Heiz-oder Kiihlvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine He. iz- oder Kiihlvor- richtung, Idie insbesondere zur Anwendtung im Labora thorium und in der Kleinherstellung von Chemikalien und dergleichen geeignet ist. Sie hat zum Ziel, den bisher z. B. im Laboratorium bei der Durchführung von Destillatiosnvorgängen oftmals erforderlichen, Ersatz eines Flüssigkeitskühlers duch einen Luftküler und somit einen Auseinanlderbau der Apparatur zu vermeiden.
Bisher werden zu Kühlzweicken im Laboratorium K, uhl- brucken verwendet, bei welchen in dem von dem ab dampfdurchströmenden Ge±äss z. B. in einem Glasrohr eine ebenfalls aus Glas bestehende, von der Kühlflüs sigkeitsdurchströnte Schlange angeondnet ist. Ebenso konnte es sich auch in solchen Fällen um ein doppel wandiges Ge±äss handeln. Mach der Durchführung des ersten Teiles der Destilatio, die sich beispielsweise bei Temperaturen bis 120 vollzog, musste bei höheren Temperaturen auf Luftkühlung übergeganen werden.
Weder der mit einer Kühlschalgne ausgerüstete Wärmeaustauscher noch ein als doppelwandiges Gefäss ausge bildeter Wärmeaustauscher konnte bei Idieser zweiten Stufe verwendet werden, weil inòlge des hohen Tem peraturgefälles Spannungen auftreten, Ibei welchen Ider aus Gllas bestehende Wärmeaustauscher zu Bruch ging.
Es war, daher notwendig,, nach Abschluss, des. unter Flüs- sigkeitskühlung durchgeführten ersten Tees. der Destillation den bisher benzutzen Kühler auszubauen und , durci einen lan, d, eren zu ersetzten.
In der Kleinherstellunlg von Chemikalien, bei welcher in der Regel Glasgefässe benutzt werden, verhält es sich ebenso, während diejenigen Apparaturen, die im Grossbetrieb verwen, det werden, nur fur : ganz bestim, mte Zwecke ausgebildet und für Idie Kleinherstellung weitaus zu teuer sind, da sie meist aus höchtstwetigen metalifchen Werkstoffen bestehen, die von chemischen Stoffen nicht angegriffen wSerden.
Mach der Erfindung wird eine Heiz- oder Kühlvrrichtung, die insbesonderefurden Gebrauch im Laboratorium und in sder Kleinherstellung von Chemikalien unter Benutzung vorhandener Glas-u-nd anderer Gefässe bzw. Leitungen verwendbar sit, dadruch ge schaffen, dass eine zur Durchleitung des Kühl-bzw.
Heizmittels dienende Schl ; ange aus einem elastische, n Schlauch gebildet ist, der um ein ein zu kühlendes bzw. zu erwärmendes Mredium enthaltendes Gefäss bzw. eine von diesem Me, dium durchflossene Leitung herum- gelelgt werden kann. Um bei bvorhandener Flächengrösse eines Gefässes, vor allem im Hinblick auf die geringere Wärmeleitfähigkeit von Glas ein besonders gutes Er- gebnis zu erzielen, ist es vorteilhaft, wenn der Schlauch im Querschnitt mindestens an der Seite eine ebene Flache aufweist, mit welcher er an, dem gefäss bzw. an ioder Leitung anliegen kann. Der.
Schlauch kann zum gleichen Zweck auch eine beispielsweise einseitig dünnere Wan dung aufweisen, die sich im Gebrauch ohen erhöte Spannung an das Gefäss bzw an dic Leitung mit,, arober Flacihe anschmieaen kann. Ein besonders guter Wärme- austausch kann dadurch erreicht werden, dass der Werkstoff Ides Schlauches gut wärmeleitende Füllmittel wie Metallpulver enthalt. Zweckmal3ig ist es ferner, Federklammern oder dergelichen vorzusehen, die den auf idas Gefäss bzw. auf die-Leitunglaufzubringenden Schlauch , in seiner gegebenen Lage sichern.
Der besondere Vorteil der erfindungsgemässen Heiz-oder Kühlvorrichtung besteht darin, dass nicht nur jedes vorhandene Gefäss bzw. Leitung in Ver-bindung mit dem darum gelegten Schlauch beispielsweise gekuhlt werden kann, son-der dass beispielsweise bei Durchführung einer fraktionierten Destillation zunächst bei um das Rohr der Brücke gewickeltem Schaluch mit Flüssigkeitsühlung gearbeitet werden kann undldass nach Beendigunlg des ersten Teiles der Destillation ohne einen Auseinanderbiau der.
Applara- tur nach einfachem A+bwickeln ldes Schlauches von der Brücke unter Anwendung von Luftkühlung die nächste Destillationsstufe druchführbar ist.
In der Zeichnung ist, der Lrfinldungsgegenstan. d in Fig. 1 am Beispiel des laboratoriumsgemässen Aufbaues einer Veqrdampferapparatur in schematischer Darstellung vernaschaulicht.
Fig. 2 zeigt einen Ouerschnitt daruch eine vierkantige Ausführung dos Sohlauchles,
Fig. 3 ebenfalls im Querschnitt einen Schlauch mit einseitig dünnerer Wandung
An ein Verdampfergefäss, z. B. eine Kochfl, asche 1, ist m. ittels eínes Aufsatzes 2 eine sogenannte Brücke 3 angeschlossen, in der sich das Destillat niederschlägt, Die Briicke 3 mündet in einen Vorstoss 4, ! an zden seiner- seits ein Auffanggefäss (nicht, dar. gestellt), angeschlossen sein kann und der weiter auch über einen Anschluss 5 mit einer Vakuumleiutng verbaunden sein kann. Um die Brücke 3 z.
B. zur Durchführung des ersten Teiles eines Destillationsvorganes unter Wasserkühlung be n. utzen zu können, ist um das die Brücke 3 bildende Rohr ein elastischer schaluch 6 Schrubenlinierförmig , herungewunden. Uber das untere freie Envide 7 des Schlauches erfolgt die Zafuhr des Kiihlm.ittels,ahrend das andere Ende 8 zur Ableitung dient.
Um Idlen Schlauch 6-auf, dem die Brücke 3 bil, denlden Rohr festzuhaten, können entweder Federkalmmern 9 ver wondet werden,. oder auch rohrschellenrartige, auf die Enlden, des Schlauchwickels aufzuschiebende Klammer, n 10.
Infolge der ElastizitatdesSChauchesistssmaglidh, diesen unter inniger Anlage auf die Brücke 3 aufzu br, ingen. Wie in Ider Zeichnung i, m Teilschnitt veran schau. licht, ist es vorteilhaft, wenn der Schlauch min ; destens an der der Brücke 3 anliegende Seite 6a eine ebene Fläche aufweist, da dann ohne eine allzugrosse Dehnung und Verformung des Schauchquersxchnittes eine entsprechen grosse Wärmeübertragungsfläche erzielt wird.
Selbstverständich wäre es auch möglich, Iden Schlauch, wie in Fig. 2 idargeste-lit, in vierkantigem Querschnitt ausxuführeen, wobei sich bei gegeb. ener Llinge der Briicke 3 eine, grosse Zahl aufzubringender Schlauchwin, dungen ergibt, od'er ihn. nach Fig. 3 mit ein seitig dünlnerer Wandunlg herzustellen.
Mut3 nach Durchführuntg des ersten Teiles ioder Destillation in, den weiteren Stufen mit Luftkiihluwg gearbeitet werden, so kann im Gegensztz zu dem bisher üblichen die Apptaratur, an sich in zusammerngebautem Zustand verbleiben. Es. genügt, lediglich den Schl auch 6 nach Beendigung der Flüssigketiskühlung von der Brücke 3 abzuwickeln, so dass nunmehr derne gesamte Aussenfläche für dei Luftkühlung zur Verfügunlg steht.
Um die Wärmeleitfähigkeit des Werkstoffes des Schlauches zu verbessern, kann ersterer gut wärmeleitende Füllmittel, wie z. B. eien Beimischung von Metallpulv. er ll enthalten.
Selbstverständlich ist der erfindungsgemässe Schlauch auch dann benutzbar, wenn er nicht zur D. urch±ührung eines Kühlmittels, sondern einer Heizflüssigkeit benutzt werdon soll. : Ein solcher Bedarf kann vorliegen z. B. beim Durchführen chemischer Reaktionen, die zur In,gangsefzu.ngineWarmezwfiuhrerfordern,beielcher aber im weitern Ablauf die erforderlcihe Wärme durch die Reaktion selbst entsthet, In solchen Fällen kann der Schlauch um ein belichbiges Gefäss, in welchem idie Reatktion durchgeführt werden soll, z. B. eine Kochflasche, ein Becherglas oder auch um grössere Gefässe herumgeweunden und mit Heisswasser geseptis wrden.
Sobald Ldie Reaktion in Gang gekommen ist, kann je nach den Bedürfnissen entweder ledieich die Zufuhr von Heisswasser abgestellt werden, oder es wäre auch erforderlichenfalls möglich, nach Ingangkommen der Reaktion nunmehr Idurch Zuleitung eines Kühlmittes zum Schlauch den weiteren Ablauf der Reaktion druch Kühlung zu beherrrschen. Der Vorteil besteht in allen Fällen darin, dass es auch bei Vongangen, die einer Wärmezufhr beduürfen, nicht erforderlich ist, ein etwa doppelwandiges Sondergefäss zu benutzen, sondern dass jedes beliebige Behältnis infolge des erfindungsgemässen
Schlauches numberhr für soche Zweicke benutzt werden kann.
Dies ist nicht nur fur den Laboratoirumsgeauch von besonderer Bedeutung, sondern auch für die Kleinherstellung, z. B. von Chemikalien, wobei in der Regel Glasgefässe benutzt werden, die nicht einseitig für einen ganz bestimmten Zweck benutzbar sein sollen, sondiern für die verschiedensten Aufgaben.
Die erfindungsgemässe Heiz- oder Kühlvorrihtung ermöglicht vor allem in Kleinbertrieben noch weitere Vorteile. Häufig werden Stoffe, die bei gewöhnlicher Ramtemperaatur zählfüssig bis fest sind, in Metallgebinden wie Blchkanistern und -fässern geliefert, Um derartige Stoffe aus den Behältnissen entnehbmen zu können, wirld vielfach das Fass aufgeschnitten, wenn icht zur Verflüssigung des Inhaltes ein entsprechend grossräumiges Wasserbad zur Verfühung steht. Die erfindungsgemässe Vorrichtung erlaubt es, den von Hein- wasser druchströmten Schauch um ein solches GefAf3 herumzuwinden, so dass sich grösserer Wasserbäder er übrigen.
Nach, der Verflüssigung kann der in dem Behältnis enthaltene naumehr geschmolzene Stoff ohne weiberes ohue Beschädigung aus, der Auslgussöf±nung entnommdn werden. Anwendbar ist i. m übrigen ein derartiger Schlauch vor allem auch zur Durchführung von Auftauarbeiten, wobei es infolge der Elastizität des Schlauches auf die Form des aufzutauenden Be- hältnissesn nicht ankommt, weil sich der Schlauchwickel ohne weiteres auch den kompliziertesten Formen anpasst.
PAT'ENTANSPRUCH
Heriz- oder Kühlvorrichtng zum Kühlne doer Wärmen von Leitungen, bzw. GefdBen, d-adurch gekenn- zeichnet, dass eine zur Druchleitung des Kühl-Ibzw.
Heizm, ittels, dhienende Schlange aus einem elastisohen Schlauch (6) gebildet ist, der um ein ein zu kiihlendes bzw. zu erwärmendes Medium enthaltendes Gefäss bzw. eine von diesem Medium druchflossene Leitung (3) herumgelegt werden kann.