CH437606A - Vorrichtung zur Durchführung von Misch- und chemischen Reaktionsvorgängen - Google Patents

Vorrichtung zur Durchführung von Misch- und chemischen Reaktionsvorgängen

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CH437606A
CH437606A CH1404360A CH1404360A CH437606A CH 437606 A CH437606 A CH 437606A CH 1404360 A CH1404360 A CH 1404360A CH 1404360 A CH1404360 A CH 1404360A CH 437606 A CH437606 A CH 437606A
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CH1404360A
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Schoppe Fritz Ing Dr
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Schoppe Fritz
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    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23CMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN  A CARRIER GAS OR AIR 
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F23CMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN  A CARRIER GAS OR AIR 
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    • F23C2700/023Combustion apparatus using liquid fuel without pre-vaporising means

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Description


  Vorrichtung     zur    Durchführung von Misch. und chemischen Reaktionsvorgängen    Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Durch  führung von Misch- und chemischen Reaktionsvorgän  gen. Mit ihr soll der wirtschaftliche Betrieb bei der  Durchführung von Misch- und chemischen Reaktions  vorgängen, insbesondere bei der Verbrennung von  Gasen oder von Gasen getragenen     Feststoffteilchen    bzw.  von Flüssigkeiten, wie z. B. Heizöl, verbessert werden.  



  Die Steigerung der Wirtschaftlichkeit derartiger  Misch- und chemischer Reaktionsvorgänge wird     erfin-          dungzgemäss    mittels einer Vorrichtung erzielt, die ge  kennzeichnet ist durch eine drehsymmetrische, sich in  Strömungsrichtung erweiternde Kammer mit     tangential     gerichteter, unter Drall erfolgender Zufuhr des einen  Mediums derart, dass dieses zunächst schraubenförmig  entlang der Kammerwand zum Austritt strömt, dort teil  weise nach innen umkehrt und zentral bis ganz zum  Eintrittsquerschnitt der Kammer zurückkehrt, dabei eine  Zone intensiver Turbulenz erzeugend, die Rückströ  mung röhrenförmig umgibt.  



  Der Gegenstand der     Erfindung    ist anhand von Aus  führungsbeispielen in den     Fig.    1 bis 7 der Zeichnung  dargestellt, welche nachstehend im einzelnen erläutert  werden. Es zeigen:       Fig.    1 einen Schnitt durch eine Ausführungsform  der Vorrichtung nach der Erfindung;       Fig.    2 einen Schnitt durch einen mit einem     Feue-          rungsraum    zusammenwirkenden Ölbrenner;

         Fig.    3 eine schematische Darstellung der Strömungs  vorgänge innerhalb der     Brennerkammer;          Fig.4    ein weiteres Ausführungsbeispiel der     erfin-          dung-gemässen    Vorrichtung;       Fig.    5 einen Brenner mit einer Zuführungsvorrich  tung von     staubförm'gem,    festem Brennstoff;       Fig.    6 eine schematisch dargestellte Anlage mit vier  Kammern;       Fig.    7 eine Kombination zweier Misch- bzw.     Brenn-          kammern.     



  Wie in     Fig.    1 dargestellt, tritt die Verbrennungsluft 1  über einen Ansaugschalldämpfer 2 in einen Luftsam-         melraum    ein, der durch den Luftkasten 3 gebildet wird.  Dabei umströmt und kühlt sie den Elektromotor 4 des  Aggregats, welcher mittels radialer Arme 5 in seinen  Schwerpunkt in einer Membran 6 elastisch aufgehängt  ist. Auf der hohlen Welle des Elektromotors 4 sitzt ein  Gebläse mit radialen Schaufeln 7, welches die Luft 1  dem     Brennervorderteil    8 entsprechend den eingezeich  neter Pfeilen zuführt.

   Die Luftzufuhr 1 wird durch zwei  Ringe     gesteuert,    deren einer 9 fest auf dem Motor 4  sitzt, während der andere 10 über Zugstangen 11 von  einem mit einer geeigneten elektrischen     Steuerungs-          oder    Regelvorrichtung verbundenen Elektromagneten  12 bewegt wird.  



  Die aus dem Gebläse austretende Luft tritt in die  Leitkanäle ein, welche durch das     Brennvorderteil    8, ein  etwas     kegliges        Abdeckblech    13 und Leitschaufeln 14  gebildet werden. Diese Leitkanäle führen die Luft mit  einem genau bemessenen Drall von vorzugsweise  10-15  der mehr oder weniger     kegligen    Brennkammer  15 zu, welche aus warmfestem Blech besteht.

   Die     kege-          lige    Bauart, bei der der grösste Durchmesser etwa  1,5-1,8 mal so     gross    ist wie .der kleinste, liefert in der  Regel die besten Ergebnisse:     Ausbrand    und     Flammsta-          bilität    sinken mit kleiner     werdener        Konizität.     



  Infolge der     Fliehkraftwirkung    strömt die kalte Luft  zunächst mit     einem        Drallwinkel    von etwas über 20  (ge  gen die Achse gerechnet) an der Wand der     Brennkam-          mer    anliegend dem erweiterten Austrittsquerschnitt der  Brennkammer 15 zu. Hier macht sich aber der kräftige  Unterdruck bemerkbar, der sich im Zentrum des engsten  Querschnitts der Brennkammer 15 infolge des Eintritts  dralls der Luft einstellt und der etwa das     10-15fache     des Staudruckes .der wandnahen Strömung beträgt.

    Wenn dieser     Unterdruck    richtig bemessen ist - dies ist  der wesentlichste Punkt der Konstruktion dieser     Brenn-          kammer    -, so bewirkt er, dass ein wählbarer Anteil der  wandnahen     Durchsatzströmung    nicht aus der Brenn  kammermündung 16 abströmt, sondern radial zur Kam  merachse umbiegt und bis ganz zum Eintrittsquerschnitt  der     kegligen    Brennkammer 15     zurückkehrt.        Hier    stülpt      sich ,diese Rückströmung radial auseinander und strebt  mit der anfangs erwähnten     Durchsatzströmung    wieder in  Wandnähe dem     Brennkammeraustritt    zu.  



  Auf diese Weise erhält man ein System     gegenläufiger     Strömungen, deren äussere die innere röhrenförmig um  gibt. Zwischen beiden bildet sich eine     ebenfalls    röhren  förmige Zone intensiver Turbulenz 17, von der sich so  wohl theoretisch als auch experimentell zeigen lässt,  dass sie     zu    Mischleistungen von bisher unbekannter. In  tensität fähig ist.  



  Das Öl 18 wird von einer Pumpe 19 über ein  Magnetventil 20 und eine Einspritzdüse 21 dieser     Tur-          bulenzzone    17     zugeführt    und durch     Zündelektroden    22,  von denen nur eine dargestellt ist, gezündet.  



  Der aus der Einspritzdüse 21 kommende     Ölstrahl,     dessen     Einspritzwinkel    vorzugsweise zwischen 10 und  30      liegt,        wird    von der in der     Brennkammer    17 herr  schenden zentralen Rückströmung erfasst und der     Tur-          bulenzzone    17     zugeführt,    wo er sich intensiv mit der  Luft mischt und abbrennt.

   Da in der     Turbulenzzone    als       Mittelwert    von Durchsatz- und Rückströmung stets die       Axialgeschwindigkeit    Null herrscht, weil die Geschwin  digkeit der Rückströmung und der     Durchsatzströmung     von gleicher     Grössenordnung    sind, kann die Flamme  nicht aus der Brennkammer hinausgeblasen werden und  ist stets sicher stabilisiert.  



  Die     entstehende        Flamme    hat     näherugnsweise    die  Gestalt der     Turbulenzzone    17 und ist durch die wand  nahe Frischluftströmung von der Wand der     Brennkam-          mer    15     isoliert.    Die von der Flamme an die Wand     abge-          strahlte        Wärme    wird von der     Frischluftströmung    zum  grössten Teil wieder der Verbrennung zugeführt.  



  Da die     Turbulenzzone    17 nicht ganz bis an die  Wand der     Brennkammer    15 heranreicht, wird durch  zwei an den grössten Durchmesser der Brennkammer 15       ansetzende    konvergente Kegel 23 und 24 aus     warmfe-          stem    Blech ein Ringwirbel 25 erzeugt, der eine wenn  auch mässige, so doch hinreichende Zusatzmischung in  Wandnähe bewirkt. Durch Düsenfehler eventuell auftre  tende Öltröpfchen, die sonst aus der Brennkammer 15  vorne herausschlagen würden, werden von dem Kegel  23 abgefangen und verdampfen dort. Der Ringwirbel 25       übernimmt    die     Vermischung    dieses Öles mit der Ver  brennungsluft.  



  Mit     Hilfe    dieses Systems ist der Brenner     in    der Lage,       mit        einem        Luftüberschuss        von        nur    4     %        eine        vollständige     und     russfreie    Verbrennung des Heizöls zu erreichen.

   Die       Brennkammer    15 wird     mittels    Laschen gegen     das        hohl-          kugelkalottenförmige    Mundstück 27 des Vorderteils 8  geschraubt und kann auf diese Weise axial justiert wer  den.  



  Die Ölpumpe 19 ist mit Hilfe eines Tragkreuzes 28  in radialen Schrauben 29 am Gehäuse 30     aufgehängt     und kann durch Verdrehen der Schrauben 29 so in ihrer  Aufhängeebene bewegt werden, dass sie koaxial zum  Motor 4 sitzt. Eine flexible     Welle    31, die über einen  Hammerkopf und eine Nut an dem dem     Brennraum    ab  gewandten Ende der hohlen Welle des Motors 4 von  dieser     mitgenommen    wird und sich gegenüber ihrer  Achse in gewissem Ausmass     schrägstellen    kann, treibt  die Pumpe 19 an.  



  An der Pumpe sitzt ferner eine optische     Flammkon-          trolle    32, z. B. eine Fotozelle, welche durch eine     öff-          nung    26 in dem     Abdeckblech    13 auf die Flamme in der  Brennkammer 15 blickt und bei     Flammausfall    in be  kannter Weise die in dem     Hohlraum    33     befindlichen     elektrischen Steuergeräte betätigt.    Das     Brennervorderteil    8 ist mit einem Flansch 34 an  der Wand des Kessels 35 befestigt.

   Das Gehäuse 30  hängt in einem Doppelgelenk an dem Vorderteil 8 und  kann in einer Ebene senkrecht zur     Brennerachse    so be  wegt werden, dass die Einspritzdüse 21 genau zentral  hinter dem     Einspritzloch    des     Abdeckblechs    8     fixiert     werden kann. Ein Gummiring 36 dichtet den Spalt zwi  schen Vorderteil 8 und Gehäuse 30 ab. Durch diese  Massnahme wird erreicht,     dass    ungeachtet aller Ferti  gungstoleranzen Motor 4, Pumpe 19, Düse 21, Vorder  teil 8 und Brennkammer 15 stets koaxial sitzen.

   Um das  Doppelgelenk schwenkend     kann,das    die mechanisch be  wegten Teile enthaltende Gehäuse 30 geöffnet werden,  wodurch Einspritzdüse 21, Pumpe 19, Elektroden 22  und Fotozelle 32 zu     Reinigungs-    und Wartungszwecken  leicht zugänglich werden.  



  Auf dem Gehäuse 30 sind weiterhin Kontrollampen  37 und     Bedienungsknöpfe    38 angebracht.  



  Eine weitere Senkung des für eine vollständige und       rossfreie    Verbrennung nötigen Luftüberschusses von  4     %        auf        etwa        2,5        %        sowie        eine        grössere        Unempfindlich-          keit    gegen Fehler der     Einspritzdüse    21 lässt sich errei  chen, wenn der     Feuerungsraum,    in den der Brenner hin  einfeuert, den Besonderheiten     des    Brenners     angepasst     wird.  



  Eine besonders geeignete Bauform des     Feuerungs-          raumes    besteht aus einer     Gegenstromfeuerbüchse,    wel  che durch einen zylindrischen Mantel 39 mit geschlosse  ner Stirnseite 40 gebildet wird.     Fig.    2 zeigt den Brenner  in Aufsicht. Es ist mit Strömungspfeilen angedeutet, wie  die aus der     Brennkammer    25     austretenden        Flammgase     bis zur Stirnseite 40 des     Feuerungsraumes    durchschla  gen.

   Dies ist praktisch nur erreichbar bei sorgfältigster  Abstimmung der Kegel 23 und 24 auf die Strömungs  verhältnisse in der Brennkammer 15 und die Abmes  sungen des     Feuerungsraumes.    Die gewünschte gleich  mässige     Ausfüllung    des     Feuerungsraumes    mit der     strak-          Lenden    Flamme ist nur     möglich,    wenn der durch den  Kegel 24 gegebene     Axialimpuls    der     Flammgase    in einem  richtigen Verhältnis zu ihrem Drall steht.

   Ist der Drall  im Verhältnis zu gross, so stülpen sich die     Flammgase     sofort hinter dem Kegel 24 radial auseinander und strö  men zurück zu den Öffnungen 42. Ist der Drall zu klein,  so erreichen die     Flammgase    zwar die Stirnseite 40, stül  pen sich aber unsymmetrisch auseinander und durchzie  hen den     Feuerungsraum    einseitig und in Strähnen und  bilden dabei im     Feuerungsraum    tote Ecken und     unaus-          gespülte    kalte Zonen. In beiden Fällen verschlechtern  sich     Heizflächenbelastung    und     Ausbrand.     



  Die Auslegung der Kegel 23 und 24 hängt von den       Strömungs-    und Bauverhältnissen ab und ist empirisch  durch     Ermittlung    der Strömungsform im     Feuerungsraum     zu bestimmen. Durch Experimente kann die Optimal  form der Kegel 23 und 24 auf     Grund    der vorstehenden  Angaben rasch gefunden werden.  



  Die konischen     Querschnittsverengungen    23 und 24  und deren Wandflächen haben folgende Aufgabe: Beim       Betreiben    des Brenners     mit    flüssigem Brennstoff wie Öl,  was die wichtigste Anwendungsart des Brenners dar  stellt, wird dieser Brennstoff von der     Stirnseite    der Ein  trittsspirale her mittels einer     Druckzerstäubungsdüse     eingespritzt. Solche Düsen weisen immer, auch wenn sie  noch so sauber gearbeitet sind, kleine Spritzfehler auf.  Sie können z. B. Strähnen aufweisen, also einzelne harte  Strahlen, oder sie spritzen geringfügig schief, so dass die       Zerstäubung    nicht absolut homogen ist.

   Es können da  her     einzelne    Tröpfchen durch die     Turbulenzzone    hin-      durchschlagen,<I>ohne</I> zur Reaktion gekommen     zu        sein..     Diese Tröpfchen würden den Brenner     unreagiert    ver  lassen. Dies verhindern jedoch die     heissen    Wandflächen  an den beiden konischen Verengungen des Austrittsquer  schnitts. Die konisch verengten Teile 23 und 24 werden  direkt von den heissen     Flammgasen    bestrichen, da der  kühlende Luftfilm hier bereits abgearbeitet ist. Die Teile  kommen dabei in dunkle Rotglut.

   Alle Öltröpfchen,     die     aufgrund der herrschenden     Zentrifugalkräfte    gegen die  Wandung geschleudert werden, verdampfen     sofort    und  reagieren mit dem Restsauerstoff der heissen     Flamm-          gase.    Der Ring 23 bewirkt ausserdem an seiner Aus  trittskante einen     Abreisswirbel,    der für eine gewisse  Nachmischung sorgt, die sich versuchsgemäss als recht  wirksam erwiesen hat.  



  Bei     richVger    Formgebung wenden sich die     Flamm-          gase,    wie mit     Fig.    2 veranschaulicht ist, an der Stirnseite  40 des     Feuerungsraumes    39, 40 nach     aussen    und strö  men in der Nähe der Mantelwand 39 wieder zurück und  schaffen dabei wiederum eine röhrenförmige     Turbulenz-          zone    41,

   welche durch ihre zusätzliche Mischleistung die  oben erwähnte Senkung des erforderlichen     Luftüber-          schusses        auf        etwa    2     %        erlaubt.     



  Der     Feuerungsraum    benötigt keine     Ausmauerung     und kann direkt vom Kesselwasser bespült werden. Die       Flammgase    geben hier etwa die Hälfte ihrer Wärme im  wesentlichen durch Strahlung ab, wobei im Mittel Heiz  flächenbelastungen von 120 000 bis 140 000     kcal/mlh     erreicht werden.

   Dies ist ein Mehrfaches der heute übli  cherweise erreichten     Werte.    Die     Flammgase    verlassen  den     Feuerungsraum    mit etwa 800-900  C durch Öff  nungen 42 in     Brennernähe    und treten in den sogenann  ten     Berührungsteil    des Kessels ein,

   in dem sie den     restli-          chen        Anteil        von        etwa        50        %        ihrer        Wärme        durch        Berüh-          rung    an den Kessel abgeben. Der Berührungsteil kann in  bekannter Weise willkürlich angeordnet werden, etwa  oberhalb des     Feuerungsraumes    oder auch koaxial zu  diesem.  



  Um im     Berührungsteil    hohe     Heizflächenbelastungen     zu erreichen, d. h. um mit kleinen Heizflächen auskom  men zu können, muss für einen intensiven Wärmeüber  gang zwischen den     Flammgasen    und der Kesselwand  gesorgt werden.  



  Aus diesem Grund muss im Berührungsbereich mit  hohen     Gasgeschwind#gkeiten    gearbeitet werden, was be  deutet, das das Luftgebläse des Brenners einen hinrei  chenden Luftdruck zur Verfügung zu stellen hat.  



  Es hat sich als optimal erwiesen, mit Geschwindig  keiten von 20 -40 m/s je nach Durchsatz im Berüh  rungsteil zu arbeiten, wodurch man     Heizflächenbela-          stungen    von 40 000 bis 60 000     keal/mlh    bezogen auf  die gesamte Kasselheizfläche erreicht. Dies ist rund das  3- 4fache der heute üblichen Werte, die sich zwischen  10 000 und 20 000     kcal/m2h    bewegen. Entsprechend  wird der Kessel kleiner und billiger, wobei die Antriebs  leistung des Brenners     unbeachtlich        niedrig    ist.  



  Die genannten Geschwindigkeiten bringen einen  Druckverlust im Berührungsteil von etwa 50 bis 60 mm  WS mit sich, wozu noch die Druckverluste für die Er  zeugung der Luftturbulenz in der Brennkammer, die für       Regelzwecke    stets nötige Druckreserve sowie sonstige  Reibungsverluste kommen. Je nach     Betriebszustand     muss das Gebläse für die Verbrennungsluft daher  Drücke der Grössenordnung 100 mm WS und darüber  erzeugen.

   Würde man diesen Druck mit den heute bei       Zentralheizungsbrennern    allgemein üblichen     Drehzahlen     von 1500 U/min erreichen, so ergäben sich     unerträglich       grosse     Laufraddurchmesser.    Aus diesem     Grund        arbeitet     der beschriebene Brenner mit der Netzfrequenz, übli  cherweise also mit 3000 U/min. Diese Drehzahlsteige  rung, weiche von der heute üblichen Bauweise wesent  lich abweichende Konstruktion z. B. nach     Fig.    1 bedingt,  ist mit eine der Voraussetzungen für die Wirtschaftlich  keitssteigerung des     Gesamtaggregats.     



  Wie oben erwähnt, wird durch eine     Vergrösserung     des Strömungswiderstandes des     Berührungsteils    des  Kessels gleichzeitig eine hohe     Heizflächenbelastung    er  reicht.  



  Zugleich ist aber ein Mittel gegeben, die Verbren  nungsluft zu dosieren. Bei den bisherigen Brennern, die  durchwegs mit     Gebläsedrücken    von etwa 10 bis  20 mm WS     arbeiten,    spielt der Kaminzug eine merkliche  Rolle. Er schwankt     erfahrungsgemäss    je nach Witterung  und Windeinfall um          3,5 mm WS,

   wodurch der Luft  durchsatz durch     den    Brenner entsprechend um       20-25        %        schwankt.        Nun        erreichen        gute        Brenner        übli-          cher        Bauart    heute durchaus     CO,-Gehalte    im Abgas von       etwa        12        %,

          wobei        sie        dann        dicht        an        der        Russgrenze        sind.     Mit Rücksicht auf das Russen bei durch Zugschwan  kungen verringertem Luftdurchsatz darf der Brenner im       Durchschnitt        nur        auf        9-10        %        C02        eingestellt        werden.     Er     muss    also aus Sicherheitsgründen unwirtschaftlicher  arbeiten,

   als er     eigentlich    könnte.  



  Dies ist bei dem beschriebenen Brenner mit hohem  Gegendruck nicht der Fall, da die Zugschwankungen des  Kamins erheblich kleiner sind als der     Gebläsedruck     oder, was dasselbe ist, als die Summe der Widerstände  von Berührungsteil,     Brennkammer    und Luftregulierung,  wobei der Widerstand des     Berührungsteils    den bei wei  tem grössten Anteil des     Gebläsedruckes    verzehrt.  



  Man darf daher den beschriebenen Brenner sehr       wohl        bei        Abgasen        mit        CO=        gehalten        von        14,5        bis        15        %     arbeiten lassen, wobei man noch einen     Sicherheitsab-          stand        von        0,3-0,

  5        %        bis        zur        Russgrenze        hat        und        sicher     ist, dass der Brenner,     geschützt    durch den hohen Wider  stand des     Berührungsteils,    unabhängig von Zugschwan  kungen einen     C02    Gehalt und eine wirtschaftliche  Arbeitsweise gewährleistet.

   Die     Erfahrungen    an in  Alpentälern     montierten    Brennern zeigte,     dass    die     dort     auftretenden starken Winde Brenner üblicher Bauart  ausbliesen bzw. zum Teil zum starken Russen brachten,  während die     beschriebenen    Brenner ruhig und sauber  weiterarbeiteten.  



  Es zeigt sich also,     -dass    bei dem beschriebenen       Ölbrenner    der     sinnvoll    und zielbewusst     nutzbargemaehte     hohe Widerstand des Berührungsteils des Kessels so  wohl die Ursache der hohen     Heizflächenbelastungen        des     Kessels als auch des hohen     C02    Gehaltes ist, weswegen  sich die Eigenschaften des Brenners erst an einem geeig  neten Kessel voll entfalten können.  



  Selbstverständlich ist dis genannte Drehzahl von  3000 U/min kein scharf     limitierter        Optimalwert,    sondern  erlaubt eine gewisse     Toleranz;    z. B. wird man in Län  dern mit 60 Hz     Netzfrequenz    mit 3600 U/min arbeiten.  



  Ferner gelten die gemachten Angaben nicht nur für  das bei     Zentralheizungsbrennern    übliche leichte Heizöl,  sondern auch für     Mittelöl    und andere hinreichend dünn  flüssige     Kohlenwasserstoffe,    also auch für alle Arten  schweren     Heizöles,    wenn dieses entsprechend vorge  wärmt wird.  



  Schliesslich kann man, statt Öl mittels Pumpe und  Düse einzuspritzen, auch ein     brennbares    Gas zuführen,  wobei die     Brenngaszufuhr    an beliebiger Stelle der       Brennkammer    in der Nähe der Mittelachse erfolgen           kann.    Ein geeigneter Ort ist das     Zentrum    des Eintritts  querschnitts der Brennkammer, wobei das     Brenngas    in  bekannter Weise leicht elektrisch gezündet werden     kann.     



  Eine besonders einfache und gleichzeitig überaus  wirkungsvolle     Ausbildungsform    des     vorbeschriebenen     Brenners ist nachstehend beschrieben.  



  Es hat sich gezeigt, dass auch dann eine starke Ge  genstromturbulenz verwirklicht werden     kann,    wenn auf  eine     Austrittsleitvornchtung    am     Brennerende        ganz    ver  zichtet wird, insbesondere wenn der     Brenner        am    gröss  ten Durchmesser des     kegelstumpfförmigen        Brennrau-          mes    endet oder wenn statt der     Austrittsleitvorrichtung     lediglich ein schwach     kegelig    verlaufender Ansatz 24 am       Brennerende        Verwendung        findet,

      wie     Fig.    3 zeigt.  



  Die aus ihrem Endquerschnitt abströmenden Gase       führen    eine leichte     Drehbewegung    aus, wobei sich in der       Verlängerung    der     Brennerachse    in einer     Entfernung    von  etwa der Hälfte bis zum ganzen     Wert    des grössten     Bren-          nerdurchmessers    gemessen vom     Brennerende    ein soge  nannter Staupunkt einstellt.

   An diesem Punkt treffen  alle Stromlinien zusammen, die als Staustromlinien be  zeichnet     werden.    In der Ebene betrachtet treffen im  Staupunkt     zwei        Staustromlinien        zusammen.    Alle diejeni  gen     Stromlinien,        die,    räumlich betrachtet, im Innenbe  reich dieser Staustromlinien verlaufen, werden von der  Rückströmung erfasst und in die Kammer hineingeso  gen. Alle     Stromlinien,    die ausserhalb der erwähnten  Staustromlinien verlaufen, strömen nach aussen in axia  ler     Richtung    ab, wobei sie eine leicht schraubenartige  Strömungsbewegung ausführen.  



  Der Staupunkt und die Staulinien, die zu ihm hin  führen, bilden hierbei zumindest hinsichtlich ihrer Wir  kungsweise     gewissermassen    einen     idealisierten    körperli  chen Widerstand. Wie nämlich Versuche gezeigt haben,  stellt sich die für die     Turbulenzerzeugung    erforderliche  Rückströmung in dem Brenner ein, selbst wenn dieser  am     Austrittsende,    also an der Stelle des grössten Appa  ratedurchmessers, völlig offen ist.     Hierbei        übernimmt     der Staupunkt vor der Kammeröffnung und die Stromli  nien, die zu ihm hinführen, die Funktion eines körperli  chen Widerstandes an dieser Stelle.  



  Dass diese     Ausführungsform    in sehr häufigen Fällen  grosse Vorteile gegenüber der anderen Ausführung hat,  ist leicht einzusehen. Erstens ist sie herstellungsweise  billiger. Zweitens kann bei dieser     Ausführungsform          hochwertiges    Material eingespart werden; denn gerade  die     Austrittsleitvorrichtung        wird    den hohen     Flamm-    und       Reaktionstemperaturen    ausgesetzt und muss daher aus  höchstwertigem Material hergestellt werden. Der koni  sche Teil der Brennkammer hingegen wird je     duch    den       Kaltluftschleier    gekühlt.

   Das hierfür verwendete Mate  rial kann     also    z. B. normales Eisenblech sein. Drittens  ist die     Verwendungsmöglichkeit    dieses Brenners grösser.  Man kann den Brenner viel leichter an ein zu befeuern  des Aggregat mittels eines Flansches und einigen  Schrauben anschliessen. Die weiter oben beschriebene  Brennkammer war im Gegensatz hierzu teilweise so aus  gebildet, dass sie nicht direkt feuerte und     daher    nicht so  leicht     anzuschliessen    war wie der in     Fig.    3 dargestellte  Brenner.

   Dieser     findet        bevorzugt    Anwendung bei der       Beheizung    von Drehrohren,     Trocknern,    Öfen, kurz In  dustriebeheizungen aller     Art,    sowie als Brenner für       grosse        Dampfkesselanlagen    und     Zentralheizungskessel     jeder Grösse. Als Brennstoff kommen dabei gasförmige,  flüssige und auch feinkörnige feste     Stoffein    Betracht.  



  Als Zuführungsorgan für     gasförmige    Brennstoffe       kann    weiterhin, wie das     in        Fig.    4     dargestellte    Ausfüh-         rungsbeispiel    zeigt, eine zweite koaxiale Eintrittsspirale  68 vorgesehen werden, die dem gasförmigen Brennstoff  eine zur Drehrichtung der durch die erste Eintrittsspirale  69 eintretenden Luft gleichsinnig drehende Bewegung  aufprägt, sofern der Volumenstrom des zu verbrennen  den Brennstoffes verhältnismässig gross, also etwa  gleich dem     Volumenstrom    der Luft ist.  



  Auch können mit dem Brenner alle Arten fester  Brennstoffe umgesetzt werden, sofern diese fein     aufge-          mahlen    und mittels einer geeigneten Zuführungsvorrich  tung längs der Achse des Brenners     zugeführt    werden.  Als solche     Zuführungsvorrichtung    kann, wie     Fig.    5 an  hand eines weiteren     Ausführungsbeispiels    zeigt, ein ein  faches Rohr 70 dienen, das bis in die Gegend des gröss  ten     Durchmessers    71 in den Brenner 72 eingeführt  wird.

   Auf dem freien Rohrende 73 sitzt eine aus hitze  beständigem Werkstoff     gefertigte    Kappe 74, die     die    Be  wegungsrichtung des durch das Zuführungsrohr einge  blasenen Staubes, insbesondere Kohlenstaubes, um 180   umlenkt und den staubförmigen Brennstoff der längs der  Kammerachse verlaufenden Rückströmung 75 feinver  teilt beimischt. Der staubförmige Brennstoff wird in das  Zuleitungsrohr 70 in bekannter Weise durch einen  Schneckenförderer 76 und ein Luftgebläse 77     einge-          führt.     



  Es muss besonders darauf hingewiesen werden, dass  der beschriebenen Brenner in der Lage ist, auch Brenn  stoffkombinationen, wie Gas und Öl, Gas und Kohlen  staub, in ein und demselben Aggregat gleichzeitig zu  verfeuern. Dazu braucht man nur die beschriebene Zu  führungseinrichtungen, wie z. B.

   die zweite Eintrittsspi  rale 68 für den gasförmigen Brennstoff gemäss     Fig.    4       mit    der     Ölzuführung    18 und der     ölzerstäubungsdüse    21       gemäss        Fig.    1, oder     die    zweite     Eintrittsspirale    68 für den  gasförmigen Brennstoff mit dem     Kohlenstaubzufüh-          rungsrohr    70     entsprechend    zu kombinieren.  



  Die vorstehend     beschriebenen        Ausführungsbeispiele     lassen sich wegen der     hervorragenden    mit ihnen erziel  baren     Durchmischung    von in Form strömungsfähiger  Medien vorliegender oder in solchen mitgeführten Sub  stanzen mit besonderem Vorteil auch zur Mischung und  zum     Zur-Reaktion-Bringen    verschiedener gasförmiger,  flüssiger oder staubförmiger Stoffe verwenden.  



  In der Beschreibung ist bisher ein     Brenner        erläutert     worden, der in axialer     Richtung    gesehen einen offenen  Austrittsquerschnitt aufweist. Es hat sich gezeigt, dass  man diesen Brenner in speziellen Fällen     zweckmässig     mit einer     Austrittsleitvorrichtung        versieht,    die z. B. in  Form einer Austrittsspirale     ausgeführt    sein kann.

   Eine  solche Brennkammer mit     Austrittsleitvorrichtung    58,  wie sie in     Fig.    7 dargestellt ist,     führt    zu einer besonders  guten, d. h. ausgeglichenen Temperatur- und Konzentra  tionsverteilung über den     Auslassquerschnitt.     



  Die beschriebene Ausführungsform des Apparates  mit     Austrittsleitvorrichtung,    meistens Austrittsspirale,  gestattet es, den     Appart    speziell so     aufzustellen,    dass  seine Achse vertikal verläuft. Bei dieser Aufstellungs  weise ist der Apparat besonders sowohl     zur    Durchfüh  rung von Verbrennungsreaktionen als auch chemischer  Prozesse geeignet, bei denen feinkörnige, feste Stoffe     als          Reaktionspartner    beteiligt sind.

   Die zu behandelnden       staubförmigen    Stoffe werden von oben senkrecht in den  Apparat hineingegeben, wobei allgemein bekannte     Zu-          führungseinrichtungen    benutzt werden. Der gasförmige       Reaktionspartner,    also die Luft oder das zur Behand  lung der staubförmigen Feststoffe dienende gasförmige       Medium,    werden durch die     Eintrittsleitvorrichtung    von      unten zugegeben. Dabei bildet sich wiederum die be  schriebene röhrenförmige intensive     Turbulenzzone    aus,  die zu einer schnellen Reaktion der festen Reaktions  partner innerhalb kürzester Zeit führt.

   Diese Ausfüh  rung des Apparats kann für die verschiedensten physi  kalischen und chemischen Prozesse benützen werden. So  können unter anderem feinkörnige feste Stoffe aller     Art     getrocknet,     kalziniert    oder sehr schnell erhitzt werden.  Es können weiterhin staubförmig vorliegende Eisensul  fide     entschwefelt    und staubförmig vorliegende Eisenerze  reduziert werden.  



  Sinngemäss können natürlich auch verbrennungs  technische Umsetzungen staubförmiger fester Stoffe, wie  Steinkohle und Braunkohle, in dem senkrecht stehenden  Apparat     durchgeführt    werden.  



  Ebenso können ferner verbrennungstechnische Um  setzungen von     staubförmigen    festen Stoffen, insbeson  dere von Kohlen aller Art, nicht bis zur vollständigen  Verbrennung getrieben werden, sondern mit Luft- bzw.  wenn mit 02 als     Vergasungsmittel    gearbeitet     wird,    mit       0,-Unterschuss    durchgeführt werden, so dass durch den  damit verbundenen Vergasungsprozess ein brennbares  Gas erzeugt wird, das als Brenngas oder als Grundstoff  für die chemische Synthese Verwendung finden kann.  



  Da beispielsweise ein chemisches Produkt während  seiner Herstellung die verschiedenartigsten Behandlun  gen     erfährt,    ist gemäss einer Ausführungsform vorgese  hen, eine beliebige Anzahl der vorstehend beschriebe  nen     Kammern        hintereinander    oder parallel zu schalten,  um ihre intensive Wirkung auf das chemische Produkt in  jedem Verarbeitungsstadium auszunutzen.  



  Als Beispiel zeigt     Fig.    6 schematisch eine Anlage, in  der vier der genannten Kammern zusammenarbeiten. In  Kammer 43 möge Luft L mit Brennstoff B in     stöchio-          metrischem    Verhältnis verbrannt werden und ein heisses       Inertgas    I erzeugen. Zwei Stoffe A und B werden in  Kammer 44 gemischt; das     Gemisch        A+B    wird durch  Beifügung des     Inertgases    I in Kammer 45 sehr schnell  erhitzt, wobei die Stoffe     A+B    reagieren zu     C+D.    Diese  werden in Kammer 46, z.

   B. durch Einspritzen von kal  tem     H.0,    abgeschreckt, wodurch ihr chemisches  Gleichgewicht einfriert. Die Produkte C und D werden  in weiteren Apparaturen getrennt und weiterverarbeitet.  



  Die Vorteile, ,die, durch .die Zusammenschaltung der  genannten Kammern zu grösseren Anlagen erreicht  wurden, bestehen unter anderem darin, dass beispiels  weise in Kammer 43     heizwertarme    Gase     verfeuert    wer  den können, die in anderen Brennern nicht brennen  würden. In den Kammern 43 und 45 kommt das heisse  Gas nicht mit den Kammerwänden in Berührung, weil  ein dünner Schleier kalter Strömung innen an den Wän  den entlangläuft und diese schützt. Die Kammer 43  kann ihren Brennstoff auch gegen erhebliche Druckun  terschiede ansaugen; er braucht nicht gepumpt zu wer  den und darf daher heiss sein oder Verunreinigungen  enthalten. In Kammer 46 kann eine     Abschreckzeit    er  reicht werden, die kürzer ist als bei anderen Mischvor  richtungen.

   Dabei sind alle Kammern von     ausserordent-          lich    einfachem Aufbau und besitzen eine sehr grosse  Lebensdauer.  



  Aus diesen Gründen ist es möglich, mit einer Kom  bination der beschriebenen Kammern Effekte zu erzie  len, die mit anderen Vorrichtungen überhaupt nicht oder  nur wesentlich ungünstiger erreicht werden können.  



  Eine weitere, nicht dargestellte     Ausführungsform    der  Vorrichtung nach der Erfindung dient speziell der     unter-          stöchiometrischen    Verbrennung von Kohlenwasserstof-         fen.    Hierbei muss man den Brenner bzw. die Brenn  kammer mit sehr hohen     Brennraumbelastungen    betrei  ben, :d. h. also mit sehr hohen Durchsätzen an Luft und  Brennstoff, was einen hohen Druckverlust des Appara  tes zur Folge hat. Bei dem     unterstöchiometrischen    Be  trieb nimmt die Flamme eine intensive Blaufärbung an.

    Die Flamme     strahlt    daher nicht, ist     vollkommen        russfreä     und     die    Abgase weisen hohe Gehalte an brennbaren  Gasen, wie     H2,    CO,<B>CH,</B>     C2H4,    Alkohole usw. auf.  Eine Abwandlung dieser     Vorrichtung    ist auch geeignet,  aus     Äthan    Äthylen und aus Methan     Acethylen    zu erzeu  gen.

   Dabei müssen ebenfalls sehr grosse     Durchsatzge-          schwindigkeiten,    d. h. so kleine     Verweilzeiten    eingehal  ten werden, dass diese kürzer sind als     die    Zerfallsge  schwindigkeiten der entsprechenden Kohlenwasser  stoffe. Durch     plötzliches    Abschrecken der Reaktions  produkte mittels     Einspritzen    von Flüssigkeiten, insbe  sondere von Wasser, werden die entstandenen chemi  schen Produkte stabilisiert und     können    durch die be  kannten Trennungsverfahren rein dargestellt werden.  Die erzeugten Gase dienen als Ausgangsstoffe für die  chemische Industrie, insbesondere die Kunststoffindu  strie.  



  Es ist     bekanntlich    leicht, die Verbrennung von Luft  mit Brennstoff bei grösserem Luftüberschuss durchzu  führen. Soll .der Luftüberschuss dagegen möglichst klein  sein oder soll sogar eine Verbrennung im     stöchiometri-          schen        Brennstoff-Luft-Verhältnis    durchgeführt werden,  so entsteht die Schwierigkeit, Luft und     Brennstoff    genau       gleichmässig    und     vollständig    zu vermischen, zu verbren  nen und die dabei entstehenden hohen Temperaturen  von über 2000  zu beherrschen.  



  Die Lösung dieser Probleme ist bis heute pocht nicht  befriedigend gelungen. Man bemüht sich, die Verbren  nungstemperaturen durch keramische Auskleidungen zu  beherrschen und nimmt dabei deren     geringe    Lebens  dauer, insbesondere bei     Temperaturwechsel-Beanspru-          chungen,    in Kauf: das     Luft-Brennstoff-Verhältnis    wird  dem     stöchiometrischen        Wert    vorsichtig so weit angenä  hert,     wie    es der dabei ansteigende Verlust an     Unver-          branntem    im Abgas zulässt.  



  Es können die beiden Probleme der vollständigen  Vermischung und Verbrennung von Luft und Brennstoff  sowie die Beherrschung der Wandtemperaturen in sehr  einfacher Weise gelöst werden durch eine Kombination  zweier der vorstehend beschriebenen Kammern, wie sie  in     Fig.    17 dargestellt ist.

   Dabei bedeutet:    I =     Primärkammer     56 =     Eintrittsleitspirale    der Primärkammer  <B>80,79</B> =     Brennstoffzufuhren          1I    = Sekundärkammer  57 =     Eintrittsleitspirale    der     Sekundärkammer     58 = Austrittsspirale der Sekundärkammer  59 =     Kühlmittel       Die Verbrennungsluft tritt, durch den Pfeil 78 .ge  kennzeichnet, von der     Eintrittsleitspirale    56 mit einem  Drall versehen, mit einer     schraubenartigen    Bewegung in  die Primärkammer I ein und durchströmt sie,

   aus     Flieh-          kraftgründen    an der Aussenwand     anliegend,    bis zur  konisch verengten     Austrittsöffnung    der Primärkammer  I. Kurz vor der     Austrittsöffnung    macht sich der Sog des  im Zentrum der     Eintrittsleitspirale    wirkenden starken  Unterdruckes bemerkbar.

   Er     hindert    einen     grossen    Teil  der der Austrittsöffnung zustrebenden Strömung, aus  der Austrittsöffnung abzuströmen und saugt sie vielmehr  in Kammermitte bis zur     Eintrittsleitspirale    zurück, wo      sie sich radial nach aussen umstülpt,     umkehrt    und in       Wandnähe    wieder zur Austrittsöffnung läuft. Zwischen  der     Durchsatzströmung    in Wandnähe und der Rückströ  mung in     Kammermitte.    bildet sich eine Zone intensiver  Turbulenz, in der eine erste Teilverbrennung     stattfindet.     



  Der     dazu    nötige     Brennstoff    wird je nach den Be  triebsumständen und der Brennstoffbeschaffenheit durch  mindestens eine der     Brennstoffzufuhren    bzw. Gaszulei  tungen 80, 79 der Primärkammer     zugeführt    und ver  brennt darin mit einer Flamme, die weit aus der Primär  kammer hinaus in die Sekundärkammer schlägt. Die  Flamme ist dabei umgeben von einem     Kaltluftschleier     von geringer Stärke und grosser Stabilität, dessen Dicke  und Verlauf durch Abstimmung der Strömungsverhält  nisse in der Primärkammer den     Erfordernissen    leicht  angepasst werden kann.

   Vorzugsweise wird die Dicke  des     Kaltluftschleiers    so gewählt,     dass    sie am Eintritt der  Primärkammer relativ gross ist und an der Austrittsöff  nung einen beliebig kleinen Wert erreicht. Die Sekun  därkammer     1I    wird von einem bei 81 zugeführten kalten       Inertgas,    beispielsweise     rückgeführten    Abgasen oder  Wasserdampf, in derselben Weise durchströmt wie die  Primärkammer I von der bei 78     zugeführten    Luft.

   Die  aus der     Primärkammer    austretende, von     einem    Kaltluft  schleier umgebene Flamme durchströmt die Sekundär  kammer in deren Mitte bis zur     Eintrittsleitspirale    57, wo  sie sich radial nach aussen umstülpt,     umkehrt    und mit  dem     Inertgasstrom    der Austrittsspirale 58 zustrebt.  



  Dabei mischt sich die noch unter Luftmangel lei  dende Flamme mit der     restlichen    Luft und brennt völlig  aus. Die entstehenden über 2000  C heissen Verbren  nungsprodukte mischen sich weitgehend mit dem     Inert-          gas,    kühlen dabei ab und verlassen, noch teilweise von  einer     Inertgasschicht    umgeben,     die    Kammer durch die       Austrittsspirale    58.  



  Auf diese Weise ist es möglich, neben     vollständigem          Ausbrand    bei     stöchiometrischem        Luft-Brennstoff-Ver-          hältnis    eine Brennkammer mit relativ kalten Wänden  und damit grosser Lebensdauer zu erhalten. Da keine  warmfesten     Wandmaterialien    benötigt werden, ist die  Kammer entsprechend leicht und billig.

   Sie kann durch  Abstimmung der Strömungsverhältnisse in weitem Rah  men allen Betriebsbedingungen     angepasst    werden und  ist daher nicht nur zur     Inertgaserzeugung,    sondern auch  für die verschiedensten chemischen Reaktionen und  Mischvorgänge geeignet, insbesondere dann, wenn die  Gefahr eines thermischen oder chemischen Wandan  griffs     verhindert    werden soll.  



       Weiterhin    bietet die Tatsache, dass     die    Reaktions  produkte     durch    den in die     Sekundärkammer        II        eintrer-          tenden        Inertgasstrom    sehr rasch abgekühlt werden, eine       Anwendungsmöglichkeit    dieser Kombination von Kam  mern zum Abbrechen chemischer Reaktionen und Ein  frieren von Gleichgewichten. Dabei kann das erwähnte       Inertgas    gegebenenfalls auch     durch    ein anderes, reak  tionsfähiges Gas ersetzt     werden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Durchführung von Misch- und chemischen Reaktionsvorgängen, gekennzeichnet durch eine drehsymmetrische, sich in Strömungsrichtung er weiternde Kammer (15) mit tangential gerichteter, un ter Drall erfolgender Zufuhr des einen Mediums derart, dass dieses zunächst schraubenförmig entlang der Kam merwand.
    (15) zum Austritt (16) strömt, dort teilweise nach innen umkehrt und zentral bis ganz zum Eintritts querschnitt .der Kammer zurückkehrt, dabei eine Zone intensiver Turbulenz erzeugend, die die Rückströmung röhrenförmig umgibt. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, zur Durchfüh rung von Verbrennungsvorgängen, dadurch gekenn zeichnet, dass die Brennkammer am Austrittsende min destens einen konvergenten Kegel (23) trägt, welcher den austretenden Flammgasen einen höheren Impuls verleiht. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, zur Durchfüh rung von Verbrennungsvorgängen, gekennzeichnet durch einen Feuerungsraum, welcher die Gestalt eines schlanken zylindrischen oder kegeligen Topfes (39) hat, in den die Flammgase mit Drall aus der Mündung der koaxial in den Topf hineinragenden Brennkammer ein strömen, wobei der Drall und der Axialimpuls der Flammgase durch entsprechende Formgebung der Brennkammermündung derart gewählt werden,
    dass die Flammgase von der Brennkammermündung zunächst entlang der Achse bis zu der der Brennkammer gegen überliegenden geschlossenen Stirnwand strömen, sich dort radial auseinanderstülpen, entlang der Mantelfläche zum Eintrittsende zurückkehren und denFeuerungsraum dort verlassen, wobei sich zwischen der zentralen Ein strömung und der wandnahen Rückströmung eine Zone intensiver Turbulenz einstellt, die die zentrale Einströ mung röhrenförmig umgibt. 3.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Flammgase aus dem Feuerungs- raum in den Berührungsteil eines Kessels oder Wärme tauschers eintreten, dessen Strömungswiderstand gross ist gegenüber den Kaminzugschwankungen. 4.
    Vorrichtung nach .Patentanspruch zur Durchfüh rung von Verbrennungsvorgängen für flüssige Brenn stoffe, insbesondere Heizöl aller Art, dadurch gekenn zeichnet, dass der Stirnseite der Eintrittsspirale für die Zuführung der flüssigen Brennstoffe ein Ölkopf vor geflanscht ist, in dem die Zuführungsleitung und die Zerstäubungsdüse für den flüssigen Brennstoff so unter gebracht sind, dass eine gewisse axiale Verschiebung der Brennstoffaustrittsstelle möglich ist. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch zur Durchfüh rung von Verbrennungsvorgängen für gasförmige Brennstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass der gasför mige Brennstoff durch ein mit der Stirnseite der Ein trittsspirale bündig abschliessendes Rohr zugeführt wird.
    6. Vorrichtung nach Patentanspruch zur Durchfüh rung von Verbrennungsvorgängen für gasförmige Brennstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass der gasför mige Brennstoff durch eine zur Lufteintrittsspirale ko- axial angeordnete, gleichsinnig mit ihr drehende Ein trittsspirale zugegeben wird.
    7. Vorrichtung nach Patentanspruch zur Durchfüh rung von Verbrennungsvorgängen für staubförmige, feste Stoffe, insbesondere Kohle, dadurch gekennzeich net, dass ihr der staubförmige Brennstoff durch ein Ein blaserohr (70) mittels Trägerluft zugeführt wird, das an seinem offenen Ende (73) einen Umlenkhut (74) trägt, der das Luft-Brennstoff-Gemisch um 180 umlenkt und der Rückströmung (75) der Brennkammer (72) in fein verteilter Form zuführt. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mehrer Kammern mit tangential ge richteter, unter Drall erfolgender Verbrennungsluftzu- fuhr miteinander oder mit anderen Apparaten kombi niert sind. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwei Kammern (I und II) miteinan der verbunden sind, in deren erster eine Teilmischung und Teilreaktion abläuft, wobei die Wände dieser Kam mer weitgehend durch einen Teilstrom eines der Mischungs- und Reaktionspartner vor Angriffen ge schützt werden, und in deren zweiter die Mischung und Reaktion weitergeführt bzw. beendet wird, wobei die Wände dieser Kammer weitgehend durch ein zusätzli ches Medium, insbesondere ein Inertgas, vor Angriffen geschützt werden. 10.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch ge kennzeichnet, dass die erste der genannten Kammern mit ihrem Austrittsende mit der Austrittsspirale der zweiten Kammer verbunden ist. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kammer (15) nur aus einem kegelstumpfförmigen, an der Stelle seines grössten Durchmessers endenden Gehäuse besteht.
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