Entleerungswagen für Schlitzbunker
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Entleerungswagen für Schlitzbunker, der längs des Austragetisches des Entleerungsschlitzes mit konstanter Geschwindigkeit eine und herverfahrbar ist, und der das Bunkergut mittels umlaufender Räumwerkzeuge in einen unterhalb der Räumwerkzeuge angeordneten Zwischenbunker des Entleerungswagens fördert, der mit einem kontinuierlich arbeitenden Austragsorgan für die Aufgabe des Bunkergutes auf ein mit konstanter Geschwindigkeit parallel zum Bunker laufendes Abförderband versehen ist.
Als Räumwerkzeuge werden bei Bunkerentleerungswagen vielfach Flügelräder benutzt, die das Bunkergut aus dem Bunkerschlitz herausschürfen und sodann über die äussere Kante des unter dem Schlitz angeordneten Bunkertisches hinweg austragen, wobei das Bunkergut vom Bunkertisch auf das parallel unterhalb des Tisches angeordnete Förderband fällt. Um unterschiedlich dosierte Fördermengen von dem umlaufenden Flügelrad auf das Abförderband auszutragen, hat man bisher die Drehzahlen und Eingriffstiefe der Flügeiräder über eine im Bunkerentleerungswagen angeordnete Bandwaage geregelt. Da nun die Flügel einer nach dem anderen die von ihnen mitgenommene Fördermenge über die Tischkante hinweg abwerfen, ist es nicht zu vermeiden, dass das Fördergut in ungleichmässige Haufen auf das Abförderband gelangt.
Auch ist die Austragsmenge pro Zeiteinheit beim Hin- und Rücklauf auch bei konstanter Drehzahl und konstanter Eintauchtiefe der Räumwerkzeuge unterschiedlich.
Diesen Nachteil hat man dadurch auszugleichen versucht, dass man im Entleerungswagen unterhalb der Räumwerkzeuge einen Zwischenbunker angeordnet hat, der dann über ein Austragsorgan dem Abförderband eine konstante Gutmenge zuführt. Bei konstanter Drehzahl der Räumwerkzeuge besteht dabei jedoch die Gefahr, dass im Zwischenbunker entweder kein ausreichender Vorrat an Fördergut vorhanden ist oder bei geringem Austragssollwert der Zwischenbunker überfüllt wird.
Ausserdem ist die Austragsmenge des Austragsorgans abhängig von dem Füllstand des Zwischenbunkers.
Die Erfindung bezweckt die Austragsmenge des Entleerungswagens auf dem jeweils geforderten Wert zu halten.
Der erfindungsgemässe Entleerungswagen ist dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenbunker mit den höchsten und tiefsten Bunkerfüllstand messenden, die Drehzahl der Räumwerkzeuge beeinflussenden Messwerkzeugen versehen ist, und das Austragsorgan des Zwischenbunkers als eine stufenlos regelbare Förderbandwaage ausgebildet ist.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht des Entleerungswagens,
Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie A-B in Fig. 1,
Fig. 3 zeigt eine vergrösserte Darstellung des Zwischenbunkers nach der Linie C-D in Fig. 1.
Unter den geneigten Bunkerwänden 1 und 2 befindet sich ein Austragstisch 3, auf den das Bunkergut im natürlichen Böschungswinkel vorböscht. Der Austragetisch ist so breit, dass das Gut nicht selbständig über die Tischkante 3a gleitet. Über dem Austragetisch ragen Räumwerkzeuge 7, die auf einem Entleerungswagen 4 gelagert sind, und von einem Motor 5 über ein stufenlos regelbares Getriebe 6 mit regelbarer Drehzahl angetrieben werden. Der Entleerungswagen 4 ist mittels Rollen 9 auf den Schienen 8 längs des Austragetisches 3 hin- und herverfahrbar. Die Rollen 9 werden mittels eines Kettentriebes 15 von dem Motor 5 angetrieben. Am unteren Holm 10 des Entleerungswagens 4 ist ein Gestänge 11 angebracht, in dem ein Zwischenbunker 12 eingebaut ist.
In diesem Zwischenbunker wird das von den Räumungswerkzeugen 7 von dem Austrag-tisch 3 ausgetragene Gut gespeichert. An der Austragsseite ist der Zwischenbunker 12 mit einem kontinuierlich arbeitenden Austragsorgan versehen.
Nach Fig. 2 ist dieses Austragsorgan als ein stufenlos regelbares endloses Abzugsband 13 ausgebildet. In dieses Abzugsband 13 ist eine Bandwaage 28 eingebaut, die auf die Geschwindigkeit des Abzugsbandes einwirkt. Hierzu schliessen die Ausschläge der Förderbandwaage 28 in einem Schaltwerk 29 nicht dargestellte Kontakte, wodurch über den Antriebsmotor 22 die Geschwindigkeit des Abzugsbandes 13 gesteuert wird. Der Antriebsmotor 22 für das Abzugsband 13 ist ebenfalls im Gestell 11 des Bunkerentleerungswagens 4 angebracht.
Die im Band 13 angeordneten Tragrollen 14 sorgen für einen dichten Abschluss am Bunkeraustrag. Zum Austrag des Bunkergutes aus dem Zwischenbunker 12 ist die in Laufrichtung des Bandes 13 gesehene vordere Stirnwand des Zwischenbunkers 12 mit der Auslauföffnung 17 versehen. Der seitliche Abschluss erfolgt durch die Bandführungsleisten 16. Am vorderen Ende des Abzugsbandes 13 befindet sich eine Aufgabeschurre 17, durch welche das Gut auf das von Tragrollen 20 getragene Abförderband 19 aufgetragen wird. Die Tragrollen 20 werden durch das Bandgestell 21 gehalten. Dabei muss die Bandwaage 28 derart angeordnet sein, dass nicht die ganze im Bunker 12 befindliche Gutsäule darauf lastet.
Es handelt sich also hier um eine bandwaagegesteuerte Entleerungseinrichtung eines mit einer Auslauf öffnung 18 versehenen trichterförmigen Zwischenbunkers 12, wobei die Auslauföffnung 18 nach der Grösse der grössten Gutstücke einmal gewählt wird und dann fest eingestellt bleibt. Dadurch zieht das Abzugsband 13 ständig einen Materialstrom mit gleichem Querschnitt aus dem Zwischenbunker 12 heraus. Die auf ein bestimmtes Gewicht der in der Zeiteinheit auszutragenden Gutsmenge eingestellte Bandwaage 28 regelt die Geschwindigkeit des Abzugsbandes 13, so dass eine feinfühlige Einstellung der gewünschten Austragsmenge möglich ist, unabhängig von der stets in weiten und nicht vorausbestimmbaren Grenzen variierenden Gutmenge, die die Räumwerkzeuge 7 dem Zwischenbunker 12 zustreicht.
Damit nun der Zwischenbunker 12 immer mit genügender Menge Fördergut gefüllt ist, ist der Bunker 12 nach Fig. 2 mit einer Vorrichtung versehen, die mittels Messstellen 23 den zulässigen Höchststand und mittels Messstellen 24 den zulässigen Tiefstand der Bunkerfüllung misst. Diese Messvorrichtungen 23 und 24 geben bei Berührung des Bunkergutes mit diesen Messstellen Impulse an einen am Getriebe 6 angeschlossenen nicht dargestellten Stellmotor, der die Drehzahlen der Räumwerkzeuge 7 verändert und somit dafür sorgen, dass ständig die notwendige Drehzahl und/oder Eingriffstiefe der Räumwerkzeuge 7 vorhanden ist.
Dabei sorgt die Messstelle 23 dafür, dass die Räumwerkzeuge 7 bei Erreichung der obersten Bunkerfüllung mit der kleinsten Drehzahl weiterarbeiten, wobei diese Drehzahl so mit der von dem Abzugsband 13 abzuziehenden Gutmenge abgestimmt ist, dass nur soviel Gut dem Zwischenbunker zugeführt wird, wie von dem Abzugsband abgezogen wird Damit kann der Zwischenbunker nicht überfüllt werden. Die untere Messstelle 24 gibt bei Erreichen der untersten Bunkerfüllung einen Impuls an das Getriebe 6 in der Weise, dass die Drehzahl der Räumwerkzeuge 7 vergrössert wird, um damit schnellstens wieder die erforderliche Bunkerfüllung zu erreichen. Diese hohe Drehzahl wird so lange beibehalten, bis die Bunkerfüllung die obere Messstelle 23 erreicht hat.
In Fig. 3 ist der Zwischenbunker 12 auf der einen Seite mittels Scharnieren 25 im Gestell 11 drehbar gelagert und auf der anderen Seite mittels Druckmessdosen 26 im Gestell 11 abgestützt. Durch diese Anordnung wird die Drehzahl des Räumwerkzeuges 7 automatisch vom gewichtsmässigen Inhalt des Zwischenbunkers 12 derart gesteuert, dass der Zwischenbunker immer nur zwischen einem Höchst- und Tiefstwert gefüllt ist. Fig. 3 lässt ausserdem die Halterungen 27 der Tragrollen 14 erkennen.
Der bekannte notwendige Ausgleich der Fördermenge, je nachdem, ob der Bunkerentleerungswagen in Richtung oder entgegen der Laufrichtung des Abförderbandes 19 fährt, soll wiederum durch die nicht dargestellten Umsteuerkontakte erfolgen, die eine prozentuale gleichbleibende Erhöhung oder Verminderung der Geschwindigkeit des Abzugsbandes 13 auslösen. Dabei ändert die nicht dargestellte Umsteuervorrichtung für die Fahrbewegung des Entleerungswagens 4 im Augenblick der Umsteuerung der Fahrtrichtung die Drehzahl des Schaufelradmotors 5 um einen bestimmten Wert.
Die Sollaustragsmenge wird erhöht in Form einer proportionalen Steigerung des an der Bandwaage 28 eingestellten Sollwertes wenn der Entleerungswagen entgegen der Laufrichtung des Förderbandes 19 fährt und wird verringert, wenn der Entleerungswagen in entgegengesetzter Richtung fährt, womit der Unterschied zwischen Bandgeschwindigkeit und Fahrgeschwindigkeit des Entleerungswagens 4 unabhängig von der Höhe der Förderleistung selbst automatisch ausgeglichen wird. Mit dem beschriebenen Entleerungswagen ist erstmals eine automatische Regelung erreicht, bei der wirklich konstant bleibende Teilströme von Bunkergut mit einem gewünschten Sollwert einem Schlitzbunker entnommen werden können.