CH431397A - Magnetfeldempfindliches Kontaktelement in einer Uhr - Google Patents
Magnetfeldempfindliches Kontaktelement in einer UhrInfo
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Description
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Magnetfeldempfindliches Kontaktelement in einer Uhr Die Erfindung bezieht sich auf die Ausbildung eines magnetfeldempfindlichen Kontaktelementes in einer Uhr, speziell für den Einsatz in Uhren bei direkt angetriebenem Schwingsystem.
Bekannt sind die Reed-Kontakte. Sie bestehen aus zwei magnetisierbaren Zungen, die in ein Glasrohr eingeschmolzen sind. Das Glasrohr ist evakuiert oder mit Schutzgas gefüllt. Dabei können die beiden Kontaktenden entweder übereinander (Rundkontakt) oder hintereinander (Flachschutzkontakt) angeordnet sein.
Diese Kontakte sind jedoch zum Einsatz in Uhren mit direkt angetriebenem Schwingsystem nicht ohne Schwierigkeiten geeignet. Nachteilig ist einmal ihre Grösse, die keine konstruktiv günstigen Lösungen erlaubt. Zum anderen erfordert die hohe Ansprech- und Abfallerregung zusätzliche Hilfsmagnete, die zu einer Verteuerung führen. Da der Antriebsimpuls nur vor oder nur nach dem Nulldurchgang des Schwingsystems auftreten soll, ist eine bestimmte Differenz zwischen Ansprech- und Abfallerregung einzuhalten, was sich ungünstig auf den Preis der Kontakte auswirkt.
Bei den Kontakten nach der vorliegenden Erfindung werden diese Nachteile behoben. Allen gezeigten Ausführungsformen ist eine niedere Ansprech- und Abfallerregung eigen. Der mechanische Aufbau ist so getroffen, dass die Kontakte günstig einem direkt angetriebenen Schwingsystem zugeordnet werden können. Die Kontakte können, bevor sie hermetisch in ihrem Gehäuse eingebaut sind, justiert werden. Weiterhin wird durch geeignete Mittel eine Kontaktverzögerung erreicht, die bewirkt, dass der Kontakt erst beim Nulldurchgang des Schwingsystems schliesst und nach einer bestimmten Kontaktzeit wieder öffnet.
Verwendet werden Kontaktplättchen, vorzugsweise aus Ni-Fe-Legierung, die an Lamellen befestigt sind. Dabei ist mindestens eine Lamelle federnd ausgebildet. Die Kontaktverzögerung kann erreicht werden durch geeignete Massenverteilung an der beweglichen Lamelle, durch Flüssigkeits- oder Luftdämpfung und durch Doppelkontakt.
Die Kontaktplättchen sind an den Enden der Lamellen senkrecht zur Plättchenfläche befestigt. Die Lamellen sind durch einen Sockel durchgeführt. In diesem Zustand ist ein Justieren der Kontakte möglich. Danach wird vorzugsweise über die Kontaktvorrichtung eine Hülse, vorzugsweise aus Glas, geschoben und mit dem Sockel fest verbunden. Der Kontakt ist in einem Transistorgehäuse in Allglasausführung unterzubringen.
Der die Kontaktgabe bewirkende Magnetfluss verläuft vorzugsweise parallel zur Plättchenfläche. Dieser Magnetfluss bewirkt ein gegenseitiges Anziehen der Plättchen und dadurch ein Berühren an der Stirnseite. Die sich berührenden Seiten der Plättchen sind vorzugsweise bombiert und oliviert, so dass nur Punktberührung stattfindet. Die Kontaktstellen können durch eindiffundiertes Gold gehärtet sein.
Die erwünschte Kontaktverzögerung kann durch verschiedene Mittel erreicht werden. Einmal ist es möglich, eine Flüssigkeitsdämpfung zu verwenden. Hierzu wird das Gehäuse mit Öl geeigneter Viskosität gefüllt. Weiterhin ist eine Luftdämpfung anwendbar. Dabei ist die Befestigungslamelle über einem Hohlraum angebracht und schliesst mit dem Hohlraum mit dünnen Spalten ab. Durch geeignete Massenverteilung kann dem beweglichen Kontakt eine Trägheit gegeben werden, die zu einer entsprechenden Kontaktverzögerung führt. Dieses Mittel kann besonders in Verbindung mit den anderen erwähnten Massnahmen angewendet werden.
Letztlich kann ein Doppelkontakt zu der gewünschten Impulsgabe nach dem Nulldurchgang des Schwingsystems verwendet werden. Die beiden Kontaktpaare sind vorzugsweise symmetrisch zur Nullage angeordnet. Kurz vor der Nullage schliesst das erste Kontaktpaar und in der Nullage das zweite Paar. Da die Abfall-
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erregung geringer als die Ansprecherregung ist, öffnet das erste Kontaktpaar einige Zeit nach der Nullage. Die Dauer des Impulses erstreckt sich von der Nullage (Kontaktpaar 2 schliesst) bis zum Öffnen des ersten Kontaktpaares.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung veranschaulicht und werden nachfolgend beschrieben.
In Fig. 1 sind die Teile 1 und 2 vorzugsweise die ferromagnetischen Kontaktplättchen, die senkrecht zur Plättchenfläche an den Enden der Kontaktlamellen 3 und 4 befestigt sind. Die Befestigung kann durch Schweissen oder Löten erfolgen. Die beiden hier federnden Lamellen 3 und 4 sind entweder direkt durch den Glassockel 5 durchgeführt oder an gesonderten Metalldurchführungen 6 befestigt. Mit dem Sockel 5 fest verbunden ist das Gehäuse 7, vorzugsweise aus Glas.
Zur Kontaktverzögerung ist das Gehäuse mit einer geeigneten Flüssigkeit gefüllt, vorzugsweise Öl. Die vorbeischwingenden Magnete 8 und 9 bewirken mit ihrem Streufeld einen Kontaktschluss. Die in erster Linie vorgesehene Schwingungsrichtung der Magnete ist in Fig. 2 gezeigt. Der Magnetfluss verläuft also parallel zur Plätt- chenebene, senkrecht zur Achse der Befestigungslamellen.
In Fig. 3 ist der vorerwähnte Doppelkontakt gezeigt. Die Stellung zur Nullage des Schwingsystems ist durch die strichpunktierte Linie angedeutet. Der mechanische Aufbau ist entsprechend dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Kontakt. Bei Annäherung des Magnetflusses von links schliesst zuerst das Kontaktpaar 10-11. Wenn der Fluss die Nullage erreicht hat, schliesst auch das Kontaktpaar 12-13, wodurch der Stromkreis zur Arbeitsspule geschlossen wird. Das durch den Stromfluss in der Arbeitsspule entstehende Magnetfeld wirkt auf die auf dem Schwingsystem angebrachten Permanentmagnete antreibend.
Wenn sich das Magnetfeld nach rechts von der Nullage entfernt, öffnet das Kontaktpaar 10-11 wieder, wodurch der Stromkreis zur Spule unterbrochen wird. Die Zeit für das Öffnen des Kontaktpaares 10-11 ist durch die gegenüber der Ansprecherregung geringere Abfallerregung bedingt. Da das Kontaktpaar 12-13 erst in Nullage des Schwingsystems schliesst, tritt der Antriebsimpuls erst von der Nullage ab auf.
In Fig. 4 ist eine vereinfachte Ausführung des Kontaktes nach Fig. 3 gezeigt. Die vorbeschriebenen Kontakthälften 11 und 13 sind zu einem Kontaktplättchen 14 zusammengefasst. Die Funktionsweise ist identisch mit derjenigen des Kontaktes nach Fig. 3.
In Fig. 5 ist das Schaltbild des Kontaktes nach Fig. 3 und 4 dargestellt. Teil 15 ist die Arbeitsspule, die mit dem Magnetfeld des Schwingsystems zusammen arbeitet. Teil 16 stellt die Batterie dar.
In Fig. 6 und 7 ist ein Kontakt zu sehen, bei dem die Kontaktverzögerung durch Luftdämpfung erfolgt. Das Kontaktplättchen 17 ist auf einer starren Befestigungslamelle 18 angebracht, während das Plättchen 19 auf einer beweglichen Lamelle sitzt. Diese bewegliche Lamelle 20 schliesst mit ihren Rändern eng mit dem Rande eines Hohlraums 21 ab, wodurch schmale Spalte 22 entstehen.
In Fig. 8 ist ein weiterer magnetfeldempfindlicher Kontakt dargestellt. Die Kontaktplättchen Teil 23 und Teil 24 sind vorzugsweise aus ferromagnetischem Material. Die Kontaktlamellen 25 und 26 sind senkrecht zur Plättchenfläche befestigt. Die Befestigung kann durch Schweissen oder Löten erfolgen. Die beiden Kontaktlamellen 25 und 26 sind - wie in Fig. 2 beschrieben - befestigt. Die vorbeischwingenden Magnete 27 und 28 betätigen mit ihrem Streufluss den Kontakt. Die hauptsächliche Schwingungsrichtung der Magnete ist in Fig. 2 dargestellt. Der Kontakt wird bei Betätigung senkrecht zum Magnetfluss geschlossen.
Sämtliche Kontaktplättchen können an den Kontaktstellen oliviert und bombiert sein, wie aus Fig. 1 und 2 deutlich sichtbar ist. Immer sind die Plättchen senkrecht zur Plättchenfläche an den freien Enden der Lamellen befestigt, wobei der den Kontaktschluss bewirkende Magnetfluss parallel zur Plättchenfläche verläuft, senkrecht zur Achse der Lamellen. Mindestens eine Lamelle ist federnd ausgebildet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Magnetfeldempfindliches Kontaktelement in einer Uhr, insbesondere in Uhren mit direkt angetriebenem Schwingsystem, wobei Magnete auf der Unruh angeordnet sind, auf die bei Stromfluss durch eine Spule das dabei entstehende Magnetfeld antreibend wirkt, dadurch gekennzeichnet, dass Kontaktplättchen senkrecht zur Plättchenfläche am freien Ende von parallel zueinander verlaufenden Befestigungslamellen, von denen bei einem Kontaktpaar mindestens eine federnd ausgebildet ist, angebracht sind, wobei die Lamellen auf einem gemeinsamen Sockel befestigt sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Kontaktelement nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktplättchen aus magnetisch leitendem Material bestehen. 2.Kontaktelement nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schutzkappe, vorzugsweise aus Glas, über die Kontaktplättchen angebracht und fest mit dem Sockel verbunden ist. 3. Kontaktelement nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der die Kontaktgabe bewirkende Magnetfluss parallel zur Plättchenfläche und zur Bewegungsrichtung der beweglichen Lamelle verläuft. 4. Kontaktelement nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktflächen oliviert und bombiert sind. 5. Kontaktelement nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktplättchen durch eindiffundiertes Edelmetall gehärtet sind. 6.Kontaktelement nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Kontakthälfte eine solche Massenverteilung aufweist, dass eine relativ hohe Masseträgheit vorhanden ist. 7. Kontaktelement nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse mit einer Flüssigkeit, vorzugsweise Öl, gefüllt ist. B. Kontaktelement nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Lamelle mit ihren Rändern eng mit dem Rande eines Hohlraumes abschliesst. 9. Kontaktelement nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass es zwei Kontaktpaare aufweist. 10.Kontaktelement nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktpaare links und rechts des in Nullstellung befindlichen Magnets angeordnet sind. <Desc/Clms Page number 3> 11. Kontaktelement nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Kontakthälften mit einer gemeinsamen dritten Kontakthälfte zusammen arbeiten. 12. Kontaktelement nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktplättchen aus magnetischem Material bestehen. 13. Kontaktelement nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein starkes Magnetfeld Kon- taktschluss und ein entgegengesetzt gerichtetes schwächeres Magnetfeld Kontaktöffnung bewirken. Entgegengehaltene Schrift- und Bildwerke keine
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Also Published As
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| CH449864A4 (de) | 1966-08-31 |
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