CH436468A - Luftdichter Abschluss der Oelfüllung eines elektrischen Gerätes, insbesondere eines Transformators - Google Patents
Luftdichter Abschluss der Oelfüllung eines elektrischen Gerätes, insbesondere eines TransformatorsInfo
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Description
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Luftdichter Abschluss der Oelfiillung eines elektrischen Gerätes, insbesondere eines Transformators Die Erfindung betrifft einen luftdichten Abschluss der Ölfüllung eines elektrischen Gerätes, insbesondere eines Transformators, mittels einer die Ölfüllung oder das dem Ölspiegel im Behälter oder Ausdehnungsgefäss des elektrischen Gerätes überlagerte Gasschutzpolster gegen die Aussenatmosphäre abschirmenden Membran.
Nach den betrieblichen Erfordernissen ist das in elektrische Geräte, insbesondere in Transformatoren eingebrachte, der Isolierung und zugleich der Kühlung dienende Öl der Aussenatmosphäre gegenüber gegen Feuchtigkeits und Sauerstoffaufnahme luftdicht abzu- schliessen, da die Feuchtigkeitsaufnahme die Durchschlagsfestigkeit des Öles sehr vermindert und der eindringende Sauerstoff das Öl rasch altern lässt und damit gleichzeitig seine dielektrischen Eigenschaften beeinträchtigt.
Es ist eine ganze Reihe von die temperaturabhängigen Änderungen des Ölvolumens berücksichtigenden Anordnungen für einen derartigen Luftabschluss bekannt; für eine einfache und wenig aufwendige Ausführung ist jedoch bis heute kein Material bekannt geworden, das den hohen, an einen solchen Luftabschluss zu stellenden, im folgenden im einzelnen aufgeführten Anforderungen Genüge leistet.
1. Das Material muss bei den Betriebstemperaturen des Transformators ölfest sein und darf seinerseits das Öl nicht beeinflussen.
2. Das Material muss bei den Betriebstemperaturen des Transformators seinen flexiblen Charakter auch auf Jahre hinaus beibehalten, um die ständigen Volumenänderungen ohne Bruchgefahr mitmachen zu können.
3. Das Material muss verhindern, dass Feuchtigkeit und Luftsauerstoff auf dem Wege der Diffusion in das Öl eindringen, da Feuchtigkeit und Sauerstoff Hauptursachen einer allmählichen Verschlechterung der Isolationseigenschaften des Öles sind.
So sind, um den genannten Schwierigkeiten zu begegnen, luftdichte Abschlüsse geschaffen worden, bei de- nen man sich gewisser Kunststoff-Folien bediente um zwischen dem Ölspiegel und der Aussenluft eine nachgiebige, zwischen zwei Hälften des Ausdehnungsgefässes befestigte Membran anzuordnen, die aufgrund ihrer Elastizität die auftretenden Volumenschwankungen des Öles aufzunehmen vermochte. Auch sind Anordnungen bekannt, bei denen der Ölspiegel im Transformatorkessel oder in seinem Ausdehnungsgefäss mit einem gasförmigen Schutzpolster überlagert ist und das durch die Ver- änderungen des Ölvolumens verdrängte Gas von einem aus Kunststoff-Folien bestehenden dehnbaren Sack aufgenommen wird. Als hierfür geeignete Materialien gelangen z. B.
Folien aus Polyvinylchlorid, Polyäthylen, Polyamiden, Polyestern und synthetischem Kautschuk zur Anwendung.
Die genannten Materialien erfüllten zwar die vorstehend erwähnten ersten beiden Forderungen recht gut, aber bei keinem der organischen Stoffe kann für den Bereich wirtschaftlicher und technisch verwendbarer Materialdicken eine völlige Gasundurchlässigkeit erzielt werden. Selbst bei Verwendung einer mehrere Millimeter dicken Folie kann man nur eine starke Verminderung, aber keine völlige Beseitigung der Gasdurchlässigkeit erreichen. Die Erfindung macht es sich daher zur Aufgabe, die vorstehend genannten Nachteile der bekannten Abschlüsse zu beseitigen.
Nach der Erfindung besteht die die Ölfüllung oder das dem Ölspiegel im Behälter oder Ausdehnungsgefäss des elektrischen Gerätes überlagerte Gasschutzpolster gegen -die Aussenatmosphäre abschirmende Membran aus einer Metall-Fohe und mindestens einer mit dieser verbundenen, elastischen Kunststoff-Folie.
Eine Reihe durchgeführter Versuche hat hierbei ergeben, dass sich hierfür eine Aluminium-Folie ganz hervorragend eignet. Es genügt bereits eine Materialstärke von ca. 0,05 mm, um praktisch eine völlige Sperre zu erreichen.
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In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass in ein mit Stickstoff gefülltes Kissen aus einer 0,3 mm starken Kunststoff-Folie bereits nach drei Monaten so viel Sauerstoff eingedrungen war, dass der Ausgleich zur Atmosphäre (20 % Sauerstoffanteil) hergestellt war.
Dagegen konnte bei dem gleichen Kissen, das zusätzlich mit einer ca. 0,05 mm dicken Aluminium-Folie nach der Erfindung kaschiert war, nach acht Monaten erst ein Sauerstoffanteil von ca. 1 Klo festgestellt werden.
Eine besonders vorteilhafte Anwendung des erfin- dungsgemässen luftdichten Abschlusses ist dann gegeben, wenn die Membran unmittelbar auf dem Ölspiegel aufliegt und die Ölfüllung nicht mit Luft oder Gas gesättigt, sondern entgast ist, da dann die Durchschlagsfestigkeit des Öles grösser ist.
Um zu vermeiden, dass die Metall-Folie bei der Vielzahl der ständigen Biegungen durch die Atmungsbewegung brüchig und damit porös wird, besteht die Membran bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung aus einer Metall-Folie und beiderseits je einer mit dieser verbundenen, elastischen Kunststoff-Folie.
Auf der Öl- bzw. Schutzgasseite des Transformators ist dabei ein ölbeständiger Kunststoff vorgesehen, während der Kunststoff auf der Atmosphärenseite wetterbeständig ist. Insbesondere werden diese Eigenschaften von Kunststoff-Folien erzielt, die aus halogenierten Kohlen- wasserstoffen, z. B. Polytetrafluoräthylen bestehen.
Die ölfesten und wetterfesten Kunststoffe sind z. B. so ausgebildet, dass sie nach dem Stand der Technik allen in Frage kommenden Beanspruchungen standhalten. Dabei können die beiderseits der Metall-Folie aufgebrachten Kunststoff-Folien in besonderen Fällen von gleicher Dicke und gleichem Material sein, vorzugsweise sind sie jedoch sowohl im Material als auch in der Stärke unterschiedlich.
Die Metall-Folie liegt zweckmässig in der neutralen Zone, so dass beim Biegen nur die aussenliegenden Kunststoffschichten gedehnt oder gestaucht werden. Schubkräfte an den Haftflächen der Folien sind dann von untergeordneter Grösse; sie sind praktisch so klein, dass sie nicht berücksichtigt zu werden brauchen. Bei beiderseits unterschiedlicher Elastizität der Kunststoff- Folien kann die Metall-Folie demgemäss nicht in der Mitte des geschichteten Systems liegen; es könnten sonst Spannungen auftreten, welche die Verbindung der Folien untereinander zerstören.
Die beschriebene Membran ist beim Atmen des Öles nur Biegungen ausgesetzt. Dazu wird die Membran beispielsweise in eine gewölbte Form gepresst, so dass sie bei tiefstem und höchstem Ölstand zwanglos auf dem öl oder auf dem Gasschutzpolster aufliegt. Bei Zwischenstellungen des Ölstandes bildet die Membran Wellen; hierbei treten jedoch keine Dehnungen sondern nur Biegungen in der Metallfolie auf, die bei Wechselbeanspruchung die Metallfolie und deren Verbindung mit der Kunststoff-Folie nicht gefährden.
Die Erfindung wird durch die beigefügten Figuren beispielsweise erläutert. Darin stellen dar: Fig. 1 die gewölbte Membran im Schnitt; Fig. 2 einen Schnitt durch die Membran, vergrössert dargestellt; Fig. 3 ein Ausdehnungsgefäss mit der Membran im Schnitt, bei höchstem Ölstand; Fig. 4 ein Ausdehnungsgefäss mit der Membran im Schnitt, bei niedrigstem Ölstand.
In Fig. 1 ist die den luftdichten Abschluss bildende Membran 1 im Schnitt dargestellt, die nach einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung in eine gewölbte Form gepresst ist; das Detail a ist in Fig. 2 vergrössert herausgezeichnet, wo man erkennt, dass die Membran 1 aus einer Metallfolie 11 und gemäss besonders vorteilhafter Ausbildung aus beiderseits mit der Metallfolie verbundenen, elastischen Kunststoffolien 12 und 13 besteht.
Fig. 3 stellt einen Schnitt durch ein Ausdehnungsgefäss, z. B. eines Transformators, mit der Membran 1 dar, und zwar bei höchstem Stande der Ölfüllung 2; man erkennt, dass hierbei die Membran dieselbe Form hat wie in Fig. 1@ so dass sie zwanglos, d. h.
im wesentlichen ohne Deformation gegenüber ihrer in der Herstellung erzeugten Gestalt, insbesondere ohne gedehnt zu werden, auf der Ölfüllung aufliegt. Das Ausdehnungsgefäss besteht aus den zwei schalenförmigen Hälften 3 und 4, die mittels Flanschen 5 und 6 miteinander verschraubt sind, zwischen welchen der Rand der Membran eingeklemmt ist und gleichzeitig die Funktion einer Dichtung übernehmen kann. Man erkennt noch einen Entlüftungsstutzen 7 und eine Verbindungsleitung 8 zum Transformatordeckel 9.
Fig. 4 stellt den gleichen Schnitt durch dasselbe Aus- dehnungsgefäss mit der Membran 1 dar, jedoch mit dem Unterschiede, dass hier die Ölfüllung 2 ihren tiefsten Stand aufweist; man erkennt, dass hierbei die Membran dieselbe Form hat, die sich aus Fig. 1 ergibt, wenn die Membran in entgegengesetzte Wölbung durchschnappt, so dass sie zwanglos, d. h. im wesentlichen ohne Deformation gegenüber ihrer in der Herstellung erzeugten Gestalt, insbesondere ohne gedehnt zu werden auf der Öl- füllung aufliegt.
Bei Zwischenstellungen des Ölstandes zwischen den in Fig. 3 und 4 gezeigten Extremen wird sich die Membran dann in Falten oder Wellen legen; auch hierbei findet aber keine Dehnung der Membran statt, diese wird dann nur auf Biegung beansprucht, so dass die Metallfolie 11, die in der bei Biegung neutralen Zone liegt, nur Biegungen ausgesetzt sein kann und ihre beiderseitige Verklebung mit den Folien 12 und 13 im wesentlichen frei von Schubbeanspruchungen bleibt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Luftdichter Abschluss der Ölfüllung eines elektrischen Gerätes, insbesondere eines Transformators, mittels einer die Ölfüllung oder das dem Ölspiegel im Behälter oder Ausdehnungsgefäss des elektrischen Gerätes überlagerte Gasschutzpolster gegen die Aussenatmo- sphäre abschirmenden Membran, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran aus einer Metall-Folie und mindestens einer mit dieser verbundenen, elastischen Kunststoff-Folie besteht. UNTERANSPRÜCHE 1.Luftdichter Abschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Metall-Folie eine Alumi- nium-Folie von 0,5 mm Materialstärke ist. 2. Luftdichter Abschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran aus einer Me- tall-Folie und beiderseits je einer mit dieser verbundenen, elastischen Kunststoff-Folie besteht. 3. Luftdichter Abschluss nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die bei- <Desc/Clms Page number 3> derseits der Metall-Folie aufgebrachten Kunststoff-Fo- lien sowohl im Material als auch in der Stärke unterschiedlich sind. 4.Luftdichter Abschluss nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiderseits der Metall-Folie aufgebrachten unterschiedli- chen Kunststoff-Folien luftseitig aus einem wetterbeständigen und ölseitig aus einem ölbeständigen Kunststoff bestehen. 5. Luftdichter Abschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran derart in eine gewölbte Form gepresst ist, dass sie bei tiefstem und höchstem COlstand zwangslos auf dem Öl oder auf dem Gasschutzpolster aufliegt.
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