CH430392A - Verfahren zum Explosionsplattieren zweier Bleche - Google Patents
Verfahren zum Explosionsplattieren zweier BlecheInfo
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Description
Verfahren zum Explosionsplattieren zweier Bleche Es ist bekannt, plattierte Bleche mittels Sprengstof fen, das heisst auf dem, Wege des- sogenannten Explö- sionsplattierens, herzustellen.
Den bekannten Verfahren ist gemeinsam, dass ebene Bleche unter einem. bestimmten Anstellwinkel mit Hilfe von Sprengstoff aufeinander- geschossen und auf diese Weise miteinander verbunden werden. Beim. plötzlichen Zusammenstoss der Bleche bewirkt die plastische Ober flächenverformung eine mechanische Verklammerung der beiden verschiedenartigen Werkstoffe ineinander. Um eine gleichmässige Plattierung über die gesamte Breite der Bleche zu erreichen, ist eine gerade verlau fende Detonationsfront erforderlich.
Diese wird durch einen sogenannten Linienwellenerzeuger oder Wel lengenerator erzeugt, der bei einer anfänglich punkt- förmigen Sprengstoffzündung über unterschiedliche Laufweglängen und damit Laufwegzeiten die Aus bildung einer geradlinigen Detonationsfront ermög licht. Die unterschiedlichen Laufweglängen der Spreng- wege auf dem Wellengenerator werden dabei durch mehr oder weniger komplizierte Aussparungen in der Sprengstoffalle erreicht. Diese ist auf der dem Grundblech abgekehrten Seite des aufzuplattieren den Bleches angeordnet und wird an dem dem Grund blech nahen Ende gezündet.
Hierdurch wird die Durch führung der Verfahren erschwert, und diese sind infolge dessen auch mit erhöhten Kosten belastet. Ferner sind bei den bekannten Verfahren des Explosionsplattierens die Abmessungen der zu verbindenden Bleche begrenzt. Oberhalb einer bestimmten kritischen Länge der Bleche treten vereinzelte Lockerstellen und in einem weiteren Abstand von der punktförmigen Sprengstoffzündung grossflächige, nicht mehr miteinander verbundene Stel len auf.
Haben diese nichtplattierten Stellen Verbindung mit der Aussenatmosphäre, so tritt beim nachfolgenden Auswalzen und bei den darauf folgenden Glühbehand- lungen der Bleche eine Oxydation der Metalloberflä chen an diesen Stellen auf. Die Bleche sind dann an die sen Stellen nicht miteinander verbunden und ergeben Ausschuss.
Durch die Erfindung werden die aufgeführten Nach teile weitgehend vermieden, insbesondere wird durch sie die Durchführung des Explosionsplattierens wesentlich erleichtert und vereinfacht,. und die. Abpressungen der zu verbindenden Bleche können beträchtlich vergrössert werden.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren hat der Querschnitt des aufzuplattierenden Bleches die Form eines Winkels; dessen Schenkel gegenüber dem Grund blech mindestens angenähert die gleiche Neigung habest. Das aufzuplattierende Blech; kann ist der gewünschten Lage zum Grundblech festgelegt werden, und es kann zum Beispiel durch Schweissen hergestellt werden.
Eine besonders vorteilhafte Ausführung des Ver fahrens besteht darin, dass das aufzuplattierende Blech als Mantel eines Kegels ausgebildet ist, der mit seiner Spitze auf das Grundblech gestellt wird, mit diesem nach allen Richtungen eine etwa gleich grosse Neigung hat und die Sprengstoffolie zentral in der Kegelspitze gezün det wird.
Nach der Ausführungsform des Verfahrens mit Winkelblech erhält man gegenüber den bisher bekannten Verfahren bei gleicher Breite der Bleche eine doppelte Plattierungsfläche, während nach der Ausführungsform, bei der das aufzuplattierende Blech als Kegelmantel aus gebildet ist, etwa die vierfache Plattierungsfläche er reicht wird. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens be steht darin, dass ein sogenannter Wellengenerator nicht benötigt wird, die Sprengstoffolie also nicht mit Aus sparungen irgendwelcher Art versehen zu werden braucht. Dadurch werden die Verarbeitungskosten er heblich gesenkt.
Wird das aufzuplattierende Blech als Kegelmantel ausgebildet, so kann dieser so gestaltet sein, dass man nach dem Aufschuss Plattierungen jeder ge wünschten Form und Abmessung erhält. Stellen, in denen Grundblech und aufzuplattierendes Blech nicht miteinander verbunden sind, die jedoch keine Verbin dung zur Aussenatmosphäre haben, treten nunmehr lediglich im Bereich des Zündpunktes auf.
Es kann je doch auch in diesem Bereich eine feste Verbindung zwi schen Grundblech und aufzuplattierendem Blech er- reicht werden; wenn das aufzuplattierende Blech an.: der- Stelle, an. der der zentrale Zündpunkt liegt, einen. Ab stand von dem Grundblech hat, der etwa bis zum 20- fachen der Dicke des= aufzuplattierenden Bleches:: be trägt.
Bei Anwendung des -Verfahrens liegt, wie sich ge zeigt hat, die Scherfestigkeit nach den Normen der ASTM (American Society for Testing Materials) längs und quer zur Detonationsrichtung wesentlich über dem geforderten Wert von 14,1 kp/mm2.
In der Zeichnung ist die dem Verfahren zugrunde liegende Anordnung von Grundblech und aufzuplattie- rendem Blech an Hand von zwei Ausführungsbeispie len dargestellt, wobei das aufzuplattierende Blech nach Fig. 1 Winkelquerschnitt und nach -- Fig. 2 --die Form eines Kegelmantels hat.
Auf einem beispielsweise aus Flussstahl bestehenden, ebenen Grundblech 1 steht gemäss Fig. 1 ein winkel förmig gestaltetes, zum Beispiel aus einem nichtrosten den Stahl bestehendes, aufzuplattierendes Blech 2. Die Schenkel 3 und 4 des Bleches 2, die miteinander den Winkel ss bilden, schliessen mit dem Grundblech 1 je- weil, den Anstellwinkel a ein, wobei es jedoch genügt, wenn die beiden Anstellwinkel mindestens angenähert gleichgross sind.
Auf der Oberseite des Bleches 2 ist eine Sprengstoffolie 5 aufgebracht, die in dem Scheitel -6 punktförmig gezündet wird: Zwischen das Grundblech 1 und das- Blech 2 -geschobene Klötze 7, dies während der Explosion- der Sprengstoffolie fortgeschleudert wer den, -dienen dazu, das aufzuplattierende Blech -2 in sei ner Ausgangsstellung zu halten. Die Ultraschalluntersuchung der so plattierten Bleche zeigt bis auf den Bereich des Zündpunktes eine vollkommene Plattierung über die gesamte Fläche der Bleche einschliesslich aller Kanten.
Der Scherfestigkeit nach den, Normen der ASTM längs und quer zur De tonationsrichtung liegt bei dieser Verfahrungsdurchfüh- rung zwischen 20 und 30 kp/mm2.
Gemäss Fig. 2 ist das aufzuplattierende Blech 2 als Mantel eines Kegels ausgebildet, der mit seiner Spitze 8 auf dem Grundblech 1 steht. Der Kegelmantel; der mit dem Grundblech 1 nach allen Richtungen etwa densel- ben Anstellwinkel a bildet, ist im Innern mit der Spreng stoffolie_ 5 ausgelegt. In der Kegelspitze -8_ wird die Sprengstoffolie 5 zentral gezündet. Auch bei dieser Art der Durchführung des Verfahrens zeigt die Ultraschall- untersuchung bis auf den Bereich des zentralen Zünd- punktes eine vollkommene Plattierung der gesamten Flächen.
Die Scherfestigkeit nach den Normen der ASTM liegt in radialer und tangentialer Richtung ober halb: des geforderten Wertes von 14,1 kp/mm2.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Exlosionsplattieren zweier Bleche, wobei das auf ein Grundblech aufzuplattierende Blech auf seiner dem Grundblech abgekehrten Seite mit einer Sprengstoffolie (5) versehen, über dem Grundblech ge genüber diesem geneigt angeordnet und die Sprengstoff- folie an dem dem Grundblech nahen Ende gezündet wird,.. dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des aufzuplattierenden Bleches (2) die Form eines Winkels hat, dessen, Schenkel. (3, 4) gegenüber dem Grundblech (1) mindestens angenähert die gleiche Neigung (a) haben.. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das aufzuplattierende Blech (2) als Mantel eines Kegels ausgebildet ist, der mit seiner Spitze (8) auf das Grundblech (1) gestellt, wird; mit diesem nach allen Richtungen eine etwa- gleich grosse Neigung (a) hat und die Sprengstoffolie (5)- zentral in der Kegel spitze (8) gezündet wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das aufzuplat tierenge Blech (2). an der Stelle, an der der Zündpunkt liegt, einen Abstand .von dem Grundblech- (1)--hat, der etwa bis zum 20fachen der Dicke des aufzuplattieren- den Bleches (2). beträgt.
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