CH434901A - Verfahren zum Abschliessen eines Loches eines Kunstfaserschlauches mit Innengummierung und Kunstfaserschlauch zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Abschliessen eines Loches eines Kunstfaserschlauches mit Innengummierung und Kunstfaserschlauch zur Durchführung dieses VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zum Abschliessen eines Loches eines Kunstfaserschlauches mit Innengummierung und Kunstfaserschlauch zur Durchführung dieses Verfahrens Zum Flicken von durch Hitze oder mechanische Einwirkung beschädigten Stellen von Kunstfaserschläu- chen, beispielsweise aus Terylen , mit Innengummie rung ist bereits versucht worden,
zum Abschliessen des Loches lediglich- von aussen ein Gewebestück auf das Schlauchgewebe aufzukleben oder auszuvulkanisieren. Es hat sich jedoch erwiesen, dass solche Stoffstücke beim Gebrauch der Schläuche nicht genügend haften.
Es ist daher auch bekannt, eine Gummischeibe mittels eines Trägers in den Schlauch einzuziehen und von innen mit der Rissstelle in der Innengummierung zu verkleben bzw. auszuvulkanisieren,
sodann die öff- nung im Schlauchgewebe mit vulkanisierbarer Gummi masse auszugiessen und schliesslich in der oben bereits erwähnten Weise von aussen ein Stoffstück auf das Gewebe und die Vergussmasse aufzuvulkanisieren. Die ses Vorgehen ist ziemlich umständlich und weist den erheblichen Nachteil auf,
dass sich die von innen mit der Innengummierung verklebte Gummischeibe bei hoher Beanspruchung im Betrieb lösen kann und zu einer Verstopfung des mit der Schlauchleitung verbun denen Strahlrohres führen kann. Diese Art der Schlauchreparatur wird daher insbesondere von Fach leuten abgelehnt, weil sie zu unberechenbaren Störun gen und Gefährdung des Personals führen kann.
Es ist das Ziel vorliegender Erfindung, die erwähn ten Nachteile zu vermeiden. Das erfindungsgemässe Ver fahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man die Innen gummierung in der Umgebung des Loches. vom Kunst fasergewebe ablöst, durch das Loch des Gewebes eine biegsame Scheibe zwischen das Gewebe und die Innen gummierung einführt und mit dem Gewebe und der Innengummierung verklebt. Die in dieser Weise erstellte Flickstelle ist mechanisch allen Anforderungen gewach sen und es besteht keinerlei Gefahr, dass sich irgend welche Teile im Innern des Schlauches lösen und zum Strahlrohr geschwemmt werden können.
Im folgenden ist anhand der Zeichnung ein Aus- führungsbeispiel des erfindungsgemässen Verfahrens näher erläutert.
Fig. 1-3 zeigen verschiedene Stadien einer Flick stelle, und Fig. 4 zeigt einen erfindungsgemässen Schlauch in Seitenansicht.
Der in Fig. 1-3 dargestellte Schlauch weist ein Kunstfasergewebe 1 und eine Innengummierung 2 auf. Das Kunstfasergewebe kann beispielsweise aus Tery- len bestehen. An einer Stelle ist das Gewebe 1 bei spielsweise durch Hitzeeinwirkung und die Innengum mierung 2 äst an dieser Stelle unter der Wirkung des Wasserdruckes zerstört. Es entsteht dadurch ein Riss oder ein Loch 3.
Zur Reparatur des Schlauches wird nun mittels eines geeigneten Instrumentes, beispielsweise eines schraubenzieherartig einseitig geschärften Stäbchens, z. B. aus Eisen oder dergleichen, die Innengummierung 2 in der Umgebung der Rissstelle 3 sorgfältig vom Gewebe 1 getrennt, wie Fig. 2 darstellt.
Hierauf wird durch die Rissstelle des Gewebes eine Gummischeibe 4 zwischen die Innengummierung 2 und das Gewebe 1 eingeführt, was ebenfalls durch Einstopfen mit dem erwähnten Werkzeug erfolgen kann. Vor dem Einführen der Gummischeibe 4 werden dieselbe und die damit in Verbindung kommenden Flächenteile der Innengummie rung 2 und des Schlauches 1 mit einem Reinigungs mittel gegen Talkumspuren behandelt, und durch Auf einanderpressen verklebt.
Als Mittel zur Verbindung der Gummischeibe 4 mit der Innengummierung 2 und dem Gewebe 1 kann vorzugsweise eine vulkanisierbare Gummiemulsion benützt werden, z. B. die unter der Handelsbezeichnung Revultex bekannte vulkanisier- bare Gummiemulsion.
Nach dem Einbringen der Gummischeibe 4 wird die Rissstelle im Gewebe vollständig mit vulkanisier- barer Gummimasse 5, beispielsweise dem soeben erwähnten Produkt, vollgegossen, so dass die gerissene Gewebestelle geschlossen und die einzelnen Gewebe- fasern miteinander verbunden und gesichert werden. Vor dem Vollgiessen können zur Sicherung der Gewebe verbindung ein neuer Gewebeteil oder mehrere Gewebe fäden unter die offene Rissstelle eingelegt werden.
Sodann kann über die geflickte Stelle eine den Schlauch vollständig umschliessende Gewebemanschette 6 gescho ben werden, deren Innendurchmesser etwas kleiner ist als der Aussendurchmesser des Schlauchgewebes 1.
Die Manschette wird vor dem Aufbringen ins besondere an den Rändern ebenfalls mit der oben erwähnten Masse oder einem sonstigen geeigneten Klebestoff versehen, welcher zugleich ein Ausfransen der Manschettenränder verhindert und eine Verklebung bzw. Vervulkanisierung der Manschette mit dem Schlauchgewebe 1 ergibt, so dass die Manschette nicht mehr von der geflickten Stelle verschoben werden kann.
Damit das Aufschieben endloser Stoffmanschetten 6 auch ohne, besondere Werkzeuge und Fachkenntnisse vorgenommen werden kann, wird ein gewisser Vorrat an verschiedenartigen Manschetten 6 vor dem Anbrin gen der Schlauchkupplungen 7 und 8 auf die Schlauch enden aufgeschoben. Bei Beschädigung des Schlauches kann daher bereits während des Betriebes provisorisch eine Manschette 6 über die defekte Stelle geschoben werden, was eine weitere Verwendung des Schlauches gestattet. Bei der definitiven Reparatur gemäss Fig. 1-3 wird sodann die passende Manschette 6 über die Flick stelle geschoben und dort festgeklebt.
Wie Fig. 4 andeutet, können Manschetten verschiedener Länge zum Aufschieben auf defekte Stellen verschiedener Grösse vorgesehen sein. Es könnte beispielsweise auch nur einseitig eine lange Manschette vorgesehen sein, von welcher die nötigen Teilstücke abgeschnitten wer den könnten. Die Ränder der abgeschnittenen Teil stücke würden, sobald sie über die Flickstelle geschoben sind, mit vulkanisierbarer Gummimasse bestrichen, wo durch zugleich ein Ausfransen der Manschettenränder vermieden und die Manschette mit dem Schlauchgewebe 1 verbunden wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist nicht unbe dingt auf das anhand der Fig. 1-3 oben beschriebene Vorgehen beschränkt. Es können beispielsweise andere geeignete Materialien, beispielsweise eine Kunststoff scheibe 4 verwendet werden, welche mittels geeigneter Klebstoffe mit der Innengummierung 2 und mit dem Schlauchgewebe 1 verbunden wird. Falls eine Gummi unterlage 4 verwendet wird, kann dieselbe vorzugsweise aus derselben Masse gegossen sein wie die Innen gummierung 2.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Abschliessen eines Loches eines Kunstfaserschlauches mit Innengummierung, dadurch gekennzeichnet, dass man die Innengummierung in der Umgebung des Loches vom Kunstfasergewebe ablöst, durch das Loch des Gewebes eine biegsame Scheibe zwischen das Gewebe und die Innengummierung ein führt und mit dem Gewebe und der Innengummierung verklebt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine Gummischeibe einführt und mittels Gummilösung, z. B. einer vulkanisierbaren Gummiemulsion, verklebt. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine aus derselben Masse wie die Innengummierung hergestellte Gummischeibe ver wendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Loch des Gewebes nach dem Einführen der Scheibe mit einer gummielastischen Masse, z. B. der zur Herstellung der Innengummierung verwendeten Masse vollgiesst. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man über das abgeschlossene Loch eine Gewebemanschette legt und dieselbe mit der Aussen seite des Schlauches verklebt.PATENTANSPRUCH II Kunstfaserschlauch zur Durchführung des Verfah rens nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf mindestens ein Schlauchende unmittelbar inner halb des Schlauchschlosses mindestens eine Gewebe manschette längs des Schlauches verschiebbar aufgesetzt ist. UNTERANSPRUCH 5. Schlauch nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass der Innendurchmesser der Man schette etwas geringer als der Aussendurchmesser des unter Druck stehenden Schlauches ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH1690765A CH434901A (de) | 1965-12-08 | 1965-12-08 | Verfahren zum Abschliessen eines Loches eines Kunstfaserschlauches mit Innengummierung und Kunstfaserschlauch zur Durchführung dieses Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| CH434901A true CH434901A (de) | 1967-04-30 |
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ID=4421238
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| CH1690765A CH434901A (de) | 1965-12-08 | 1965-12-08 | Verfahren zum Abschliessen eines Loches eines Kunstfaserschlauches mit Innengummierung und Kunstfaserschlauch zur Durchführung dieses Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH434901A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2934306A1 (de) * | 1979-08-24 | 1981-03-26 | Hoechst Ag, 65929 Frankfurt | Verfahren zum ein- oder austragen stroemungsfaehiger medien in oder aus dem hohlraum eines schlauchs durch die wand desselben |
-
1965
- 1965-12-08 CH CH1690765A patent/CH434901A/de unknown
Cited By (1)
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