<B>Verfahren, um ein poröses</B> Erdungsrohr in <B>den Boden</B> zu treiben, <B>und</B> Erdungsrohr <B>zur</B> Durchführung <B>des</B> Verfahrens Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Ver fahren, um ein poröses Erdungsrohr in den Boden zu treiben, und ein Erdungsrohr zur Durchführung des Ver fahrens.
Die Erfindung dient zur Erdung von Ableitern und anderen elektrischen Vorrichtungen, wie z. B. der Er dung von Drainageinstallationen, um eine elektrolytische Korrosion unterirdisch verlegter Metallrohre oder um Leitungsmängel in Verbindungsleitungen zu vermeiden.
Zweck der Erfindung war die Schaffung eines Ver fahrens und einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, um ein poröses Erdungsrohr in den Boden zu treiben, wobei das Treiben schnell und leicht erfolgen soll, ohne dass das Rohr unerwünschte Deformationen erleidet. Dabei muss die Möglichkeit gegeben sein, dass die das in den Boden getriebene Erdungsrohr umgebende Erde mit einer elektrisch gut leitenden Lösung getränkt werden kann, um den übergangswiderstand zwischen der Erde und dem Rohr zu verringern, damit eine gute Erdungswirkung erzielt wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass ein am unteren Ende mit einer Schlagplatte versehenes Treibrohr in das Erdungsrohr eingeführt wird, welches am unteren Ende einen Füh rungsschuh aufweist, so dass die Schlagplatte auf dem Führungsschuh aufliegt, wobei der Aussendurchmesser des Treibrohres angenähert so gross wie der Innen durchmesser des Erdungsrohres und das Treibrohr länger als das Erdungsrohr ist, dass ein als Hammer die nender Stab gleitend in das Treibrohr eingeführt wird, wobei der Stab länger als das Treibrohr ist, und dass der Stab bei einer Vertikalbewegung auf die Schlag platte schlägt, welche die Schläge auf den Führungs schuh überträgt, so dass der Führungsschuh das Er dungsrohr in den Boden hineinzieht,
wobei das Treib- rohr die Poren gegen das Eindringen von Erde und un erwünschtem Material abdichtet. Das erfindungsgemässe Erdungsrohr ist gekennzeichnet durch einen an der Spitze des Rohres befestigten Führungsschuh und durch eine Vielzahl in der Rohrwand angeordnete, durch- gehende Öffnungen, damit eine elektrisch gut leitende Lösung, die in das in den Boden getriebene Erdungs- rohr gegossen wird, in die das Rohr umgebende Erde eindringen kann.
Die Erfindung hat den Vorteil, dass das Erdungs- rohr nur um eine relativ geringe Tiefe in den Boden ge trieben werden muss, so dass ein derartiges Erdungsrohr nicht nur in Kiessand oder anderen gewöhnlichen Erd boden, sondern ebensogut in dünne Erdschichten mit felsigem Untergrund getrieben werden kann.
Ein weiterer Vorteil besteht in den geringen Her stellungskosten und in der Fähigkeit, einem grossen Ein dringwiderstand der Erde zu widerstehen.
Ein weiterer Vorteil besteht in der Möglichkeit, das Erdungsrohr schnell und leicht in die Erde treiben zu können, ohne dass Erde oder unerwünschtes Material in das Rohr gelangt.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass das Erdreich zum Versenken des Rohres um das Rohr herum nicht ausgehoben werden muss.
Bei besonders trockenen Böden, wo ein hoher spezi fischer, elektrischer Widerstand besteht, musste bisher der Boden soweit ausgehoben werden, bis man auf feuchte Erdschichten traf oder aber ein Erdungsrohr musste entsprechend weit in den Boden hineingetrieben werden. In derartigen Fällen waren bekannte Methoden arbeitsaufwendig und kostspielig oder gar, wenn ein felsiger Untergrund mit nur einer dünnen Erdschicht vorhanden war, unmöglich. Ebenso ist mit den bekann ten Methoden in sogenannten Kiesböden, welche aus einer Aggregation von Steinen bestehen, keine Erdungs- wirkung zu erzielen.
Die vorliegende Erfindung hat den Vorteil, dass auch bei einer derartigen Bodenstruktur eine Erdungswirkung erzielt wird.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Wirkung von Regenwasser und anderen Fak toren, welche die Erde um das Erdungsrohr herum ab bauen, entgegengewirkt werden kann.
Anhand der beiliegenden schematischen Zeich- nung wird die Erfindung beispielsweise erläutert. Es zeigen: Fig.l eine perspektivische Ansicht des porösen Erdungsrohres, an dessen Fussende Teile zur besseren Kenntlichmachung der Befestigung des Führungsschuhs weggebrochen sind;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Treibroh- res, in welches ein stabähnlicher Hammer gleitend ein geführt ist, wobei am Fussende zur Verdeutlichung der Befestigung der Schlagplatte Teile weggebrochen sind;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Erdungs- rohres sowie der Mittel, mit welchen dasselbe in die Erde getrieben wird und Fig.4 ein in die Erde getriebenes Erdungsrohr, welches mit einer elektrisch gut gleitenden Lösung aus gegossen wurde, welche durch die Öffnungen des Roh res in das umgebene Erdreich infiltrierte, wobei die da durch leitend gemachte Erde um das Rohr herum mit gekreuzten Strichen schraffiert ist.
Wie Fig. 1 zeigt, weist das poröse Erdungsrohr 10 einen Erdungskörper 12 auf, welcher ein hohles Rohr aufweist, das mit einer Vielzahl flüssigkeitsdurchlässiger Öffnungen versehen ist und an dessen unterem Ende ein Führungsschuh 14 mit einem Gewinde 13 festgeschraubt ist. Der Erdungskörper 12 wird vorzugsweise aus einem elektrisch gut leitenden Material hergestellt und mit ei ner Vielzahl von Öffnungen versehen.
Dazu kann ein Rohr oder eine flache Platte verwendet werden, welche zu einem Rohr gekrümmt wird. Für den Anschluss der Leitungen am Erdungskörper ist an deren Kopfende eine Klemme 15 angeschweisst oder in ähnlicher Weise befestigt. Der Führungsschuh 14 wirkt während des Treibvorganges einerseits als Schlagplatte und ander seits als Zugorgan, welches den Erdungskörper in den Boden hineinzieht.
Es ist daher zweckmässig, den Füh rungsschuh aus einem harten Material herzustellen, welches in der Lage ist, sowohl den Schlägen des Ham mers 19 als auch dem Eindringwiderstand des Bodens zu widerstehen. Der Führungsschuh ist einerends zuge spitzt und zur gegenüberliegenden Seite flach ausgebildet und seitlich mit einem Gewinde versehen, womit er im Endungsrohr 12 befestigt ist.
Fig. 2 zeigt ein Treibrohr 16 mit einer an dessen Spitze mit einem Gewinde 17 befestigten Schlagplatte 18. Das Treibrohr 16 verhindert eine unerwünschte De- formation des Erdrohres 10, wenn letzteres in .den Bo den eingetrieben wird, und verhindert weiter ein Ein dringen von Erde oder anderem Material durch die Öffnungen 11. Das Treibrohr 16 besteht daher vorzugs weise aus einem stabilen Material, wie z. B. Stahl.
Es weist eine grössere Länge als das Endungsrohr 10 auf, wobei sein Aussendurchmesser nur wenig kleiner als der Innendurchmesser des Endungsrohres 10 ist, so dass, wenn das Treibrohr 16 in das Endungsrohr eingeführt ist, das Erstere über das Letztere hinausragt. Zwischen dem Endungsrohr 10 und dem Treibrohr 16 darf nur ein so geringer Zwischenraum bestehen, dass das Treib rohr im Endungsrohr längsachsial verschiebbar ist.
Der stabähnliche Hammer 19 ist lose in das Treibrohr 16 eingeführt, so dass er bei einer vertikalen Bewegung Schläge auf die innere Fläche der Schlagplatte 18 aus führt, welche an der Spitze des Führungsrohres 16 an geordnet ist.
Der Schlag wird auf den Führungsschuh 14 am Endungsrohr 10 übertragen, wodurch das Endungs rohr 10, geführt durch das Treibrohr 16, in den Boden getrieben wird. Der stabähnliche Hammer 19 muss da her aus einem steifen und schweren Material hergestellt sein, um die nötige Schlagkraft zu erzeugen. Der Ham mer ist länger als das Treibrohr 16, wobei sein Aussen durchmesser kleiner als der Innendurchmesser des Treibrohres 16 ist.
Um das Erdungsrohr 10 in den Boden zu treiben, wird das Treibrohr 16 in das Erdungsrohr 10 und der Hammer 19 in das Treibrohr 16 eingeschoben. Da der Hammer 19 länger als das Treibrohr 16 und dieses län ger als das Erdungsrohr 10 ist, überragen die oberen Teile des Treibrohres 16 und des Hammers 19 ent sprechend das Erdungsrohr 10 (Fig. 3). Die derart zu sammengestellte Vorrichtung wird mit der Spitze des Führungsschuhs in die Mitte einer kleinen Grube 20 an jener Stelle der Bodenoberfläche gestellt, an welcher das Rohr in die Erde getrieben werden soll.
Dann wird der Hammer 19 von Hand oder mit anderen herkömm lichen Mitteln derart auf und ab bewegt, dass er gegen die Schlagplatte 18 schlägt. Diese Schläge werden auf den Führungsschuh 14 übertragen, welcher an der Spitze des Erdungsrohres angeordnet ist und mit der Schlag platte 18 in Berührung steht. Bedingt durch die Ham merschläge wird der Führungsschuh 14 in die Erde ge trieben, wobei das Erdungsrohr 10, welches relativ schwach ist, in den Boden hineingezogen wird. Dabei wird gegenüber bekannten Mitteln das Erdungsrohr 10 durch das Treibrohr 16 verstärkt und von diesem ge führt.
Beim Eindringen des Erdungsrohres 10 können, bedingt durch die abdeckende Wirkung des Treibrohres 16, keine Erdkörner und andere Substanzen durch die Öffnungen 11 in das Erdungsrohr 10 eindringen, da der Zwischenraum zwischen dem Erdungsrohr 10 und dem Treibrohr 16 zu gering ist. Das in das Erdungsrohr 10 eingeführte Treibrohr 16 dient daher, ausser als Ver- stärkungs- und Führungsorgan, als Dichtung, um das Eindringen unerwünschter Substanzen in das Endungs rohr 10 zu verhindern.
Nachdem das Endungsrohr 10 in den Boden hinein getrieben wurde, werden der Hammer 19 und das Treib- rohr 16 entfernt. Das poröse Endungsrohr 10 kann, auch wenn es relativ schwach ausgebildet ist, in der Erde seine Form beibehalten, ohne dass Sand oder an deres Material eindringt, und ohne dass unerwünschte Deformationen auftreten.
Anschliessend wird eine möglichst grosse Menge einer Lösung, welche eine gute elektrische Leitfähigkeit besitzt, wiederholt in das Endungsrohr 10 hineingegos sen, wobei diese Lösung durch das von der Erdober fläche zugängliche offene Kopfende des Endungsrohres hineingegossen wird.
Die in das Endungsrohr 10 einge gossene Lösung infiltriert durch die zahlreichen öffnun- gen in die das Rohr umgebende Erde, wodurch in kur zer Zeit eine ausreichend feste, natürliche Schicht 21 entsteht, wie dies z. B. beim Eindringen von Regenwas ser der Fall ist und die um das Rohr herum eine gute Leitfähigkeit gewährleistet und den übergangswider- stand zwischen Rohr und Erde auf ein Minimum redu ziert.
Wie sich aus dem Vorangehenden ergibt, ist es, bedingt durch die elektrisch gut leitende Erde um das Rohr herum, möglich, das Endungsrohr 10 sehr kurz zu wählen und dadurch den elektrischen Widerstand weiter zu reduzieren. Daher kann das Endungsrohr in kiesigem oder felsigem Boden mit geringer Erdüberdek- kung verwendet werden, wobei das Versenken des Roh res relativ leicht und in kurzer Zeit erfolgen kann.
In kiesigem Boden werden die Zwischenräume zwischen den Steinen mit gut leitendem Material ausgefüllt, wobei durch die Lösung eine gute Leitfähigkeit und damit eine gute Erdungswirkung gewährleistet wird.
Es ist möglich, dass die derart leitend gemachte Erdschicht 21 im Laufe der Zeit durch Regenwasser oder andere Faktoren abgebaut wird. In einem solchen Fall kann erneut von der leitenden Lösung in das Rohr hineingegossen werden, so dass eine konstante Leit fähigkeit der das Erdungsrohr umgebenden Erde er zielbar ist.
Es ist daher zweckmässig, die von oben zugängliche Öffnung des Erdungsrohres 10 mit einem Deckel ab zudecken, um ein Eindringen von Erde oder anderem Material in das Erdungsrohr zu verhindern, wobei der Deckel zum Eingiessen der Lösung abnehmbar sein muss.
In den vorangehenden Ausführungen wurde ledig lich ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben, wobei andere Ausbildungsformen vom Fachmann naheliegenderweise gewählt werden können.