Verfahren zur Verarbeitung von auswählbaren Bereichen auf Filmen eines Mikrofilmarchivs Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verarbeitung von auswählbaren Bereichen auf Filmen eines Mikrofilmarchivs.
Es ist dadurch gekennzeichnet, dass nichtentwickelte und entwickelte Filmbereiche auf demselben Film vor handen sein können, der aus einer Vielzahl von aufrufbar untergebrachten Filmen entsprechend dem zu verarbei tenden und gewünschten Filmbereich ausgewählt wird, indem zugeführte elektrische Signale, sowohl die Aus wahl des Filmes und die Zuführung des zu verarbeiten den Filmbereiches in die Arbeitslage als auch die Belich tung und den Entwicklungsvorgang oder das Kopieren des ausgewählten, entwickelten Filmbereiches steuern.
Das hier beschriebene Verfahren bietet die ausser- ordentlich wünschbare Eigenschaft, dass beliebige bild liche Darstellung in ein automatisiertes Mikrofilmarchiv einbezogen und verarbeitet werden können und der In formationsinhalt der gespeicherten Filme laufend ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht werden kann.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Aus führungsbeispieles mit Hilfe der aufgeführten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Ausführungsform eines automatisierten Mikrofihnarchivs in schematischer Darstellung, Fig. 2 die Darstellung der optischen Einrichtung, Fig. 3 die Ausführungsform der beschriebenen Klein druckvorrichtung, Fig. 4 das Schrittschaltwerk zur Verstellung des Ob jektivs in der Kleindruckvorrichtung,
Fig. 4A einen Teil des Schrittschaltwerkes nach Fig. 4, Fig. 5 eine Ansicht der Entwicklungsvorrichtung. Es wird ein Verfahren für ein automatisches Mikro filmarchiv beschrieben, bei dem in sichtbarer Form In formationen unter entsprechender Verkleinerung in be stimmten, wahlweise entwickelbaren Bereichen von Mi krofilmen gespeichert werden.
Der Zugriff zum Auslesen oder Ergänzen eines Mikrobildes erfolgt unter Steuerung einer Druckwerk- und Mikrofilmauswahlsteuereinheit. Die im Mikrofilm enthaltenen Informationen werden zeichen- und zeilenweise auf dem Mikrofilm mit Hilfe eines Kleindruckers und zwar ebenfalls unter Steuerung durch die Druckwerk- und Mikrofilmauswahlsteuerein- heit ergänzt.
In Fig. 1 ist eine Dateneingabevorrichtung 1 über Leitung 2 mit einem Rechner und einer Druckwerk- und Mikrofilmauswahlsteuereinheit 3 verbunden. Der Rech ner 3a ist der Druckwerk- und Nfikrofilmauswahlsteuer- einheit 3b zugeordnet. Die Druckwerk- und Mikrofilm auswahlsteuereinheit 3b ist über die Leitung 4 an die Mikrofilmauswahlvorrichtung 5 und über die Leitung 6 an die Dokumentübertragungs- und Kleindruckvorrich- tung 8 angeschlossen.
Ausserdem ist die Steuereinheit 3b über die Leitung 15 mit einer Filmentwicklungssteue- rungsvorrichtung 16 verbunden, die ihrerseits an die Ent wicklungseinheit 17 angeschlossen ist. Ein Linsensystem 9 liegt in der optischen Achse 10, die von der Doku- mentübertragungs- und Kleindruckvorrichtung 8 ausgeht, um deren optischen Ausgang auf einem Mikrofilmstrei- fen 11 abzubilden.
Ein Betrachtungs- und Kopiergerät 12 und eine Linse 13 liegt in der Verlängerung der optischen Achse 10, so dass die in dem Filmstreifen 11 enthaltenen Sichtinformationen mit Hilfe des Gerätes 12 in entspre chender Grösse abgebildet werden können.
Ein besonders ausgebildeter Filmspeicher 14 arbeitet so mit der Mikrofilmauswahleinheit 5 zusammen, dass jeder beliebige darin enthaltene Filmstreifen 11 wahl weise unter Steuerung der Druckwerk und Mikrofilm auswahlsteuereinheit 3b entnommen werden kann. Die Wirkungsweise und Steuerung der Mikrofilmauswahlein- heit 5 für den wahlweisen Zugriff zu einem Filmstreifen 11 fällt nicht in den Rahmen der Erfindung, da jeder beliebige Zugriffsmechanismus verwendet werden kann, um den gewünschten Filmstreifen auszuwählen und mit dem gewünschten Bereich in die optische Achse 10 zu bringen.
Ebenso kann auch eine beliebige Dateneingabe vorrichtung 1 benutzt werden, wie Kartenleser, Tastatur, Bandleser usw. Ausserdem wird der Rechner und die Druckwerk- und Mikrofilmauswahlsteuereinheit 3 nicht näher beschrieben, da der Aufbau nicht in den Rahmen der Erfindung fällt. Die Druckwerk- und Mikrofilmaus- wahlsteuereinheit hat lediglich die Aufgabe, die Aus wahl des gewünschten Mikrofilmstreifens und des zu verarbeitenden Bereiches dieses Streifens sowie die Do- kumentübertragungs- und Kleindruckvorrichtung 8 zu steuern.
Wie aus nachstehender Beschreibung noch deut licher hervorgeht, lassen sich viele verschiedene Arten von Vorrichtungen zur Durchführung dieser Steuer funktionen verwenden.
Mit Fig. 1 soll lediglich gezeigt werden, dass in dem hier beschriebenen Mikrofilmarchiv, an sich weder ein Rechner 3a noch eine Eingabevorrichtung 1 benötigt werden, sondern dass statt dessen die Druckwerk- und Mikrofilmauswahlsteuereinheit 3b Eingangssignale ent weder aus einer ausserhalb gelegenen Vorrichtung. wie z.B. einer Tastatur, einem Karten- oder Bandleser, oder aus einer zugeordneten Rechenanlage oder aus beidem zugeführt werden können.
Im Betriebszustand werden Dokumente 18, wie z.B. Kontenkarten die ziemlich häufig ergänzt oder über prüft werden müssen, über die Dokumentübertragungs- einheit 8a in. das Dokumentationssystem eingegeben. Der Inhalt der Dokumente wird dann in starker Verkleine rung mit Hilfe der Dokumentübertragungseinheit 8a und des Linsensystems 9 auf einen ausgewählten Bereich eines ausgewählten Filmstreifens 11 photografisch über tragen,
wie es weiter unten im Zusammenhang mit Fig. 2 noch erläutert wird. Der belichtete Teil des Filmstrei- fens 11 wird anschliessend mit Hilfe einer kleinen Ent wicklungsvorrichtung 17 unter Steuerung durch eine be sondere Steuereinheit 16 für die Bildentwicklung ent wickelt.
Die im Filmspeicher 14 enthaltenen Filmstreifen 11 sind wahlweise belicht- und entwickelbar, d.h., diskrete Bereiche des Filmstreifens können wahlweise belichtet und<B>-</B>entwickelt werden, ohne die Lichtempfindlichkeit benachbarter Filmteile zu zerstören. Es gibt verschiedene Filmsorten, die als in diesem Sinne wahlweise entwickel- bar angesehen werden können.
Ein Beispiel dafür ist ein Film mit einer Schicht, in der utraviolettempfindliches Diazo in einer Polymer-Emulsion eingebettet ist. Bei Be lichtung mit ultravioletter Strahlung zersetzt sich das Diazo, und der freiwerdende Stickstoff sammelt sich an Kernbildungszentren. Die Entwicklung erfolgt durch Wärmeeinwirkung, die auf die belichteten diskreten Be reiche beschränkt sein kann.
Die Emulsion wird bei einer Temperatur von - 115 C weich, so dass der Stickstoff sich ausdehnen und Blasen bilden kann, die einen Durch messer von etwa 1 U, haben. Nach Beendigung der Wärmeeinwirkung verfestigt sich dann die Blasenstruk tur in der Emulsion und bildet ein dauerhaftes Bild. Diese Blasen bleiben so als Hohlräume auch dann bestehen, wenn das Gas langsam zur Oberfläche hin diffundiert. Der sich durch die Projektion des so geformten Bildes ergebende Kontrast beruht auf Streuung des Lichtes durch die Blasenstruktur und nicht auf Lichtabsorption wie beim Silberhalogenfilm.
Ein weiteres Beispiel für einen Film mit wahlweise entwickelbaren Bereichen ist der Diazofilm. Durch die Einwirkung von Ammoniakgas auf einen belichteten Be reich des Films wird nur der in Kontakt mit dem Am moniakgas stehende Bereich des Films entwickelt. Daher steht der nichtbelichtete und nichtentwickelte Teil des Films zur späteren Belichtung zur Verfügung. Die Ent wicklungsvorrichtung 17, die sich zur Verwendung so wohl beim Diazofilm als auch beim Film mit einer Schicht, bei der Diazo in, einer Polymer-Emulsion einge bettet ist, eignet, wird weiter unten noch erläutert.
Sollen die im Filmspeicher 14 befindlichen Inhalte der Dokumente 18 ergänzt werden; wird die Filmspeicher- adresse entweder über die Dateneingabeeinheit 1 ein gegeben oder aus der Rechenanlage 3a zur Druck- und Mikrofilmauswahlsteuereinheit 3b übertragen, die die Mikrofilmauswahleinheit 5 veranlasst, den entsprechen den Filmstreifen mit dem ausgewählten Teil des Doku mentinhaltes in den Strahlengang mit der optischen Achse 10 zu bringen.
Dann werden Drucksteuersignale aus der Druck- und Mikrofilmsteuereinheit 3b über die Leitung 6 zum Kleindrucker übertragen, um den Klein druckvorgang auf dem Filmstreifen 11 zu bewirken. Die auf diese Weise nachgetragenen Daten erscheinen dann nach dem Entwicklungsvorgang mit Hilfe der Entwick lungsvorrichtung 17. Ein in die optische Achse 10 ge brachter Dokumentinhalt kann jederzeit durch das Be- trachtungs- und Kopiergerät 12 betrachtet bzw. repro duziert werden.
Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung der opti schen Einrichtung mit dem Strahlengang für die Doku mentinhalt- Übertragung. Das Originaldokument 18 wird mit der Vorderseite nach unten gelegt und durch Licht aus einer Projektionslampe 19 belichtet, die durch die Druck- und Mikrofilmauswahlsteuereinheit 3b gesteuert wird. Das vom Dokument 18 reflektierte Licht wandert entlang des Pfades 20, wird an einem Spiegel 21 re flektiert und durch die Linse 22 geleitet. Das aus der Linse 22 austretende Licht wird vom Spiegel 23 nach unten auf eine drehbare photoleitende Scheibe 24 ge worfen.
Die Scheibe 24, die in einem Winkel von etwa 30 zur Horizontalen steht, besitzt an ihrem Rand einen Wulst 25, der ein Entweichen des xerographischen Ent wicklers 26 verhindert. Die photoleitende Platte ist also drehbar gelagert und wird durch eine Antriebsvorrich tung 27 in Richtung des Pfeiles 28 gedreht. Ein elektro statisches Aufladegerät 29 ist oberhalb der photoleiten den Platte 24 angebracht.
Die Abbildung des oberen Teils 30 der photoleiten- den.Platte 24 wird von den Spiegeln 44 und 31 durch das Ojektiv 32 auf den Spiegel 33 und von dort auf den Filmstreifen 11 geworfen. Der Filmstreifen 11 liegt aus- serdem über das Mikroskop-Objektiv 34 im Strahlen gang der optischen Einrichtung des Kleindruckers 8b, dessen Wirkungsweise noch näher beschrieben wird.
Ultraviolettes Licht aus einer Lichtquelle 36, die wahlweise durch die Druck- und Mikrofilmauswahl steuereinheit 3b erregt wird, gelangt durch die Linse 37 auf den Spiegel 38 und wird durch die Linse 39 gewor fen. Das aus der entgegengesetzten Seite der Uultravio- lettquelle 36 austretende Licht gelangt durch eine Sam mellinse 40, wird von den Spiegeln 41, 42, 43 durch eine weitere Sammellinse 45 hindurch und vom Spiegel 44 auf den oberen Teil 30 der photoleitenden Scheibe 24 geworfen.
Wie bereits oben erläutert, eignen sich Diazofilm- verfahren oder Filme mit lichtempfindlichen Schichten, die im Polymer-Emulsion eingebettete Diazo enthalten, ideal zur Verwendung in automatischen Dokumentations einrichtungen für bildliche Darstellungen, da hier Trok- ken-Entwicklungsverfahren angewendet werden können.
In beiden Fällen liegt aber die Lichtempfindlichkeit in erster Linie im Ultraviolettbereich. Papier ist jedoch ein schlechter Reflektor für ultraviolettes Licht, und daher wird gemäss Fig. 2 eine Zwischenübertragungsstation, die ultraviolettes Licht gut reflektiert, vorgesehen. In dieser Zwischenübertragungsstation ist ein an sich be kannter xerographischer Vorgang eingebettet.
Die photo- leitende Scheibe 24, die ultraviolette Strahlung gut re flektiert, wird durch das elektrostatische Aufladegerät 29 unter Steuerung der Druck- und Mikrofilmauswahl steuereinheit 3b auf ein einheitliches Potential elektro statisch aufgeladen, wenn keine Belichtung stattfindet, denn in diesem Falle wirkt eine photoleitende Fläche als Isolator. Wenn auf der photoleitenden Scheibe 24 ein Dokument 18 abgebildet wird, dann entsteht auf dem entsprechenden Bereich der Scheibe 24 ein latentes elek trostatisches Bild 18a. Das latente Bild 18a wird in an sich bekannter Weise durch Bestreuen mit xerographi schem Entwickler 26 entwickelt. Wie bekannt besteht dieser Entwickler aus körnigem Material als Träger, und feingemahlenem Pulver als Tönungsmittel.
Beim Mischen beider Bestandteile miteinander treten infolge des tribo- elektrischen Effektes elektrostatische Ladungen auf. Beim Aufstreuen des xerographischen Entwicklers 26 auf die Platte wird das Tönungsmittel vom latenten Bild 18a angezogen, so dass dieses entwickelt wird.
Die photoleitende Scheibe 24 kann z.B. in fünf Ab schnitte unterteilt werden, indem der Plattenantrieb 27 unter Steuerung der Druck- und Mikrofilmauswahl steuereinheit 3b entsprechend schrittweise betätigt wird, wobei dann jeder Abschnitt nacheinander als Bildbereich benutzt werden kann. Um ein Bild auf der Scheibe 24 entstehen zu lassen, wird ein Arbeitsgang dadurch ein geleitet, dass ein etwa 72 umfassender sauberer Bereich bei gleichzeitger elektrostatischer Aufladung unter dem elektrostatischen Aufladegerät 29 vorbeigedreht und beim Weiterdrehen der Scheibe 24 um etwa 60 in die Ein gabeposition gebracht wird, um dort zur Belichtung an gehalten zu werden.
In der Eingabeposition wird dieser sensibilisierte Be reich der Scheibe 24, während etwa #/4 Sekunden durch das vom Originaldokument 18 reflektierte Licht beleuch tet. Dann dreht sich die Scheibe um etwa 270 in die Ausgabeposition. Während dieser Drehung wird durch den hierbei aufgestreuten xerographischen Entwickler 26 das Bild auf der Scheibe entwickelt.
Beim Auftreten eines getönten Bildes 18b an der Ausgabestation wird das Licht aus der rechten Seite der Ultraviolettlampe 36 durch die erste Sammellinse 40 hindurch geleitet, und über die Spiegel 41, 42, 43 auf die zweite Sammellinse 45 gelenkt. Diese befindet sich un mittelbar vor der photoleitenden Scheibe 24. Nach Durch tritt durch die zweite Sammellinse 45 wird das Licht durch den Spiegel 44 auf die Scheibe 24 mit einem Ein fallswinkel von etwa 10 abgelenkt. Dort wird das Licht von dem getönten Bild auf der Scheibe 24 reflektiert und gelangt über die Spiegel 44 und 31 und zum Objektiv 32. Das aus dem Objektiv 32 austretende Licht wird mit Hilfe des Spiegels 33 auf den Film 11 geleitet.
Die Ab bildung des Dokumentes auf dem ultraviolettempfind- lichen Film ergibt sich also durch Belichtung mit Hilfe der ultraviolettreflektierenden Oberfläche der photolei tenden Scheibe 24.
Um ein gleichförmiges Bild auf dem Film 11 zu er halten, muss die Abbildung auf der photoleitenden Scheibe 24 gleichmässig beleuchtet werden. Ausserdem ist es wichtig, dass das ganze auf die photoleitende Platte auffallende Licht in die Öffnung der Objektivlinsen ein dringt, damit die mit der optischen Anordnung an sich mögliche maximale Arbeitsgeschwindigkeit auch ausge nützt werden kann. Wegen dieser beiden Überlegungen sind die Sammellinsen 40 und 45 so angeordnet, dass die erste Linse 40 eine effektive Abbildung des Lichtbogens der Lampe 36 erzeugt. Die zweite Sammellinse 45 befin- det sich nahe der Scheibe 24 und fokussiert den Licht bogen.
Die zweite Sammellinse 45 hat eine solche Lage, dass das einfallende Licht von jedem Punkt des Licht bogens kommt, und ausserdem befindet sich die photo leitende Scheibe 24 so nahe an der Sammellinse 45, dass sie von jedem Punkt im Lichtbogen beleuchtet wird.
Nach Belichtung einer Abbildung bzw. nach ihrer Übertragung auf den Film 11 infolge der Reflexion des ultravioletten Lichtes an der Oberfläche der Scheibe 24 bleibt als einzige Kraft, die das Tönungsmittel 20 in ent sprechender Verteilung an der Scheibe 24 festhält, die Adhäsionskraft übrig. So ist es möglich die Abbildung durch einfaches Bestreuen mit xerographischem Ent wickler 26 zu löschen. Dieser Löschvorgang ist weniger wirksam als der Entwicklungsvorgang, und daher kön nen für seine Durchführung zwei oder drei Arbeitsgänge erforderlich sein. Das lässt sich mit Hilfe von fünf Bild bereichen auf der Scheibe erreichen, von denen dann je der vor seiner Wiederverwendung vier Löschvorgänge durchlaufen muss.
Fig. 3 zeigt einen Kleindrucker, der in dem vorliegen den System verwendet wird, um unter Steuerung der Druck- und Mikrofilmauswahlsteuereinheit 3b Klein druckoperationen durchzuführen. Eine Zeichenmaske 46 ist in einem dreieckigen Träger 47 angebracht, der in den Punkten A und B an zwei gleichen, aber spiegelbildlich entgegengesetzt angeordneten Gelenksystemen 55 und 56 drehbar befestigt ist. Die Gelenksysteme 55 und 56 wer den jeweils wahlweise durch drei Solenoide betätigt.
Das linke Gelenksystem 55 wird durch die Solenoide 57, 58 und 59 und das rechte durch die gleichartigen Sölenoide 57', 58' und 59' betätigt. Durch wahlweise Erregung die ser Solenoide wird das jeweils zugeordnete Gelenksystem oder beide so betätigt, dass der dreieckige Träger 47 in entsprechenden Schritten um die Drehpunkte A und/ oder B geschwenkt wird. Ein siebtes Solenoid 60 steuert die Betätigung eines optischen Verschlusses 49. Bei Be tätigung des Solenoids 60 dreht der Schaft 53 im Befe stigungspunkt 54 einen Arm 51, um seinen festen Dreh punkt 52.
Die Solenoide können wahlweise durch elek trische Impulse aus der Druck- und Mikrofilmauswahl steuereinheit 3b erregt werden.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, kann jedes der Gelenksysteme 55 und 56 wahlweise den zugeordneten Maskenträgerdrehpunkt A oder B aus einer zentralen oder nichtbetätigten Lage (Fig. 3) entweder nach oben oder nach unten um 1, 2 oder 3 Schritte bewegen, so dass also insgesamt sieben verschiedene Schrittstellungen für jeden Maskenträgerdrehpunkt A und B möglich ist.
Die optische Achse 48 des ultravioletten Licht strahles ist normalerweise auf ein zentrales Zeichen der Maske 46 gerichtet, wenn sich diese in Ruhelage befin det. Indem nun der Maskenträger 47 um jeden der Dreh punkte A und B aufeinanderfolgend jeweils über die sie ben Schrittstellungen bewegt wird, werden so zwei Kreis bogenscharen auf der Maske 46 durch den Auftreffpunkt der optischen Achse 48 beschrieben. In jedem Schnitt punkt der beiden sich durchdringenden Kreisbogen scharen ist jeweils ein anderes Zeichen vorgesehen. Da jede Kurvenschar aus sieben Kreisbogen besteht, erge ben sich 49 Schnittpunkte und damit 49 verfügbare Zeichenpositionen.
Der linke Maskenträgerdrehpunkt A ist an einem Ende eines Auslegers 61 befestigt, der seinerseits am an deren Ende an einer feststehenden Rahmenplatte 62 im Punkt C drehbar angeordnet ist, so dass der linke Mas- kenträgerdrehpunkt A einen Kreisbogen 63 beschreiben kann. Die wirksame Länge des Auslegers 61 und damit der Radius des Kreisbogens 63 ist gleich dem Abstand der Achsen beider Maskenträgerdrehpunkte A und B.
Wenn nun die Zeichenmaske 46 durch wahlweise Er regung der Gelenksystemsolenoide so eingestellt worden ist, dass ein bestimmtes Zeichen in die optische Achse 48 gebracht ist, dann wird der Verschluss 49 geöffnet, so dass das Licht aus der Ultraviolettqualle 36 (Fig. 2) durch die Öffnung 50 auf den Filmstreifen 11 fallen kann. Nach diesem Vorgang wird der Verschluss 49 wieder geschlos sen, dann wird durch eine Relativbewegung zwischen dem Filmstreifen 11 und der optischen Achse 48 ein seit lich benachbarter, aber unbelichteter Bereich auf dem Film in die optische Achse 48 gebracht und belichtet.
Der Vorgang wird solange wiederholt, bis eine ge wünschte Zeichenzeile auf dem Filmstreifen belichtet ist.
In Fig. 4 ist eine Schrittschaltanordnung für eine Ob jektivbewegung geigt, die in Verbindung mit einem Kleindrucker 8b verwendet wird. Das durch das in der optischen Achse 48 liegende Zeichen hindurchtretende Licht wird durch das Mikroskop-Objektiv 34 auf den Filmstreifen 11 fokussiert.
Die Lage des Brennpunktes auf dem Fälmstreifen 11 wird entsprechend der Ver schiebung des Objektivs 34 geändert. Indem das Ob jektiv 34 parallel zur Filmebene und senkrecht zur Längs erstreckung des Filius schrittweise verschoben wird, wo bei ein Schritt einer Zeichengrösse entspricht, kann eine Zeile auf dem Film durch aufeinanderfolgende Belich tung von Zeichen ausgefüllt werden.
Die Verschiebung des Objektivs 34 steht zur Betätigung des Solenoids 60 in einer solchen Beziehung, dass der Verschluss 49 im Zeicheneinstellgerät geschlossen wird, wenn sich das Ob jektiv bewegt. Der Objektivträger 64 hält das Objektiv mit seiner Bildebene 34 parallel zum Film und ermög licht seine horizontale Verschiebung. Eine Spindel 65 setzt in Zusammenwirken mit der Spindelmutter 66 die Drehbewegung in eine horizontale Verschiebung um. Die Spindelmutter 66 ist am Objektivträger 64 befestigt.
Die Drehung der Spindel 65 wird durch zwei Vorrich tungen gesteuert, nämlich durch den Schrittschaltme- chanismus 67 und den Rückstellmechanismus 68.
Die in Fig. 4 und Fig. 4A gezeigte Trommel 70 des Schrittschaltmechanismus 67 wird zu ihrer Drehung in Richtung des Pfeils 71 durch eine hier nicht gezeigte Torsionsfeder vorgespannt. Gleichmässig am Umfang der Trommel 70 verteilt sind Sperrasten 69, die in Normal lage gegen einen Sperriegel 74 anschlagen. Die Sperrasten 69 sind in der Weise federnd befestigt, dass sie entgegen der Kraft einer Feder 73 in Richtung zur Trommelachse herabgedrückt werden können.
Die Bewegungsmöglich keit der Sperreste 69 wird aber begrenzt durch einen Schlitz in den ein mit der Trommel 70 konzentrischer Ring 72 eingreift. Durch Herabdrücken einer Sperreste 69 wird diese ausser Eingriff mit dem Sperriegel 74 ge bracht, so dass sich die Trommel 70 bis zum Anschlag der nächsten Sperreste 69 weiterbewegt.
Das Herabdrük- ken der Sperreste 69 erfolgt durch die Wirkung eines er regten Solenoids 75, indem eine an Anker des Solenoids befestigte Blattfeder 76, die durch einen Schlitz im Sper riegel 74 geführt wird, mit ihrem freien Ende 5 die ent sprechende Sperreste 69 herabdrückt, so dass die Sperr- reste 69 ausser Eingriff mit dem Sperriegel 74 kommt.
Bei Drehung des Schrittschaltmechanismus 67 (Fig. 4) wird ein Stahlband 77 um die Spindelwelle 65a gewickelt. Zum Rückstellen des Schrittschaltmechansmus 67 dreht das Stahlband 77 durch die Zugwirkung des erregten Rückstellsolenoids 78 die Welle 65a, so dass die Tor- sionsfeder zur Drehung der Trommel 70 wieder gespannt wird. Hierdurch wird gleichzeitig der Objektivträger 64 in die Ausgangslage zurückgestellt.
Nach Abschalten des Rückstellsolenoids ist dann auch das Stahlband 77 von der Welle 65a abgewickelt. Bei entsprechender Erregung des Schrittschaltsolenoids 75 bewegt sich also das Mikro skop-Objektiv 34 schrittweise quer zum Filmstreifen 11 in der Weise, dass eine Zeile mit Zeichen entsprechend den binären Eingängen zum Kleindrucker 8b darauf ge druckt werden kann.
Die in Fig. 5 gezeigte Entwicklungseinrichtung zum Trockenentwickeln von gewöhnlichen, Diazofilmen oder Filmen, bei denen Diazos in Polymer-Emulsion enthalten sind, besteht aus einer Heizplatte 79, deren Oberfläche an der Vorderseite 80 so beschaffen ist, dass sie mit dem Filmstreifen 11 in Kontakt gebracht werden kann.
Die Vorderseite 80 der Heizplatte 79 ist von einem Isola tionsstreifen 90 umrandet, der eine Erhitzung der an grenzenden, nicht exponierten Filmbereiche verhindert. Die Heizplatte ist von bekannter Bauart und verwendet einen Thermostaten oder eine andere geeignete Regel einrichtung, um an der Vorderseite 80 eine einheitliche Temperatur aufrechtzuerhalten. Auf der anderen Seite des Filmes 11 befindet sich eine Ammoniakkammer 81.
In den seitlichen Begrenzungswänden dieser Kammer verläuft eine Nut 82, die sowohl denzu entwickelnden Bereich des Filmes umgibt, als auch an eine Saugleitung angeschlossen ist, so dass, wenn Ammoniakgas für den Entwicklungsprozess benötigt wird, jedes zwischen Kam merwandung und Film entweichende Ammoniakgas in diese Nut 82 hineingezogen und abgeführt wird.
Die eigentliche Entwicklungskammer 83 bildet zusammen mit der Emulsionsseite lla des Films 11 einen abgeschlosse nen Raum für die Ammoniakentwicklung von Diazo- filmen. In der Kammer 81 sind Kanäle 84, 85, 86 einge lassen, die zur Zuführung von Druckluft und Ammoniak gas und zur Evakuierung über entsprechend angeschlos sene Leitungen dienen. Durch jeweils ein. Solenoid be tätigte Ventile 87, 88 und 89 gestatten die Regelung der Gaszufuhr bzw. der Evakuierung.
Die Entwicklung eines Filmes, bei dem Diazo in einer Polymer-Emulsion enthalten ist, ist ein relativ einfacher Vorgang, da in diesem Fall nur der Heizteil der Ent wicklungsvorrichtung 17 verwendet zu werden braucht. Der entsprechende Filmbereich 11 wird lediglich in Kon takt mit der Vorderseite 80 der Heizplatte 79 gebracht und entsprechend aufgeheizt. Die Entwicklungsvorrich tung wird zweckmässiger so aufgebaut, dass der Film mit dem zu entwickelnden Bereich in die richtige Lage zur Vorderseite 80 der Heizplatte 79 gebracht wird, be vor er damit in Kontakt gebracht wird.
Soll ein Diazofilm entwickelt werden, bei dem Am moniakgas für den Entwicklungsprozess benötigt wird, dann wird der Film ebenfalls zunächst in seine richtige Lage bezüglich der Entwicklungskammer 83 gebracht. Anschliessend wird die Heizplatte 79 und die Ammo- nia.kkammer 81 gegen den Film gedrückt, so dass die Entwicklungskammer 83 einen geschlossenen Raum bil den kann. Zunächst sind alle Solenoidventile geschlos sen. Wird nun das Solenoidventil 88 betätigt, dann strömt Ammoniakgas in die Entwicklungskammer 83.
Nach be endetem Entwicklungsvorgang wird das Solenoidventil 88 geschlossen und das Solenoidventil 87 geöffnet, so dass Luft in die Entwicklungskammer 83 eindringen kann. Dann wird das Soleno.idventil 89 geöffnet und die Ent wicklungskammer 83 evakuiert, um das darin enthaltene A:mmoniakgas herauszuziehen. Die Grösse der Vorderseite 80 der Heizplatte 79 und der Entwicklungskammer 83 bestimmt natürlich die Grös- se des diskreten Filmbereiches, der in einem Schritt ent wickelt werden kann.
Die Plattenseite 80 und die Kam mer 83 können gross genug sein, um ein ganzseitiges Dokument zu entwickeln, oder sie können die Grösse haben, die ausreicht, um nur eine Zeile eines Doku ments, eine halbe Zeile, ein Wort usw., zu entwickeln. Die Grösse der Entwicklungsvorrichtung ist damit von der jeweiligen Anwendung abhängig: