CH433853A - Gerät zum Bespritzen der in unmittelbarer Nähe einer Kulturpflanze gelegenen Bodenfläche mit einer Behandlungsflüssigkeit - Google Patents
Gerät zum Bespritzen der in unmittelbarer Nähe einer Kulturpflanze gelegenen Bodenfläche mit einer BehandlungsflüssigkeitInfo
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Description
Gerät zum Bespritzen der in unmittelbarer Nähe. einer Kulturpflanze gelegenen Bodenfläche mit einer Behandlungsflassigkeit Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Bespritzen der in unmittelbarer Nähe einer Kulturpflanze, z. B. eines Bäumchens, gelegenen Bodenfläche mit einer Behand lungsflüssigkeit und bezweckt die Schaffung eines Gerä- tes, das so eingerichtet ist, dass beim Gebrauch das Bespritzen der Kulturpflanze verhindert wird. Ein solches Gerät kann beispielsweise zum Bespritzen des Bodens mit Unkrautvertilgungsflüssigkeit verwendet werden, Das Gerät soll handlich sein und einen sparsamen Verbrauch der Behandlungsflüssigkeit ermöglichen. Die Erfindung geht von einem bekannten Gerät aus zum Bespritzen der in unmittelbarer Nähe einer Kul- turpflanze gelegenen Bodenfläche mit Behandlungsfliis sigkeit, mit einem Stiel, mindestens einer Spritzdrüse und einem Schutzglied, das verhindert, dass Behand- lungsflüssigkeit auf die Pflanze gespritzt wird. Das erfindungsgemässe Gerät ist dadurch gekennzeichnet, dass es eine eine dosierte Flüssigkeitsmenge an die Düse oder Düsen abgebende Pumpe aufweist, die bei ihrer Betäti- gung die Spritzdüse bewegt, um die aus letzterer austre tende Behlandlungsflüssigkeit auf der von der Pflanze abgewendeten Seite des Schutzgliedes auf die umgebende Bodenfläche zu verteilen. Beiliegende Zeichnung stellt zwei Ausfiihrungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes, dar. Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausf hrungsform, Fig. 2 ist ein Aufriss der zweiten bevorzugten Ausv f hrungsform, Fig. 3 zeigt die zweite Ausführungsform im Aufriss nur in den Umrisslinien, wobei die beweglichen Teile in der Lage gezeigt sind, die sie bei Nichtgebrauch bzw. beim Transport des Gerätes einnehmen. In der ersten Ausführungsform ist an einem Ende eines Stieles 1 ein Schutzglied 3 angebracht, welches zweckmässig eine Höhe von etwa 380 mm und einen U-förmigen Querschnitt hat, in der Weise, dass es ein Bäumchen oder eine andere Kulturpflanze teilweise umgeben kann. Ein mit einer Spritzdüse 17 ausgerüsteter Spritzkopf 16 ist gelenkig mit einem Ausleger 4 verbun- den, welcher in der NÏhe des Schutzgliedes am Stiel 1 angebracht ist. Bodenbehandlungsflüssigkeit, z. B. ein Unkrautvertilgungsmittel, gelangt von einem Behälter 5 durch ein Absperrglied 6 und einen-Schlauch 7 hindurch zu einer Handpumpe 8, deren Gehäuse am Stiel 1 angebracht ist. Bei, m Gebrauch wird, das Gerät-gegen das Bäumchen gestossen, so. dass dessen Äste durch das Scbutzglied umfasst und zusammengedr ckt werden, damit der Spritzkopf nahe an das Baumstämmchen herankommt. Sodann wird die Bodenfläche während 1 bis 2 Sekunden bespritzt, indem man den Griff 9 der Pumpe 8 zurück- zieht und wieder hochst¯sst. Beim Zur ckziehen des Pumpengriffes 9 wird der durch eine Stange 10 gelenkig mit dem Pumpengriff 9 verbundene Spritzkopf 16. gegen die Bedienungsperson hin geschwenkt; beim VorwÏrtshub wird die Behandlungsfl ssigkeit aus der D se des Spritzkopfes in dosierter Menge ausgespritzt während- dem sich letzterer zum Schutzglied hin bewegt ; auf diese Weise wird das Unkrautvertilgungsmittel auf der vom Pflänzchen abgewendeten Seite des Schutzgliedes auf die umgebende Bodenfläche verteilt. Danach wird das Schutzglied auf die gegenüberlie- gende Seite des-Pflänzchens gestellt und der Spritzvor gang wiederholt, Du, rch zwei solcher Bespritzungen kann eine Bodenfläche von etwa 90 X 90 cm behandelt werden ; die Grosse dieser Bodenfläche kann aber verändert t werden durch VerÏnderung der Höhe des Spritzkopfes über dem Boden oder durch Verwendung eines anderen Spritzkopfes. Die zweite Ausführungsform weist einen rohrförmi- gen Stiel 1 auf, durch den hindurch sich ein Schlauch 21 erstreckt, welcher Behandlungsflüssigkeit von einem nichtgezeigten Behälter zu einer Handpumpe 2 fördert, die am Stiel angebracht ist. Ein im Querschnitt U-f¯rmiges Schutzglied 3, welches eine H¯he von etwa 380 mm hat und dessen Schenkel eine Länge von etwa 150 mm haben, ist an zwei Stellen 5'und 6'an einem am unteren Stielende befestigten Halter 4'angelenkt. Die Gelenkstelle 5'ist die untere der beiden, wenn das Gerät in Gebrauchslage ist ; es gehört zu ihr ein wegnehmbarer Stift, der zweck- mässig durch ein Kettchen unverlierbar mit dem Halter 4'verbunden ist. Wenn dieser Stift herausgezogen ist, so kann das Schutzglied um die obere Gelenktstelle 6'heraufgeklappt werden in eine Lage,, in welcher es den unteren Endteil des Stieles und die Pumpe umgibt, so wie dies in Fig. 3 gezeigt ist. In diesem Zustand kann das Gerät leicht transportiert und versorgtwerden. Der untere Rand des Schutzgliedes ist mit einem nach aussen gebogenen Flansch versehen und bietet einen zusätzlichen Schutz fiir die Basis eines Bäumchens gegen Benetzung durch Bebandlungsflüssigkeit. Die Pumpe 2 hat einen feststehenden, nicht gezeigten Innenkolben und einen beweglichen Zylinder. Letz- terer hat an seiner Aussenfläche eine abgestufte Aus nehmung 8', die mit einem Anschlagglied 9'zusammenarbeitet, zwecks Begrenzung der Grosse des Pumpenhubes auf einen von mehreren, durch Verstellung des Anschlages zum voraus bestimmbaren Werten. Das Pum penbetätigungsglied besteht aus einem Arm 10', der zum Stiel hin und von diesem weg geschwenkt werden kann. Dieser Arm hat einen Teil 11 mit einer Kurvenfläche, , die auf eine Stosstange 7'einwirkt, deren in der Nähe der Pumpe gelegenes Ende 13 tellerförmig ist. Beim Wegschwenken des Betätigungsarmes vom Stiel drückt dieses tellerförmige Ende 13 auf den beweglichen Zylinder, der dadurch entgegen dem Widerstand einer Pumpenzylinder-Rückführfeder 14 und einer Stosstangen Rückführfeder 15 den Nutzhub zurücklegt und bewirkt, dass Behandlungsflüssigkeit unter Druck zur Düse 17 eines Spritzkopfes 16 gelangt. Letzterer ist mittels eines Gelenkzapfens 18 an einem Gehäuse 19 gelagert, welches am unteren Ende des Stieles 1 befestigt ist und die Pumpe umgibt ; ferner ist der Spritzkopf durch eine Verbindungsstange 20 mit der Stosstange 7'verbunden in der Weise, dass beim Wegschwenken des Pumpenbetätigungsarmes 10'vom Stiel 1 nicht nur Flüssigkeit ausgespritzt wird, sondern der Spritzkopf 16 gegen das Schutzglied 3 hin geschwenkt wird,. In (heser Weise wird erreicht, dass die an dem unteren Flansch 7"des Schutzgliedes angrenzende BodenflÏche mit Flüssigkeit bespritzt wird. Der Pumpenbetätigungsarm ist mehrteilig so ausgeführt, dass nach Lösen einer Schraube 12 der Griff des Armes 10'verstellt werden kann zwecks Veränderung g seiner Neigung in bezug auf den Stiel 1. Dies ermöglicht es der Bedienungsperson, diejenige Lage einzustellen, die ihr am besten passt. In beiden Ausf hrungsformen wunde ein Spritzkopf mit einfacher Düse erwähnt. Es könnten aber im Bedarfsfall mehrere Düsen vorgesehen sein, die an einem Verteilerröhrchen verteilt angeordnet sind. Die einzige oder die vielen Düsen sind zweckmässig zur Abgabe von starken Tropfen ausgebildet. Das Schutzglied kann eine von einem U abweichende Querschnittform haben, z. B. diejenige von einem V oder diejenige eines eckigen U. Es ist vorzugsweise aus einem Blatt leichten, biegsamen Materials hergestellt, z. B. aus Aluminium oder aus einem Kunststoff wie Polyvinylchlorid. Ferner kann das Schutzglied entweder unlösbar oder lösbar am Stiel angebracht sein ; im letzteren Falle kann es leicht ersetzt werden, etwa wenn es beschädigt ist oder wenn es durch ein Schutzglied ersetzt werden soll, dessen Quer schnittsform und/oder Grosse besser geeignet ist. Unter den Schutzumfang des Patentes sollen auch grössere Ausf hrungsformen des Gerätes fallen, etwa solche, die an Motorfahrzeugen angebracht sind. Die erfindungsgemässen Geräte eignen sich für das Verspritzen von vielerlei Arten von biologisch wirksa- men Behandlungsflüssigkeiten, insbesondere aber von Unkrautvertilgungsmitteln auf der Basis von Bipyridy lium, welche Idie Eigenschaft haben, dass sie rasch unaktiv werden, wenn sie mit dem Erdreich in Berührung gekommen sind, was es ermöglicht, sie sehr nahe beim Stamm der Pflanze aufzuspritzen, vorausgesetzt, dass die Pflanze selbst nicht benetzt wird. Solche Unkrautvertil- gungsmittel sind unter den markenrechtlich geschützten Namen ¸GRAMOXOME¯ und ¸REGLONE¯ im Han del.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gerät zum Bespritzen der in unmittelbarer Nähe einer Kulturpflanze gelegenen Bodenfläche mit einer Behandlungsflüssigkeit, mit einem Stiel, mindestens einer Spritzdüse und einem Schutzglied, das verhindert, dass Behandlungsflüssigkeit auf die Pflanze gespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät eine eine dosierte Flüssigkeitsmenge an die Düse oder Düsen abgebende Pumpe aufweist, die bei ihrer Betätigung die Spritzdüse bewegt, um die aus letzterer austretende Be handlungsflüssigkeit auf der von der Pflanze abgewen- deten Seite des Schutzgliedes auf die umgebende Bodenfläche zu verteilen.UNTERANSPRÜCHE 1. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Düse tragender Spritzkopf am Stiel schwenkbar gelagert ist.2. Gerät nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichet, dass die Pumpe eine von Hand betätigbare Kolbenpumpe mit einstellbarem Hub ist.3. GerätnachUnteranspruch2, gekennzeichnet durch einen am Stiel schwenkbar gelagerten Pumpenbetäti- gungshebel.4. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass ein die Spritzdüse tragender Spritzkopf schwenkbar gelagert ist.
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