CH434144A - Stabförmiges Bauelement, insbesondere für Textilmaschinenbau - Google Patents
Stabförmiges Bauelement, insbesondere für TextilmaschinenbauInfo
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Description
Stabfürmiges Bauelement, insbesondere für Textilmaschinenbau Im Maschinenbau und insbesondere im Textilmaschi- nenbau werden zwecks Gewichtsersparnis oft profilierte Bauelemente aus Leichtmetall verwendet, so z.
B., als Tragstäbe, als Teile von Schaftrahmen, als Blattschienen oder als Blattstäbe. Derartige Leichtmetallteile können einzeln gegossen werden, aber wem es sich um stabförmige Bauelemente handelt, werden sie in der Regel gezogen, gewalzt oder im Strangguss hergestellt.
Dies erfordert aber sehr teure Giessformen, Ziehdüsen oder Profilwal- zen. Die Herstellung derartiger Bauelemente ist deshalb teuer und kann nur von einer hiefür besonders einge richteten Werkstatt oder Fabrik wirtschaftlich ausgeführt werden.
Die Erfindung bezweckt, ein gtabförmiges Bau element zu schaffen, das mit einfachen Mitteln in belie bigen Dimensionen hergestellt werden kann, das wesent lich billiger ist als die in der vorerwähnten Weise her gestellten Bauelemente und das zudem sehr anpassungs fähig ist.
Die Erfindung betrifft ein stabförmiges Bauelement, insbesondere für Textilmaschinenbau, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass es aus einen ein- oder mehrtei ligen Kernteil mit parallelen Längsseitenflächen und zwei die Längsseitenflächen dieses Kernteiles bedeckenden, verschleissfesten Platten besteht.
Oben und unten am Bauelement können der Kern teil und die dessen Seitenflächen bedeckenden Platten bündig sein. In vielen Fällen ist es jedoch von Vorteil, wenn die oberen und unteren Längsränder der genannten Platten über bzw. unter dem Kernteil eingebördelt sind.
Der Kernteil eines solchen Bauelementes kann z. B. aus einer Holzleiste rechteckigen Hochkantprofiles oder aus zwei oder mehr solchen Holzleisten, welche auf- einanderliegend oder im Abstand übereinander angeord- net sein können, gebildet sein. Er kann aber auch aus einem Kunststoff, z. B. einem Epoxykunstharz, Pressspan, Glasfiber od. dgl. bestehen.
Gemäss einer anderen Aus führung kann der Kernteil des Bauelementes aus Leicht- metall bzw. einer Leichtmetallegierung, gegebenenfalls solchem in Wabenform,
bestehen oder durch zwei im Ab- stand übereinander angeordnete Metallschienen U- oder T-förmigen Querschnittes gebildet sein.
Die die Seitenflächen des Kernteiles des Bauelemen tes bedeckenden Platten können aus Leichtmetall, vor zugsweise einer verschleissfesten Leichtmetallegierung, aus Stahl, z. B. Chrom@nickelstahl, aus einem verschleiss- festen Kunststoff, z. B. einem Epoxykunstharz, welcher gegebenenfalls glasfaserverstärkt sein kann, bestehen.
Der Kernteil des Bauelementes und die dessen Sei tenflächen bedeckenden Platten können durch Verkle ben, Verkitten, durch Nieten oder Schrauben miteinan der verbunden sein. Wenn diese Teile aus geeignetem Metall bestehen, können sie auch durch Punkt- oder Nahtverschweissung miteinander verbunden sein.
Die die Seitenflächen des Kernteiles bedeckenden Platten werden zweckmässig aus glattem Bandmaterial hergestellt und sie werden vom Bandmaterialvorrat in der jeweils benötigten Länge abgeschnitten. Die Rand teile dieser Platten können gegebenenfalls mit Hilfe eines einfachen Bördelwerkzeuges oder einer Bördelmaschine
über und unter dem Kernteil eingebördelt werden. Da bei kann ein und dasselbe Bördelwerkzeug bzw. ein und dieselbe Bördelmaschine für die Herstellung von Bau elementen verschiedener Höhe und Dicke verwendet werden.
Derartige Bauelemente lassen sich also mit denk bar geringem Werkzeugaufwand und aus Materialien, welche billig und überall erhältlich sind, in allen ver langten Dimensionen auch dann wirtschaftlich herstellen, wenn es sich um geringe Stückzahlen oder sogar Einzel anfertigungen handelt.
Diese Bauelemente können nicht nur im Textilma- schinenbau, sondern auch im allgemeinen Maschinenbau für verschiedene Zwecke vorteilhaft verwendet werden, insbesondere für Steuergestänge und andere Gestänge:
In den Fig. 1, 2a, 2b; 3, 4 und 5 sind beispielsweise Ausführungsformen des stabförmigen Bauelementes ge- mäss der Erfindung im Querschnitt dargestellt.
Das in der Fig. 1 dargestellte stabförmige Bauelement besitzt einen Kernteil 1 rechteckigen Hochkantquerschnit- tes aus massivem Holz, verleimten Holzteilen, Pressspann, Kunststoff, Leichtmetall, z. B. solchem in Wabenform, od. dgl.
Die Seitenflächen dieses Kernteiles 1 sind- mit Platten 2 belegt, welche aus einer Leichtmetallegierung, aus Chromnickelstahl, aus Kunststoff od. dgl. bestehen, deren Längsränder-2a über- und unter dem Kernteil 1 eingebördelt sind. Die Platten 2 sind mit dem Kernteil 1 verklebt.
Da solche Bauelemente im Betrieb unter Um ständen starken Erschütterungen und/oder Vibrationen ausgesetzt sind, sind die Platten 2 und der Kernteil 1 zweckmässig noch mittels durchgehender Nieten 3 fest miteinander verbunden.
' In den Fig. 2a und 2b, sind -ähnliche. stabförmige. Bauelemente dargestellt, welche ebenfalls einen Kern teil 11 rechteckigen Hochkantquerschnittes besitzen, auf dessen Seitenflächen Platten 12 aufgeklebt sind, wel che mit dem Kernteil 11 zusätzlich 'noch durch durch gehende Nieten 13 verbunden sind.
In der Fig. 2a ist mit 14 ein Aufhängeorgan bezeichnet, welches einen Fuss 14a besitzt, der zwischen und unter die umgebördelten Längsränder der Platten 12 eingeschoben und durch die se gehalten ist. Ein. Bauelement kann nur ein einziges Aufhängeorgan 14, 14a, das sich über seine ganze =Län ge oder nur einen Teil derselben erstreckt, oder mehrere solche Aufhängeorgane 14, 14a besitzen, Das Bauele ment nach;
der Fig. 2b unterscheidet sich vom<B>*</B> Bauele ment nach der Fig. 2a lediglich hinsichtlich der Aus bildung und Anordnung des Aufhängeorganes bzw. der Aufhängeorgane 14, welches oder welche beim Bauele ment nach der Fig. 2b in den Kernteil 11 eingelassen und mit diesem verklebt und/oder vernietet sind. Das Aufhängeorgan 14' benötigt hier keinen Fuss.
Die Aufhängeorgane 14, 14a bzw. 14' werden mit Vorteil von einer profilierten Schiene aus Leichtmetall oder einem anderen geeigneten Material abgeschnitten: Für Bauelemente verschiedener Dimensionen können die gleichen Aufhängeorgane verwendet werden.
Gegebenenfalls können als Aufhängeorgane auch Schrauben verwendet werden, welche zwischen die ein- gebördelten Ränder der Platten 12 eingeführt und in den Kernteil 11 eingeschraubt werden.
Das Bauelement nach der Fig. 3 besitzt ebenfalls einen Kernteil rechteckigen Hochkantquerschnittes, welcher aus einer oder, wie dargestellt ist, aus zwei Holzleisten 21a und 21b besteht. Gegebenenfalls können auch drei oder mehr Holzleisten übereinander angeordnet sein.
Die Seitenflächen dieses Kernteiles 21a, 21b sind mit Platten 22 aus Leichtmetall, Chromnickelstahl oder Kunststoff belegt, deren Längsränder 22a halbrund ein- gebördelt sind.
Oben auf der Holzleiste 21a des Kern teiles liegt eine Halteschiene 23a U-förmigen Quer schnittes auf und an der Unterseite der Holzleiste 21b des Kernteiles liegt eine Halteschiene 23b T-förmigen Querschnittes. an, deren Steg 23b' das Aufhängeorgan bildet. Die halbrund eingebördelten Längsränder 22ä der Platten 22 greifen über die Flansche der Halteschiene 23a bzw. der Halteschiene 23b und bewirkten dadurch, dass die Platten 22 satt an den Seitenflächen des Kern teiles 21a, 21b anliegend gehalten werden.
Selbstverständ- lich können die Halteschienen 23a und 23b auch gleichen Querschnitt, entweder U-förmigen oder T-förmigen, auf= weisen.
Bei einem Bauelement, dessen Kernteil wie bei der Ausführung nach der Fig. 3 aus zwei oder gegebenen falls mehr übereinanderliegend angeordneten Holzleisten gebildet ist, können zwei dieser Holzleisten mit gegen gleichen Keilflächen aneinander anliegen, derart, dass ihre diesen Keilflächen gegenüberliegenden Flächen par- allel zueinander sind.
Durch entsprechendes Verschieben der die Keilflächen aufweisenden Holzleisten kann die Höhe des Kernteiles vergrössert werden, so dass dieser die Halteschienen 23a und 23b so an die eingebördelten Längsränder der Platten 22 drückt, dass sich ein sta= biles Bauelement hoher Festigkeit ergibt. Die Holzleisten müssen nach ihrem Verschieben gesichert werden. Dies kann z.
B. mittels Nieten 24, welche durch das ganze Bauelement durchgehen, oder Schrauben bewirkt sein. , Der Kernteil kann auch aus einer Leiste gebildet sein, deren Querschnittshöhe von der Mitte aus ent sprechend der Biegebeanspruchung nach beiden Seiten abnimmt. Dabei kann die Höhe des Querschnittes des Kernteiles von der Mitte auch nach beiden Seiten durch nichtbeanspruchte Füllstücke aus billigem Material auf die volle maximale Höhe der Leiste ergänzt sein.
Wie in der Fig. 4 dargestellt ist, kann der Kernteil des Bauelementes auch aus zwei im Abstand übereinan der angeordneten Leisten 31a und 31b aus Holz oder Metall gebildet sein. Hierbei werden die Leisten 31a und 31b durch in der Zeichnung nicht dargestellte, an ihren Enden und gegebenenfalls. auf ihrer ganzen Länge in Abständen voneinander'a'ngeordnete Distanzhalter im Abstand vogeinander parallel gehalten.
Bei der Ausführung des Bauelementes nach der Fig. 5 ist der Kernteil durch zwei Metallschienen 41a und 41b U-förmigen Querschnittes mit gegeneinander gerichteten -Flanschen gebildet, welche mit den aus Me tall, das mit dem Metall der Metallschienen .41a und. 41b verschweissbarem Metall bestehenden, die Seiten flächen des Kernteiles 41a, 41b beckenden Platten 42 durch Punkt- oder Nahtschweissung verbunden sind.
Die Ränder 42a der Platten 42 sind hierbei über den Steg der Metallschienen 41a bzw. 41b eingebördelt. In der Zeichnung nicht dargestellte Tragorgane können dabei' in den Steg der einen oder beider Metallschienen 41a bzw. 41b eingeschraubt oder an diesen angeschweisst sein.
Die eine oder beide Metallschienen können aber auch T-förmigen Querschnitt aufweisen, wobei ihr Steg zwischen den über ihre Flansche eingebördelten Rän dern 42a der Platten 42 nach aussen vorsteht und zur. Befestigung von Tragorganen dienen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH' Stabförmiges Bauelement, insbesondere für Textil maschinenbau, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem ein- oder mehrteiligen Kernteil mit parallelen' Längsseitenflächen und zwei die Längsseitenflächen die ses Kernteiles bedeckenden, verschleissfesten Platten be= steht. UNTERANSPRÜCHE 1. Stabförmiges Bauelement nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet, dass die Längsränder der die Seitenflächen des Kernteiles bedeckenden Platten über und unter dem Kernteil eingebördelt sind. 2. Stabförmiges Bauelement nach Patentanspruch.und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dei Kernteil aus mindestens einer Holzleiste rechteckigen Hochkantquerschnittes besteht. 3. Stabförmiges Bauelement nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 und 2,. dadurch ge-'. kennzeichnet, dass der Kernteil aus mindestens zwei übereinander;angeordneten Holzleisten-besteht. .. 4. Stabförmiges Bauelement nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeich net, dass mindestens zwei der den Kernteil bildenden Holzleisten mit gegengleichen Keilflächen aneinander anliegen und so einen Doppelkeil bilden. 5. Stabförmiges Bauelement nach Patentanspruch und einem der Unteransprüche 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der Kernteil aus einer Leiste besteht, deren Höhe von der Mitte aus entsprechend der Biege beanspruchung nach beiden Seiten abnimmt.6. Stabförmiges Bauelement nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des Querschnit tes des Kernteiles von der Mitte aus nach beiden Sei ten durch Füllstücke aus Holz auf die volle maximale Höhe der Holzleiste ergänzt ist. 7. Stabförmiges Bauelement nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kernteil mit den seine Längsseitenflächen bedeckenden Platten verklebt oder verkittet ist.B. Stabförmiges Bauelement nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kernteil mit den seine Längsseitenflächen bedeckenden Platten durch'n Nieten oder Schrauben verbunden ist.9. Stabförmiges Bauelement nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an der Ober- und/oder der Unterseite des Kernteiles eine U- oder T-förmigen Querschnitt aufweisende Halteschiene aus Metall anliegt, über deren Längsränder die Längsränder der die Längs- seitenflächen des Kernteiles bedeckenden Platten ein- gebördelt sind, so dass der Kernteil,die Halteschiene oder Halteschienen und die die Seitenflächen des Kern teiles bedeckenden Platten stabil miteinander verbunden sind. 10. Stabförmiges Bauelement nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sein Kernteil aus zwei im Abstand übereinander angeordneten, U- oder T-förmi- gen Querschnitt aufweisenden Metallschienen gebildet ist, über deren oben bzw. unten liegende Stege oder Flansche die Längsränder der beiden die Seitenflächen bedeckenden Platten eingebördelt sind. 11.Stabförmiges Bauelement nach Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die den Kernteil bildenden Metallschienen mit den die Seitenflächen des Kernteiles bedeckenden Platten durch Nieten oder Schrauben verbunden sind.12. Stabförmiges Bauelement nach Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die den Kernteil bildenden Metallschienen mit den die Sei tenflächen des Kernteiles bedeckenden, aus Metall be stehenden Platten durch Punkt- oder Nahtverschweis- sung verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH616365A CH434144A (de) | 1965-04-30 | 1965-04-30 | Stabförmiges Bauelement, insbesondere für Textilmaschinenbau |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH616365A CH434144A (de) | 1965-04-30 | 1965-04-30 | Stabförmiges Bauelement, insbesondere für Textilmaschinenbau |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH434144A true CH434144A (de) | 1967-04-15 |
Family
ID=4305251
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH616365A CH434144A (de) | 1965-04-30 | 1965-04-30 | Stabförmiges Bauelement, insbesondere für Textilmaschinenbau |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH434144A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4112980A (en) * | 1976-04-08 | 1978-09-12 | Sulzer Brothers Limited | Loom harness |
| US4144910A (en) * | 1976-06-08 | 1979-03-20 | Hartmann Bader | Flat hollow section member for a textile machine |
| EP0177947A1 (de) * | 1984-10-12 | 1986-04-16 | Steel Heddle Manufacturing Company | Verstärkte Antriebsausnehmung im Längsbalken eines Litzenrahmens und Verfahren zur Herstellung |
-
1965
- 1965-04-30 CH CH616365A patent/CH434144A/de unknown
Cited By (3)
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| US4112980A (en) * | 1976-04-08 | 1978-09-12 | Sulzer Brothers Limited | Loom harness |
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