CH430186A - Verfahren zur Herstellung festhaftender Verbindungen zwischen Kautschuk und Metallen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung festhaftender Verbindungen zwischen Kautschuk und Metallen

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CH430186A
CH430186A CH1232661A CH1232661A CH430186A CH 430186 A CH430186 A CH 430186A CH 1232661 A CH1232661 A CH 1232661A CH 1232661 A CH1232661 A CH 1232661A CH 430186 A CH430186 A CH 430186A
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CH1232661A
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Engel Helma
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Metallgesellschaft Ag
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Description


  Verfahren zur Herstellung festhaftender     Verbindungen    zwischen Kautschuk und Metallen    Im Hauptpatent Nr. 399 736 ist ein Verfahren zur  Herstellung festhaftender Verbindungen zwischen Kau  tschuk und Metallen geschützt, bei dem als Haftmittel  eine Lösung eines Copolymerisates oder eines Pfropf  polymerisates oder einer Mischung von Polymerisaten  aus einem konjugierten Diolefin mit einer zyklischen  Verbindung, die mindestens ein Hetero-Atom im Ring  und mindestens eine polymerisierfähige Bindung in einer  Seitenkette enthält, z. B. mit Vinylpyridin pfropfpoly  merisierten Naturkautschuk oder Butadien-Vinylpyridin  Copolymerisat, verwendet wird.

   Für diese Haftmittel ist  es zweckmässig, zur Verbesserung der Haftfestigkeit eine       Haftgrundierung    zu verwenden, die im allgemeinen aus  einer Chlorkautschuklösung besteht. Die Verwendung  einer solchen Haftgrundierung hat jedoch den Nachteil,  dass für die Herstellung der Verbindung zwischen dem  Gummi und dem Metall ein Haftmittel verwendet wer  den muss, das aus zwei Komponenten besteht, weil zu  nächst die     Haftgrundierung    und später das eigentliche  Haftmittel aufgetragen werden muss. Es ist daher wün  schenswert, ein Haftmittel zur Verfügung zu haben, das  nur aus einer Komponente besteht, dabei aber die glei  che Bindefestigkeit herbeiführt wie ein Haftmittel, das  auf einer     Haftgrundierung    aufgetragen wird.

   Eine Mi  schung des bisher als     Haftgrundierung    meistens verwen  deten Chlorkautschuks mit der Haftmittellösung führt  aber nach einer gewissen     Lagerung    zu einer so starken  Verdickung, dass das Haftmittel nicht mehr verarbeit  bar ist.  



  Es wurde nun gefunden, dass es möglich ist, Haft  mittel der im Hauptpatent angegebenen Zusammen  setzung in einer Mischung mit Chlorkautschuklösung zu  verwenden und dabei die Verdickung bei der     Lagerung     dadurch zu verhindern oder zu verringern, dass dem  Haftmittel solche Verbindungen zugesetzt werden, die  aktiven Wasserstoff im Molekül enthalten und die im  Lösungsmittel löslich sind. Während eine derartige  Mischung ohne Zusätze der aktiven Wasserstoff enthal  tenden Verbindung schon nach wenigen Stunden stark  zu verdicken beginnt und dann nicht mehr durch Strei-         chen    oder Spritzen verarbeitet werden kann, wird durch  den Zusatz der aktiven Wasserstoff enthaltenden Ver  bindung in ausreichender Menge die Neigung zur Ver  dickung völlig verhindert.

   Entscheidend dafür, ob die  Verdickung lediglich verringert oder ganz verhindert  wird, ist die Menge der zugesetzten Verbindung. Bei  einem Zusatz von 0,1     Gew.    %, bezogen auf das gesamte  Haftmittel, tritt unter Umständen schon eine Verringe  rung der Verdickung ein, jedoch ist zur Verhinderung  der     Verdickung    selbst ein grösserer Zusatz     erforderlich,     der von Fall zu Fall je nach dem verwendeten Haftmit  tel und der zugesetzten Verbindung durch Versuche  leicht bestimmt werden kann. Die obere Grenze des Zu  satzes solcher Verbindungen soll deren Löslichkeit im  Haftmittel sein, weil bei einem     überschuss    von aktiven  Wasserstoff enthaltenden Verbindungen die Gefahr des  Ausfalls des Polymeren besteht.  



  Als diejenigen Verbindungen, die aktiven Wasser  stoff im Molekül enthalten, kommen z. B. solche in Be  tracht, welche Protonen abspalten, wie z. B. anorgani  sche und     organische    Säuren. Es können auch solche  Verbindungen verwendet werden, die Neigung zur       Wasserstoffbrückenbildung    aufweisen, wie z. B. Alko  hole. Zu einer praktischen Verwendung derartiger Ver  bindungen ist es erforderlich, dass sie sich im Lösungs  mittel des Haftmittels lösen, was bei anorganischen  Säuren im allgemeinen nur unter Schwierigkeiten mög  lich ist, so dass diese für die technische Verwendung nur  selten in Betracht kommen werden.

   Dagegen lassen sich  organische Säuren bekanntlich gut in     Lösungsmitteln     lösen, weshalb sie für die erfindungsgemässe Verwen  dung ohne weiteres geeignet sind. In den Fällen, in  denen das Haftmittel zur Bindung zwischen Metall und  Gummi verwendet werden soll, wird es allerdings  zweckmässig sein, als Zusatz Alkohol zu nehmen, um  eine Korrosion durch     die    im Haftmittel enthaltene  Säure am Metall zu verhüten. In gleicher Weise wie  Säuren oder Alkohole sind Amine wegen des in ihnen  enthaltenen aktiven Wasserstoffes zur erfindungsgemä  ssen Verwendung geeignet.

        Ein nach dem     erfindungsgemässen        Verfahren    her  gestelltes     Haftmittel,    das aus dem bereits ursprünglich  verwendeten Haftmittel, wie einer 5- bis 10 % igen Lö  sung von Butadien-Vinylpyridin-Copolymerisat im To  luol, besteht, und dem 5 bis 20 % Chlorkautschuk zuge  setzt ist, hat bei einem Zusatz von 3 bis 20 % Alkohol,  wie Methylalkohol, eine     unbeschränkte    Lagerbeständig  keit und dabei die gleichen     Hafteigenschaften    wie ein  Haftmittel,

   bei dem zunächst eine Chlorkautschuk  lösung als     Haftgrundierung    und anschliessend ein Haft  mittel aus einer gleichprozentigen Lösung     Butadien-          Pyridin-Copolymerisat    verwendet wird.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren gibt die Möglich  keit, das Haftmittel des Hauptpatentes, das     zunächst     nur als Zwei-Komponenten-System verwendet werden  konnte, bei gleichen Hafteigenschaften als Ein-Kompo  nenten-System zu verwenden und damit in der prak  tischen Handhabung besser einsetzen zu können.

    
EMI0002.0010     
  
    <I>Beispiele</I>
<tb>  Die <SEP> Viskositätsänderung <SEP> von <SEP> Haftmitteln <SEP> ohne <SEP> und
<tb>  mit <SEP> erfindungsgemässen <SEP> Zusätzen:
<tb>  1. <SEP> 2 <SEP> Teile <SEP> Butadien-methylvinylpyridin-Copolymerisat
<tb>  10 <SEP> Teile <SEP> Chlorkautschuk
<tb>  88 <SEP> Teile <SEP> Toluol
<tb>  Die <SEP> Viskosität <SEP> stieg <SEP> innerhalb <SEP> von <SEP> zwei <SEP> Tagen <SEP> von
<tb>  100 <SEP> cP <SEP> (gemessen <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Höppler-Viskosimeter) <SEP> auf
<tb>  etwa <SEP> 600 <SEP> cP, <SEP> und <SEP> die <SEP> Lösung <SEP> war <SEP> nach <SEP> etwa <SEP> fünf <SEP> Tagen
<tb>  zu <SEP> einer <SEP> gallertartigen <SEP> Masse <SEP> verdickt.
<tb>  2.

   <SEP> 2 <SEP> Teile <SEP> Butadien-methylvinylpyridin-Copolymerisat
<tb>  10 <SEP> Teile <SEP> Chlorkautschuk
<tb>  5 <SEP> Teile <SEP> Anilin
<tb>  83 <SEP> Teile <SEP> Toluol
<tb>  3. <SEP> 2 <SEP> Teile <SEP> Butadien-methylvinylpyridin-Copolymerisat
<tb>  10 <SEP> Teile <SEP> Chlorkautschuk
<tb>  5 <SEP> Teile <SEP> Essigsäure
<tb>  83 <SEP> Teile <SEP> Toluol
<tb>  4. <SEP> 2 <SEP> Teile <SEP> Butadien-methylvinylpyridin-Copolymerisat
<tb>  10 <SEP> Teile <SEP> Chlorkautschuk
<tb>  5 <SEP> Teile <SEP> sek. <SEP> Butylalkohol
<tb>  83 <SEP> Teile <SEP> Toluol
<tb>  5. <SEP> 2 <SEP> Teile <SEP> Butadien-methylvinylpyridin-Copolymerisat
<tb>  10 <SEP> Teile <SEP> Chlorkautschuk
<tb>  20 <SEP> Teile <SEP> Methanol
<tb>  68 <SEP> Teile <SEP> Toluol       Während bei Nr. 2 innerhalb von 20 Tagen     eine     Viskositätszunahme von nur 50 cP und bei Nr.

   3 eine  Zunahme von 20 cP erfolgte, blieb bei den übrigen Fäl  len die Viskosität in dem angegebenen Zeitraum kon  stant.  



  Die erfindungsgemäss vorgeschlagenen zeigen im  Vergleich zu bekannten Haftmitteln bei einer     Metall-          Gummibindung    folgende Hafteigenschaften in kg/cm2:  
EMI0002.0014     
  
    1. <SEP> Zwei-Komponenten-System <SEP> aus
<tb>  einer <SEP> 5 <SEP> % <SEP> igen <SEP> Lösung <SEP> Butadien  methylvinylpyridin-Copolymerisat
<tb>  und <SEP> einer <SEP> 15 <SEP> % <SEP> igen <SEP> Chlorkau  tschuklösung, <SEP> jeweils <SEP> in <SEP> Toluol <SEP> 102 <SEP> 108 <SEP> 100
<tb>  2. <SEP> Ein-Komponenten-System
<tb>  3 <SEP> Teile <SEP> Butadien-methylvinyl  pyridin-Copolymerisat
<tb>  11 <SEP> Teile <SEP> Chlorkautschuk
<tb>  86 <SEP> Teile <SEP> Toluol <SEP> 100 <SEP> 105 <SEP> 95
<tb>  3.

   <SEP> wie <SEP> 2, <SEP> wobei <SEP> 7 <SEP> Teile <SEP> Toluol
<tb>  durch <SEP> Äthylalkohol <SEP> ersetzt <SEP> sind <SEP> 105 <SEP> 97 <SEP> 106
<tb>  4. <SEP> wie <SEP> 2, <SEP> wobei <SEP> 20 <SEP> Teile <SEP> Toluol
<tb>  durch <SEP> Methanol <SEP> ersetzt <SEP> sind <SEP> 105 <SEP> 109 <SEP> 105

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung festhaftender Verbin dungen zwischen Kautschuk und Metallen, bei dem als Haftmittel eine Lösung eines Copolymerisates oder eines Pfropfpolymerisates oder einer Mischung von Polymerisaten aus einem konjugierten Diolefin mit einer zyklischen Verbindung, die mindestens ein Hetero- Atom im Ring und mindestens eine polymerisierfähige Bindung in einer Seitenkette enthält, verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftmittellösung au sserdem Chlorkautschuk enthält und dass ihr solche Verbindungen zugesetzt sind, die aktiven Wasserstoff im Molekül enthalten und die im Lösungsmittel löslich sind.
    UNTERANSPRi1CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass als aktiven Wasserstoff enthaltende Ver bindung eine organische Säure verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, das als aktiven Wasserstoff enthaltende Ver bindung ein Alkohol verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass als aktiven Wasserstoff enthaltende Ver bindung ein Amin verwendet wird.
CH1232661A 1960-08-26 1961-10-25 Verfahren zur Herstellung festhaftender Verbindungen zwischen Kautschuk und Metallen CH430186A (de)

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