CH434889A - Walze aus einem gegen Zugspannung empfindlichen Werkstoff - Google Patents
Walze aus einem gegen Zugspannung empfindlichen WerkstoffInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Walze aus einem gegen Zugspannung empfindlichen Werkstoff Die Erfindung betrifft eine von zwei Mitnehmern an ihren Stirnflächen erfasste Walze aus einem gegen Zugspannung empfindlichen Werkstoff, insbesondere Keramik. Bei der Verwendung derartiger Walzen, beispielsweise in der Chemiefaser- und Zellwollproduk- tion, der Textilindustrie, der Draht- und Kabelindustrie, der Photo- und Filmindustrie, beim Färben sowie in Stahl- und Leichtmetallwerken und dergleichen, werden die Walzen oft auf Biegung beansprucht.
Wegen der hohen chemischen Beständigkeit bevorzugt man aber in vielen Fällen Werkstoffe, die gegen das Auftreten von Zugspannungen empfindlich sind, insbesondere Keramik- oder Steinzeug.
Gemäss der Erfindung werden nun die Mitnehmer durch wenigstens einen die Walze frei durchsetzenden Zuganker miteinander verbunden. Es entsteht auf diese Weise eine Druckvorspannung, die erheblich grösser sein kann als die im Betrieb auftretenden Zugspannun gen. Auf diese Weise wird nach Art der Spannbeton konstruktionen ein Zerbrechen unter Zug vermieden.
Vorzugsweise sind die Zuganker biegsam. Besonders vorteilhaft ist es, die Zuganker im Vergleich zur Kera mikwalze elastisch auszubilden. Bei einem einfachen Ausführungsbeispiel werden der oder die Zuganker durch gleichachsige Zugankerteile gebildet, die an den Mitnehmern befestigt und durch eine gleichachsige Gewindemuffe verbunden sind; in diesem Fall kann der Zug durch das Verdrehen eines der Zugankerteile und damit durch Aufschrauben der Gewindemuffe auf gebracht werden.
Die Zuganker können auch wenigstens einseitig elastisch gelagert werden. Hierfür bewährte sich ins besondere eine Tellerfeder oder eine Gruppe von Teller federn an einem Mitnehmer.
Man kann in der Achse der Walze einen einzigen Zuganker vorsehen. Bei grösserem Walzendurchmesser und mit Rücksicht auf die aufzubringenden Kräfte wird man aber vielfach mehrere Zuganker verwenden, die dann zweckmässig innerhalb der Walze auf einer Man telfläche angeordnet werden, die zur Walze gleichachsig ist.
Die Druckflächen der Mitnehmer sind vorteilhaft von aussen nach innen konisch geneigt, so dass sie auf die Walzenenden eine radiale nach innen gerichtete Kraft ausüben. Dies erleichtert die Kraftübertragung und schützt gegen einen Bruch durch Zugkräfte.
Man kann einen der Mitnehmer auch axial auf einer tragenden, meistens starr ausgebildeten Achse oder Welle verschiebbar anordnen. Dabei bewährte es sich, diesen Mitnehmer durch einen Keil zu führen.
In der Zeichnung sind zwei vorteilhafte Ausfüh rungsbeispiele für den Gegenstand der Erfindung sche matisch im axialen Schnitt dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine einfache Anordnung mit axialem Zug anker und Fig.2 eine Walze mit grösserem Durchmesser auf einer starren Achse.
Gemäss Fig. 1 wird die zylindrische Walze 1 beider seits durch Mitnehmer 2 und 3 erfasst. Die Druckflä chen 4 und 5 sind von aussen nach innen konisch geneigt, so dass beim Anziehen eine nach innen gerich tete, radiale Kraftkomponente entsteht.
Die beiden Mitnehmer 2 und 3 sind durch einen Zuganker ver bunden, der aus zwei elastischen und biegsamen Zug ankerteilen 6 und 7 besteht, welche durch eine Gewin demuffe 8 miteinander verbunden isind. Der Zuganker teil 6 ist bei 9 in den Mitnehmer 3 axial eingeschraubt, wogegen der Zugankerteil 7 .den Mitnehmer 2 axial frei durchsetzt.
Die axiale Bohrung 10 des Mitnehmers 2 erweitert sich mit einer Schulter 11 zu einer Aus drehung 12, die den Kopf 13 des Zugankerteiles 7 auf- nimmt. Dieser Kopf 13 hat einen nicht dargestellten Innensechskant, damit sich durch ein Verdrehen des Zugankerteiles 7, wobei isich der Kopf 13 gegen die Schulter 11 stützt, die Spannung des Zugankerteiles 6, 7 einstellen lässt.
Man kann hierbei ein Messgerät in die Anziehvorrichtung, also im vorliegenden Fall vor den innen angreifenden Sechskantschlüssel, einschalten.
Gemäss Fig. 2 trägt eine starre Welle 20 über ihr konisches Ende 21 den konisch ausgedrehten Mitneh men 22. Der Mitnehmen 22 wird durch eine Mutter 23, die auf einen Gewindeansatz 24 der starren Welle 20 aufgeschraubt ist, festgezogen. Dem Mitnehmen 22 steht ein Mitnehmen 25 gegenüber, der auf einem Keil 26 axial verschiebbar ist. Der Keil liegt in einer Nut 27, die durch einen Teilschnitt der Welle 20 sichtbar gemacht ist.
Beide Mitnehmen 22, 25 greifen mit ihren konisch ausgebildeten Flächen 28, 29 in die Stirnwand der zylindrischen Walze 30 ein. Dabei ist der Innendurch messer der Aussparungen 31 in der Stirnwand grösser als der Durchmesser der Aussenflächen 32 der M2t- nehmer, so dass Wärmeausdehnungen aufgenommen werden können. Die dargestellte Form bietet den beson deren Vorteil, dass die Aussenfläche der Walze von einem Ende bis zum anderen Ende aus Keramik oder Steinzeug hergestellt werden kann.
Zum Spannen ist eine beliebige Anzahl von Zug ankern 33 vorgesehen. Diese Zuganker, die in den einen Mitnehmen 25 eingeschraubt sind, werden in Verbin dung mit einer oder mehreren Teilfedern 34 und einer Mutter 35 derart vorgespannt, dass an der Walze auf tretende Zugspannungen überlagert sowie ungleiche Wärmedehnungen zwischen Stahlarmatur und Keramik walze ausgeglichen werden.
Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 kann z. B. mittels der Mitnehmerzapfen 14, 15 drehbar gelagert werden. Bei Fig. 2 genügt der Antrieb durch die Welle 20.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Von zwei Mitnehmern an ihren Stirnflächen erfasste Walze aus einem gegen Zugspannung empfindlichen Werkstoff, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmen (2, 3, 22, 25) durch wenigstens einen die Walze (1, 30) frei durchsetzenden Zuganker (6, 7, 33) miteinander verbunden sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Walze nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, .dass der Walzenkörper (1, 30) aus Keramik oder Steinzeug besteht. 2. Walze nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Zuganker (6, 7) biegsam sind. 3. Walze nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der oder die Zuganker (6, 7) elastisch sind. 4.Walze nach Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der oder die Zuganker durch gleich achsige Zugankerteile (6, 7) gebildet sind, die in den Mitnehmern (2, 3) befestigt und durch eine gleich achsige Gewindemuffe (8) verbunden sind. 5. Walze nach Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass der oder die Zuganker (33) wenigstens einseitig über mindestens eine Tellerfeder (34) an einem Mitnehmen (22) abgestützt sind. 6. Walze nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass ein einziger Zuganker (6, 7) in der Achse vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1965D0030947 DE1920867U (de) | 1965-03-23 | 1965-03-23 | Walze aus einem gegen zugspannung empfindlichen werkstoff. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH434889A true CH434889A (de) | 1967-04-30 |
Family
ID=7040712
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH405666A CH434889A (de) | 1965-03-23 | 1966-03-21 | Walze aus einem gegen Zugspannung empfindlichen Werkstoff |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Families Citing this family (2)
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| US5155909A (en) * | 1991-06-13 | 1992-10-20 | Rock Of Ages Corporation | Press roll apparatus and method of construction |
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1966
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Also Published As
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