CH429732A - Verfahren zur Chlorierung der Seitenketten von Niederalkylthiazolen - Google Patents

Verfahren zur Chlorierung der Seitenketten von Niederalkylthiazolen

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CH429732A
CH429732A CH1153362A CH1153362A CH429732A CH 429732 A CH429732 A CH 429732A CH 1153362 A CH1153362 A CH 1153362A CH 1153362 A CH1153362 A CH 1153362A CH 429732 A CH429732 A CH 429732A
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chlorine
alpha
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CH1153362A
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Kollonitsch Janos
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Merck & Co Inc
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Description


  Verfahren     zur        Chlorierung    der Seitenketten von     Niederalkylthiazolen       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur     Chiorierung     von niedrigeren     Alkylresten,    die an den     Nucleus    eines       Thiazolheteroringes    gebunden sind, wobei eine     Chlorie-          rung    des     Nucleus    vermieden wird.  



  Aus der mannigfaltigen wissenschaftlichen Literatur,  die sich mit der     Chlorierung    oder     Halogenierung    von       Alkylgruppen    befasst, ist es bekannt, dass der Erfolg mit  welchem solche Radikale     halogeniert    werden können zu  einem grossen Teil von der Beschaffenheit des übrigen  Moleküls abhängt. In vielen Fällen ist es möglich,       Alkylgruppen    nach den     Standardmethoden    der Literatur  zu     halogenieren.    Andererseits kann dies in vielen Fällen  gar nicht getan werden, oder es kann nicht getan wer  den, ohne dass dabei gleichzeitig andere Teile des Mole  küls auch     halogeniert    werden.  



  Unter jenen     Alkylgruppentypen,    die bisher der     Halo-          genierung    nach bekannten Methoden stark widerstan  den, befinden sich jene, bei denen der     Alkylrest    direkt  an einen     Nucleus    einer basischen     5-gliedrigen        hetero-          zyklischen    Verbindung, wie z. B: ein     Thiazol,    gebunden  ist. Also gab es keine bisher bekannte praktikable  Methode, um ein     Alkylthiazol    selektiv in das entspre  chende     Halo-alkylthiazol    umzuwandeln.

   Wo eine solche       Halogenierung    überhaupt als stattfindend bekannt ist, ist  sie durch eine substantielle gleichzeitige     Halogenierung     des     Nucleus    begleitet, welche in den meisten Fällen un  erwünscht und zu meiden ist.  



  Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren  zur     Chlorierung    der Seitenketten der     Niederalkylthia-          zole,    das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein     Niederal-          kylthiazol    in Anwesenheit eines freie Radikale liefern  den Katalysators und Schwefelsäure,     Schwefeltrioxyd,          Chlorsulfonsäure    oder     Pyroschwefelsäure    bzw. Gemi  schen von solchen mit Chlor behandelt wird.  



  In Übereinstimmung mit dieser Erfindung     wurde     nun gefunden, dass     Alkylthiazole    mit hoher Ausbeute in  die     entsprechenden    Chlorverbindungen umgewandelt  werden können durch Behandlung mit Chlor in einem  Reaktionsgemisch, das Schwefelsäure, rauchende  Schwefelsäure     (H.SO4-    S03),     Chlorsulfonsäure    oder         Pyroschwefelsäure        (H2S20,)    oder Gemische solcher  Säuren enthält:

   Wenn man     Alkylthiazole    mit Chlor un  ter den nachstehend beschriebenen Reaktionsbedingun  gen behandelt, wurde gefunden, dass man mit guten       Ausbeuten,        die        in        vielen        Fällen        grösser        als:        75        %        sind,          Chloralkylthiazole    herstellt.  



  Das gewünschte     Chlöralkylthiazol    erhält man als das  vorherrschende oder hauptsächliche Reaktionsprodukt,  mit nur einer geringen Menge     Ringhalogenierung.     



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren umfasst die Aus  führung der     Chlorierung    von     Niederalkylthiazolen    in  einem stark     sauren    Reaktionsmedium in Anwesenheit  eines geeigneten Katalysators.

   Als Säure kann verwen  det werden,     Chlorsulfonsäure,    Schwefelsäure,     Schwe-          feltrioxyd    enthaltende     Schwefelsäure,    welch letzteres  Gemisch als rauchende Schwefelsäure     oder-        Oleum    be  kannt ist,     Pyroschwefelsäure        (HZS20,),    oder Gemische       hievon.    Die Säuremenge ist nur insofern- kritisch,

   als       wenigstens    ein     Mol        Säure    pro     Mol        alkyliertes        Thiazol          anwesend        sein        soll.    Bei der     .normalen    Ausübung wird  die Säure als Lösungsmittel für das     Alkylthiazol    ver  wendet, so dass dieses     Mol:

  Mol    Verhältnis ohne  Schwierigkeit     überschritten        wird.    Allgemein wird es be  vorzugt, 1,5 bis 3     Mol        Schwefelsäure-Äquivalente    pro       Mol        Alkylthiazol    zu verwenden, obschon ein grösserer       Säureüberschuss    der Reaktion nicht schadet und ver  wendet werden kann. Wenn man     Chlorsulfonsäure    ver  wendet, dann ist das     Molverhältnis        Chlorsulfonsäure    zu       Alkylthiazol        vorzugsweise    1,2 bis 1,8 zu 1.

   Obschon es       nicht    erwünscht ist, durch theoretische Erklärungen der  Rolle der Säuren     gebunden    zu sein, so wird doch ge  glaubt,     dass    ein Sulfat oder     Sulfonatsalz    der     Alkylthia-          zolverbindung    im Reaktionsgemisch gebildet wird und       dass    in dieser     Salzform    die     Thiazolverbindung    gegen       Nuklearhalogenierung        resistent    ist.  



  Die gewünschte.     Chlorierung        wind        vorzugsweise          durch        Behandlung    des     A.lkylthiazol-Säure-Reaktions-          gemisches    mit Chlor in Anwesenheit     eines        Katalysator          durchgeführt.    Einer bevorzugten     Ausführungsform        der          Erfindung        entsprechend        wird        Chlorgas:

          durch        das    Reak-           tionsgemisch        unter        solchen    Bedingungen     hindurchgelei-          tet,        dass        !atomares    Chlor     in        situ    im     Gemisch    gebildet  wird. Dies wird bequem     .erreicht,        indem        man    das Reak  tionsgemisch     einer        geeigneten    Lichtquelle, z.

   B.     ultra-          violettem    oder     Fluoreszenzlicht,        .aussetzt.        Alternativ     können X-Strahlen .oder Initiatoren     zur        Erzeugung        freier     Radikale     chemischer        Ast        verwendet        werden.    Die bevor  zugten     chemischen    Katalysatoren     sind    die     dem    Fach  mann     als        o@nganische        Azo     <RTI  

   ID="0002.0034">   Typ-Katalysatoren        zur        Erzeu-          gung        freier    Radikale bekannten. Dies sind     a        liphatisehe          Azo-Verbindungen,    welche     sich        zersetzen,

          um        freie          Radikale    in     Lösung    bei     erhöhten        Temperaturen    zu       ergeben.    Im .allgemeinen     sind        dies    tertiäre     Alkyl-#bis,azo-          nitrile        !oder        Carboalkoxy        Verbindungen    oder     Amide.          Beispiele    solcher     Katalysatoren    sind       alpha;

  alphä-Azo        bis-isobutyronitril,          Dimethyl-alpha;aIpha'-azo-bis-isobutyrat,          alpha,,alphd        Azo-bis-methylbutyronitril,          @Dihexyl-alpha,alphd        azo-bis-isobutyrat,          !alpha,        alpha'-,Azo-4bis-isobutysamid,          alpha,alphä-A        zo-bis-cycloprapylpropionitril,          alpha,alpha'-Azo-bis-isobutylmethylvaleronitril    und       alpha,

  alphä-Azo-bis-methyloapronitril    und     dergleichen.          Werden    die     chemischen        Freiradikal-Infitiatoren    verwen  det, so     werden    sie in     katalytischen    Mengen     eingesetzt          und    werden bequem :dem     Reaktionsgemisch        zugegeben,          während    Chlor     eingeleitet    wird.  



  Einer weiteren     Ausführungsform    der Erfindung ent  sprechend werden die     Niederalkylthiazole-        halogeniert     durch Behandlung des     Alkylthiazol-Säure-Gemisches     mit atomarem Chlor, das ausserhalb des     Reaktionsge-          fässes    erzeugt wird. So kann Chlor     Ultraviolett-    oder       Fluoreszenzlicht    oder X-Strahlen oder Mikrowellen aus  gesetzt werden, und die so gebildeten Chlor-Atome in       das        Reaktionsgemisch    eingeführt werden.  



  Obschon es für den     Erfolg    des Verfahrens nicht       wesentlich    ist,     umfasst    eine bevorzugte Ausführungs  form der Erfindung die Durchführung der     Chlorierung     in Anwesenheit einer kleinen Menge eines Chlorids  eines     Glieds    aus der Gruppe Va des periodischen  Systems der Elemente, welches eine atomare Nummer in  der Grössenordnung von 15-51 hat. Die Elemente in  dieser Gruppe sind Phosphor, Arsen und Antimon,  wobei sowohl die     Tri-    und     Penta-halogenide    dieser Ele  mente geeignet sind.

   Repräsentative Beispiele sind:       Phosphortrichlorid,        Arsentrichlorid,        Phosphorpenta-          chlorid    und     Arsenpentachlorid.    Die Anwesenheit     dieser          Halogenide    scheint die     Chlorierung    des     heterocyclischen     Kerns zu     minimalisieren,    insbesondere wenn das     Mol-          Verhältnis    Säure zu     Alkylthiazol    weniger als etwa 2 zu  1 ist.

   Wenn grössere Mengen Schwefelsäure, rauchende  Schwefelsäure,     Pyroschwefelsäure    oder     Chlorosulfon-          säure    verwendet werden, dann wird die     Nuklearhaloge-          nierung    ohne Anwesenheit der     Halogenide    weitgehend       unterdrückt.        Es        wird        vorgezogen,        etwa        0,5-3        %        Chlo-          ride    (gewichtsmässig)

   auf die     heterocychsche    Verbin  dung zu verwenden, obschon grössere Mengen nicht       schädlich    sind und, falls gewünscht, ohne nachteiligen  Effekt verwendet werden können.  



  Die Zeit- und Temperatur-Bedingungen des erfin  dungsgemässen     Verfahrens    sind bis zu einem gewissen  Grad voneinander     abhängig.    Keiner     dieser    Faktoren ist  unerlaubt kritisch     bezüglich    des     Erfolges.    Es wird vor  gezogen, die     Halogenierung    bei Temperaturen im Be  reich von 75-120  C     durchzuführen,    obschon Reak  tionstemperaturen von Raumtemperatur bis hinauf zu  etwa 160  C     gewünschtenfalls    Anwendung finden kön-    neu.

   Die Reaktion läuft etwas schneller ab, wenn die  Temperatur erhöht wird, und bei den bevorzugten Be  triebstemperaturen wird die gewünschte     Chlorierung    der       Alkylgruppen    in etwa 2 bis 6 Std. praktisch abgeschlos  sen.  



  Durch das     erfindungsgemässe    Verfahren ist es nun  möglich,     Chloroalkylthiazole    aus den entsprechenden       Alkylthiazolen    herzustellen. Die     alkylierten        Thiazole,     welche     erfindungsgemäss    behandelt     werden,    sind     Nieder-          alkylthiazole    mit 1-6     C-Atomen    im     Mkylradikal,    wie  z.

   B.     Methyl-,        Äthyl-,        Propyl-,        Butyl-,    und     Isobutylthia-          zole.    Die Stellung der niedrigen     Alkylgruppe    im     hetero-          cyclischen    Ring ist nicht kritisch.

   Beispiele     alkylierter          Thiazole,    die zu den entsprechenden     Chloroalkylverbin-          dungen    chloriert werden können, sind:     2-Methylthiazol,          4-Methylthiazol,        5-Methylthiazol,        2-Äthylthiazol,        4-Pro-          pylthiazol    u. dgl.

   Enthält die     Alkylgruppe    mehr als ein       Kohlenstoffatom,    dann     findet    die     Chlorierung    vorwie  gend am     alpha-Kohlenstoffatom    unter den bevorzugten       Reaktionsbedingungen    statt.  



  Die nach dem     obgenannten    Verfahren hergestellten       Chloroalkylthiazole    sind für eine Reihe Verwendungs  zwecke nützlich. Die Anwesenheit des Chloratoms in  der     Alkylgruppe    gestattet     eine    Hydrolyse zu dem ent  sprechenden     Carbinol    und Oxydation, falls gewünscht,  des     Carbinols    zur     Carboxylsäure,    welche wiederum     este-          rifiziert    werden kann oder durch entsprechende Reak  tion zur Bildung anderer Derivate, wie z. B.     Amide,     Aldehyde und     Säurehahde    verwendet werden kann.

   Die  wie nachstehend beschrieben hergestellten     Monochlor-          methylthiazole    sind von bedeutsamer Wichtigkeit, weil  sie     Schlüsselzwischenprodukte    in der Synthese von       2-(Thiazolyl)-benzimidazolen    sind, welch letztere Sub  stanzen hochaktive wurmvertreibende Mittel sind.  



  Die folgenden Beispiele veranschaulichen das eben  beschriebene Verfahren:    <I>Beispiel 1</I>  20 g     4-Methylthiazol    werden in einem Gemisch aus       13,8        g        96        %        Schwefelsäure        und        14,4        g        konz.        Schwefel-          säure    enthaltend 20 %     Schwefeltrioxyd    gelöst.

   Dann  werden dem Gemisch 0,6 g     Phosphortrichlorid    und  0,05 g     Benzoylperoxyd    zugesetzt und in einem Quarz  kolben 28 Std. bei 84  C gerührt,     während    der Kolben  mit einer Quarzlampe bestrahlt wird. Während dieser  Zeit wird ein Strom Chlor kontinuierlich in das Reak  tionsgemisch     eingeführt.     



  Das     Gemisch        wird        dann    gekühlt und     durch    Giessen  überRTI ID="0002.0215" WI="16" HE="4" LX="1234"LY="2048">  Eiskrümel    abgeschreckt. Das abgeschreckte Ge  misch wird durch Zusatz von festem     Natriumcarbonat     auf     pH    8 gebracht und dann mit dreimal 100 ml Äther  extrahiert.

   Die     Ätherextrakte    werden über Magnesium  sulfat getrocknet und dann in     vacuo    zur     Trockenheit     eingedampft, um ein Öl zu ergeben, welches 44 0/0       4-Methylthiazol    und 46 %     4-Chlormethylthiazol    durch       Gaschromatographie-Analyse    ermittelt ergibt. Das       4-Chlormethylthiazol    wird einfach     identifiziert    via sein       Hexaminsalz:    2,7 g des oben erhaltenen Öls werden zu  1,4 g     Hexamin    in 10 ml Chloroform gegeben.

   Das beim  Stehen     kristallisierende        Hexaminsalz    wird gewonnen  und getrocknet.  



  Wird dieses     Experiment    ohne Zusatz von     Benzoyl-          peroxyd    zum     Reaktionsgemisch    durchgeführt,     dann    er  hält man ähnliche Resultate.  



  Die in diesem und folgenden Beispielen erwähnte       Gaschromatographieanalyse    wird nach     bekannten         Methoden durchgeführt (z. B. wie in  Gas     Chromato-          graphy     von A. I. M.     Keulemans,    Reinhold     Publishing          Corp.,    N. Y., N.

   Y., 1957, beschrieben), in einer  Kolonne, deren Dimensionen 2500X7 mm sind, bei       70         C,        unter        Verwendung        von        20        %        DC        200        auf        Chro-          mosorb    W als Absorber und einem     Helium-Fluss    von  etwa 85 auf einer     KROMATOG-Gaschromatographie-          Einheit.     



  <I>Beispiel 2</I>  198 g     4-Methylthiazol    und 6,3 g     Phosphortrichlorid     werden zu einer Mischung aus 140 g rauchender     Schwe-          felsäure        (20        %        S03        enthaltend)        und        140        g        96        %        Schwe-          felsäure    gegeben. Während der Zugabe wird die Säure  mischung in Eis gekühlt. Hierauf wird ein Chlorgas  strom durch das Gemisch geleitet, während 4 Std. lang  heftig gerührt wird.

   Daneben wurde eine Lösung von 4 g       alpha,        alpha'-Azo-bis-isobutyronitril    in 92 g 96 0/0  Schwefelsäure tropfenweise der Mischung zugesetzt. Die       Reaktionstempertur    wurde bei 85 bis 90  C gehalten.  Nach 4 Std. wurde das Gemisch auf 800 g Eiskrümel  gegossen. Ein ohne Rest aufgehender Teil der abge  schreckten Mixtur wird mit konzentriertem wässrigem       Ammoniumhydroxyd    basisch gestellt, dann das resultie  rende öl in Benzol extrahiert.

   Der     Benzolextrakt    wird  über     Magnesiumsulfat    getrocknet und dann zur     Trok-          kenheit    konzentriert.     Gaschromatographieanalyse    zeigt,  dass der     Benzolextrakt    156 g     4-Chlormethylthiazol    und  73 g     4-Methylthiazol    enthält. Das Produkt wird durch  Vakuumdestillation gewonnen. Es destilliert bei       50-51,        C/lmm.     



  <I>Beispiel 3</I>  297,4 g (3     Mol)        4-Methylthiazol    werden unter Rüh  ren und äusserer     Kühlung    in 237 ml (3,6     Mol)    Chlor  sulfonsäure gegeben. 9,4 g     Phosphortrichlorid    werden  dann zugesetzt und Chlorgas während 2,5 Std. ins Ge  misch geleitet. Daneben wird eine Lösung von 6 g     alpha,          alpha'-Azo-bis-isobutyronitrü        in        75        ml        99%        Schwe-          felsäure    der Mischung zugesetzt.

   Während dieser Zu  gabe und jener des Chlorgases wird die Mischung heftig  gerührt und die Temperatur zwischen 80     un    90  C ge  halten. Nach 2,5 Std. wird überschüssige     Chlorsulfon-          säure    aus der klaren, gelben Lösung durch Destillation  entfernt und die Lösung dann auf 1500 g Eiskrümel ge  gossen. Das resultierende Gemisch wird mit     konz.    wäss  riger     Ammoniumhydroxydlösung    auf     pH    6.5 neutrali  siert und durch Eiszusatz kalt gehalten.

   Das sich ab  scheidende öl wird mit 5 X 300 ml Äther extrahiert und  die Ätherextrakte zusammengelegt, über     Magnesiumsul-          fat    getrocknet und in     vacuo    trocken gedampft. Der  Rückstand wird unter Vakuum zu 334 g     4-Chlorme-          thylthiazol,        Symp.    51-52  C/1 mm, Destillat     destilliert.     Der Vorlauf enthält 26 g     4-Methylthiazol.     



  Wird dieses Verfahren unter Verwendung von       4-Äthylthiazol    als Ausgangsmaterial durchgeführt, dann  erhält man     4-(alpha-Chloräthyl)-thiazol.     



  <I>Beispiel 4</I>  99 g     4-Methylthiazol    werden zu einer Mischung aus       70,5        g        rauchender        Schwefelsäure,        20        %        S03        enthaltend     und 68,5 g     konz.    Schwefelsäure gegeben. 3,06 g       Phosphortrichlorid    und 0,25 g     Benzoylperoxyd    werden  dem Gemisch dann zugesetzt und mit einer Fluoreszenz  lampe 17 Std. bei 81  C bestrahlt, während kontinuier  lich Chlorgas durch die Mischung geleitet wird.

   Die Be  strahlung und Chlorzufuhr wird unter heftigem Rühren  in einem Quarzkolben durchgeführt. Das resultierende    homogene gelbe Produkt wird abgeschreckt durch  Aufgiessen auf 300 g Eiskrümel. Das resultierende  Gemisch wird zweimal mit 50 ml Benzol extra  hiert und die Wasserschicht dann auf     pH    7 mit etwa  230 ml     konz.        Ammoniumhydroxyd    eingestellt.

   Das  resultierende Gemisch wird dreimal mit 100 ml Äther  extrahiert, die Ätherextrakte zusammengelegt, zur     Trok-          kenheit    konzentriert, so     dass    ein Rückstand entsteht, der  77 g     4-Chlormethylthiazol    und 26 g nicht     reagiertes          4-Methylthiazol    enthält    <I>Beispiel 5</I>  Zu einer Lösung von 50 g     4-Methylthiazol    in 176 g       Chlorsulfonsäure        gibt    man 2,7 g     Phosphorpentachlorid     und 0,125g     Benzoylperoxyd.    Das resultierende Gemisch  wird 21 Std.

   bei 78  C chloriert, während es mit     einer          Fluoreszenzlampe    bestrahlt wird. Das resultierende       4-Chlormethylthiazol    wird gemäss Beispiel 4 gewonnen.  <I>Beispiel 6</I>  12,32 g     2-Methylthiazol    werden zu einer Mischung       aus        4,65        ml        20        %        Oleum        und        7,75        ml        konz.        Schwefel-          säure    gegeben;

   0,25 ml     Phosphortriehlorid    werden zuge  setzt. Das Gemisch wird auf 80-90  C erhitzt und ein  Strom Chlorgas     durchgeleitet,    während 0,75 g     alpha,          alpha'-Azo-bis-butyronitril    in 10 Portionen über 6 Std.       verteilt    zugesetzt werden.

   Das Reaktionsgemisch wird  durch seine Zugabe zu Eis abgeschreckt, und durch Zu  satz von     konz.    Ammoniak     alkalinisiert.    Das     Gemisch     wird mit gleichem Volumen Äther extrahiert, der Äther  extrakt über     MgS04    getrocknet und der Äther     abdestii-          liert.    Der Rückstand wird in     vacuo    destilliert. Bei     65-          75     C/2 mm destilliert     2-Chlormethylthiazol.     



  <I>Herstellung von</I>     2-(4'-Thiazolyl)-benzimidazol     15 g     4-Chlormethylthiazol    werden in 31     ml    Eisessig  gelöst. 23 g frisch geschmolzenes     Kaliumacetat    werden  der Mischung zugesetzt und zwei Stunden     rückfliessen     gelassen. 150 ml Wasser wenden dann zugegeben, das  Gemisch mit 3 X 50 ml Äther extrahiert, die Extrakte zu  sammengelegt und mit gesättigter     Natriumbicarbonatlö-          sung    gewaschen, mit Wasser gewaschen und über       Magnesiumsulfat    getrocknet.

   Der Äther     wird        abdestil-          liert    und der Rückstand in     vacuo    fraktioniert, um 5,5 g       4-Acetoxymethylthiazol,    Kp. 115  C/14 mm zu ergeben.  



  Es wird in folgender Weise verseift: Es     wird    zu  einem Gemisch aus 2,98 g     Kaliumhydroxyd    in 24 ml  Äthanol gegeben, bei Raumtemperatur vier Stunden ge  rührt und zwei Tage bei Raumtemperatur stehen gelas  sen. Das Äthanol wird in     vacuo    bei niedriger     Badtempe-          ratur        abdestilliert.    Der Rückstand wird in einem Mini  malvolumen Wasser gelöst und die entstehende Lösung  mit 3 X 30 ml Äther     extrahiert.    Die Ätherextrakte wer  den über     Magnesiumsulfat    getrocknet,

   der Äther     @ab-          destilliert    und d -er Rückstand in     vacuo    fraktioniert. Man  erhält 1,66 g     4-Hydroxymethylthiazol,    Kp. 115-l17  C/  11 mm.  



  0,7 g     4-Hydroxymethylthiazol    werden in 8,3 ml einer  0,1 n Schwefelsäure gelöst. Eine Lösung von 1,16 g       Kaliumdichromat    in 4,4 ml Wasser und 1,47 ml Schwe  felsäure werden unter Rühren über zwei Stunden hinzu  gesetzt. Das Gemisch wird während der Zugabe des       Oxydationsmittels    in einem Eisbad gekühlt. Es wird  dann 15 Stunden bei Raumtemperatur gehalten und  dann mit 10 ml     konz.        Ammoniumhydroxyd    basisch ge  stellt.

   Das     resultierende    Gemisch wird filtriert, und das  Filtrat mit 2,5 n     Salzsäure    auf     pH    2,5     gestellt.    8 ml Eis-           essig    werden     zugesetzt    und     schliesslich    2,1g Kupfer  säure     (copper        acid)        in    30     ml    Wasser     zur    sauren     Lösung     gegeben.

   Das     blaue        Kupfersalz    der     Thiazol-aarboxyl-          säure    scheidet sich ab und wird durch     Filtrieren    ge  wonnen. Es     wird        durch    seinen Zusatz zu 15     mal    0,66 n       Salzsäure    zersetzt und     durch        Hindurchleitung    von  Schwefelwasserstoff durch das Gemisch.

   Das feste       Kupfersulfid    wird durch Filtrieren entfernt, und das     Fil-          trat    in     vacuo    trocken gedampft, der Rückstand in Was  ser gelöst und auf     pH    2 mit 2,5 n     Natriumhydroxyd    ein  gestellt. Das     entstehende        Gemisch    wird im Eisbad ge  kühlt, um     Thiazol-4-carboxylsäure    zu kristallisieren.

   Die  entstehende Säure     wird    -durch Filtration     entfernt,    mit  Wasser gewaschen und     luftgetrocknet.    Sie wird in das  Säurechlorid durch Behandlung mit     Thionylchlorid    in       Xylol    umgewandelt.  



  1,3 g     4-Thiazolyl-säurechlorid    und 1,3 g     o-Nitroani-          lin    werden in 3,5     ml        Pyridin    bei Raumtemperatur wäh  rend etwa 12 Stunden     zusammengerührt.    Am Schluss       dieser        Zeit    wird das Gemisch in Eiswasser     abgeschreckt,     und das     Natriumnitroanilid    durch     Filtration    gewonnen  und mit     verdünnter        Natriumcarbonatlösung    gewaschen.

    Der     Festtsoff        wird        in    15     ml    Eisessig     suspendiert,    und es  werden 8 ml     6-N-Hydrochlorsäure    (6 n     Salzsäure)    der  Suspension     zugesetzt.    Es werden 6 g Zinkpulver in klei  nen Portionen der sauren Mixtur zugegeben.

   Nach Be  endigung der Zinkzugabe und nachdem (durch visuelle  Beobachtung) der     Reaktionsschluss    im wesentlichen  festgestellt wurde,     wird    das Reaktionsgemisch filtriert  und das Filtrat mit     konz.        Ammoniumhydroxyd    neutrali  siert, um 2-(4'     Thiazolyl)-benzimidazol    zu fällen. Das  Produkt wird durch     Rekristallisation    aus     Äthylacetat     gereinigt.

      Das     2-Chloromethylthiazol    und     das        5-Chlorometh-          ylthiazol    werden in ähnlicher Weise     zu        2-(2'-Thiazolyl)-          benzimidazol    und     2-(5'-Thiazolyl)-benzimidazol    umge  wandelt. Die     2-Thiazolyl-benzirnidazole,    die auf diese  Weise hergestellt sind, sind hochaktive wurmvertrei  bende     Mittel.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Chlorierung der Seitenketten von Niederalkylthiazolen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Niederalkylthiazol in Anwesenheit eines freie Radikale liefernden Katalysators und Schwefelsäure, Schwefel- trioxyd, Chlorsulfonsäure oder Pyroschwefelsäure bzw. Gemischen von solchen mit Chlor behandelt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man von Methylthiazol ausgeht. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, :dass Methylthiazol 4-Methylthiazol ist. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das Reaktionsgemisch eine kleine Menge eines Chlorids eines Gliedes aus der Gruppe Va des Periodischen Systems der Elemente mit einer Atom nummer von 15-51 enthält. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 4-Methylthiazol mit Chlor in Anwesenheit einer geringen Menge eines organischen aliphatischen Katalysators vom Azo-Typ als Katalysator behandelt und 4-Chlormethylthiazol erhält. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, .dass der Azo-Katalysator alpha,alp ha'- Azo bis-isobutyronitril ist.
CH1153362A 1961-06-16 1962-10-01 Verfahren zur Chlorierung der Seitenketten von Niederalkylthiazolen CH429732A (de)

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