Maschine zum Einlegen von empfindlichen Gegenständen in Verpackungsbehälter
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Einlegen von empfindlichen Gegenständen in Verpackungsbehäl- ter, wie beispielsweise flache Schachteln, die mit palettenartigen, Vertiefungen aufweisenden Einsätzen ausgelegt sind, welche den Gegenständen eine vorbestimmte Ordnung geben. Die Erfindung eignet sich vorzugsweise für das Einlegen von Pralinen.
Bereits bekannt ist eine Maschine, die eine der Anzahl der in die Schachteleinsätze einzulegenden Pralinen entsprechende Anzahl von Einlegevorrichtungen aufweist. Jede dieser entlang einer gemeinsamen Schachtelfördereinrichtung angebrachten Einlegevorrichtungen ist dabei so am Maschinengestell einstellbar befestigt, dass mit ihnen jeder Platz der Grundfläche der Schachtel erreichbar ist. Die genannten Einlegevorrichtungen sind zu diesem Zweck mit einem Förderteller ausgerüstet, der eine Anzahl von auf einem Kreis angeordneter Ausnehmungen aufweist, die der Form der Pralinen entsprechen.
Die Pralinen sind in der Regel sehr empfindlich und können daher nicht mit bekannten Mitteln, wie Bürstenwalzen, Leitblechen oder dgl. in diese Ausnehmungen der Förderteller eingebracht werden, sondern müssen von Hand einzeln eingelegt werden. Ausserdem haben die genannten Vorrichtungen den Nachteil, dass beim Wechseln auf eine andere Pralinenanordnung in der Schachtel, also einen anderen Spiegel > , wie diese gewöhnlich genannt wird, die Förderteller ausgewechselt und jeder neu eingestellt werden muss.
Eine andere bekannte Vorrichtung zum Einlegen von Pralinen in Schachteln arbeitet in der Weise, dass die von Hand auf ein Transportband aufgelegten Pralinen mittels einer Vielzahl von Saugern von diesem abgehoben, zu den Vertiefungen in den Schachteleinsätzen getragen und in diese eingesetzt werden. Während des Tragens zur Schachtel werden die Pralinen durch Auseinanderrücken der Sauger auf den erforderlichen Abstand voneinander gebracht. Der Nachteil dieser Vorrichtung liegt einmal darin, dass die Pralinen reihenweise eingelegt werden und deshalb keine freie Wahl der Lage der einzelnen Pralinen in der Schachtel getroffen werden kann und zum anderen in der fehlenden Möglichkeit, die Pralinen beim Einlegen mit ihren Achsen in verschiedene, jeweils vorgewählte Winkel zur Schachtel einzulegen.
Auch ist die Verstellung von einem eSpie- gel auf einen anderen sehr zeitraubend.
Es ist der Zweck der vorliegenden Erfindung, nicht nur die geannten Nachteile zu vermeiden, sondern auch eine Maschine zu schaffen, die leicht und schnell auf beliebig unterschiedliche Spiegel umstellbar ist.
Zu diesem Zweck geht die Erfindung von einer Maschine zum Einlegen von empfindlichen Gegenständen in Verpackungsbehälter mittels einer Mehrzahl von längs- und querverschiebbaren Einlegevorrichtungen aus, die entlang einer gemeinsamen, die Verpackungsbehälter fördernden Fördereinrichtung angeordnet sind.
Die Erfindung besteht darin, dass bei einer derartigen Maschine die Einlegevorrichtungen mit je einer Vorrichtung zum Vereinzeln der in einer Vielzahl aufzuge- benden Gegenstände und zur Übergabe der einzelnen Gegenstände an wenigstens einen Greifer versehen sind, der gleichzeitig in zwei zueinander senkrechten Ebenen drehbar ist und den übernommenen Gegenstand in eine vorgewählte Drehstellung parallel zur Ebene der auf der gemeinsamen Fördereinrichtung befindlichen Verpak kungsb eh älter bringt und dort freigibt.
Bei einer Maschine dieser Art wird sowohl die Längs- und Quereinstellung der Einlegevorrichtungen insgesamt als auch die Drehbewegung der Greifer zweckmässig numerisch gesteuert, so dass beispielsweise die jeweils gewünschten unterschiedlichen Spiegel auf Lochstreifen oder dgl. gegeben werden können.
Der bzw. die Greifer sind zweckmässig als Greifringe ausgebildet; diese können mittels eines Differenti algetriebes und einer Antriebskombination verdreht werden, bestehend z. B. aus einer elektomagnetisch be tätigten Kupplung und Bremse, die mittels einer besonders ausgelegten elektronischen Steuerung gesteuert wird. Die Verdrehung kann dabei in der Weise erfolgen, dass ein in Verlängerung der sich um jeweils 1800 schrittweise drehenden Achse angeordnetes Kegelrad zunächst mit der elektromagnetischen Bremse festgehalten wird. Beim Verschwenken der Oreifringe aus ihrer oberen in ihre untere Lage und umgekehrt wälzt sich ein jeweils auf den Greifringachsen befindliches zweites bzw. drittes Kegelrad auf dem zuerst genannten ab.
Mittels einer geschlitzten scheibenförmigen Blende und einer Lichtschranke können fortlaufend der Greifringdrehung entsprechende elektrische Impulse erzeugt und an die numerische Steuerung weitergegeben werden.
Wenn aufgrund der von der Lichtschranke abgegebenen Anzahl von Impulsen die gewünschte Drehung festgestellt ist, gibt die Steuerung die elektromagnetische Bremse frei und setzt die Kupplung in Tätigkeit. Dadurch wird das erste Kegelrad mit der sich schrittweise um jeweils 180 drehenden Achse gekuppelt und läuft mit dieser um, so dass das zweite und dritte auf den Greifringachsen befestigte Kegelrad sich nicht mehr auf dem zuerst genannten abwälzt und die Greifringdrehung beendet ist.
Damit der bzw. die Greifer bei der Übergabe der Gegenstände die richtige Lage zu den von der Fördereinrichtung z. B. schrittweise geförderten Packungen bzw. deren Einsätzen aufweisen, sind die einzelnen Ein legevorrichtungen wie erwähnt in zwei Richtungen verschiebbar angeordnet. Zum Einstellen dieser Vorrichtungen können Elektromotoren vorgesehen sein, die z. B. ebenfalls wie die Verdrehmittel für die Greifer von einer numerischen Steuerung eine und ausgeschaltet werden können. Die Messung der Verstellwege erfolgt zweckmässig mit Hilfe von Lichtschranken. Die Ein stellwerte, mit denen die genannte numerische Steuerung arbeitet, richten sich nach den frei gewählten Packungsentwürfen. Mit diesen Werten können beispielsweise Lochstreifen oder Lochkarten erstellt werden.
Der Erfindungsgegenstand wird nachstehend anhand schematischer Zeichnungen beispielsweise erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 die Anordnung von mehreren Einlegevorrichtungen bei einer erfindungsgemässen Maschine in Draufsicht,
Fig. 2 eine der Einlegevorrichtungen in Draufsicht in vergrössertem Massstabe,
Fig. 3 die Einlegevorrichtung der Fig. 2 in Seitenansicht,
Fig. 4 einen Teil der Einlegevorrichtung der Fig. 2 in vergrösserter Draufsicht,
Fig. 5 einen Teilschnitt durch die Einlegevorrichtung gemäss Linie V-V der Fig. 4.
Fig. 6 eine Teil-Seitenansicht der Einlegevorrichtung gemäss Fig. 4,
Fig. 7 einen der verwendeten Greifringe im Schnitt gemäss Linie VII-VII der Fig. 4,
Fig. 8 eine der verwendeten Lichtschranken im Längsschnitt gemäss Linie VIII-VIII der Fig. 4,
Fig. 9 die Lichtschranke der Fig. 8 im Querschnitt gemäss Linie IX-IX der Fig. 4,
Fig. 10 die Lichtschranke der Fig. 8 in Draufsicht,
Fig. 11 einen der verwendeten Förderschieber als teilgeschnittene Vorderansicht gemäss Linie XI-XI der Fig. 2,
Fig. 12 den Förderschieber gemäss Fig. 11 in Seitenansicht als Teilschnitt gemäss Linie XII-XII der Fig. 11
Fig. 13 einen Teilschnitt einer der verwendeten Tastvorrichtungen gemäss Linie XIII-XIII der Fig. 11.
Das Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert eine erfindungsgemässe Maschine zum selbsttätigen Einlegen von Pralinen in Schachtelunterteile oder dgl.
Bei dieser Maschine wird im Wesentlichen gemäss Fig. 1 eine Schachtelfördereinrichtung 1, die eine Kette 2 mit einer Vielzahl von Schachtelaufnehmern 3, einen nicht dargestellten zugeordneten, in einem Gehäuse 4 untergebrachten Antrieb bekannter Art und eine Kettenumlenk- und Spanneinrichtung 5 bekannter Art umfasst, sowie eine Anzahl von Einlegevorrichtungen 6 verwendet.
Jede Einlegevorrichtung 6 besteht gemäss Fig. 2 und 3 im Wesentlichen aus einem Untergestell 7 , einem im Untergestell 7 quer verfahrbaren Zwischengestell 8, einem auf dem Zwischengestell 8 längs verfahrbar angebrachten Obergestell 9, einem Antriebsmotor 10, einem breiten endlosen Förderband 11, einem Schieber 12, einem schmalen, endlosen zweiteiligen Förderband 13, einer Zange 14, einem Ladearm 15 und einem Schwenkkopf 16 mit zwei Greifringen 17.
Die Fördereinrichtung 1 fördert die zu füllenden Unterteile der Schachteln mittels der an der Kette 2 befestigten Schachtelaufnehmer 3 schrittweise von einer Einlegevorrichtung 6 zur nächsten.
Die Einlegevorrichtungen 6 sind zu den zweitweilig stillstehenden Schachtelaufnehmern 3 in zwei zueinander rechtwinklig verlaufenden Richtungen so verstellbar, dass die gesamte Schachtelgrundfläche mit den Greifringen 17 erreichbar ist. Zu diesem Zweck sind im Untergestell 7 Schienen 18 angebracht auf denen das Zwischengestell 8 mittels Rollen 19,20 verfahrbar gelagert ist. Am Zwischengestell 8 sind weitere Rollen 19', 20' angeordnet, auf denen das mit Schienen 18'versehene Obergestell 9 verfahrbar ist. Die Verstellung des Zwischengestells 8 gegenüber dem Untergestell 7 und des Obergestells 9 gegenüber dem Zwischengestell 8 wird mittels zweier Elektromotoren 21, 22 über Kettenräder 23, 24, Ketten 25, 26, weitere mit Stellmuttern versehene Kettenräder 27, 28 und zugeodneten Gewindespindeln 29, 30 vorgenommen, die beide am Zwischengestell 8 befestigt sind.
Die Steuerung der beiden Motoren 21, 22 erfolgt in der weiter unten beschriebenen Weise.
Die einzulegenden Pralinen werden in parallelen Reihen auf die breiten Förderbänder 11 aufg-bracht.
Das Aufbringen kann beispielsweise so erfolgen, dass bei der Pralinenherstellung benutzte Bleche auf das breite Förderband 11 aufgelegt und dann die reihenweise ausgerichteten Pralinen mittels einer Abstreifleiste auf das Förderband 11 aufgeschoben werden.
Von dem breiten Förderband 11 werden die Pralinen dann auf das hierzu rechtwinklig arbeitende schmale Förderband 13 umgesetzt. Hierfür wird gemäss Fig. 11 und 12 ein an zwei senkrechten 31, 32 befestigter Fühldraht 33 mittels zweier Winkelhebel 34, 35, eines weiteren Hebels 36 und eines Lenkers 37 geführt und von einer durch Rändelmuttern 38 und Gewindespindel 39 vorspannbaren Feder 40 parallel zu sich selbst nach oben gehoben. Falls auf dem zweiteiligen schmalen Förderband 13 in dem Bereich, den der Schieber 12 zeitweilig überdecken kann, keine Praline vorhanden ist, stösst der Fühldraht 33 auf keinen Widerstand und wird so lange angehoben, bis der eine Schenkel des Winkelhebels 34 einen als Anschlag dienenden Mikroschalter 41 betätigt.
Dieser Mikroschalter 41 bewirkt das Einschalten einer nicht dargestellten auf einer vom Antriebsmotor 10 über ein Kettenrad 42, eine Kette 43 und ein weiteres Kettenrad 44 ständig angetriebenen Welle 45 angebrachten, nicht gezeichneten Kupplung an sich bekann- ter Art. Diese Kupplung setzt eine Kurvenscheibe 46 (Fig. 12) in Umlaufbewegung die über eine Rolle 47 das Verschwenken eines Winkelhebels 48 bewirkt, an dem eine Zugstange 49 befestigt ist. Diese Zugstange 49 greift an einem Lenkhebel 50 an, an dessen oberem Ende der Schieber 12 mittels einer Achse 51 gelagert ist, und bewegt denselben mit seiner Vorderkante 52 an das breite Förderband 11 heran.
Ein von einem Nocken 53 betätigter Schalter 54 bewirkt das Lösen einer nicht gezeichneten, auf der Welle 45 befestigten elektromagnetischen Kupplung, sobald der Schieber 12 in seiner vorderen Lage angekommen ist. Ein Lenker 55 sorgt dafür, dass der Schieber 12 etwa waagerecht geführt wird.
An dem Lenkhebel 50 ist eine Nase 56 angebracht, welche mit einer am Hebel 36 angebrachten Rolle 57 in Eingriff steht, so dass beim Vorwärtsbewegen des Schiebers 12 der Fühlerdraht 33 nach unten gezogen wird und daher von der Vorderkante 52 des Schiebers 12 nicht erfasst und beschädigt werden kann.
Wenn der Schieber 12 sich in seiner vorderen Lage befindet, wird eine ebenfalls auf der ständig umlaufenden Welle 45 angebrachte, nicht gezeichnete Kupplung eingeschaltet, wodurch gemäss Fig. 3 und 12 ein Kettenrad 58 über eine Kette 59, ein zweites und drittes Kettenrad 60, 61 eine weitere Kette 62 und ein viertes Kettenrad 63 eine Antriebsrolle 64 des Förderbandes 11 antreibt, das mit einer Rolle 65 gespannt wird. Dadurch beginnt das Förderband 11 eine Reihe Pralinen auf den Schieber 12 aufzuschieben. Dieser Vorgang dauert so lange an, bis ein aus einer Lampe 66 austretender Lichtstrahl, der an einer spiegelnden Oberfläche 67 des Schiebers 12 umgelenkt wird und auf eine Photozelle 68 fällt, von einer oder zwei der ankommenden Pralinen unterbrochen wird (Fig. 11). Daraufhin wird die erwähnte Kupplung ausgeschaltet und das Band 11 mit einer nicht gezeichneten Bremse stillgesetzt.
Nach dem Stillsetzen des Bandes 11 wird die zuerst genannte Kupplung wieder eingeschaltet und die Kurvenscheibe 46 wieder in Umlaufbewegung versetzt. Dadurch können zwei an dem Hebel 50 angreifende Rückzugsfedern 69 den Schieber 12 in seine andere Endlage zurückholen. Die Kupplung wird bei Erreichen der Schieberendlage wieder mittels eines von einem Nocken 70 betätigten Schalters 71 ausgeschaltet. Die auf dem Schieber 12 liegenden Pralinen werden bei dessen Rückbewegung zunächst gegen eine Anschlagleiste 72 geführt, an der sie genau in einer Reihe ausgerichtet werden, und gleiten dann, nachdem der Schieber 12 unter ihnen weggewandert ist, auf das schmale zweiteilige Förderband 13.
Ein besonderer weiter unten erläuterter Steuerkreis erlaubt das Auslösen der Schieberrückbewegung nur zu einem geeigneten Zeitpunkt, so dass die Pralinen nur dann auf das schmale Förderband 13 gleiten können, während dieses nicht in Bewegung ist, da sonst ein unerwünschtes Drehen der Pralinen eintreten könnte.
Das schmale Förderband 13 fördert die Pralinen in Richtung der Zange 14. Durch die vorderste Praline der Reihe wird ein aus einer Lampe 73 (Fig. 8 bis 10) austretender Lichtstrahl, der durch eine in einer Blende 74 befindlichen Öffnung 75 durchtritt und auf eine lichtempfindliche Zelle 76 trifft, unterbrochen. Die Unterbrechung des von der lichtempfindlichen Zelle 76 gelieferten Stromes bewirkt das Lösen einer von einem Kettenrad 77 angetriebenen elektromagnetischen Kupplung 78, die über eine Welle 79 mit einer Antriebsrolle 80 des Förderbandes 13 in Verbindung steht, und das Einschalten einer elektromagnetischen Bremse 81 (Fig. 5).
Dadurch wird das Förderband 13 stillgesetzt und die betreffende Praline kann von der Zange 14 erfasst werden. Damit die Pralinen jeweils die richtige Lage zur Zange 14 einnehmen, ist der Stillsetzungspunkt des Förderbandes 13 einstellbar. Zu diesem Zweck ist die Blende 74 in einer Vertiefung 82 einer Förderbandtragplatte 83 von einer Schraube 84 einstellbar gehalten.
Gemäss Fig. 4 bis 6 besteht die Zange 14 aus zwei einander gegenüberliegenden Armen 85, 86, die jeweils an einem Ende mit einem elastischen Belag 87 versehen sind und am anderen Ende mittels Achsen 88 in einem auf zwei nebeneinanderliegenden Rundstangen 89 verschiebbaren Schlitten 90 verschwenkbar gelagert sind.
Das Schliessen der Zange erfolgt durch eine an den Armen 85, 86 angreifende Zugfeder 91. Das Öffnen der Zange 14 wird mittels eines Elektromagneten 92 vorgenommen, der mit einem an seiner Ankerachse 93 befestigten Teller 94 auf Rollen 95 zweier Hebel 96 drückt.
Die Hebel 96 sind auf den die Arme 85, 86 tragenden Achsen 88 drehfest angebracht. Mittels eines von einer Kurvenscheibe 97 über eine Rolle 98 angetriebenen und von einer Rückzugsfeder 99 belasteten Winkelhebels 100 kann der Schlitten 90, der über eine Stange 101 mit dem Winkelhebel 100 verbunden ist, zwischen zwei Endlagen in Förderrichtung des schmalen Bandes 13 vor- und zurückbewegt werden. Die Kurvenscheibe 97 ist auf einer Welle 102 befestigt, die von einem Kettenrad 103 über eine elektromagnetische Kupplung 104 zeitweilig angetrieben wird.
Ein im Gehäuse 4 der Schachtelfördereinrichtung 1 untergebrachtes und mit dem Antrieb für die Kette 2 synchron laufendes in geeigneter Weise ausgebildetes, in der Zeichnung nicht dargestelltes Steuerwerk macht den Magneten 92 stromlos, wenn ein um zwei Förderschritte vor der Einlegestation befindlicher Taster das Vorhandensein einer Schachtel in dem betreffenden Schachtelaufnehmer 3 festgestellt hat, so dass die vorderste auf dem schmalen Förderband 13 liegende Praline von der Zange 14 erfasst wird. Mit geringer zeitlicher Verzögerung wird von dem genannten Steuerwerk die elektromagnetische Kupplung 104 erregt und dadurch die Zange 14 mittels des Schlittens 90 von dem Band 13 weg und in ihre vordere Endlage gebracht. Die von der Zange 14 gehaltene Praline befindet sich in dieser Stellung über einer mit einer Saugbohrung 105 versehenen Aufnahmefläche 106 des Ladearms 15.
Durch Erregen des Magneten 92 wird die Zange 14 nun geöffnet, wodurch die Praline mit ihrer Unterseite auf die Auf nahmefläche 106 des Ladearms 15 zu liegen kommt.
Danach beginnt sich die Zange 14 wieder in ihre Ausgangslage zum Förderband 13 hin.
Durch eine zweite auf der Welle 102 befindliche Hubkurve 107 wird über einen zweiarmigen Hebel 108, an dessen einem Ende sich eine auf der Hubkurve 107 ablaufende Rolle 109 und an dessen gegenüberliegenden Ende sich ein Zahnsegment 110 befindet, und ein auf einer Ladearmachse 113 befestigtes Zahnrad 111 der Ladearm 15 um 1800 verschwenkt. Während des Verschwenkens des Lade arms 15 wird die Praline durch an eine Leitung 112 angelegten Unterdruck, der sich durch die hohl gebohrte Ladearmachse 113 und durch Bohrungen 114, 115, 105 in dem Ladearm 15 bis zur Unterseite der Praline fortpflanzt, festgehalten. Der Unterdruck wird abgebaut, wenn sich der Ladearm 15 in seiner zweiten Endstellung mit der Aufnahmefläche 106 über einem der Greifringe 17 befindet.
Das Zurückschwenken des Ladearms 15 wird bei weiterer Drehung der Hubkurve 107 durch eine am Hebel 108 angrei- fende Rückholfeder 116 bewirkt.
Die Welle 102 wird nach einer Umdrehung stillgesetzt. Das geschieht in der Weise, dass ein am Körper der Hubkurve 107 angebrachter Nocken 117 einen Schalter 118 betätigt, der seinerseits die Stromzufuhr zur Kupplung 104 unterbricht.
Die Greifringe 17 (Fig. 7) bestehen vorzugsweise aus einem äusseren becherartigen Körper 119, in den ein zweiter mit Luftdurchtrittsbohrungen 121 versehener Becher 120 so eingesetzt ist, dass ein Hohlraum 122 verbleibt, bzw. aus einer Beilegescheibe 123, deren Höhe von derjenigen der Pralinen abhängig ist, einer mittels einer Schraube 124 im Becher 120 befestigten Spannscheibe 125, einer Membran 126 aus elastischem Werkstoff, einem Beilegering 126 A und einer Uberwurfmut- ter 127 zum Einspannen der Membran 126 sowie einer Kugelrastvorrichtung 128 zum leichteren Auswechseln und Sichern des auf eine Achse 129 aufgesteckten Greifrings 17.
Gemäss Fig. 5 ist auf einer schrittweise jeweils um 1800 drehbaren Welle 130 ein Bügel 131 drehsicher angebracht. Der Bügel 131 weist an beiden Enden 132, 133 je eine Bohrung auf, die mit der gegenüberliegenden fluchtet und rechtwinklig zur Welle 130 angebracht ist.
In den Bohrungen befinden sich die Achsen 129 der Greifringe 17, die an einem Ende zusätzlich in der Welle 130 gelagert und mit Dichtringen 134 gegen dieselbe abgedichtet sind. Zwischen der Welle 130 und den Enden 132, 133 des Bügels 131 sind auf den beiden Greiferachsen 129 Kegelräder 135 befestigt, die mit einem weiteren Kegelrad 136 kämmen, welches auf einer Verlängerung 137 der Welle 130 drehbar gelagert ist. Die Welle 130 weist zwei Kanäle 138, 139 auf, die von zwei mittels Dichtungen 140 gegen die Welle 130 abgedichteten Ringkammern 141 zu den hohlgebohrten Greiferachsen 129 führen.
Die Ringkammern 141 befinden sich in einem an einem Gestellteil 142 befestigten Lager 143 für die Welle 130 und sind mittels zweier Leitungen 144, 145 über Magnetventile oder dgl. an eine geeignete nicht gezeigte Druckluftquelle angeschlossen. Die Welle 130 ist in einem weiteren Gestellteil 146 gelagert und kann von einem Kettenrad 147 über eine elektromagnetische Kupplung 148 angetrieben werden. Zum Abbremsen der Welle 130 ist eine elektromagnetische Bremse 149 vorhanden. Auf der Verlängerung 137 befindet sich ebenfalls eine elektromagnetische Kupplung 150 bekannter Art, über die das Kegelrad 136 in Umlaufbewegung versetzt werden kann. Auf dem Kegelrad 136 ist ein Zahnrad 151 angeordnet, welches mit einem zweiten Zahnrad 152 kämmt, das von einer elektromagnetischen Bremse 153 gebremst werden kann.
Am Ende der Verlängerung 137 befinden sich zwei kreisscheibenförmige Blenden 154, 155, von denen die eine an ihrem Umfang einen Schlitz 156 aufweist, mit dem sie nacheinander zwei Lichtschranken 157, 158 an sich bekannter Art durchlaufen kann und die andere eine an sich beliebige Vielzahl von Schlitzen 159 aufweist, die bei Drehung der Welle 130 durch eine weitere Lichtschranke 160 hindurchbewegt werden.
Die mittels des Ladearms 15 in denjenigen der beiden Greifringe 17, der sich gerade in seiner oberen Stellung befindet, eingesetzte Praline wird mittels der Membran 126 festgehalten. Dies geschieht in der Weise, dass über ein Magnetventil oder dgl. von einer Druckluftquelle aus Druckluft über eine der beiden Leitungen 144, 145, Kanäle 137 oder 138 durch das Innere der Achse 129, den Hohlraum 122 zwischen den beiden Körpern 119, 120 und die Bohrungen 121 an die Membran 126 herangeführt wird, wodurch sich diese im Durchmesser elastisch verengt. Die Betätigung des Magnetventils erfolgt ebenfalls von dem im Gehäuse 4 des Schachtelförderers 1 untergebrachten vorerwähnten Steuerwerk. Mit kurzer zeitlicher Verzögerung wird von demselben Steuerwerk die Kupplung 148 eine und die Bremse 149 ausgeschaltet.
Die Welle 130 mit dem Bügel 131 wird dadurch in Umlaufbewegung versetzt und der Greifring 17 wandert aus seiner oberen Stellung nach unten. Diejenige der beiden Lichtschranken 157, 158, die zuerst durch Hindurchwandern des in der Blende 154 befindlichen Schlitzes 156 einen Impuls abgibt, bewirkt das Ausschalten der Kupplung 148 und das Einschalten der Bremse 149. Die Umlaufbewegung der Welle 130 und die Bewegung des Greifringes 17 werden dadurch beendet. Die Einstellung der Blende 154 auf der Verlängerung 137 erfolgt so, dass der mit einer Praline gefüllte Greifring 17 jetzt genau an seiner tiefsten unteren Stellung stillsteht, wo nun durch ein Entlüften desselben die Praline an der vorgesehenen Stelle in die mittels der Schachtelfördereinrichtung 1 bereitgestellte Schachtel fällt. Der Zeitpunkt des Entlüftens wird ebenfalls von dem bereits genannten Steuerwerk bestimmt.
Zwei Lichtschranken 157, 158 sind deshalb vorhanden, damit von der Steuereinrichtung erkannt wird, welcher der beiden Greifringe 17 aus seiner oberen in seine untere Stellung wandert, so dass jeweils die richtige Membran 126 zum Einspannen der Pralinen mit Druckluft beaufschlagt wird.
Die Kettenräder 77, 103, 147 werden über Ketten 161, 162, 163 von auf einer gemeinsamen Welle 164 befestigten Kettenrädern 165, 166,167 angetrieben. Die Welle 164 ihrerseits wird über ein auf ihr sitzendes Kegelrad 168 angetrieben, das von einem weiteren auf einer Welle 170 befestigten Kegelrad 169 in Drehung gesetzt wird. Die Welle 170 erhält ihre Drehbewegung von der vom Motor 10 angetriebenen Welle 45 über ein Kettenrad 171, eine Kette 172 und ein weiteres Kettenrad 173.
Falls eine Drehung der Greifringe 17 um ihre Längsachse zwecks Ausrichtung der Pralinen in bezug auf die Schachtelkanten nötig ist, geschieht dies wie folgt.
Gleichzeitig mit dem Einschalten der Kupplung 148 zum Drehen derWelle 130 wird die Bremse 153 eingeschaltet und die auf der Verlängerung 137 der Welle 130 befindliche Kupplung 150 gelöst. Dadurch wird über die beiden Zahnräder 151, 152 das Kegelrad 136 stillgehalten. Da die beiden Kegelräder 135 mit dem Kegelrad 136 in Eingriff stehen, wälzen sich beide Kegelräder 135 auf dem Kegelrad 136 ab, sobald die Welle 130 mit dem Bügel 131 und den darin gelagerten beiden Greifringachsen 129 in Umlaufbewegung sind.
Da die Kegelräder 135 über die Achsen 129 mit den Greifringen 17 verbunden sind, drehen sich letztere um ihre eigene Längsachse mit.
Sobald die gewünschte Verdrehung erreicht ist, wird die Bremse 153 aus- und die Kupplung 150 eingeschaltet. Das Kegelrad 136 läuft dann synchron im gleichen Drehsinn mit der Welle 130 um d. h. es steht relativ zu dieser still. Die Kegelräder 135 können sich somit nicht mehr auf dem Kegelrad 136 abwälzen, so dass keine weitere Verdrehung der Greifer 17 mehr stattfindet.
Die Steuerung der Kupplung 150 und der Bremse 153 erfolgt mittels der nachfolgend beschriebenen numerischen Steuerung, die auch für die Einstellung der Einlegevorrichtungen 6 in Bezug auf die Schachteln bzw. Schachtelaufnehmer 3 während des Stillstandes der Schachtelfördereinrichtung 1 angewendet wird.
Die numerische Steuerung umfasst im Wesentlichen Magnetkernspeicher zum Speichern von Informationen, Magnetkernspeicher, die als Arbeitsspeicher verwendet werden, ein Rechenwerk bekannter Art, das zwecks Kostenersparnis über einen elektronischen Umschalter für alle Einlegevorrichtungen benutzt werden kann, eine Neunerkennung und ein Lochstreifenlesegerät.
Sobald sich durch Einschalten der Kupplung 148 die Welle 130 dreht, treten durch die Schlitze 159 der Blende 155 von einer in der Lichtschranke 160 untergebrachten Lichtquelle kommende Strahlen zu einer pho toelektrlschen Zelle über. Der bei Dunkel-Hell-Wechsel auftretende Stromanstieg wird zu einem Impuls umgeformt und als Information in einen Speicher geschrieben.
Mittels einer bekannten Steuerung wird aus dem der Lichtschranke 160 zugeordneten Arbeitsspeicher eine eingespeicherte Zahl entnommen und über den elektronischen Umschalter in das Rechenwerk gesetzt. Gleichzeitig wird mittels des genannten elektronischen Umschalters eine Verbindung vom Rechenwerk zu dem der Lichtschranke 160 zugeordneten Impulsspeicher hergestellt. Das Rechenwerk fragt dann den Speicher ab, ob eine Information vorhanden ist. Wenn eine solche vorhanden ist, wird sie der im Rechenwerk befindlichen Zahl hinzuaddiert und im Lichtschrankenspeicher gelöscht.
Die aus dem Arbeitsspeicher entnommene und um den Betrag eins erhöhte Zahl wird danach in den Arbeitsspeicher zurückgeschrieben. Ist im Lichtschrankenspeicher keine Information vorhanden gewesen, weil beispielsweise noch kein Dunkel-Hell-Wechsel an der Lichtschranke 160 aufgetreten ist, so wird die aus dem Arbeitsspeicher entnommene Zahl unverändert wieder zurückgeschrieben. Danach schaltet der elektronische Umschalter auf die Lichtschranke 160 der nächsten Einlegevorrichtung bzw. deren Greifring-Dreheinrichtung um. Hier wiederholt sich der gleiche Vorgang im Rechenwerk. Nachdem über den elektronischen Umschalter sämtliche Lichtschranken 160 abgefragt wurden, beginnt derselbe von neuem mit dem Abfragen.
Dabei ist die Zeit für einen Umlauf des elektronischen Umschalters genügend kurz, so dass im Höchstfall nur je ein Dunkel-Hell-Impuls an jeder Lichtschranke auftreten und im Lichtschrankenspeicher zum Abfragen bereitstehen kann.
Kurz bevor eine Zahl in den Arbeitsspeicher zurückgeschrieben wird, findet ein Vergleich ihrer Dezimalstellen mit einer in einem besonderen Speicher vorhandenen Zahl neun statt. Wenn nach einer Vielzahl von Additionsvorgängen sämtliche in einem Arbeitsspeicher vorhandenen Dezimalstellen bis auf den Betrag neun angefüllt sind, bewirkt die sog. Neunerkennung die Beendigung der Greifringverdrehung durch Einschalten der Kupplung 150 und Lösen der Bremse 153 über geeignete Schaltglieder.
Die Lichtschranken 160 bzw. Lichtschrankenspeicher, deren zugeordnete Arbeitsspeicher an jeder Dezimalstelle eine Neun aufweisen, werden bei den folgenden Umläufen des Umschalters übersprungen.
Nach Beendigung der Addiervorgänge an allen Speichern wird der Umschalter stillgesetzt.
Kurz vor Beginn des nächsten Einlegevorgangs werden durch einen von dem mit der Schachtelfördereinrichtung 1 synchron laufenden Steuerwerk gegebenen Impuls sämtliche Arbeitsspeicher gelöscht und entsprechend den ihnen zugeordneten Gedächtnisspeichern neu beschrieben.
Die Steuerung der Elektromotoren 21, 22 für die Verstellung des Zwischengestells 8 gegenüber dem Untergestell 7 und des Obergestells 9 gegenüber dem Zwischengestell 8 erfolgt bei jeder Einlegevorrichtung vor Beginn der Einlegevorgänge in derselben Weise wie die Steuerung der Kupplungen 150 und der Bremsen 153 zum Verdrehen der Greifringe 17, nur dass anstelle von sich drehender kreisförmiger Blenden solche Blenden 174, 175, verwendet werden, bei denen eine Vielzahl von Schlitzen 176 in einer geraden Reihe angeordnet ist, die durch Lichtschranken 177, 178 geführt werden und dass, bevor die Verstellung beginnt, die Gestelle durch Umpolen der Motoren in ihre Ausgangsstellung gefahren werden. Die Begrenzung der Verstellwege erfolgt in bekannter Weise über Endlagenschalter 179, 180, die an Anschläge 181,182 anlaufen.
Um fehlerhafte Packungen zu vermeiden und um das Bedienungspersonal auf Störungen aufmerksam zu machen, können e