CH430249A - Faltbare Magnettonband-Manschette und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Faltbare Magnettonband-Manschette und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Faltbare Magnettonband-Manschette und Verfahren zu ihrer Herstellung Die Erfindung betrifft eine faltbare Magnettonband- Manschette, die aus einem parallelogrammförmigen Tonbandstück besteht, von welchem zwei einander ge genüberliegende schräge Ränder miteinander verbun den sind. Für die Herstellung derartiger Manschetten verwendet man üblicherweise ein äusserst dünnes Magnettonband, um dadurch die Bildung von Faltknik- ken zu vermeiden. Infolgedessen sind aber die Man schetten sehr wenig stabil, was ihre Handhabung er schwert.
Trotzdem sind beim Versand der gefalteten Manschetten besondere flache Halter in dieselben zu stecken, um die Knickbildung zu vermeiden.
Die Manschette nach der Erfindung, mit welcher diese Nachteile vermieden und auch gegenüber früher vorgeschlagenen Manschetten etwas anderer Art Vor teile erzielt werden, zeichnet sich dadurch aus, dass sie zwei in Querrichtung verlaufende Faltnuten aufweist, deren Abstand gleich der Hälfte des Manschettenumfan ges ist.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Her stellung dieser Manschette. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass man in einen Abschnitt eines Magnet tonbandes mindestens zwei in Querrichtung verlaufende Faltnuten sowie zwei schräg zu dessen Längsrichtung geneigte Trenn-Nuten prägt, die durch letztere begrenz ten Endabschnitte des ursprünglichen Abschnittes ab- reisst und die beiden so gebildeten schrägen Ränder miteinander verbindet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es ist: Fig.1 eine schematische Draufsicht auf einen Magnettonband-Abschnitt mit eingeprägten Nuten, Fig. 2 ein Schnitt quer zur Fig. 1 in stark vergrösser- tem Massstab, und Fig. 3 eine schematische, perspektivische Darstellung der fertigen Manschette im zusammengefalteten Zustand beim Einschieben derselben in einen Briefumschlag.
Zur Herstellung der Manschette 1 (s. Fig. 3) geht man aus von einem rechteckigen Abschnitt 2 (s. Fig. 1) eines Magnettonbandes, dessen Träger 3 (s. Fig. 2) aus Kunststoff besteht und z. B. eine Dicke von 0,9 mm hat. Auf einer Seite des Trägers in Fig. 2 oben ist in üblicher Weise eine äusserst dünne, nicht dargestellte magneti- sierbare Schicht vorhanden. In den Abschnitt 2 werden mittels einer Prägematrize verschiedene, nachfolgend einzeln erläuterte Nuten eingeprägt.
Zwei Nuten 4, welche parallel zueinander in der Nähe der Längsränder 5 des Bandabschnittes 2 verlau fen, haben eine Tiefe von etwa 0,7 mm und dienen dazu, zwei Randstreifen 6 von dem Abschnitt 2 abzutrennen und dadurch dem verbleibenden, parallelogrammförmi- gen Stück des Abschnittes 2 zwei genau parallele Rän der zu geben, deren Abstand der Breite der Manschette 1 entspricht. Zwei weitere Nuten 7, deren Tiefe eben falls etwa 0,7 mm beträgt, verlaufen parallel zueinander, unter einem Winkel von z. B. 60 zu den Nuten 4. Der in Längsrichtung des Abschnittes 2 gemessene Abstand der Nuten 7 ist gleich dem Umfang der Manschette 1.
Die Nuten 7 dienen zum Abtrennen zweier Endab- schnitte 8, und werden daher nachfolgend - ebenso wie die Nuten 4 - als Trenn-Nuten bezeichnet. Die beim Abtrennen der Teile 6 und 8 entstehenden Ränder wer den wie die entsprechenden Trenn-Nuten mit den Überweisungszeichen 4 und 7 bezeichnet.
Zwei weitere zueinander parallele Nuten 9 verlaufen senkrecht zur Längsrichtung des Abschnittes 2 und haben voneinander einen Abstand, der gleich der Hälfte des Längsabstandes der Trenn-Nuten 7 ist. Die Tiefe der Nuten 9 beträgt z. B. 0,45 mm und der Nutengrund ist vorzugsweise gerundet. Diese Nuten 9 dienen, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, zum Falten der Manschette 1 und werden daher als Faltnuten bezeichnet.
Wenn die beiden von den Bändern 4 und 7 der Nuten 9 begrenz ten trapezförmigen Felder 10' und 10" an den Faltnuten 9 um 180 gefaltet worden sind, fallen die Ränder 7 die ser Felder 10' und 10" zusammen und werden in übli cher Weise mittels eines Klebstreifens 11 miteinander verbunden.
In den Abschnitt 2 werden ferner auch noch in be kannter Weise eng nebeneinanderliegende Führungsnu- ten 12 für den Tonkopf geprägt. In Fig. 1 sind nur einige dieser Führungsnuten 12 übertrieben breit darge stellt, wobei die zwischen denselben befindlichen Füh rungsstege 13 lediglich durch je eine einzige Linie ange deutet sind.
Die Führungsnuten bzw. -stege 12 bzw. 13 verlaufen bei auf einer Spannwalze aufgespannter Man schette 1 längs einer Schraubenlinie, auf dem Abschnitt 2 also zu dessen Längsrichtung leicht geneigt, wobei die Neigung natürlich derart ist, .dass die Nuten bzw. Stege sich von einem Rand 7 zum anderen Rand 7 in Quer richtung um eine Nutenteilung verschieben.
Die Führungsnuten bzw. -stege 12 und 13 sind nicht immer nötig, da in gewissen Tonbandgeräten der Ton kopf durch den Gerätemechanismus zwangsläufig längs der die Manschette tragenden Spannwalze bewegt wird, so dass er die Manschette längs einer Schraubenlinie abtastet. In den meisten Geräten wird aber die Längsbe wegung des Tonkopfes durch die Führungsnuten bzw. -stege 12, 13 bewirkt.
Versuche haben gezeigt, dass bei angespannter Man schette 1 der Übergang des Tonkopfes über die Faltnu- ten 9 äusserst glatt erfolgt und keinen Einfluss auf die Qualität der Aufzeichnung bzw. Wiedergabe hat. Das selbe gilt auch für den Übergang des Tonkopfes über die Klebstelle an den geneigten Rändern 7.
Gegenüber den üblichen Magnettonmanschetten von nur etwa 0,2 mm Dicke, die sich fast löschblattartig ver formen lassen, hat die beschriebene Manschette den Vorteil, dass sie sich nicht verbeult und nicht knittert, so dass man sie viel leichter handhaben, insbesondere auf die Spannwalze schieben und von derselben wieder ab nehmen kann. Ferner ist es beim Versand der Man schette 1 in Briefumschlägen nicht nötig,
einen aus Kar ton bestehenden Manschettenhalter mit gerundeten Endkanten in die Manschette zu schieben, um die Ent stehung eines scharfen Knickes zu vermeiden.
Gegenüber früher vorgeschlagenen Manschetten, die aus zwei an den Querrändern stumpf aneinanderstos- senden und daselbst durch leicht faltbare Klebstreifen miteinander verbundenen, gleich grossen rechteckigen Abschnitten von Magnettonband bestehen, hat die be schriebene Manschette den Vorteil, dass sie viel dauer hafter ist, denn bei häufiger Benützung lösen sich schliesslich die in Querrichtung faltbaren Klebstreifen von den Rändern der beiden rechteckigen Abschnitte.
Ferner ist auch die Tonqualität beim Übergang über die Faltnuten 9 wesentlich besser als beim Übergang über die in Querrichtung faltbaren Querstreifen der früher vorgeschlagenen Manschetten.
Der an sich wohl bekannte schräge Klebstreifen. 11 löst sich auch bei häufiger Benützung der Manschette nicht und ergibt auch keine Verschlechterung der Ton qualität.
Ein wichtiger Vorteil der Trenn-Nuten 7 liegt darin, dass wenn man die Endabschnitte 8 längs dieser Nuten 7 abreisst, die Führungsnuten bzw. -stege 12, 13 dadurch in keiner Weise berührt werden.
Würde man statt dessen die Endabschnitte 8 längs den Nuten 7 entsprechenden Linien mit einer Schere, bzw. einem Messer abschnei den, so würde sich das Material an der Schnittkante etwas stauchen, was den glatten Übergang des Tonkop- fes stören würde, unter entsprechender Verschlechte- rung der Tonqualität. Die durch Materialstauchung be- wirkte Störung kann u. a.
auch durch Anschliessen eines Oszilloskops an den Tonkopf visuell nachgewiesen wer den.
Die zum Prägen des Abschnittes 2 benützte Matrize wird zweckmässig als Galvanonegativ von einer positi ven, d. h. dem geprägten Abschnitt 2 entsprechenden Stahlplatte hergestellt, in welche man zuerst die den Trenn-Nuten 4 und 7 sowie die den Faltnuten 9 ent sprechende Nuten einfräst und/oder einschleift, und dann erst die den Führungsnuten 12 entsprechenden Nuten.
Auf diese Weise wird eine Stauchung des Mate rials an den Unterbrechungsstellen der Führungsnuten 12 vermieden, welche Stauchung entstehen kann, wenn man die Nuten 7 und 9 nach den Nuten 12 herstellt.
Es ist klar, dass die Dicke des Manschettenmaterials und die Tiefe der Trenn- und Faltnuten verändert wer den kann, insbesondere je nach dem verwendeten Mate rial des Tonbandträgers. Im allgemeinen dürfte es aber auch dann günstig sein, wenn die Tiefe der Faltnuten etwa 50 % und die Tiefe der Trenn-Nuten 75 % der Trägerdicke beträgt.
Selbstverständlich können die beschriebenen Man schetten nicht nur in Magnettonbandgeräten mit einer Spannwalze, sondern auch in Geräten mit zwei gegenein ander unter elastischer Spannung stehenden parallelen Walzen benützt werden, wobei dann die Manschette zu gleich auf beide Walzen geschoben wird.
Es wird ferner bemerkt, dass man den Abschnitt 2 auch zwischen zwei geheizten Walzen prägen kann, von denen die eine auf ihrer Oberfläche ein z. B. galvanisch hergestelltes Negativ dieses Abschnittes oder mehrerer dieser Abschnitte darstellt, während die Oberfläche der anderen Walze glatt ist und die Walze an dieser Ober fläche aus nachgiebigem Material, z. B. Hartgummi ber steht.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Faltbare Magnettonband-Manschette, die aus einem parallelogrammförmigen Tonbandstück besteht, von welchem zwei einander gegenüberliegende schräge Ränder miteinander verbunden sind, dadurch gekenn zeichnet, dass sie zwei in Querrichtung verlaufende Falt- nuten (9) aufweist, deren Abstand gleich der Hälfte des Manschettenumfanges ist.II. Verfahren zur Herstellung der faltbaren Magnettonband-Manschette nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man in einen Abschnitt (2) eines Magnettonbandes mindestens zwei in Querrich tung verlaufende Faltnuten (9) sowie zwei schräg zu des sen Längsrichtung geneigte Trenn-Nuten (7) prägt, die durch letztere begrenzten Endabschnitte (8) des ursprünglichen Abschnittes (2) abreisst und die beiden so gebildeten schrägen Ränder miteinander verbindet.UNTERANSPRÜCHE 1. Manschette nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Tiefe der Faltnuten (9) etwa 50 % der Dicke des Magnettonbandes beträgt. 2. Manschette nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Grund der Faltnuten (9) gerundet ist. 3.Manschette nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass sie auch mit Führungsnuten (12) für den Tonkopf versehen ist, die bei aufgespannter Man schette schraubenlinienförmig verlaufen. 4. Manschette nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Dicke des Magnettonbandes in der Grössenordnung von 1 mm liegt. 5.Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge- kennzeichnet, dass man in den genannten Abschnitt (2) auch zwei in der Nähe seiner Längsränder parallel zu- einander verlaufende Trenn-Nuten (4) prägt und die da durch abgegrenzten Längsstreifen (6) abreisst. 6. Verfahren nach Patentanspruch II oder Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man den Trenn- Nuten (7, 4) eine Tiefe von etwa 75 % der Dicke des Magnettonbandes gibt. 7.Verfahren nach Patentanspruch II oder Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man auch Füh rungsnuten (12) für.den Tonkopf prägt. B. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Prägung mit einem Galva- nonegativ vornimmt, welches man mittels einer Positiv platte herstellt, in welche man zuerst die den Trenn- und Faltnuten (4, 7, 9) entsprechenden Nuten und nachher die den Führungsnuten (12) entsprechenden Nuten ein fräst und/oder einschleift. 9.Verfahren nach Patentanspruch II oder Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man den ge nannten Abschnitt (2) zwischen zwei geheizten Walzen prägt, von denen die eine mindestens ein Negativ dieses Abschnittes darstellt, während die andere Walze eine glatte Oberfläche aufweist und an derselben aus nach giebigem Material besteht.
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