CH434663A - Zarge für Türen, Fenster oder dergleichen - Google Patents
Zarge für Türen, Fenster oder dergleichenInfo
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Classifications
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Description
Zarge für Türen, Fenster oder dergleichen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zarge mit einem Körper aus Holz oder anderem Zellulosewerk- stoff für Türen, Fenster oder dgl.
und von rechteckigem Querschnitt sowie versehen mit einer Anschlagleiste für die Tür, das Fenster usw. Es ist vorbekannt, Gegen stände aus Holz mit einem Oberflächenbelag aus Kunst stoff, vorzugsweise aus Polyvinylchlorid, zu versehen, wodurch sonst erforderliche Anstricharbeit vermindert und sogar völlig vermieden wird. Die Erfindung be zweckt, eine Zarge zu schaffen, die alle Vorteile des Kunststoffbelags hat und ausserdem mit einem Min desteinsatz von Arbeitskraft und Mindestverlust an Holz herstellbar ist.
Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erzielt, dass ein oder einige Streifen einer Kunststoff schicht sich der Kontur von mindestens drei Seiten des Zargenkörpers anschliessen und durch Verleimung mit den Seitenflächen fest verbunden sind, und dass die An schlagleiste ein U-förmiges Profil hat und in durch den Streifen hindurch in den Körper hinein reichenden Nu ten verankert ist.
Die Erfindung soll nachstehend unter Bezugnahme auf drei in der anliegenden Zeichnung beispielsweise gezeigte Ausführungsformen näher beschrieben werden, und dabei sollen auch weitere, diese Ausführungsformen kennzeichnende Eigenschaften angegeben werden.
Die Fig. 1 ist ein Querschnitt durch ein Teilstück einer Türzarge, die gemäss der Erfindung mit einem Belag einer Kunststoffschicht versehen und mit einer Anschlagleiste ausgerüstet ist. Die Fig. 2 und 3 zeigen ähnliche Querschnitte durch zwei abgewandelte Ausfüh rungsformen.
In den verschiedenen Zeichnungsfiguren sind für äquivalente Teile dieselben Bezugsziffern benutzt wor den.
In der Fig. 1 bezeichnet 10 ein Zangenstück aus Holz mit rechteckigem Querschnitt, der in der ganzen Länge des Zangenteils lotrecht zur Zeichnungsebene un verändert bleibt. Die Zarge hat normalerweise zwei lot recht stehende und ein waagrechtes oberes Zangenstück dieser Beschaffenheit.
Zwei Streifen 30, 32 aus Kunst stoff, vorzugsweise einem thermoplastischen, wie Poly- vinylchlorid, sind mit einer Breite, die ungefähr dieselbe oder etwas grösser ist als der Umfang des Zargenstückes und die zweckmässig ungefähr dieselbe Länge wie das Zargenstück hat, zugeschnitten.
Die beiden Streifen 30, 32 können im Vorwege durch Spritzguss oder aus ebe nen Folien durch Faltung oder ähnliche mechanische Verformung zu einem U-förmigen Profil geformt sein, wobei sich ihre innere Kontur der Querschnittskontur des Zargenstücks 10 anschliesst. Die Streifen sind an dem Zargenkörper durch Verleimung mittels eines Leim stoffes unter Ausübung eines geeigneten Drucks befe stigt.
Hierbei können die Streifen zunächst mit ihren Mittelpartien an die beiden Schmalseiten 18 und 20 des Zargenstückes angepresst und verleimt und danach ihre Seitenrandteile 33, 34 bzw. 36, 38 in gleicher Weise mit den beiden anderen Seiten 14 und 28 des Zargenstückes fest verbunden worden sein. An der als Rückseite be stimmten und somit verborgenen Seite 28 des Zargen stückes können die Seitenrandteile 33, 36 einander überlappen. An der ,entgegengesetzten Seite 14 ist eine U-förmige Anschlagleiste 40 aus Kunstmasse für die Tür angebracht.
Diese Leiste ist mit ihren Endkanten in Nuten 42 verankert, die in den Kunststoffstreifen und dem Zargenstück vorgesehen sind. Diese Endkanten können widerhakenförmige Verankerungsvorsprünge 44 haben.
Ferner können die Seitenschenkel der Anschlaglei ste 40 Vorsprünge 46 aufweisen, welche die Stosskante der Seitenrandteile 34, 38 der Kunststoffstreifen ver decken und dadurch der Zarge ein. erstklassiges Aus sehen geben. Die Anschlagleiste 40 kann durch Ver- leimung mit dem mit Kunststoffbelag versehenen Zar genkörper 10 fest verbunden sein.
Die Kunststoffleiste 40 wird nach der Aufklebung der Streifen aufgesetzt. Deswegen braucht die Breite der Seitenrandteile 34, 38 nicht im Vorwege genau bemessen zu werden, weil .die Anschlagleiste 40 den übergang zwischen diesen beiden Partien verdeckt. Als Leimstoff wird vorzugsweise eine solche Sorte verwendet, die unmittelbar beim Andrücken der Strei fen bindet, und die härtbar ist, so dass der Leim bei Er wärmung, beispielsweise durch starke Sonnenbestrah lung seine Bindefähigkeit nicht verliert.
Die die Rückseite 28 des Zargenstückes 10 decken den Teile 32, 36 der Streifen können entweder eine of fene Naht bilden oder auch, wie in der Fig. 1 darge stellt, einander überlappen. Da die Seite 28 gegen eine Wand gewendet werden soll und somit nicht sichtbar wird, spielt ihr Aussehen keine Rolle. Es ist auch nicht notwendig, diese Seite mit einem Kunststoffbelag zu versehen. Die gezeigte Ausführung hat jedoch den Vor teil, dass die Zarge allseitig diffusionsdicht ist. In dieser Weise wird ein ungleichförmiger Feuchtigkeitsgehalt im Holz vermieden.
Ein solcher würde zur Folge haben, dass das Holz sich krumm schlägt oder sonst in stören der Weise verzieht. Bekanntlich ist Holz gegen Luft- feuchtigkeitswechsel sehr empfindlich.
Die Ausführungsform nach der Fig. 2 unterscheidet sich von der vorbeschriebenen hauptsächlich dadurch, dass das Zargenstück 10 min Nuten 16 versehen ist, in welche die umgebogenen Endteile 26 des Kunststoff streifens 12 eingesetzt sind. In diesem Fall besteht somit der Kunststoffbolag aus einem einzigen Stück, das zur Hauptsache die drei sichtbaren Seiten der Zarge deckt.
Denkbar isit jedoch auch, den Kunststoffbzla, zweige- teilt auszuführen wie in der Fig. 1, wobei die Fuge zwi schen den Teilen in die von der Anschlagleiste 40 über deckte Zone verlegt ist. Die Nuten 16 haben auch zur Aufgabe, die Enden von im Querschnitt U-förmigen Futtern aufzunehmen, welche zur Aufgabe haben, den Übergang zwischen der Zarge und der Öffnung, in wel che die Zarge eingesetzt ist, zu verdecken. Ein solches Futter 48 ist an der einen Schmalseite des Zargenprofils angedeutet. Dieses Futter überdeckt den Spalt zwischen der Zarge und einer Wand 49.
Bei der Ausführungsform nach der Fig. 3 sind zwei Kunststoffstreifen 30, 32 U-förmig alle Seiten des Zar- genstückes 10 deckend angebracht. Die offene Naht zwi schen den sichtbaren Seitenrandteilen 34, 38 ist ebenso wie bei der Ausführungsform nach der Fig. 1 in die U-förmige Anschlagleiste 10 verlegt. Ferner ist die Zarge mit einer längsverlaufenden Rinne 50 versehen, die zwi schen den beiden Seitenrandteilen 34, 38 verläuft.
Die Rinne 50 hat zur Aufgabe, einen etwaigen Üb; rschuss an Leim aufzunehmen, der beim Anpressen der Strei fen an die Seitenflächen des Zargenteils an der Naht stelle zwischen den beiden Kunststoffschenkeln austreten will.
Hierdurch wird der grosse Vorteil gewonnen, dass das Glied, das für das Anpressen der Streifen benutzt wird, davor bewahrt wird, mit dem Leim in Berührung zu kommen, was sonst zur Folge hätte, dass oft eine um- ständliche Reinigung des Pressgliedes stattfinden müsste. Auch die Rinne 50 wird von der Anschlagleiste 40 ver borgen gehalten und kann deswegen auch keine Ver- schwächung des Kunststoffbelages herbeiführen.
Eine gleichartige Rinne 52 kann entlang der offenen Naht angebracht sein, wo sich die beiden Seitenrandteile 33, 36 der Kunststoffstreifen nähern. Auch diese Rinne trägt dazu bei, eine Verschmutzung des Pressgliedes zu verhindern, welche dieses ohne oft zu wiederholende Reinigung unbenutzbar machen würde. Die Seitenrand teile 33, 36 liegen an der Wandöffnung an, in welche die Zarge eingesetzt wird, weswegen ihre mitten über der Rinne 52 zusammenstossenden Kantteile keiner Beschä digung ausgesetzt sind.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die gezeigten Ausführungsformen begrenzt, sondern im wei testen Sinne innerhalb des Rahmens des ihr zugrunde liegenden Leitgedankens abwandelbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zarge mit einem Körper aus Holz oder anderem Zellulosewerkstoff für Türen, Fenster oder dgl. und von rechteckigem Querschnitt sowie versehen mit einer An schlagleiste für die Tür, das Fenster usw., dadurch ge kennzeichnet, dass ein oder einige Streifen einer Kunst stoffschicht sich der Kontur von mindestens drei Seiten des Zargenkörpers anschliessen und durch Verleimung mit den Seitenflächen fest verbunden sind, und dass die Anschlagleiste ein U-förmiges Profil hat und in durch den Streifen hindurch in den Körper hinein reichenden Nuten verankert ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Zarge nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die sichtbaren Seitenflächen der Zarge und gegebenenfalls auch ihre Rückseite mit zwei aus einer ebenen Folie mechanisch entsprechend dem Zar- genprofil vorgeformten Kunststoffstreifen verkleidet sind, die je zwei in einer gegebenenfalls offenen Naht zusammenstossende Seitenkanten haben, wobei die Naht auf der Vorderseite der Zarge von der U-förmigen An schlagleiste überdeckt ist. 2.Zarge nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass unter zwei zusammenstossenden Längs kanten eines bzw. zweier Streifen eine Rinne in dem Zargenkörper vorgesehen ist, die zur Aufgabe hat, ein Ausdringen von Überschussleim beim Befestigen des bzw. der Streifen zu verhindern. 3. Zarge nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Streifen oder die Streifen einwärts gebogene Randteile haben, die in an der Schmalseite des Zargenkörpers vorgesehene Nuten eintreten.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE307865A SE371466B (de) | 1965-03-09 | 1965-03-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH434663A true CH434663A (de) | 1967-04-30 |
Family
ID=20261358
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH297066A CH434663A (de) | 1965-03-09 | 1966-03-02 | Zarge für Türen, Fenster oder dergleichen |
Country Status (4)
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| CH (1) | CH434663A (de) |
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1965
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL6602934A (de) | 1966-09-12 |
| BE677554A (de) | 1966-08-01 |
| SE371466B (de) | 1974-11-18 |
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