CH433595A - Verfahren zur Herstellung eines Trachom-Schutzimpfstoffes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Trachom-Schutzimpfstoffes

Info

Publication number
CH433595A
CH433595A CH1097862A CH1097862A CH433595A CH 433595 A CH433595 A CH 433595A CH 1097862 A CH1097862 A CH 1097862A CH 1097862 A CH1097862 A CH 1097862A CH 433595 A CH433595 A CH 433595A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
trachoma
suspension
vaccine
yolk sac
added
Prior art date
Application number
CH1097862A
Other languages
English (en)
Inventor
Felici Adalberto
Penso Giuseppe
Guerra Paolo
Vozza Riccardo
Original Assignee
Farmaceutici Italia
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Farmaceutici Italia filed Critical Farmaceutici Italia
Publication of CH433595A publication Critical patent/CH433595A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K39/00Medicinal preparations containing antigens or antibodies
    • A61K39/118Chlamydiaceae, e.g. Chlamydia trachomatis or Chlamydia psittaci

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicines Containing Antibodies Or Antigens For Use As Internal Diagnostic Agents (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung eines Trachom-Schutzimpfstoffes
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Trachom-Schutzimpfstoffes.



   Das Trachom-Virus wurde zum erstenmal im Jahre 1957 von Tang und Mitarbeitern (Chinese Med. J. 75, 1957,   S. 429)    isoliert, und ein Jahr danach isolierten C. H. Collier und Mitarbeiter (J. Lancet 1958, I, 993) dasselbe Virus nach der von Tang beschriebenen Methode und bestätigten die Indentität desselben, wobei sie die Augen freiwilliger Patienten mit Trachom infizierten.



   Später wurde das Trachom-Virus von trachomatösen Patienten in verschiedenen Laboratorien isoliert.



   Das Trachom-Virus wird aus den Bindehautepithelien von trachomatösen Augen isoliert und mittels Dottersackbeimpfung von Hühnerbruteiern gezüchtet; daraufhin werden die infizierten Dottersackgewebe gesam  malz.    Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung eines Trachom-Schutzimpfstoffes durch Reinigung der Dottersackgewebe. Es können dadurch die darin enthaltenen unerwünschten Produkte abgetrennt werden, und es wird schliesslich eine wässrige Suspension erhalten. Die besagte wässrige Suspension, und zwar entweder als solche oder nach Zusatz von Hilfsmitteln, wie z. B. Aluminiumhydroxyd oder Mineralölen, die die Wirkung erhöhen, wird als Trachom-Schutzimpfstoff verwendet.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass infiziertes Dottersackgewebe, welches durch Züchtung des Trachom-Virus im Dottersackgewebe von Huhnembryonen erhalten worden ist, mit einer Suspension von Trypsin in einer Phosphatpufferlösung bei einem pH-Wert von 7,5-8 und bei einer Temperatur zwischen 35 bis   40     C versetzt wird, und dass der durch Zentrifugieren abgetrennte aktive Teil mit Kieselgur behandelt, durch Zentrifugieren abgetrennt und schliesslich mit Äthyläther behandelt wird.



   Das genannte erfindungsgemässe Reinigungsverfahren gewährleistet einen hohen Reinheitsgrad des Trachom-Schutzimpfstoffes, wobei die Fremdsubstanzen ohne Virus-Verlust und Herabsetzung seiner antigenischen Eigenschaften beseitigt werden.



   Der erfindungsgemässe Reinigungsprozess besteht aus drei aufeinanderfolgenden Behandlungsschritten, durch welche mit Trachom-Virus infizierte Dottersackgewebe in einen therapeutisch anwendbaren Trachom Schutzimpfstoff umgewandelt werden. Die genannten aufeinanderfolgenden Behandlungsschritte sind: a) Behandlung mit einer Trypsinsuspension, um das Virus von der Proteinfraktion zu befreien; b) Behandlung mit Kieselgur, um die im Impfstoff enthaltenen Fremdsubstanzen zu entfernen; c) Behandlung mit Äther, um Fette und andere in Äther lösliche Fremdsubstanzen zu entfernen.



   Die Abtrennung des Virus aus der Suspension kann während jeder Behandlung in bekannter Weise durch Zentrifugieren vorgenommen werden.



   Das mit dem Trachom-Virus infizierte Dottersackgewebe, das in dem erfindungsgemässen Verfahren zur Herstellung des Trachom-Schutzimpfstoffes angewandt wird, wird zum Beispiel in folgender Weise hergestellt:
In den Dottersackhohlraum von befruchteten Eiern,   die 6 Tage bei 390 C bebrütet wurden, wird der mit    einer verdünnten Pufferlösung bei pH 7 vermischte Virus-Stamm injiziert (Puffer Saccharose, Kaliumphosphat und Kaliumglutamat, J. Bact. 59, 1950, S. 509).



   Wenn eine   500/oige    Sterblichkeit der Eier erreicht ist, werden die noch lebenden Eier geöffnet und die betreffenden Gewebe   (bei-70  C    gehalten) werden zum Animpfen von weiteren Eiern mit dem Virus verwendet.



  Die infizierten Gewebe werden in 500/oigen Saccharose-,
Kaliumphosphat-, Glutamatlösungen aufgeschlämmt und bei niedriger Temperatur bis zum Moment der Impfstoffproduktion aufbewahrt.



   Beispiel
Das infizierte Dottersackgewebe wird unter Rühren homogenisiert und 3 Teile einer Trypsinsuspension in   Phosphatpufferlösung (100 mg Trypsin/100 ml Puffer) werden bei einem pH-Wert von 7,5-8 und bei einer Temperatur zwischen 35 und   40     C zu einem Teil einer homogenisierten Suspension hinzugefügt. Die erhaltene Suspension wird während 15 Min. durch Rühren bei einer Temperatur zwischen 35 bis 400 C homogenisiert; während dieser Phase wird das Virus von der Proteinfraktion befreit, die dann durch Zentrifugieren bei einem g-Wert von 125-650 abgeschieden wird. Dann wird der aktive Teil durch Zentrifugieren bei 2000-6500 g von dem auf der Oberfläche schwimmenden Teil abgetrennt.



   Der gewonnene aktive Teil wird bis zum Ausgangsvolumen mit einer Phosphatpufferlösung bei einem pH Wert von 7,5-8 aufgefüllt; dann wird 2 g Kieselgur (Celite, eingetragene Schutzmarke) je 100 ml Suspension zugesetzt, und es werden danach weitere Fremdsubstanzen bei 650 g abzentrifugiert. Der obenstehende Teil wird gesammelt und bei 2000-6500 g zentrifugiert, wobei wieder der aktive Teil abgetrennt wird.



   Der aktive Teil wird in einer Phosphatpufferlösung, deren Volumen gleich dem der Ausgangssupension der infizierten Gewebe ist, aufgeschlämmt und wird einige Minuten mit dem gleichen Volumen   Äthyläther    versetzt, um Fette und in Äther lösliche Fremdsubstanzen zu extrahieren.



   Die ätherische Schicht wird verworfen, der Äther wird vom wässrigen Teil abgedampft, und der aktive Teil wird von der entstehenden Suspension bei 2000 bis 6500 g abzentrifugiert.



   Der aktive Teil wird in einer Phosphatpufferlösung gesammelt. Die so erhaltene Suspension enthält den Schutzimpfstoff, der als solcher verwendet werden kann; es können auch Hilfsstoffe, wie Aluminiumhydroxyd oder Mineralöle, zugesetzt werden. Die oben erwähnten Hilfsstoffe werden der den Schutzimpfstoff enthaltenden Suspension zugesetzt, um ein homogenes Produkt zu gewinnen.



   Der Trachom-Schutzimpfstoff, der nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhalten wird, kann in verschiedenen therapeutischen Dosen dargereicht werden.



  Der Impfstoff kann bei einer Temperatur von   4"    C sehr lange aufbewahrt werden, ohne seine Wirksamkeit zu verlieren. Auch nach 6 Monaten wird keine Änderung der antigenischen Wirkung bemerkt.



   Toxizitätsproben, die an 15 Meerschweinchen durch intraperitoneale oder intramuskuläre Injektion des Impfstoffes ausgeführt wurden, zeigten keine schädliche Reaktion. Der Impfstoff, der entsprechend dem erfindungs- gemässen Verfahren gereinigt wurde, zeigt Trachom Schutzwirkung, die in den folgenden Tabellen veranschaulicht wird, wobei die Ergebnisse der am Spital von   Asmara    ausgeführten klinischen Versuche angegeben sind.



   Zu diesem Zweck wurden 4 Dörfer ausgewählt und in jedem von diesen wurden 50 Kinder geimpft (25 mit   Aluminiumhydroxyd-Vakzine    und 25 mit   ÖIvakzine)    und 50 Kinder unter Kontrolle gehalten, die alle vom Trachom befallen waren.



   Tabelle 1 Ergebnisse der Trachom-Schutzimpfung 2 Monate nach der Behandlung    Fälle geimpft mit geimpft mit nicht geimpft dem ölimpfstoff dem Al (OH) 3-   
Impfstoff Genesene 58   O/o    20   O/o      0      o/o    Gebesserte 16    /o    42   O/o    10   O/o    Stationäre 26   o/o    30   o/o    80   O/o    Verschlechterte   0      O/o    8   O/o    10   O/o   
Tabelle 2 Ergebnisse der Trachom-Schutzimpfung 8 Monate nach der Behandlung Fälle geimpft mit geimpft mit nicht geimpft dem Ölimpfstoff   dem AI(OH),

  -   
Impfstoff Genesene 35   O/o    23   O/o    11   O/o    Gebesserte   20 ovo    3   o/o      O o/o    Stationäre 40    /o    74   O/o    78   o/o    Verschlechterte   0      O/o      0      o/o    11   O/o    Rückfälle 5   O/o      0      O/o      0      O/o   
In den vorerwähnten Tabellen sind die Patienten als  genesen  zu betrachten, bei denen das Verschwinden der intraplasmatischen   Bindehaut-Einschlusskörper    nachgewiesen werden kann;

   jene, die eine Abnahme der Anzahl der oben erwähnten Einschlusskörper zeigen, können als  Gebesserte  betrachtet werden; jene, die eine Zunahme der Einschlusskörperanzahl zeigen, können als  Verschlechterte  und die anderen als  Stationäre  betrachtet werden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Trachom-Schutzimpfstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass infiertes Dottersackgewebe, welches durch Züchtung des Trachom-Virus im Dottersackgewebe von Huhnembryonen erhalten worden ist, mit einer Suspension von Trypsin in einer Phosphatpufferlösung bei einem pH-Wert von 7,5 bis 8 und bei einer Temperatur zwischen 35 bis 40 C versetzt wird, und dass der durch Zentrifugieren abgetrennte aktive Teil mit Kieselgur behandelt, durch Zen brifulgieren abgetrennt und schliesslich mit Äthyläther behandelt wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des infizierten Dottersackgewebes mit 3 Teilen einer Trypsinsuspension von 100 mg Trypsin in 100 ml Pufferlösung bei pH 7,5-8 versetzt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass Kieselgur in einer Menge von 2in/100 mi infizierten Dottersackgewebes zugefügt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Äthyläther in der gleichen Menge wie die Suspension vom aktiven Teil zugesetzt wird.
CH1097862A 1961-09-20 1962-09-17 Verfahren zur Herstellung eines Trachom-Schutzimpfstoffes CH433595A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT1697161 1961-09-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH433595A true CH433595A (de) 1967-04-15

Family

ID=11149600

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1097862A CH433595A (de) 1961-09-20 1962-09-17 Verfahren zur Herstellung eines Trachom-Schutzimpfstoffes

Country Status (4)

Country Link
BR (1) BR6243116D0 (de)
CH (1) CH433595A (de)
FR (1) FR2021M (de)
GB (1) GB940260A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4328208A (en) * 1981-05-20 1982-05-04 Kurbanov Ildus A Vaccine against chlamydous infections of farm animals

Also Published As

Publication number Publication date
GB940260A (en) 1963-10-30
FR2021M (fr) 1963-09-16
BR6243116D0 (pt) 1973-05-24

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69531782T2 (de) Heisswasser-Extrakt von Cordyceps sinensis
DE2610540C2 (de) Verwendung eines OEP als Wirkstoff enthaltenden injizierbaren Impfstoffes zur Vorbeugung gegen die durch Pseudomonas aeruginosa hervorgerufene Pneumonitis der Nerze
DE1198489B (de) Verfahren zur Herstellung eines Impfstoffes gegen Panleucopenie
CH658192A5 (de) Tollwut-impfstoff und verfahren zu seiner herstellung.
DE1076888B (de) Verfahren zur Gewinnung atmungsfoerdernder Wirkstoffe fuer therapeutische Zwecke
CH404858A (de) Verfahren zur Herstellung von wachstumfördernde Stoffe enthaltenden Präparaten
CH433595A (de) Verfahren zur Herstellung eines Trachom-Schutzimpfstoffes
DE2513848A1 (de) Verfahren zur gewinnung ununterbrochener staemme von tumorzellen in vitro
DE1173211B (de) Verfahren zur Herstellung eines Trachom-Schutzimpfstoffes
DE2165401C3 (de) Inaktivierter Kombinationsimpfstoff zum Immunisieren von Geflügel gegen Infektion der Atmungsorgane
DE1214831B (de) Verfahren zur Herstellung von Thymusextrakten
DE967241C (de) Verfahren zum Trennen von lebendem Virus von virusfremden Eiweissstoffen
DE739594C (de) Verfahren zur Herstellung eines Heil- und Schutzserums gegen Staupe
DE820788C (de) Verfahren zur Herstellung eines Hefe-Leberpraeparates
DE529811C (de) Verfahren zur Herstellung von Aralkylestern der Hydnocarpus-Fettsaeuren
AT200257B (de)
DE661739C (de) Verfahren zur Herstellung von Praeparaten aus tierischer Leber oder Niere mit gesteigerter antianaemischer Wirkung
DE3009064A1 (de) Verfahren zur herstellung eines tollwutimpfstoffes und danach erhaltener impfstoff
DE338166C (de) Verfahren zur Herstellung unschaedlicher Impfstoffe aus gifthaltigen pathogenen Mikroorganismen
AT264000B (de) Verfahren zur Herstellung eines abgeschwächten, zur Immunisierung von Menschen gegen Masern geeigneten Virus
DE1270222B (de) Verfahren zur Vermehrung von Protozoen der Gattung Theileria
DE509186C (de) Verfahren zur Gewinnung von Impfstoffen aus druesigen tierischen Organen
DE2023987C3 (de) Verfahren zur Spaltung von Viren
DE759516C (de) Verfahren zur Herstellung nativer schaum- und backfaehiger Milcheiweissprodukte
DE937247C (de) Verfahren zur Herstellung antianaemischer Praeparate aus Hefe