CH433871A - Dübel zur rüttelsicheren Befestigung von Gegenständen in Baustoffen - Google Patents
Dübel zur rüttelsicheren Befestigung von Gegenständen in BaustoffenInfo
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Description
Dübel zur rüttelsicheren Befestigung von Gegenständen in Baustoffen Die Erfindung betrifft einen Dübel zur rüttelsiche ren Befestigung von Gegenständen in Baustoffen, ins besondere in weichen Holzarten und gepressten Platten, vorzugsweise in Sackbohrlöchern geringer Tiefe, mit einem ins Bohrloch passenden, die Halteschraube auf nehmenden Dübellcörper.
Es ist bekannt, zur Befestigung in Sacklöchern Dü bel zu verwenden, deren zur Aufnahme der Halte schraube bestimmte Teile aus einem plastischen Mate rial bestehen, das sich beim Hineinschrauben der Halte schraube derart verformt dass der Dübel durch seitli chen Druck auf die Bohrlochwandung einen festen Halt findet.
Es sind auch Spreizdübel bekannt, die am einführ- seitigen dem Bohrlochende zugekehrten Teil des Dübels eine Mutter aufweisen, die beim Hineinschrauben der Halteschraube nach vorn gleitet und die zylindrischen, aus einzelnen Lamellen oder Zungen bestehende Dübel wandung seitlich derart gegen die Bohrlochwandung spreizt, dass der Dübel mit Pressitz im Bohrloch gehal ten wird.
Derartige bisher bekannte Dübel weisen den Nach teil auf, dass das Bohrloch in ganzer Länge seitlich auf gebraucht bzw. ausgeweitet wird und der Dübel keinen festen Halt findet, insbesondere dann, wenn es sich um Sackbohrlöcher geringer Tiefe handelt, wie beispielswei se bei nicht durchgehenden Bohrungen zum Anbringen eines Schubladengriffes ohne sichtbare Muttern oder Schrauben auf der Innenseite der Schublade.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Dübel zu schaffen, der auch bei geringer Bohrlochtiefe, insbesondere bei auftretenden Zugkräften, einen festen Sitz des Dübels in weichen Holzarten und gepressten Platten gewährleistet.
Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäss dadurch, dass im Dübelkörper ein mit einem zentralen Bohrloch versehener Spreizbügel liegt, der mindestens zwei nach vorn: in Richtung zur Dübelgrundplatte abgewinkelte Schenkel aufweist, die sich in nicht gespreiztem Zustand in fensterartige Ausnehmungen in der Aussenwand des Dübelkörpers hinein erstrecken.
Die abgewinkelten Schenkel des Spreizbügels können mittels eines Bolzens, durch Schlag oder durch Druck flachgespreizt und da durch in die Bohrlochwandungen des den Dübel umge benden Materials hineingetrieben werden, so dass der Dübelkörper in seiner Stellung fest verankert wird.
Es ergibt sich dabei der Vorteil; dass der Dübel auch in Bohrlöchern geringer Tiefe, beispielsweise beim Be festigen von Möbeltürgriffen in dünnen Platten auch ge gen stärkere Zugkräfte fest verankert wird, ohne dass die Gefahr besteht, dass die Bohrlochwände aufgebaucht oder ausgeweitet werden könnten.
Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass der Spreizbügel, dadurch, dass er sich mit seinen Schenkeln in die in der Aussenwandung des Dübelkörpers ange ordneten Ausnehmungen hinein erstreckt, mit dem Dü- belkörper bis zur Einbringung ins Bohrloch unverlier bar verbunden ist.
Auch wenn der Dübelkörper nicht einteilig, son dern aus zwei Teilen zusammenfügbar ist, kann der Spreizbügel durch Zusammenfügen der Dübelkörpertei- le und Einrasten der Bügelschenkel bis zur Verwendung des Dübels unverlierbar zu einer Einheit vereinigt wer den.
Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen dass der zweckmässig scheibenförmige Spreizbügel mit den ab gewinkelten Schenkeln in ganz flache Sackrohrlöcher eingebracht werden kann. Anschliessend werden zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Dübels an Hand der Zeichnung erläutert.
In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 das erste Ausführungsbeispiel im Längs schnitt, Fig. 2 den Dübel nach Fig. 1 im im Bohrloch veran kerten Zustand im Längsschnitt, wobei die Halteschrau be gestrichelt dargestellt ist, Fig. 3 den Dübel nach Fig. 1 im im Bohrloch ver- ankerten Zustand ohne Halteschraube, in Draufsicht in Richtung des Pfeiles nach Fig. 2,
Fig. 4 den Dübelkörper und den Spreizbügel des Dübels nach Fig. 1 jeweils nebeneinander vor dem Zu sammenfügen derselben in perspektivischer Ansicht, Fig. 5 das zweite Ausführungsbeispiel mit zweitei ligem Dübelkörper im Längsschnitt, Fig. 6 den Dübel nach Fig. 5 im im Bohrloch ver- ankerten Zustand im Längsschnitt,
wobei die Halte schraube gestrichelt dargestellt ist, Fig. 7 den Dübel nach Fig. 5 im Schnitt A-A nach Fig. 6, und Fig. 8- den hohlzylindrischen Randkörper, den Spreizbügel und die Dübelscheibe des Dübels nach Fig. 5 jeweils einzeln vor dem Zusammenfügen in perspek tivischer Ansicht.
Wie aus Fig. 1 bis 4 ersichtlich ist, besteht der Dü bel bei diesem Beispiel aus drei Teilen: einem Dübel körper 1, einem Spreizdübel 2 und einer Halteschraube 6. Der Dübelkörper 1, weist die Form einer nach oben zu offenen Kappe auf, deren Grundplatte 3 eine zen trale,
die Halteschraube 6 aufnehmende Bohrung 4 mit Innengewinde aufweist und in deren hohlzylindrischer Seitenwand 5 in Höhe der Innenfläche der Grundplat te für den Durchtritt der Schenkel des Spreizbügels 2, Öffnungen 7 vorgesehen sind, deren Grundflächen 8, auf die sich die Enden der Spreizbügelschenkel stützen, abgeschrägt sind: Die Grundplatte des Dübellcörpers weist am äusseren Umfang radiale Rändelung auf.
Der Spreizbügel 2 ist einstückig und besteht aus ei ner Führungsplatte 10 mit mittigem Bohrloch 22 für den Durchtritt der Halteschraube 6 und zwei abgewin kelten Schenkeln 20, deren Enden 20a leicht nach aus sen abgebogen sind.
Das Einbringen und Verankern des Dübels mittels des Spreizbügels im Bohrloch erfolgt folgendermassen: Der Dübelkörper 1 wird zusammen mit dem- mit sei nen Schenkeln in den Öffnungen 7 der Seitenwand 5 un verlierbar federnd gehaltenen Spreizbügel 2 mit der am Umfang der Grundplatte 3 befindlichen Rändelung 9 in das das Bohrloch umgebende Material 21
hineinge- drückt, so dass die Rändelung eine Drehbewegung des Dübelkörpers verhindert.
Anschliessend wird der Spreizbügel mittels eines Dornes durch Hammerschlag oder direkt durch die Halteschraube 6 unter Verwendung eines in der Zeich nung nicht dargestellten Druckkörpers flachgespreizt, wodurch die Schenkel 20 des Spreizbügels 2 in. radialer Richtung senkrecht in das das Bohrloch umgebende Material 21 hineingetrieben und verankert werden.
Die abgeschrägten Grundflächen der Öffnungen 7 gewähr leisten ein Eindringen der zugespitzten, leicht abgebo genen Enden 20a der Schenkel des Spreizbügels 2 in ra dialer senkrechter Richtung in das das Bohrloch um gebende Material 21.
Nach erfolgter Flachspreizung des Spreizbügels 2, ist der Dübel rüttelsicher im Bohrloch verankert; die Halteschraube 6 kann dann entfernt werden, ohne dass der Dübel seinen Halt verliert.
Ein anderes Ausführungsbeispiel ist aus Fig. 5 bis 8 ersichtlich. Der Dübelkörper besteht hier aus zwei einzelnen Teilen:
aus dem hohlzylindrischen Randkör per 15 mit einer am Einführende, d.h. an den dem Sackbohrlochende zugekehrten Ende innenbefindlichen Ringnut 11 und mit am selben Ende angeordneten Aus- nehmungen 17 und einer Rändelung <B>19</B> an der Aus senseite und aus einer Grundplatte 13,
mit mittigem mit Innengewinde 14 versehenem Führungsdorn 25, mit Vorsprüngen 23 und am Umfang der Stirnseite an geordneten vorspringenden Nocken 24; die beiden Tei le des Dübelkörpers sind zusammen mit dem Spreizbü- gel durch die in die Ringnut 11 einrastenden Nocken 24 zu einer Einheit vereinigt.
Der Spreizbügel besitzt eine Scheibe 18 mit mittiger für den Durchtritt der Halteschraube vorgesehenen Boh rung 26 und durch Einschnitte 27 gebildete über den Radius der Scheibe 18 hinausreichende zickzackförmig abgewinkelte Schenkel 28.
Die Verankerung des Dübels im Bohrloch erfolgt dadurch, dass der Dübel mit der Rändelung 19 in das Bohrloch hineingedrückt wird und dann die Schenkel 28 des Spreizbügels mittels eines Dornes durch Hammer schlag oder mittels eines in der Zeichnung nicht darge stellten Druckkörpers durch Gewindedruckkraft der in das Innengewinde 14 der Dübelgrundplatte 13 hinein zuschraubenden Halteschraube 16 flachgespreizt wer den, wobei die zugespitzten Schenkel 28 in radialer Richtung senkrecht in das das Bohrloch umgebende Material 21 hineingetrieben werden.
Die Halteschraube 16 kann nach erfolgter Flachspreizung des Spreizbügels entfernt werden, ohne dass sich der Dübel aus der Ver- ankerung lösen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Dübel zur rüttelsicheren Befestigung von Gegenstän den in Baustoffen, insbesondere in weichen Holzarten und gepressten Platten, vorzugsweise in Sacklöchern ge ringer Tiefe, mit einem in das Bohrloch passenden, die Halteschraube aufnehmenden Dübelkörper, dadurch ge kennzeichnet, dass im Dübelkörper ein mit einem zen tralen Bohrloch versehener Spreizbügel liegt, der min destens zwei nach vorn in Richtung zur Dübelgrund- platte abgewinkelte Schenkel aufweist,die sich in nicht gespreiztem Zustand in fensterartige Ausnehmungen in der Aussenwand des Dübelkörpers hineinerstrecken. UNTERANSPRÜCHE 1. Dübel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Enden der Schenkel (20) des Spreiz- bügels (2) kurze, nach aussen gerichtete Aufbiegungen (20a) aufweisen. 2.Dübel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Spreizbügel aus Metall und der Dü- belkörper aus Metall oder aus Kunststoff, oder aus Kunststoff mit in die Grundplatte eingebetteten Metall teilen besteht. 3. Dübel nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass in der aus Kunststoff bestehenden Dübel- grundplatte eine Metallmutter eingebettet ist. 4.Dübel nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass die vordere Aussenkante der Dübel- grundplatte an denjenigen Stellen, an denen sich die En den der abgewinkelten Schenkel des Spreizbügels stüt zen, abgeschrägt sind. 5.Dübel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Dübelkörper aus einem einstückigen kappenförmigen Hohlkörper besteht, mit in seiner zy lindrischen Seitenwand in Höhe der Grur < dplatte ange ordneten, den Spreizbügelschenkeln nach Zahl und La ge entsprechenden fensterartigen Ausnehmungen. 6.Dübel nach Patentanspruch dadurch gekenn zeichnet, dass der Dübelkörper zweiteilig gestaltet ist; wobei der eine Teil ein zylindrischer Randkörper mit am Einführende innen befindlicher Ringnut und Aus- nehmungen ist, und der andere Teil eine in den hohl- zylindrischen Randkörper hineinpassende Grundplatte mit in die Ausnehmungen des Randkörpers hineinpas senden Vorsprüngen und am Umfang angeordneten vor springenden, in die Ringnut es hohlzylindrischen Rand körpers einrastenden Nocken.7. Dübel nach Unteranspruch 6, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Spreizbügel aus einer Scheibe mit durch Einschnitte gebildeten, über den Scheibendurch messer hinausragenden auf- und abgewinkelten Schen keln und mit mittigem Bohrloch besteht. B. Dübel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Dübelkörper am äusseren Umfang der Grundplatte eine axial verlaufende Rändelung auf weist.
Applications Claiming Priority (1)
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