Sicherheitseinrichtung gegen Diebstahl Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sicherheits einrichtung gegen Diebstahl. Dieselbe zeichnet sich er findungsgemäss dadurch aus, dass sie in Serie mit einer Speisungsquelle und Alarmdetektorkontakten, die den Stromkreis dieser Quelle über Masse vervollständigen, ein mit einem Arbeitskontakt versehenes, verzögertes i.7berwachungsrelais und eine Parallelschaltung aufweist, welche eine mit einem Arbeitskontakt versehenes, ver zögertes Warterelais aufweist, dessen Kontakt parallel zu den Detektoren angeordnet ist,
sowie ein mit Ar beitskontakten und mit einem Haltestromkreis versehe- nes Alarmrelais zur Verbindung von Meldevorrichtun gen mit der Speisungsquelle und ein verzögertes Unter brechungsrelais zum periodischen Öffnen des Alarm relais umfasst, wobei der elektrische Widerstand der Alarm- und Unterbrechungsrelais grösser ist als der jenige des Warterelais, so dass dieselben nicht vor letzte rem ansprechen.
Unter einem verzögerten Relais wird, wie üblich, ein Relais verstanden, dessen Kontakte erst eine ge wisse Zeit nach der Erregung oder Entregung der Relaisspule aus der Öffnungslage in die Schliesslage, oder umgekehrt, kommen.
Die Arbeits- und Ruhekontakte werden nachfol gend meistens als normalerweise offene bzw. normaler weise geschlossene Kontakte bezeichnet.
In der Zeichnung zeigen die Fig. 1 und 2 der Schaltungsschemas, die zwei bevorzugten Schaltungen von zwei Ausführungsbeispielen der Erfindung.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform der Sicher heitseinrichtung nach der Erfindung, und Fig. 2 eine zweite Ausführungsform, die sich von der ersten durch die Anordnung der Alarmdetektoren unterscheidet.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, besteht die Ein richtung aus zwei elektromagnetischen Relais RTl und RT2, zwei thermischen Relais RT1, RT2 und RT3 und aus den Alarm-Detektorkontakten D1 undi D2. Abge sehen von diesen Kontakten sind alle Elemente der Schaltung in einem zentralen Block montiert, der die Klemmen 1, 2, 3, 4, 5 und 6 aufweist. An die Klem men 1 und 2 werden die zwei Detektoren D 1 bzw.
D2 angeschlossen; an die Klemmen 3 bis 5 werden ent sprechende Anzeige- oder Alarmvorrichtungen ange schlossen, die nicht dargestellt sind und nach Wunsch gewählt werden können, je nach den Anwendungsfällen; an die Klemme 6 wird die Speisungsquelle angeschlos sen mittels einer Verbindungsvorrichtung, welche die allgemeine Wirkungsweise überwacht. Zum Beispiel kann im Fall eines Kraftfahrzeuges die Speisungsquelle aus der Batterie B (siehe Fig. 2) bestehen und die Ver bindungsvorrichtung aus einem Umschalter C, dessen zwei Stellungskontakte mit der Klemme 6 respektive der Zündungsvorrichtung des Motors oder einem ande ren für das Funktionieren des Fahrzeuges wesentlichen Teil verbunden sind.
Diese Anordnung ist in der Fig. 2 dargestellt.
Die Vorrichtung umfasst eine Parallelschaltung von vier Zweigen 7, 8, 9 und 10, in deren Zuge respektive die Heizwicklung RTla des thermischen Relais RT1, die Erregerwicklung des Alarmrelais R2, die Heiz- wicklung des Relais RT2 und der normalerweise offene Kontakt RT21 des letzteren Relais angeordnet sind.
Am Ende 11 dieser Parallelschaltung sind die Alarmleitungen 13 und 14 angeschlossen, die zu den Alarmdetektoren Dl und D2 führen, und die Halte brücke 15, welche den normalerweise offenen Kontakt RT<B>11</B> des Relais RT 1 umfasst.
Die Leitung 13 ist in Serie mit der Erregerwicklung des Relais R1 angeordnet, das seinerseits eine Halte brücke 16 hat, in welcher sich der normalerweise offene Kontakt R1 1 des Überwachungsrelais 16 befindet.
Die Leitung 14 führt direkt zu 11.
Vom Ende 12 der Parallelschaltung geht eine Serie verbindung aus, die bis zur Speiseklemme 6 führt und umfasst: den Widerstand Ra und den normalerweise offenen Kontakt RT 31 des Relais RT3, dessen Heizung vom Eingang dieses Kontaktes abgezweigt wird.
Das Alarmrelais R2 umfasst die normalerweise offe nen Kontakte R21, 1122, R23 und R24. Die beiden ersten sind über eine Leitung 17 gemeinsam mit der Klemme 6 verbunden, um die Stromkreise der an die Klemmen 3 und 4 angeschlossenen Anzeigevorrichtun gen positiv zu schliessen. Der Kontakt R23 verbindet die Alarmklemme 5 mit einem Umschalter Cl, um den Stromkreis 5 positiv zu schliessen, wie in der Figur dargestellt ist, oder negativ, wenn der Umschalter in die entgegengesetzte Stellung gebracht wird, und somit mit der gezeigten Masse verbunden wird.
Die Heizwicklung RT1b des Relais RT1 ist, wie er sichtlich, mittels eines Leiters 18 im Nebenschluss über den Widerstand Ra verbunden.
Die Benützung dieser differentiellen Heizwicklung RT1b ist nicht unumgänglich nötig, da der entspre chende thermische Effekt auch erhalten werden kann durch die Wärme, die im Kurzschlusswiderstand Ra ent wickelt wird, der in Synchronismus mit dieser Heizwick- lung arbeitet. Hierzu genügt es, diesen Widerstand in ge eignete thermische Übertragungsbeziehung mit dem ent sprechenden Bimetallelement zu bringen, z.
B. ihn auf letzterem aufzuwickeln, oder. ihn in dessen Nähe, aber ohne direkten Kontakt mit ihm anzubringen, oder in irgendeiner anderen praktischen Form, die aus kon struktiven Gründen erforderlich ist.
Das thermische Relais RT3 kann auch ersetzt wer den durch eine elektromagnetische Vorrichtung mit den gleichen Funktionen, wobei jedoch deren Armatur in der Ruhelage so belastet ist, dass sie von dem normalen Fluss des erregten Relais nichtangezogen werden kann, durch ein Bimetallelement bis zu einer Lage genähert wird, in der sie angezogen wird, wobei die Heizwicklung erregt wird über einen Schalter, der durch die Armatur geschlossen gehalten wird,
solange dieselbe nicht durch das elektromagnetische Relais mitgenommen wird. Auf diese Weise kühlt sich das Bimetallelement ab, sobald das elektromagnetische Relais sich schliesst, und die Einrichtung bleibt im Bewachungszustand, wobei es möglich ist, in irgendeinem Augenblick einen kurz zeitigen Eingang in das Fahrzeug vorzunehmen, ohne dass der Alarm ausgelöst wird, infolge Zeitmangels zum Aussteigen.
Um die Funktion der Einrichtung zu beschreiben, wird angenommen, dass dieselbe an einem Kraftfahrzeug angebracht ist und dass der Alarmdetektor Dl an einer mit einem Schloss versehenen Türe montiert ist, durch die der Fahrer ein- und aussteigen muss, wobei D1 sich beim öffnen der Türe schliesst. Der Detektor D2 sym- bolysiert eine Mehrzahl von äquivalenten Vorrichtungen, welche die gleiche Funktion haben wie D1 und an den übrigen, verwundbarsten Stellen des Fahrzeuges montiert sind, z.
B. an den übrigen Türen, Verdecken oder Fenstergläsern; dabei kann irgendwelche bekannte Vorrichtung von leitenden Fäden oder Bändern benützt werden, die eine Unterbrechung erfahren oder reissen, wenn das Glas oder dessen Montagerahmen aufgebro chen werden.
Wenn der Fahrer das Fahrzeug verlassen muss, schal tet er die Einrichtung ein, indem er die Verbindungs vorrichtung der Klemme 6 (z. B. den Umschalter C) betätigt. Der einzige Stromkreis, der sich schliesst - wobei selbstverständlich die Figuren die Ruhelagen aller Elemente zeigen - ist derjenige durch die Heiz- wicklung des Bewachungsrelais RT3, welche anfängt sich zu erwärmen, und seinen Kontakt RT31 nach einer Vorsichts -Zeitspanne für die Ingangsetzung schliesst, welche Zeitspanne zur Verfügung steht,
damit der Fahrer aus dem Fahrzeug aussteigen und die Türe schliessen kann, ohne dadurch einen Alarm auszulösen. Tatsächlich erhält der Rest der Schaltung erst dann Spannung im Punkt 19, wenn der Kontakt RT31 sich geschlossen hat.
Von dem Augenblick an, in dem der Kontakt RT31 geschlossen ist, befindet sich die ganze Einrichtung unter Spannung, aber ohne dass dies eine Wirkung zur Folge hat, weil alle Leitungen, die vom entgegengesetz ten Ende 1 der Parallelschaltung offen sind.
Der Eintritt in das Kraftfahrzeug erfolgt durch die gleiche Tür, an welcher der Detektor Dl montiert ist. Das Schliessen dieses Unterbrechers vervollständigt den Stromkreis durch die Erregerwicklung des Relais R1, welcher seine Kontakte R11 in aktive Stellung bringt, so dass er sich über die Brücke 16 selbst speist, auch wenn die Türe sofort geschlossen wird.
Da die elek trischen Widerstände der Wicklungen der Relais R2 und RT2 viel grösser sind als der Heizwiderstand RTla des Relais RT1, beginnt sich dasselbe unter diesen Bedingungen zu erwärmen und wird seinen Kontakt RT11 erst nach einer gewissen Zeit schliessen, in welcher der Fahrer die Einrichtung durch öffnen des Um schalters C abstellen kann, so dass das Ganze in die in den Figuren dargestellte Lage zurückkehrt.
Die Verzögerungszeit des Relais RTla ist so ge wählt, dass sie ein unerlässliches Minimum darstellt, damit der Fahrer direkt den Umschalter C erreichen kann, obwohl derselbe an einer geheimen Stelle ange ordnet ist, so dass eine unberechtigte Person keine Zeit hat, ihn zu finden und infolgedessen der Kontakt RT1 l sich schliessen wird.
In diesem Zustand legt die Brücke 15 ein negatives Potential direkt an den Punkt 11, wodurch das Relais aberregt und sein Widerstand aus dem ganzen System ausgeschaltet wird. Dadurch wird die elektrische Span nung zwischen den Punkten 11 und 12 gross genug, um die Relais R2 und RT2 zu erregen. Das erste schliesst sofort all seine Kontakte und löst dadurch den Alarm aus. Das zweite fängt an, sich zu erwärmen und schliesst nach einer Zeit seinen Kontakt RT21, womit die ganze Parallelschaltung kurz geschlossen wird.
Das Alarmrelais R2 fällt sofort ab und das Unter brechungsrelais RT2 nach einer ganz kurzen Zeit; das Abfallen von R2 unterbricht die Funktion der Anzeige vorrichtungen und mit dem Abfallen des Relais RT2 beginnt sich letzteres wieder zu erwärmen, so dass es nach einer gewissen Zeit wieder schliesst. Es ist ersicht lich, dass auf diese Weise ein Unterbrechungszyklus be ginnt, mittels des Alarmrelais R2, das durch das Unterbrechungsrelais RT2 gesteuert wird.
Der Widerstand RA hat, wie aus dem Vorstehen den hervorgeht, den Zweck, einen vollständigen Kurz schluss der Einrichtung zu vermeiden, wenn RT21 schliesst.
Im Zeitpunkt, in dem sich die beschriebenen Vor gänge abspielen, vom Schliessen von RT11 an, fängt die Wicklung RTlb des Relais RT1 an, sich zu erwärmen, welche Wicklung in Differenzanordnung mit RTla an geordnet ist und eine vsel grössere Abschaltezeit hat, so dass nachdem der Alarm eine gewisse Zeitlang in der beschriebenen Form erfolgt ist, der Kontakt RT<B>11</B> sich öffnet und die. ganze Einrichtung abschaltet.
Wenn die Aktivierung des ursprünglich erregten Alarmdetektors weiter besteht, so wird die Einrichtung wieder in Alarm tätigkeit treten, nach der früher beschriebenen Ein trittszeit, und der Alarmzyklus wiederholt sich, bis die fragliche Türe geschlossen oder die ganze Einrich tung mittels des Umschalters C ausgeschaltet wird.
Das Schliessen des Detektors D2 hat die gleiche, oben beschriebene Funktion zur Folge, aber sofort nach dem der Einbruch erfolgt ist.
Gemäss Fig. 2 kann man einen einzigen Leiter 20 zur Verbindung der verschiedenen Detektoren benützen. Da in diesem Fall alle Detektoren durch das Relais R1 wirksam werden, wird die elektrische Spannungsdiffe renz, die im Punkt 11 nötig ist, um die wahlweise Be tätigung des Relais RT1a auf die beschriebene Weise zu bewirken, erhalten, indem der Detektor D1 mit einem Widerstand 21 in Serie geschaltet ist, der einen zur Erzeugung dieser Differenz geeigneten Wert hat.
In diesem Fall kann man einen viel kleineren Wider stand 21a in der Haltebrücke von R1 anordnen, um, wenn sich dieses Relais schliesst, im Punkt 11 eine Spannungsdifferenz aufrechtzuerhalten, die ungenügend ist, um R2 zum Ansprechen zu bringen, aber es im Ansprechzustand hält, wenn es einmal angesprochen hat. Dies gestattet, wie ersichtlich, auf den Haltekontakt R24 der Fig. 1 und die entsprechende Brücke zu ver zichten.
Im übrigen ist die Wirkungsweise der Schaltung nach Fig. 2 die gleiche wie im früheren Fall.
Die Einrichtung gestattet einige Varianten, welche das Wesen der Erfindung nicht ändern. So kann z. B. das elektromagnetische Relais R1 ersetzt werden durch ein thermisches Relais, wie die früher beschriebenen. Das Ende des Alarmes kann ebenfalls erzielt werden, indem man Differentialrelais RT3 benützt, in welchem Fall das Relais RT1 (a + b) einfach in ein Relais RTla umgewandelt wird, mit Zeitverzögerung im Ansprechen. Das Relais RT3 kann zusammen mit einem elektroma gnetischen Relais mit Haltebrücke arbeiten, das sich vom thermischen Element abschaltet, sobald es sich selbst speist.
Die Einrichtung kann auch funktionieren durch Öffnen oder Schliessen des Stromkreises, di. h. wie ein normalerweise geschlossener Stromkreis, in welchem Fall der notwendige Alarmimpuls durch eine Selbst induktionsspule eingeführt werden kann, oder durch ein normalerweise erregtes Relais, durch dessen Abfallen der Punkt 11 an Masse gelegt wird, oder durch einen Kondensator, dessen Entladung die gleiche Wirkung wie die Selbstinduktion hat.
Die Einfachheit dieser Einrichtung ist einleuchtend und gestattet, dieselbe mit äusserst reduzierten Dimen sionen herzustellen, was die Aufgabe bedeutend er leichtert, sie dort zu montieren, wo sie nicht stört und auch nicht leicht gefunden werden kann von nicht be rechtigten Personen.
Von dem Bereich der vorliegenden Erfindung sind unabhängig die Einzelheiten und die Hilfsmittel, die bei ihrer praktischen Ausführung benützt werden, in dem dies alles im Wesen der folgenden Ansprüche er halten ist.