Apparat für die fortlaufende Herstellung von Zigarren und zigarrenähnlichen Produkten Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Apparat für die fortlaufende Herstellung von Zigarren und zigar- renähnhchen Produkten.
Bei der Herstellung von Zigarren wird die Tabakfül lung gewöhnlich in wendelförmig aufgewickelte Tabak blätter oder künstliche Tabakfolie eingewickelt. Bei der Massenherstellung von Zigaretten wird der Tabak in eine Papierröhre eingeschlossen, die aus einem Band ge wickelt wird, dessen Kanten längs einer longitudinalen, geraden Linie miteinander verbunden werden. Die etwa wendelförmige Hülle, die für Zigarren typisch ist, als ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber Zigaretten, hat zahlreiche Vorteile, aber hatte bisher den Nachteil einer teueren und schwierigen Herstellung, weil sie viel Hand arbeit erforderte.
Es sind zwar bereits Maschinen für die kontinuierliche, automatische Herstellung von Zigarren mit wendelförmigen Hüllen vorgeschlagen worden, aber diese Maschinen lassen viel zu wünschen übrig und ha ben sich in der Praxis nicht bewährt.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist nun, einen ver besserten Apparat für die Herstellung von Zigarren und zigarrenähnlichen Produkten zu schaffen.
Der erfindungsgemässe Apparat zeichnet sich da durch aus, dass er eine längliche, rohrförmige Führung und mindestens ein endloses, biegsames Band mit einem etwa wendelförmig gewundenen Abschnitt umfasst, der sich für mindestens eine erste Windung in und koaxial zu der Führung erstreckt und sich auf der inneren Ober fläche der letzteren abstützt,
wobei eine sich entlang dem erwähnten wendelförmigen Abschnitt erstreckende Längskante des erwähnten Bandes am oder auch nach dem Ende der erwähnten ersten Windung des Bandes in der erwähnten Führung mindestens angenähert an der anderen Längskante desselbenBandes anliegend verläuft, und dass Einrichtungen zum Zuführen von Tabak in die erwähnte rohrförmige Führung und in den in letzterer vom erwähnten Band bestimmten Raum vorgesehen sind.
Die nachfolgende Beschreibung erörtert beispiels weise bevorzugte Ausführungsformen des Erfindungs- gegenstandes anhand der Zeichnungsfiguren, wobei Fig. 1 eine teilweise schematische Stirnansicht einer Ausführungsform des Apparates gemäss der Erfindung ist; Fig. 2 ist Bein Schnitt gemäss 2-2 von Fig. 1; Fig. 3 ist eine in eine Ebene abgewickelte Innen ansicht der rohrförmigen Führung und der sie durch querenden Bänder;
Fig. 4 ist ein Schnitt gemäss Linie 4-4 von Fig. 2; Fig. 5 ist ein Schnitt gemäss Linie 5-5 von Fig. 2; Fig. 6 ist ein Schnitt gemäss Linie 6-6 von Fig. 2; Fig. 7 ist eine auseinandergezogene, perspektivische Ansicht der endlosen Förderbänder;
Fig. 8 ist eine perspektivische Ansicht der rohrför- migen Führung für die Förderbänder; Fig. 9 ist eine perspektivische Ansicht einer mit dem dargestellten Apparat erzeugten Zigarre; Fig. 10 ist eine der Fig. 2 ähnliche perspektivische Teilansicht einer abgeänderten Form des erfindungsmäs- sigen Apparates; Fig. 11 ist eine abgewickelte Innenansicht desselben;
Fig. 12 ist ein Schnitt gemäss Linie 12-12 von Fig. 10; Fig. 13 ist eine teilweise schematische Stirnansicht dieses Apparates; Fig. 14 ist eine teilweise Draufsicht auf einen abge änderten Teil der Apparate nach den vorangehenden Fi guren; Fig. 15 ist ein Schnitt gemäss Linie 15-15 von Fig. 14; und Fig. 16 ist ein Schnitt gemäss Linie 16-16 von Fig. 14.
Nachfolgend wird auf die Zeichnungen Bezug ge nommen, und zwar insbesondere auf die Fig. 1 bis 8, die eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar stellen. Das Bezugszeichen 10 bezeichnet als Ganzes ein längliches Führungsrohr, das vorzugsweise aus irgend einem bekannten, selbstschmierenden; abrasionsfesten Material besteht, und dessen Innendurchmesser dem ge wünschten Durchmesser der herzustellenden Zigarre ent- spricht.
Drei Bandeinlass- und -auslassöffnungen in Form von Längsschlitzen sind in der Wandung des Roh res 10 vorgesehen, wobei diese Schlitze tangential zur inneren Oberfläche des Rohres 10 verlaufen.
Der erste Schlitz 1 (siehe Fig. 3) ist am nächsten vom Austrittsende D des Rohres 10 gelegen.. Der zweite Schlitz 2 ist dem ersten diametral gegenüberliegend. Der dritte Schlitz 3 folgt dem zweiten Schlitz 2 in Axialrich- tung des Rohres 10.
Das Führungsrobr 10 isst in geeigneter Weisse Ende gegen Ende an einem Tabakrohr 11 montiert, mit dem es mittels einer Muffe 12 gekuppelt ist. Dabei sind beide Rohre 10 und 11 axial ausgerichtet. Das Rohr 11 steht mit einem Tabak enthaltenden Fülltrog 13 in Verbin dung. Eine Förderschnecke 14 befindet sich im Rohr 11, die sich unter dem Boden des Troges 13 und bis in das Eintrittsende E des Rohres 10 erstreckt. Die Förder schnecke 14 wird in regulierbarer Weise angetrieben durch einen Motor 16, und zwar über ein Getriebe 17 von variabler Ausgangsgeschwindigkeit, dessen Aus gangswelle mit der Schnecke 14 verbunden ist.
Die Vorrichtung zum Anbringen der Hüllfohe um- fasst ein erstes endloses Band 19 und ein zweites end loses Band 20, während die Vorrichtung zur Zuführung und Bildung der Tabakstange ein drittes endloses Band 21 umfasst. Die endlosen Bänder 19, 20 und 21 beste hen aus leicht biegsamem Material, z. B. aus dünnem Stahlband, das einer Kompression in Längsrichtung wi derstehen, aber leicht gebogen werden kann.
Das erste endlose Band 19 bewegt sich durch den Schlitz 1 in gleitender Berührung mit der inneren Seite des Rohres 10, hat einen ersten, vorwärts gerichteten Wendelabschnitt 19a im Gegenuhrzeigerdrehsinne längs der inneren Oberfläche des Rohres 10 und tritt dann durch den Schlitz 1 nach oben aus dem Rohr 10 aus. Hierauf läuft das Band 19 über Rollen 22, 23, 24 und 26 (siehe Fig. 1) zurück zum Schlitz 1.
Ein Motor 27 ist über ein Getriebe 28 von regulierbarer Dbersetzung min destens mit den Rollen 22 und 26 verbunden, die den gleichen Durchmesser haben, um diese Rollen mit gles- cher Umfangsgeschwindigkeit anzutreiben, so dass das Band 19 sanft auf dem wendelförmigen Abschnitt 19a längs der inneren Oberfläche des Rohres 10 läuft.
Die Ganghöhe des wendelförmigen Abschnittes 19a des Ban des 19, der innere Durchmesser des Rohres 10 und die Breite des Bandes 19 sind so gewählt, dass aufeinander folgende Windungen des wendelförmigen Abschnittes 19a im wesentlichen Seite an Seite liegen (siehe Fig. 2 und 3), so dass sie in Längsrichtung einen rohrförmigen Durchgangsweg begrenzen. Obwohl ein wendelförmiger Abschnitt mit einem einzigen Gang oder Wendung dar gestellt ist, ist zu verstehen, dass auch mehrere Gänge vorgesehen sein könnten.
Das zweite Band 20 ist dem ersten Band 19 ähnlich. Es läuft durch den Schlitz 1 aufwärts in das Rohr 10, durchläuft einen vorwärtsgerichteten, wendelförmigen Abschnitt 20a von ungefähr einem halben Gang, d. h. ca. 180 , im Gegenuhrzeigerdrehsinne längs der inneren Oberfläche des Rohres 10 und verlässt das Rohr 10 ab wärts durch den Schlitz 2. Hierauf läuft das Band 20 über Rollen 29, 30 und 32 zurück zum Schlitz 1.
Die Rollen 30 und 32 werden ebenfalls durch den Motor 27 über das Getriebe 28 angetrieben, und zwar mit der glei chen Umfangsgeschwindigkeit wie die Rollen 26 und 22, so dass die Bänder 19 und 20 sich mit der gleichen Ge schwindigkeit vorwärts bewegen. Wenn das Band 20 die Rolle 32 verlässt, bewegt es sich Seite an Seite im we- sentlichen in Berührung mit dem Band 19 weiter auf den Schlitz 1 hin und durch denselben hindurch und längs des wendelförmigen Abschnittes 20a.
Das dritte Band 21 hat ähnliche Eigenschaften wie die Bänder 19 und 20 und ist auf seiner inneren Seite mit einer aufgerauhten Oberfläche versehen, die z. B. durch Sandstrahlen oder eine ähnliche Behandlung er zeugt werden kann. Das Band 21 tritt horizontal durch den Schlitz 3 in das Rohr 10 ein, gleitet auf einem im Gegenuhrzeigersinne gerichteten wendelförmigen Ab schnitt 21 a von ein und drei Viertel Gängen, d. h. ca.
630 , vorwärts längs der inneren Oberfläche des Rohres 10 und verlässt dieses Rohr im wesentlichen vertikal nach unten durch den Schlitz 2. Hierauf läuft das Band 21 auf den Rollen 33, 34, 36, 37 und 38 zurück zum Schlitz 3. Ein Motor 39 treibt über ein Getriebe 40 von regulierbarer Ausgangsgeschwindigkeit mindestens die Rollen 38 und 33 mit der gleichen Umfangsgeschwindig keit an, um das Band 21 in seiner Längsrichtung fortzu bewegen; dabei ist die Geschwindigkeit des Bandes 21 mindestens gleich und vorteilhafterweise grösser als die jenige der Bänder 19 und 20.
Längs der vorangehenden Windung des wendelför- migen Abschnittes 21a berührt oder überlappt die vor angehende Kante des Bandes 21 ein wenig die nachfol- gende Kamste des Brandes 20,auf dessen wendelförmigem Abschnitt 20a (siehe Fig. 2).
Es wird bemerkt, dass die Anzahl der Gänge des wendelförmigen Abschnittes 21a vensehieden sein, kann von der in der Zeichnung @darge- sstallten Anzahl, dass aber mindestens ein Gang vorge- sehen werden sollte.
Ferner ,sind nebeneinanderliegende Kantendes Bandas 21 längs aufeinandetrfolgender Gänge im wesentlichen miteinander in Berührung.
Eine Vorratsrolle 41 eines Bandes W von geeigne- eem Hüllmater;al, vorzugsweise künstlicher Tab@akfohe von irgendeiner gewünschten Zusammensetzung, die aus fein verteiltem Tabak und einem geeigneten Bindemittel besteht, ist drehbar montiert an einer Stelle, die auf die Bänder 19 und 20 bei ihrem Eingang in das Rohr 10 folgt. Das Hüllband W ist etwas breiter als das Band 19 und wird von einer Führung 42 auf .das Band 19 geführt, so dass es auf letzterem liegt, das benachbarte Band 20 etwas überlappt und von den Bändern 19 und 20 in und durch -das Rohr 10 gefördert wird.
Zwischen dem Rohr 10 und der Führung 42 und in der Nähe der Rolle 26 ist eine Vorrichtung vorgesehen, um ein Klebmittel, z. B. eine wässerige Gummilösung, auf den inneren Rand ,des Hüllbandes W, der vom Band 20 abgekehrt ist, aufzubringen. Die Vorrichtung zum Anbringen des Klebmittels umfasst einen oben offenen Behälter 43, der die Gummilösung 44 enthält. Der un tere Umfang eines rotierenden Übertragungsrades 46 taucht in die Gummilösung 44 ein und überträgt Kleb mittel auf ein rotierendes Auftragsrad 47, das die Peri pherie des Rades 46 berührt.
Das Rad 47 berührt seiner seits den äusseren Rand des Hüllbandes W, während letzteres über die Rolle 26 läuft, und trägt einen kon tinuierlichen Streifen von Klebmittel auf dem äusseren Rand 48 des Hüllbandes W auf.
Der beschriebene Apparat arbeitet wie folgt: Tabak T wird vom Fülltrog 13 durch die sich im Rohr 11 dre hende Förderschnecke 14 dem Rohr 10 zugeführt und gelangt in den Durchgangsweg, der durch den wendel- förmigen Abschnitt 21a des dritten Bandes 21 gebildet wird. Das Band 21 ergreift auf seinem Wege längs des Abschnittes 21a den von der Schnecke 14 zugeführten Tabak und dreht und verfestigt denselben zu einer kom- pakten, kohärenten, einheitlichen, kontinuierlichen, zylindrischen Tabakstange C, die sich synchron mit dem Band 21 längs des Abschnittes 21a vorwärtsbewegt und dreht.
Beim Verlassen des Bandes 21a bewegt sich die Tabakstange C im Durchgangsweg, der von den Ab schnitten 19a und 20a der Bänder 19 und 20 begrenzt wird. Das Hüllband W wird von der Vorratsrolle 14 ab gezogen und von der Führung 42 so geführt, dass es auf dem Band 19 liegt und das Band 20 überlappt, worauf das Auftragsrad 47 einen Klebmittelstreifen auf den äusseren Rand 48 des Hüllbandes W aufträgt. Das Hüll band W wird vom Band 19 wendelförmig um die sich vorwärts bewegende Tabakstange C getragen und wen- delförmig um diese Tabakstange gewickelt.
Der äussere oder vorangehende Rand 48 des Hüllbandes W, der das Klebmittel trägt, überlappt den nachgehenden Rand des Hüllbandes W längs der nächsten vorangehenden Win dung um die sich vorwärts bewegende Tabakstange, wo bei der nachgehende Rand durch den das Band 20 über lappenden Teil des Hüllbandes W begrenzt wird.
Die überlappenden Ränder der folgenden Windungen des Hüllbandes W werden aufeinander durch den dazwi schenliegenden Klebmittelstreifen 48 befestigt, um ein sich kontinuierlich vorwärts bewegendes Rohr zu bilden, welches die sich gleichzeitig vorwärtsbewegende Tabak stange eng umfasst. Wenn die umhüllte Tabakstange 49 aus dem Ende D des Rohres 10 austritt, wird sie in Zi garren S von bestimmter Länge geschnitten mittels einer periodisch betätigten Schneidvorrichtung 50, die am Weg der umhüllten Tabakstange 49 angeordnet ist.
Es geht aus obigen Ausführungen hervor, dass der Tabak und die aus demselben gebildete Stange durch einen im wesentlichen geschlossenen Durchgangsweg hindurch gehen, der durch die Abschnitte 19a, 20a und 21a .der Bänder 19, 20 und 21 begrenzt ist und sich gleichzeitig mit diesen Bändern bewegen und dass sie infolgedessen keiner rauhen oder abrasiven Behandlung unterworfen sind. Die Kompaktheit und der Verdich tungsgrad der Tabakfüllung oder -stange kann mühelos und in weiten Grenzen gesteuert werden durch Einstel lung der relativen Geschwindigkeiten der Schnecke 14 und der Bänder 19, 20 und 21. Eine grössere Kompakt heit und Dichte wird im allgemeinen durch höhere Ge schwindigkeit der nachgehenden Zuführungselemente er zielt.
So wird eine Erhöhung der Geschwindigkeit der Schnecke 14 gegenüber dem Band 21 oder des Bandes 21 gegenüber den Bändern 19 und 20 eine Erhöhung der Dichte der Tabakfüllung zur Folge haben.
In den Fig. 10 bis 13 der Zeichnungen ist eine abge änderte Form des erfindungsmässigen Apparates darge stellt, der mit grossem Vorteil verwendet werden kann und der sich vom zuerst beschriebenen hauptsächlich dadurch unterscheidet, dass ein viertes Formungs- und Zuführungsband vorgesehen ist, das einen wendelförmi- gen Abschnitt hat und auf das dritte endlose Band der beschriebenen Ausführungsform folgt. Im einzelnen weist der Apparat ein Führungsrohr 51 auf, das mit dem Tabakrohr 52 des Fülltroges verbunden ist.
Das Rohr 52 enthält eine rotierende Förderschnecke 53, welche den Tabak vom zugehörigen Fülltrog in das Führungsrohr 51 fördert. Der vordere Abschnitt des Rohres 51 ist mit dem ersten und dem zweiten endlosen Band (wie 19, 20, hier nicht gezeigt) zum Anbringen der Hülle versehen, welche Bänder im Rohr 51 wendelför- mige Abschnitte durchlaufen, wie früher beschrieben. Ein drittes, endloses, biegsames Band 54 folgt im Rohr 51 auf die beiden ersten Bänder und durchläuft in dem selben einen wendelförmigen Abschnitt wie das endlose Band 21.
Das Band <B>54</B> tritt von hinten in den unteren Teil (des Rohres 51 ein, @durchläuft einen vorwärts, ,gerich teten, wendelförmigen Abschnitt 54a von 630 im Ge- genuhrzeigerdrehsinne längs der inneren Oberfläche des Rohres 51, verlässt dasselbe abwärts und kommt zurück zum Rohr 51 über geeignet angetriebene Rollen.
Das Rohr 51 hat, ausser den Ein- und Austrittsöff nungen für die .drei ersten endlosen Bänder, zwei weitere, in Längsrichtung voneinander distanzierte und in Um fangsrichtung des Führungsrohres 51 um neunzig Bo gengrade zueinander versetzte Schlitze, nämlich einen Einlass-Schlitz 4A und einen Auslass-Schlitz 4B für das vierte Zuführungsband.
Ein viertes endloses, biegsames Band 56 tritt in das Rohr 51 durch den Einlass-Schlitz 4A ein, durchläuft einen vorwärts gerichteten, wendelförmigen Abschnitt 56,a von Uhrzeigerdrehsinn längs der inneren Ober- fläche des Rohres 51 mit einer dem dritten Band 54 entgegengesetzten Ganghöhe und etwa zwei und drei Viertel Gängen.
Die nebeneinander liegenden Ränder der wendelförmigen Abschnitte 54a und 56a überlappen einander; indem das Band 56 am vorangehenden Ende des Abschnittes 56a die nachfolgende Windung. des Ban des 54 kurz von dem Schlitz 3 überlappt, während das Band 54 am nachfolgenden Ende des Abschnittes 54a einen Teil der vorangehenden Wfndung des Bandes 56 überlappt. Auf diese Weise begrenzen die Bänder 54 und 56 einen im wesentlichen geschlossenen, rohrförmi- gen Durchgangsweg.
Nachdem das Band 56 den Auslass-Schlitz 4B ver lassen hat, läuft es über aufeinander folgende Rollen 57, 58, 59, 60 und 61 (siehe Fig. 13) zurück zum Einlass- Schlitz 4A. Ein Motor 63 treibt über ein Getriebe 64 von variabler Ausgangsgeschwindigkeit mindestens die Rollen 61 und 57 mit .der gleichen Umfangsgeschwindig keit an, um das Band 56 kontinuierlich in Längsrichtung und längs des wendelförmigen Abschnittes 56a vorwärts zu bewegen.
Die Bänder 54 und 56 bewegen sich auf den Abschnitten 54a und 56a in der gleichen axialen Richtung vorwärts auf das Austrittsende des Rohres 51 hin, aber in entgegengesetzten Umfangsrichtungen, in dem das Band 54 im Gegenuhrzeigersinne läuft und das Band 56 im Uhrzeigerdrehsinne. Das Band 56 wird min- destens mit der Geschwindigkeit des Bandes 54 ange- .trieben und vorzugsweise mit einer grösseren Geschwin digkeit.
Beim Betrieb des zuletzt beschriebenen Apparates wird durch die Förderschnecke 53 Tabak in das Rohr 51 und den durch den Abschnitt 56a begrenzten Durch gangsweg eingeführt. Das Band 56 fasst auf seinem Ab- schnitt 56a den Tabak und dreht und schiebt ihn auf den sich vorzugsweise langsamer bewegenden Abschnitt 54a des Bandes 54 zu. Das Band 54 fasst dann den Ta bak und dreht ihn in entgegengesetzter Richtung und schiebt ihn auf .den Umhüllungsabschnitt zu, der früher beschrieben worden ist.
Wenn der Tabak vom Abschnitt 56a in den langsamer bewegten Abschnitt 54a gelangt, wird er zu einer kontinuierlichen; kohärenten Tabak stange verdichtet, deren Dichte verändert werden kann durch Einstellung der relativen Geschwindigkeit der ver- achiedeneln (endlosem: Bänder und der Schnecke 53. Im allgemeinen ist die Kompaktheit und Dichte der Tabak füllung um so grösser, je grösser die Verminderung der Zuführungsgeschwindigkeiten in der Nähe des Austritts endes des Rohres 51 ist.
Die in den Fig. 14 bis 16 der Zeichnungen darge stellte Ausführungsform der Erfindung unterscheidet sich von den früher beschriebenen durch .die Anordnung, mit welcher der Tabak dem Formungs- und Umhül- lungsmechanismus zugeführt wird. Es ist ein längliches Führungsrohr 65 vorgesehen, das an seinem einen Ende mit einem Trog 66 in Verbindung steht, der einen stumpfen Winkel mit der Axe des Rohres 65 bildet, wel cher Winkel der Ganghöhe des darin enthaltenen För derbandes entspricht,
wie später näher erläutert ist.
Der Trog 66 hat eine flache Basis 67 und aufrechte, sich in Längsrichtung erstreckende Seitenwände 68. Ein ander gegenüberliegende, einwärts gerichtete Lippen 69 sind etwas oberhalb der Basis 67 an der inneren Ober fläche der Seitenwände 68 vorgesehen, um Bandfüh- rungskanäle zu begrenzen, wobei die gegenüberliegenden Seiten :der Lippen 69 bei Annäherung an das Rohr 65 konvergieren.
Ein endloses, biegsames Band 70, das dem dritten oder vierten Zuführungsband ider früher beschriebenen Ausführungsformen entspricht, läuft längs der oberen Oberfläche der Trogbasis 67 zwischen den Seitenwänden 68 und unter den Lippen 69 und tritt durch eine erwei terte Öffnung 70a in das Rohr 65 ein.
Das Band 70 läuft dann auf einem wendelförmigen Abschnitt längs der inneren Oberfläche des Rohres 65 und verlässt dieses Rohr 65 durch eine Auslassöffnung 70b und kommt zum Trog 68 zurück, wobei es längs seiner Länge auf die früher beschriebene Weise vorwärts bewegt wird.
Ein Paar von einander gegenüberliegenden, paralle len Supportplatten 71 ragt hinter den Lippen 69 von den Seitenwänden 68 nach oben und trägt eine in ihnen: ge- lagerte Welle 72, auf der eine mit Flanschen versehene Rolle 73 sitzt, die in der Mitte über dem Trog 66 ange ordnet ist. Die Welle 72 ist mit einem Motor 74 von variabler Geschwindigkeit gekuppelt, der in geeigneter Weise auf einer seitwärts vorspringenden Konsole 76 montiert ist.
Ein zweites Paar von parallelen Support platten 77 ragt von den Trogseitenwänden 68 nach oben, und in .denselben ist eine transversale Welle 78 gelagert, die eine Rolle 79 mit konkavem Umfang trägt. Die Rolle 79 ist direkt hinter der nachfolgenden Öffnung im Rohr 65, längs dessen Boden das Band 70 eintritt, angeordnet, und zwar in einem kleinen Abstand über dem Band 70.
Ein endloses biegsames Zuführungsband 80 aus ir gendeinem geeigneten biegsamen Material wird von den Rollen 73 und 79 getragen und durch die angetriebene Rolle 73 vorwärts bewegt; ein unterer Abschnitt 81 des Bandes 80 erstreckt sich vom unteren Umfang der Rolle 73 vorwärts nach unten geneigt zum unteren Umfangs teil der Rolle 79, wobei dieser Abschnitt anfangs in transversaler Richtung flach ist und bei Annäherung an die Rolle 79 in zunehmendem Masse nach unten kon vex wird.
Bei Betrieb des zuletzt beschriebenen Apparates wird der Tabak T kontinuierlich auf irgendeine geeig nete Weise auf das im Trog 66 befindliche Band 70 auf gebracht, und zwar hinter dem Band 80. Der Tabak T wird vom Band 70 zum Eingang des Rohres 65 geför dert und auf diesem Wege seitlich durch die konvergie renden Lippen 69 komprimiert, während die vorwärts konvergierenden Bänder 70 und 80 ihn in vertikaler Richtung komprimieren.
Der verdichtete Tabak tritt mit dem Band 70 in. das Rohr 65 ein, worin dieses Band 70 einen wendelförmigen Abschnitt durchläuft, um den Ta bak zu einer kohärenten, einheitlichen, sich vorwärts bewegenden Stange zu formen, die hierauf während ihrer kontinuierlichen Vorwärtsbewegung wendelförmig um hüllt wird. Die Kompaktheit und Dichte des Endproduk tes sind nicht nur eine Funktion der Relativgeschwindig keiten der verschiedenen Formungsbänder, sondern auch der Zuführungsgeschwindigkeit durch den Trog 68 zu zuschreiben.
Der Trog 68 wird vorteilhaft kontinuierlich mit Tabak gespeist bis zu einem vorbestimmten Niveau in der Nähe des Förderbandes 80, um ein gleichmässi ges Endprodukt zu gewährleisten.