CH434726A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von endlosen Antriebsriemen und Fördergurten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von endlosen Antriebsriemen und FördergurtenInfo
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- C07D239/72—Quinazolines; Hydrogenated quinazolines
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von endlosen Antriebsriemen und Fördergurten
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine Vorrichtung zum Herstellen von endlosen Antriebsriemen und Fördergurten, insbesondere von Zahnflachriemen aus giessbaren elastomeren Kunststoffen mit in Längsrichtung durchlaufender eingebetteter Verstärkung.
Das Verfahren besteht darin, dass der Kunststoff im flüssigen oder teigigen Zustand auf eine von der punktweise unterstützten Verstärkung mit Abstand umschlungene konvexe Form aufgesprüht und auf dieser verfestigt wird.
Gegenüber dem üblichen Vergiessen des Kunststoffes unter Schwerkraftwirkung oder nach dem Schleudergiessverfahren ergibt das ertindungsgemässe Verfahren mehrere Vorteile.
Für die Herstellung entfällt die Notwendigkeit einer Hohlform mit allen zugehörigen Mitteln zum möglichst genauen Ausrichten in gleichachsiger Anordnung zu dem Formkern. Vielmehr stellt der verbleibende Formkern selbst den einzig erforderlichen Formteil dar, dessen Anfertigung und Zurichtung mit einem wesentlich geringeren Kostenaufwand als im Falle einer zusammengesetzten Giessform verbunden ist. Der Fortfall eines äusseren Formteiles ermöglicht indirekt auch die Herstellung von Riemen grösserer Umfangslänge; denn da der äussere Formteil aus wärmetechnischen Gründen stets eine bestimmte Mindestwandstärke aufweisen muss, setzt er die konstruktiven Grenzen für die Formendimensionierung nach oben fest.
Diese Beschränkungen werden mit dem erfindungsgemässen Verfahren überwunden; darüber hinaus lassen sich hiernach auf eine und demselben Formkern Riemen unterschiedlicher Querschnittsdicke herstellen. Da die erreichte Schichtdicke beim Aufsprühen des Kunststoffes nur von der zeitlichen Dauer des Sprühvorganges abhängt, sind beliebige Dickeneinsteilungen ohne Änderungen der verwendeten Formvorrichtung möglich.
Zum Aufsprühen des Kunststoffes auf die vorbereitete konvexe Form kann eine geeignete Sprühpistole oder eine fest eingebaute Sprühvorrichtung verwendet werden. Zweckmässig ist die Form drehbar angeordnet, so dass sie in allen Umfangsteilen leicht zugänglich ist Wenn sie mit Heizeinrichtungen versehen ist, kann der Ver festigungworgang des aufgesprühten Kunststoffes von Fall zu Fall gesteuert und beliebig beeinflusst werden.
Der Kunststoff kann in seiner vorliegenden Zusammensetzung mit einem Lösungsmlittel versetzt aufgesprüht und nach Abziehen des Lösungsmittels verfestigt oder aber stattdessen nach dem Reaktions-Sprühverfahren aus seinen Komponenten während des Versprühens zusammengesetzt und nach dem Aufbringen auf die Form zum Ausreagieren gebracht werden.
Die Erfindung ist anhand der schematischen Darstellung einer für die Herstellung gezahnter Antriebsrie- men verwendeten konvexen Form als Beispiel verdeutlicht. Die im Querschnitt gezeichnete Form list als zylindrischer Rohrkörper mit am Aussenumfang in Axialrichtung verlaufenden, den Zähnen des fertigen Antriebsriemens entsprechenden Vertiefungen 2 ausgebildet.
Der Umfang der Form bestimmt auch die Umfangslänge der darauf hergestellten Zahnriemen, während sie in der Bemessung ihrer Axiallänge die grösste vorkommende Rie membreite noch um ein Mehrfaches übertrifft Sie gestattet daher die vorteilhafte Möglichkeit der Herstellung sehr breiter Riemenwickel, von denen die einzelnen Riemen je nach Bedarf in der gewünschten Breite abgesto chen werden können. Die zwischen den Vertiefungen 2 am Aussenmantel stehenbleibenden Erhöhungen 3, die die Zahnlücken in dem fertigen Riemen abformen, tragen an sich bekannte, kleine stegartige Ansätze 4,
die zur Unterstützung der Verstärkung 5 dienen und diese im Abstand von der Oberfläche der Erhöhungen 3 halten.
Zur Erfüllung dieser Aufgabe können die Ansätze 4 so sclhmal ausgeführt werden, dass sie an dem Formling nur als über die Riemenbreite durchlaufende feine Rillen in Erscheinung treten. Auf die Gebrauchstüchtigkeit des Riemens haben solche Rillen keinen nachteiligen Einfluss.
Die Aufstellung und Lagerung der Form 1 ist nicht kritisch und kann den jeweiligen Betriebsverhältnissen angepasst werden. Gegenüber der zum Giessen einzig möglichen vertikalen Aufstellung lässt das Aufbringen des elastischen Werkstoffes durch Aufsprühen ohne wei- teres beispielsweise auch eine Anordnung mit horizontaler Achsausrichtung zu. In jedem Falle ist die Form zum mindeste in grösseren Abmessungen - zweckmässig um ihre Längsachse 8 drehbar gelagert.
Der freie Innenraum 10 kann von einem Heizmittel durchspühlt oder es können Heizeinrichtungen in anderer Weise vorgesehen sein, beispielsweise im äusseren Querschnittsbereich eingebrachte, von einem flüssigen oder dampfförmigen Heizmittel durchflossene Bohrungen oder in Hohlräumen untergebrachte elektrische Heizwicklungen.
Als vorbereitender Arbeitsgang wird zunächst die Verstärkung 5 in der vorgesehenen Anordnung, beispielsweise als einfache Stahldrahtwendel, als Textilgeflecht in einer oder mehreren Lagen oder dergleichen, so auf die Form aufgewickelt, dass sie auf die stegartigen Ansätze 4 zu liegen kommt und sich zwischen diesen in Form eines Polygonzuges über die Vertiefungen 2 spannt. Anschliessend kann der flüssige Kunststoff, beispielsweise ein Polyesterisocyanat, Polyvinylchlorid oder ein ähnlicher Kunststoff ausreichender Flexibilität, mittels einer Spritzpistole 6 aufgesprüht werden, wobei die Form 1 langsam in Richtung des Pfeiles 9 rotiert. Die gewünschte Schichtdicke kann in einen Zuge oder - entgegen der gezeichneten Darstellung eines fertigen Riementeilstückes 7 - in mehreren aufeinanderfolgenden Durchgängen aufgebaut werden.
Sobald die Verfestigung des elastischen Werkstoffes einsetzt, kann der so hergestellte Formling 7 von der Form 1 abgezogen und einer abschliessenden geson derten Wärmebehandlung durch Tempern zugeführt werden. Die Form 1 steht ohne zwischenzeitliche Arbeitsgänge der Fertigung sofort wieder zur Verfügung.
Je nach dem Verwendungszweck können die fertigen Zahnriemen 7 einzeln oder im Wickel an ihrer unver zehnten Rückenseite abgeschliffen oder anderweitig spanabhebend bearbeitet werden, um für höhere Präzi sionsansprüche störende Oberflächenungenauigkeiten zu beseitigen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von endlosen Antriebsriemen und Fördergurten, insbesondere von Zahnflach- riemen aus giessbaren, elastomeren Kunststoffen mit in Längsrichtung durchlaufender eingebetteter Verstärkung, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff im flüssigen oder teigigen Zustand auf eine von der punktweise unterstützten Verstärkung mit Abstand umschlungene konvexe Form aufgesprüht und auf dieser verfestigt wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff mit einem Lösungsmittel versetzt auf die Form aufgesprüht und nach Abziehen des Lösungsmittels verfestigt wird.2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff aus mehreren Komponenten während des Versprühens zusammengesetzt und nach dem Aufbringen auf die Form ausreagiert wird.PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer Aussenform (1) von dem Innenumfang des fertigen Riemens (7) entsprechender Mantelfläche mit über ihren Aussenunatang verteilten Ansätzen (4) zur Unterstützung der Verstärkung (5) besteht.UNTERANSPRÜCHE 3. Vorrichtung nach Patentanspruch IL dadurch gekennzeichnet, dass die Form als Zylinderkörper von einem Mehrfachen der Riemenbreite entsprechender Axiallänge ist.4. Vorrichtung nach Patenanspruch II oder Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Form mit Heizeinrichtungen versehen ist.5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Form drehbar gelagert ist.
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