CH435416A - Anordnung zur Speisung eines Gleichstrom-Reihenschlussmotors über tastbare Ventile - Google Patents

Anordnung zur Speisung eines Gleichstrom-Reihenschlussmotors über tastbare Ventile

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CH435416A
CH435416A CH1326463A CH1326463A CH435416A CH 435416 A CH435416 A CH 435416A CH 1326463 A CH1326463 A CH 1326463A CH 1326463 A CH1326463 A CH 1326463A CH 435416 A CH435416 A CH 435416A
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CH1326463A
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Foerster Johannes Ing Dr
Guenter Dipl Ing Lehmann
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Licentia Gmbh
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    • H02P7/06—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
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    • H02P7/24—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using discharge tubes or semiconductor devices
    • H02P7/28—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using discharge tubes or semiconductor devices using semiconductor devices
    • H02P7/285—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using discharge tubes or semiconductor devices using semiconductor devices controlling armature supply only
    • H02P7/29—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using discharge tubes or semiconductor devices using semiconductor devices controlling armature supply only using pulse modulation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Anordnung zur Speisung eines Gleichstrom-Reihenschlussmotors über tastbare Ventile Es ist bekannt, Gleichstrommaschinen oder andere Verbraucher über tastbare Ventile zu betreiben. Unter einem tastbaren Ventil soll ein Ventil verstanden sein, das ein- und ausschaltbar ist. Die Ausschaltung kann im Leistungskreis mit    Hilfe   eines Löschkondensators oder über den Steuerkreis erfolgen. Als Ventile kommen insbesondere steuerbare Halbleiterzellen, auch    Silizium-      Thyratrons   oder Vierschichttrioden genannt, in Frage. 



  In Füg. 1 ist die übliche Anordnung einer    Tast-      schaltung   für einen Reihenschlussmotor dargestellt. Die Reihenschaltung von Erregerwicklung 1 und Ankerwicklung 2 wird über ein tastbares Ventil 3 gespeist. Der Mittelwert der an der Reihenschaltung der Wicklungen 1 und 2 liegenden Gleichspannung ist durch die Höhe der zwischen dem Pluspol und dem Minuspol liegenden Speisespannung und durch das an dem tastbaren Ventil 3 eingestellte Tastverhältnis bestimmt. Die Diode 4 (Freilaufdiode) dient für die Aufrechterhaltung des in den Wicklungen 1 und 2 fliessenden Stromes in der Zeit, während der das tastbare Ventil 3 gesperrt ist. 



  In Fig. 2 ist gegenüber Fig. 1 zusätzlich das tastbare Ventil 5 vorgesehen. Letzteres ermöglicht, den Ankerstrom an der Erregerwicklung 1 vorbeizuleiten. Es ist somit auf eine einfache Art eine Feldschwächung möglich. Wenn beispielsweise die Ankerdrehzahl so hoch ist, dass auch beim ständigen Durchschalten des tastbaren Ventiles 3 der Motorstrom und damit die an der Welle abgegebene Leistung zu gering sind, dann kann durch periodisches Öffnen und Schliessen des zusätzlichen tastbaren Ventiles 5 ein beliebig grosser Teil des Ankerstromes an der Erregerwicklung 1 vorbeigeleitet und somit die Motorleistung auch bei hohen Drehzahlen auf    jeden   für den Motor    zugelassenen   Wert gesteigert werden.

   Das getrennte Tasten der Wicklungen 1 und 2 bedingt, dass zwei Freilaufdioden 4a und 4b vorgesehen werden, da die Freilaufströme der Erregerwicklung 1 und der Ankerwicklung 2 zumindest im Feldschwächebereich verschiedene Grössen annehmen. Ein Nachteil dieser Anordnung ist, dass die Zeitkonstante des durch die Ankerwicklung 2 und die Freilaufdiode 4b gebildeten Freilaufkreises gering ist, so dass, wenn der Ankerstrom nicht zu sehr schwanken soll, entweder eine hohe Tastfrequenz erforderlich ist oder eine zusätzliche Induktivität mit der Ankerwicklung 2 in Reihe geschaltet werden muss. 



  Dieser Nachteil soll durch die Erfindung vermieden werden. Sie betrifft eine Anordnung zur Speisung eines    Gleichstrom-Reihenschlussmotors   aus einer Stromquelle über mindestens ein tastbares Ventil in Verbindung mit mindestens einem Freilaufventil, wobei mindestens ein weiteres zu einer unter Umgehung der    Reihen-      schluss-Erregerwicklung   erfolgenden Speisung der Ankerwicklung bestimmtes tastbares Ventil vorgesehen ist und für die Erregerwicklung und die    Ankerwicklung   Freilaufventile vorgesehen sind. Die Erfindung ist dadurch    gekennzeichnet,      dass   für die Erregerwicklung und die Ankerwicklung ein gemeinsames    Freilaufventil   und für die Ankerwicklung ein weiteres    Freilaufventil   vorgesehen sind.

   Die derart ausgebildete Anordnung ist universell einsetzbar. Sie kann erforderlichenfalls mit geringen zusätzlichen Mitteln für einen Betrieb in beiden Drehrichtungen und/oder Antriebs- und Bremsbetrieb verwendet werden. 



  Die    Fig.3   zeigt ein    Ausführungsbeispiel   der    Er-      findung.   



  Die    Fig.   4 ... 9 zeigen Weiterbildungen der Erfindung. 



  Die    Fig.   3 stimmt mit der    Fig.   2 bis auf die Anordnung der    Freilaufdioden   4a und 4b    bzw.   4 -und 6 überein.' in    Fig.2   die    Freilaufdiode   4a    lediglich      an      die      Erregerwicklung   1 angeschlossen ist, liegt in der    Fig.   3 die    Freilaufdiode   4 an der Reihenschaltung der Erregerwicklung 1 und der Ankerwicklung 2. Der Freilaufstrom der Erregerwicklung 1 ist immer gezwungen, durch die    Ankerwicklung   2 zu    fliessen.   Infolgedessen klingt der Ankerstrom im unteren Drehzahlbereich, also beim Tasten mit dem Ventil 3, während dessen Schliesszeit nur langsam ab.

   Die    Tastfrequenz   bzw. die Schwankung des Ankerstromes ist somit begrenzt. Bei Feldschwächung, also beim Tasten mit    der,   

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 Ventil 5, ist der Strom in der Ankerwicklung 2 grösser als in der Erregerwicklung 1. Über die Diode 6 erfolgt nun der Freilauf des    Differenzstromes.   In dem Betriebszustand der Feldschwächung ist die Spannungsdifferenz zwischen der Einspeisung und der    EMK   der Ankerwicklung 2 nur gering. Dadurch ist die Strom- änderungsgeschwindigkeit bei durchgeschaltetem Ventil 5 klein. Es sind somit keine zusätzlichen Induktivitäten erforderlich, um die Stromschwankungen bzw. die    Tast-      frequenz   zu begrenzen. 



  Eine Weiterbildung der Erfindung ist in Fig. 4 dargestellt. Es ist zusätzlich der Stromwender 7 vorgesehen, so dass der Motor in beiden    Drehrichtungen   betrieben werden kann. Dieser Stromwender 7 ist hier als mechanischer Schalter (Ankerumschalter) dargestellt. Es können selbstverständlich auch elektronische Schalter vorgesehen werden. 



  Wenn der Motor nicht nur zum Antrieb, sondern auch zum Bremsen benutzt werden soll, kann eine Anordnung nach Fig. 5 gewählt werden. Es sind lediglich die Diode 8 und der mechanische oder elektronische Schalter 9 zusätzlich vorgesehen. Für den Bremsbetrieb wird der Schalter 9 geöffnet. Der Stromwender 7 dient auch jetzt wieder zur Einstellung der Drehrichtung. Die eine Schaltstellung des Stromwenders entspricht entweder  Rechtslauf-Antrieb  oder  Linkslauf-Bremsen ; die andere Schaltstellung demgemäss     Linkslauf-      Antrieb    oder  Rechtslauf-Bremsen . Bei einer bestimmten Drehrichtung ist also zum Übergang von dem Antriebs- auf den Bremszustand der Schalter 9 zu öffnen und der Stromwender 7 umzuschalten.

   Die elektrische Funktion bei dem in Fig. 5 dargestellten Schaltzustand ist folgendermassen: Zuerst wird das tastbare Ventil 3 durchgeschaltet. Über die Erregerwicklung 1, die Ankerwicklung 2 und die Diode 8 bildet sich ein Kurzschlussstrom aus. Wenn dieser Strom einen bestimmten, wählbaren oberen Wert erreicht hat, wird das tastbare Ventil 3 gesperrt. Die Induktivitäten der Erregerwicklung 1 und der Ankerwicklung 2 versuchen den Strom aufrechtzuerhalten und speisen über die Dioden 4 und 8 in die Spannungsquelle (beispielsweise Akkumulatoren) zurück. Wenn der Strom in der Erregerwicklung 1 und der Ankerwicklung 2 auf einen ebenfalls frei wählbaren unteren Wert abgeklungen ist, wird das tastbare Ventil 3 wiederum durchgeschaltet, so dass durch diesen Kurzschluss der Strom wieder auf den oberen Wert ansteigt usf.

   Das tastbare Ventil 5 bleibt während dieses Bremsbetriebes gesperrt. Wenn die Drehzahl des Motors so hoch ist, dass bei der Rückarbeit auf die Spannungsquelle der Strom nicht abklingt, sondern ansteigt, d. h. also, dass die EMK grösser ist als die Speisespannung, dann kehrt sich die Spannung an der Erregerwicklung 1 um. Die Folge ist, dass der Strom nicht mehr über die Diode 4 und die Erregerwicklung 1, sondern direkt über die Diode 6 in den Anker fliesst. Damit findet automatisch eine Feldschwächung und somit eine Minderung der EMK statt. Die Bremsung erfolgt dann mit konstanter Leistung, unabhängig von der Drehzahl. 



  In Fig. 6 ist eine Abwandlung der Anordnung dargestellt, die sich insbesondere für eine Schützensteuerung eignet. Anstelle des Ankerumschalters 7 sind die vier voneinander abhängigen Schalter 7a ... 7d vorgesehen. Ausserdem wurden für den Bremsstrom anstelle der Diode 8 die beiden Dioden 8a und 8b angeordnet. Bei Antrieb (Fahrbetrieb) werden die Schalter 7a ... 7b ebenso gesteuert wie der Ankerumschalter 7 in den Fig.4 und 5. Wenn auf Bremsbetrieb übergegangen werden soll, werden die Schalter 7c und 7d geöffnet. Die Wahl der Bremsrichtung erfolgt    über   die Schalter 7a und 7b. 



  Eine weitere Variante ist in Fig. 7 dargestellt. Anstelle der Bremsstromdioden 8 bzw. 8a und 8b sind mechanische Schalter vorgesehen. Ausserdem wurden sowohl diese mechanischen Schalter als auch der Ankerumschalter in Form eines    Drehrichtungs-   und    Brems-      wenders   10    dargestellt.   Die verschiedenen Stellungen dieses    Drehrichtungs-   und Bremswenders sind Stellung a:    Antrieb-Rechtslauf   Stellung b:    Bremsen-Rechtslauf   Stellung c:

   Nullstellung Stellung d:    Bremsen-Linkslauf      Stellung   e:    Antrieb-Linkslauf   Bei einer Störung des tastbaren    Ventiles   5 oder seiner Steuerung, die zu einer ungewollten Sperrung des tastbaren    Ventiles   5 führt, entfällt lediglich die Feldschwächung bei Antrieb    (Fahrbetrieb).   Eine eventuelle Feldschwächung bei Bremsbetrieb bleibt von der vorerwähnten Störung unberührt. Die Bemessung des    Ventiles   5 erfolgt zweckmässig nach dem Grad der Feldschwächung.

   Wenn beispielsweise eine Feldschwächung um    40      %      vorgesehen      ist,      dann      braucht      dieses      Ventil      nur      für      40      %      des      Nennstromes      ausgelegt      zu      werden.      Die   Diode 6 ist ebenfalls nur entsprechend der maximalen Feldschwächung zu bemessen. 



  Selbstverständlich können anstelle der in den Figuren dargestellten    Einzelventile      Gruppen   parallel    undi   oder in Reihe geschalteter Ventile treten. Auch eine Speisung aus einer Stromquelle zeitlich    veränderlicher   Spannungsamplitude, wie einem Wechselstromnetz, ist mit den    vorbeschriebenen   Anordnungen möglich. 



  Eine weitere    Verbesserung   der Erfindung wird dadurch erreicht, dass parallel zu dem für den Bremsbetrieb vorgesehenen Schalter ein    Ohmscher   Widerstand derart angeschlossen ist, dass bei einer Umschaltung des Schalters auf  Bremsen  das Fliessen eines wenigstens für den Beginn einer elektrischen Bremsung erforderlichen    Mindesterregerstromes   in der    Reihen-      schlusswicklung   des Motors ermöglicht ist. Mit diesem Widerstand und nachstehend noch beschriebenen weiteren Widerständen kann der Bremsbetrieb dahingehend    verbessert   werden, dass Überspannungen vermieden werden und das Bremsmoment erhöht wird. Anstelle des oben angegebenen Ankerumschalters kann ein Feldumschalter vorgesehen werden.

   Durch eine Verriegelung mit dem für den Bremsbetrieb vorgesehenen Schalter ist es möglich, den Anker- bzw. Feldumschalter zu schonen. 



  In    Fig.   8 ist ähnlich wie in den    Fig.   3-7 ein    Gleich-      stromreihenschlussmotor   gezeigt, dessen    Feldwicklung   1 und dessen Ankerwicklung 2 über ein tastbares Ventil 3 aus einer an die Klemmen 21 und 22 angeschlossenen Stromquelle gespeist werden kann. Für die Feldwicklung 1 und die    Ankerwicklung   2 ist das gemeinsame Freilaufventil 4 vorgesehen. Zusätzlich ist an die Ankerwicklung 2 das weitere    Freilaufventil   6 angeschlossen. Eine Feldschwächung wird wieder mit    Hilfe   des tastbaren    Ventiles   5 erreicht. Zur    Drehmomentumkehr   ist wiederum ein Feldumschalter 7' vorgesehen.

   Die einen Bremsbetrieb ermöglichende    Stromkreisanordnung   enthält hier zunächst die    Bremsstromdiode   8 und einen Schalter 9'. Zur Einleitung eines Bremsbetriebes wird zunächst mit- 

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 tels des Schalters 9' die unmittelbare Verbindung zwischen der Ankerwicklung 2 und der Klemme 22 der Stromquelle unterbrochen. Der Motorstrom wird daraufhin über die Bremsstromdiode 8 gegen die Spannung der an die Klemmen 21 und 22 angeschlossenen Stromquelle fliessen, so dass der Motorstrom infolge der Rückspeisung einerseits und der mechanischen Abbremsung anderseits    sehr   schnell abklingt. Durch eine entsprechende Verriegelung kann erreicht werden, dass erst nach dem ausreichenden Abklingen des Motorstromes der Umschalter 7' betätigt werden kann. 



  Für das weitere Aufbringen eines elektrischen Bremsmomentes ist erforderlich, dass sich ein ausreichender Erregerstrom in der Feldwicklung 1 aufbaut. Hierzu ist der Widerstand 12 vorgesehen, durch den erreicht wird, dass nach dem Betätigen der Schalter 9' und 10' sofort ein definierter Strom von der an die Klemmen 21 und 22 angeschlossenen Stromquelle beispielsweise über das tastbare Ventil 3 und/oder zugehörige Parallelwiderstände zur Feldwicklung 1 fliesst. Es ist somit gewährleistet, das die Bremsung nicht durch einen zu langsamen Feldaufbau verzögert wird oder bei unzureichender Remanenz oder falscher Polung überhaupt kein Bremsstrom zu fliessen beginnt. 



  Der Widerstand 12 hat noch den weiteren Vorteil, dass bei einer Unterbrechung einer Verbindungsleitung zur an die Klemmen 21 und 22 angeschlossenen Stromquelle der Bremsstrom nicht völlig abgerissen wird. Eine derartige Unterbrechung könnte beispielsweise durch das Ansprechen eines Schalters oder einer Sicherung erfolgen. Bei einem fahrdrahtabhängigen Fahrzeug treten derartige Unterbrechungen auch durch kurzzeitiges Abheben des jeweiligen Stromabnehmers auf. Die Folge wäre einmal ein plötzliches Ausfallen der Bremskraft und zum anderen das Entstehen erheblicher Überspannungen in der Feldwicklung 1 und der Ankerwicklung 2 durch die schnelle Stromänderung. Hierdurch könnten u. a. die Stromrichterventile beschädigt werden. 



  Zur Fig. 8 ist noch nachzutragen, dass der für den Bremsbetrieb vorgesehene Schalter 9' in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Umschalter ausgebildet ist. In der Stellung  Fahren  ist der Ohmsche Widerstand 12 überbrückt, so dass an ihm im Fahrbetrieb keine Verluste entstehen können. In der Stellung  Bremsen  überbrückt der Schalter 9' die Bremsstromdiode 8, so dass diese entlastet wird. 



  In Fig.9 sind weitere Möglichkeiten gezeigt, wie durch die Anordnung von zusätzlichen Widerständen Überspannungen und plötzliche Ausfälle der Bremskraft bei Unterbrechungen in den Zuleitungen zur Stromquelle gemindert werden können. Solche Widerstände können beispielsweise direkt parallel zur Einspeisung, d. h. an die Klemmmen 21, 22, angeschlossen werden. Um zu verhindern, dass in dem in Fig. 2 mit 12' bezeichneten Ohmschen Widerstand ständig Energie verbraucht wird, ist mit diesem Widerstand 12' ein Schalter 13' in Reihe geschaltet. Letzterer kann beispielsweise nur während des Bremsbetriebes geschlossen werden. Es ist auch möglich, ihn in Abhängigkeit von der Spannung zwischen den Klemmen 21 und 22 zu steuern. Wenn diese Spannung einen bestimmten Grenzwert überschreitet, wird der Schalter 13' geschlossen.

   Da dieser Vorgang sehr schnell erfolgen muss, kann vorteilhafterweise eine elektronische Schalteinrichtung, zu der eventuell noch ein Kondensator parallelgeschaltet ist, vorgesehen werden. Die Steuerung in Abhängigkeit von der Spannung zwischen den Anschlussklemmen 21 und 22 kann bei einem aus einer Batterie gespeisten Antrieb auch so erfolgen, dass eine Überladung der Batterie, wie sie für einen längeren Bremsbetrieb denkbar    ist,   vermieden wird. Selbstverständlich kann der Schalter 13' auch durch andere Grössen, die den Ladezustand der Batterie anzeigen, beeinflusst werden. 



  Eine weitere Möglichkeit zur Minderung von Überspannungen und Bremskraftausfällen bei Unterbrechung einer Zuleitung ist die Parallelschaltung eines Widerstandes 12" zum tastbaren Ventil 3. Der wahlweise vorzusehende Schalter 13" in Reihe mit dem Widerstand 12" kann ebenso gesteuert werden wie der Schalter 13'. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass nur während der Sperrperioden des tastbaren    Ventiles   3 Spannung am Widerstand 12" liegt. Der Energieverbrauch ist somit geringer und der Widerstand kann entsprechend kleiner ausgelegt werden. 



  Die Ohmschen Widerstände 12, 12' und 12" haben zusätzlich den Vorteil, dass sie während ihrer Funktionszeit auf alle durch den Tastbetrieb verursachten Spannungsschwankungen, die insbesondere durch die inneaen Olunschen und induktiven Widerstände der Stromqualle    ,als   auch    durch   :die    Ohmschen   und induktiven Widerstände    der   Zuleitungen bedingt    sind,   dämpfend    wirken.      Ausserdm   ist es oft so,    dass   beim Bremsbetrieb grössere Stromstärken zugelassen werden als    beim   Antrieb.

   Durch eine entsprechende Bemessung der    entweder      einzeln      oder   auch in beliebiger    Kombination   vorgesehenen Widerstände 12, 12' und 12" kann erreicht werden, dass eine Verstärkung der Einspeisung mit Rücksicht auf den Bremsbetrieb nicht erforderlich ist. 



  Bei der in    Fig.   9 gezeigten Anordnung ist weder für die Ankerwicklung 2 noch für    die   Feldwicklung 1    eine      Umpoleinrichtung   vorgesehen. Diese Anordnung ermöglicht zunächst nur den Antrieb ( Fahren ) in einer bestimmten    Drehrichtung      und   den    Brernsb      etrüeb   in    der   entgegengesetzten Drehrichtung. Derartige Anordnungen sind beispielsweise für    Aufzüge   oder für Bergbahnen mit durchgehendem Gefälle in einer bestimmten Fahrtrichtung geeignet. 



  Für den Bremsbetrieb ist ein einfacher Schalter 9 vorgesehen. 



  Bei der Schaltung nach    Fig.   9 können gegebenenfalls das tastbare Ventil 5 und die Diode 6 wegfallen, so dass ein Betrieb mit Feldschwächung nicht    möglich   ist. Um zu verhindern, .dass beim Bremsbetrieb durch eine zu grosse    EMK   in der Ankerwicklung 2 ein    kurzschluss-      artiger   Strom    in   die an die Klemmen 21 und 22 angeschlossene Stromquelle    zurückfliesst,   ist zusätzlich der Widerstand 14 vorgesehen. Parallel zu diesem Widerstand 14 kann ein Schalter 15, beispielsweise ein tastbares Ventil, vorgesehen werden. Der Bremsstrom kann durch    diesen   Widerstand 14 für    alle   zu    erwartenden   Betriebszustände auf ein zulässiges Mass begrenzt werden.

   Der Schalter 15 dient dazu, unnötige Verluste    im   Widerstand 14 zu vermeiden. Es wird also nur dann    geöffnet,   wenn die    EMK   in der Ankerwicklung 2 so hoch über der zwischen den    Klemmen   21, 22 liegenden Spannung liegt, dass der Bremsstrom unzulässig hohe Werte annimmt. Wenn der Schalter 15    ein   tastbares    Ventli   ist, dann kann durch das    Tastverhältnis   der Bremsstrom immer auf dem zulässigen Grenzwert gehalten werden, wobei der Energieverbrauch im Widerstand 14 auf ein Minimum beschränkt bleibt.

   Gegenüber dem Bremsbetrieb mit Feldschwächung (bei zu grosser 

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    EMK   in der Ankerwicklung 2) hat die Anordnung mit dem Widerstand 14 den Vorteil, dass auch bei hohen Motordrehzahlen mit dem vollen Drehmoment gebremst werden kann. Es ist also auch bei Antrieben mit    Feld-      schwächeinrichtung   vorteilhaft, den Widerstand 14 vorzusehen, wenn, wie es beispielsweise bei Triebfahrzeugen erforderlich sein kann, auch bei den höchsten Motordrehzahlen die volle Bremskraft erreicht werden soll.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anordnung zur Speisung eines Gleichstrom-Reihen- schlussmotors aus einer Stromquelle über mindestens ein tastbares Ventil in Verbindung mit mindestens einem Freilaufventil, wobei mindestens ein weiteres zu einer unter Umgehung der Reihenschluss-Erregerwicklung erfolgenden Speisung der Ankerwicklung bestimmtes tastbares Ventil vorgesehen ist und für die Erregerwicklung und die Ankerwicklung Freilaufventile vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass für die Erregerwicklung (1) und die Ankerwicklung (2) ein gemeinsames Freilaufventil (4) und für die Ankerwicklung (2) ein weiteres Freilaufventil (6) vorgesehen sind (Fig. 3 ff.). UNTERANSPRÜCHE 1.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an die Ankerwicklung (2) eine Einrichtung (7 bzw. 10) zur Ankerumschaltung, insbesondere ein Ankerumschalter, angeschlossen ist (Fig. 4 ff.). 2. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Einrichtung (7 bzw. 10) zur Ankerumschaltung eine Stromkreisanordnung in Verbindung steht, die für einen Bremsbetrieb einen Stromfluss über die Ankerwicklung (2) und mindestens ein Freilaufventil (4, 6) in die Stromquelle ermöglich (Fig. 5 ff.). 3.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromkreisanordnung mit einem Pol der Einrichtung (7) zur Ankerumschaltung in Verbindung steht, dass dieser Pol über einen bei Antrieb geschlossenen Schalter (9) mit einem Anschluss der Stromquelle in Verbindung steht und dass dieser Pol mit dem anderen Anschluss der Stromquelle, der mit den tastbaren Ventilen (3, 5) verbunden ist, über eine Diode (8) in Verbindung steht, wobei die Stromkreisanordnung mit Hilfe des bei Bremsen offenen Schalters (9) und der Diode (8) gebildet ist (Fig. 5). 4.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromkreisanordnung mit Hilfe von zwei Dioden (8a, 8b) gebildet ist, von denen jeweils eine an einen Pol der Ankerwicklung (2) angeschlossen ist und dass die Dioden (8a, 8b) an dem Anschluss der Stromquelle, der mit den tastbaren Ventilen (3, 5) verbunden ist, angeschlossen sind (Fig. 6). 5. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromkreisanordnung mit Hilfe von zwei Kontaktbahnen eines dreibahnigen Schalters (10) gebildet ist, die jeweils einen Pol der Ankerwicklung (2) mit dem einen oder dem andern Anschluss der Stromquelle verbinden, während die dritte Kontaktbahn den einen oder den anderen Pol der Ankerwicklung (2) mit der Erregerwicklung (1) verbindet (Fig. 7). 6.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu dem Schalter (9) ein Ohmscher Widerstand (12) (Fig. 8) derart angeschlossen ist, dass bei einer Umschaltung des Schalters (9) auf Bremsen das Fliessen eines wenigstens für den Beginn einer elektrischen Bremsung erforderlichen Mindesterregerstromes in der Reihenschlusswicklung (1) des Motors (1, 2) ermöglicht ist. 7. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit dem Schalter (9 bzw. 9') und einer gegebenenfalls vorhandenen Bremsstromdiode (8) ein eine Widerstandsbremsung ermöglichender Ohmscher Widerstand (14) angeordnet ist (Fig. 9). B. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der wirksame Wert des die Widerstandsbremsung ermöglichenden Widerstandes (14) mittels einer Tasteinrichtung (15) veränderbar ist (Fig. 9). 9.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu der tastbaren Ventilanordnung (3) ein eine Widerstandsbremsung ermöglichender Ohmscher Widerstand (12") angeschlossen ist (Fig. 9). 10. Anordnung nach Patentanspruch oder einem der vorangehenden Unteransprüche 6-9, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu ihrem Eingang (21, 22) ein eine Widerstandsbremsung ermöglichender Ohm- scher Widerstand (12') angeschlossen ist (Fig. 9). 11. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Ohmsche Widerstand (12', 12", 14) mittels Schaltern (13', 13", 15) in Abhängigkeit vom Betriebszustand der Anordnung einschaltbar ist (Fig. 9). 12.
    Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Ohmsche Widerstand (12', 12", 14) mittels Schaltern (13', 13", 15) in Abhängigkeit vom Ladezustand einer an die Anordnung angeschlossenen Batterie einschaltbar ist (Fig. 9). 13.
    Anordnung nach Patentanspruch mit einem eine Drehmomentumkehr des Motors bewirkenden Umschalter, wobei eine einen Schalter enthaltende Stromkreisanordnung vorgesehen ist, durch die der Motor sowohl zum Fahren als auch zum Bremsen benutzt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entlastung des Umschalters (7') eine Verriegelung mit dem das Bremsen bewirkenden Schalter (9, 9') vorgesehen ist, derart dass zuerst mittels dieses Schalters (9, 9') auf Bremsen umgeschaltet wird und anschliessend, nachdem der Motorstrom weitgehend abgeklungen ist, die Betätigung des Umschalters (T) erfolgt (Fig. 8). 14.
    Anordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass der Umschalter (7) zur Umschaltung der Erregerwicklung (1) des Motors (1, 2) angeordnet ist (Fig. 8).
CH1326463A 1962-11-06 1963-10-29 Anordnung zur Speisung eines Gleichstrom-Reihenschlussmotors über tastbare Ventile CH435416A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2300457A1 (fr) * 1975-02-07 1976-09-03 Alsthom Cgee Inverseur el
CN117250399A (zh) * 2023-09-08 2023-12-19 陕西航空电气有限责任公司 一种高压直流发电机控制器励磁电流采样电路及方法

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