CH430088A - Vorrichtung zur Umwandlung eines Stuhles in einen Schaukelstuhl - Google Patents
Vorrichtung zur Umwandlung eines Stuhles in einen SchaukelstuhlInfo
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Description
Vorrichtung zur Umwandlung eines Stuhles in einen Schaukelstuhl Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Umwandlung eines Stuhles in ,einen Schaukelstuhl mittels eines Paares von Schaukelkufen, deren jede mit tels Klemmittel mit hintereinanderliegenden Stuhlbei nen zu verbinden ist.
Bei derartigen Vorrichtungen besteht die Erfin dung darin, dass jede Schaukelkufe einen mindestens teilweise elastisch-verformbaren Basisbogen enthält.
Bekannt ist die Ausstattung starrer Schaukelkufen mit einer elastischen Auflage, um die Berührung :der Kufen mit dem Fussboden mit einer gewissen Weich heit zu ermöglichen. Dies hat auf die Schaukelbewegung als solche keinen Einfluss. Das Abrollen der starren Schaukelkufen am Fussboden erfolgt mit ihrer vorge gebenen unveränderlichen Form.
Demgegenüber ermög licht die erfindungsgemässe Ausbildung der Kufen ein mit lotrechten Schwingbewegungen verbundenes Schau keln, wobei die ,elastische Verformbarkeit hinsichtlich ihres Ausmasses und ihrergegebenenfalls ,auf Zonen be- schränkten Anwendbarkeit dien Genuss der Schaukel bewegungen wesentlich zu verstärken vermag.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist vorteilhaft so ausgebildet, dass der elastisch-verformbare Basisbogen in seiner Krümmung durch ein Spannglied :beeinflussbar ist, welches vorzugsweise die Endpartien des Basisbogens sehnenartig unter Spannen verbindet. Durch einen Span ner, z. B. ein Spannschloss, kann nicht nur die Krüm mung des .Basisbogens verändert, sondern auch :die Klemmkraft an den Stuhlbeinen vergrössert werden.
In :der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht, ohne .d.ass .diese darauf beschränkt sein soll. An Hand der Zeichnung sind vor- teilhaft Einzelheiten der in verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten erläutert.
Hiebei sind die Fig. 1 und 3 schaubildliche Darstellungen, die Fig. 2, 6 und 7 Querschnitte/Draufsichten und die Fig. 4 und 5 Ansichten.
Obgleich die Anwendbarkeit der Erfindung auf keine besondere Stuhlbauart beschränkt und ebensogut für .ausgesprochene Stühle wie für Fauteuils .möglich ist, zeigt Fig. 1 beispielsweise einen Stuhl 4 der Normal formmit vier Stuhlbeinen 22 und zwei mit .diesen durch blosse .Klemmurig verbundenen Schaukzlkufen.
Jede Schaukelkufe besteht aus, einem mindestens teilweise elastisch verformbarer, rinnenfärmigen Basis bogen 1, dessen Krümmung durch ein Spannglied 2 beeinflussbar ist. Dieses Spannglied 2 verbindet die End partien 15, 15' des Basisbogens 1 sehnenartig unter Spannung. Das Spannglied 2 gemäss der Ausführung nach Fig. 1 und im Detail ,gemäss Fig. 2 ist als Doppel seilstr.ang ,ausgeführt. Im Verlaufe dieses Stranges 2 ist der zu dessen Verkürzung dienende Spanner 7 (Fig. 1) vorgesehen.
Der Doppelseilstrang 2 wird beim Ausführungsbeispiel von zwei Paaren gegeneinander verschiebbarer Klemmuffen 3 umschlossen. Zwischen jeder äussersten und der benachbarten inneren Klemm muffe 3 lässt sich durch Auseinanderziehen der ent- sprechenden Partien des. Doppelseilstranges 2 - wie aus Fig. 2 besonders ersichtlich - ein Fach bilden. In jedes solche aus den Seilen 2', 2" gebildete Fach wird ein Stuhlbein 22 ,eingeführt bzw.
im Bereich jedes sol chen Faches der Seilstrang 2 auf das Stuhlbein 22 auf- geschoben@, so .dass die entsprechenden Partien der Seile des Doppelseilstranges 2 das Stuhlbein 22 zunächst mit geringer Spannung umfassen.
Diese Spannung lässt sich nun durch Gegeneinanderschieben der mit ent sprechender Reibung den Seilstrang umfassenden Klemmuffen 3 so erhöhen, dass eine sichere und ver- schiebungsfreie Verbindung zwischen dem Doppelseil strang 2 und .dem Stuhlbein 22 gewährleistet ist. Diese Spannung kann .durch Betätigung des Spanners 7, bei spielsweise eines Spannschlosses, weiter vergrössert wer den, wobei sich der Seilstrang 2 unter Annäherung d er Endpartien 15, 15'#d-es Basisbogens 1 verkürzt.
Die durch die Änderung der Spannung des Seilstran ges 2 bewirkte Formänderung der Krümmung .jeder Schaukelkufe lässt eine Anpassung an die Gewichtsbe lastung .des Stuhles sowie eine Einstellung der gewünsch ten Stärke :der Schaukelbewegung zu.
Ist die :Mittelpartie 14 des Basisbogens 1 jeder Schaukelkufe vorzugsweise von Stuhlbein 22 zu Stuhlbein, 22 angenähert starr aus gebildet, so ergibt sich eine weitgehende Unabhängig keit vom Gewicht des Schaukelnden; dabei gewährlei sten die Endpartien 15, 15' der Schaukelkufen infolge ihrer elastischen Verformbarkeit beim Schaukeln ein weiches:, stossfreies Ausklingen jedes Schaukelhubes und eine erschütterungsfreie Bewegungswende.
Fig. 3 zeigt die Anwendung der Erfindung auf einen Stuhl, dessen hintersinanderliegende Stuhlbeine durch ein Basisstück 36 verbunden sind. ,.Der @die Enden jeder Schaukelkufe bzw. öderen :
Basisbogens 1 verbindende Doppelseilstrang 2 wird durch seitliches Auseinander- ziehen der beiden Seile zu einem Fach ,geöffnet, in welches eine Stuhlseite mit den beiden .Füssen, 22 und ,dem Basisrohr 36 eingeführt und abgesenkt wird, bis. das Basisrohr 36 auf dem Basisbogen 1 aufruht.
Das Spannen des Doppelseilstranges 2 erfolgt ;durch einen Spreizstab 35 von entsprechender Länge, um den Dop pelseilstrang unter Spannung nach oben durchzudrücken. Dies erfolgt, indem der Spreizstab 35 .mit seinemunteren Ende zunächst in schräger Lage auf die Innenfläche ,
des rinnenförmigen Basisbogens aufgesetzt und dann unter Berührung des. Doppelseilstranges 2 durch sein oberes Ende in die dargestellte lotrechte Lage ,aufge- oschwenkt wird.
Ist das obere ,Ende des Spreizstabes 35 als Gabel .ausgebildet, so werden die beiden Seilstränge 2 aneinanderliegend fixiert und gespannt. Am unteren Ende weist der Spreizstab 35 einen Reibungsbelag 40 auf. Beim Ausführungsbeispiel ist je Stuhlseite .nur ein Spreizstab in, der Mitte vorgesehen.
Um nach Belieben eine stärkere oder schwächere Spannung des Doppelseilstr,anges 2 vornehmen: zu kön nen, ist ein Spreizstab 35 in der Ausführung gemäss Fig. 4 vorteilhaft. Wird er mit der Gabel 43 auf den Basisbogen 1 aufgesetzt,
so kommt eine grössere Spreiz- länge 46 zur Wirkung als in der umgekehrten Lage mit der Spreizlänge 42; an beiden Enden können für die Seile des Doppelseilstranges 2 Rollen 45 -vorgesehen sein.
Ebenso wie an den Stirnflächen .der Enden. jedes, Spreizstabes 35 mit Vorteil Reibungsauflagen 40 vor gesehen sind, sind solche auch zur Ausfütterung der Rollen 45 vorteilhaft; dadurch wird einem unbeabsich tigten Gleiten des Spreizstabes auf dem Basisbogen und der .Seile em Spreizstab entgegengewirkt und der Reibungsschluss der gesamten Verbindung ,auch bei starken Schaukelbewegungen gewährleistet.
An, die Stelle eines Spreizstabes kann mit wesens gleicher Funktion auch eine ovale Scheibe treten. Die Fig. 5 und 6 zeigen eine Ausführungsmöglichkeit ohne Spanner.
Die Schaukelkufe ist als teilweise elastisch verformbarer Basisbogen .1 durch .einen einheitlichen Körper 19 aus vorzugsweise gummielastischen., mehr oder weniger weichem .Material und einem die starre Mittelpartie 14 gewährleistenden steifen Einsatzteil ge bildet.
Beim Ausführungsbeispiel ist die Krümmung ,der vorderen Partie 15' des Basisbogens 1 stärker ge wählt als die seines rückwärtigen Teiles 15. Zur Ver- hinderung eines bei kräftigem Schaukeln sonst mögli chen Überschlagens nach rückwärts zeigt das Ausfüh rungsbeispiel einen Anschlagpuffer 21.
Um die Stuhlbeine möglichst gut festzuhalten., kann die Partie oder Schaukelkufe, auf welcher sie .aufruhen, als -Rinne mit Auflagefläche .12 für die Stuhlbeine 22 ausgestaltet sein.
Gemäss Fig. 7 besteht jeder Basis bogen 1 aus einem aus Metall, Holz, Hartkunststoff oder dergleichen bestehenden Grundteil 6 und einem dessen Unterzone und dessen Seitenwände umschlie- ssenden weichelastischen überzugsteil 5, welcher seitlich mit Längsrändern 11, 11' über :
die obere Fläche des Grundteiles 6 beiderseits .nach .oben nagt, wobei die Längsränder 11, 11', wie in Fig. 6, wulstartig verstärkt sein können.
Der Seilstrang 2, sei er ein einfacher oder ein doppel ter Seilstrang, kann von Endpartie 15 zu Endpartie 15' des Basisbogens 1 sehnenartig verlaufen und an diesen Endpartien enden. Der Seilstrang 2 kann jedoch auch als :geschlossene Schleife .ausgebildet sein.
In diesem Falle ist es. vorteilhaft, wenn zu seiner Aufnahme gemäss Fig. 7 im Basisbogen, beispielsweise auf der 'Unterseite jedes Grundteiles 6, eine Mittellängsinut 13 vorgesehen ist.
Die Erfindung soll auf die dargestellten und be schriebenen Ausführungsbeispiele in keiner Weisse ein geschränkt sein. Die Schaukelkufen sind .an kein be stimmtes, Material gebunden. Holz, Metall, Kunststoff, Gummi oder adergleichen können allein oder in Kom bination, und zwar sowohl in Voll- bzw. Schicht- oder Hohlbauweise, verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Umwandlung eines Stuhles in einen Schaukelstuhl mittels eines Paares von Schaukelkufen, deren jede mittels Klemmittel mit hintereinanderliegen- den Stuhlbeinen zu verbinden ist, dadurch gekennzeich net, dass jede Schaukelkufe einen mindestens teilweise elastisch-verformbaren Basisbogen (1) enthält. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass jeder Basisbogen<B>(</B>1) aus einer an nähernd starren Mittelpartie (14) .und .an diese beider seits anschliessende elastisch verformbare Endpartien (15, 15') besteht. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekennzeich- net durch ein die Krümmung des elastisch verform baren Basisbogens (1) beeinflussendes, vorzugsweise die Endpartien (15, 15') des Basisbogens (1) sehnen artig unter Spannung verbindendes. Spannglied (2).3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran- spruch 2, gekennzeichnet durch die Ausbildung des Spanngliedes (2) .als -Doppelseilstrang mit längs.des Stranges (2) verschiebbaren Klemmorganen zur Bildung eines zum. Umfassen von einem Stuhlbein .(22) oder von zwei hintereinanderliegenden Stuhlbeinen (22) die- nenden Faches und Herstellung der Klemmverbindung zwischen demRTI ID="0002.0213" WI="25" HE="4" LX="1378" LY="2022"> Doppels@eilstrang (2) und dem oder den Stuhltennen (22) durch Verschieben von Klemmorganen. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteren- Spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmor- gane als Klemmuffen (3) .ausgebildet sind, welche den Doppelseilstrang (2) umschliessen und längs desselben verschiebbar sind (11, Fig. 7).5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmor- gane als zwischen dem Basisbogen (1) und d en Spann- glied (2) wirksame Spanugliedheber, vorzugsweise Spreizstäbe (35) .ausgebildet sind. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran spruch 5, gekennzeichnet durch die Ausbildung des einen Endes des .Spreizstabes (35) als Gabel, so dass oder Spreizstab (35) durch Umkehrung seiner Lage mit ver schiedenen Spreizstablängen (42, 46) anwendbar ist.7. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran spruch 6, dadurch gek@unzeichnet, dass Berührungsflä- chen des Spreizstabes (35) mit ,dem Basisbogen (1) oder .mit dem Spannglied (2) mit Reibungsauflagen versehen sind. B. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Verlauf des Spanngliedes (2) ein zu dessen spannungserhöhendler Verkürzung dienender Spanner (7), vorzugsweise Spann schloss, vorgesehen ist.9. Vorrichtung nach Patentanspruch, .dadurch ge kennzeichnet, dass die Schaukelkufe aus einem den Ba sisbogen (1) bildenden einheitlichen Körper (19) aus gummielastischem Material ,und einem die starre Mittel partie (14) gewährleistenden steifen Einsatzteil besteht (Fig. 5). 10.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Basisbogen (1) zur ein seitliches Ausweichen ausschliessenden Aufnahme der Stuhlbeine (22) rinnenartig mit beiderseitigen vorzugsweise wulst artigen Längsrändern (1 ,1, 11') und einer vertieften Auf lagefläche (12) für die Stuhlbeine (22) ausgebildet ist (Fig. 7).11. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass jeder :Basisbogen (1) eine, über seine ganze Länge verlaufende Mittellängsnut (13) ,zur Auf nahme des in dieser durchlaufenden Seilstranges (2) aufweist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT920964A AT248645B (de) | 1964-10-30 | 1964-10-30 | Vorrichtung zur Umwandlung eines Stuhles in einen Schaukelstuhl |
| AT816165A AT255689B (de) | 1965-09-07 | 1965-09-07 | Vorrichtung zur Umwandlung eines Stuhles in einen Schaukelstuhl |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH430088A true CH430088A (de) | 1967-02-15 |
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ID=25604563
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH1357965A CH430088A (de) | 1964-10-30 | 1965-10-01 | Vorrichtung zur Umwandlung eines Stuhles in einen Schaukelstuhl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH430088A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5486034A (en) * | 1994-11-10 | 1996-01-23 | Dalke; Donell R. | Rocker apparatus |
-
1965
- 1965-10-01 CH CH1357965A patent/CH430088A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5486034A (en) * | 1994-11-10 | 1996-01-23 | Dalke; Donell R. | Rocker apparatus |
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