Maschine zum Umschnüren eines Packstückes
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Umschnüren von Packstücken, Schachteln oder anderen Gegenständen mit Metallbändern. Mit der Erfindung soll eine Maschine geschaffen werden, die die Packstücke einwandfrei umschnürt und die, abgesehen von der Anfangsstufe, in der das Metallband um das zu umschnürende Packstück in einer Schleife gelegt wird, vollautomatisch arbeitet.
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Umschnüren eines Packstückes mit einem Umschnürungsband und zum Herstellen und Aufbringen eines Verschlusses an einer Schliesstelle auf den sich überlappenden Enden des Umschnürungsbandes, mit einem beweglichen Amboss, der an einer Formstelle nahe der Verschliesstelle angeordnet ist, einer Vorrichtung, die das Verschlussmaterial dem an dieser Formstelle angeordneten Amboss zuführt, und einer Vorrichtung, die ein Längenstück des Verschlussmaterials abschneidet und einen ringförmigen Verschluss um den Amboss formt, und ist dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, welche den Amboss nach teilweiser Bildung des Verschlusses verschieben, um den Verschluss von der Formstelle in die Schliesstelle zu bewegen, und dass eine Verformungsvorrichtung vorgesehen ist,
um an der Schliesstelle die freien Aussenenden der Seitenwände des Verschlusses gegeneinander zu biegen, um eine Führung zur Aufnahme des Umschnürungsbandes zu bilden.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Maschine wird anhand der Zeichnungen näher erläutert.
In den Zeichnungen ist
Fig. 1 eine schematisch dargestellte Seitenansicht bestimmter Hauptteile der Maschine in denjenigen Relativstellungen, die die Teile bei Beginn eines Umschnürvorganges einnehmen, wobei das Umschnürungsband von dem Bandvorrat über einen als Führung wirkenden, teilweise geschlossenen rinnnenförmigen Bandverschluss zugeführt wird;
Fig. 2 eine der Fig. 1 ähnliche Darstellung mit einem auf einem Tragtisch aufliegenden Packstück, um welches das vom Bandvorrat zugeführte Umschnürungsband in Schleifenform gelegt ist, wobei das freie Ende des Umschnürungsbandes den teilweise geschlossenen Verschluss durchsetzt, durch den der vom Bandvorrat kommende Bandabschnitt vorgeschoben worden ist;
Fig. 3 eine der Fig. 2 ähnliche Darstellung, die die Relativstellungen der Teile an einer späteren Umschnürungsstufe zeigen, nachdem das freie Ende des Umschnürungsbandes erfasst worden ist und von Greifbakken gehalten wird und nachdem die Arbeitsrichtung der Bandvorschubvorrichtung umgekehrt worden ist, um das Band straff um das Packstück zu ziehen;
Fig. 4 eine der Fig. 3 ähnliche Darstellung, die die Relativstellung der Teile bei einer noch späteren Umschnürungsstufe zeigt, wenn die Schliessvorrichtung betätigt worden ist, um einen Riegelverschluss herzustellen, ferner die Schneidvorrichtung betätigt worden ist, um den zum Bandvorrat führenden Bandteil durchzuschneiden, und ferner die Verschlussform-oder-biege- vorrichtung betätigt worden ist, um über den Formieramboss einen neuen Verschluss zu formen;
Fig. 5 eine der Fig. 4 ähnliche Darstellung, die die Teile in einer späteren Arbeitsstufe zeigt, wenn die Verschlussformvorrichtung oder Verschlussbiegevorrichtung zurückgezogen worden ist und einen neuen Verschluss auf dem Amboss zurücklässt, ferner die Greiferbacken zurückgezogen worden sind, ferner die Schneidvorrichtung und die Schliessvorrichtung zurückgezogen worden sind und ferner die Ausstossvorrichtung betätigt worden ist, um den fertigen Riegelverschluss aus der Schliessvorrichtung auszustossen;
Fig. 6 eine den vorhergehenden Darstellungen ähnliche Darstellung, die die Teile in den Stellungen zeigt, die die Teile einnehmen, nachdem das Packstück von seiner Unterlage entfernt worden ist und der Amboss betätigt worden ist, um den neuen Verschluss zu den offenen Backen der Schliessvorrichtung zu führen;
Fig. 7 eine noch spätere Arbeitsstufe, nachdem die Verschlussbiegevorrichtung betätigt worden ist, um den vom Amboss zugeführten neuen Verschluss teilweise zu formen, und
Fig. 8 ist eine der Fig. 7 ähnliche Darstellung, in der der Amboss zurückgezogen worden ist und die Bandvorschubvorrichtung eine neue Bandlänge durch den teilweise geformten Verschluss hindurch vorgeschoben hat.
Fig. 9 zeigt die in Fig. 7 dargestellten Teile in Bereitschaftstellung zur Ausführung eines neuen Umschnürungszyklus.
Fig. 10 ist eine schaubildliche Ansicht eines Packstückes, das unter Verwendung der erfindungcgemässen Umschnürmaschine mit zwei Bandpaaren umschnürt worden ist, die sich rechtwinklig zueinander erstrecken.
Fig. 11 ist eine vergrösserte schaubildliche Ansicht einer mit der neuen Maschine hergestellten Bandverbindung.
Fig. 12 zeigt eine Endansicht des linksliegenden Endes der neuen Maschine mit denjenigen Teilen, die in den Fig. 1 bis 9 schematisch dargestellt worden sind;
Fig. 13 zeigt eine Ansicht des rechtsliegenden Endes der in Fig. 12 dargestellten Maschine, wobei einige Teile aus Deutlichkeitsgründen weggebrochen worden sind.
Fig. 14 zeigt eine Vorderansicht der in Fig. 12 dargestellten Maschine nach Linie 14-14 der Fig. 13, wobei der Tragtisch für das Packstück weggelassen worden ist.
Fig. 15 zeigt eine Draufsicht der Maschine nach Linie 15-15 der F g. 13, wobei der Tragtisch für das Packstück und die Vorschubvorrichtung für das Verschlussmaterial weggelassen worden sind.
Fig. 16 ist eine im verkleinerten Masstabe dargestellte Teilansicht der Rückseite der in den Fig. 14 und 15 dargestellten Maschine nach Linie 16-16 der Fg. 12, und zwar ohne die Vorschubvorrichtung für das Bandmaterial.
Fig. 17 ist eine Ansicht des vorderen Endes des Tragtisches für das Packstück nach Linie 17-17 der Fig. 12.
Fig. 1 7A ist eine Teildraufsicht auf den in Fig. 17 dargestellten Maschinenteil.
Fig. 18 ist ein vergrösserter Schnitt nach Linie 18-18 der Fig. 12;
Fig. 19 ist ein Schnitt nach Linie 19-19 der Fig. 13.
Fig. 20 ist ein Schnitt nach Linie 20-20 der Fig. 13.
Fig. 21 ist eine Ansicht nach Linie 21-21 der Fig. 15, wobei einige Maschinenteile im Schnitt dargestellt sind.
Fig. 22 ist eine Endansicht der in Fig. 21 dargestellten Vorrichtung nach Linie 22-22 der Fig. 21 ohne die Vorschubvorrichtung für das Bandmaterial.
Fig. 23 ist eine Ansicht nach Linie 23-23 der Fig. 21.
Fig. 24 ist ein Schnitt durch das Bandmaterial und zeigt den Eingriff der Bandvorschubldinke in eine Band öffnung.
Fig. 25 ist ein vergrösserter Schnitt nach Linie 25--25 der Fig. 23.
Fig. 26 ist ein Schnitt nach Linie 26-26 der Fig. 21, wobei die in Offenstellung befindlichen Schliessbacken und andere Teile der Schliessvorrichtung in Ansicht dargestellt sind.
Fig. 27 ist eine der Fig. 26 entsprechende Ansicht mit teilweise geschlossenen Schliessbacken.
Fig. 28 ist eine den Fig. 26 und 27 ähnliche Ansicht mit vollständig geschlossenen Schliessbacken.
Fig. 29 ist ein waagerechter Schnitt nach Linie 29-29 der Fig. 27.
Fig. 30 ist ein Schnitt nach Linie 30-30 der Fig. 29.
Dieser Schnitt zeigt das Schermesser und die damit zu sammenwirkenden Teile in Draufsicht.
Fig. 31 ist ein Schnitt nach Linie 31-31 der Fig. 30.
Fig. 32 ist eine der Fig. 30 ähnliche Draufsicht mit vorgeschobenem Schermesser.
Fig. 33 ist ein ähnlicher Schnitt mit noch weiter vorgeschobenem Schermesser, das sich in seiner vordersten Stellung befindet, während der Ausstosser zurückg zo- gen ist.
Fig. 34 ist ein Schnitt nach Linie 34-34 der Fig. 21 mit der zum Greifen und Halten des freien Bandendes dienenden Vorrichtung, deren Greifbacken sich in Offenstellung befinden.
Fig. 35 ist ein der Fig. 34 ähnlicher Schnitt mit den Greifbacken in teilweise geschlossener Stellung.
Fig. 36 ist ein den Fig. 34 und 35 ähnlicher Schnitt mit den Greifbacken in vollständig geschlossener Stellung.
Fig. 37 ist eine vergrösserte Vorderansicht des oberen Teils der in den Fig. 12 und 14 dargestellten Maschine.
Fig. 38 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 38-38 der Fig. 37.
Fig. 39 ist eine schematische Darstellung der Druckluftanlage, durch die verschiedene Teile der Maschine betätigt und geregelt werden.
Fig. 40 ist eine schematische Darstellung verschiedener Stellungen der Kolben und des Doppelzylinders, durch die verschiedene Teile der Maschine von der in Fig. 39 dargestellten Druckluftanlage betätigt werden, und
Fig. 41 ist ein Schaltbild des Stromkreises der elektrischen Anlage, durch den die Reihenfolge und die Arbeitszeit der verschiedenen Maschinenteile geregelt werden.
In den Fig. 1 bis 9 sind die Hauptteile der Maschine und die Reihenfolge ihres Arbeitens schematisch darg- stellt. Diese Darstellungen werden zum leichteren Verständnis der Arbeitsweise der neuen Maschine zuerst beschrieben, ehe eine ins Einzelne gehende ausführliche Beschreibung der tatsächlichen Ausführung der neuen Maschine erfolgt.
Die Stellung der Bauteile vor dem Aufsetzen eines zu umschnürenden Packstückes auf den Tragtisch der Maschine ist in Fig. 1 dargestellt, in der sich ein aus Metall bestehendes Umschnürungsband 50 am Tragtisch 51 für das Packstück entlang durch einen teilweise geformten rinnenförmigen Verschluss 52 hindurch nach oben bewegt. Der Verschluss weist konvergierende Seitenwände auf, die von der Schliessvorrichtung 53 gehalten werden. Das Umschnürungsband 50 wird von einem Bandvorrat abgezogen und wird in Längsrichtung durch eine getriebene Vorschubwalze 54 bewegt, die das Band gegen die Führungswalze 55 drückt.
Oberhalb der Schliessvorrichtung befindet sich ein Amboss 56, um den der Verschluss durch eine Verschlussformvorrichtung 57 geformt wrd. Der Verschluss 52 wird aus einem Metallband geformt, das durch eine Vorschubvorrichtung (nicht dargestellt) der Formstelle intermittierend zugeführt wird. Unterhalb der Schliessvorrichtung 53 befindet sich ein Schermesser 58, das betätigt wird, um nach der Herstellung des Riegelv rschlusses das Umschnürungsband durchzuschneiden.
Fig. 2 zeigt die Relativstellungen der erwähnten Bauteile nach Aufsetzen eines Packstücks 60 auf den Tragtisch 51. Das Umsdmürungsband 50 wird bei seinem in Längsrichtung erfolgenden Vorschub durch die Vorschubwalze 54, die in der durch die Pfeile 61 eingezeichneten Richtung gedreht wird, von Hand in Schleifenform, um das Packstück gelegt. Nachdem das Band 50 in Schleifenform um das Packstück 60 gelegt worden ist, wird das freie Ende 50a des Umschnürungsbandes 50 von Hand oder anderweitig durch den Verschluss 52 hindurchgezogen, so dass dieses Bandende 50a den zum Vorrat führenden Bandabschnitt 50b überlappt.
Die nächste Arbeitsstufe ist in Fig. 3 dargestellt. In dieser Stufe sind Greifbacken 62 betätigt worden, um das freie Ende 50a des Umschnürungsbandes zu erfassen und zu halten, während die Drehrichtung der Vorschubwalze 54 umgekehrt wird, und den zum Bandvorrat führenden Abschnitt 50b des Umschnürungsbandes in der Richtung des Pfeiles 63 zu bewegen und auf diese Weise das Umschnürungsband straff um das Packstück zu ziehen.
Die Maschine erreicht dann den in Fig. 4 dargestellten Betriebszustand, in welchem die Schliessvorrichtung 53 betätigt worden ist, um den Verschluss 52 und die eingeschlossenen Bandenden zu verformen, während das Schermesser 58 am Ende des die Riegelverbindung for mindern Arbeitsvorganges betätigt worden ist, um den zum Vorrat führenden Bandabschnitt unterhalb und in der Nähe des Verschlusses durchzuschneiden. Gleichzeitig wird die Verschlussformvorrichtung 57 betätigt, um einen neuen Verschluss 52a um das untere Ende des Ambosses 56 als Vorbereitung des nächsten Umschnürungszyklus zu formen.
Die nächste Arbeitsstufe der Maschine ist in Fig. 5 dargestellt, in der das Schermesser 58 und die Verschlussformvorrichtung 57 zurückgezogen worden sind, und der der Schliessvorrichtung zugeordnete Ausstosser 53a betätigt worden ist, um die Riegelverbindung aus den Backen der Schliessvorrichtung auszustossen.
Nachdem der Ausstosser 53a und die Backen der Schliessvorrichtung vollständig zurückgezogen worden sind, wird der Amboss 56 in der in Fig. 6 dargestellten Weise betätigt, um den neuen Verschluss 52a nach unten und nach vorn auf eine Stelle zu bewegen, in der dieser neue Verschluss durch die Schliessvorrichtung 53 betätigt werden kann. Der Ausstosser 53a ist zu dieser Zeit bereits zurückgezogen worden.
Fig. 7 ist der neue Verschluss von der Schliessvorrichtung 53 erfasst worden und die Wände des neuen Verschlusses sind teilweise um den Amboss 56 gebogen worden. Der Amboss 56 wird dann aus dem Verschluss 52a (Fig. 8) herausgezogen und die Vorschubwalze 54 wird so getrieben, dass sie das freie Bandende nach oben durch den Verschluss 52a hindurchschiebt, dessen Seitenwände das Umschnürungsband bei seiner Aufwärtsbewegung führen. Die Bauteile nehmen dann die in Fig. 9 dargestellten Relativstellungen ein, die gleich den in Fig. 1 dargestellten Relativstellungen sind. Aus diesen Stellungen heraus kann eine neue Bandstreifenlänge des Umschnürungsbandes in Form einer Schleife um das Packstück gelegt werden, und zwar als Teil des nächsten Umschnürungsvorganges.
Das Packstück 60 kann zwei Umschnürungsbänder 50c aufweisen, die schleifenförm g um das Packstück in Ebenen gelegt sind, die rechtwinklig zu den Ebenen der beiden anderen um das Packstück liegenden Umschnü rungsbänder stehen. wie Fig. 10 zeigt. Die Riegelverbindungen zwischen den sich überlappenden Enden des Umschnürungobandes können die in F g. 11 dargestellte Form haben, in der der Verschluss 52 und die eingeschlossenen Bandenden 50a und 50b an den Kanten dieser Teile, an denen der Verschluss 52 um die sich überlappenden Bandenden gefaltet ist, in Querrichtung teilweise eingeschnitten sind.
Das zwischen zwei Einschnitten 52c vorhandene Metall ist in Querrichtung ausgebogen, so dass aneinanderstossende Schultern 52d gebildet sind, die eine relative Längsbewegung des Verschlusses und der Bandenden verhüten. Das Packstück 60 kann auf dem Tragtisch 51 gedreht werden, damit ein bequemes Auflegen der Umschnürungsbänder erfolgen kann, wie Fig. 10 zeigt.
Die Maschine weist ein Gestell 65 (Fig. 12, 13, 14 und 15) auf, das aus einer kräftigen rechtwinkligen lotrechten Platte 65a besteht, die von nach unten ragenden Gestellträgern 65c getragen wird, die an aus U-Eisen bestehenden waagerechten Gestelischienen 65d befestigt sind.
Das Gestell 65 trägt an seinem vorderen Ende einen das Packstück aufnehmenden Tragtisch 51, der aus einer lotrechten Vorderplatte 66, einer Hinterplatte 67 und aus mehreren zylindrischen Walzen 68 besteht, deren Drehzapfen 68a in den Platten 66 und 67 gelagert sind, so dass die Packstücke 60 leicht in die Umschnürungsstellung und aus der Umschnürungsstellung bewegt werden können, wobei das Umschnürungsband nach unten zwischen benachbarte Walzen gelegt wird, wenn das Band um ein Packstück in einer Schleife gelegt werden soll. Die Vorderplatte 66 wird von einer aus U-Eisen bestehenden Stützschiene 69 getragen, die an ihrem unteren Ende. mit den Gestellträgern 65c verbunden ist und die nach oben und vorn schräg verläuft.
Das vordere Ende der Stützschiene 69 ist an der Platte 66 befe stigt, wie Fig. 12 zeigt.
Die Stützschiene 69 trägt eine für das Umschnürungsband bestimmte Führung 70 (Fig. 12, 17 und 18), die das Umschnürungsband bei seinem in Schleifenform erfolgenden Umlegen um das Packstück 60 führt. Diese Führung 70 hat einen nach unten und nach vorn gerichteten schrägliegenden gekrümmten Abschnitt 70a, der in Verbindung mit einem nach oben und nach vorn schrägliegenden geraden Abschnitt 70b steht, der nahe dem oberen Teil der Platte 65, an dem dieser Abschnitt befest;gt ist, endet. Die Platte 66 hat einen rechteckigen Schlitz 66a (Fig. 12 und 17), durch den das freie Ende des Umschnürungsbandes bei seinem in Schleifenform erfolgenden Legen um das Packstück hindurchgeführt wird.
Auf dem geradlinigen Abschnitt 70b sind zwei Führung-platten 72b angebracht, deren Aussenenden in der Platte 66 vorhandene Öffnungen durchsetzen und deren Enden 72c nach aussen divergieren (Fig. 17). Die Aussenkanten des Schlitzes 66a können mit Abschrägungen 66b versehen sein, um scharfe Ecken zu vermeiden und das Zuführen des Umschnürungsbandes durch den Schlitz 66a hindurch auf die Fläche des Führungsabschnittes 70b und zwischen die FührungDplatten 72b zu erleichtern und zu unterstützen. Der gekrümmte Abschnitt 70a der Umschnürungsbandführung 70 leitet das Band nach oben, so dass das Bandende durch den Verschluss 52 (Fig. 1) hindurchgedrückt wird.
Der gekrümmte Ab schnitt 70a der Umschnürungsb andführung 70 weist eine Schiene 71 (Fig. 18) auf, die Seitenplatten 72 hat, deren obere Kantenabschnitte 72a nach innen konvergieren, um das zwischen diesen Kantenabschnitten sich hindurchbewegende Band zu überlappen. Die Seitenplatten 72 werden für gewöhnlich in Anlage an der Schiene 71 von Schraubenfedern 73 gehalten, die auf Schraubenbolzen 74 sitzen, welche in der Schiene 71 vorhandene Bohrungen 71 a durchsetzen. In Fig. 18 ist nur ein Schraubenbolzen 74 mit seinen zugehörenden Teilen dargestellt. Jeder Schraubenbolzen 74 trägt zwei Unterlegscheiben 75 und eine Gewindemutter 75.
Die beiden Federn 73 jedes Schraubenbolzens sitzen in becherförmigen Haltern 77, die in die Bohrung 71 a sowie in in den Platten 72 vorhandene Bohrungen passen, wobei ringförmige Flansche diese Platten 72 überlappen. Die Seitenplatten 72 können sich also elastisch um ein so grosses Ausmass voneinander wegbewegen, wie notwendig ist, damit das Umschnürungsband anschliessend aus der Führung herausgehoben werden kann.
Da der Verschluss 52 als eine Führung für das Umschnürungsband dient, wird nachstehend zuerst die Vorrichtung beschrieben, die den Verschluss aus dem Verschlussmaterial formt und den Verschluss in die Führungsstellung bewegt oder in dieser Stellung einstellt.
Das Material 80 für den Verschluss, das die Form eines aufgewickelten Bandstreifens hat, weist an gleichweit voneinander auf Abstand stehenden Stellen in der Mittel des Bandes gelegene runde Bohrungen 80a (Fig. 12 und 24) auf, die beim Vorschieben des Materials in die Formstelle verwendet werden. Das Material wird in Form einer Wickelspule 80b geliefert, die auf eine umlaufende schalenförmige Trommel oder Haspel 81 aufgelegt wird. Die Trommel 81 hat einen Ringflansch 81 a, über den das Material abgezogen wird, und hat eine Mittelnabe 81b, die die Wickelspule 80b einmittet. Die Nabe 81b dreht sich auf einer Spindel 82, die in einer Platte 83 befestigt ist. Diese Platte 83 sitzt auf einem Ständer 84, der aus dem Gestell 65 nach oben ragt (Fig. 12).
Das Verschlussmaterial 80 bewegt sich bei seinem Ablauf von der Trommel oder Haspel 81 (Fig. 12) in eine gekrümmte Führung 85 (Fig. 23), die auf dem oberen Teil des Maschinengestelles befestigt ist und die einen in Längsrichtung gekrümmten Durchlass 85a hat, durch den das Verschlussmaterial 80 in Richtung des Pfeiles 86 hindurchläuft. Das Verschlussmaterial 80 bewegt sich aus dem Ausgangsende der Führung 85 durch eine in einer Schiene 87 vorhandene Öffnung 87a hindurch. Die Schiene 87 ist am Gestell befestigt. Das Bandmaterial erstreckt sich dann nach aussen gegenüber dem unteren Ende des Ambosses 56, der auf die in Fig. 23 dargestellte Stellung durch die später beschriebene Vorrichtung nach unten bewegt worden ist.
Die bereits erwähnte Verschlussformvorrichtung oder der Verschlussformer 57 besteht aus zwei Lamellen 57a und 57b, die auf entgegengesetzten Seiten eines Blockes 88 angeordnet sind, der am Gestell in der Mitte zwischen der Schiene 87 und einer ähnlichen Schiene 89 befestigt ist, die ebenfalls am Gestell befestigt ist. Bei der nach links (gesehen in Fig. 23) erfolgenden Bewegung des Bandformers 57 wirkt die obere Lamelle 57a des Bandformers 57 mit der Schiene 87 zusammen, um das Verschlussmaterial von dem Materialvorrat abzuschneiden und gleichzeit'g das Ende des abgeschnittenen Teiles zu biegen und eine Seitenwand 52e eines rinnenförmigen Verschlusses zu formen.
Gleichzeitig bewegt sich die unterhalb des Ambosses 57 liegende Lamelle 57b des Bandformers 57, um das andere Ende des abgeschnittenen Verschlussmaterialabschnittes zu biegen und die andere Seitenwand 52f des Verschlusses 52 zu formen.
In eine Gewindebohrung der Schiene 89 ist eine Stellschraube 90 eingeschraubt, die verstellt werden kann, um die Stellung der Lamelle 57a des Verschlussformers 57 in bezug auf die Schiene 87 zu verstellen.
Das innere Ende der Verschlussformvorrichtung 75 ist durch einen Bolzen 91 mit einem Lenker 92 verbun den, der wiederum am Drehpunkt 93 auf einem Kurbel arm 94 drehbar gelagert ist, der an einer Welle 95 sitzt, die die Hauptwelle der Maschine darstellt. Diese Welle betätigt nicht nur die Verschlussvorschub- und Formge bungsvorrichtung, für das Verschlussmaterial, sondern auch die Vorrichtung, durch die die Riegelverbindung zwischen dem Verschluss und den überlappenden Enden des Umschnürungsbandes gebildet wird und betätigt ferner die Vorrichtung, die zum Ausstossen der Riegelver bindung aus den Schliessbacken der Schliessvorrichtung dient. Die Hauptwelle 95 wird in der nachstehend be schriebenen Weise intermittierend oder absatzweise ge dreht.
Die Welle 95 regelt den Antrieb der das Ver schlussmaterial vorschiebenden Vorrichtung über einen auf der Hauptwelle befestigten anderen Kurbelarm 96.
Die Vorschubvorrichtung für das Verschlussmaterial weist eine Klinke 100 auf, die am Drehpunkt 101 auf dem Vorschubhebel 102 drehbar gelagert ist. Die Klinke
100 hat an ihrem Aussenende einen vorstehenden Zahn 1 00a (Fig. 24), der in eine der Bohrungen 80a des Um schnürungsbandmateriales 80 eintreten kann. Die
Klinke 100 wird in Berührung mit der unteren Fläche des Umschnürungsbandmaterials 80 durch einen in der
Führung 85 befindlichen Schlitz hindurch mittels einer
Drehfeder 103 gehalten, die auf dem Drehzapfen 101 gelagert ist und deren einer Schenkel am Hebel 102 an liegt, während sich der andere Schenkel an der Klinke
100 abstützt.
Wenn der am Drehpunkt 104 auf dem
Maschinengestell drehbar gelagerte Hebel 102 entge gengesetzt dem Uhrzeigersinne, gesehen in Fig. 23, ge dreht wird, dann wird das Verschlussmaterial 80 mittels der Klinke 100 zum Amboss 56 vorgeschoben. Der Hub der Vorschubklinke 100 kann durch eine Anschlag schraube 105 geregelt werden, die in den Hebel 102 ein geschraubt ist und die an der Fläche der ortsfesten
Schiene 87 anliegt. Diese Anschlagschraube 105 wird in der eingestellten Stellung durch eine Sperrmutter 106 gesichert.
Der Antrieb des das Verschlussmaterial vorschie benden Vorschubhebels 102 während seines Vorschub hubes erfolgt durch eine Schraubenfeder 107, die auf einem von dem Hebel 102 getragenen Zapfen oder Bolzen 108 gelagert ist. Die Feder 107 erstreckt sich nach aussen in eine Fingerhuthülse 109, die in einer auf dem
Maschinengestell angeordneten Klemme 110 einge schraubt ist. Die Fingerhuthülse 109 kann in Längsrich tung verstellt werden, um den Druck der Feder 107 zu ändern und infolgedessen auch den Druck zu ändern, mit dem der Vorschubhebel 102 betätigt wird.
Die Bewegung des Vorschubhebels 102 in der entge gengesetzten Richtung, bei der die Vorschubklinke 100 zurückgezogen wird, erfolgt durch einen seitlichen An satz 102a des Hebels 102, der an seinem unteren Ende einen Bolzen 111 trägt, der in Gleiteingriff mit einem im
Lenker 112 vorhandenen Schlitz 11 2a steht. Dieser
Lenker 112 ist mittels eines Bolzens 113 mit dem auf der Welle 95 festsitzenden Kurbelarm 96 drehbar verbunden. Bei der Drehung des Kurbelarmes 96 in Rechtsrichtung, gesehen in Fig. 23, legt sich eine auf dem Bolzen 111 gelagerte Rolle 114 an eine in einer
Gewindeöffnung des Lenkers 112 verstellbare Stillsetz schraube 115. Die Stillsetzschraube 115 wird in ihrer eingestellten Stellung von einer Sperrmutter 116 gehal- ten.
Durch das Anlegen der Stillsetzschraube 115 an die Rolle 114 wird der Hebelarm 1 02a im Uhrzeigersinne gedreht und die gleiche Bewegung wird infolgedessen auf den Hebel 102 übertragen, so dass die Vorschubklinke 100 zurückgezogen und längs der Führungsbahn 85 nach aussen bewegt wird. Während dieser Umkehrbewegung der Vorschubklinke 100 wird das Verschlussmaterial 80 in der eingestellten Stellung von einer Halteklinke 118 gehalten, die einen Zahn 11 8a hat, der in eine andere Bohrung 80a des Verschlussmaterials unter der Wirkung einer Drehfeder 119 eingreift, durch die die Klinke auf einem Arm 120 drehbar gelagert ist, der an dor Verbindungsstelle 121 am Maschinengestell sitzt.
Auf diese Weise wird die Drehbewegung der Hauptwelle 95 zur Regelung der Bewegung des Verschlussmaterials in die Verschlussformstelle und auch zur Betätigung der Verschlussformvorrichtung 57 verwendet, durch die der rinnenförmige Verschluss auf dem Amboss 56 geformt wird.
Nachdem das Verschlussmaterial 80 in einer waagerechten Ebene durch die Führung 85 hindurchbewegt worden und der Verschluss 52 auf dem unteren Ende des Ambosses 56 geformt worden ist, um einen rinnenförmigen Verschluss (Fig. 23) herzustellen, wird der Amboss 56 aus der in den Fig. 21 und 23 dargestellten Stellung so weit nach unten bewegt, bis der Verschluss 52 zwischen den Schliessbacken der später noch näher beschriebenen Schliessvorrichtung 53 liegt. Zu diesem Zweck ist das verbreiterte oder verstärkte obere Ende 56a des Ambosses 56 (Fig. 13, 21 und 22), mit einem Lenker 124 und einem Hebel 125 drehbar verbunden.
Der Lenker 124 ist am Drehpunkt 126 an einer vom Maschinengestell getragenen Konsole 127 drehbar gelagert, und der Hebel 125 ist an einer anderen, auf dem Maschinengestell befestigten Konsole 129 am Drehpunkt 128 drehbar gelagert. Der Hebel 125 ragt aus seinem Drehzapfen 128 nach hinten und hat ein nach unten gedrehtes Ende, das am Drehzapfen 130 (Fg. 22) mit einer in einem Zylinder 132 beweglichen Kolbenstange 131 drehbar verbunden ist. Beim Einlassen von Druckströmungsmitteln in diesen Zylinder 132 betätigt die mit dem Kolben verbundene Kolbenstange 131 den Hebel 125 und bewegt dadurch den Amboss 56 in einer allgemein senkrecht verlaufenden Richtung. Der Amboss 56, der sich aus der in Fig. 21 dargestellten Stellung nach unten bewegt, bewegt sich auch nach vorn und vom Block 88 (Fig. 23) weg.
Beim Formen des Verschlusses 52 am Amboss 56 (Fig. 23, 25 und 38) wird der Verschluss 52 in Anlage an dem Amboss 56 von einem Plunger 133 (Fig. 38) gehalten, der in einer im Block 88 gforuten Bohrung gelagert ist und von einer Schraubenfeder 134 (Fig. 25) beaufschlagt wird, die die Spitze des Plungers 133 gegen die Rückwand des Verschlusses drückt. Der Druck dieser Feder 134 wird von einem Gewindestopfen 135 geregelt, der in das Ende der Bohrung eingeschraubt ist. Die von dem Gewindestopfen 135 weggerichtete Bewegung des Plungers 133 wird von einem auf dem Plunger befindlichen Flansch 133a (Fig. 25) begrenzt, der sich an eine in der Wand der Bohrung befindliche Ringschulter anlegt.
Bei der Abwärtsbewegung und Vorwärtsbewegung des Ambosses 56 aus der in voll ausgezogenen Linien in Fig. 21 dargestellten Stellung auf die in gestrichelten Linien in Fig. 21 dargestellte Stellung gleitet der Verschluss 52, der von dem Plunger 133 gegen den Amboss 56 gedrückt wird, nach unten und nach vorn über die Schrägfläche 1 37a (Fig. 25), die sich auf dem Plungerkopf 137 eines Plungers 138 befindet, der in einer im Maschinengestell vorhandenen Bohrung 139 gleitbar gelagert ist. Zwischen einer am Ende der Bohrung befindlichen Schulter und dem Plungerkopf 137 ist in dieser Bohrung 139 eine Schraubenfeder 140 angeordnet, so dass infolgedessen der Plungerkopf 137 für gewöhnlich nach links, gesehen in den Fig. 25 und 38, bewegt wird, jedoch durch den Druck des Ambosses und des Verschlusses bei deren weiteren Abwärtsbewegung zurückgeschoben wird.
Die obere Kante der Rückwand des Verschlusses federt schliesslich unter eine auf dem Kopf 137 des Plungers 138 vorhandene Schulter 137b, so dass dann der Verschluss 52 in einer Stellung zwischen den Backen der Schliessvorrichtung 53 durch Reibung gehalten wird, wenn sich anschliessend der Amboss 56 nach oben bewegt. Sobald der Verschluss zwischen den Schliessbakken der Schliessvorrichtung 53 liegt, hält die Reibungsberührung des Verschlusses 52 mit den Schliessbacken den Verschluss so lange gegen eine Abwärtsbewegung, bis die Schliessbacken auf den Verschluss zur Einwirkung gebracht worden sind.
Die Schliessvorrichtung 53 (Fig. 14, 26, 33 und 38) besteht aus relativ beweglichen Schliessbacken 145, die auf Bolzen 146 drehbar gelagert sind, welche sich zwi schen den vom Maschinengestell getragenen Platten 147 (Fig. 29) erstrecken. Die Schliessbacken haben nach innen gedrehte Enden 145a, die gegeneinander beweg Rolle 155 (Fig. 26) drehbar gelagert ist. Die Rollen liegen an den Hinterkanten 1 53b der Gesenke oder Brükken 153 an.
Beim gegenseitigen Schliessen der Schliesbacken 145 laufen diese Rollen 155 auf die schrägen Endabschnitte 153c dieser Hinterkanten 153b auf (Fig. 28) und drücken die Gesenke nach vorn gegen den Verschluss 12, so dass die Gesenke mit den Backenabschnitten 145a zusammenwirken, um die Kanten des Umschnürungsbandes und des Verschlusses durchzuscheren und die dazwischen liegenden Abschnitte des Bleches abzubiegen, so dass eine Riegelverbindung hergestellt wird.
Während dieser letzten Stufe der Profilierbewegung der Schliessbacken 145 wird das Schermesser 58 betätigt, um den zum Vorrat führenden Abschnitt des Umschnürungsbandes in der Nähe des Verschlusses 52 durchzuscheren. Dieses Schermesser 58 (Fig. 30) hat eine schrägliegende Schneidkante 5 8a und ist mit Schlitzen 58b versehen, in die die Bolzen 146 eingreifen.
Nähern sich die Schliessbacken 145 ihren geschlossenen Endstellungen, dann laufen die auf den Backen gelagerten Rollen 156 auf die an den Enden des hinteren Abschnittes des Schermessers 58 befindlichen Schrägflächen 58c auf, so dass infolgedessen das Schermesser 58 nach vorn gedrückt wird, um den zum Vorrat führenden Abschnitt des Umschnürungsbandes durchzuscheren.
Nach dieser Scherbewegung wird das Schermesser 58 durch Bolzen 157 zurückgeführt, die auf den Schliessbacken des Schliesskopfes sitzen, wenn die Schliessbakken 145 bei ihrem normalen Rückhub zurückgeführt werden. Beim Durchschneiden des Umschnürungsbandes wirkt das Schermesser 58 mit einem ortsfesten Schermesser 141 (Fig. 29) zusammen, das an der vorderen Platte 144 befestigt ist und von Vorsprüngen 145d der Schliessbacken 145 getragen wird. Die Riegelverbindung ist fast vollständig geformt, wenn das Durchscheren so stattfindet, dass kein Schlupf der sich überlappenden Umschnürungsbandenden beim Schervorgang erfolgt.
Der die Riegelverbindung ausstossende Ausstosser, der den Teil 53a der Schliessvorrichtung in Fig. 5 bildet, besteht aus einem an die Riegelverbindung sich anlegenden Kolben 160, der drei Finger 1 60a hat, die sich auf den gegenüberstehenden Seiten der Brücken oder Gesenke 153 (Fig. 29 und 33) erstrecken und die sich an die fertiggestellte Riegelverbindung anlegen und die Riegelverbindung aus der Schliessvorrichtung herausdrücken. Das Innenende des Ausstosskolbens 160 hat einen Schlitz 1 60b (Fig. 33), der von einem Bolzen 161 durchsetzt wird, auf welchem eine Rolle 162 gelagert ist.
Diese Rolle wird von dem bügelförmigen Ende 1 64a (Fig. 29) eines Hebels 164 (Fig. 28) umfasst, der auf einem im Maschinengestell befestigten Bolzen 165 drehbar gelagert ist. Mit dem Hebel 164 ist eine Schraubenfeder 166 verbunden, welche sich zum freien Ende eines am Drehpunkt 168 des Maschinengestells drehbar gelagerten Lenkers 167 erstreckt.
Ein am Drehpunkt 171 auf dem Arm 15 1c des Hebels 151 drehbar gelagerter Arm 1 7O erstreckt sich nach unten über eine auf dem Maschinengestell gelagerte Rolle 172 (Fig. 27). Bei der durch die Drehung der Hauptwelle 95 hervorgerufenen Drehung des Hebels 151 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne, gesehen in Fig. 28, läuft der Arm 170 auf die Rolle 172 auf. Das hakenförmige Ende 1 70a des Hebels 170 kommt dann ausser Eingriff mit dem Ansatz 164b des Hebels 164, so dass sich der Hebel 164 in Linksrichtung oder entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne frei bewegen kann und infolgedessen der Ausstosskolben 160 zurückgezogen wird.
Das Ausstossen wird aber nicht nur von der Feder 166 allein bewirkt, sondern die von den Schliessbacken 145 getragenen, zum Antrieb der Gesenke 153 dienenden Rollen 155 sind auch so angeordnet, dass sie sich an schrägliegenden Nockenflächen 160c, die sich auf dem Innenabschnitt des Ausstosserkolbens 160 befinden (Fig. 26, 27 und 28) anlegen, so dass der Ausstosskolben 160 zwangsläufig zurückgezogen wird, wenn die Schliessbacken 145 auf die in Fig. 26 dargestellte Offenstellung bewegt werden.
Bevor das Straffziehen des Umschnürungsbandes 50 um ein Packstück erfolgen kann, muss das freie Ende des Umschnürungsbandes von den bereits erwähnten Greifbacken 62 (Fig. 6) erfasst werden. Diese Greifbakken 62 sind auf den bereits erwähnten Bolzen 146 drehbar gelagert. Die vorderen Enden 62a dieser Greifbakken 62 können in den Ausschnitt 144a der Platte 144 (Fig. 36) eintreten. Die Enden 62a dieser Greifbacken 62 sind mit kegeligen Vorsprüngen 62b (Fig. 34, 36, 37 und 38) versehen, die sich nach innen erstrecken und das freie Ende 50b des Umschnürungsbandes 50 gegen das bereits erwähnte ortsfeste Schermesser 141 halten.
Das ortsfeste Schermesser 141 (Fig. 14 und 38) hat vier Vertiefungen 141 a (Fig. 14 und 38). Die auf den Greifbacken 62 befindlichen Vorsprünge 62b können das Blech des Umschnürungsbandes in diese Vertiefungen 141a drücken, so dass das Umschnürungsband sicher gehalten wird, wenn das Band um das Packstück herum straffgezogen wird.
Die Greifbacken 62 sind über Bolzen 175 mit den Lenkern 176 und 177 drehbar verbunden, die über Drehbolzen 178 bzw. 179 mit dem Hebel 180 verbunden sind, der auf der Hauptwelle 95 drehbar gelagert ist und eine Drehung in bezug auf diese Hauptwelle ausführen kann. Der Hebel 180 hat einen Arm 180a, durch den der Hebel gewünschtenfalls von Hand gedreht werden kann (Fig. 34-36). Der Hebel 180 hat ferner zwei vorspringende Arme 1 80b und 1 80c, die mit den Lenkern 176 bzw. 177 verbunden sind. Der Hebel 180 hat auch eine Abflachung 1tod, an die sich eine einstellbare Stillsetzschraube 181 anlegt, die in einen vom Maschinengestell getragenen Ansatz 182 eingeschraubt ist.
Diese Stillsetzschraube 182 wird in ihrer eingestellten Stellung von einer Sperrmutter 183 gehalten, die die Bewegung des Hebels 180 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne, gesehen in den Fig. 34, 35 und 36 begrenzt. Auf der Welle 95 ist eine Drehfeder 184 angeordnet, deren eines Ende an einem auf dem Hebel 180 befestigten Bolzen 185 verankert ist und deren anderes Ende auf einem am Maschinengestell sitzenden Bolzen 186 angreift, so dass die Feder 184 das Bestreben hat, den Hebel 180 für gewöhnlich entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne zu drehen.
Die Nabe des Hebels 180 hat einen radial gerichteten Zahn 180e, der von einer Sperrklinke 188 erfasst werden kann, die auf einem von dem bereits erwähnten Hebel 151 getragenen Bolzen 171 drehbar gelagert ist.
Eine auf der Nabe der Sperrklinke 188 angeordnete Drehfeder 189 bewegt für gewöhnlich den Zahn der Sperrklinke 188 in Eingriff mit dem Zahn 1 80e des Hebels 180.
Befindet sich der Hebel 180 in der in Fig. 35 dargestellten Stellung, dann ist die Feder 184 unter Spannung aufgewickelt. Bei der Bewegung der Sperrklinke 188 auf dem Drehzapfen 171 im Uhrzeigersinne wird die Sperrklinke 188 von dem Zahn 1 80e abgehoben, so dass sich die Feder 184 entspannt und eine plötzliche, entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne erfolgende Drehung des Hebels 180 bewirkt, so dass hierdurch die Lenker 176 und 177 betätigt werden und sich die Greifbacken 62 auf dem Umschnürungsbandende 50b schliessen, das dann gegen das ortsfeste Schermesser 141 (Fig. 36 und 38) gedrückt wird.
In einem vorherbestimmten Zeitabschnitt des Schliesszyklus wird der den Bolzen 171 tragende Hebel 151 (Fig. 26 und 28) von der Hauptwelle 95, auf die der Hebelarm 151 aufgekeilt ist, in einer entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne gerichteten Bewegung gedreht. Hierdurch wird die Sperrklinke 188 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne gedreht, bis die Sperrklinke die in Fig. 36 dargestellte Stellung erreicht. Die Sperrklinke 188 legt sich dann wieder unter der Wirkung der Feder 189 an den Zahn 180e des Hebels 180. Bei der entgegengesetzt erfolgenden Drehung der Hauptwelle 95 wird die Sperrklinke 188 über den Zapfen 171 von dem Hebel 151 bewegt.
Die Sp rrklinke 188 wird infolgedessen in Richtung des Uhrzeigers bewegt und nimmt den Hebel 180 mit, wodurch der Hebel 180 in Richtung des Uhrzeigers so lange gedreht wird, bis der Hebel 180 die in Fig. 34 dargestellte Rückzugsstellung erreicht. Zu dieser Zeit sind die Greifbacken 62 am weitesten voneinander getrennt.
Die Vorrichtung zur Freigabe der Sperrklinke 188 von dem Hebel 180 weist einen Hebel 190 auf, der auf einem im Maschinengestell sitzenden Bolzen 191 drehbar gelagert ist und der einen nach unten gerichteten Arm 190a (Fig. 21 und 35) hat, der sich an einen seitlich ragenden Ansatz 1 88a legen kann, der sich auf dem Arm 1 88b befindet. Der Arm 1 88b ragt von der Nabe der Sperrklinke 188 nach unten. Der Hebel 190 ist auf einem Drehzapfen 192 drehbar gelagert, der sich am oberen Ende einer Tragwelle 193 befindet, die für gewöhnlich in ihrere obersten Stellung von einer Feder 194 (Fig. 21 und 35) gehalten wird. Der über den Drehzapfen 192 hinausragende Abschnitt des Hebels 190 ist über einen Bolzen 195 mit einer Stange 196 verbunden, die den Kern eines Solenoides 197 bildet.
Bei eingeschaltetem Solenoid 197 betätigt der magnetisierbare Kern 196 den Hebel 190, so dass sich das nach unten gerichtete Ende 1 90a des Hebels 190 an den Ansatz 1 88a der Sperrklinke 188 anlegt und die Sperrklinke infolgedessen von dem Hebel 180 abgehoben wird. Dieser Vorgang erfolgt in genauer zeitlicher Abstimmung zu den anderen Arbeitsvorgängen der Maschine, wie dies später noch ausführlich beschrieben wird.
Die Welle 95 kann zur Ausführung der von ihr geregelten vorstehend beschriebenen Arbeitsvorgänge winkelmässig auf ihrer Drehachse durch einen Kurbelarm 200 bewegt werden, der auf der Welle 95 befestigt und über einem Bolzen 201 mit einer Kolbenstange 202 drehbar verbunden ist, die in einen Zylinder 203 ragt, der eine feste Verbindung mit einem anderen Zylinder 204 hat (Fig. 12 und 15). Die Kolbenstange 202 ist mit einem im Zylinder 203 befindlichen Kolben verbunden.
Die beiden Zylinder haben eine gemeinsame Endwand, die die Zylinder unterteilt. In dem Zylinder 204 befindet sich ein Kolben, der mit einer anderen Kolbenstange 205 verbunden ist, die am Drehpunkt 206 an einer am Gestell 65 befestigten Konsole 207 drehbar gelagert ist.
Das Arbeitsverfahren der Zylinder 203 und 204 und der in dem Zylinder vorhandenen Kolben wird später an Hand der Fig. 39 und 40 ausführlich beschrieben. Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich, dass die Zylinder 203 und 204 aus einem Stück bestehen und sich daher nicht unabhängig voneinander bewegen können, sondern sich nur als eine einzige Einheit bewegen.
Die aus einem Stück bestehenden Zylinder 203 und 204 werden von ihren zugehörenden Kolbenstangen 202 und 205 getragen, die auf den Bolzen 201 bzw. 206 drehbar gelagert sind. Diese Bolzen 201 und 206 bilden den eins zigen Träger für die Zylinder 203 und 204.
Die Vorrichtung zum Vorschieben des Umschnürungsbandes 50 zur Schliessvorrichtung und die Vorrichtung zum Straffziehen des Umschnürungsbandes um das Packstück herum werden von einem Aggregat getrieben, das insbesondere in den Fig. 12, 13, 19 und 20 dargestellt ist. Dieses Aggregat enthält einen auf der lotrechten Gestellplatte 65a befestigten Elektromotor 210, dessen Treibscheibe 211 über einen Riemen 212 eine Riemenscheibe 213 treibt, die über eine später beschriebene Kupplung mit dem Vorschubrad 54 verbunden ist, das eine mit Zahnung versehene oder geriefte Fläche hat, welche mit dem Umschnürungsband 50 zusammenarbeitet, das an der Leerlaufscheibe 55 anliegt.
Beim Antrieb des Vorschubrades 54 in Richtung des in Fig. 13 dargestellten Pfeiles 214 wird das Umschnürungsband 10 durch eine Bandausrichtvorrichtung 215 hindurchbewegt, die aus mehreren Walzen 216 besteht, aus denen das Band in eine rinnenförmige Führung 217 läuft. Das Umschnürungsband wird in dieser Führung durch das Vorschubrad 54 bewegt und wird dann von dem Vorschubrad 54 um das Leerlaufrad 55 in eine andere Führung 218 geschoben. Diese Führung 218 ist an zwei Schienen 219 befestigt, die auf dem Drehpunkt 220 auf einer Stange 221 drehbar gelagert sind, die in einem an der Gestellplatte 65a befestigten Block 222 verschiebbar ist.
An derjenigen Seite des Blockes 222, die entgegengesetzt der Schienen 219 liegt, ist die Stange 221 mit einer Schraubenfeder 223 verbunden, die in einer eingestellten Stellung auf der Stange 221 von Sperrmuttern 224 gehalten wird, die auf das Ende dieser Schraube aufgeschraubt sind. Die Schienen 219 tragen das Vorschubrad 55 auf einer Achse 255. Die oberen Enden der Schienen 219 sind mit einem die Gestellplatte 65a durchsetzenden Bolzen 226 verbunden. Auf diese Weise kann die Leerlaufscheibe 55 in bezug auf das Vorschubrad 54 eingestellt werden und hält das Umschnürungsband 50 unter einem elastischen Druck.
Der Bolzen 226 ist durch Federn 27 mit dem freien Ende eines Hebels 228 verbunden, der am Drehpunkt 229 mit dem Maschinengestell drehbar gelagert ist.
Durch diesen Hebel 228 wird ein Schalter 320 (Fig. 41) dann betätigt, wenn das Umschnürungsband bei seiner Bewegung eingeklemmt wird. Der Schalter 320 wird durch das Auswölben des sich festklemmenden Umschnürungsbandes und durch das Verschwingen des Hebels 228 geschaltet.
Beim Austritt des Umschnürungsbandes 50 aus dem Durchlass zwischen der Leerlaufscheibe 15 und der Führung 218 läuft das Umschnürungsband 50 nach oben durch einen Führungskanal 230 hindurch, durch den das Umschnürungsband zu der Stelle geführt wird, an der das Band in der bereits beschriebenen Weise durch den teilweise geformten Verschluss 52 hindurchläuft. Nachdem das Umschnürungsband in einer Schleifenform um das Packstück 60 gelegt worden ist, wird das freie Ende des Umschnürungsbandes in der bereits beschriebenen Weise durch die Führung 70 hindurchgeschoben und wird dann wieder nach oben durch den Verschluss hindurchgeführt, wie Fig. 2 zeigt.
Die erwähnte Kupplung, welche die Antriebsscheibe 213 mit dem Vorschubrad 54 verbindet, weist, wie Fig. 20 zeigt, ein Kupplungsgehäuse 233 auf, das an der Gestellplatte 65a befestigt ist. Die Riemenscheibe 213 ist auf einer Welle 234 befestigt, die in Lagern 235 gelagert ist und die fest im Gehäuse liegt. Auf dieser Welle 234 sitzt drehbar ein Zahnrad 236, das auf einem Kugellager 237 gelagert ist. Eine Kupplungsscheibe 238 gleitet auf Bolzen 239, die in dem Zahnrad 236 befestigt sind. Diese Kupplungsscheibe 238 wird für gewöhnlich von dem Zahnrade 236 durch Schraubenfedern 240 wegbewegt, die auf den Bolzen 239 angeordnet sind. Die Kupplungsscheibe 238 liegt infolgedessen an einer zweiten Kupplungsscheibe 241 an, die aus magnetisierbarem Stahl besteht und auf die Welle 234 aufgekeilt ist. Auf dem Gehäuse 233 ist ein Kupplungsring 242 mit Magnetisierspulen 243 befestigt.
Beim Einschalten dieser Spulen 243 wird der Ring 238 in Treibberührung mit dem Kupplungsring 241 gezogen, so dass dann die Welle 234 zwangsläufig getrieben wird. Bei diesem Vorgang treibt das Zahnrad 246 ein zweites Zahnrad 245, das auf einer Welle 246 aufgekeilt ist, auf der auch das Vorschubrad 54 sitzt. Diese Welle 246 ist in Kugellagern 247 drehbar gelagert, die in den Wänden des Gehäuses 233 sitzen.
Das Vorschubrad 54 wird auf diese Weise von dem Zahnrad 245 getrieben und zieht das Umschnürungsband 50 straff um das Packstück.
Die Welle 234 dreht auch das Vorschubrad 54, um das Umschnürungsband von dem Bandvorrat abzuziehen, und das Umschnürungsband zum Packstück vorzuschieben. Zu diesem Zwecke ist mittels Kugellagern 251 eine Kupplungsscheibe 250 auf dem Aussenende der Welle 234 drehbar gelagert. Diese Kupplungsscheibe 250 weist Kupplungsbolzen 252 auf, auf denen Schraubenfedern 213 angeordnet sind, die einen Kupplungsring 254 an einen zweiten Kupplungsring 255 anlegen, der auf der Welle 234 aufgEkeilt ist. Auf der angrenzenden Wand des Gehäuses 233 ist ein Ring 256 befestigt der Magnetisierungsspulen 257 enthält. Beim Einschalten dieser Spulen wird der Ring 255 in Treibanlage an den Ring 254 angelegt, so dass die Riemenscheibe 250 sich dreht und einen Riemen 260 treibt, der über eine auf Welle 246 aufgekeilte Riemenscheibe 261 läuft.
Beim Antrieb dieser Riemenscheibe 261 dreht die Welle 246 das Vorschubrad 54 in einer Richtung, in der das Umschnürungsband von einem Bandvorrat abgezogen wird und ein Vorschub des Umschnürungsbandes zum Packstück erfolgt.
Zu Bremszwecken trägt die Welle 246 eine Scheibe 263, an die sich ein Kupplungsring 264 anlegt, der in Treibberührung mit der Welle durch das Einschalten von Magnefisierungsspulen 265 gebracht wird, die in einem an der benachbarten Wand des Gestelles 233 befestigten Gehäuse 266 sitzen. Beim Einschalten der Spulen 265 legen sich die Kupplungsteile 263 und 264 aneinander und verursachen ein sofortiges Stillsetzen der Drehung des Vorschubrades 54. An dem Gehäuse 233 ist ein Zusatzgehäuse 267 befestigt, das diejenigen Teile der Kupplungsvorrichtung schützt, die aus der Wand des Gehäuses 233 ragen. Der elektrische Stromkreis zum Einschalten der Spulen der Kupplungsvorrichtung ist in Fig. 41 dargestellt und wird später beschrieben. Die magnetische Bremse ist immer dann eingeschaltet, wenn weder die Vorschubkupplung noch die Spannkupplung eingeschaltet ist.
Das zusätzliche Gehäuse 267 enthält auch zwei Fliehkraftschalter 330 und 339, die in den elektrischen Stromkreis (Fig. 41) eingeschaltet sind. Diese Schalter sitzen in einem Schaltergehäuse 272, aus dem ein Schaltarm 273 ragt und an einer auf einer Hülse 275 befestigten Scheibe 274 anliegt. Die Hülse 275 ist auf der Welle 246 aufgenutet und kann sich in Längsrichtung der Welle bewegen. Bei Drehbeginn der Welle 246 bewegen sich die auf der Scheibe 261 drehbar angeordneten Gewichte 276 auf diejenigen Stellungen, die auf der rechten Seite der Welle in Fig. 20 dargestellt sind. Hierdurch wird die Hülse 275 in Längsrichtung der Welle 246 bewegt, so dass sich die Scheibe 274 vom Schaltarm 273 abhebt.
Verringert sich die Drehgeschwindigkeit der Welle 246, dann bewegen sich die Gewichte 276 unter dem E nfluss einer Feder, die zwischen zwei in diesen Gewichten befestigten Zapfen 278 angeordnet ist, gegeneinander, so dass eine Bewegung der Scheibe 274 in der entgegengesetzten Richtung solange erfolgt, bis sich die Scheibe 274 wieder an den Schaltarm 273 anlegt, um die Schalter 330 und 339 zu schalten, wie dies nachstehend beschrieben ist.
Die Strömungsmittelleitungen und Ventile, welche Druckluft und ein anderes Druckströmungsmittel den Zylindern 132, 203 und 204 zuführen, sind in Fig. 39 dargestellt. Die verschiedenen Stellungen der Zylinder 203 und 204 und der in diesen Zylindern vorhandenen Kolben ist in Fig. 40 gezeigt. Die Kolbenstange 202 ist mit einem im Zylinder 203 vorhandenen Kolben 280 verbunden, und die Kolbenstange 205 ist mit einem im Zylinder 204 vorhandenen Kolben 281 verbunden. Die beiden Zylinder 203 und 204 sind durch eine gemeinsame Endwand 282 verbunden. Die Strömungsmittelverbindungen zu den Zylindern 203 und 204 betätigen die Hauptwelle 95 über den Kurbelarm 200 (Fig. 15), so dass die Hauptwelle eine von drei Winkelstellungen einnimmt. Bei diesen Stellungen nehmen die Schliessbakken 145 die in den Fig. 26, 27 und 28 dargestellten drei Stellungen ein.
Befinden sich die Kolben 280 und 281 und die Zylinder 203 und 204 in den in Fig. 40 bei (a) dargestellten Relativstellungen, so sind die Schliessbacken 145 teilweise geschlossen, wie dies in Fig. 27 dargestellt ist. Nehmen diese Teile die in Fig. 40 bei (b) darg=stell- ten Relativstellungen ein, dann sind die Schliessbacken vollständig geschlossen, wie Fig. 28 zeigt. Befinden sich diese Teile in den in Fig. 40 (c) dargestellten Relativstellungen, dann sind die Schliessbacken vollständig geöffnet, wie Fig. 26 zeigt. Die anderen von der Welle 95 ausgeführten Arbeitsvorgänge sind ähnlich abgestimmt, so dass ein Durchgang durch drei Stufen entsprechend den drei Stellungen der Welle erfolgt.
Werden die Kolben und die Zylinder auf die nächsten in Fig. 40 bei (c) dargestellten Relativstellungen zurückgeführt, dann befinden sich diese Teile in den bei (a) dargestellten Ausgangsstellungen.
Druckluft oder ein anderes Druckströmungsmittel wird der Anlage über eine Zuführrohrleitung 285 über Regelvorrichtungen 286 zugeführt, die aus dem üblichen Öler, einem Druckregelventil und einem Filter (Fig. 39) bestehen. Aus diesem Rohr 285 wird das Druckströmungsmittel den entgegengesetzten Enden der Zylinder über eine Rohrleitung 287 und über die Zweigrohrlei tungen 288 bzw. 289 zugeführt, in die die Ventile 290 bzw. 291 eingebaut sind. Das Ventil 290 wird in der einen Richtung von einer Schraubenfeder 293 bewegt.
Das Ventil 291 wird in entgegengesetzten Richtungen von zwei Solenoiden 294 und 295 bewegt. Druckluft oder ein anderes Druckströmungsmittel wird aus der Rohrleitung 285 dem Zylinder 132, durch den der Verschlussvorschub betätigt wird, über eine Rohrleitung 296 und Zweigrohrleitungen 297 zugeführt, die von einem Ventil 298 ausgehen, das in entgegengesetzten Richtungen von zwei Solenoiden 299 und 300 betätigt wird. Die Solenoide 299 und 300 werden über Schlauchanschlüsse 301 bzw. 302 geregelt, die zu den Schaltvorrichtungen 303 und 304 führen, die von den Aussenenden der Zylinder 203 bzw. 204 geschaltet werden, sobald diese Zylinder ihre Bewegungsgrenzen erreichen.
Der elektrische Stromkreis zum Regeln des Antriebs der verschiedenen Teile ist in Fig. 41 schematisch dargestellt, in er die Netzleiter 310 eines Drehstromnetzes über einen Schalter 311 mit dem Motor 210 (auch in Fig. 16) verbunden sind, der die Kupplung über den Riemen 212 treibt, durch den die Riemenscheibe 213 und die Welle 234 getrieben werden. Die eine Phase dieses Stromkreises ist mit den Leitern 312 und 313 verbunden, die zu den Klemmen 3 14a und 3 14b eines Gleichrichters 314 führen. Die Plusklemme des Gleichstroms aus dem Gleichrichter ist mit einem Leiter 315 verbunden, und die Minusklemme des Gleichstroms ist mit einem Leiter 316 verbunden.
Die Spule 257 der Vorschubkupplung liegt zwischen den Gleichstromleitern 315 und 316 in einem Leiter 317, der die Schalter 318, 319 und 320 enthält. Die Spule 265 der Bremskupplung liegt zwischen den Gleichstromleitern 315 und 316 in einem Leiter 321, der einen Regelwiderstand 322, die Relaiskontakte 340 c, einen Leiter 324, einen Fusschalter 325 (auch in Fig. 12 dargestellt), den Schalter 318 und den Schalter 320 enthält. Die Umkehrkupplungsspule oder Bandspannkupplungsspule 243 liegt zwischen den Leitern 315 und 316 in einem Leiter 326, der einen Regelwiderstand 327, die Relaiskontakte 340d, den Leiter 324, den Fussschalter 325, den Schalter 318 und den Schalter 320 enthält.
Der Regelwiderstand 327 kann während des Spannbeginns des Umschnürungsbandes verwendet werden und kann parallel zu einem zweiten Regelwiderstand 329 gelegt werden, der von einem Schalter 330 gesteuert wird, durch dessen Einstellung die Feinspannung des Umschnürungsbandes, wie nachstehend beschrieben, geregelt wird.
Der Schalter 340 befindet sich für gewöhnlich in seiner oberen geschlossenen Stellung, bei der der Schalter an seiner oberen Klemme 320a anliegt (Fig. 41).
Wenn der Vorschub des Umschnürungslbandes gehemmt ist, wird der Schalter 320 nach unten bewegt und legt sich an seine untere Klemme 320b an. Hierdurch wird der Nebenschluss um die Schalter 325, 318 und 319 hergestellt, wodurch das Arbeiten der Vorschubvorrichtung stillgesetzt wird, da ein Abschalten der Vorschubkupplungsspule 257 und ein Einschalten der Bremsspule 265 erfolgt. Wie bereits beschrieben wurde, wird der Schalter 320 geschaltet, wenn der in seiner Bewegung gehemmte oder festgeklemmte Umschnürungsstreifen sich ausbuckelt und die Konsole 228 (Fig. 13) dreht.
Der Fussschalter 325 legt sich an seine untere Klemme 325a an, um die Stromkreise der Bremskupplungsspule 265 und der Umkehrkupplungsspule 243 zu schliessen. Der Fussschalter kann an seinen oberen Kontakt 325b in Leiter 317 angelegt werden, um einen Nebenschlussstromkreis um den Schalter 319 herzustellen, wenn sich der Schalter 318 in seiner unteren Stellung befindet. Der Schalter 318 hat zwei obere Kontakte 318a, die den Stromkreis der Vorschubkupplungsspule schliessen, und hat zwei untere Kontakte 318b, die die Stromkreise der Bremskupplungsspule und der Umkehrkupplungsspule schliessen. Dieser Schalter 318 wird von einem elektrischen Zeitgeber 333 geregelt, der mit seiner Windung zwischen den Wechselstromleitern 312 und 313 über einen Leiter 334 und den Bandvorschubschalter 335 verbunden ist, der mit dem Schalter 319 verbunden ist.
Ein Umkehrschalter 336 liegt in einem, zwischen den Leitern 312 und 313 gelegenen Leiter 337. Dieser Leiter 337 enthält ein Relais 338, einen Schalter 339 und Kontakte 340b. Ein Zweigleiter 341 führt vom Leiter 337 zum Leiter 313 über die Relaiskontakte 338, um einen Nebenschlussstromkreis um den Schalter 339 und die Relaiskontakte 340b herzustellen. Der Umkehrschalter 336 hat zwei Kontakte 336a und 336b. Bei Anlage am unteren Kontakt 336a wird ein Stromkreis über das Relais 338, wie bereits beschrieben, hergestellt. Ein Leiter 342 führt vom Kontakt 336a über die Relaiskontakte 33 8b und das die Bandhaltebacken oder Greiferbacken 62 regelnde Solenoid 197 zu dem einen Kontakt 339a des Fliehkraftschalters 339. Bei Anlage an den Kontakt 339a wird ein Stromkreis hergestellt über die Relaiskontakte 340b zum Leiter 313.
Befindet sich der Schalterarm in seiner oberen Stellung in Anlage an den Kontakten 339b, so wird ein Stromkreis über das Relais 338 hergestellt. Unter der Voraussetzung, dass der Schalter 336 sich in seiner oberen Stellung befindet, in der er an den Kontakten 33 6b anliegt, wird ein Stromkreis zwischen den Leitern 312 und 313 über einen Leiter und das Solenoid des Umkehrventiles 291 hergestellt.
Ein Leiter 344 ist mit dem Leiter 334 zwischen Zeitgeber 333 und Schalter 335 verbunden. Der Leiter führt über die Relaiskontakte 33 8c und das Solenoid 292 des Ventiles 290 zum Kontakt 339a des Schalters 339. Das Solenoid 295 des Ventiles 291 ist zwischen den Leitern 312 und 313 durch einen Leiter 345 und einen Schalter 346 verbunden. Das Relais 340 ist zwischen den Leitern 312 und 313 durch einen Leiter 347 und einen Schalter 349 verbunden. Ein Leiter 350 ist mit dem Leiter 347 zwischen dem Relais 340 und dem Schalter 349 verbunden. Der Leiter 350 führt über die Relaiskontakte 340a zum Leiter 337 und ist mit diesem Leiter zwischen dem Schalter 336 und dem Relais 338 verbunden.
Die Maschine arbeitet unter der Regelung des vorstehend beschriebenen elektrischen Stromkreises in folgender Weise: Beim Schliessen des Schalters 311 wird der Motor 210 eingeschaltet, der dem Gleichrichter 314 eine Spannung zuführt, so dass Gleichstrom den Leitern 315 und 316 zugeleitet wird. Der elektrische Zeitgeber 333 wird dann über den Schalter 335 eingeschaltet und hierdurch die Vorschubkupplungsspule 257 eingeschaltet, so dass der Vorschub des Umschnürungsbandes 50 durch das Vorschubrad 54 erfolgt. Wenn die am Zeitregler 333 eingestellte Arbeitszeit abgelaufen ist, öffnet der Zeitregler die Kontakte 31 8a des Schalters 318, so dass die Vorschubkupplungsspule abgeschaltet wird, während sich die Kontakte 31 8b dieses Schalters schliessen, um die Bremsspule 265 einzuschalten.
Das Packstück 60 wird dann auf die Walzen des Tisches 51 aufgesetzt, und der Fussschalter 325 betätigt, um den Kontakt 325b zu schliessen. Hierdurch wird der Stromkreis für die Vorschubkupplungsspule 257 wieder geschlossen, und die Bremsspule 265 wird wieder abgeschaltet. Die Bedienungsperson legt nun das Umschnürungsband 50 um das Packstück und schiebt das freie Ende des Umschnürungsbandes durch den teilweise geschlossenen Verschluss 52 hindurch. Der Fussschalter 325 wird dann freigegeben, und der Schalter 349 wird kurzzeitig geschlossen, so dass das Relais eingeschaltet wird und sich die Relaiskontakte 340a, 340b und 340d schliessen, während sich die Relaiskontakte 340c öffnen.
Das Schliessen der Kontakte 340b schaltet das Greifbackensolenoid 197 über die Kontakte 339a ein, so dass die Sperrklinke 188 die Greifbacken 62 freigibt, die das Vorderende des Umschnürungsbandes erfassen und festhalten.
Durch das Schliessen der Relaiskontakte 340d wird die Spann- oder Umkehrkupplungsspule 243 eingeschaltet, so dass eine in umgekehrter Richtung erfolgende Drehung des Vorschubrades 54 erfolgt, um das Umschnürungsband straff um das Packstück herumzuziehen. Dieser Spannvorgang wird solange fortgesetzt, bis die Umkehrkupplung schlüpft, was dann erfolgt, wenn eine der Einstellung des Regelwiderstandes 327 entsprechende Teilspannung erreicht worden ist. Diese Spannung bewirkt eine wesentliche Verlangsamung des Vorschubrades 54. Infolge der langsamen Drehung des Vorschubrades