Erdungsstange für Fahrleitungen oder Freiluftschaltanlagen Die Erfindung betrifft eine Erdungsstange für Fahr leitungen oder Freiluftschaltanlagen, die an ihrem obern Ende ein Organ zum Anhängen an die zu erdende Lei tung aufweist, das mit dem einen Ende eines elektri schen Kabels elektrisch verbunden ist, welches Ende am obern Teil der Stange befestigt ist, während das andere Ende des Kabels dazu bestimmt ist, den Erd-. schluss herzustellen.
Bekannte Stangen dieser Art sind einteilig ausgeführt und haben deshalb infolge ihrer relativ grossen Länge von etwa 4,8 m (für Fahrleitun gen) bzw. 5,2 bis 6,5 m (für Freiluftschaltanlagen) den Nachteil, dass ihre Handhabung sowie ihr Trans port relativ umständlich sind. Zweck der Erfindung ist es, diesen Nachteil zu vermeiden.
Dies wird bei der vorliegenden Erdungsstange dadurch erreicht, dass sie als mindestens dreiteilige Teleskopstange ausgebildet ist, wobei an ihr von Hand entsperrbare Sperrmittel angebracht sind, welche die ausziehbaren Stangenteile selbsttätig in ihrer maximal ausgezogenen Stellung sper ren.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. Es stellen dar: Fig. 1 eine Erdungsstange für Fahrleitungen, in ganz zusammengeschobenem Zustand, Fig. 2 Details dieser Stange, in grösserem Massstab, Fig. 3 eine Erdungsstange für Freiluftschaltungen, ebenfalls in maximal zusammengeschobenem Zustand.
Fig.4 das obere Ende dieser Stange, in grösserem Massstab, und Fig. 5 die Sperreinrichtung zwischen den zwei unter- stet Stangenteilen dieser Stange, ebenfalls in grösserem Massstab.
Die in Fig. 1 und 2 gezeigte Erdungsstange weist vier Stangenteile 1 bis 4 auf, die teleskopartng auszieh bar und zusammenschiebbar sind. Am obern Ende des obersten Stangenteils 4 ist ein einfacher, nach unten offener Haken 5 zum Anhängen der Stange an die zu erdende Fahrleitung angebracht. An diesem Haken ist das eine Ende 6 eines elektrischen Kabels 7 befestigt, dessen anderes Ende für den Anschluss an eine Schiene des Geleises eingerichtet ist, um einen allfälligen Strom von der Fahrleitung her über den Haken 5 in die Erde leiten zu können.
Oben am Kabel ist eine metallene Tastschiene 8 angebracht, deren oberes Ende mit dem Kabel elektrisch verbunden ist. Durch Anlegen dieser Schiene an die Fahrleitung kann kontrolliert werden, ob letztere unter Strom steht oder nicht. Diese Kon trolle könnte an sich auch mittels des Anhängehakens 5 erfolgen. Dies hätte aber den Nachteil, dass der Haken infolge Funkenübersprunges mit der Zeit verzundern würde, so dass dann zwischen ihm und der Fahrleitung ein einwandfreier Stromübergang nicht mehr gewähr leistet wäre.
An der Stange sind ferner nicht gezeigte, von Hand entsperrbare Sperrmittel vorgesehen, welche die aus ziehbaren Stangenteile jeweils selbsttätig in ihrer ma ximal ausgezogenen Stellung sperren. Hierzu kann z. B. im unteren Ende jedes ausziehbaren Stangenteils ein, unter Federwirkung stehender Schiebebolzen angebracht sein, der bei maximal ausgezogenem Stangenteil in ein Loch im oberen Ende der Rohrwandung des jeweils vorangehenden Stangenteils einschnappt.
Die Stange soll in maximal ausgezogenem Zustand eine Länge von etwa 4,80 m, in ganz zusammenge schobenem Zustand eine Länge von etwa 1,55 m auf weisen.
Die für Leitungen von Freiluftschaltungen vorge sehene Erdungsstange nach Fig. 3 bis 5 ist auch als vierteilige Teleskopstange mit den Stangenteilen 1 bis 4 ausgebildet. Der unterste Stangenteil 1 weist ein drei armiges Fussstück 1' für das Aufsetzen der Stange auf den Boden auf. Das Organ zum Anhängen der Stange an die zu erdende Leitung ist nach Art einer Schere 10 ausgebildet, deren Arme an eine Mutter 11 angelenkt sind, welche auf einer Schraubenspindel 12 des obersten Stangenteils 4 sitzt.
Nachdem die obern Schenkel 10' der geöffneten Scherenarme von unten her über die zu erdende Leitung geschoben sind, wird die ganze Stange gedreht. Hierbei dreht sich die Spindel 12, wäh rend die Schere durch die Leitung am Mitdrehen ge- hindert wird. Dadurch wird die Mutter 11 nach oben geschoben, mit der Wirkung, dass sich die Schere schliesst und die Leitung von den Schenkeln 10' lose eingefangen wird.
Auch bei dieser Stange sind von Hand entsperrbare Sperrmittel zum selbsttätigen Festhalten der auszieh baren Stangenteile in ihrer maximal ausgezogenen Stel lung vorgesehen. Die Sperrmittel zwischen den Stangen teilen 2 und 3 bzw. 3 und 4 können gleich ausgebildet sein, wie oben angegeben. Dagegen ist zwischen den Stangenteilen 1 und 2 eine Sperrvorrichtung vorgesehen, welche den Stangenteil 2 nicht nur in ganz ausgezogener Stellung, sondern auch in allen anderen Schiebelagen selbsttätig sperren kann. Diese Sperrvorrichtung weist gemäss Fig.5 eine Sperrscheibe 13 auf, die in einer am oberen .Ende des Stangenteils 1 befestigten zweitei ligen Hülse 14 untergebracht ist.
Die Scheibe 13 weist ein zentrales Loch auf, durch welches der Stangenteil 2 mit etwas Spiel hindurchgeht, und ist auf einer Seite dieses Loches auf einem Vorsprung 15' des Entsperr- hebels 15 abgestützt, während sie auf der diametral gegenüberliegenden Seite unter der Wirkung einer Fe der 16 steht, welche die Scheibe nach unten zu kippen sucht. Der Hebel 15 wird mit reichlich Spiel vom Stan genteil 2 durchsetzt und ragt auf Seite der Feder 16 durch eine winkelförmige Ausnehmung 17 der Hülse 14 hindurch nach aussen.
Wenn der Stangenteil 2 in die gewünschte Stellung ausgezogen und dann losgelassen wird, kippt die Sperrscheibe 13 etwas nach unten um ihr Auflager bei 15' und verklemmt sich dadurch am Stangenteil 2, wodurch dieser in der ausgezogenen Stel lung festgehalten wird. Zum Aufheben der Verklem- mung wird das nach aussen ragende Ende des Hebels 15 etwas angehoben und gewünschtenfalls etwas gedreht, um den äussern Hebelteil in den Querast der Ausneh- mung 17 einzuführen und dadurch den Hebel in an gehobener Stellung zu sichern.
Bei diesem Anheben des Hebels wird auch die Sperrscheibe etwas nach oben gekippt, wodurch der Stangenteil 2 für seine Ein schiebebewegung freigegeben wird. Durch diese Sperr- Klemmvorrichtung wird es möglich, die maximale Länge der Teleskopstange z. B. im Bereiche von etwa 5,20 bis 6,50 m zu variieren.
Grounding rod for overhead lines or outdoor switchgear The invention relates to a grounding rod for overhead contact lines or outdoor switchgear, which has at its upper end an organ for attaching to the line to be earthed, which is electrically connected to one end of an electrical cable's rule, which end at the top Part of the rod is attached, while the other end of the cable is intended to the earth. to put an end to it.
Known rods of this type are made in one piece and therefore have the disadvantage that their handling as well as their transport port due to their relatively large length of about 4.8 m (for contact lines) or 5.2 to 6.5 m (for outdoor switchgear) are relatively cumbersome. The purpose of the invention is to avoid this disadvantage.
This is achieved with the present earthing rod in that it is designed as an at least three-part telescopic rod, with locking means which can be unlocked by hand and which automatically lock the extendable rod parts in their maximally extended position.
The drawing shows two exemplary embodiments of the subject matter of the invention. The figures show: FIG. 1 an earthing rod for contact lines, in the completely pushed together state, FIG. 2 details of this rod, on a larger scale, FIG. 3 an earthing rod for outdoor circuits, also in a maximally pushed together state.
4 the upper end of this rod, on a larger scale, and FIG. 5 the locking device between the two lower rod parts of this rod, also on a larger scale.
The grounding rod shown in Fig. 1 and 2 has four rod parts 1 to 4, which are telescopic extendable bar and can be pushed together. At the upper end of the uppermost rod part 4, a simple hook 5, which is open at the bottom, is attached for hanging the rod on the contact line to be earthed. One end 6 of an electrical cable 7 is attached to this hook, the other end of which is set up for connection to a rail of the track in order to be able to conduct any current from the contact line via hook 5 into the ground.
A metal feeler bar 8 is attached to the top of the cable, the upper end of which is electrically connected to the cable. By placing this rail on the contact line, it can be checked whether the latter is live or not. This control could also take place by means of the suspension hook 5. However, this would have the disadvantage that the hook would scale over time as a result of sparks jumping, so that a perfect current transfer would no longer be guaranteed between it and the catenary.
On the rod, not shown, manually unlockable locking means are also provided, which automatically lock the pull-out rod parts in their ma ximal extended position. For this purpose, z. B. in the lower end of each extendable rod part a spring-loaded sliding bolt can be attached, which snaps into a hole in the upper end of the pipe wall of the preceding rod part when the rod part is extended to the maximum.
The rod should have a length of about 4.80 m when fully extended and a length of about 1.55 m when pushed completely together.
The earthing rod provided for lines of outdoor circuits according to FIGS. 3 to 5 is also designed as a four-part telescopic rod with the rod parts 1 to 4. The lowermost rod part 1 has a three-armed foot piece 1 'for placing the rod on the floor. The element for attaching the rod to the line to be earthed is designed in the manner of a pair of scissors 10, the arms of which are hinged to a nut 11 which sits on a screw spindle 12 of the uppermost rod part 4.
After the upper legs 10 'of the opened scissor arms have been pushed from below over the line to be earthed, the whole rod is rotated. Here, the spindle 12 rotates, while the scissors are prevented from rotating by the line. As a result, the nut 11 is pushed upwards, with the effect that the scissors close and the line is loosely caught by the legs 10 '.
With this rod, too, manually unlockable locking means are provided for automatically holding the extendable rod parts in their maximally extended position. The locking means between the rods share 2 and 3 or 3 and 4 can be of the same design, as stated above. In contrast, a locking device is provided between the rod parts 1 and 2, which can automatically lock the rod part 2 not only in the fully extended position, but also in all other sliding positions. According to FIG. 5, this locking device has a locking disk 13 which is accommodated in a two-part sleeve 14 attached to the upper end of the rod part 1.
The disk 13 has a central hole through which the rod part 2 passes with some play, and is supported on one side of this hole on a projection 15 'of the release lever 15, while on the diametrically opposite side it is supported by the action of a Fe the 16 stands, which tries to tilt the disc downwards. The lever 15 is penetrated with ample play from Stan genteil 2 and protrudes on the side of the spring 16 through an angular recess 17 of the sleeve 14 through to the outside.
When the rod part 2 is pulled out to the desired position and then released, the locking disc 13 tilts slightly down around its support at 15 'and thereby jams on the rod part 2, whereby it is held in the extended position. To release the jamming, the outwardly protruding end of the lever 15 is raised slightly and, if desired, rotated slightly in order to introduce the outer lever part into the transverse branch of the recess 17 and thereby secure the lever in the raised position.
During this lifting of the lever, the locking disc is tilted slightly upwards, whereby the rod part 2 is released for its A sliding movement. This locking clamping device makes it possible to increase the maximum length of the telescopic rod z. B. to vary in the range of about 5.20 to 6.50 m.