CH432198A - Verfahren zum korrosionsfreien Weichlöten von Aluminium oder von überwiegend Aluminium enthaltenden Legierungen - Google Patents

Verfahren zum korrosionsfreien Weichlöten von Aluminium oder von überwiegend Aluminium enthaltenden Legierungen

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CH432198A
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soldered
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Polereczky Gabor
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Budavox Budapesti Hiradastechn
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  • Coating With Molten Metal (AREA)

Description


      Verfahren        zum    korrosionsfreien Weichlöten von     Aluminium    oder von     überwiegend          Aluminium    enthaltenden     Legierungen       Die Erfindung betrifft ein Verfahren     zum    korro  sionsfreien Weichlöten von Aluminium oder von über  wiegend Aluminium enthaltenden Legierungen.  



  Bekanntlich     kann.    man Aluminium bzw. Legierun  gen, welche im überwiegenden Teil Aluminium enthal  ten - nachfolgend kurz Aluminium genannt - in der bei  anderen Buntmetallen üblichen einfachen Weise nicht  verlöten. Der Grund hierfür liegt hauptsächlich in jener,  im Hinblick auf den Korrosionsschutz sehr vorteilhaften  Eigenschaft des Aluminiums, dass sich auf seiner Ober  fläche eine chemisch hochwiderstandsfähige, erst bei  Temperaturen über 2000  C schmelzende, hochfeste  und gut haftende Oxydschicht bildet. Eine weitere  Schwierigkeit liegt in der vorzüglichen Wärmeleitfähig  keit des Aluminiums.  



  Um Werkstücke, welche aus Aluminium oder aus       überwiegend    Aluminium enthaltenden Legierungen be  stehen, untereinander oder mit anderen weichlötbaren  Metallen mittels Verlöten eine feste, korrosionsbestän  dige metallische Lötverbindung mit einer Scherfestigkeit  von mindestens 100 kg/cm' zu erzielen, muss vor dem  Löten von der zu lötenden Oberfläche die Oxydschicht  restlos entfernt werden. Das Entfernen der Oxydschicht  ermöglicht aber das Löten nur dann, wenn die Lötstelle  bis zum Zeitpunkt der Oberflächenlegierung mit einer  Sperrschicht versehen wird, welche den Sauerstoff fern  hält und die Bildung einer weiteren Oxydschicht verhin  dert.

   Sobald die     Oberflächenlegierung    des Aluminiums  erfolgt ist, kann an der legierten Fläche irgendein mit  Weichlötmethoden anlötbares Metall oder eine entspre  chende Legierung befestigt, d. h. angelötet werden.  



  Das Prinzip der bisher bekannten Lötverfahren u. a.  auch das sog. Reaktions-Lötverfahren besteht darin,  dass auf die zu lötende Oberfläche des Aluminiumwerk  stückes Zink- oder andere Metallchloride, wie beispiels  weise Zinn-, Wismut-, Kadmiumchlorid aufgetragen wer  den und die Lötstelle auf 400  C erwärmt wird. Infolge  der Wärme schmilzt .das     Salz    und tritt mit dem Alumi  niumoxyd in Reaktion, wobei das entstehende Alumini-    umchlorid sublimiert. Durch das reduzierte Metall wird  die Aluminiumoberfläche legiert und ein, zum Weichlö  ten geeigneter glänzender Überzug gebildet.  



  Dieses Verfahren ist mit dem Nachteil behaftet, dass  bereits bei der Löttemperatur gasförmige Reaktionspro  dukte der Korrosion entstehen, welche auf den kälteren  Stellen der Umgebung kondensieren und insbesondere  bei Einwirkung einer warmen     Nassatmosphäre    eine  intensive     Korrosion    herbeiführen können. Ein weiterer  Nachteil besteht darin, dass die Reste des     Dekapie-          rungsmittels    zum     Korrosionschutz    durch gründliches  Waschen entfernt werden müssen, was z. B. bei elektri  schen Armaturen kaum ohne Beschädigung der Einrich  tungen durchgeführt werden kann.  



  In anderen Fällen werden die Eigenschaften gewis  ser Legierungen ausgenützt, dass zwischen ihren flüssi  gen und festen Zuständen beträchtliche Temperaturun  terschiede bestehen und     ,dass    die flüssige Legierung bei  der Löttemperatur auch Metallanteile in kristalliner  Form enthält.

   Bei .diesem Verfahren wird die zu verlö  tende Fläche mit Hilfe des Lötkolbens und einer Draht  bürste, oder mit einem anderen geeigneten Werkzeug  und mit dem zum Teil kristallinischen Lötmetall zu  gleich und kräftig gerieben, wobei die dünne Oxyd  schicht der vorangehend gereinigten Oberfläche aufge  rissen und die zu     verlötend,-,    Stelle auf eine geeignete  Temperatur erhitzt wird, wodurch die Oberflächenlegie  rung     eintritt.    Dieses Verfahren ist zeitraubend und um  ständlich und kann bei einer vertikal angeordneten Flä  che nicht oder nur sehr schwer durchgeführt werden.  



  Gemäss einer anderen bekannten Methode erfolgt  die Zerstörung der     Oxyd-Oberflächenschicht    mittels       Ultraschall,    und zwar wird das Lötmetall dabei auf der  erhitzten Fläche geschmolzen, das Werkstück mit Hilfe  eines Ultraschallerzeugers zum Schwingen gebracht oder  aber wird das Ende des Lötkolbens zur Ultraschaller  zeugung erregt. Beide erwähnten Verfahren besitzen den  Nachteil, .dass teure, umfangreiche,     komplizierte    und  schwere elektrische Vorrichtungen nötig sind, deren Be  dienung Fachpersonal erfordert. Dadurch wird das      ohnehin teure und unsichere     Verfahren    noch kostspieli  ger.  



  Das     erfindungsgemässe        Verfahren    zum korrosions  freien Weichlöten von     Aluminium    oder von überwie  gend     Aluminium    enthaltenden Legierungen, ist dadurch  gekennzeichnet, dass man ein lösungsmittelfreies     Löt-          mittel,    das     mindestens    Verbindungen, die durch Umset  zung von Harzen mit Karbonaten, Oxyden, Hydroxyden  von Metallen, deren elektrochemisches Potential positi  ver ist als jenes des     Aluminiums.,        erzeugt    wurden,

   und/  oder Salze von     Metallen    mit     Fettsäuren    mit .mehr als 15  C-Atomen in der Kette, wobei das elektrochemische  Potential der Metalle positiver ist als jenes des     Alumi-          niums,    enthält, auf die Oberfläche des zu verlötenden  Werkstückes aufträgt und man     anschliessend    das Werk  stück in Gegenwart einer Weichlötmetallschmelze unter  Reaktion des Lötmittels     mit    der auf der Oberfläche be  findlichen Oxydschicht bei Temperaturen zwischen 300  bis 500  C verlötet, wobei sich die Lötmetallschmelze  mit dem von der Oxydschicht befreiten Aluminium bzw.  Legierung legiert.  



  Die Dekapierungswirkung lässt sich dadurch erklä  ren,     dass    die fettsauren und/oder harzsauren     Metallsalze     bei Temperaturen zwischen 300 bis 500  C zu Reinme  tallen reduziert werden, worauf die sehr fein verteilten,  also sehr grosse     Oberfläche    besitzenden Metallteilchen  bei Einwirkung einer weiteren Temperatursteigerung  oxydieren und das     Aluminiumoxyd    reduzieren.

   Diese  Annahme     scheint    dadurch bestätigt zu sein, dass einer  seits die     Oberflächenlegierung    des Aluminiums mit dem  Lötmetall bei Abwesenheit der vorliegenden organi  schen     Metallsalze,        also    nur mit Fett- und/oder Harz  säure behandelt, nicht erfolgt.

   Andererseits tritt eine       Oberflächenlegierung    auch dann ein, wenn auf die mit  dem vorliegenden Dekapierungsmittel überzogene, ge  reinigte     Aluminiumoberfläche    ein geringes Stück     Löt-          mittel    angebracht wind, vorausgesetzt, dass das Werk  stück auf die zur     Oberflächenlegierung    erforderliche  Temperatur erhitzt wurde.  



  Das vorliegende Dekapierungsmittel ermöglicht die  Oberflächenlegierung des Aluminiums besonders bei  Anwendung solcher     Lötmetalle,    welche ausser einem  hohen Zinngehalt auch Zink enthalten, und deren       Schmelzpunkt        mindestens    330  C .ist.     Als        zweckmässige     Zusammensetzung     des    Lötmetalls sei folgende     erwähnt:     20-30 Gewichtsteile     Zinn,    15-25 Gewichtsteile Blei  und 8-20     Gewichtsteile        Zink.     



       Ausführungsbeispiele    des     erfindungsgemässen    Ver  fahrens werden nachfolgend näher erläutert.  



  Gemäss einer     beispielsweisen        Ausführungsform    des  Verfahrens werden die zu verlötenden Flächen von Alu  miniumplatten mit einer Feile oder mit einer     metalli-          schen    Drahtbürste gereinigt. Zum Löten wird als     Deka-          pierungsmittel    eine aus fettsäurehaltigem Kupferresinat  und Kadmiumstearat bestehende Paste verwendet, mit  einem über 50 % liegenden Gehalt an Wirkstoff, d. h. an  organischen     Metallsalzen.     



  Die mit dem Dekapierungsmittel gleichmässig über  zogene     Aluminiumoberfläche    wird mit einem Lötkolben  oder     einem    anderen geeigneten Werkzeug - im Falle    grösserer Werkstücke z.B. mit einer Lötlampe - so lange  erhitzt, bis die     ursprünglich        grünliche    Farbe der     Deka-          pierungspaste    eine braune Farbe annimmt.

   Die Verfär  bung bezeichnet den Zeitpunkt, bei welchem die zu ver  lötende Fläche     mit    dem auf den heissen Lötkolben auf  genommenen Lötmetalltropfen benetzt, also legiert wer  den     kann.    Eine zweckmässige Zusammensetzung des       anzuwendenden    Lötmetalls ist: 20 Gewichtsteile Zinn,  20 Gewichtsteile Blei, 10 Gewichtsteile Zink.  



  Die durch .das obenbeschriebene Verfahren erzeugte,  einfach überlappte     Lötverbindung    einer 10 X 20 mm  Oberfläche zeigte bei zwei     Prüflingen    von je 1,5 X 20 X  150 mm     Oberfläche    eine     Scherfestigkeit    über  100 kg/cm'.     Im        Laufe        zahlreicher        Zerreissproben    konnte  die Lötmetallschicht von :

  der Aluminiumfläche in kei  nem     einzigen        Falle    getrennt     werden.    In     allen    Fällen er  folgte die Trennung entweder in der Lötmetallschicht,  oder am Werkstück     ausserhalb    der Lötstelle.  



  Ein Vorteil des     vorliegenden        Verfahrens    liegt darin,       dass    - im Gegensatz zu den bekannten Verfahren   unter Vermeidung von Korrosionsbildern, wie beispiels  weise     in    erster Linie von     halogenhaltigen        Stoffen,    auf       Aluminiumflächen    mit Hilfe der beim Weichlöten von       Buntmetallen        üblichen        Mitteln    oder Verfahren Lötstel  len erzeugt werden können, an welche dann     weichlöt-          bare    Metalle oder Legierungen, sowie solche Überzüge  tragende Metalle,

       wie    z. B. feuerverzinnte Eisenplatten,  in bekannter Weise angelötet werden können.  



  Die nach vorliegendem     Verfahren    gelöteten Alumi  niumgegenstände wurden einer 56-tägigen     Nasswarmbe-          handlung    unterworfen, wobei weder der Aluminiumge  genstand, noch das einen Teil seiner Oberfläche     bedek-          kende    Lötmetall eine schädliche Korrosion oder sonstige  Beschädigung erlitt, selbst nicht an Stellen, die Überre  ste des Dekapierungsmittels .trugen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum korrosionsfreien Weichlöten von Aluminium oder von überwiegend Aluminium enthal tenden Legierungen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein lösungsmittelfreies Lötmittel, das mindestens Ver bindungen, die durch Umsetzung von Harzen mit Kar bonaten, Oxyden, Hydroxyden von Metallen, deren elektrochemisches Potential positiver ist als jenes des Aluminiums, erzeugt wurden, und/oder Salze von Metallen mit Fettsäuren mit mehr als 15 C-Atomen in der Kette, wobei das elektrochemische Potential der Metalle positiver ist als jenes des Aluminiums, enthält,
    auf die Oberfläche des zu verlötenden Werkstückes auf trägt und man anschliessend das Werkstück in Gegen wart einer Weichlötmetallschmelze unter Reaktion des Lötmittels mit der auf der Oberfläche befindlichen Oxydschicht bei Temperaturen zwischen 300-500 C verlötet, wobei sich die Lötmetallschmelze mit dem von der Oxydschicht befreiten Aluminium bzw. Legierung legiert. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Weichlötmetallschmelze mindestens eines der Metalle Zinn, Blei oder Zink enthält.
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