CH432157A - Stopfbüchse für unter hohem Druck stehende Vorrichtungen, insbesondere Kolben oder Kolbenstangen bei Hochdruckmaschinen - Google Patents
Stopfbüchse für unter hohem Druck stehende Vorrichtungen, insbesondere Kolben oder Kolbenstangen bei HochdruckmaschinenInfo
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Description
Stopfbüchse für unter hohem Druck stehende Vorrichtungen, insbesondere Kolben oder Kolbenstangen bei Hochdruckmaschinen Bei hohen Betriebsdrücken, z. B. bei Hochdruck kolbenpumpen, Plungerpumpen oder Hochdruckkom pressoren, verwendet man bis etwa 300 atü Nutringe aus Leder und Kunststoffen oder aus Kunstgummi mit Baumwollgewebeeinlagen, um sie widerstandsfähiger zu machen.
Diese Arbeitsmaschinen weisen Drehzahlen bis etwa 500 U/min auf. Der Spalt zwischen Kolben bzw. Kol benstange und dem zur Führung der Kolbenstange die nenden Grundring beträgt einige Millimeter, damit eine rasche Druckwirkung auf die Lippe des Nutringes er zielt wird. Diese Anordnung hat folgende Nachteile: Der Druck der Flüssigkeit oder des Gases, der sich im Spalt längs des Kolbens oder der Kolbenstange fort setzt, wirkt stauchend auf die Lippe des Nutringes und deformiert diese mit der Zeit. Schliesst die Lippe im drucklosen Zustand nicht dicht an die Kolbenstange bzw. den Kolben an, so wird die Deformierung durch die stauchende Einwirkung auf die Lippe des Nutringes um so stärker.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass sich infolge des grossen Spaltes zwischen Kolben bzw. Kolbenstange und dem Grundring bei den all gemein üblichen Längen der Stopfbüchse eine schlechte Führung dieser hin und her gehenden Maschinenteile ergibt. Beginnt der Kolben bzw. die Kolbenstange ein mal zu wandern, so ist nach kurzer Zeit der Nutring deformiert.
Ein weiterer Nachteil ist, dass der Nutring infolge des starken Pressdruckes am Kolben bzw. der Kolbenstange haftet, so dass der Nutring beim Bewe gungswechsel sehr stark beansprucht wird, und zwar um so stärker, je grösser die Hubzahl pro Minute ist.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, diese Nachteile so weit wie möglich auszuschalten, um eine lange Dich tungsdauer zu erzielen. Die Erfindung betrifft eine Stopfbüchse für unter hohem Druck stehende Vor richtungen, insbesondere Kolben und Kolbenstangen bei Hochdruckmaschinen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Grundring, gemeinsam mit einem Nut ring, einen mit dem Druckraum durch grosse Kanäle in Verbindung stehenden Ringkanal bildet, der mit dem Spalt zwischen Grundring und beweglichem Teil durch einen Ringspalt unter einem solchen Winkel verbunden ist, dass die Strömung in dem Ringspalt der Strömung in dem Führungsspalt zwischen Grundring und beweg lichem Teil entgegenwirkt. Diese Anordnung bezweckt, die Druckflüssigkeit z.
B. durch grosse Bohrungen oder Langlöcher des Grundringes und den vorzugsweise da ran anschliessenden Ringspalt, der vom Grundring und dem Nutring gebildet sein kann, so zu leiten, dass die Wirkung eines Stauchdruckes auf eine zweckmässig am Nutring vorhandene Lippe so gut wie verhindert und die Lippe an den beweglichen Teil, z. B. Kolben bzw.
Kolbenstange, gedrückt wird, indem die so ge leitete Druckflüssigkeit in entgegengesetzter Richtung gegenüber der Druckflüssigkeit im Spalt zwischen be weglichem Teil und Grundring durch den Ringkanal auf den Nutring allmählich verlaufend bis zur Lippen spitze einwirkt, wobei die durch den Ringspalt kom mende Druckflüssigkeit auch die stauchende Wirkung der aus dem Spalt zwischen beweglichem Teil und Grundring kommenden Druckflüssigkeit kompensiert.
Ringkanal und Ringspalt sind zweckmässig so di mensioniert, dass keine Drosselung auftritt, während im Spalt zwischen beweglichem Teil und Grundring, der vorteilhaft nur etwa 0,03 bis 0,04 mm, auf den Durch messer bezogen, misst, eine starke Drosselung des Flüs sigkeitsdruckes erfolgen kann. Zu dem gleichen Zweck starker Drosselung kann ferner der letztgenannte Spalt möglichst lang ausgeführt werden, wobei er zugleich eine gute Führung für den beweglichen Teil bildet. Die Länge der Kanäle, z. B. Bohrungen bzw. Lang löcher, des Grundringes dagegen soll zweckmässig mög lichst kurz sein, um eine rasche Ausgleichswirkung bei jedem Druckwechsel auf den Flüssigkeitsdruck im Spalt zu erzielen.
Vorteilhaft kann der Ringspalt zum beweglichen Teil eine Neigung von 45 bis 20 und weniger haben, besonders wenn der Nutring aus Metall besteht. Be steht der Nutring aus Kunststoff, so kann die Neigung grösser sein. Der Nutring ist vorzugsweise aus Metall hoher Gleit- fähigkeit oder aus einer Legierung hergestellt. Die Dehnung dieses Metallee beträgt vorteilhaft 12 bis 18 %, damit ein gutes Anliegen bzw. eine gute Dichtung an dem beweglichen Teil (Kolben bzw. Kolbenstange) er zielt wird.
Ferner kann eine Schmierung des beweglichen Teils mit Zylinderöl vorgesehen werden, so dass ein Anhaften des Nutringes am beweglichen Teil vermieden wird und ausserdem der Ölfilm im engen Spalt den Flüssigkeitsdruck zusätzlich abdrosselt.
Der Grundring kann mit dem Stopfbüchsentopf aus einem Stück bestehen oder getrennt angeordnet sein. Im ersten Fall kann die fertig montierte Stopfbüchse z. B. in den Deckel einer Hochdruckpumpe einge schraubt und somit leicht auswechselbar sein. Im zweiten Fall kann sich die Stopfbüchse z. B. im Deckel einer Hochdruckpumpe befinden. Grundring und Nutringe werden zweckmässig mit einer Brille fixiert.
Man sollte höchstens zwei Nütringe verwenden, und es sollte stets schon der, z. B. einem Zylinder zugekehrte, Nutring dichten, während der zweite Nutring nur als Reserve dienen sollte.
Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht die Zeichnung. In dieser zeigen: Fig. 1 einen Teilschnitt durch eine Stopfbüchse mit einem Nutring, Fig. 2 einen Teilschnitt durch einen doppelten Nut ring und Fig. 3 eine Ansicht des Grundringes vom Druck raum her.
Bei der in Fig. 1 im Schnitt gezeigten Stopfbüchse ist an einem Rahmen 1, z. B. einer Hochdruckpumpe, ein Zylinderflansch 2 festgeschraubt. 3 ist die Kolben stange bzw. der Kolben der Pumpe. In den Zylinder- flansch 2 ist ein Stopfbüchengehäuse 4 (Stopfbüchsen- topf) mittels eines Feingewindes G1 eingeschraubt.
Das Stopfbüchsengehäuse 4 bildet mit dem Grundring 5 ein Stück, jedoch könnte der Teil 4 auch mit dem Zylinderflansch 2 ein Stück bilden und dann wird der Grundring 5 getrennt eingeschraubt, wie die gestrichelte Linie 6 andeutet. Der Grundring 5 weist als Verbin dungskanäle acht bis zehn Bohrungen 7 oder vier Langlöcher 8 gemäss Fig. 3 auf, die in einen kreis förmig abgerundeten, ovalen Ringkanal 9 von der Breite b münden.
Der Grundring 5 weist ferner eine lange Führung für die Kolbenstange bzw. den Kolben 3 auf, die bis in den Pumpenzylinder 10 vom Durchmesser DZ hineinreicht und wesentlich länger ist als die Verbindungskanäle 7 bzw. B. Diese Führung bildet mit der Kolbenstange bzw. dem Kolben 3 einen Füh rungsspalt s, der etwa 0,03 bis 0,04 mm oder weniger, auf den Durchmesser bezogen, misst. Der kreisförmig abgerundete ovale Ringkanal 9 von der Breite b wird vom Grundring 5 und einem Nutring 11 (aus Blei, aus Legierungen wie Bronze oder aus sonstigem Metall von hoher Dehnung oder auch aus Kunststoff) gebildet.
Die Lippe des Nutringes 11 geht unter einem Winkel a mit der entsprechenden, gegenüberliegenden Wandung des Grundringes 5 in den Ringspalt S1 bzw. die Projektion Si auf die Kolbenstange bzw. den Kolben 3 über.
Den Flüssigkeitsdruckverlauf aus dem Zylinder 10 durch die Bohrungen 7 bzw. Langlöcher 8 in den Ringkanal 9 und den Ringspalt S1 veranschaulicht der Linienzug mit Angabe der Pfeilrichtung. Der Nut ring 11 weist eine Eindrehung 12 auf, die die Lippe elastischer gestaltet. Mit der Stopfbüchsenbrille 13, die mittels eines Feingewindes G2 in das Stopfbüchsen gehäuse 4 eingeschraubt ist, wird der Nutring 11 fixiert. Für die bei 14 zugeführte Ölschmierung ist dickes Zylinderöl zu wählen.
Vier Bohrungen 15 dienen zur Aufnahme eines Steckschlüssels zum Nachstellen der Stopfbüchsenbrille 13.
In Fig. 2 sind zwei hintereinander geschaltete Nut ringe 11 und 11' veranschaulicht. Beide Lippen des Nutringes 11' sind unter einem Winkel ss abgeschrägt. Der Nutring weist ferner eine Ausdrehung 16 auf, die die Lippen besonders elastisch macht. Der Nutring 11 weist die übliche, eingedrehte Nut 12 und ferner eine längliche Eindrehung 17 auf, in die die innere Lippe des Nutringes 11' hineinragt. Dadurch erhält die Lippe ein elastisches, freies Spiel und kann auf die Kolbenstange bzw.
den Kolben 3 keine klemmende Wirkung ausüben. Die hinteren Begrenzungsflächen des Nutringes 11 sind unter dem Winkel ss abgeschrägt und zur Mitte verlaufend kreisförmig abgerundet. Die Lippe des Nutringes 11 ist unter einem Winkel a geneigt und geht dann in eine kreisförmig begrenzte Ausnehmung 18 über, die den einen Teil des Ringkanals 9 bildet. Mit dem flachen Teil sitzt der Nutring 11 dicht auf dem Grundring 5 auf.
Die Winkel a und ss betragen etwa 45 bis 20 und weniger, je nach der geringeren oder grösseren Festigkeit des Werkstoffes der Nutringe.
Die Erfindung ist besonders für Hochdruckpumpen, Kolbenkompressoren usw., aber auch für Ventilgehäuse, die starken und schnellen Druckwechseln ausgesetzt sind, mit Vorteil verwendbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Stopfbüchse für unter hohem Druck stehende Vor richtungen, insbesondere Kolben und Kolbenstangen bei Hochdruckmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundring, gemeinsam mit einem Nutring, einen mit dem Druckraum durch grosse Kanäle in Verbindung stehenden Ringkanal bildet, der mit dem Spalt zwischen Grundring und beweglichem Teil durch einen Ring spalt unter einem solchen Winkel verbunden ist, dass die Strömung in dem Ringspalt der Strömung im Füh rungsspalt zwischen Grundring und beweglichem Teil entgegenwirkt. UNTERANSPRÜCHE 1.Stopfbüchse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verbindungskanäle zwischen dem Ringkanal und dem Druckraum der zu dichtenden Vor- richtung aus Bohrungen oder Langlöcher bestehen. 2. Stopfbüchse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Grundring eine lange Führung für den beweglichen Teil aufweist, die bis in den Druckraum hineinreicht und wesentlich länger ist als die Verbindungskanäle. 3.Stopfbüchse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Grundring mit dem Stopfbüchsen gehäuse aus einem Stück besteht und in den Deckei der zu dichtenden Vorrichtung einschraubbar ist. 4. Stopfbüchse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Grundring getrennt in einen im Deckel der zu dichtenden Vorrichtung befindlichen Stopfbüchsentopf einsetzbar ist. 5.Stopfbüchse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Ringkanal runde oder ovale Form mit kreisförmigen Abgrenzungsflächen aufweist. 6. Stopfbüchse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der drosselfreie Ringspalt entspre- chend der Lippe des Nutringes unter einem spitzen Win kel in den Führungsspalt mündet. 7. Stopfbüchse nach Patentanspruch und Unter anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der drossel freie Ringspalt unter einem Winkel von höchstens 45 bis 20 in den Führungsspalt mündet. B.Stopfbüchse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Nutring aus Metall von hoher Gleitfähigkeit oder aus Kunststoff eine Eindrehung aufweist, die sich möglichst nahe dem im Nutring be findlichen Ende des Ringkanals befindet. 9. Stopfbüchse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwei Nutringe aus Metall von hoher Gleitfähigkeit oder aus Kunststoff hintereinander ge schaltet sind, wobei der zweite Nutring zwei einen spitzen Brustwinkel aufweisende Lippen besitzt. 10.Stopfbüchse nach Patentanspruch und Unter anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Brust winkel der beiden Lippen des zweiten Nutringes 45 bis 20 beträgt. 11. Stopfbüchse nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Druckraum zugekehrte erste Nutring ausser der nahe dem Ende des Ringkanals liegenden Eindrehung eine weitere flache Eindrehung aufweist, und dass der rückwärtige Teil dieses Nutringes zu beiden Seiten unter einem spitzen Winkel abgeschrägt und gegen die Mitte kreisförmig abgerundet ist. 12.Stopfbüchse nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 8, 9 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die dem beweglichen Teil zugekehrte Lippe des zweiten Nutringes in die flache Eindrehung des ersten Nutringes mündet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ0009362 | 1962-04-17 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2497908A1 (fr) * | 1980-07-23 | 1982-07-16 | Chesterton A W Co | Bague a lanterne pour cylindre adapte pour recevoir un arbre |
-
1963
- 1963-02-26 CH CH251763A patent/CH432157A/de unknown
- 1963-03-27 AT AT244263A patent/AT240121B/de active
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| AT240121B (de) | 1965-05-10 |
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