Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Reissverschlüssen Den Gegenstand der Erfindung bilden ein Verfah ren und eine Einrichtung zur Herstellung von Reiss verschlüssen, bei denen Endgliedermontage-, Stempel-, Zerschneide-, Kontroll- und Dosierungsoperationen vor genommen werden.
Für diese Operationen werden derzeit verschiedene Herstellungsverfahren und verschiedene Arten von Ma schinen und Einrichtungen verwendet, an welchen üb licherweise bloss die einzelnen selbständigen Operatio nen oder höchstens zwei dieser Operationen vorgenom men werden, wobei jede Arbeitsstätte eine selbständige Bedienung durch Arbeiter erfordert. Aus der Patent Literatur sind weiters einige Vorschläge bekannt, bei welchen versucht wird, einige oder die Mehrzahl dieser Operationen zu vereinigen. Diese Vorschläge bestimmen die mögliche Folge der einzelnen Operationen, eine kon krete Lösung bieten sie jedoch nicht und stellen eher Ideen zur Lösung dieser Probleme dar.
Diese Vorschlä ge wurden auch bisher nicht realisiert, und dies eben deshalb, weil sie keine konkrete Lösung bieten, welche in der Herstellung unmittelbar verwendet werden könn te.
Das bisherige Verfahren zur Herstellung von Reiss- verschlüssen erfordert daher eine grosse Anzahl von Arbeitskräften für die ermüdenden eintönigen manuel len Arbeiten oder die Bedienung der einzelnen Maschi nen. Die vielen zur Anwendung gelangenden Arten von Maschinen und Einrichtungen erfordern viele Adjustier- arbeiten. Dieses Herstellungsverfahren stellt hohe An forderungen an die Fertigungsräume. Die Qualität der Erzeugnisse ist von der subjektiven Beurteilung der einzelnen Arbeiter abhängig.
Bei allen diesen Mängeln erfordert der Massencharakter der Herstellung von Reissverschlüssen heute bereits die Notwendigkeit des überganges zu höheren Stufen der Mechanisierung und Automatisierung.
Durch die vorliegende Erfindung werden die ange führten Mängel beseitigt und die gestellte Aufgabe ge- löst. Das eingangs genannte erfindungsgemässe Verfah ren zeichnet sich dadurch aus, dass am Reissverschluss Doppelstreifen mit Lücken, welche die Länge der ein- zelnen Reissverschlüsse angeben, alle die vorgenannten Operationen automatisch auf einer einzigen Einrichtung vorgenommen werden,
wobei die Spannung des Reiss- verschluss-Doppelstreifens zwischen zwei Vorrichtungen mittels einer Ausgleichsvorrichtung vorgenommen wird.
Das Verfahren und die Einrichtung zur Herstellung von Reissverschlüssen gemäss der Erfindung vermin dert wesentlich die erforderliche Anzahl von Arbeitern bei der Herstellung der Reissverschlüsse, beseitigt die ermüdenden und eintönigen manuellen Arbeiten, erfor dert weitaus geringere Fertigungsräume und gewährlei stet eine verlässliche Kontrolle der Qualität des Erzeug nisses.
Das Beispiel einer der möglichen Lösungen gemäss der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung veran schaulicht. Fig. 1 zeigt das Schema einer Einrichtung zur Her stellung von Reissverschlüssen nach diesem Verfahren in einer Gesamtansicht. Fig.2 veranschaulicht einen 'feil des Reissver- schluss-Doppelstreifens.
Die ganze Einrichtung für dieses Fertigungsverfah ren von Reissverschlüssen gemäss diesem Beispiel setzt sich aus nachstehenden an sich bekannten Bestandtei len zusammen: Der Kontrolleinrichtung 2, dem Vor ratsbehälter 3 der Endglieder mit der Beförderungsbahn 4, dem Abnehmer 5, dem Hebel 6, der Vorrichtung 7 für das Einschieben des Endgliedes 41 von der Be förderungsbahn 4 zu Vorrichtung für das Einsetzen des Endgliedes in den Reissverschluss-Doppelstreifen, der Vorrichtung 8 für das Einsetzen des Endgliedes 41 in den Reissverschluss-Doppelstreifen,
der Vorrichtung 9, welche das Einsetzen des Endgliedes 41 in den Reiss- verschluss-Doppelstreifen an der genau gewählten Stel le gewährleistet. Weiters sind vorgesehen: Die Zugwal- zen 10, ein Elektromagnet 11, ein Elektromagnet 12, ein Nockensystem 13 mit der Einumdrehungskupplung 14, die Vorrichtung 15 für den raschen Vorschub, ein Elektromotor 16 mit Getriebekasten, die Ausgleichs- vorrichtung 17, Mikroschalter 18, Führungsrollen 19, Abnehmer 20, Hebel 21, der Elektromagnet 22,
die Stempelvorrichtung 23, die Kontrollvorrichtung 24 mit den Mikroschaltern 25, die Vorschubvorrichtung 26, der Abnehmer 27, Hebel 28, Elektromagnet 29, Elek tromagnet 30, Schneidevorrichtung 31, die Vorschub vorrichtung 32 für den zerschnittenen Reissverschluss, die Führungsrollen 33 der Reissverschlüsse, die Dosie- rungsvorrichtung 34, das Nockensystem 35 mit der Einumdrehungskupplung 36, die Einrichtung 37 für den schnellen Vorschub,
der Elektromotor 3 8 mit dem Ge- triebekasten, der Rille 39 und dem Transporteur 40 oder einem Behälter für die bearbeiteten guten Reiss- verschlüsse. Aus einem geeigneten Vorratsbehälter geht der ver bundene Reissverschluss-Doppelstreifen 1 heraus, wel cher durch die Zugwalzen 10 in Bewegung versetzt wird.
Er wird der Kontrollvorrichtung 2 zugeführt. Die se Kontrollvorrichtung 2 fühlt den durchziehenden Reissverschluss-Doppelstreifen 1 ab und nimmt die Eintrittskontrolle derart vor,
dass im Falle eines Defek tes am Reissverschluss-Doppelstreifen 1 dem elektroni schen System ein Impuls erteilt wird zur Ausserbetrieb- setzung des Nockensystems 13 mit der Einumdrehungs- kupplung 14 und damit auch zur Ausserbetriebsetzung der Einrichtung 7 für das Einschieben des Endgliedes 41, der Vorrichtung 8 für das Einsetzen des Endglie- des 41 und der Vorrichtung 9,
welche das Einsetzen des Endgliedes 41 gewährleistet. Für den Fall, dass durch die Kontrollvorrichtung 2 ein einwandfreier Reissverschluss-Doppelstreifen 1 hindurchzieht, kommt es zu keinem Impuls und der Reissverschluss-Doppel- streifen 1 setzt seine Bewegung zum Abnehmer 5 mit dem Hebel 6 fort.
Sobald der Hebel 6 des Abnehmers 5 das erste Glied 42 nach der Lücke 43 im Reissver- schluss-Doppelstreifen 1 registriert, schliesst der Elek tromagnet 11, welcher über eine Einumdrehungskupp- lung 14 das Nockensystem 13 in Tätigkeit versetzt.
Von diesem Nockensystem 13 werden über ein Hebel system die Einrichtung 7 zum Einschieben des Endglie- des 41 aus der Beförderungsbahn 4 in die Vorrich- tung 8 zum Einsetzen des Endgliedes 41 in den Reiss- verschluss-Doppelstreifen 1 in Tätigkeit versetzt und weiters die Einrichtung 9, welche das Einsetzen des Endgliedes 41 in die genau gewählte Stelle im Reiss- verschluss-Doppelstreifen gewährleistet.
Gleichzeitig schliesst der Abnehmer 5 den Elektromagnet 12, wel cher die Änderung des raschen Vorschubes des Reiss- verschluss-Doppelstreifens 1 in einen langsamen Vor schub vornimmt damit in der Lücke 43 des Reissver- schluss-Doppelstreifens 1 ein genügendes Zeitintervall zur Durchführung der Operationen an der Einrichtung 7 für das Einschieben des Endgliedes 41 von der Be förderungsbahn 4 in die Vorrichtung 8 zum
Einsetzen des Endgliedes 41 in den Reissverschluss-Doppelstrei- fen 1 entsteht und in die Vorrichtung 9, welche das Einsetzen des Endgliedes 41 in die genau gewählte Stelle im Reissverschluss-Doppelstreifen 1 gewährleistet. Für die Reihung der Endglieder 41 können vorteilhaft Vibrationsbehälter zur Verwendung gelangen.
Der der- art mit dem Endglied 41 versehene Reissverschluss- Doppelstreifen 1 verläuft weiters durch die Ausgleichs vorrichtung 17 mit den Mikroschaltern 18. Diese Vor richtung dient zum erforderlichen dauernden Spannen des Reissverschluss-Doppelstreifens 1 und auch zum Ausgleichen von Unzulänglichkeiten im gleichmässigen Fortgang des Doppelstreifens 1 durch die ganze Einrich tung, welche deshalb entstehen, dass die einzelnen Ope rationen in voneinander unabhängigen Zeiten verlaufen.
Aus der Ausgleichsvorrichtung 17 setzt der Reiss- verschluss-Doppelstreifen 1 seine Bewegung zur Stem- pelungsvorrichtung 23 fort. Dieser Vorrichtung ist ein Abnehmer 20 mit dem Hebel 21 vorgeschaltet, welcher nach dem gleichen Prinzip arbeitet und dem gleichen Zweck dient, wie der früher angeführte Abnehmer 5 mit dem Hebel 6.
Der Abnehmer 20 erteilt dem Elek tromagnet 22 einen Impuls, welcher die Stempelungs- vorrichtung 23 in Tätigkeit versetzt. In dieser Vorrich tung wird die Bezeichnung der Reissverschlüsse mit der Länge oder mit anderen Angaben vorgenommen, wel che der Kunde fordert. Weiters setzt der Reissver- schluss-Doppelstreifen 1 seine Bewegung in die Kon trollvorrichtung 24 mit den Mikroschaltern 25 fort, welche die gleiche Kontrollfunktion ausübt wie die frü her beschriebene Kontrollvorrichtung 2.
Auf diese Kon- trollvorrichtung 24 folgt die Vorschubvorrichtung 26, welche den Reissverschluss-Doppelstreifen 1 in die Schneidvorrichtung 31 befördert, welche mittels des Abnehmers 27 mit dem Hebel 28 über den Elektro- magnet 29 und das Nockensystem 35 mit der Einum- drehungskupplung 36 in Tätigkeit versetzt wird.
In die ser Schneidevorrichtung 31 erfolgt das Zerschneiden des endlosen Reissverschluss-Doppelstreifens 1 in die einzelnen Reissverschlussteüe. Die zerschnittenen Reiss- verschlüsse werden durch die Vorschubvorrichtung 32 auf die Führungsrollen 33 verschoben, zwischen denen sich die Arme der Dosierungsvorrichtung 34 befinden, welche vom Nockensystem 35 betätigt wird.
Die Stem- pelungsvorrichtung 23 und die Vorrichtung 31 zum Schneiden werden gleichfalls von der Vorrichtung 37 für den raschen Vorschub betätigt, welche die gleiche Funktion hat, wie die Vorrichtung 15 für den raschen Vorschub beim Einsetzen der Endglieder. Der zweite Teil der Einrichtung wird vom eigentlichen Motor 38 mit dem Getriebegehäuse betätigt.
Für den Fall, dass die Kontrollvorrichtung 24 durch einen Mangel am Reissverschluss-Doppelstreifen 1 in Tätigkeit versetzt wird, bleibt die Dosierungsvorrichtung 34 ausser Tätig keit und der nichtbearbeitete Reissverschluss-Doppel- streifen 1 verlässt mittels der Führungsrollen 33 über die Rille 39 die ganze Einrichtung.
Für den Fall, dass alle Operationen einwandfrei verlaufen sind, reiht die Dosierungsvorrichtung 34 die fertigen Reissverschlüsse in einen Behälter oder auf die Beförderungsvorrich- tung 40. In der beiliegenden Zeichnung und in der vorste henden Beschreibung ist das Prinzip der Erfindung in einer der möglichen Ausführungen umfassend darge stellt und beschrieben. Die einzelnen Teilvorrichtungen, wie z.
B. die Vorrichtung 8 für das Einsetzen des End- gliedes 41 in den Reissverschluss-Doppelstreifen 1, die Kontrollvorrichtungen 2 und 24, die Stempelungsvor- richtung 23 und weitere können von verschiedener kon struktiver Ausführung sein.