CH438048A - Fahrzeuglenkung für Räder- oder Raupenfahrzeuge - Google Patents
Fahrzeuglenkung für Räder- oder RaupenfahrzeugeInfo
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Description
Fahrzeuglenkung für Räder- oder Raupenfahrzeuge Es ist bekannt, Raupenkettenfahrzeuge oder Räder fahrzeuge beim Fahren zu lenken, indem man die Um drehungszahl der linken und rechten Räder bzw. Rau pen in irgend einer Weise regelt bzw. verändert.
Bei reiner mechanischer Betätigung solcher Einrich tungen ist beim Wechsel der Umlaufgeschwindigkeit von den Rädern oder Raupen zur richtigen Einstellung der selben der Gebrauch von Bremsen nötig. Diese Brem sung vernichtet jedoch teilweise die Antriebskraft, der Wirkungsgrad ist niedriger und man kann nur ruckweise lenken.
Eine andere Methode zum Lenken von Rädern und Raupenfahrzeugen ist noch bekannt, und zwar mit einer hydraulischen Übertragung, in welcher separate hydrau lische Motoren diese Raupenketten, kurz Raupen ge nannt, oder Räder unabhängig voneinander antrieben. Durch die Regulierung der Versorgungsmenge der Druck flüssigkeit dieser hydraulischen Motoren wird die glei che Wirkung, wie oben beschrieben, erzielt.
Doch ist diese Art der Übertragungen im allgemeinen weniger leistungsfähiger als die reine mechanische Über tragung.
Diese Nachteile werden gemäss der Erfindung da durch behoben, dass der Hauptübertragung zum An trieb der Raupen oder Räder an mindestens einer Seite des Fahrzeuges ein Planetengetriebe als ein unabhängi ges Antriebsmittel mit veränderlicher Umdrehungszahl zum Regeln der jeweiligen Umdrehungen der Raupen oder Räder an der gegenüberliegenden Seite des Fahr zeuges hinzugefügt ist. Die# Lenkung durch veränder liche Geschwindigkeit kann man mit einer hydraulischen Kombination von Pumpe u. Motor erreichen.
Wenn Rä der od. Raupen an beiden Seiten vor dem Fahrzeug Ver bindung haben mit einem veränderlichen Geschwindig- keitsantriebsmittel für diese Steuerung um die Fahrtrich tung zu verändern, dann ist diese Methode durch den zusätzlichen Gewinn von Antriebsgeschwindigkeit an der Rädern oder Raupen an der anderen Seite vor dem Fahr- zeug sehr wirkungsvoll und leistungsfähig. Dieser Gewinn erhöht sich zusätzlich bei den unabhängigen Antriebs mitteln wie vorstehend erwähnt.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele des Er findungsgegenstandes an Hand einer dieselben schema tisch darstellenden Zeichnungen näher erläutert und zwar zeigt: Fig. 1 eine Sch.aubildansicht eines Raupenkettenfahr- zeuges mit einer Fahrzeuglenkung.
Fig. 2 eine Schaubildansicht eines anderen Ausfüh- rungsbeispieles einer Fahrzeuglenkung.
Fig. 3 eine Schaubildansicht eines weiteren Ausfüh- rungsbeispieles einer Fahrzeuglenkung.
Fig. 1 stellt die Lenkung für ein Raupenfahrzeug 1 dar, bestehend aus der Kraftmaschine 2, der Antriebs- welle 3, das daran angeschlossene durchgehende Getrie be 3A mit der transversal angeordneten Hauptantriebs welle 4 des Fahrzeuges 1, die an jedem Ende der Haupt antriebswelle 4 angeordneten Innenzahnradgetrieberä- der oder Ringe 5, 5' als Bauteil des Planetengetriebes 6, 6'.
Im Eingriff mit diesen Getrieberäder 5, 5' ist eine Einrichtung von Planeträdern 7, 7', welche an einem Pla- netradträger 8, 8' angeordnet sind. Diese Träger sind auf den Halbachsen 9, 9' befestigt, durch welche die An triebskraft auf die linken und rechten Raupen 9A, 9A' von dem Fahrzeug übertragen wird. Diese Einrichtung von Planeträdern 7, 7' ist im Eingriff mit einem Son nenrad 10, 10' in direkter Verbindung mit einem Zahn rad 11, il'.
Die Zahnräder 11,<B>11'</B> greifen wiederum in die Zahnräder 12, 12' ein, welche an den Schaftenden 13, 13' befestigt sind, an welchen wiederum die Getrie beräder 14, 14' sich befinden.
Die Getrieberäder 14, 14' greifen in die Zahnräder 15, 15' ein, welche an dem einen Ende der Welle 16, 16' befestigt sind. An den anderen Enden sind die Kegel zahnräder 17, 17' angebracht, welche beide mit denn Ke- gelzahnrad 18 ineinandergreifen, das auf der vorstehen den Achse 19 von einem hydraulischen Motor 20, wel- cher Mittel für eine unendlich veränderliche Antriebs und Drehungszahl enthält, angetrieben wird. Eine Pum pe 21 versorgt den Hydraulikmotor 20 mit Druckflüs sigkeit.
Die Bremsscheiben 22, 22' sind auf der Haupt antriebswelle 4 neben dem Planetgetriebe 6, 6' mit Be tätigung durch die Bremsbacken 23, 23' montiert.
Die Arbeitsweise dieser Lenkung ist folgende: Die normale Antriebskraft wird von der Antriebs maschine auf das Fahrzeug 1 durch die Antriebsachse 3 auf die Hauptantriebswelle 4 übertragen, so dass die Kraft auch die zwei Planetengetriebe 6, 6' ähnlich über tragen wird. Für die Lenkung des Fahrzeuges auf einen geraden Kurs müssen beide Einrichtungen von Rädern oder Raupen 9A, 9A' also die auf der linken und auf der rechten Seite des Fahrzeuges mit der gleichen Ge schwindigkeit rotieren. Mit den Sonnenrädern 10, 10' wird so das Gleichgewicht gehalten.
Zur Gegenwirkung auf die zwei Sonnenräder 10, 10' durch das Getriebe des Hydraulikmotors über das Ke gelrad 18 mittels dem Hydraulikmotor 20, ist deshalb ein Drehmoment von 0 erforderlich.
Zum Lenken des Fahrzeuges nach links oder nach rechts muss der Hydrauli!kmotor 20 jeweils die Sonnen räder 10, 10' in Gegenrichtung in Gang bringen, wobei der Differenzialantrieb nur auf die Räder- oder Raupen ketten 9A, 9A' an der Gegenseite vom Fahrzeug wirkt. Bei Drehung des Fahrzeuges kann man ausser mit der Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung durch die Betäti gung des Hydraulikmotors 20, für die Übertragungsbe wegung zu den Rädern oder Raupen 9A, 9A' durch. die Hauptantriebswelle 4 noch zusätzlich deren Umdrehung mit den Bremsbacken 23, 23', welche an den Brems scheiben 22, 22' angreifen, verhüten.
In diesem Falle sorgt der Hydraulikmotor 20 für den Antrieb der Räder oder Raupen 9A, 9A' an der Gegen seite des Fahrzeuges für gleiche Geschwindigkeit jedoch in der Gegenumdrehungsrichtung.
Fig. 2 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der Fahrzeuglenkung in welcher ein Zweiganggetriebe zwi schen dem Antriebsmotor und der Hauptantriebswelle eingebaut ist. Der Antriebsmotor 24 übertragt seine Kraft auf die Antriebsachse 25 durch das Kegelrad 26 auf eine liegende Achse 27, auf welcher ein verzahntes Rad 28 angeordnet ist. Ein innenverzahntes Getriebrad 29 greift in ein Zahnrad 28 und ist der Länge nach durch den Wählarm 30 verschiebbar, welcher in eine Nute 31 am Umfang des Getriebrades 29 eingreift.
Ein Unter setzungsgetriebe 32 für Langsamfahrt ist drehbar auf der liegenden Achse 27 montiert und greift in ein Lang samfahrgetriebe 31 ein, welches auf der Hauptantriebs welle 34 montiert ist. Ebenfalls drehbar montiert an der liegenden Achse 27 ist ein Fahrgetriebe für hohe Ge schwindigkeit 35, welches in ein Schnellganggetriebe 36 eingreift, das auf der Hauptantriebswelle 34 angeordnet ist.
Im gleichen Gehäuse mit dem Untersetzungsgetriebe 32 ist ein Zahnrad 37 eingeschlossen, welches in das Ge- triebrad 29 eingreift. Das Schnellganggetriebe 35 hat ein Zahnrad 38, wodurch sein Eingreifen mit dem Getrie berad 29 möglich ist.
Im Betriebszustand liefert der Motor 24 seine Kraft über die Antriebsachse 25 und das Kegelradgetriebe 26 an die liegende Achse 27.
Für das Fahren mit dem Untersetzungsgetriebe wird der Wählarm 30 gegen das Kegelradgetriebe 26 bewegt in welchem Fall das Getrieberad 29 in beide Zahnräder 28 und in das Zahnrad 37 eingreift. Diese Kraft wird dann übertragen mittels der liegenden Achse 27 durch, das Untersetzungsgetriebe 32 über das Langsamfahrge- triebe 33 auf die Hauptantriebsachse 34. Von der Haupt antriebsachse 34 erfolgt die Kraftübertragung durch die Planetengetriebe 39, 39' auf die Fahrzeugraupe 40, 40'.
Die Steuerungswirkung des Motors mit veränderli cher Geschwindigkeit 41 wirkt durch das Untersetzungs- getriebe 42, 42' auf die Planetengetriebe 39, 39' in glei cher Weise wie vorstehend. Für das Fahren mit dem Schnellgang wird der Wählarm 30 von dem Kegelrad getriebe 26 wegbewegt, so dass das Getrieberad 29 in beide Zahnräder 28 und das Zahnrad 38 eingreift. Diese Kraft wird nun mit der liegenden Achse 27 über das Schnellganggetriebe 35 zu dem Schnellfa4rgetriebe 36 auf die Hauptantriebswelle 34 übertragen, genau wie vorher bei dem Fahren mit dem Untersetzungsgetriebe.
In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform der Len kung zu sehen, bei dem die Raupen 43 an einer Seite des Fahrzeuges 44 über eine Hauptantriebswelle 45 durch ein Kastengetriebe 46 angetrieben ist, während die Rau pe 47 an der anderen Seite vom Fahrzeug 44 über die Hauptantriebswelle 45 durch das dazwischen befindliche Planetengetriebe 47 angetrieben wird. Die Tätigkeit die ses Planetengetriebes 48 ist also kontrolliert sowohl durch den Motor 49 mit veränderlicher Tourenzahl, durch das Getriebe 50, als auch zum erforderlichen Regeln der Ge schwindigkeit von der Raupe 47 zum Lenken des Fahr zeuges.
Bei all diesen Ausführungen kann bei einer Len kung nach rechts oder links das Gesamtgewicht viel ein facher und leichter bewegt werden und zwar bei gleich zeitiger Kontrolle der Raupen oder Räder an beiden Seiten des Fahrzeuges.
Das Planetengetriebe unterstützt also die verschie denen Verwendungen wie vorstehend beschrieben. Z. B. können die Sonnenräder von den Planetengetrieben bei fester Sicherung mit der Hauptantriebwelle und den in nenverzahnten Getrieberäder oder Ringen durch das an geschlossene Getriebe mit dem hydraulischen Motor be wegt werden.
Es ist deshalb nur möglich abwechselnd die Plane tenräder bei fester Sicherung an der Hauptantriebswelle zu halten, während die innenverzahnte Getrieberäder oder -ringe die Verbindung zu den Raupen oder Räder und dem Hydraulikmotor beibehalten.
Die hydraulische Bewegung kann man durch mecha nische oder irgendeine andere passende Ausführung mit einer unendlichen veränderlichen Geschwindigkeit also auch, z. B. durch ein elektrisches Antriebsmittel ersetzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Fahrzeuglenkung für Räder- oder Raupenfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptübertragung zum Antrieb der Raupen oder Räder an mindestens einer Seite des Fahrzeuges ein Planetengetriebe als ein unab hängiges Antriebsmittel mit veränderlicher Umdrehungs zahl zum Regeln der jeweiligen Umdrehungen der Rau pen oder Räder an der gegenüberliegenden Seite des Fahrzeuges hinzugefügt ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Fahrzeuglenkung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Hauptantriebswelle (4, 34) und den Raupen oder Räder (9A, 9A', 40, 40') Planetengetriebe (6, 6', 39, 39') eingebaut sind, welche an der gegenüberliegenden Seite des Fahrzeuges durch Getriebe mit einem Motor (20, 41) mit veränderlicher Tourenzahl verbunden sind. 2.Fahrzeuglenkung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptantriebswelle (45) mit dem Antriebsmotor an einem Ende über das Getriebe (46) mit den Raupen oder Rädern (43) an einer Seite des Fahrzeuges und am enderen Ende mit einem Planeten rädergetriebe (48) zur Kraftübertragung mittels dem Ge triebe (50) und dem Motor mit veränderlicher Touren zahl (49) an der anderen Seite des Fahrzeuges in Ver bindung steht. 3. Fahrzeuglenkung nach Patentanspruch oder Un teranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass min destens zwei Geschwindigkeitsverhältnisse (27, 36) zwi schen dem Antriebsmotor und der Hauptantriebswelle (34) vorgesehen sind. 4.Fahrzeuglenkung nach Patentanspruch oder Un teranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (20, 41, 49) ein hydraulischer Motor mit verän derlicher Tourenzahl ist. 5. Fahrzeuglenkung nach Patentanspruch oder Un teranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (20, 41, 49) ein Elektromotor mit veränderlicher Tourenzahl ist. 6.Fahrzeuglenkung nach Patentanspruch oder Un teranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Hauptantriebswelle (4, 34, 45) Bremsscheiben (22, 22') zur Betätigung mittels den Bremsbacken (23, 23') angeordnet sind.
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