Gerät zur optischen Messung der relativen Dicke von reflektierenden Schichten
Die Erfindung bezieht sich auf optische Prüfgeräte der in der US-Patentschrift 2584583 mit dem Titel Means for Optically Determining Relative Thickness of Surface Coatings on Glass Articles and the Like beschriebenen allgemeinen Bauart. Das optische Prüfgerät nach der vorerwähnten Patentschrift eignet sich zum Messen der relativen Dicke von Oberflächenüberzügen auf Glasgegenständen oder dergleichen und hat sich für den Laborgebrauch als im wesentlichen zufriedenstel- l. end erwiesen. Jedoch hat sich dieses Gerät als etwas unzureichend fur. den laufenden betriebsmässigen Gebrauch gezeigt.
Bei ihm ist nämlich die Vorbereitung von Proben, beispielsweise das Zuschneiden oder Abtrennen von kleinen Teilen oder Stücken der Glasgegenstände, erforderlich, wobei bei dem Gerät nach der vorerwähnten Patentschrift ein ziemlich umständliches, also zeitraubendes Einstellen, der Probenhalter notwen- dig sein kann.
Ein allgemeines Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines optischen Prüfgeräts für Oberflächenüberzüge, bei welchem verschiedenartige, jeweils als Probe dienende Glasgegenstände in ihrer Gesamtheit aufgenommen werden können, ohne kleine Teile oder Stücke von ihnen zu präparieren, und bei welchem bei der Aufnahme der als Probe dienenden Glasgegenstände unterschiedlicher Grossen und Formen ein nur geringfügiges oder über- haupt kein Einstellen des Geräts erforderlich und mithin das Gerät für den laufenden betriebsmässigen Gebrauch ausserhalb. des Labors, beispielsweise an einem an einen Kühlofen für Glaswaren angrenzenden Ort, gut geeignet ist.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung eines Geräts der vorerwähnten Bauart,. das sich dazu eignet, einen wesentlichen Teil der Oberflä- chen von in ihrer Grosse und ihrer Form erheblich voneinander abweichenden Glasgegenständen abzutasten bzw. zu überprüfen, wobei die tSberprüfung nicht auf ein ausgewähltes, ausgeschnittenes Teil oder Stück jedes Glasgegenstandes begrenzt ist.
Ein noch weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung eines Geräts der vorerwähnten Bauart, das bei der Aufnahme der vorerwähnten verschiedenartigen Glasgegenstände einen hohen Grad von Anpassungsfä- higkeit besitzt und das ausserdem Flachglasstücke aufnehmen kann, die mit einen Film oder tÇberzug bildenden Reaktionen behandelt oder ihnen unterworfen worden sind, so dass sie an ihren Oberflächen Oberziige aufweisen.
Ein noch weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung eines Geräts der vorerwähnten Bauart, das zu einer zusammenhängenden, in sich abgeschlossenen Einheit zusammengefasst ist, die bei ihrem Transport von einem Ort zum anderen gut hantierbar ist.
Die Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung in seinen Einzelheiten dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Prüfgeräts nach der Erfindung mit einem in dem Gerät zu seiner Überprüfung in Stellung gebrachten Glasgegenstand,
Fig. 2 einen horizontalen Schnitt, im wesentlichen nach der Linie 2-2 in Fig. 1,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt, im wesentlichen nach der Linie 3-3 in Fig. 2,
Fig. 4 eine Teilvorderansicht des Geräts bei Veranschaulichung eines in eine geöffnete Stellung ge schwenkten Photozellenhalters oder-trägers,
Fig. 5 einen horizontalen Teilschnitt entsprechend Fig.
2, jedoch bei Veranschaulichung eines an einer Prüfstation in dem Gerät in Stellung gehaltenen Flachglasstücks, und
Fig. 6 ein elektrisches Schaltbild des Prüfgeräts nach der Erfindung.
Das Prüfgerät nach der Erfindung eignet sich besonders gut zur Überprüfung von Glasgsgenständen und kleinen Flachglasstücken, ohne dass die Erfindung darauf beschränkt ist. Wesentlich ist lediglich, dass der zu messende Film oder Oberflächenüberzug eine andere Brechungszahl als das Grundmaterial, im vorliegenden Falle Glas, hat. Wenn beispielsweise Oberflächenüber- züge auf Kunststoffen, Kristallen oder transparenten Kristaükomplexen gemessen werden sollen, lässt sich das Gerät nach der Erfindung einer solchen Aufgabe leicht anpassen, da es lediglich von einem erheblichen Unterschied zwischen den Brechungszahlen des Oberflächenüberzuges und des Grundmaterials abhängig ist.
Bezüglich des Messens der relativen Dicke und der Gleichmässigkeit von Oberflächenüberzügen auf Glasgegenständen kann auf die US-Patentschrift 2 375 482 mit dem Titel Apparatus for Coating Glass Articles Bezug genommen werden. Wie in dieser Patentschrift beschrieben, können auf Glasgegenstände dünne tuber- züge aufgebracht werden, indem man sie mit den Dämp- fen einer Substanz, beispielsweise von Stannichlorid oder Titanchlorid, behandelt. Diese Oberflächenbehandlung erzeugt einen tJberzug, von dem man annimmt, dass er ein Metalloxid ist und der bestimmte, in höchstem Masse erwünschte Schutz-und sonstige Eigenschaften besitzt.
Dieser Beschichtungsvorgang wird in der Fachwelt mit der Bezeichnung unsichtbares (reflexfreies) Irisieren verbunden, wobei der bei diesem Vorgang entstehende Oberflächenüberzug äusserst dünn sein kann, d. h. wahrscheinlich weniger als eine Viertelwellenlänge sichtbaren Lichts beträgt. Oberflächenüberzüge führen offensichtlich zu wirtschaftlicher Vergeu djunjg, wem siic zu dick sind, wobei aussedem em'uner- wünschtes Irisieren der Glasgegenstände auftreten kann.
Sofern die Oberflächenüberzüge zu dünn sind, ist ihre Wirksamkeit natürlich beeinträchtigt.
Gemäss der vorstehend erörterten US-Patentschrift 2 584 583 wird die Lichtreflexionsfähigkeit der dünnen Filme oder Überzüge der vorerwähnten Art als ein Mass ihrer relativen Dicke verwendet. Der Glasgegenstand wird in eine Flüssi. gkeit getaucht, die einen Brechungsindex besitzt, der im wesentlichen gleich dem des Glases ist, jedoch von dem Brechungsindex des Oberflächen- überzuges erheblich abweicht. Es wird ein Lichtstrahl auf den dem Überprüfungsvorgang unterworfenen, als Probe dienenden Glasgegenstand gerichtet, wobei die Intensität eines reflektierten Lichtstrahls in üblicher Weise mit Hilfe einer Photozelle und einer Messvorrichtung gemessen wird.
Das Prüfgerät nach der Erfindung arbeitet hinsichtlich des Verfahrens der Herbeiführung einer sichtbaren Anzeige mittels optischer Messung und einer Messanzeige der Film-oder Oberflächenüberzug- dicke im wesentlichen nach den Lehren der zuletzt erwähnten US-Patentschrift 2 584 583.
Fig. 1 zeigt ein allgemein mit 10 bezeichnetes, erfindungsgemäss gebautes optisches Prüfgerät mit einem ebenen, plattenartigen Bodenteil 12, das ein aufrechtstehendes Gehäuse mit einer Vorderwand 14, einander ge genülbrhegenden Seitenwänden 16, 1, mnd einer Rück- wand 20 trägt. Das Gehäuse ist in Draufsicht allgemein rechteckig ausgebildet und besitzt einen abnehmbaren Deckelteil oder eine ebensolche Platte 22, der bzw. die mit einer zentralen Offnung 24 versehen ist für den freien senkrechten Durchlass von Glasgegenständen, beispielsweise einer Glasflasche 26.
Die Flasche 26 ist in aufrechter Stellung an einer Prüfstation I dargestellt und wird durch noch näher zu beschreibende Haltemittel festgelegt, mit welchen sie in Berührung steht.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die gesamte Einheit des Prüfgeräts von gedrungener, raumsparender Bauweise, so dass sich das Prüfgerät bequem von einem Ort zum anderen transportieren lässt. Vorzugsweise sind gemäss Fig. 2 Griffe 28 vorgesehen.
Wie in Fig. 2 und 3 veranschaulicht, ist ein an seiner Oberseite offener Behälter 30 vorgesehen, der eine Flüssigkeit aufnehmen kann, deren Brechungsindex etwa gleich dem des Gnmdmaterials des zu prüfenden überzogenen bzw. beschichteten Gegenstandes ist, jedoch von dem Brechungsindex des auf dem Gegenstand vorhandenen Oberflächenüberzuges erheblich abweicht. Diese Flüssigkeit ist mit 32 bezeichnet. und hat im Falle der mit einem Oberflächenüberzug versehenen Glasflasche 26 einen Brechungsindex, der etwa gleich dem Brechungsindex von Glas ist. Für diesen Zweck haben sich Xylol (Dimethylbenzol) und Chlorbenzol (Monochlorbenzol) als hervorragend geeignet erwiesen.
Der Behälter 30 ist, wie vorstehend erörtert, an seiner Oberseite offen, so dass Glasgegenstände, beispielsweise die Flasche 26, in die in dem Behälter vorhandene Flüssigkeit 32 bequem abgesenkt werden können. Handelt es sich um kleine Glasgegenstände, so kann der Ge genstand an der Prüfstation I in dem Behälter in die Flüssigkeit 32 vollständig eingetaucht werden. Bei grös- seren Gegenständen, beispielsweise bei der Flasche 26, kann die Flüssigkeit 32 so in den Gegenstand eingebracht werden, dass er annähernd voll ist oder in jedem Falle bis zu einer Höhe oberhalb des an ihm zu überprüfenden ringförmigen Bandes gefüllt ist.
Wie in Fig. 3 'gazMgt, ist. die Flasche 26'Ms zu einer Höhe 34 mit der Flüssigkeit 32 aus dem Behälter gefüllt.
Es ist in dem Behälter 30 mindestens ein Teil einer Seitenwand vorgesehen, der-transparent ist, und in der dargestellten Ausführungsform hat der Behälter 30 die Form eines Glasgefässes. Bei abgenommener Deckelplatte 22 lässt sich das Glasgefäss nach oben aus dem Gehäuse bequem herausnehmen, um es zu reinigen und zum Auswechseln bzw. Erneuern der Flüssigkeit 32.
Wenn das Glasgefäss in dem Gehäusc seine richtige Lage einnimmt, legen sich zwei voneinander angeord- nete, in senkrechter Richtung verlaufende L-förmige Teile 36, 36, die mit Gummi-oder Bandstücken oder streifen 38, 38 verkleidet sind, an einem hinteren Teil gegen das Glasgefäss 30 an. Ein an einem vorderen Teil des Gehäuses verlaufendes, mit einem Gummi-oder Bandstreifen 42 verkleidetes Teil 40 legt sich gegen einen vorderen Teil des Glasbehälters 30 an.
Es ist ferner eine Haltevorrichtung vorgesehen, um einen Glasgegenstand an der Prüfstation I in dem Be hälter 30 in aufrechter Stellung festzulegen. Diese Haltevorrichtung enthält zumindest ein elastisches Halteteil und zumindest ein weiteres Halteteil, die sich je gegen eine Seitenwand eines sich an der Prüfstation I befin denden Gegenstandes anlegen können, so. dass der Ge genstand in der richtigen Lage festgelegt wird, wobei sie trotzdem eine Drehbewegung des Gegenstandes um eine senkrechte Achse zulassen.
Bei der dargestellten bevor- zugten Ausführungsform sind bei 44 ein elastisches oder federbeaufschlagtes Halteteil und bei 46, 48 auf der ge genüberliegenden Seite des Glasgegenstan. des 26 zwei feststehende Halteteile vorgesehen. Ausser, dem ist ein Bodenteil vorgesehen, das mit der Unterseite eines Glasgegenstandes, beispielsweise der Flasche 26, in Berührung kommen kann. Dieses Bodenteil 50 ist in Fig. 3 mit der Flasche 26 in Berührung stehend dargestellt.
Jedes der Halteteile 46, 48 ist in senkrechter Richtung so verlängert, dass es sich, wie in Fig. 3 veranschaulicht, im wesentlichen von der Oberseite bis zum Boden des Behälters 30 erstreckt. Vorzugsweise und, wie in der Zeichnung veranschaulicht, sind die gegen die
Seitenwand anlegbaren Teile 46, 48 an einem vorderen Teil des Behälters 30 voneinander getrennt angeordnet und mit der vorerwähnten Deckelplatte 22 verbunden, von welcher sie herabhängen. Somit führt ein Abnehmen der Deckelplatte 22 nach oben zu einem entsprechenden Entfernen der Halteteile 46, 48.
Das gegen die Seitenwand des zu überprüfenden Glasgegematandes amtagbame Teil 44 ist an etmsm hm- teren Teil des Behälters 30 angeordnet und wird an seinem oberen Endabschnitt mit Hilfe eines geeigneten Schwenkzapfens 52 schwenkbar gehalten, der von einer auf der Deckelplatte 22 getragenen, herausstehenden Stütze 54 gehalten wird. Das Halteteil 44 hängt von dem Zapfen 52 aus durch die Offnung 24 in der Deckelplatte 22 herab und weist einen unteren Endabschnitt 56 auf, der in einem Winkel nach innen ragt, um sich gegen einen Glasgegenstand, beispielsweise gegen die Flasche 26, anzulegen. An einem sich nach hinten erstreckenden Ansatz oder einer Ose 58 ist eine Feder 60 befestigt, die sich von dort bis zu einem Zapfen 62 erstreckt.
Der Zapfen 62 ist an der Stütze 54 so befestigt, dass er die Feder 60 unter leichter Spannung hält, so dass das Halteteil 44 im Uhrzeigersinn um den Schwenkzapfen 52 herum geschwenkt und sein Teil 56 an der Prüfstation I mit dem Glasgegenstand in Berührung gebracht wird.
Das elastische oder federbeaufschlagte Halteteil 44 besitzt an seiner Innenseite ausserdem eine Steuer-oder Führungsfläche 64, die sich gegen den unteren Teil eines Glasgegenstandes, beispielsweise gegen den Bodenrand der Flasche 26 bei ihrer Abwärtsbewegung in Richtung auf die Prüfstation I, anlegen kann.
Die Steuer-oder Führungsfläche 64 ist nach innen und unten so schräg- gestellt, dass sich der untere Teil eines solchen Glasgegenstandes gegen sie anlegt, so dass das Halteteil 44 nach aussen gedrückt wird und das Absenken des Glasgegenstandes, zur Prüfstation I hin zulässt. Somit wird ein Glasgegenstand, beispielsweise die Flasche 26, einfach nach unten gegen die Steuer-oder Führungsfläche 64 gepresst, wobei die Haltevorrichtung die Flasche automatisch aufnimmt und sie auf der Prüfstation I in der richtigen Lage festhält, an welcher sie sich zu ihrer tJberprüfung von Hand bequem um ihre Längsachse drehen lässt.
Das Bodenteil 50 ist vorzugsweise in senkrechter Richtung einstellbar, um es Glasgegenständen von un terschiedlicher Höhe anpassen zu können, wobei das vorerwähnte Halteteil 44 einen verhältnismässig grossen Schwenkbereich besitzt, damit es für Glasgegenstände mit unterschiedlichen Durchmessem leicht verwendbar ist. Ein senkrecht angeordneter Stab 66 trägt an seinem unteren Ende das Bodenteil 50 und ist in einer passenden Offnung 68 eines von der Deckelplatte 22 getrage- nen Blocks 70 verschiebbar. Zur bequemeren Handhabung des Stabes 66 ist ein Knopf 72 vorgesehen, wäh- rend eine Klemm-oder Feststellschraube 74 mit einem ähnlichen Knopf 76 versehen ist.
Auf diese Weise lässt sich die Feststellschraube 74 teilweise herausschrauben, um ein bequemes Einstellen der senkrechten Lage des Bodenteils 50 zu ermöglichen. Nachdem das Bodenteil in die gewünschte Stellung bewegt worden ist, kann die Feststellschraube so angezogen werden, dass sie sich gegen den Stab 66 anlegt, um den Stab und das Boden- teil in der richtigen Lage festzulegen.
An einem vorderen Teil des Geräts ist eine Lichtquelle 78 vorgesehen, die von einer aus einem Halter 80 und einem kleinen Halter 84 tragenden Scherengestänge 82 bestehenden Halterung in ihrer richtigen Lage gehalten wird. Das Scherengestänge 82 sorgt für das Einstellen der Lichtquelle 78 um eine horizontale Achse und für ein geradliniges Heben und Senken der Lichtquelle.
Das Einstellen der Lichtquelle um eine senkrechte Achse erfolgt mit Hilfe der Halter 80 und 84. Wie besonders in Fig. 2 gezeigt, sendet die Lichtquelle 78 einen im wesentlichen horizontalen Lichtstrahl aus, der durch eine in einer Stütze 90 vorhandene, passende Öffnung 86 in das Gehäuse eintritt und bei seinem Durchgang durch den vorderen Teil der Wand des Behälters 30 etwas gebrochen bzw. abgelenkt wird, bevor er gegebe- nenfalls an der Prüfstation I auf einen vorderen Teil eines Glasgegenstandes, beispielsweise der Flasche 26, auftritt. Ein von dem auf dem Glasgegenstand 26 vorhandenen Oberflächenüberzug reflektierter Lichtstrahl 92 wird in einem Winkel zu dem Strahl aus der Lichtquelle 78 nach aussen durch den vorderen Teil der Wand des Behälters 30 geworfen.
Wie bereits vorstehend erwähnt, verändert sich die Intensität. des reflektierten Lichtstrahls 92 mit der Dicke des auf der Flasche 26 vorhandenen Oberflächenüberzuges, wobei der Lichtstrahl ausserdem ein Mass ist für die Gleichmässig- keit des Überzuges in einem mit dem Drehen der Flasche in der vorstehend beschriebenen Haltevorrichtung um ihre Achse um sie herum verlaufend ringförmigen B, and.
Das beschriebene Prüfgerät besitzt ausserdem eine lichtempfindliche Empfangseinheit in Form einer Photozelle 94, die auf einem schwenkbaren Halter 96 in ihrer richtigen Lage gehalten wird, um einen von dem sich auf einem der Prüfung unterworfenen GlasgEgen- stand befindenden Oberflächenüberzug reflektierten Lichtstrahl 92 aufzufangen. Der Halter 96 hat einen kleinen Flügel oder Ansatz 98, der auf einem Zapfen 100 schwenkbar so angebracht ist, dass sich die PhotozeHe in ivre in Fig. 2 d gesbelke Anbeitsstellung und nach vorn oder aussen in ihre Ausserbetriebsstellung nach Fig. 4 schwenken lässt. Bei Betriebsstellung der Photozelle ist vorzugsweise, wie in Fig. 1 veranschaulicht, eine Deckplatte 102 vorgesehen.
Es sind ausserdem elektrische Mittel vorgesehen, die aus einem an die Photozelle 94 angeschlossenen Messgerät 104 bestehen, das eine sichtbare Anzeige liefern kann, die sich mit der Intensität des von dem auf einem der Prüfung unterworfenen Gegenstand vorhandenen Oberflächenüberzug reflektierten Lichtstrahls verändert.
Die elektrischen Mittel sind von üblicher Bauart und enthalten ein in Fig. 1 und in dem Schaltbild nach Fig. 6 dargestelltes Messgerät in Form eines Mikroampereme- ters 104. Das Amperemeter ist mit Hilfe geeigneter Leitungen an die Photozelle 94 angeschlossen, wobei vorzugsweise ein regelbarer Widerstand 108 und ein Ein Aus-Schalter 110 vorgesehen sind. Der Schalter 110 ist in Fig. 1 auf der Schalttafel neben einem Bedienungsknopf 108 für den regelbaren Widerstand 108 dargestellt. Ein in Fig. 1 dargestellter Bedienungsknopf 112 ist einem reg-lbaren Transformator 114 zugeordnet, der in dem Schaltbild nach Fig. 6 in einem Spsisekreis für die Lichtquelle 78 liegt.
Somit lässt sich durch Verstellen des Bedienungsknopfes 112 die Intensität des s durch die Lichtquelle 78 ausgesandten Lichtstrahls bequem einstellen bzw. regeln. Der Ein-Aus-Schalter dient zum bequemen Ein-und Ausschalten des Geräts, wobei der Bedienungsknopf 108 zum Verändern der Empfindlichkeit des Mikroamperemeters 104 betätigt bzw. verstellt werden kann.
Bei einem eingestellten Betrieb des Prüfgeräts nach der Erfindung wird eine Glaswarenprobe mit dem zu erwartenden kleinsten Durchmesser an der Prüfstation I angebracht, wobei die Photozelle 94 und ihre Halterung in die geöffnete Stellung nach Fig. 4 geschwenkt werden.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist auf dem Behälter 30 ein Fenster vorgesehen, das vorzugsweise die Form eines inneren und eines äusseren Rechtecks 116 bzw. 118 aufweist. Das äussere und grössere Rechteck 118 wird dazu verwendet, das Fenster mit dem reflektierten Lichtstrahl !'und ! dsr PhotcxzeMe 94 safuih & r zmr Deckung zu bringen, d. h., der Behälter 30 wird, während sich die Photozelle in ihrer geschlossenen Stellung befindet, so gedreht, dass sich das Rechteck 118 mit dem reflektier- ten Strahl 92 und der Photozelle deckt.
Darauf wird die Photozelle mit ihrem Halter, wie in Fig. 4 gezeigt, nach aussen geschwenkt, wobei jedoch in erster Linie das kleinere oder innere Rechteck 116 dazu verwendet werden kann, die Intensität und die Stellung des Lichtstrahls aus der Lichtquelle 78 einwandfrei einzustellen.
Der von dem Glasgegenstand mit kleinstem Durchmesser oder der Flasche reflektierte Strahl wird in bezug auf die Form der von Flaschen mit grösserem Durchmesser und von Flachglas reflektierten Strahlen herausgewor- fez und hat von den von irgendwelchen durch das Ge rät zu überprüfenden Gegenständen reflektierten Strah- len die grösste horizontale Abmessung. Wenn also die Lichtquelle einwandfrei so eingestellt worden ist, dass sie den herausgeworfenen Strahl in bezug auf die Rechtecke 116, 118 sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung zentriert, deckt sich der Strahl genau mit der Photozelle 94, wenn diese in ihre geschlossene Betriebsstellung bewegt ist.
Entsprechend fallen von sämtlichen anderen Glasgegenständen oder von Flachglas reflektierte Strahlen einwandfrei in die Photozelle.
Glasgegenstände mit grösserem Durchmesser haben reflektierte Strahlen, die in ihrer horizontalen Abmessung etwas kleiner sind als der Strahl aus dem Gegenstand mit kleinstem Durchmesser, wobei der von Flachglas reflektierte Strahl noch schmaler ist. Bei Benutzung des Geräts wird das Glasgefäss vorzugsweise nach dem Einstellvorgang so gedreht, dass die Rechtecke 116 und 118 mit dem reflektierten Lichtstrahl 92 ausser Deckung gebracht werden.
Nach dem Einstellvorgang werden an der Prüfsta- tion I aufeinanderfolgend Glasgegenstände angebracht, wobei jeder Glasgegenstand gedreht wird, damit eine Ablesung bezüglich der relativen Dicke des Oberflächenüberzuges und seiner Gleichmässigkeit über die Länge eines um den Gegenstand herum verlaufenden ringförmigen Bandes geliefert wird. Wenn Gegenstände unterschiedlicher Grosse an der Prüfstation anzubringen sind, ist kein neuer Einstellvorgang erforderlich, so dass ein denkbar einfacher und wirksamer Prüfbetrieb gegeben ist.
Nunmehr zeigt sich, dass das vorerwähnte mit einem kleinen Gummi-oder Bandstreifen 42 verkleidete Teil 40 eine Abschirmfunktion hat, d. h., dass Streulicht aus der Lichtquelle 78 durch das Teil 40 und den Streifen oder das Band 42 daran gehindert wird, unmittelbar in die Photozelle 94 zu gelangen, woraus sich ungenaue und unrichtige Messanzeigen bzw.-ablesungen ergeben würden.
In Fig. 5 ist ein Stück Flachglas 120 gegen die Halteteile 46, 48 und auf dem Bodenteil 50 ruhend sowie gegen das elastische Halteteil 44 anliegend dargestellt.
Wie in Fig. 3 und 5 veranschaulicht, lässt sich das Halteteil 44 zumindest annähernd bis in eine mit den Innenflächen der Halteteile 46, 48 gemeinsame Ebene schwenken, um Flachglasstücke, wie beispielsweise das zu seiner Prüfung in Stellung gebrachte Stück 120, wirksam festzulegen. Dazu braucht lediglich das Flachglasstück nach unten zu der Prüfstation I hin bewegt zu werden, so dass das Halteteil 44 in geringem Umfang nach hinten geschoben und das Glasstück unter normalem Federdruck in seiner richtigen Lage festgelegt wird.
Gemäss dem Vorstehenden besitzt das optische Prüfgerät nach der Erfindung eine bequeme Einsbellbarkeit und eine hohe Anpassungsfähigkeit beim Gebrauch, wobei es zum laufenden betriebsmässigen Gebrauch in der Nähe von oder angrenzend an Glaskühlöfen oder sonstige betriebliche Einrichtungen besonders gut geeig- net ist.