CH436361A - Haltbare Rohrlanze für die Sauerstoffschmelzung von Stählen - Google Patents

Haltbare Rohrlanze für die Sauerstoffschmelzung von Stählen

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CH436361A
CH436361A CH855960A CH855960A CH436361A CH 436361 A CH436361 A CH 436361A CH 855960 A CH855960 A CH 855960A CH 855960 A CH855960 A CH 855960A CH 436361 A CH436361 A CH 436361A
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sodium
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CH855960A
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Kawashima Chihiro
Nakahira Hiroshi
Original Assignee
Kawashima Chihiro
Nakahira Hiroshi
Toyo Calorizin Kogyo Kabushiki
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Description


  Haltbare Rohrlanze für     die    Sauerstoffschmelzung von     Stählen       Die Erfindung betrifft eine haltbare Rohrlanze für       Sauerstoffschmelzung    von Stählen sowie ein     Verfahren     zur Herstellung einer solchen Lanze.  



  Um die Gefahr zu vermeiden, dass die oxydations  hemmende Schicht     calorisierter    Rohrlanzen bei hohen  Temperaturen wegschmilzt, kann gemäss der Erfindung  ein     hitzebeständiger        überzug,    der     Affinität    zu     Siemens-          Martin-Schlacke    und     Elektroofenschlacke    hat und     aus-          serdem    wärmeisolierende Eigenschaften aufweist, auf die  Aussenfläche der Rohre aufgebracht werden.

   Hierdurch  wird der     Wärm,-fluss    vom Ofenraum zur     Innenfläche     der Rohre gehemmt, so dass die Temperaturen an diesen  Innenflächen verhältnismässig niedrig bleiben. Eine  rasche     Oxydschichtbildung    und     Verzunderung    infolge  Berührung mit Sauerstoff und die Abtragung infolge       Abbrand    bei hohen Temperaturen an den Rohrinnen  wandungen kann hierdurch unterdrückt oder auf ein  Mindestmass zurückgedrängt werden.

   Auch auf die  Innenwandung der Rohre kann ein feuerbeständiger       überzug    aufgebracht     werden,    und zwar ein     überzug,    der  gute     Wärmeleitfähigkeit    und hohe     Oxydationsbeständig-          keit    aufweist.

   Dies wirkt     ebenfalls    in dem Sinne, eine  rasche     Verzunderung    durch     Berührung    der Rohrinnen  wandung mit Sauerstoff bei hohen Temperaturen und  eine Abtragung durch     Abbrand    zu vermeiden, ohne  dass durch den Innenüberzug die Kühlwirkung des bei  der Sauerstoffschmelzung mit hoher Geschwindigkeit  durch     die    Rohre     fliessenden        kalten    Sauerstoffgases auf  die Innenwandung der Rohre vermindert wird. Derartige  Rohrlanzen sind von hoher Beständigkeit und     ausge-          zeichneter    Haltbarkeit.  



  Die bisher gebräuchlichen Rohrlanzen aus Fluss  stahl:gasrohren zeigten nach     Anwendung        einer    geeigneten       Calorisierung    verhältnismässig gute Beständigkeit gegen       Oxydationssverluste    bei hohen Temperaturen; derar  tige Rohre wurden daher bei der Stahlproduktion weit  gehend für das Einblasen von Sauerstoff in     Siemens-          Martin-    und Elektroöfen     verwendet.    Sie haben jedoch  allgemein einige Nachteile, die nachfolgend kurz     zusam-          mengefasst    sind:    1.

   Der     Abbrand    von Rohrlanzen aus     Flussstahlgas-          rohren    ist, auch wenn diese einer     Calorisierung    unter  worfen wurden, stark abhängig von verschiedenen     kom-          pliziert        miteinander        verknüpften        Faktoren,    wie     Einblase-          druck,    Menge und Fliessgeschwindigkeit des Sauerstoffs,  Temperaturverhältnisse von Gasen und     geschmolzenem     Stahl     im    Ofen,

       physikalischem    Zustand der     Schmelze,     Schlacke, Betriebsdauer, Stahlsorte, mechanischem Zu  stand der Rohre und dergleichen. Wenn demgemäss  irgendeiner dieser Faktoren geändert wird, treten in  vielen Fällen trotz gleichen Produktes     beträchtliche     Unterschiede in der Geschwindigkeit des     Abbrandes     auf.  



  2. Sofern bei der     Sauerstoffschmelzung    ein hoher       Druck    (oberhalb 6     kg/cm2)    angewendet wird, ist die  Kühlwirkung des Sauerstoffes auf die     Innenwandung     der Rohre     gewöhnlich        verhältnIsmässg    gut, so dass ein       Schmelzen    der Rohre vermieden, die Abtragung durch       Verzunderung    und     Abbrand    gering gehalten und die       Haltbarkeit        gesteigert        wird;

          bei        dieser    Schmelzung mit  hohem Druck werden jedoch kleine, eine beträchtliche  Menge an Sauerstoff enthaltende Stücke der geschmol  zenen Schlacke oder des     Stahles        heftig    gegen die Decke  und die Innenwände des Ofenraumes     versprüht,    sie  prallen dort ab und können zwischen den Wandflächen  hin- und     herfliegen,    wodurch Decke und Innenwände  des Ofens erheblich angegriffen werden und die Le  bensdauer des     Ofenmaterials    verringert wird; die An  wendung von Druck ist daher eng begrenzt.

   Aus diesem  Grunde sind etliche Produktionsbetriebe gezwungen,  eine     Niederdruckschmelzung    (unter 5 kg/cm') anzuwen  den. Das aber     führt    zwangsläufig zu einer starken Stei  gerung des     Abbrandes    der Rohre.  



  3. Bei der     Sauerstoffschmelzung        haftet        eine        beträcht-          liche    Menge     geschmolzener    Schlacke an den Aussen  flächen der Rohrlanzen. Diese Schlacke besteht zur       Hauptsache    aus     Ca0,        SiO2,        Fe0,        MnO    und     A1203    und  bildet ein Gemisch hitzebeständiger Komponenten mit  verhältnismässig hoher Haftfähigkeit und guter Wärme  isolierwirkung.

   Die anhaftende Schlacke     verhindert    da-      mit ein Schmelzen des Rohrmaterials und der     calori-          sierten    Auflageschicht und unterbricht gleichzeitig den  Wärmefluss in Richtung auf die Innenwandung der  Rohre, so dass die Temperatur des Innenteils der Rohre  niedrig gehalten und die rasche     Verzunderung    und  Abtragung durch     Abbrand    infolge Berührung von Sauer  stoffgas und Innenwandung der Rohre bei hoher Tem  peraturen     verringert    wird.

       Wennn    anderseits die  Schlacke nicht an der     Aussenfläche    der Rohre haftet,  so kommt die Aussenfläche in direkte Berührung mit       geschmolzenem    Stahl, so dass     Verzunderung    und Ab  brand der Innenwandungen der Rohre unter bestimm  ten Bedingungen ungeachtet der Kühlung der Innen  wandung durch den fliessenden Sauerstoff beschleunigt  wird; gleichzeitig besteht eine starke Tendenz zur Ein  haltung eines den Eigenschaften der Metalle zugeord  neten Gleichgewichtszustandes, so dass die Gefahr eines  Schmelzens von Rohrmaterial und valorisierter Auf  lageschicht anwächst.  



  4. Die     Haltbarkeit    der     valorisierten    Schicht wächst  gewöhnlich mit ansteigendem Aluminiumgehalt, ander  seits fällt damit ihr     Schmelzpunkt.    Im Falle der Rohr  lanzen für die     Sauerstoffschmelzung    kommt also bei  Ansteigen des Aluminiumgehaltes und Überschreiten  einer     gewissen        Grenze    der     Schmelzpunkt    der valori  sierten Schicht in die Nähe der herrschenden Betriebs  temperatur an der Innenfläche der Rohrspitze oder  unterschreitet diese sogar, so dass die valorisierte  Schicht     zu    schmelzen beginnt.

   Die Haltbarkeit von  Rohrlanzen mit valorisierten     Auflageschichten    ist     also     naturgemäss begrenzt und kann unmöglich weiter ge  steigert werden.  



  Die vorgenannten Nachteile können durch die Er  findung vermieden werden. Die erfindungsgemässe Rohr  lanze ist gekennzeichnet durch ein Rohr aus valorisier  tem Flussstahl mit einem getrockneten     Aussenüberzug     von 0,3-2,0 mm Dicke und einem getrockneten Innen  überzug von bis     zu    0,4 mm Dicke, wobei der Aussen  überzug aus     einer        Mischung,    welche aus 30-70       Gew.-%        Silicat,        das        nicht        Natrium-        oder        Kaliumsilicat     ist,

   oder     Spinell    einer Korngrösse von 5840 Siebmaschen       pro        cm'        und        70-30        Gew.-%        Kieselsäure        mit        einer     Korngrösse von 1460 Siebmaschen pro     cm2    zusammen  gesetzt ist, sowie aus Natrium- oder     Kaliumsilicat    als  Bindemittel besteht, und wobei der Innenüberzug aus  einem Pulver eines Metalloxyds,     -carbids,        -silicids,

          -bo-          rids    oder     -nitrids    mit einer Reinheit von wenigstens       95        0/0,        wobei        30-70        Gew.-%        dieses        Pulvers        eine        Korn-          grösse    von 1460 Siebmaschen pro cm' und 70-30       Gew.-%        eine        Korngrösse        von        5840        Siebmaschen       <RTI  

   ID="0002.0063">   pro        cm2        aufweisen        und        ferner        aus        1-10        Gew.-%        eines          Silicats,    das     nicht    Natrium- oder     Kalium@silicat        ist,    10 bis       30        Gew.%        Natrium-        oder        Kalium;

  silicat        als        Haftmittel          und        1-10        Gew.-%        an        pulverförmigem        Graphit,        Silicium-          carbid    oder Metall besteht.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zu Herstellung  einer solchen Rohrlanze ist dadurch gekennzeichnet,  dass man auf die Aussenfläche einer valorisierten     Rohr-          lanze        aus        Flussstahl        ein        Gemisch        aus        30-70        Gew.-%     Silicat, das nicht Natrium- oder     Kaliumsilicat    ist, oder       Spinell    mit einer Korngrösse von 5840 Siebmaschen pro       ,

  m2        und        70-30        Gew.-%        Kieselsäure        mit        einer        Korn-          grösse    von 1460 Siebmaschen pro     cm2    zusammen mit  Natrium- oder     Kaliumsilicat    als Bindemittel und Was  ser in einer solchen Menge aufbringt, dass nach dem  Trocknen ein 0,3-2,0 mm dicker Überzug vorliegt, und  dass man auf die     Innenfläche    des Rohres ein Gemisch,    das aus einem Pulver eines     Metalloxydes,        -carbides,

          -sili-          cides,        -borides    oder     -nitrides    mit einer Reinheit von       wenigstens        95        0/0,

          wobei        30-70        Gew.-%        eines        Pulvers     eine Korngrösse von 1460 Siebmaschen pro     cm2    und       70-30        Gew.-%        eine        Korngrösse        von        5840        Siebmaschen          pro        cm2        aufweisen,

          ferner        aus        1-10        Gew.-%        eines        Sili-          cates,    das nicht Natrium- oder     Kaliumsilicat    ist,

   10-30       Gew.-%        eines        Natrium-        oder        Kaliumsilicates        als        Haft-          mittel        und        aus        1-10        Gew.-%        Graphit-,        Siliciumearbid-          oder    Metallpulver besteht,

   zusammen mit 10-20       Gew.-%        Wasser        in        einer        solchen        Menge        aufbringt,        dass     nach dem Trocknen ein bis zu 0,4 mm dicker Überzug  vorliegt, und dass man nach Lufttrocknung die beiden       Überzugsschichten    mehrere Stunden lang in Heissluft bei  50     bis    100  C trocknet.  



  Zur besseren Veranschaulichung der Erfindung wird  auf die anliegenden Zeichnungen Bezug genommen.       Fig.    1 ist ein teilweiser Längsschnitt durch eine  Rohrlanze mit hitzebeständigen Überzügen gemäss der  Erfindung sowohl auf der Innen- als auch auf der  Aussenwandung.  



       Fig.2    ist ein Querschnitt durch eine Rohrlanze.  In den Zeichnungen ist ein Gasrohr 1 aus Fluss  stahl innen und aussen mit valorisierten Schichten 2 bzw.  3 versehen, auf denen die erfindungsgemäss vorgeschla  genen hitzebeständigen Überzüge 4 bzw. 5 aufgebracht  sind.  



  Dar äussere Schutzüberzug 5 besteht aus einer       Mischung        von        30-70        %        eines        feinen        Pulvers        von        5840     Siebmaschen pro cm= aus Silikat, wie etwa     Mullit,          Forsterit,    Kaolin,     Agalmatolit    und dergleichen oder aus       Spinell,

          30-70        %        Kiesclsäure        etwas        gröberen        Kornes,     1460     Siebmaschen    pro     em2,    und einer geeigneten Menge       Natriumsilikat    oder     Kaliumsilikat    als Bindemittel; die  Bestandteile sind einheitlich miteinander vermischt und  in einer Stärke von 0,3-2,0 mm auf das Rohr aufge  bracht.  



  Der innere Überzug besteht aus einer Mischung von       30-70        %        eines        feinen        Pulvers        eines        Metalloxyds,        -car-          bids,        -borids,        -silicids,

          -nitrids    mit einer Reinheit von       über        95        %        und        einer        Korngrösse        von        1460        Siebma-          ,schen        pro        cm2,

     RTI ID="0002.0221" WI="10" HE="4" LX="1409"LY="1771">  70-30        %        der        gleichen        Materialien        mit     einer Korngrösse von 5840 Siebmaschen pro     cm2,          l0-30        %        Natriumsilikat        oder        Kaliumsilikat,        1-10        %     Kaolin,

       Gearome-Ton    oder ähnlichen     Fliessverhinde-          rern        für        keramische        Substanzen,        und        1-10        %        Graphit,          Sihciumkarbid    oder Eisenpulver zur     Verbesserung    der  Wärmeleitfähigkeit.

   Die Bestandteile sind einheitlich  miteinander vermischt und in einer Stärke von 0,4 mm  gleichmässig auf die Innenfläche des Rohres aufge  bracht, entweder direkt auf das Rohr 1 oder auf die       calorie.sierte        Schicht        2,        wobei        man        l0-20        %        Wasser     verwenden kann, welches beim nachfolgenden Trocknen  wieder verschwindet.  



  Die derartig auf ihren Aussen- und     Innenflächen     überzogenen Rohre werden zuerst an der Luft und  dann über eine kurze Zeitspanne in einem Trockner mit  kalter Luft getrocknet;     anschliessend    wird die Lufttem  peratur schrittweise auf etwa 50-100  C gesteigert und  die Trocknung über einige Stunden fortgesetzt. Hier  durch werden die keramischen     überzugsschichten    4 und  5 festhaftend auf den Innen- bzw. Aussenflächen der  Rohre aufgebracht.  



  Bei der     Sauerstoffschmelzung    in einem     Siemens-          Martin-    oder Elektroofen unter Verwendung derartiger  Rohrlanzen ist die Aussenfläche des Rohres von der  Spitze her fortschreitend umgeben von     geschmolzenem         Stahl, geschmolzener Schlacke und Ofengasen, während  die Innenfläche durch Wärmeleitung von den Aussen  teilen her auf hohe Temperaturen erwärmt wird; gleich  zeitig fliesst Sauerstoffgas hoher Reinheit mit hoher  Geschwindigkeit durch das Rohr. Die Betriebszustände  an Aussen- und Innenfläche des Rohres sind also sehr  verschieden voneinander. Gemäss der Erfindung wer  den daher auf die Aussen- bzw.

   Innenfläche des Rohres       verschiedenartige    Überzüge mit     erheblich    unterschied  lichen Eigenschaften aufgebracht. Vorzugsweise hat der  auf die     Aussenfläche    aufgebrachte keramische Überzug  eine höhere Wärmebeständigkeit, einen höheren  Schmelzpunkt und eine starke Haftfähigkeit, er neigt  nicht zur Riss- oder Splitterbildung bei heftigen     Wärme-          schwankun:

  gen    und zeigt darüber     hinaus    grosse Affini  tät zu     Siemens-Martin-    oder     Elektroofenschlacken.    Auf  Grund letztgenannter Eigenschaft haften im Betrieb       grosse    Mengen derartiger Schlacken an den Aussen  flächen und verbessern die eigene     Wärmeisolierwirkung     weiter. Während der Sauerstoffschmelzung haftet immer  sehr viel mehr Schlacke auf der     Aussenfläche    eines Roh  res, auf dem ein Überzug gemäss der Erfindung aufge  bracht ist, als auf einem herkömmlichen Rohr.

   Der  Wärmefluss von aussen nach innen wird also durch  die kombinierte Wirkung der anhaftenden Schlacke und  des wärmeisolierenden Überzugs     gehemmt,    wodurch der  Temperaturanstieg an der     Innenwandung    des Rohres  so gering wie möglich gehalten wird;

   das     führt    zu einer  Unterdrückung der normalerweise heftigen chemischen  Reaktion zwischen dem durchströmenden Sauerstoff  und der Innenwandung des     Rohres.        Darüber    hinaus wird  durch die Verwendung von     Siliciumoxyd,        dessen     Korngrösse die der anderen keramischen     Bestandteile     übertrifft, eine günstige Verteilung der Partikel der  gemischten keramischen     Materialien    erzielt und die  Festigkeit des Überzugs     gesteigert.    Das hat das Ergebnis,

    dass die gemäss der Erfindung überzogenen Rohrlanzen  praktisch keine Riss- und Splitterbildung bei mecha  nischen     Stössen    oder Reibung bei Raumtemperatur  zeigen und dass die Riss- oder Splitterbildung bei ther  mischen Stössen während der Verwendung in einem       Siemens-Martin-    oder Elektroofen auf ein     Geringstmass     herabgedrückt ist; wenn ein erfindungsgemäss behan  deltes Rohr während des Betriebes herausgenommen  wird, verhütet es ein Absplittern der     überzugsschicht     und der anhaftenden Schlacke.  



  Der     gemäss    der Erfindung     -auf    die     Innenwandung     aufgebrachte keramische Überzug kann hohe Feuer  festigkeit, einen hohen     Schmelzpunkt    und hohe Haft  festigkeit     aufweisen,    so     dass    auch hier eine     Riss-    und  Splitterbildung durch thermische Stösse vermieden wird.  Er weist vorzugsweise eine höhere Wärmeleitfähigkeit  und Oxydationsbeständigkeit auf, so dass er die Kühl  wirkung des mit hoher Geschwindigkeit durch das Rohr  fliessenden Sauerstoffes nicht vermindert.

   Er hat den  besonderen Vorteil, dass er die bei hohen Temperaturen  sonst heftige chemische Reaktion zwischen dem Sauer  stoff und den Innenwandungen des Rohres ganz wesent  lich verringert.  



  Die beschriebene Auswahl der     Korngrösse    der ke  ramischen Substanzen für den Innenüberzug dient zur  Steigerung der Festigkeit des Überzugs selbst; die Ver  wendung sehr reiner Komponenten mit Reinheitsgraden       von        wenigstens        95        %        geschieht        besonders        deswegen,        da     Substanzen geringerer Reinheit eine geringere     Leitfähig-          kelt    haben und die     Kühlwirkung    des durch das Rohr  strömenden Sauerstoffs verringern,

   was natürlich nach-         teilige    Wirkungen auf die Haltbarkeit des Rohres hat.  Der Zusatz von Wasser bei     Verminderung    des Haft  mittels geschieht, weil bei überschüssigem Haftmittel  nicht nur die Trockengeschwindigkeit gering     wird,    son  dern der Überzug auch zur Rissbildung neigt, wenn er  getrocknet und das im Überzug verbleibende     Kristall-          wasser    auf hohe Temperaturen erhitzt wird; dann kann  sich der Überzug     plötzlich    ausdehnen,     vön    dem mit ho  her Geschwindigkeit strömenden     Sauerstoff    weggebla  sen und somit unwirksam gemacht werden.

   Derartige  Störungen können durch geeignete Verringerung des       Haftmittelanteils    und Zusatz einer geeigneten Wasser  menge vollständig vermieden werden; dann treten kei  nerlei Schwierigkeiten mit dem Überzug auf, wenn das  Rohr in einem     Siemens-Martin-    oder Elektroofen ver  wendet wird.  



  Der Sinn des Zusatzes einer geeigneten Menge an  Graphit,     Siliciumkarbid    oder     Metallpulvern        liegt    in     einer     Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit des Innenüberzu  ges und damit einer weiteren Steigerung der Kühlwir  kung des Sauerstoffs auf die     Innenfläche    des Rohres,  was ebenfalls zu einer Erhöhung der Haltbarkeit     führt.     



  Nach einer natürlichen Trocknung der auf die Aus  sen- und Innenflächen des Rohres aufgebrachten kera  mischen     Überzüge    können diese in einem Trockner  durch Heissluft weiter     getrocknet    werden. Diese Arbeits  stufe gewährleistet insbesondere eine ausreichende     Trok-          kenfestigkeit    des Überzuges.  



  In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse von  Vergleichsversuchen über die Haltbarkeit von Rohr  lanzen     zusammengestellt,    die teilweise nach bekannten  Methoden gefertigt und teilweise gemäss der Erfindung  mit keramischen Überzügen versehen waren:  
EMI0003.0066     
  
    Verbrauch <SEP> Abbrand <SEP> Haltbarkeit
<tb>   <U>/</U>o <SEP> mm/min <SEP> Verhältnis
<tb>  Bekannte <SEP> Verfahren
<tb>  a) <SEP> Flussstahlrohr <SEP> <B>...</B> <SEP> 100 <SEP> 400 <SEP> 1
<tb>  b) <SEP> calorisiertes <SEP> Rohr <SEP> 30-20 <SEP> 60 <SEP> 3-5
<tb>  Erfindung;

   <SEP> Rohr <SEP> mit
<tb>  Keramiküberzügen <SEP> <B>...</B> <SEP> 10 <SEP> 30 <SEP> 10       Wie aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht,  reagiert die     Aussenfläche    von Rohrlanzen gemäss der  Erfindung vergleichsweise leicht bei hohen Tempera  turen mit     Siemens-Martin-    oder     Elektroofenschlacken     unter Ausbildung einer festen Schutzhülle.

   Gleichzeitig  verhindert sie durch ihre     Wärmeisolierwirkung    einen       stärkeren        Wärmefluss    zur Innenwandung des     Rohres.     Das führt zu einer Senkung der Temperatur an der       Innenwandung,

      einer     Unterdrückung    der raschen Oxyd  schichtbildung und     Verzunderung    infolge     Berührung    der       Rohrinnenwandung    mit     Sauerstoffgas    bei hohen Tem  peraturen und der     Abnutzung    durch     Abbrand.    Der  Innenüberzug des Rohres weist sowohl Wärme- und  Oxydationsbeständigkeit als auch bessere Wärmeleit  fähigkeit auf; er     unterstützt    und     ermöglicht    damit die  beschriebenen Vorzüge.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Haltbare Rohrlanze für die Sauerstoffschmelzung von Stählen, gekennzeichnet durch ein Rohr aus calo- risiertem Flussstahl mit einem getrockneten Aussenüber zug von 0,3-2,0 mm Dicke und einem getrockneten Innenüberzug von bis zu 0,4 mm Dicke, wobei der Aus- senüberzug aus einer Mischung, welche aus 30-70 Gew.-% Silicat,das nicht Natrium- oder Kaliumsilicat ist,
    oder Spinell einer Korngrösse von 5840 Siebmaschen pro cm2 und 70-30 Gew.-% Kieselsäure mit einer Korn- grösse von 1460 Siebmaschen pro cm2 zusammenge- setzt ist sowie aus Natrium- oder Kaliumsilicat als
    Bindemittel besteht und wobei der Innenüberzug aus einem Pulver eines Metalloxyds, -carbids, -silicids, -bo- r:
    ds oder -nitrids mit einer Reinheit von wenigstens 95 0/0, wobei 30-70 Gew.-% dieses Pulvers eine Korngrösse von 1460 Siebmaschen pro cm2 und 70-30 Gew.-%
    eine Korngrösse von 5840 Siebmaschen pro cm2 aufweisen, und ferner aus 1-10 Gew.-% eines Silicats, das nicht Natrium- oder Kaliumsilicat ist,
    10-30 Gew.-% Nat- rium- oder Kaliumsilicat als Haftmittel und 1-10 Gew.- % an pulverförmigem Graphit, Siliciumcarbid oder Metall besteht.
    PATENTANSPRUCH 11 Verfahren zur Herstellung von haltbaren Rohrlanzen für die Sauerstoffschmelzung von Stählen gemäss Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die Aussenfläche einer calorisierten Rohrlanze aus Fluss- stahl ein Gemisch aus 30-70 Gew.-%, dass nicht Natrium- oder Kaliumsilicat ist,
    oder Spinell mit einer Korngrösse von 5840 Siebmaschen pro cm2 und 70-30 Gew.-% Kieselsäure mit einer Korngrösse von 1460 Siebmaschen pro cm2 zusammen mit Natrium- oder Kaliumsilicat als Bindemittel und Wasser in einer solchen Menge auf bringt, dass nach dem Trocknen ein 0,3-2,0 mm dicker Überzug vorliegt, und dass man auf die Innenfläche des Rohres ein Gemisch,
    das aus einem Pulver eines Metall- oxydes, -carbides, -silicides, -borides oder -nitrides mit einer Reinheit von wenigstens 95 %,
    wobei 30-70 Gew.-% eines Pulvers eine Korngrösse von 1460 Sieb- maschen pro cm' und 70-30 Gew.-% eine Korngrösse von 5840 Siebmaschen pro cm2 aufweisen,
    ferner aus 1-10 Gew.-% eines Silicates, das nicht Natrium- oder Kaliumsilicat ist,
    10-30 Gew.-% eines Natrium- oder Kaliumsilicates als Haftmittel und aus 1-10 Gew.-% Graphit-, Siliciumcarbid- oder Metallpulver besteht,
    zu- sammen mit 10-20 Gew.-% Wasser in einer solchen Menge aufbringt, dass nach dem Trocknen ein bis zu 0,4 mm dicker Überzug vorliegt, und dass man nach Lufttrocknung die beiden Überzugsschichten mehrere Stunden lang in Heissluft bei 50-100 C trocknet.
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