CH435879A - Selbsttätig Schmierstoff spendende Schmierbüchse, insbesondere für Wälz- und Gleitlager - Google Patents
Selbsttätig Schmierstoff spendende Schmierbüchse, insbesondere für Wälz- und GleitlagerInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
Selbsttätig Schmierstoff spendende Schmierbüchse, insbesondere für Wälz- und Gleitlager Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätig Schmierstoff spendende Schmierbüchse, insbesondere für Wälz- und Gleitlager, welche gekennzeichnet ist durch einen in den zur Aufnahme des Schmierstoffes bestimmten Teil ragenden, gasdicht verschlossenen, aus dehnbaren Körper, in dem durch den Stromfluss in einem mit einem Elektrolyt zusammenwirkenden, galva nischen Element Gase erzeugt werden, wodurch sich der ausdehnbare Körper ausdehnt, um Schmierstoff auszugeben.
Eine Schmierstelle an einer Maschine bekam näm lich bisher nur beim Abschmieren mittels einer Fett presse oder durch Nachschrauben einer Sfiaufferfett- büchse Schmierstoff. Nach dem Abschmieren ist der Schmierstelle selbsttätig keinerlei Schmierstoff mehr zu geführt worden. Es sind zwar Schmierbüchsen bekannt, die mittels Druckluft, Pressgas oder einer gasentwickeln den Patrone betätigt wurden.
Wenn der Luft- oder Gasdruck, der den Schmierstoff in die Schmierstelle pressen soll, höher ist als der Schmierstoffdurchlass der Schnuerstelle, so musste sich die Schmierbüchse rasch entleeren. Ist der Luft- oder Gasdruck niedriger als der Schmierstoffdurchlass, so floss der Schmierstelle keinerlei Schmierstoff zu.
Wenn in einer Schmierbüchse eine gasentwickelnde Patrone angeordnet ist und der überdruck durch ein Sicherheitsventil abgelassen wird, so musste das Sicherheitsventil auf den Schmierstoff durchlass eingestellt sein, damit der Schmierstelle Schmierstoff zufloss und der Überdruck durch das Sicher heitsventil abgelassen wurde.
Der Schmierstoffdurchlass ist aber bei den verschiedenen Schmierstellen so unter schiedlich, dass es bisher nicht möglich war, mit den bekannten Schmierbüchsen eine selbsttätige und zuver lässige Abschmierung auf eine bestimmte Zeit zu er reichen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 eine selbsttätig Schmierstoff spendende Schmierbüchse im Seitenschnitt, Fig. 2 eine in eine Schmierbüchse einsetzbare Schmierstoffpackung mit ausdehnbarem Körper im Sei tenschnitt, Fig. 3 eine auseinanderschraubbare Schmierbüchse für die Aufnahme der Schmierstoffpackung der Fig. 2 im Seitenschnitt.
Die selbsttätig Schmierstoff spendende Schmier büchse für Wälzlager, Gleitlager und dergleichen, in welcher sich für bestimmte Zeit Schmierstoff befindet und nach Ablauf dieser Wirkungszeit die Schmier büchse durch eine neue Schmierbüchse -ersetzt wird, besteht aus der Schmierbüchse 1, in welcher sich der Schmierstoff 2 befindet. Mit dem Gewindeansatz 3 wird die Schmierstoff spendende Schmierbüchse in die Gewindebohrung für die Schmierbüchse an der jeweili gen Lagerstelle eingeschraubt. In der Schmierbüchse befindet sich der ausdehnbare Körper 4.
Die Abschluss- kappe 5 greift mit ihrem äusseren Rand 6 unter den äusseren Rand des ausdehnbaren Körpers 4. Die Aussen seite des ausdehnbaren Körpers liegt an der Innen wand 7 der Schmierbüchse an, wodurch die Abschluss kappe mit dem ausdehnbaren Körper dichtend zu sammengehalten wird. Auf der Innenseite der Ab schlusskappe 5 befindet sich der Ansatz 8 mit der zylindrischen Bohrung 9, in welche von aussen die Schraube 10 einschraubbar ist.
In dieser zylindrischen Bohrung 9 befindet sich an der Schraube anliegend die Dichtscheibe 11, anschliessend das galvanische Element 12 und 14 und die äussere Dichtscheibe 13. Das galvani sche Element 12 und 14 besteht aus einer negativen Elektrode 12 und einer positiven Elektrode 14. Die positive Elektrode 14 ist in der Mitte der negativen Elektrode 12 so angeordnet, dass nur die beiden Enden etwas hervorstehen. Die positive Elektrode 14 ist mit der negativen Elektrode 12 metallisch verbunden.
Die negative Elektrode 12 ist S-förmig gebogen, damit in jeder Lage an den freien Enden der positiven Elek trode 14 Gasentwicklung erfolgen kann. Im ausdehn baren Körper 4 befindet sich die Elekürolytflüssigkeit 15. Wenn nun die Schmierbüchse in Wirkung gebracht werden soll, wird die Schraube 10 eingeschraubt, wo durch das galvanische Element 12 und 14 in die Elek- trolytflüssigkeit gelangt.
Die neben der Schraube liegende innere Dichtscheibe 11 schiebt sich nach vorne und schliesst die zylindrische Bohrung ab (Fig. 2). Durch die auf der Schraube angeordnete Dichtung 16 wird die Abdichtung der Abschlusskappe 5 bewirkt. In Fig. 2 ist eine Schmierstoffpackung für schwer abfüllbaren, dickstofflichen Schmierstoff dargestellt. Diese Schmier stoffpackung ist in auseinanderschraubbare Schmier büchsen, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist, einsetzbar.
Die Wirkungsweise des ausdehnbaren Körpers ist die selbe wie in Fig. 1. In, Fig. 2 ist jedoch die Schraube 10 eingeschraubt, die äussere Dichtscheibe 13 und das galvanische Element 12 und 14 befindet sich in der Elektrolytflüssigkeit im ausdehnbaren Körper. Dadurch wird das galvanische Element 12 und 14 wirksam, die Gaserzeugung setzt ein und der ausdehnbare Körper 4 beginnt sich auszudehnen.
Wenn der Ausdehnungsvor gang beendet ist, nimmt der ausdehnbare Körper nach Ablauf einer entsprechenden Wirkungszeit den gesamten Innenraum der Schmierbüchse ein. Nach Ablauf dieser Zeit wird die Schmierbüchse bzw. die Schmierstoff packung durch eine neue ersetzt.
Es sind auch Schmierbüchsen für eine grössere Schmierstoffabgabe möglich. Zu diesem Zweck braucht nur der Ansatz 8 und die zylindrische Bohrung 9 ent sprechend länger ausgebildet zu sein, damit zwei oder mehrere galvanische Elemente hintereinander in der zylindrischen Bohrung mit dazwischenliegenden Dicht scheiben 11 und 13 eingelagert sein können. Mit einer kurzen Schraube kann man z. B. galvanisches Element und mit einer längeren Schraube galvanische Elemente in den Elektrolyt bringen.
Es können aber auch in einer Abschlusskappe mehrere Ansätze 8 nebeneinander an geordnet sein, wobei in jeder zylindrischen Bohrung ein galvanisches Element eingeschlossen und durch Ein drehen der jeweiligen Schraube 10 in den Elektrolyt gebracht werden kann, dadurch lässt sich die Schmier stoffabgabe erhöhen.
In der beschriebenen Schmierbüchse, die mit Schmierstoff gefüllt ist, befindet sich ein gasdicht ver schlossener, ausdehnbarer Körper, der mit Elektrolyt gefüllt ist. Wenn die Schmierbüchse in Betrieb ge nommen werden soll, wird ein kleines galvanisches Element in den Elektrolyt gefördert, welches aus ver schiedenen Metallen oder Stoffen besteht. An der positi ven Elektrode des galvanischen Elementes setzt in Ver bindung mit dem Elektrolyt eine mehrere Monate an dauernde Gasentwicklung ein.
Der ausdehnbare Körper dehnt sich dadurch stetig um ein gewisses Mass aus, wobei der Druck, der von dem ausdehnbaren Körper auf den Schmierstoff wirkt, sich so hoch steigert, bis die Schmierstelle Schmierstoff aufnimmt. Auf diesem Druck bleibt die Schmierbüchse dann bestehen, wobei der Schmierstelle selbsttätig und stetig Schmierstoff zu fliesst.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Selbsttätig Schmierstoff spendende Schmierbüchse, insbesondere für Wälz- und Gleitlager, gekennzeichnet durch einen in den zur Aufnahme des Schmierstoffes bestimmten Teil ragenden, gasdicht verschlossenen, aus- dehnbaren Körper (4), in dem durch den Stromfluss in einem mit einem Elektrolyt zusammenwirkenden, galvanischen Element (12, 14) Gase erzeugt werden, wodurch sich der ausdehnbare Körper (4) ausdehnt, um Schmierstoff auszugeben.UNTERANSPRÜCHE 1. Schmierbüchse nach Patentanspruch, mit einer Abschlusskappe, dadurch gekennzeichnet, dass die Ab schlusskappe (5) mit einem Ansatz (8) versehen- ist, der eine zylindrische Bohrung (9) aufweist, in welcher zwischen Dichtscheiben (11, 13) das galvanische Ele ment (12; 14) neingeschlossen ist, wobei durch Ein schrauben einer Schraube (10) das galvanische Element in den im ausdehnbaren Körper befindlichen Elektrolyt gebracht werden kann. 2.Schmierbüchse nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, d'ass die negative Elektrode des galvani schen Elementes S-förmig gebogen ist und die positive Elektrode, an ihren beiden Enden wirkend, in der Mitte mit der negativen Elektrode metallisch verbunden ist. 3. Schmierbüchse nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der ausdehnbare Körper (4) den Elektrolyt (15) und das galvanische Element (12, 14) enthält. 4.Schmierbüchse nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der ausdehnbare Körper (4) auf seiner Innenseite an dem äusseren Rand (6) der Ab schlusskappe (5) und an seiner Aussenseite an der Innen wand (7) des genannten Teiles zur Abdichtung ge klemmt ist. 5. Schmierbüchse nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem ausdehnbaren Körper (4) eine Schmierstoffpackung (Fig. 2) verbunden ist. 6.Schmierbüchse nach Unteranspruch 5, gekenn zeichnet durch zwei galvanische Elemente, die einzeln oder zusammen in Arbeitsstellung gebracht werden können. 7. Schmierbüchse nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Abschlusskappe (5) mehrere Ansätze (8) mit zylindrischen Bohrungen (9) angeordnet sind und in jeder zylindrischen Bohrung ein galvani sches Element zwischen Dichtscheiben (11, 13) einge schlossen ist, wobei durch Eindrehen je einer Schraube (10) die Schmierstoffspende stufenweise erhöht werden kann.
Priority Applications (1)
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| CH435879A true CH435879A (de) | 1967-05-15 |
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| CH (1) | CH435879A (de) |
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1965
- 1965-06-15 CH CH831865A patent/CH435879A/de unknown
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