CH437637A - Verfahren zur Reinigung von Duodenal-Heparinoiden - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Duodenal-Heparinoiden

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CH437637A
CH437637A CH1260662A CH1260662A CH437637A CH 437637 A CH437637 A CH 437637A CH 1260662 A CH1260662 A CH 1260662A CH 1260662 A CH1260662 A CH 1260662A CH 437637 A CH437637 A CH 437637A
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CH1260662A
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Pietro Dr Bianchini
Silvano Prof Rossi
Angelo Dr Riva
Bruna Dr Osima
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Crinos Industria Farmaco
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/70Carbohydrates; Sugars; Derivatives thereof
    • A61K31/715Polysaccharides, i.e. having more than five saccharide radicals attached to each other by glycosidic linkages; Derivatives thereof, e.g. ethers, esters

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  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Reinigung von   Duodenal-Meparinoiden   
Das durch das Verfahren nach der USA-Patentschrift Nr. 3 000 787 erhaltene Duodenal-Heparinoid ist eine biologisch aktive Standart-Zubereitung, die aus dem Duodenum verschiedener Tiere   (Rind,    Schwein usw.) gewonnen und hauptsächlich aus sulfonierten Polysacchariden zusammengesetzt ist.



   Als Ergebnis ist nun die Möglichkeit entdeckt worden, die verschiedenen Fraktionen des Heparinoids mit Hilfe verschiedener Reinigungsverfahren zu erhalten.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Auftrennung von Duodenal-Heparinoiden in biologisch aktive und inaktive Fraktionen ist gekennzeichnet durch die Verwendung von Salzen von quaternären Ammoniumbasen bzw. Zinksalzen oder Bariumsalzen als Fällungsmittel für die biologisch aktiven Fraktionen.



   Besondere Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens sind in den nachfolgenden Beispielen ausführlich beschrieben.



   Beispiel I a) Reinigung des Standardpräparates durch Behand lung mit Phenol
250 g Standard- Ateroid  (eingetr. Warenzeichen) (standarisiert auf   0,82/mgA.L.U.,      l/mgA. C. U., 55. 8/mg    L.S.U., 10 mg/mg   A.U.)    werden in 90   0/obigem    Phenol suspendiert, um eine Lösung von 5   Gew.- /o/Vol.    zu erhalten. Die Suspension wird mit Unterbrechungen 48 Stunden lang geschüttelt und dann zentrifugiert. Die in Phenol (welches inaktiv ist) lösliche Fraktion wird verworfen und die in Phenol unlösliche Fraktion wird 4-5 mal mit Äthylalkohol (200 ml für jede Waschung) gewaschen, worauf 2 Waschungen mit Äthyläther (200 ml für jede Waschung) folgen.

   Nach dem Trocknen erhält man ein elfenbeinweisses Pulver (Gewicht 68 g), das in destilliertem Wasser gelöst wird, um   eineLösungvon 10 Gew.-      0/olVol.    zu erhalten. Mit Hilfe von    Zellophan -beu-    teln wird die wässrige Lösung 48 Stunden lang in fliessendem, entionisiertem Wasser dialysiert, wonach das Dyalisat filtriert wird. Der unlösliche Rückstand wird verworfen, die klare Lösung mit 3 Vol-Teilen Aceton oder Äthanol behandelt und der Inhalt mit Essigsäure auf ein PH von 5 eingestellt. Der erhaltene Niederschlag wird durch Zentrifugieren aus Aceton oder Alkohol abgetrennt, dreimal mit Äthanol (100 ml für jede Waschung) und zweimal mit äthyläther gewaschen und dann unter Vakuum bei Raumtemperatur getrocknet.



  Das erhaltene Material (25.5 g) hat das Aussehen eines weissen Pulvers. Die Ausbeute beträgt 10   o/o    des Ausgangsproduktes, und der Titer der biologischen Aktivität lautet wie folgt:
AL U. (antilipaemische Einheit)   3,45/mg   
AC U. (anticholesterinaemische Einheit)   3,22/mg   
LS U.   (lipasemische Einheit)      450 /mg   
A. U. (Uronsäure)   112 /mg   
Daraus kann man ersehen, dass die lipasemische Aktivität und der Uronsäuregehalt völlig wiedererlangt sind. b) Reinigung durch Verwendung von quaternären
Ammoniumbasen ba)    Cetavlon -Harze.    (eingetr. Warenzeichen)
5 g des nach Beispiel 1 erhaltenen Produktes werden in 100 ml destilliertem Wasser gelöst.

   Jeglicher unlösliche Rückstand, der möglicherweise vorhanden ist, wird durch Zentrifugieren entfernt, dann wird eine Lösung von 2.5   0/cigem    Cethyl-Trimethylammoniumbromid (mit einem PH von ungefähr 5.5) der klaren Lösung zugefügt, bis die Fällung beendet ist. Die so erhaltene reichlich flockige Ausfällung wird von einer gelben Flüssigkeit durch Zentrifugieren abgetrennt, mit destilliertem Wasser gewaschen und dann in einer 10   0/obigen    alkoholischen Lösung dispergiert. Die Dispersion wird 3-4 Tage lang mit einem sulfonierten Harz in Berührung gebracht, mit Unterbrechungen geschüttelt (bis zur Klar  heit)    und dann durch Filtrieren vom Harz getrennt.



  Schliesslich wird das Duodenal-Heparinoid mit 5 Vol. Teilen Aceton ausgefällt oder lyophylisiert. Die Ausbeute beträgt 15.5   O/o;    der Gehalt an Uronsäure beträgt  230 Teile/Tausend. Die ultravioletten und infraroten Spektralangaben sind miteingeschlossen. bb)  Hyamin -Zink-Salze
100 g  Ateroid  (Standardpräparat) werden in   2 1    destilliertem Wasser bei   40     C dispergiert; die Dispersion mit 50   0/obiger    NaOH-Lösung auf ein PH von 12,5 eingestellt, und anschliessend eine 10   0/obige     Hyaminlö   sung    (Diisobutyl-phenoxy-äthoxyäthyl-dirnethyl-benzyl-    ammoniumchlorid) zugefügt, bis die Fällung beendet ist.



  Der   p-Wert    wird dann mit Essigsäure auf 4.5 gesenkt, und durch Filtrieren erhält man einen Nie der schlag, der, zweimal mit Wasser gewaschen, in 11 1.75 mol.   NaCl-Lösung    bei   400    C suspendiert wird.



  250 ml Aceton werden hinzugefügt, der Inhalt wird über  Cellit  in einem Büchner-Trichter filtriert, und dann werden weitere 1250 ml Aceton zu der klaren Lösung hinzugefügt. Anschliessend wird filtriert, die Acetonlösung entfernt und der Niederschlag mit einer Aceton Wasser-Mischung von 4:1 gewaschen. Nun wird der Niederschlag getrocknet, zuerst mit einer Alkohol  Äther-Mischung    von 3:1, zum Schluss unter Vakuum bei   500 C.    Hierdurch erhält man ungefähr 20 g, die in 500 ml einer 10   0/siegen    ZnCl2-Lösung suspendiert und 5 Stunden lang geschüttelt werden. Die Suspension wird zentrifugiert, und der Niederschlag dreimal mit einer 10   0/obigen    Zinkchlorid-Lösung (100 ml für jede Waschung) gewaschen; dann werden alle Waschungen vereinigt.

   Das Zentrifugat, bestehend aus Nucleinsäuren und Spuren von Heparinoid-Substanzen (HZ/a bezeich  nest),    zeigt folgende Charakteristiken:
EMI2.1     


<tb>  <SEP> MboM
<tb>  <SEP> 0
<tb>  <SEP> N <SEP> S <SEP> P <SEP> (a) <SEP> 20D <SEP> ° <SEP> V <SEP> °
<tb> 13,11 <SEP> Spuren <SEP> 8,72 <SEP> +76 <SEP> 0,23 <SEP> 0,30 <SEP> 17 <SEP> 1,5
<tb> 
Nach dem Zentrifugieren werden die vereinten Waschlösungen mit 1.5 Vol.-Teilen Aceton gefällt, die Suspension wird nochmals zentrifugiert, der Feststoff dreimal mit Äthanol gewaschen und mit   Athyläther    entwässert. Hierdurch werden 2.3 g eines Produktes isoliert, das aus den Zinksalzen der gesamten Polysaccharide besteht.

   Dieses Produkt wird in   100 mol    Wasser suspendiert, dem 50 ml einer   100/oigen      Natriumcarbon-    atlösung zugefügt werden. Das Produkt wird wieder zentrifugiert, die überstehende Lösung mit Essigsäure auf einen   p-Wert    von 6 gebracht und mit 2 Vol.-Teilen Methanol ausgefällt.

   Es wird entwässert und mit   Alkohol-Äther    auf übliche Weise getrocknet, worauf man ein Material erhält (HZ/6 bezeichnet), das aus 1.8 g des Natriumsalzes zweier verschiedener sulfonierter Polysaccharide zusammengesetzt ist und folgende Charakteristiken besitzt:
EMI2.2     


<tb>  <SEP> b <SEP> W <SEP> tt <SEP> bX
<tb> N0/o <SEP> SO/o <SEP> PO/o <SEP> (a)20D <SEP> °
<tb> 3,36 <SEP> 5,30 <SEP> Spuren <SEP> +20 <SEP> 4,1 <SEP> 3,9 <SEP> 618 <SEP> 208
<tb> 
Um die Trennung der beiden Polysaccharide zu erreichen, geht man von dem Zinksalz aus, das in 60 cm3 Wasser dispergiert und auf   80"    C erhitzt wird.

   20 ml einer 25   0/obigen    Essigsäure gibt man zu der wässrigen Dispersion und unmittelbar danach 80 ml einer Lösung von Bariumacetat in 25   0/obiger    Essigsäure (die auf   80"    C vorerhitzt war). Dann wird schnell auf   10     C abgekühlt, zentrifugiert und der Niederschlag von der überstehenden Flüssigkeit abgetrennt, die mit dem Symbol   (O)    bezeichnet ist. Der Niederschlag wird mit einer Lösung von 5    /o    Bariumacetat in 25   0/obiger    Essigsäure (zwei Waschungen mit je 30 ml) gewaschen, dann wird er in 50 ml Wasser suspendiert und mit 50 ml einer 10   0/obigen    Natriumcarbonat-Lösung behandelt.

   Nach dem Zentrifugieren wird das gesammelte Bariumcarbonat mit 20 ml einer 5   0/obigen    Natriumcarbonat-Lösung gewaschen, die gesammelten alkalischen Waschlösungen   (0)    werden auf ein PH von 6 mit Essigsäure gebracht und mit zwei Vol.-Teilen Methanol ausgefällt. Dadurch werden 0,6 g eines Produkts erhalten   (HZ/Bt    bezeichnet), das folgende Charakteristiken besitzt:
EMI2.3     


<tb>  <SEP> bD <SEP> W <SEP> bD <SEP> bD
<tb> NO/o <SEP> SO/o <SEP> P0/o <SEP> (a)20D <SEP>  < 
<tb> 2,34 <SEP> 8,18 <SEP> Spuren <SEP> +20 <SEP> 8,2 <SEP> 10 <SEP> 1265 <SEP> 240
<tb> 
Die überstehende Flüssigkeit (bezeichnet als: 0) wird mit 200 ml Methanol ausgefällt, der Niederschlag in 50 ml Wasser suspendiert, dem 50 ml einer   10 0/obigen    Natriumcarbonat-Lösung zugefügt werden.

   Danach verfährt man weiter wie beim Produkt   HZ/B.    Man erhält 1.150 g eines Produkts (HZ/B2 bezeichnet) mit folgenden Charakteristiken:
EMI2.4     


<tb>  <SEP> iD <SEP> S <SEP> ç <SEP> M
<tb> NO/o <SEP> SOlo <SEP> P0/o <SEP> (a)20u <SEP> ° <SEP> °, <SEP> z <SEP> ; <SEP> D
<tb> 4,85 <SEP> 3,08 <SEP> Spuren <SEP> +22,5 <SEP> 1,98 <SEP> 2 <SEP> 154 <SEP> 202
<tb> 
Beispiel 2
Reinigung durch Verwendung von Zinksalzen
Fraktion A:
1000 g eines Standard-Duodenal Heparinoids werden in 11 1 einer 10   0/obigen    Zinkchlorid-Lösung gelöst und 7 Stunden lang geschüttelt. Dann wird zentrifugiert, der ungelöste Niederschlag wird entfernt, und 7500 ml Aceton werden unter Schütteln in die klare Lösung gegossen. Der Niederschlag wird gesammelt und mit Aceton und Äther entwässert.

   Nach dem Trocknen in einem Ofen unter Vakuum erhält man 190 g der Fraktion A.



   Fraktion B:
190 g Fraktion A, suspendiert in 1800 ml Wasser, werden unter Schütteln auf   80"    C erhitzt. 600 ml Essigsäure werden dann hinzugefügt und unmittelbar danach noch 2400 ml einer Lösung von 10   o/o    Bariumacetat in 25   0/obiger    Essigsäure (vorerhitzt auf   80 ).    Dann wird schnell auf   10     C abgekühlt und zentrifugiert. Der feste Rückstand wird gesammelt und zweimal gewaschen, indem man ihn in einer Lösung von 5   O/o    Bariumacetat in 25   0/obiger    Essigsäure dispergiert (jedesmal 250 ml). Nach jedem Waschen wird der Rückstand zentrifugiert, und schliesslich wird der erhaltene feuchte Niederschlag in 11 Wasser suspendiert.

   Während des Schüttelns werden 1000 ml einer 10   0/obigen    Natriumcarbonat-Lösung in die   Suspension gegossen. Der   End-pB-Wert    der Lösung muss zum Schluss basisch sein. Die Suspension wird dann zentrifugiert, bis die überstehende Flüssigkeit vollkommen klar ist. Der erhaltene Niederschlag (Bariumcarbonat) wird zweimal durch Dispergieren mit Hilfe   einer 5 0/obigen Natriumcarbonat-Lösung gewaschen    (jedesmal 250 ml). Nach jedem Waschen wird zentrifugiert. Schliesslich wird der Niederschlag verworfen. Die erhaltenen basischen, klaren Waschwasser werden vereint und mit Essigsäure auf ein   PH    von 6 gebracht, dann wird gefällt, wobei 2 Vol.-Teile Methanol verwendet werden.

   Der Niederschlag wird mehrere Male mit Methanol gewaschen, um alles Natriumacetat abzuscheiden; dann wird mit Äther entwässert und in einem Ofen unter Vakuum bei   50     C getrocknet. 20.875 g der Fraktion B werden erhalten. Fraktion B ist ein beträchtlich unreines Produkt, das Phosphor-Verbindungen und Spuren von Proteinen enthält. Von dieser Fraktion aus wird die Fraktionierung des Polysaccharids begonnen.



   Fraktion   C1:   
30 g Fraktion B werden in 6 1 einer   10 0/oigen    Zinkchlorid-Lösung suspendiert und 5 Stunden lang geschüttelt. Dann wird zentrifugiert und der Rückstand zweimal gewaschen, indem man ihn jedesmal in 100 ml einer 50/oigen Zinkchlorid-Lösung dispergiert. Nach jedem Waschen wird zentrifugiert, und dann werden die klaren Lösungen vereinigt. Der feste Rückstand (hauptsächlich aus einer Phosphor-Verbindung mit Eigenschaften ähnlich denen der Nucleinsäuren zusammengesetzt) wird entfernt (11.6 g). Die erhaltene Flüssigkeit wird gemessen, und dann wird ihr unter Schütteln langsam Methanol zugefügt (9 Vol.-Teile Methanol auf 11 Vol.-Teile Lösung).

   Nun lässt man 1 Stunde stehen, entfernt den Niederschlag durch Zentrifugieren, entwässert und trocknet ihn wie üblich. 6.1 g der Fraktion   Ct    werden erhalten.



      Fraktion C2 :   
Aceton wird den Methanol-Flüssigkeiten zugesetzt (von denen die Fraktion   Ct    durch Zentrifugieren abgetrennt worden ist), bis alle festen Bestandteile gefällt sind. Gewöhnlich ist die zugeführte Menge an Aceton der vorher benutzten Menge Methylalkohol äquivalent.



  Der durch Zentrifugieren gewonnene feste Teil wird entwässert und wie üblich getrocknet.   12.log    der Fraktion C2 werden erhalten.



   Fraktion   D1 :   
5.750 g der Fraktion   Cl,    gelöst in 150 ml Wasser (das auf   80"    C erhitzt worden ist), werden mit 50 ml Essigsäure und unmittelbar danach mit 200 ml einer Lösung von 10   O/o    Bariumacetat in 25   0/obiger    Essigsäure (ebenfalls auf   800 C    vorerhitzt) behandelt. Dann wird schnell auf 100 C gekühlt und das Verfahren wie für Fraktion B weitergeführt, wobei die Waschungen mit entsprechenden Mengen einer Lösung von 5   o/o    Bariumacetat in 250/oiger Essigsäure durchgeführt werden.



  Der feuchte Niederschlag wird in 70 ml Wasser suspendiert und mit 70 ml einer 10   0/obigen    Natriumcarbonat Lösung behandelt. Der entstandene Niederschlag aus Bariumcarbonat wird gewaschen und die gesammelte Waschflüssigkeit mit 2 Vol.-Teilen Methanol behandelt, wonach der erhaltene Niederschlag entwässert und getrocknet wird. Auf diese Weise werden 3.880 g der Fraktion   Dj    isoliert.



   Fraktion   D2 :   
10.640 g der Fraktion   C    werden in 220 cm3 Wasser (das auf 800 C erhitzt worden ist) suspendiert; sie werden anschliessend mit 73 ml Essigsäure und dann mit 290 ml einer Lösung von   10 ovo    Bariumacetat in 25   Obiger    Essigsäure behandelt. Das Verfahren wird wie für Fraktion   Dt    weitergeführt: 7.700 g der Fraktion D2 werden gesammelt.



   Fraktion   E1:   
3.880 g der Fraktion   Dt    werden in 680   cm3    einer   10 0/obigen    Zinkchlorid-Lösung suspendiert. Dann wird annähernd eine halbe Stunde geschüttelt, worauf man eine völlig klare Lösung erhält. Ein gleiches Volumen Methanol wird hinzugefügt, der Niederschlag zentrifugiert und das Verfahren wie üblich weitergeführt, wobei man 3.800 g der Fraktion   E1    erhält.



   Fraktion   E2 :   
7.700 g der Fraktion D2 werden in 1400 ml einer   10 0/oigen    Zinkchlorid-Lösung suspendiert und eine halbe Stunde lang geschüttelt. 2.800 ml Methanol werden der klaren Lösung zugefügt. Der Niederschlag wird wie oben gesammelt, wobei man 6.650 g der Fraktion E2 erhält.



   Fraktion   F1:   
3.800 g der Fraktion   E1    werden in 90 ml Wasser suspendiert, das auf 800 C erhitzt worden ist. 30 ml Essigsäure werden zugefügt und dann 120 ml einer Lösung von 10   o/o    Bariumacetat in 25   0/obiger    Essigsäure (vorerhitzt auf   80"    C). Dann wird schnell gekühlt und das Verfahren wie für Fraktion B weitergeführt. Der feuchte Niederschlag, suspendiert in 70 ml Wasser, wird mit 70 ml einer 10   0/obigen    Natriumcarbonat-Lösung behandelt. Der Bariumcarbonat-Niederschlag wird gewaschen, die gesammelten Waschwässer werden mit 2 Vol.-Teilen Methanol gefällt und der erhaltene feste Bestandteil gesammelt, entwässert und getrocknet. 2.900 g der Fraktion   F1      (fit)    werden erhalten.

   Die analytischen Daten sind folgende:
EMI3.1     


<tb>  <SEP> M <SEP> 6 <SEP> M <SEP> M
<tb> NO/o <SEP> So <SEP> P'/o <SEP> (a) <SEP> zu
<tb> 2,68 <SEP> 4,9 <SEP> Spuren <SEP> 650/o <SEP> 1,5 <SEP> 1,2 <SEP> 200 <SEP> 94
<tb> 
Fraktion   F2 :   
6.650 g der Fraktion E2 werden in 150 ml Wasser suspendiert, das auf 800 C erhitzt worden ist.   50ml    Essigsäure werden hinzugefügt und dann 170 ml einer Lösung von 10   O/o    Bariumacetat in 25   0/obiger    Essigsäure.



  Das Verfahren wird wie für Fraktion   F1    weitergeführt und 5.075 g der Fraktion F2 (FF2) werden gesammelt.



  Man erhält folgende analytische Daten:
EMI3.2     


<tb>  <SEP> MM <SEP> M <SEP> 6
<tb>  <SEP> Wo <SEP> g
<tb> NO/o <SEP> S <SEP> O/o <SEP> P <SEP> 01o <SEP> ((W)20D
<tb>  <SEP> 0 <  <SEP> 
<tb> 2,29 <SEP> 8,48 <SEP> Spuren <SEP> +40  <SEP> 2,35 <SEP> 2,75 <SEP> 822 <SEP> 260
<tb> 
Fraktion   F3 :   
1 Vol.-Teil Methanol wird zu den vereinten essigsauren Mutterlaugen der Fraktionen   Dt    und D2 hinzugefügt; durch Zentrifugieren sammelt man dann einen Niederschlag, der in 100 ml Wasser suspendiert wird.



  70 ml einer 10   0/eigen    Natriumcarbonat-Lösung werden  der Suspension zugefügt (wobei das   Pu    deutlich basisch wird). Dann zentrifugiert man, wäscht den Niederschlag und entfernt ihn. Die vereinten Waschwässer werden mit Essigsäure auf ein   p,    von 6 gebracht; dann werden sie mit 2 Vol.-Teilen Methanol behandelt, wobei man einen Niederschlag erhält, der aus 2.240 g der Fraktion   F5      (FFa)    besteht. Die essigsauren Mutterlaugen, aus denen die   Bariumsalze    beider Fraktionen   FJ    und F2 erhalten worden sind, bilden keinerlei Niederschlag.

   Die analytischen Daten der Fraktion   F3    sind folgende:
EMI4.1     


<tb>  <SEP> M <SEP> bO <SEP> M <SEP> ba
<tb> N <SEP> 0/o <SEP> S <SEP> O/o <SEP> P <SEP> OIO <SEP> (a) <SEP> 2QD <SEP> °
<tb> 3,16 <SEP> 4,78 <SEP> Spuren <SEP> +100 <SEP> 3,3 <SEP> 3,3 <SEP> 346W <SEP> 180
<tb>    

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Auftrennung von Duodenal-Heparinoiden in biologisch aktive und inaktive Fraktionen, gekennzeichnet durch die Verwendung von Salzen von quaternären Ammoniumbasen bzw. Zinksalzen oder Bariumsalzen als Fällungsmittel für die biologisch aktiven Fraktionen.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine wässrige klare Lösung von Duodenal-Heparinoiden mit Cetyl-trimethyl-ammonium-brom- id versetzt, die alkoholische Dispersion des entstand nen Niederschlags mit einem sulfonierten Ionenaustauscher-Harz behandelt und die so erhaltene klare Lösung mit Aceton versetzt oder lyophylisiert wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass biologisch aktive Fraktionen von Duodenal-Heparinoiden mit einer Lösung von Diisobutyl-phen oxy-äthoxyäthyl-dimethyl-benzylammoniumchlorid gefällt werden, der Niederschlag gewaschen, in Natriumchlorid-Lösung gelöst, die Lösung filtriert und mit Aceton wiederum ein Niederschlag gefällt wird, dieser mit Zinkchlorid-Lösung behandelt und mit Aceton aus der erhaltenen Lösung die Zinksalze der biologisch aktiven Polysaccharide gefällt und diese durch Behandlung mit Natriumcarbonat in die Natriumsalze zweier verschiedener sulfonierter Polysaccharide übergeführt werden.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Polysaccharide durch Bildung ihrer entsprechenden Bariumsalze getrennt werden.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Extrakt von Duodenal-Heparinoiden in einer Zinkchloridlösung gelöst, das Unlösliche abgetrennt und eine erste Fraktion (A) mit Aceton ausgefällt wird, diese Fraktion in verdünnter Essigsäure gelöst, mit Bariumacetat seine biologisch wichtigen Verbindungen gefällt, letztere aus den entstandenen Bariumsalzen mit Natriumcarbonat in löslicher Form erhalten und durch schwaches Ansäuern mit Essigsäure und Zusatz von Methanol ausgefällt (Fraktion B) werden, diese Fraktion B in Zinkchloridlösung gelöst, das Unlösliche entfernt und zuerst eine Fraktion (Cl) mit Methanol und eine weitere Fraktion (C2) mit Aceton gefällt wird, jede dieser Fraktionen Ct und C2, gelöst in verdünnter Essigsäure,
    mit Bariumacetat versetzt und zwei neue Fraktionen Dt und D2 aus den entsprechenden Niederschlägen in Natriumcarbonatlösung gelöst werden, worauf die beiden Fraktionen mit Zinkchlorid-Lösung behandelt und aus den entstandenen Lösungen mit Methanol zwei Fraktionen (EN und E2) gefällt werden, durch Behandeln mit Bariumsalzen zwei Endfraktionen (Fl und F2) erhalten werden und aus den vereinigten essigsauren Mutterlaugen der Fraktionen Dt und D2 durch Ausfällen mit Methanol, Zusatz von Natriumcarbonat und Abtrennen des erhaltenen Niederschlags aus der auf ein von von 6 eingestellten Lösung mit Methanol eine dritte Fraktion (F) erhalten wird.
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