 9 einen Abstand von der Behälterwand aufweisen, der die Wanddicke der Hülse 4 entspricht, so dass der Flansch 9 über die Hülse   niedlerragt,    wie aus Fig.   2b    ersichtlich ist. Dadurch wird der Randflansch 9 besser versteift.



   Besbeht, der Flaschenbehälter aus zwei Teilen gemäss Fig. 2, 2a oder 2b, so kann er auch mit einem einfachen selbstdichtenden Zapfen 12 im Teil 6 versehen sein, z. B. nach Fig. 4. Beim Formen des Teils 6 wird in dessen Kopf eine   Ausilussöffnung    angebracht, die von einem   einwärtsragenden    Kragen 11 umgeben ist. Ein in diese Öffnung passender Zapfen 12 weist an seinem Innenende einen Randwulst 133 auf, der satt und dichtend auf dem innern Umfangsrand des Kragens 11 liegt.



  Dieser Wulst 13 ist etwas biegsam, so dass der Zapfen 12 durch die   Offnung    eingedrückt werden kann, um den Behälter zu verschliessen, aber auch wieder   heraus-    gezogen werden kann, um den Behälter zu öffnen. Das Herausziehen kann aber mit gewissen Schwierigkeiten verbunden sein, und um diese zu vermeiden, kann der Verschluss gemäss der Variante nach Fig. 5 ausgeführt sein.



   Die ringförmige, die Ausgussöffnung umgebende Fläche des Behälters und. die ringförmige, mit der erstgenannten Ringfläche in Verbindung stehende Fläche des Kopfes des Zapfens 12 sind in Fig. 5 als schräge   Gleitebenen      14    gezeigt. Beim Einsetzen des Zapfens liegen die beiden Gleitebenen 14 aufeinander. Beim Erfassen das Zapfens, der zu diesem   Zweck vorteil-      hafterweise einen gerändelten    Kopf aufweist, kann der Zapfen gedreht werden. Da die beiden Gleitebenen 14 entgegengesetzte bzw. verschiedene   Gefällrichtungen       n      aufweisen, und der Zapfen genügend nach oben gedrückt    wird wird der Wulst 13 in den Kragen 11 gezogen, und der Zapfen kann so auch leichter aus der Öffnung herausgezogen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Flasche für unter Innendruck stehendes Füllgut bestehend aus einer Flüssigkeit und wenigstens teilweise in Idieser faufgelöstem Gas, dadurch gekennzeichnet, dass die Flasche einen Behälter aus einem Kunststoffmaterial aufweist, das gegenüber dem Einfüllgut undurchlässig ist, welcher Behälter eine Schale und zwei ausgebauchte, die beiden Enden der Schale Verschliessende Stirnwände besitzt, der Behälter ferner eine wenigstens annähernd gleichmässige Wanddicke aufweist und eine Traghülse aus einem steifen und mechanisch widerstandfähigem Material vorgesehen ist, die um den Behälter mit sattem Sitz zwecks Versteifens der Behälterschale gelegt ist,
    wobei diese Traghülse am einen Ende etwas über die benachbarte ausgebauchte Behälterstirnwand vorsteht und so auch als Stehfuss für die Flasche dient.
    UNT, ERANSPRÜCHE 1. Flasche nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Behälter aus zwei Teilen (5, 6) zu sammengesetzt ist, von denen der eine (5) die Schale und die eine Stirnwand und der andere (6) die andere Stirnwand bildet, und dtiese beiden Teile durch Schmelzen bzw. Verschweissung Kante auf Kante miteinander vereinigt sind.
    2. Flasche nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass die beiden Teile (5, 6) durch Verschweissen äusserer Randflanschen, (7, 8 ; 9) miteinander vereinigt sind.
    3. Flasche nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass nur der die Schale bildende Teil (5) einen äussern abgewinkelten Randflansch (9) aufweist, der die Behälterwand in einem Abstand umgibt, der der Wanddicke der Traghülse (4) entspricht, wobei der genannte Randflansch über die Hülse ragt und von dieser versteift ist.
    4. Flasche nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Behälterteil (6) mit einem selbst- dichtenden Verschluss (11-13) versehen ist.
    5. Flasche nach Unteranspruch 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Verschluss aus einem einspringenden Kragen (11), der eine Ausgussöffnung im Behälter- Oberteil (6) umgibt, und aus einem Zapfen (12), der in die Öffnung passt und an seinem inneren Ende einen Wulst (13), aufweist, der dichtend am innern Umfangs raddes Kragens (11) anliegt, besteht.
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