CH435165A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Weizenteigformlingen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von WeizenteigformlingenInfo
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Classifications
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Weizenteigformlingen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Ein richtung zur Herstellung von Weizenteigformlingen aus in Knetmaschinen zubereiteten Teigen für Weizenge bäcke und weizenhaltige Gebäcke.
Es ist bekannt, nach Ausmass und Gewicht gleiche Teigstücke bei einheitlicher Gärung fortlaufend zu ferti gen. Die Teigstücke werden zunächst in Bandform ge bracht und dann auf einem Tisch von Hand gefaltet und gewirkt, ehe die weitere mechanische Kalibrierung durch Ausrollen erfolgt. In einer bestimmten Förderzone ist die genaue Messung und die Kontrolle der Dicke und des Gewichtes von Teigbändern vorgesehen, ehe diese in Einzelstücke von einfacher, querschnittsgleicher Gestal tung schnittgeteilt und ,dann dem Backofen zugeführt werden.
Das Erfinderische bei dieser bekannten Ein richtung ist die Auswertung der Kontrolle in einer An zeigevorrichtung für abweichende Werte, wobei Ge wichtsunterschiede in Volt-Einheiten zur Beeinflussung des elektromotorischen Antriebes der Fördermechanik nutzbar umgesetzt werden.
Beim Verwirken einzelner, in ihrer Form und ins besondere in ihrer Dicke ungleichen Teigstücke von Hand kann deren Bearbeitung sich nicht in allen Quer schnittsbereichen äquivalent auswirken, so dass die durch arteigene Substanzen ausgelösten Gär- bzw. Reife prozesse ungünstig beeinflusst, z. B. gehemmt werden. Es ergeben sich auch Mängel an der Oberflächenhaut der Teigstücke und eine unerwünschte Einbusse an Volumen. Die verbrauchten Entwicklungskräfte im Teig müssen dann durch zumeist chemische Hilfsmittel auf gefrischt werden, wodurch die Natürlichkeit und damit der Geschmack und die Qualität des Endproduktes be einträchtigt werden.
Es wurde herausgefunden, dass der Teig, um wirk lich hochwertige Gebäcke zu erhalten, unter Ausschluss manueller Behandlung schonend bei nicht zu fester, je doch unverändert kräftiger und im Wirkprozess tief gehender Durcharbeitung dünnschichtig zu einer homo genen Struktur mit gleichmässiger Porengrösse und Ver teilung der Gärgase gebracht werden und hiebei eine einwandfreie Oberflächenhaut erhalten bleiben muss.
Dies wird nach dem erfindungsgemässen Verfahren dadurch erreicht, dass der aus der Knetmaschine aus tretende Teig ahne äussere Druckeinwirkung mittelbar über ein Düsensystem zu einem dünnen Teigband ge staltet, dann nach Massgabe seiner Schichtstärke und Beschaffenheit in aufeinanderfolgenden Stufen unter Einschaltung zwischenzeitlicher Vorgär-Te jgruhe zwi schen Rollenpaaren gewirkt wird und nach Erreichen einer homogenen Struktur und geschlossener Oberflä chenhaut in volumen- und gewichtsgleiche Stücke abge teilt zur Ausformung gelangt,
um anschliessend dem Nachgär- und Backvorgang zugeführt zu werden.
Damit eine besondere Gestaltung der backfertigen Gebilde ermöglicht wird, ist es zweckmässig, die abge teilten Teigbands.tücke vor der Ausformung in Falten zu legen bzw. sich teilweise überlappend aufeinander zu schichten.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Durchfüh rung des Verfahrens kennzeichnet sich dadurch, dass eine Knetmaschine mit einem unmittelbar an diese an geschlossenen Düsenaggregat, mehrere zwischen Förder bändern angeordnete, aus Rollenpaaren bestehende Wirkvorrichtungen und Vorrichtungen für Teilung und Formung bzw. für Faltung und Schichtung zu einer zu sammenhängenden Maschinenanlage verbunden sind, die unmittelbar bzw. in Verbindung mit einer Nachgär- Einrichtung einem Backofen vorgelagert isst.
Hierbei besteht das Düsenaggregat vorteilhaft aus einer Ringdüse, der ein Schlitzmesser und eine in Rich tung auf diese wirkende Luftstromdüse zugeordnet sind, oder aber auch aus einer Flachdüse, die Schlitzmesser und Luftstromdüse entbehrlich macht.
In der Zeichnung ist .die Erfindung in Ausführungs beispielen erläutert. Dabei zeigen: Fig. 1 eine Einrichtung zur Durchführung des er- findungsgemässen Verfahrens in schematischer Darstel lung, Fig. 2 eine weitere Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens,
Fig. 3 eine abgewandelte Endstufe der Einrichtung gemäss Fig. 1 oder Fig. 2 in schematischer Darstellung und Fig.4 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer End stufe der Einrichtung gemäss Fig. 1 oder Fig. 2 in schematischer Darstellung.
Aus einer unmittelbar an eine Knetmaschine 1 an geschlossenen Ringdüse 2 tritt der Teig fortlaufend in Form eines strichpunktiert angedeuteten Schlauches 3 aus, der von einem Messer 4 geschlitzt und von dem aus einer nachgeschalteten Düse 5 austretenden Luftstrom auseinandergebreitet wird, so dass ein in der Zeichnung strichpunktiert angedeutetes Teigband 6 entsteht, wel ches von einer Fördervorrichtung 7 einer ersten Wirk stufe I zugeführt wird.
über eine weitere, sich an die Wirkstufe I anschliessende Fördervorrichtung 8 wird das Teigband 6 einer zweiten Wirkstufe II zugeführt, von welcher es gegebenenfalls über eine als Ruhezone ausgebildete Fördervorrichtung 9 geleitet und von dieser einer dritten Wirkstufe III zugeführt wird.
Im Anschluss an .die Wirkstufe III wird das Teigband 6, welches nun mehr die notwendige Gärreife und Dicke aufweist, einem Form- und Teilgerät 13 zugeleitet, so dass die einzelnen Teigstücke (ausgestochen, eingerollt usw.) über ein För derband 10 einer Gärstufe bzw. einem Backofen 14 zu geführt werden.
Die Wirkstufen I, II, III können, wie aus Fig. 2 der Zeichnung zu ersehen ist, auch ohne zwischengeschaltete Förderbänder im Anschluss an einen mit einer Düse, z.
B. einer Flachdüse 2' versehenen Kneter 1 hinterein- anderliegend angeordnet sein, so dass das Teigband 6 mit seiner vorgegebenen Enddicke aus der Wirkstufe III austritt und von einem nachfolgenden Förderband 10 entweder gleich einem Form- und Teilgerät 13 und da nach einer Gärstufe bzw. einem Backofen 14 zugeführt wird oder zuerst eine Ruhezone durchläuft, um danach geformt und geteilt und der Gärstufe bzw. dem Back ofen 14 zugeleitet zu werden.
Wie aus Fig. 3 der Zeichnung hervorgeht, kann das Teigband 6 von der Fördereinrichtung 10 auch einer Ablageeinrichtung 15 zugeführt werden, welche das Teigband 6 in Wellenform oder in eine ähnlich gestapelte Form bringt, so dass das entsprechend gefaltete Teig band 16 von einer Fördereinrichtung 11 einem Form und Teilgerät 13 und danach einer Gärstufe und dem Ofen 14 zugeführt wird.
Die Ablageeinrichtung kann, wie aus Fig. 4 der Zeichnung hervorgeht, auch so arbeiten, dass das an kommende Teigband 6 von einer Teileinrichtung 13 in einzelne Teilstücke 6' geschnitten wird, die dann in sich überlappender Weise übereinandergebracht und einer Formeinrichtung 17 zugeleitet werden.
Den Transport oder einzelnen Teilstücke übernehmen Förderbänder 11 bzw. 12, die mit verschiedenen Geschwindigkeiten lau fen, so dass auf diese Weise die angeführte übereinan- derschichtung der Stücke 6' erfolgen kann.
Claims (1)
- PATENTAXTSPRüCHE I. Verfahren zur Herstellung von Weizenteigformlin- gen für Weizengebäcke und weizenhaltige Gebäcke aus in Knetmaschinen zubereiteten Teigen, dadurch gekenn zeichnet, dass der aus der Knetmaschine austretende Teig ohne äussere Druckeinwirkung mittelbar über ein Düsensystem zu einem dünnen Teigband gestaltet,dann nach Massgabe seiner Schichtstärke. und Beschaffenheit in aufeinanderfolgenden Stufen unter Einschaltung zwi schenzeitlicher Vorgär-Teigruhe zwischen Rollenpaaren gewirkt wird und nach Erreichen einer homogenen Struktur und geschlossener Oberflächenhaut in volumen- und gewichtsgleiche Stücke abgeteilt zur Ausformung gelangt, um anschliessend dem Nachgär- und Backvor- gang zugeführt zu werden.1I. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Knetmaschine (1) mit einem unmittelbar an diese angeschlossenen Düsenaggregat (2 bzw. 2'), mehrere zwischen Förderbändern (7 bzw. 10) angeordnete, aus Rollenpaaren bestehende Wirkvorrichtungen (I, II, III) und Vorrichtungen für Teilung und Formung (13) bzw.für Faltung und Schichtung zu einer zusammenhängen den Maschinenanlage verbunden sind, die unmittelbar oder in Verbindung mit einer Nachgär-Einrichtung einem Backofen (14) vorgelagert ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die abgeteilten Teigband-Stücke vor der Ausformung in Falten -,-,legt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die abgeteilten Teigband-Stücke vor der Ausformung sich teilweise überlappend aufeinander geschichtet werden. 3.Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Düsenaggregat (2) aus einer Ringdüse besteht, der ein Schlitzmesser (4) und eine in Richtung auf dieses wirkende Luftstromdüse (5) zuge ordnet sind. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass das Düsenaggregat aus einer Flach düse (2') besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
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