CH436860A - Zum Schutz der Führungsbahn hin- und hergehender Teile von Werkzeugmaschinen dienende Vorrichtung aus teleskopartig ineinanderschiebbaren Kästen und Verfahren zur Herstellung der Vorrichtung - Google Patents
Zum Schutz der Führungsbahn hin- und hergehender Teile von Werkzeugmaschinen dienende Vorrichtung aus teleskopartig ineinanderschiebbaren Kästen und Verfahren zur Herstellung der VorrichtungInfo
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Description
Zum Schutz der Führungsbahn hin- und hergehender Teile von Werkzeugmaschinen dienende Vorrichtung aus teleskopartig ineinanderschiebbaren Kästen und Verfahren zur Herstellung der Vorrichtung Das Patent betrifft eine zum Schutz der Führungs bahn hin- und hergehender Teile von Werkzeugmaschi nen dienende Vorrichtung aus teleskopartig ineinander- schiebbaren Kästen, die je aus einer parallel zur Füh- rungsbahnebene verlaufenden Deckwand,
je aus zwei in der Führungsbahnlängsrichtung verlaufenden Seiten wänden und aus einer senkrecht zur Führungsbahnrich- tung verlaufenden Rückwand bestehen, sowie ein Ver fahren zur Herstellung der Vorrichtung.
Es sind bereits zum Schutz der horizontal verlaufen den Führungsbahn von Werkzeugmaschinen dienende Vorrichtung bekannt, welche aus teleskopartig in einanderschiebbaren Kästen aus Stahl bestehen, von denen jeder eine Deckwand, zwei Seitenwände und eine Rückwand besitzt.
Bei derartigen Einrichtungen tritt u. a. das Problem auf, sowohl eine seitliche Verschiebung der Kästen, also eine Verschiebung in der Ebene der Führungsbahn und senkrecht zu deren Längsrichtung zu verhindern, als auch dafür zu sorgen, dass die Kästen nicht hochstei gen , d. h. sich nicht senkrecht zur Führungsbahnebene nach oben verlagern können.
Wenn man von Konstruktionen absieht, bei denen zur gleichzeitigen Lösung dieser Probleme Führungs schienen an den Aussenseiten aller Kästen (mit Aus nahme des grössten Kastens) und weitere Führungs schienen an den Innenseiten aller Kästen (mit Aus nahme des kleinsten Kastens) angeordnet werden, wobei die letztgenannten Führungsschienen die erstgenannten Führungsschienen untergreifen (gemäss der Deutschen Auslageschrift Nr.<B>1</B>021 234), so kann man die geschil derten Probleme in bekannter Weise dadurch lösen, dass man die unteren Kanten der Seitenwände der Kästen derart nach innen abwinkelt, wie dies in Fig. 1 der Zeichnung dargestellt ist.
Diese zeigt drei teleskopartig ineinandergeschobene Kästen in i hrer zusammenge schobenen oder eingefahrenen gegenseitigen Lage, deren linke Seitenwände mit 10, 11 und 12 und deren rechte Seitenwände mit 13, 14 und 15 bezeichnet sind. Diese Seitenwände sind unten nach innen abgewickelt und die oben geschilderten Probleme können dadurch gelöst werden, dass die nach innen abgewinkelten unteren Teile dieser Seitenwände sich gegenseitig führen.
Eine derartige Ausbildung der teleskopartig ineinan- derschiebbaren Kästen weist jedoch den Nachteil auf, dass die Abwinkelung bei der fabrikmässigen Herstel lung der Kästen jeweils in einem verschiedenen Abstand von den Unterkanten 16, 17 und 18 angebracht werden müssen, was natürlich bei der Herstellung für jeden ein zelnen Kasten einen besonderen Einstellvorgang an der zum Abkanten dienenden Presse erfordert.
Zweck des Patentes ist, eine Vorrichtung zu schaf fen, deren Herstellung wesentlich einfacher ist.
Die den einen Gegenstand des Patentes bildende Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Sei tenwände der aus Material grosser Abriebsfestigkeit be stehenden Kästen mindestens eine nach innen oder aus sen gerichtete, in Längsrichtung verlaufende Sicke auf weisen, wobei zur gegenseitigen Führung der Kästen die Sicke eines Kastens in die Sicke des nächsten Kastens eingreift.
Das den andern Gegenstand des Patentes bildende Verfahren zur Herstellung -der Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass man die Sicken der Kästen in ein formbares Material eindrückt.
Eine Ausführungsform der Vorrichtung und das Verfahren nach dem Patent seien im folgenden anhand der Fig. 2 beispielsweise erläutert. Diese stellt eine Stirn ansicht zweier jeweils nur mit ihrer einen Seitenwand und mit einem Teil ihrer Deckwand dargestellten Kästen dar, welche teleskopartig ineinander geschoben werden.
Die Kästen, welche aus Stahlblech von beispielsweise 1 bis 3,0 mm Stärke oder auch aus einem anderen form baren Material grosser Abriebsfestigkeit hergestellt wer den können, sind in ihren Seitenwänden 19 bzw. 20 jeweils in gleichem Abstand a von der Unterkante 21 bzw. 22 mit Sicken 23 bzw. 24 versehen, welche in das Stahlblech bzw. in das anderweitige formbare Material eingedrückt werden. Die an der Innenseite des äusseren Kastens befindlichen Flanken 25 schleifen bei ,der ge- genseitigen Verschiebung der Kästen auf den Aussen flanken 26 der Sicken des inneren Kastens.
Modellversuche haben gezeigt, dass bei Stahlblech unter Anwendung der üblichen Arbeitsverfahren zur Herstellung der Sicken bereits eine vollkommen ausrei chende Genauigkeit erzielt wird, und dass bei einer Schmierung der aufeinandergleitenden Sickenflanken, welche etwa gleichzeitig mit der täglichen Reinigung der Maschine durch Auftragen einer Fettschicht oder Ölschicht auf die Sickenflanken durchgeführt werden kann, nach einer ausserordentlich grossen Anzahl von Arbeitsgängen noch kein nennenswerter Verschleiss an den Sickenflanken auftritt.
Ausser Stahl kann als Werkstoff für die Herstellung der Kästen auch anderes formbares Metall und gegebe nenfalls auch ein geeigneter formbarer Kunststoff be nutzt werden. Es bleibt dem Fachmann von Fall zu Fall überlassen, welche Abrieberscheinung er noch zulassen kann, und welches Material er daher für die Herstellung der Kästen in einem einzelnen Fall wählen will.
Statt wie bei der Ausführungsform nach Fig. 2 in jeder Seitenwand nur eine einzige Sicke anzubringen, kann man auch in jeder Seitenwand zwei oder gegebe nenfalls auch mehr Sicken vorsehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Zum Schutz der Führungsbahn hin- und herge hender Teile von Werkzeugmaschinen dienende Vor- richtung aus teleskopartig ineinanderschiebbaren Kästen, die je aus einer parallel zur Führungsbahnebene verlaufenden Deckwand, je aus zwei in der Führungs- bahnlängsrichtung verlaufenden Seitenwänden und aus einer senkrecht zur Führungsbahnrichtung verlaufenden Rückwand bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (19, 20) der aus Material grosser Abriebs festigkeit bestehenden Kästen mindestens eine nach in nen oder aussen gerichtete,in Längsrichtung verlau fende Sicke (23, 24) aufweisen, wobei zur gegwnseitigen Führung der Kästen die Sicke (23) eines Kastens in die Sicke (24) des nächsten Kastens eingreift. II. Verfahren zur Herstellung der Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Sicken der Kästen in ein formbares Material eindrückt. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kästen aus formbarem Material bestehen. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kästen aus Stahl bestehen. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kästen aus Kunststoff bestehen. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sicken (23, 24) jeweils in glei chem Abstand (a) von der Unterkante (21, 22) der Kästen angeordnet sind.
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