CH435416A - Anordnung zur Speisung eines Gleichstrom-Reihenschlussmotors über tastbare Ventile - Google Patents
Anordnung zur Speisung eines Gleichstrom-Reihenschlussmotors über tastbare VentileInfo
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Description
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Anordnung zur Speisung eines Gleichstrom-Reihenschlussmotors über tastbare Ventile Es ist bekannt, Gleichstrommaschinen oder andere Verbraucher über tastbare Ventile zu betreiben. Unter einem tastbaren Ventil soll ein Ventil verstanden sein, das ein- und ausschaltbar ist. Die Ausschaltung kann im Leistungskreis mit Hilfe eines Löschkondensators oder über den Steuerkreis erfolgen. Als Ventile kommen insbesondere steuerbare Halbleiterzellen, auch Silizium- Thyratrons oder Vierschichttrioden genannt, in Frage.
In Füg. 1 ist die übliche Anordnung einer Tast- schaltung für einen Reihenschlussmotor dargestellt. Die Reihenschaltung von Erregerwicklung 1 und Ankerwicklung 2 wird über ein tastbares Ventil 3 gespeist. Der Mittelwert der an der Reihenschaltung der Wicklungen 1 und 2 liegenden Gleichspannung ist durch die Höhe der zwischen dem Pluspol und dem Minuspol liegenden Speisespannung und durch das an dem tastbaren Ventil 3 eingestellte Tastverhältnis bestimmt. Die Diode 4 (Freilaufdiode) dient für die Aufrechterhaltung des in den Wicklungen 1 und 2 fliessenden Stromes in der Zeit, während der das tastbare Ventil 3 gesperrt ist.
In Fig. 2 ist gegenüber Fig. 1 zusätzlich das tastbare Ventil 5 vorgesehen. Letzteres ermöglicht, den Ankerstrom an der Erregerwicklung 1 vorbeizuleiten. Es ist somit auf eine einfache Art eine Feldschwächung möglich. Wenn beispielsweise die Ankerdrehzahl so hoch ist, dass auch beim ständigen Durchschalten des tastbaren Ventiles 3 der Motorstrom und damit die an der Welle abgegebene Leistung zu gering sind, dann kann durch periodisches Öffnen und Schliessen des zusätzlichen tastbaren Ventiles 5 ein beliebig grosser Teil des Ankerstromes an der Erregerwicklung 1 vorbeigeleitet und somit die Motorleistung auch bei hohen Drehzahlen auf jeden für den Motor zugelassenen Wert gesteigert werden.
Das getrennte Tasten der Wicklungen 1 und 2 bedingt, dass zwei Freilaufdioden 4a und 4b vorgesehen werden, da die Freilaufströme der Erregerwicklung 1 und der Ankerwicklung 2 zumindest im Feldschwächebereich verschiedene Grössen annehmen. Ein Nachteil dieser Anordnung ist, dass die Zeitkonstante des durch die Ankerwicklung 2 und die Freilaufdiode 4b gebildeten Freilaufkreises gering ist, so dass, wenn der Ankerstrom nicht zu sehr schwanken soll, entweder eine hohe Tastfrequenz erforderlich ist oder eine zusätzliche Induktivität mit der Ankerwicklung 2 in Reihe geschaltet werden muss.
Dieser Nachteil soll durch die Erfindung vermieden werden. Sie betrifft eine Anordnung zur Speisung eines Gleichstrom-Reihenschlussmotors aus einer Stromquelle über mindestens ein tastbares Ventil in Verbindung mit mindestens einem Freilaufventil, wobei mindestens ein weiteres zu einer unter Umgehung der Reihen- schluss-Erregerwicklung erfolgenden Speisung der Ankerwicklung bestimmtes tastbares Ventil vorgesehen ist und für die Erregerwicklung und die Ankerwicklung Freilaufventile vorgesehen sind. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass für die Erregerwicklung und die Ankerwicklung ein gemeinsames Freilaufventil und für die Ankerwicklung ein weiteres Freilaufventil vorgesehen sind.
Die derart ausgebildete Anordnung ist universell einsetzbar. Sie kann erforderlichenfalls mit geringen zusätzlichen Mitteln für einen Betrieb in beiden Drehrichtungen und/oder Antriebs- und Bremsbetrieb verwendet werden.
Die Fig.3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Er- findung.
Die Fig. 4 ... 9 zeigen Weiterbildungen der Erfindung.
Die Fig. 3 stimmt mit der Fig. 2 bis auf die Anordnung der Freilaufdioden 4a und 4b bzw. 4 -und 6 überein.' in Fig.2 die Freilaufdiode 4a lediglich an die Erregerwicklung 1 angeschlossen ist, liegt in der Fig. 3 die Freilaufdiode 4 an der Reihenschaltung der Erregerwicklung 1 und der Ankerwicklung 2. Der Freilaufstrom der Erregerwicklung 1 ist immer gezwungen, durch die Ankerwicklung 2 zu fliessen. Infolgedessen klingt der Ankerstrom im unteren Drehzahlbereich, also beim Tasten mit dem Ventil 3, während dessen Schliesszeit nur langsam ab.
Die Tastfrequenz bzw. die Schwankung des Ankerstromes ist somit begrenzt. Bei Feldschwächung, also beim Tasten mit der,
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Ventil 5, ist der Strom in der Ankerwicklung 2 grösser als in der Erregerwicklung 1. Über die Diode 6 erfolgt nun der Freilauf des Differenzstromes. In dem Betriebszustand der Feldschwächung ist die Spannungsdifferenz zwischen der Einspeisung und der EMK der Ankerwicklung 2 nur gering. Dadurch ist die Strom- änderungsgeschwindigkeit bei durchgeschaltetem Ventil 5 klein. Es sind somit keine zusätzlichen Induktivitäten erforderlich, um die Stromschwankungen bzw. die Tast- frequenz zu begrenzen.
Eine Weiterbildung der Erfindung ist in Fig. 4 dargestellt. Es ist zusätzlich der Stromwender 7 vorgesehen, so dass der Motor in beiden Drehrichtungen betrieben werden kann. Dieser Stromwender 7 ist hier als mechanischer Schalter (Ankerumschalter) dargestellt. Es können selbstverständlich auch elektronische Schalter vorgesehen werden.
Wenn der Motor nicht nur zum Antrieb, sondern auch zum Bremsen benutzt werden soll, kann eine Anordnung nach Fig. 5 gewählt werden. Es sind lediglich die Diode 8 und der mechanische oder elektronische Schalter 9 zusätzlich vorgesehen. Für den Bremsbetrieb wird der Schalter 9 geöffnet. Der Stromwender 7 dient auch jetzt wieder zur Einstellung der Drehrichtung. Die eine Schaltstellung des Stromwenders entspricht entweder Rechtslauf-Antrieb oder Linkslauf-Bremsen ; die andere Schaltstellung demgemäss Linkslauf- Antrieb oder Rechtslauf-Bremsen . Bei einer bestimmten Drehrichtung ist also zum Übergang von dem Antriebs- auf den Bremszustand der Schalter 9 zu öffnen und der Stromwender 7 umzuschalten.
Die elektrische Funktion bei dem in Fig. 5 dargestellten Schaltzustand ist folgendermassen: Zuerst wird das tastbare Ventil 3 durchgeschaltet. Über die Erregerwicklung 1, die Ankerwicklung 2 und die Diode 8 bildet sich ein Kurzschlussstrom aus. Wenn dieser Strom einen bestimmten, wählbaren oberen Wert erreicht hat, wird das tastbare Ventil 3 gesperrt. Die Induktivitäten der Erregerwicklung 1 und der Ankerwicklung 2 versuchen den Strom aufrechtzuerhalten und speisen über die Dioden 4 und 8 in die Spannungsquelle (beispielsweise Akkumulatoren) zurück. Wenn der Strom in der Erregerwicklung 1 und der Ankerwicklung 2 auf einen ebenfalls frei wählbaren unteren Wert abgeklungen ist, wird das tastbare Ventil 3 wiederum durchgeschaltet, so dass durch diesen Kurzschluss der Strom wieder auf den oberen Wert ansteigt usf.
Das tastbare Ventil 5 bleibt während dieses Bremsbetriebes gesperrt. Wenn die Drehzahl des Motors so hoch ist, dass bei der Rückarbeit auf die Spannungsquelle der Strom nicht abklingt, sondern ansteigt, d. h. also, dass die EMK grösser ist als die Speisespannung, dann kehrt sich die Spannung an der Erregerwicklung 1 um. Die Folge ist, dass der Strom nicht mehr über die Diode 4 und die Erregerwicklung 1, sondern direkt über die Diode 6 in den Anker fliesst. Damit findet automatisch eine Feldschwächung und somit eine Minderung der EMK statt. Die Bremsung erfolgt dann mit konstanter Leistung, unabhängig von der Drehzahl.
In Fig. 6 ist eine Abwandlung der Anordnung dargestellt, die sich insbesondere für eine Schützensteuerung eignet. Anstelle des Ankerumschalters 7 sind die vier voneinander abhängigen Schalter 7a ... 7d vorgesehen. Ausserdem wurden für den Bremsstrom anstelle der Diode 8 die beiden Dioden 8a und 8b angeordnet. Bei Antrieb (Fahrbetrieb) werden die Schalter 7a ... 7b ebenso gesteuert wie der Ankerumschalter 7 in den Fig.4 und 5. Wenn auf Bremsbetrieb übergegangen werden soll, werden die Schalter 7c und 7d geöffnet. Die Wahl der Bremsrichtung erfolgt über die Schalter 7a und 7b.
Eine weitere Variante ist in Fig. 7 dargestellt. Anstelle der Bremsstromdioden 8 bzw. 8a und 8b sind mechanische Schalter vorgesehen. Ausserdem wurden sowohl diese mechanischen Schalter als auch der Ankerumschalter in Form eines Drehrichtungs- und Brems- wenders 10 dargestellt. Die verschiedenen Stellungen dieses Drehrichtungs- und Bremswenders sind Stellung a: Antrieb-Rechtslauf Stellung b: Bremsen-Rechtslauf Stellung c:
Nullstellung Stellung d: Bremsen-Linkslauf Stellung e: Antrieb-Linkslauf Bei einer Störung des tastbaren Ventiles 5 oder seiner Steuerung, die zu einer ungewollten Sperrung des tastbaren Ventiles 5 führt, entfällt lediglich die Feldschwächung bei Antrieb (Fahrbetrieb). Eine eventuelle Feldschwächung bei Bremsbetrieb bleibt von der vorerwähnten Störung unberührt. Die Bemessung des Ventiles 5 erfolgt zweckmässig nach dem Grad der Feldschwächung.
Wenn beispielsweise eine Feldschwächung um 40 % vorgesehen ist, dann braucht dieses Ventil nur für 40 % des Nennstromes ausgelegt zu werden. Die Diode 6 ist ebenfalls nur entsprechend der maximalen Feldschwächung zu bemessen.
Selbstverständlich können anstelle der in den Figuren dargestellten Einzelventile Gruppen parallel undi oder in Reihe geschalteter Ventile treten. Auch eine Speisung aus einer Stromquelle zeitlich veränderlicher Spannungsamplitude, wie einem Wechselstromnetz, ist mit den vorbeschriebenen Anordnungen möglich.
Eine weitere Verbesserung der Erfindung wird dadurch erreicht, dass parallel zu dem für den Bremsbetrieb vorgesehenen Schalter ein Ohmscher Widerstand derart angeschlossen ist, dass bei einer Umschaltung des Schalters auf Bremsen das Fliessen eines wenigstens für den Beginn einer elektrischen Bremsung erforderlichen Mindesterregerstromes in der Reihen- schlusswicklung des Motors ermöglicht ist. Mit diesem Widerstand und nachstehend noch beschriebenen weiteren Widerständen kann der Bremsbetrieb dahingehend verbessert werden, dass Überspannungen vermieden werden und das Bremsmoment erhöht wird. Anstelle des oben angegebenen Ankerumschalters kann ein Feldumschalter vorgesehen werden.
Durch eine Verriegelung mit dem für den Bremsbetrieb vorgesehenen Schalter ist es möglich, den Anker- bzw. Feldumschalter zu schonen.
In Fig. 8 ist ähnlich wie in den Fig. 3-7 ein Gleich- stromreihenschlussmotor gezeigt, dessen Feldwicklung 1 und dessen Ankerwicklung 2 über ein tastbares Ventil 3 aus einer an die Klemmen 21 und 22 angeschlossenen Stromquelle gespeist werden kann. Für die Feldwicklung 1 und die Ankerwicklung 2 ist das gemeinsame Freilaufventil 4 vorgesehen. Zusätzlich ist an die Ankerwicklung 2 das weitere Freilaufventil 6 angeschlossen. Eine Feldschwächung wird wieder mit Hilfe des tastbaren Ventiles 5 erreicht. Zur Drehmomentumkehr ist wiederum ein Feldumschalter 7' vorgesehen.
Die einen Bremsbetrieb ermöglichende Stromkreisanordnung enthält hier zunächst die Bremsstromdiode 8 und einen Schalter 9'. Zur Einleitung eines Bremsbetriebes wird zunächst mit-
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tels des Schalters 9' die unmittelbare Verbindung zwischen der Ankerwicklung 2 und der Klemme 22 der Stromquelle unterbrochen. Der Motorstrom wird daraufhin über die Bremsstromdiode 8 gegen die Spannung der an die Klemmen 21 und 22 angeschlossenen Stromquelle fliessen, so dass der Motorstrom infolge der Rückspeisung einerseits und der mechanischen Abbremsung anderseits sehr schnell abklingt. Durch eine entsprechende Verriegelung kann erreicht werden, dass erst nach dem ausreichenden Abklingen des Motorstromes der Umschalter 7' betätigt werden kann.
Für das weitere Aufbringen eines elektrischen Bremsmomentes ist erforderlich, dass sich ein ausreichender Erregerstrom in der Feldwicklung 1 aufbaut. Hierzu ist der Widerstand 12 vorgesehen, durch den erreicht wird, dass nach dem Betätigen der Schalter 9' und 10' sofort ein definierter Strom von der an die Klemmen 21 und 22 angeschlossenen Stromquelle beispielsweise über das tastbare Ventil 3 und/oder zugehörige Parallelwiderstände zur Feldwicklung 1 fliesst. Es ist somit gewährleistet, das die Bremsung nicht durch einen zu langsamen Feldaufbau verzögert wird oder bei unzureichender Remanenz oder falscher Polung überhaupt kein Bremsstrom zu fliessen beginnt.
Der Widerstand 12 hat noch den weiteren Vorteil, dass bei einer Unterbrechung einer Verbindungsleitung zur an die Klemmen 21 und 22 angeschlossenen Stromquelle der Bremsstrom nicht völlig abgerissen wird. Eine derartige Unterbrechung könnte beispielsweise durch das Ansprechen eines Schalters oder einer Sicherung erfolgen. Bei einem fahrdrahtabhängigen Fahrzeug treten derartige Unterbrechungen auch durch kurzzeitiges Abheben des jeweiligen Stromabnehmers auf. Die Folge wäre einmal ein plötzliches Ausfallen der Bremskraft und zum anderen das Entstehen erheblicher Überspannungen in der Feldwicklung 1 und der Ankerwicklung 2 durch die schnelle Stromänderung. Hierdurch könnten u. a. die Stromrichterventile beschädigt werden.
Zur Fig. 8 ist noch nachzutragen, dass der für den Bremsbetrieb vorgesehene Schalter 9' in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Umschalter ausgebildet ist. In der Stellung Fahren ist der Ohmsche Widerstand 12 überbrückt, so dass an ihm im Fahrbetrieb keine Verluste entstehen können. In der Stellung Bremsen überbrückt der Schalter 9' die Bremsstromdiode 8, so dass diese entlastet wird.
In Fig.9 sind weitere Möglichkeiten gezeigt, wie durch die Anordnung von zusätzlichen Widerständen Überspannungen und plötzliche Ausfälle der Bremskraft bei Unterbrechungen in den Zuleitungen zur Stromquelle gemindert werden können. Solche Widerstände können beispielsweise direkt parallel zur Einspeisung, d. h. an die Klemmmen 21, 22, angeschlossen werden. Um zu verhindern, dass in dem in Fig. 2 mit 12' bezeichneten Ohmschen Widerstand ständig Energie verbraucht wird, ist mit diesem Widerstand 12' ein Schalter 13' in Reihe geschaltet. Letzterer kann beispielsweise nur während des Bremsbetriebes geschlossen werden. Es ist auch möglich, ihn in Abhängigkeit von der Spannung zwischen den Klemmen 21 und 22 zu steuern. Wenn diese Spannung einen bestimmten Grenzwert überschreitet, wird der Schalter 13' geschlossen.
Da dieser Vorgang sehr schnell erfolgen muss, kann vorteilhafterweise eine elektronische Schalteinrichtung, zu der eventuell noch ein Kondensator parallelgeschaltet ist, vorgesehen werden. Die Steuerung in Abhängigkeit von der Spannung zwischen den Anschlussklemmen 21 und 22 kann bei einem aus einer Batterie gespeisten Antrieb auch so erfolgen, dass eine Überladung der Batterie, wie sie für einen längeren Bremsbetrieb denkbar ist, vermieden wird. Selbstverständlich kann der Schalter 13' auch durch andere Grössen, die den Ladezustand der Batterie anzeigen, beeinflusst werden.
Eine weitere Möglichkeit zur Minderung von Überspannungen und Bremskraftausfällen bei Unterbrechung einer Zuleitung ist die Parallelschaltung eines Widerstandes 12" zum tastbaren Ventil 3. Der wahlweise vorzusehende Schalter 13" in Reihe mit dem Widerstand 12" kann ebenso gesteuert werden wie der Schalter 13'. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass nur während der Sperrperioden des tastbaren Ventiles 3 Spannung am Widerstand 12" liegt. Der Energieverbrauch ist somit geringer und der Widerstand kann entsprechend kleiner ausgelegt werden.
Die Ohmschen Widerstände 12, 12' und 12" haben zusätzlich den Vorteil, dass sie während ihrer Funktionszeit auf alle durch den Tastbetrieb verursachten Spannungsschwankungen, die insbesondere durch die inneaen Olunschen und induktiven Widerstände der Stromqualle ,als auch durch :die Ohmschen und induktiven Widerstände der Zuleitungen bedingt sind, dämpfend wirken. Ausserdm ist es oft so, dass beim Bremsbetrieb grössere Stromstärken zugelassen werden als beim Antrieb.
Durch eine entsprechende Bemessung der entweder einzeln oder auch in beliebiger Kombination vorgesehenen Widerstände 12, 12' und 12" kann erreicht werden, dass eine Verstärkung der Einspeisung mit Rücksicht auf den Bremsbetrieb nicht erforderlich ist.
Bei der in Fig. 9 gezeigten Anordnung ist weder für die Ankerwicklung 2 noch für die Feldwicklung 1 eine Umpoleinrichtung vorgesehen. Diese Anordnung ermöglicht zunächst nur den Antrieb ( Fahren ) in einer bestimmten Drehrichtung und den Brernsb etrüeb in der entgegengesetzten Drehrichtung. Derartige Anordnungen sind beispielsweise für Aufzüge oder für Bergbahnen mit durchgehendem Gefälle in einer bestimmten Fahrtrichtung geeignet.
Für den Bremsbetrieb ist ein einfacher Schalter 9 vorgesehen.
Bei der Schaltung nach Fig. 9 können gegebenenfalls das tastbare Ventil 5 und die Diode 6 wegfallen, so dass ein Betrieb mit Feldschwächung nicht möglich ist. Um zu verhindern, .dass beim Bremsbetrieb durch eine zu grosse EMK in der Ankerwicklung 2 ein kurzschluss- artiger Strom in die an die Klemmen 21 und 22 angeschlossene Stromquelle zurückfliesst, ist zusätzlich der Widerstand 14 vorgesehen. Parallel zu diesem Widerstand 14 kann ein Schalter 15, beispielsweise ein tastbares Ventil, vorgesehen werden. Der Bremsstrom kann durch diesen Widerstand 14 für alle zu erwartenden Betriebszustände auf ein zulässiges Mass begrenzt werden.
Der Schalter 15 dient dazu, unnötige Verluste im Widerstand 14 zu vermeiden. Es wird also nur dann geöffnet, wenn die EMK in der Ankerwicklung 2 so hoch über der zwischen den Klemmen 21, 22 liegenden Spannung liegt, dass der Bremsstrom unzulässig hohe Werte annimmt. Wenn der Schalter 15 ein tastbares Ventli ist, dann kann durch das Tastverhältnis der Bremsstrom immer auf dem zulässigen Grenzwert gehalten werden, wobei der Energieverbrauch im Widerstand 14 auf ein Minimum beschränkt bleibt.
Gegenüber dem Bremsbetrieb mit Feldschwächung (bei zu grosser
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EMK in der Ankerwicklung 2) hat die Anordnung mit dem Widerstand 14 den Vorteil, dass auch bei hohen Motordrehzahlen mit dem vollen Drehmoment gebremst werden kann. Es ist also auch bei Antrieben mit Feld- schwächeinrichtung vorteilhaft, den Widerstand 14 vorzusehen, wenn, wie es beispielsweise bei Triebfahrzeugen erforderlich sein kann, auch bei den höchsten Motordrehzahlen die volle Bremskraft erreicht werden soll.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung zur Speisung eines Gleichstrom-Reihen- schlussmotors aus einer Stromquelle über mindestens ein tastbares Ventil in Verbindung mit mindestens einem Freilaufventil, wobei mindestens ein weiteres zu einer unter Umgehung der Reihenschluss-Erregerwicklung erfolgenden Speisung der Ankerwicklung bestimmtes tastbares Ventil vorgesehen ist und für die Erregerwicklung und die Ankerwicklung Freilaufventile vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass für die Erregerwicklung (1) und die Ankerwicklung (2) ein gemeinsames Freilaufventil (4) und für die Ankerwicklung (2) ein weiteres Freilaufventil (6) vorgesehen sind (Fig. 3 ff.). UNTERANSPRÜCHE 1.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an die Ankerwicklung (2) eine Einrichtung (7 bzw. 10) zur Ankerumschaltung, insbesondere ein Ankerumschalter, angeschlossen ist (Fig. 4 ff.). 2. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Einrichtung (7 bzw. 10) zur Ankerumschaltung eine Stromkreisanordnung in Verbindung steht, die für einen Bremsbetrieb einen Stromfluss über die Ankerwicklung (2) und mindestens ein Freilaufventil (4, 6) in die Stromquelle ermöglich (Fig. 5 ff.). 3.Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromkreisanordnung mit einem Pol der Einrichtung (7) zur Ankerumschaltung in Verbindung steht, dass dieser Pol über einen bei Antrieb geschlossenen Schalter (9) mit einem Anschluss der Stromquelle in Verbindung steht und dass dieser Pol mit dem anderen Anschluss der Stromquelle, der mit den tastbaren Ventilen (3, 5) verbunden ist, über eine Diode (8) in Verbindung steht, wobei die Stromkreisanordnung mit Hilfe des bei Bremsen offenen Schalters (9) und der Diode (8) gebildet ist (Fig. 5). 4.Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromkreisanordnung mit Hilfe von zwei Dioden (8a, 8b) gebildet ist, von denen jeweils eine an einen Pol der Ankerwicklung (2) angeschlossen ist und dass die Dioden (8a, 8b) an dem Anschluss der Stromquelle, der mit den tastbaren Ventilen (3, 5) verbunden ist, angeschlossen sind (Fig. 6). 5. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromkreisanordnung mit Hilfe von zwei Kontaktbahnen eines dreibahnigen Schalters (10) gebildet ist, die jeweils einen Pol der Ankerwicklung (2) mit dem einen oder dem andern Anschluss der Stromquelle verbinden, während die dritte Kontaktbahn den einen oder den anderen Pol der Ankerwicklung (2) mit der Erregerwicklung (1) verbindet (Fig. 7). 6.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu dem Schalter (9) ein Ohmscher Widerstand (12) (Fig. 8) derart angeschlossen ist, dass bei einer Umschaltung des Schalters (9) auf Bremsen das Fliessen eines wenigstens für den Beginn einer elektrischen Bremsung erforderlichen Mindesterregerstromes in der Reihenschlusswicklung (1) des Motors (1, 2) ermöglicht ist. 7. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit dem Schalter (9 bzw. 9') und einer gegebenenfalls vorhandenen Bremsstromdiode (8) ein eine Widerstandsbremsung ermöglichender Ohmscher Widerstand (14) angeordnet ist (Fig. 9). B. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der wirksame Wert des die Widerstandsbremsung ermöglichenden Widerstandes (14) mittels einer Tasteinrichtung (15) veränderbar ist (Fig. 9). 9.Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu der tastbaren Ventilanordnung (3) ein eine Widerstandsbremsung ermöglichender Ohmscher Widerstand (12") angeschlossen ist (Fig. 9). 10. Anordnung nach Patentanspruch oder einem der vorangehenden Unteransprüche 6-9, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu ihrem Eingang (21, 22) ein eine Widerstandsbremsung ermöglichender Ohm- scher Widerstand (12') angeschlossen ist (Fig. 9). 11. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Ohmsche Widerstand (12', 12", 14) mittels Schaltern (13', 13", 15) in Abhängigkeit vom Betriebszustand der Anordnung einschaltbar ist (Fig. 9). 12.Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Ohmsche Widerstand (12', 12", 14) mittels Schaltern (13', 13", 15) in Abhängigkeit vom Ladezustand einer an die Anordnung angeschlossenen Batterie einschaltbar ist (Fig. 9). 13.Anordnung nach Patentanspruch mit einem eine Drehmomentumkehr des Motors bewirkenden Umschalter, wobei eine einen Schalter enthaltende Stromkreisanordnung vorgesehen ist, durch die der Motor sowohl zum Fahren als auch zum Bremsen benutzt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entlastung des Umschalters (7') eine Verriegelung mit dem das Bremsen bewirkenden Schalter (9, 9') vorgesehen ist, derart dass zuerst mittels dieses Schalters (9, 9') auf Bremsen umgeschaltet wird und anschliessend, nachdem der Motorstrom weitgehend abgeklungen ist, die Betätigung des Umschalters (T) erfolgt (Fig. 8). 14.Anordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass der Umschalter (7) zur Umschaltung der Erregerwicklung (1) des Motors (1, 2) angeordnet ist (Fig. 8).
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL0043375 | 1962-11-06 | ||
| DEL0043922 | 1963-01-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH435416A true CH435416A (de) | 1967-05-15 |
Family
ID=25985602
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1326463A CH435416A (de) | 1962-11-06 | 1963-10-29 | Anordnung zur Speisung eines Gleichstrom-Reihenschlussmotors über tastbare Ventile |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH435416A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2300457A1 (fr) * | 1975-02-07 | 1976-09-03 | Alsthom Cgee | Inverseur el |
| CN117250399A (zh) * | 2023-09-08 | 2023-12-19 | 陕西航空电气有限责任公司 | 一种高压直流发电机控制器励磁电流采样电路及方法 |
-
1963
- 1963-10-29 CH CH1326463A patent/CH435416A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2300457A1 (fr) * | 1975-02-07 | 1976-09-03 | Alsthom Cgee | Inverseur el |
| CN117250399A (zh) * | 2023-09-08 | 2023-12-19 | 陕西航空电气有限责任公司 | 一种高压直流发电机控制器励磁电流采样电路及方法 |
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