CH434464A - Einrichtung zum Tränken oder Benetzen von strangförmigem Gut - Google Patents
Einrichtung zum Tränken oder Benetzen von strangförmigem GutInfo
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Description
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Einrichtung zum Tränken oder Benetzen von strangförmigem Gut Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Tränken oder Benetzen von strangförmigem Gut, insbesondere Draht, und zum Aufwickeln des Gutes auf einen Wickelkörper, mit Mitteln, um das Gut durch eine, eine viskose Flüssigkeit enthaltende, eine Ein- und eine Austrittsöffnung aufweisende Flüssigkeitskammer zu führen.
Einrichtungen zum Führen von strangförmigem Gut sind bekannt.
So ist beispielsweise eine Feindrahtwickelmaschine bekannt geworden, die einen Führungsarm für den Draht aufweist. Dieser Führungsarm ist auf einer sich drehenden Wickelspindel angeordnet und läuft um einen feststehenden Wickelkörper. Er trägt Umlenkrollen, von denen mindestens eine exzentrisch zur Wickelspindel gelagert ist.
In der Elektrotechnik wird bei der Herstellung von Spulen oftmals die Forderung erhoben, dass der um den Wickelkörper gewickelte Draht festgelegt sein muss. Zu diesem Zweck werden die bewickelten Spulen in einem Wachsbad abgeklebt. Bei weiteren Spulen, z. B. Lautsprecherspulen, die in Rundfunk- oder Fernsehgeräten Verwendung finden sollen, wird der Draht mit einem Klebstoff benetzt. Das Tauchverfahren unter Verwendung eines Wachs- oder Klebstoffbades hat sich im allgemeinen gut bewährt, auch wenn dabei der Wachs oder der Klebstoff durch das Tauchen relativ dick auf die Spulen aufgetragen wird.
Die Zweckbestimmung mancher Spulen lässt jedoch ein Abkleben derselben nach dem Umwickeln mit Draht im Tauchverfahren infolge des zu dick aufgetragenen Klebstoffes oder Wachses nicht zu. Es müssen demzufolge andere Mittel und Wege gefunden werden, um ein Festlegen der Drähte auf den Wickelkörpern zu ermöglichen.
Es ist auch bekannt, strangförmiges Gut kontinuierlich durch einen mit Flüssigkeit gefüllten Behälter zu ziehen. Die Verwendung eines solchen bekannten Verfahrens zum Benetzen des Drahtes vor dem Umwickeln auf den Wickelkörper scheitert deshalb, weil die in dem Führungswege des Drahtes zwischen dem Behälter und dem Wickelkörper gelagerten Umlenkrol- len stark mit Klebstoff oder Wachs verschmutzen und dadurch eine ständige Wartung erforderlich machen würde.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, die bei Vermeidung der aufgezeigten Mängel ein kontinuierliches Benetzen oder auch Tränken des strangförmigen Gutes mittels viskoser Flüssigkeit beim Umwickeln von Wickelkörpern ermöglicht.
Die Erfindung geht von einer bekannten Einrichtung aus die im wesentlichen aus einem um einen feststehenden Wickelkörper umlaufbaren, auf einer Wik- kelspindel angeordneten Führungsarm besteht, der Umlenkrollen trägt, von denen mindestens eine exzentrisch zur Wickelspindel gelagert ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass eine die viskose Flüssigkeit aufnehmende Kammer die exzentrisch angeordnete Umlenkrolle um- schliesst und mit dem Führungsarm eine Einheit bildet.
Um einen relativ grossen Vorrat an viskoser Flüssigkeit in der Einrichtung speichern zu können, kann der Flansch des Führungsarmes zweckmässig einen Vorratsbehälter aufweisen, der über eine Zuleitung mit der exzentrisch zur Wickelspindel angeordneten, die viskose Flüssigkeit beim Umlaufen des Führungsarmes infolge der wirksamen Zentrifugalkraft aufnehmenden Flüssigkeitskammer verbunden ist.
Vorzugsweise weist der Führungsarm eine das strangförmige Gut geleitende Düse auf, die an der Flüssigkeitskammer im Bereich der Austrittsöffnung für das strangförmige Gut angebracht ist. Diese Düse kann bevorzugt so bemessen sein, dass das strangförmige Gut lediglich mit einem dünnen Flüssigkeitsfilm aus der
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Flüssigkeitskammer austreten kann, ansonsten die übrige Flüssigkeit von dem strangförmigen Gut abstreift.
Damit strangförmiges Gut unterschiedlicher Stärke verwendet werden kann und auch die Dicke des Flüs- sigkeitsfilmes wählbar ist, kann die Düse auswechselbar an der Flüssigkeitskammer angeordnet sein.
Die Erfindung ist an Hand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen: Fig. 1 eine Vorderansicht der erfindungsgemässen Einrichtung; Fig. 2 eine Seitenansicht der Einrichtung gemäss Fig. 1, im Schnitt dargestellt.
Mit Hilfe der in der Zeichnung dargestellten Einrichtung werden beispielsweise kleine Schwingspulen hergestellt, deren Draht 1 während des Wickelvorganges, also beim Wickeln des Drahtes um den feststehenden Wickelkörper 2 mit Klebstoff benetzt wird.
Mit 3 ist eine Wickelspindel bezeichnet, an derem Ende der Flansch 4 eines Führungsarmes aufgeschraubt ist. Der Flansch ist als Vorratsbehälter 5 für den Klebstoff ausgebildet. Er weist eine Zuleitung 6 auf, die nach einer Flüssigkeitskammer 7 führt. Letztere umschliesst eine exzentrisch zur Wickelspindel 3 gelagerte Umlenkrolle B. An der Flüssigkeitskammer 7 in an sich bekannterweise auswechselbar angebracht, ist eine den Draht 1 geleitende Düse 9. Ihre Öffnung ist nach Massgabe der Drahtstärke und der gewünschten Dicke des Klebstoffilms gestaltet.
Die Wickelspindel 3 ist hohl ausgebildet und dient so gleichzeitig als Führungsweg für den Draht 1. Am Ende der Wickelspindel 3 ist eine schlitzförmige Ausnehmung vorgesehen, in der eine weitere Umlenkrolle 8' für den Draht 1 gelagert ist. Schliesslich befindet sich in Nähe der exzentrisch gelagerten Umlenkrolle 8 eine weitere, mit 8" bezeichnete Umlenkrolle, deren Lagerung an der Zuleitung 6 vorgesehen ist.
Durch die umlaufende Bewegung des Führungsar- mes wird der in dem Vorratsbehälter 5 befindliche Klebstoff unter Wirkung der Zentrifugalkraft in die exzentrisch zur Wickelspindel 3 angeordnete Flüssigkeitskammer 7 gedrückt. Der durch die Flüssigkeitskammer 7 geführte Draht 1 wird dabei benetzt.
Bei Stillstand der Wickelspindel 3 läuft der Klebstoff in den Vorratsbehälter 5 zurück. Eine im Bereich der Eintrittsöffnung für den Draht 1 vorgesehene Dichtung 10 verhindert, dass Klebstoff aus dieser Öffnung austreten kann.
Das Einführen des Drahtes 1, in die Flüssigkeits- kammer 7 und das Einlegen von dort über die Umlenk- rolle 8 durch die Düse 9 wird erleichtert durch eine abnehmbare Seitenwand 11, die mit Hilfe eines Verbindungselementes 12 an der Flüssigkeitskammer 7 angebracht ist.
Das Auffüllen des Vorratsbehälters 5 mit Klebstoff erfolgt über einen Einfüllstutzen 13.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Tränken oder Benetzen von strang- förmigem Gut, insbesondere Draht, und zum Aufwik- keln des Gutes auf einen Wickelkörper, mit Mitteln, um das Gut durch eine eine viskose Flüssigkeit enthaltende, eine Ein- und' eine Austrittsöffnung aufweisende Flüssigkeitskammer (7) zu führen und mit einem um den feststehenden Wickelkörper (2) umlaufbaren, auf einer Wickelspindel (3) angeordneten Führungsarm, der Umlenkrollen (8, 8") trägt, von denen mindestens eine exzentrisch zur Wickelspindel (3) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitskammer (7)die exzentrisch angeordnete Umlenkrolle (8) umschliesst und mit dem Führungsarm eine Einheit bildet. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (4) des Führungsarmes einen Vorratsbehälter (5) aufweist, der über eine Zuleitung (6) mit der exzentrisch zur Wickelspindel (3) angeordneten, die viskose Flüssigkeit beim Umlaufen des Führungsarmes infolge der wirksamen Zentrifugalkraft aufnehmenden Flüssigkeitskammer (7) verbunden ist. 2.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1' dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsarm eine das strangförmige Gut geleitende Düse (9) aufweist die an der Flüssigkeitskammer (7) im Bereich der Austrittsöffnung für das strangförmige Gut angebracht ist. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (9) auswechselbar angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DD11012365 | 1965-04-02 |
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| CH434464A true CH434464A (de) | 1967-04-30 |
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ID=5478481
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| CH875065A CH434464A (de) | 1965-04-02 | 1965-06-23 | Einrichtung zum Tränken oder Benetzen von strangförmigem Gut |
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| CH (1) | CH434464A (de) |
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1965
- 1965-06-23 CH CH875065A patent/CH434464A/de unknown
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