CH433512A - Glimmlampe und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Glimmlampe und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
Glimmlampe und Verfahren zu deren Herstellung Die Erfindung bezieht sich auf Glimmlampen, insbe sondere auf solche Lampen, die als Zündschalter für Gasentladungslampen dienen können, und auf ein Ver fahren zum Herstellen solcher Glimmlampen.
Glimmlampen werden für viele Zwecke verwendet z. B. zur Signalisierung, zur Abstimmanzeige und in be sonderer Form zum Zünden von Gasentladungslampen. Zu letzterem Zweck enthalten die Glimmlampen zwei Elektroden, von denen mindestens eine wenigstens teil weise aus einem Bimetallstreifen besteht, der beim An legen einer die Zündspannung übersteigenden Spannung durch die in der Lampe entstehende Glimmentladung derart erhitzt wird,
dass er sich krümmt und mit der an deren Elektrode Kontakt macht. Dadurch verschwindet die Glimmentladung, der Bimetallstreifen kühlt sich wieder ab und der Schalter kehrt in die ursprüngliche Lage zurück. Man kann dabei je nach dem gewünschten Zweck die Tatsache, dass zu einem gewissen Zeitpunkt Kurzschluss zwischen den zwei Elektroden entsteht, oder die Tatsache, dass nach dem Verschwinden der Glimmentladung dieser Kurzschluss wieder aufgehoben wird, benutzen. Beim Zünden von Gasentladungslampen werden nahezu stets beide Tatsachen benutzt.
Beim Schliessen des Schalters werden die Glühelektroden der Gasentladungslampen erhitzt und beim Unterbrechen des Kurzschlusses wird ein hoher Spannungsstoss er zeugt.
Es ist sehr häufig erwünscht, dass die Glimmlampen bei einer niedrigen Spannung zünden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde manchmal auf einer oder beiden Elek troden der Glimmlampen ein Emissionsstoff angebracht. Dies hat den Nachteil, dass ein solcher Emissionsstoff, z. B. durch einen Hochfrequenzstrom, zersetzt und ent gast werden muss. Weiter wurde vorgeschlagen, auf mindestens einer der Elektroden eine geringe Menge Lanthan anzubringen. Beim sogenanaten Einbrennen dieser Lampen, d. h. bei den ersten Zündungen, zer stäubt ein Teil des Lanthans und schlägt sich auf den Elektroden und gegebenenfalls auf der Wand der Lampe nieder.
Wenn die Glimmlampe als Schalter zum Zünden von Gasentladungslampen verwendet wird, ist es unbe denklich, dass ein Teil des Lanthans sich auf der Wand niederschlägt. Werden die Glimmlampen als Anzeiger verwendet, z. B. zum Signalisieren einer Spannung, so ist es aber bedenklich, dass die Wand mit einer dünnen Lanthanschicht überzogen wird.
Bei Glimmlampen der zuletzt erwähnten Art ist jedoch .der Strom nahezu stets erheblich geringer und der Druck des Füllgases erheb lich höher als bei Glimmlampen, die als Schalter Ver wendung finden;
die Zerstäubung und die Bedeckung der Wand ist infolgedessen so gering, dass sie zulässig ist. Infolge der Zerstäubung des Lanthans fällt bei all diesen Glimmlampen die Zündspannung erheblich ab.
Das Anbringen des Lanthans auf einer der Elektro den der Glimmlampe ist ein verhältnismässig schwieri ger Vorgang; bisher wurde immer eine kleine Lanthan- pille, die z. B. durch das Abschneiden eines Stückes von einem Lanthandraht erhalten wurde, auf einer der Elek troden befestigt, z.
B. durch Schweissen. Diese Bearbei- tung musste immer von Hand erfolgen, wodurch die Herstellung solcher Glimmlampen nicht leicht automati siert werden konnte. Die Erfindung bezweckt, dies zu verbessern.
Eine Glimmlampe nach der Erfindung hat eine Elektrode, auf der sich Lanthan befindet, und ist da durch gekennzeichnet, dass das Lanthan auf diese Elek trode aufgeschmolzen ist. Das Verfahren nach der Er findung zeichnet sich dadurch aus, dass die Lanthanbe- deckung dadurch erhalten wird, dass ein Elektroden draht in ein Bad aus geschmolzenem Lanthan einge taucht wird.
Um chemische Umwandlung des Lanthans in und über dem Bad zu verhüten, wird dabei vorzugsweise über dem geschmolzenen Lanthan eine indifferente Gasatomsphäre, von z. B. Argon, angebracht.
Im Gegensatz zur Herstellung der bekannten Glimmlampe lässt sich die Herstellung einer Glimm lampe nach der Erfindung leicht automatisieren. Insbe sondere wenn. die zu überziehende Elektrode gerade ist oder einen geraden Teil aufweist, wie es bei Glimmlicht- Schaltern häufig der Fall ist, ist diese Automatisierung leicht verwirklichbar. Bei Glimmlampen zum Zünden von Gasentladungslampen wird das Lanthan vorzugs weise auf der nicht aus Bimetall bestehenden Elektrode angebracht.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einer Zeichnung eines Glimmlichtschalters beispielsweise näher erläutert. In der Zeichnung bezeichnet 1 den Kol ben des Glimmlichtschalters, der mit einem Quetschfuss 2 versehen ist, in dem sich ein Pumprohr 3 befindet. In diesem Quetschfuss 2 sind zwei Elektroden 4 und 5 an gebracht und mit Stromzuleitungen 6 und 7 verbunden. Am Elektrodendraht 4 ist ein Bimetallstreifen 8 befe stigt. Der Elektrodendraht 5 hat einen geraden Teil 9, der etwa parallel zum Bimetallstreifen 8 verläuft.
Dieser gerade Teil 9 ist mit einer dünnen Schicht 10 aus aufge schmolzenem Lanthan bedeckt. Die Herstellung des dargestellten Glimmlichtschalters erfolgt derart, dass in einem sogenannten Karussell, dem die Quetschfüsse auf einer sogenannten Fussquetschmaschine zugeführt wer den, an einer Stelle der Elektrodendraht 5, der zu diesem Zeitpunkt noch völlig gerade ist, in ein Bad aus geschmolzenem Lanthan eingetaucht wird.
In einer nachfolgenden Lage des Montagekarussells wird der Bimetallstreifen 8 an den Elektrodendraht 4 ange- schweisst. In einer nachfolgenden Lage des Montageka russells werden der Elektrodendraht 5 und der Bimetall streifen 8 in die erforderliche, in der Zeichnung darge stellte Form gebracht. Dann wird der Kolben 1 an den montierten Quetschfuss angeschmolzen, wonach das Pumpen normal erfolgt. Schliesslich wird, z.
B. in einem Brennrahmen während eines bestimmten Zeitraums eine Entladung in der Gasatmosphäre der Lampe, die z. B. aus Neon, Argon oder anderen Edelgasen, gegebenen- falls unter Zusatz einer geringen Quecksilbermenge be steht, erzeugt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Glimmlampe mit mindestens einer Elektrode, auf der sich Lanthan befindet, dadurch gekennzeichnet, dass das Lanthan auf diese Elektrode aufgeschmolzen ist.1I. Verfahren zum Herstellen der Glimmlampe nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Lanthanbedeckung dadurch erhalten wird, dass ein Elektrodendraht in ein Bad aus geschmolzenem Lanthan eingetaucht wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Glimmlampe nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die mit Lanthan bedeckte Elektrode einen geraden Teil mit einer aufgeschmolzenen Lanthan- schicht hat.2. Glimmlichtschalter nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere nicht mit Lanthan bedeckte Elektrode vorgese hen ist, die ein Bimetallstreifen ist, der sich parallel zum mit Lanthan bedeckten Teil der anderen Elektrode er streckt.3. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass sich über dem geschmolzenen Lan- than im Bad eine indifferente Gasatmosphäre, die z. B. aus einem Edelgas besteht, befindet. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass das Edelgas Argon ist.
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